Montag, 29. September 2014

Syrien in Oklahoma?



„Bis wann, heiliger und wahrhaftiger Herrscher, richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“
Offenbarung 6, 10.

Meine Frau und ich haben vor vielen Jahren in Oklahoma gewohnt.
Oklahoma ist seit 1907 Bundesstaat der USA und war lange Zeit exklusiv Indianerland. Erst seit etwa 130 Jahren siedeln Weiße darin. Viele der alten Homesteads, der frühen Siedlerhäuser, die dort gebaut wurden, stehen heute noch auf ihren riesigen Freiflächen und sind bewohnt.
Es ist schön dort.
Die Menschen sind freundlich und es gibt viele Christen, die Gott wirklich kennen.
Beim Einkaufen im Supermarkt kann es einem passieren, dass dort Lobpreis-Musik aus den Lautsprechern kommt und als Klangtapete dient. An der Kasse bedient einen vielleicht einer der mehr als 1500 Bibelschüler, die allein das Rhema Bible Training Center besuchen, oder einer der Studenten der Oral Roberts Universität.
Etliche Gemeinden haben mehr als 10.000 Mitglieder, obwohl kaum mehr als 3,5 Millionen Menschen im Staat leben.
Wir waren auch mal in Oklahoma City, denn dort befindet sich die Einwanderungsbehörde, bei der ich mal ziemlich viel Papierkram zu erledigen hatte. Freundliche Leute, auch dort.
Südlich von Oklahoma City befindet sich die Stadt Moore.
Moore sollte man sich merken.
Denn in Moore hat letzten Donnerstag ein Mann namens Alton Nolan, ein Islam-Konvertit, seine 54-jährige Kollegin, eine Frau namens Colleen Hufford, enthauptet.
Enthauptet!
In der tiefsten amerikanischen Provinz!
Die Polizei des Städtchens hat sofort „gewusst“, dass die Religion des Mörders nichts mit der Tat zu tun hat. Er sei auch kein Terrorist. Es war ein Ausdruck zufälliger Gewalt am Arbeitsplatz. Wie es halt so ist: Ein Wort gibt das andere. Zum Schluss enthauptet der eine den anderen. Sowas kommt immer wieder mal vor. (Das tut es natürlich nicht!)

Die Amerikaner jenseits der Behörden und Medien sind entsetzt.
Nicht unbedingt, dass ein radikalisierter Moslem eine Frau enthauptet. Ähnliches ist man aus dem Irak und Syrien gewohnt. Vielmehr stößt vielen Leuten die unerträgliche politische Korrektheit auf. Wie soll die Bevölkerung geschützt werden, wenn man das Problem nicht beim Namen nennen darf? Dass sich da mal nicht was zusammenbraut.

Na ja, denkt der ein oder andere vielleicht. Die Greueltat geschah in Amerika. Amerika ist anders. Da sind unmögliche Dinge möglich. Zum Glück ist das alles weit weg.
Nicht so schnell.
Mrs. Hufford ist nicht die einzige westliche Frau, die diesen Monat enthauptet wurde. In Edmonton, Nord-London, wurde eine 82-jährige Frau namens Palmira Silva von einem hochgradig dämonisierten Mann namens Nick Salvatore, 25, so getötet. Auch er war vor 5 Jahren zum Islam konvertiert. Scotland Yard sagt, seine Religion hat mit dem Mord nichts zu tun.
Ich bin (nicht) beruhigt.

Was tun?
Auf jeden Fall nicht selber zum Schwert greifen. Die Rache gehört dem Herrn.
Wir können aber beten:
„Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1. Timotheus 2, 1-4).

Samstag, 27. September 2014

Jens Garnfeldt kommt



„Sie machten allen Brüdern große Freude.“
Apostelgeschichte 3, 15.

Ich war gestern in Suhl, wo Pastor Fred Winkler zu einer Veranstaltungsreihe ins Kongresszentrum einlud, bei der unter anderem Pastor Jens Garnfeldt aus Kopenhagen sprach.
Schön war's.
Jens ist ein dynamischer, inspirierender, kompromissloser Verkündiger, (was bei einem Nachfahren der Wikinger wohl auch nicht anders zu erwarten war). Er wird im Januar 2015, und zwar vom 2. bis zum 4., für ein Wochenende zu uns ins CGZ nach Geldersheim kommen, um uns zu erbauen, zu ermahnen und zu provozieren.
Wir werden „Zeiten der Erquickung“ haben, wie Petrus das ausdrücken würde. (Apostelgeschichte 3, 20).
 
Wie kann man ein Jahr besser beginnen als in der Gegenwart des Herrn?

Donnerstag, 25. September 2014

Wenn sie euch aber verfolgen...



„Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere.“
Matthäus 10, 23.

Gestern kam in den Abendnachrichten sogar mal ein kurzer Beitrag über die Christenverfolgung im Nahen Osten. Er war längst nicht so lang wie die viel häufiger auftauchende und oft ziemlich perfide Berichterstattung über das Leid der Palästinenser, in der Israel gern der böse Goliath ist und nicht ein Land, das nach dem geduldigen Ertragen tausender Raketenangriffe sich endlich wehrt.
Wie soll man in Frieden mit einem Gegner—Hamas—leben, der einem das Existenzrecht abspricht?
Das ist jetzt aber nicht mein Thema.

Christen werden verfolgt.
Die Anweisung Jesu ist: Wenn wir verfolgt werden, dann ziehen wir weiter.
So bedauerlich Verfolgungen sind und der damit einhergehende Verlust der Heimat: Unsere eigentliche Heimat ist nicht die Erde. Unser Bürgerrecht ist im Himmel, wie Paulus in Philipper 3, 20 sagt. Von dort her erwarten wir Christus als Retter.
Jesus kommt wieder.
Er wird sich dann um die Verfolger kümmern.
Was sagte er noch zu Saul von Tarsus, als der nach Damaskus unterwegs war, um weitere Christen zu bekriegen? „Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es ist hart für dich, gegen den Stachel auszuschlagen.“ (Apostelgeschichte 26, 14).
Dieser Vers sagt uns zwei Dinge.
1.: Jesus nimmt Verfolgung persönlich.
2.: Und wenn man auf einen Stachel schlägt, sticht man sich. Wenn man's übertreibt, dann ersticht man sich. Saulus, der spätere Paulus, hing hier zwischen Leben und Tod. Glücklicherweise hat's Jesus mit dem Töten seiner Verfolger nicht so eilig wie seine Verfolger mit dem Töten von Christen. Saul bekam eine zweite Chance und so wurde aus Saulus der Apostel Paulus.
Der ultimative Triumph ist, wenn aus Feinden Verkündiger werden.

Wäre ich Christ im Nahost, ich würde weiterziehen.

Das hat Jesus auch gemacht:
„Und danach zog Jesus in Galiläa umher, denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil die Juden ihn zu töten suchten.“ (Johannes 7, 1).
Beim Ausweichen ist er bis Gethsemane auch geblieben:
„Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.“ (Johannes 8, 59).
Allerdings hat er wegen seiner Verfolger nie Abstriche an seiner Botschaft gemacht.
Er hat nur woanders gepredigt.

Dienstag, 23. September 2014

Der große Vorsitzende (Ma, nicht Mao)



„Die Hand der Fleißigen wird herrschen.“
Sprüche 12, 24.

Neulich ist Alibaba.com in New York an die Börse gegangen. Die chinesische Firma ist das größte Internet-Handelsunternehmen der Welt. Mit 168 Milliarden Dollar bewertet, ist Alibaba.com rund zweieinhalb Mal so viel wert wie eBay.

Alibaba hat einen skurrilen Gründer und Vorstandsvorsitzenden, Jack Ma.
Der unpolitische Herr Ma war mal Englischlehrer. Vielleicht hat er im kommunistischen China mal eine englische Bibel in die Hand bekommen und darin ein wenig geschmökert. Denn so manches, was er sagt, könnte direkt von Salomo stammen.

Hier ein paar Zitate:
„Was ist ein Fehlschlag? Aufgeben ist der größte Fehlschlag.“

„Was deine Pflichten sind? Sorgfältiger, fleißiger und ehrgeiziger zu sein als andere.“

„Wenn du hin und wieder jammerst und klagst, dann macht das nicht viel. Wenn dies jedoch zur Gewohnheit wird, dann wird es dem Trinken ähnlich: je mehr du trinkst, desto größer wird dein Durst. Auf dem Weg zum Erfolg wirst du feststellen, dass die Erfolgreichen keine Jammerer sind. Sie beschweren sich auch nicht oft.“

„Man kann die Gedanken der Menschen nicht gleichschalten, doch man kann sie vereinen, indem man ihnen ein gemeinsames Ziel gibt.“

Ma?
Besser als Mao.

„Besser 60 Millionen Sachen verkaufen als 60 Millionen Dissidenten killen.“
(Der Satz stammt von mir, nicht von Ma. Von Mao stammt er erst recht nicht).

Montag, 22. September 2014

Wie groß ist dein Gott?

123

„Als aber die Philister sahen, daß ihr Held tot war, flohen sie.“
1. Samuel 17, 51.

David war äußerlich klein, Goliath war äußerlich groß.
Innerlich war David jedoch größer als Goliath, denn David besiegte Goliath.
David war innerlich groß, weil er Erfahrungen mit Gott hatte.
Davids Gott war groß.
Wenn dein Gott groß ist, dann bist du furchtlos, kühn und stark.
Wenn dein Gott klein ist, dann bis du furchtsam und kleinmütig, denn du bist auf deine Fähigkeiten zurückgeworfen. Alles hängt an dir.
Gott ist aber groß.

Wenn du feststellst, dass du noch zu sehr in Ängsten feststeckst für deinen Geschmack, dann bitte den Herrn um Erfahrungen mit Gott.
Wenn du ein wenig nachdenkst, dann fallen dir bestimmt Situationen ein, in denen Gott dir geholfen hat. Geh die in Gedanken nochmal durch. Das ist eine geistliche Übung, die man immer wieder mal durchziehen muss. Jesus war mal richtig sauer, weil seine Jünger so vergeßlich waren:
"Augen habt ihr und seht nicht? Und Ohren habt ihr und hört nicht? Erinnert ihr euch nicht, als ich die fünf Brote unter die Fünftausend brach, wie viele Handkörbe voll Brocken ihr aufgehoben habt? Sie sagen zu ihm: Zwölf." (Markus 8, 18.19).

Erinnere dich daran, wie groß dein guter Gott ist.

„Von David. Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen!
Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten!
Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten.
Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen.
Der mit Gutem sättigt dein Leben. Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler.
Der HERR verschafft Gerechtigkeit und Recht allen, die bedrückt werden.“
Psalm 103, 1-6.

Freitag, 19. September 2014

Das Mädchen und der schwarze Sack



„Jesus aber begann zu ihnen zu sprechen: Seht zu, daß euch niemand verführe! Viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's! Und sie werden viele verführen.“
Markus 13, 5-6.

Jesus warnt seine Jünger hier vor geistlichen Verführern.
Eines der verblüffenden Phänomene des Phänomens Islamischer Staat ist seine Anziehungskraft auf gewisse junge Menschen im Westen. Zu hunderten strömen junge Männer und Frauen (!) aus den Vereinigten Staaten sowie aus Europa nach Syrien, um dort zu kämpfen – und gern auch zu sterben.

Bei den Männern verstehe ich das noch. Meist sind sie mehr oder weniger verkrachte Existenzen, im besten Fall Suchende, die nach einer bedeutungsvollen Aufgabe im Leben Ausschau halten und auch mal so richtig was zu sagen haben wollen. Wenn dann Leben und Tod in ihrer Hand liegen, etwa in Form eines geladenen Sturmgewehrs, berauscht sie das Machtgefühl, erst recht wenn es religiös legitimiert werden kann.
Denn es gibt ja keine höhere Autorität als Gott.
Jemand, der das Schwert im Namen Gottes schwingt, tritt ganz eigentlich an die Stelle Gottes und nimmt dessen Stelle als Herr über Leben und Tod ein. Das gibt den ultimativen Macht-Kick.
Weil Gott sich jedoch nicht vom Thron stoßen lässt, ahndet er die Anmaßung dieser Leute meist schnell und lässt sie selber sterben.
Abenteuerlust spielt eine große Rolle, handelt es sich hier doch um Männer.

Was mich jedoch wirklich verwundert ist, dass auch Frauen sich dieser monströsen Truppe anschließen. Dutzende Britinnen und Französinnen sind bereits losgezogen.
Selbst Amerikanerinnen!
Nicht nur somalische Immigrantinnen aus der Gegend von Minneapolis, sondern auch solche mit angelsächsischen oder mexikanischen Namen, die sich erst kürzlich über Chatrooms und Foren im Internet radikalisiert haben. Oft werden sie bereits an der Grenze abgefangen, wenn sie nach Nahost ausreisen wollen. Trotzdem.
Wie gibt's das?

Wie gibt's das, dass die plötzlich so offen sind für eine Kultur der Gewalt, des Mordens, der Unterjochung, der Erniedrigung und der Sklaverei, dass sie dort mitmachen wollen?
Wieso hassen die den Westen und alles wofür er steht?

Was veranlasst eine junge Frau, die sich hierzulande farbenfroh kleiden kann, nach Syrien zu fahren und sich freiwillig einen schwarzen Sack mit Sehschlitzen überzustülpen?

Sie denken möglicherweise, sie werden dort aktiv mithelfen, das Reich Gottes auf Erden zu errichten. Dabei übersehen sie, dass Frauen im Islam eine völlig andere Rolle spielen als beispielsweise im Christentum, wo sie traditionell eine hohe Wertschätzung genießen.
Eine amerikanische Professorin hat festgestellt, dass ISIS diese Frauen in erster Linie rekrutiert, damit sie den entstehenden Islamischen Staat mit Kindern bevölkern.
Eine solche Rekrutin wird ihren Mann mit anderen Frauen teilen müssen, denn er darf vier haben und wird auf die anderen drei nicht verzichten, wenn er nicht muss.
Ein Mädchen, dem hier bei uns viele Entfaltungsmöglichkeiten geboten werden und dem hier die Tür zur Welt offen steht, ist in Syrien eine rechtlose Nicht-Person, ein Besitz ihres Mannes, ohne dessen Erlaubnis sie nicht einmal das Haus verlassen darf. Sie braucht dort eine männliche Begleitperson, um nur vor die Tür zu gehen.

Doch offenbar macht dies einer modernen Dschihadista nichts aus.

Was treibt sie an?
Sie glauben, dass sie der heiligen Sache Allahs und des Islams dienen. Enthauptungen von symbolischen Vertretern des Westens sind für sie ein Grund zum Feiern. Jesidische Mädchen als Sklaven zu besitzen halten diese Frauen für ihr Recht, das ihnen die Religion zugesteht. Selbstmordattentäter sind ihre Helden. Für ihren Gott zu sterben ist für sie ein Vorrecht, ja eine Pflicht.

Aus Sicherheitsgründen sollte auch ihnen eine Rückkehr zu uns verwehrt werden.

"Wenn einer den Schall des Horns hört, sich aber nicht warnen läßt, und das Schwert kommt und rafft ihn weg: so wird sein Blut auf seinem Kopf bleiben. Er hat den Schall des Horns gehört, hat sich aber nicht warnen lassen; sein Blut wird auf ihm bleiben.
Doch hat er sich warnen lassen, so hat er sein Leben gerettet."
Hesekiel 33, 4-5.

Donnerstag, 18. September 2014

Mord als Gottesdienst?



„Es kommt sogar die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen einen Gottesdienst darzubringen.“
Johannes 16, 2.

Dieser Satz Jesu trifft definitiv auf jene üble Truppe zu, die sich Islamischer Staat nennt.
Diese Leute bringen es fertig und ermorden nicht nur Christen, Juden oder Jesiden, nicht nur Journalisten, sondern auch Entwicklungshelfer (!) wie den Schotten David Haines, also Leute, die selbstlos ihre Haut riskieren, um den Menschen in den Höllenlöchern des Nahen Ostens die Not ein wenig zu lindern. Das ist diabolisch.

Präsident Obama und auch Politiker hierzulande haben umgehend klargestellt, dass es sich hier überhaupt nicht Moslems handelt, sondern um irgendwas anderes.
Ich frag mich, woher die das wissen.
Denn Mormonen, Buddhisten oder Hindus sind diese koranbegeisterten Messerwetzer ganz bestimmt nicht. Sie selber halten sich Mohammedaner reinsten Wassers und oberster Güte.

Es ist bedauerlich, wenn westliche Politiker der Welt erklären, was ein Moslem ist und was nicht. Dies ist nämlich eigentlich die ureigenste Aufgabe der Moslems selber. Sie sind hier gefordert. Westliche Politiker, die solche Mörderbanden für unislamisch erklären, nehmen den Rechtfertigungsdruck von den Moslems.
Das sollten sie nicht tun.
Denn wie wollen moslemische Apologeten die gewalttätigen Suren, die weiter hinten im Koran stehen, (und somit theologisch größeres Gewicht haben als die friedlichen Suren am Anfang des Korans), in etwas Friedliches umdeuten? Schwierig.
Natürlich gibt es jede Menge friedfertige Moslems und nicht jeder Kaftanträger ist ein potentieller Mörder. Doch genau diese an einem friedlichen Miteinander interessierten Moslems müssen erklären, was sich da tut in ihrer Gemeinschaft. Sie müssen mäßigend einwirken auf die gewaltbereiten Gruppen in ihrer Mitte.
Sonst braut sich da was zusammen bei uns. Aus den Nachrichten war zu entnehmen, dass Hooligans sich vorgenommen haben, auf unseren Straßen Salafisten zu jagen.
Das kann niemand wollen.

Was wird mit den Mördern des Islamischen Staats passieren?
Es wird ihnen, so Gott will, nicht gelingen. Es handelt sich bei ihnen um aggressive Sunniten. Die aggressiven Schiiten des Iran und eine Koalition anderer nahöstlicher Länder werden sie bekämpfen. Diese Leute werden sich in Machtkämpfen selbst zerfleischen.
Leuten jedoch, die aus unserer Mitte kommen und in die Levante gefahren sind, um dort zu kämpfen, und nun zurückkehren wollen, sollte man den Pass abnehmen nicht mehr reinlassen.
Tut man dies nicht, so pflanzt man im ganzen Land menschliche Bomben mit Zufallszündern. Niemand weiß wann sie hochgehen. Hier muss sich die Politik ihrer Verantwortung bewusst sein.

„ Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.
Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. Laßt uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens.“
Galater 6, 7-10.

Mittwoch, 17. September 2014

Jesus hilft


„Und als er sie beim Rudern Not leiden sah, denn der Wind war ihnen entgegen, kommt er um die vierte Nachtwache zu ihnen, indem er auf dem See einherging.“
Markus 6, 48.

Jesus hatte seine Jünger nach der Speisung der 5000 in ein Boot gesetzt und ihnen befohlen, ans andere Ufer hinüberzufahren. Er selbst zog sich zum Gebet auf einen Berg zurück.
Während der Herr betet, mühen sich seine Jünger, seinem Befehl nachzukommen. Doch sie kommen irgendwie nicht vom Fleck. Sie rudern was das Zeug hält, doch der Wind ist ihnen entgegen. Sie leiden Not.

Mir begegnen immer wieder Christen, die im Gehorsam gegenüber dem Herrn rudern was das Zeug hält, aber Not leiden und scheinbar nicht vom Fleck kommen.
Der Herr kam erst in der vierten Nachtwache, das bedeutet irgendwann zwischen 3 und 6 Uhr morgens. Er hatte es scheinbar überhaupt nicht eilig.
Umso verblüffender war, was geschah, als er dann kam. Johannes berichtet nämlich, „Sie wollten ihn nun in das Boot nehmen, und sogleich war das Boot am Land, wohin sie fuhren.“ (Johannes 6, 21).

Sie waren die ganze Nacht praktisch nicht vom Fleck gekommen. Sie hatten sich gemüht in Dunkelheit und Sturm und Wind. Alle Anstrengung erschien umsonst zu sein. Sie waren um 4 Uhr morgens, nach Stunden des Ruderns, immer noch mitten auf dem See. Da kommt Jesus—und sogleich sind sie am Ziel!
Es scheint fast, als ob sie beim Rudern doch irgendwie vorangekommen wären, nur im Natürlichen war das nicht feststellbar. Sie hatten dem Herrn gehorcht und waren scheinbar erfolglos geblieben. Doch als der Herr völlig überraschend kam, waren sie, wo sie sein sollten und hin wollten: am anderen Ufer. Was sie nicht geschafft hatten, erledigte er.

Irgendwie ermutigt mich diese Begebenheit.

Montag, 15. September 2014

Wie öffne ich mich für den Hl. Geist?



„Pastor, wie kann ich mich mehr für den Heiligen Geist öffnen?“

Der Prophet Elisa war mal ganz fürchterlich sauer. Er schimpfte den König von Israel, der eine Heeresmacht in die Wüste geführt hatte, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Als das Wasser zur Neige ging und Verzweiflung sich breitmachte, fand man Elisa nämlich unter den Männern und der König hatte ihn holen lassen, um aus seinem Mund das Wort Gottes zu hören.
Doch anstatt zu weissagen, regt sich Eliza ganz fürchterlich auf: „Was habe ich mit dir zu schaffen? Geh zu den Propheten deines Vaters und deiner Mutter!“ Die waren gottlose Baalsanbeter gewesen.
Doch der König wusste ganz genau, dass der Baal nicht helfen konnte. In der Stunde der Not sucht man intuitiv den echten Gott und lässt alles andere links liegen. Baalsanbeter wissen für gewöhnlich, dass Gott lebt. Sie wollen nur nicht für ihn leben. In der Not wenden sie sich trotzdem an ihn.
Elisa ist also nicht mit Heiligem Geist erfüllt, sondern mit Ärger, Wut und Zorn. Was tut er, um sich für den Heiligen Geist zu öffnen? Er verlangt nach einem Musiker!
„Und nun holt mir einen Saitenspieler.“
Und es geschah, als der Saitenspieler spielte, da kam die Hand des HERRN über ihn. (2. Könige 3, 15).

Was bei Elisa funktionierte, wird auch bei uns funktionieren: wir können uns für den Heiligen Geist öffnen, indem wir Lobpreis-Musik hören, die uns anspricht und bewegt und uns auf Gott ausrichtet. Deswegen ist Musik ein wichtiger Bestandteil unserer Gottesdienste.

Donnerstag, 11. September 2014

Druck der Fremde



„Und den Fremden sollst du nicht bedrücken. Ihr wißt ja selbst, wie es dem Fremden zumute ist, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.“
2. Mose 23, 9

In diesen Tagen hört man viel davon, dass die Flüchtlingslager in verschiedenen Bundesländern überlaufen, weil so viele Flüchtlinge zu uns kommen. Syrer, Iraker, Perser, Palästinenser, Afghanen, Nordafrikaner, Schwarzafrikaner, Kurden, usw. kommen, teils auf abenteuerlichen Wegen, um hier Asyl zu beantragen.
Natürlich sollte man den Fremden, die hier sind, helfen, hier Fuß zu fassen und sich eine Existenz aufzubauen. Keinesfalls sollte man sie bedrücken oder ausgrenzen.
Ich halte es jedoch grundsätzlich für besser, diese Leute in Ländern unterzubringen, die ihrem Kulturkreis entsprechen. Dort versteht man sie, hat dieselbe Religion, spricht gegebenenfalls sogar ihre Sprache und weiß sie zu nehmen, wie sie sind. Auch erspart man ihnen sowie den aufnehmenden Ländern den Kulturschock, der unweigerlich entsteht, wenn ein Individuum in eine ihm völlig unvertraute Umgebung geworfen wird.
Statt sich den Flüchtlingsströmen weiter zu öffnen, sollte Deutschland aufnehmenden Ländern vor Ort Hilfe leisten.
Eines der stabilsten Länder im Nahen Osten ist Jordanien.
Jordanien ist sehr groß und rund 70 Prozent der Jordanier sind schon Palästinenser, (die im Land leben ohne jedoch volle Bürgerrechte zu besitzen. Hätten sie die, würden sie sofort die Regierung ändern. Arafat das ja mal probiert und wurde deshalb von König Hussein rausgeworfen. Egal). Jordanien besteht gewissermaßen zum größten Teil aus "Flüchtlingen." Würde es sich nicht anbieten, dieses in diesen Dingen erfahrene Land großzügig zu unterstützen?
Ich wär dafür.
Außerdem importiert man sich so nicht die Kräfte, die diese Menschen überhaupt zu Flüchtlingen gemacht haben. Die Europäer werden das Problem zwischen Sunna und Schia nicht lösen, egal wie viele Sunniten und Schiiten sie aufnehmen. Dieses Problem gehört in einen anderen Teil der Welt. Dort soll es bleiben.

Verfolgte Christen aufnehmen, (die oft ja nur dem Namen nach Christen sind, aber trotzdem verfolgt werden)?
Da haben wir gemeinsame Anknüpfungspunkte. Als „Christen“ sind wir uns zumindest kulturell nicht völlig fremd. Der Kulturschock bliebe womöglich aus. Die könnten wir nehmen.
Doch wenn sie einmal hier sind, dann machen wir sie nicht abhängig von den Wohltaten des Sozialstaats, sondern erlauben ihnen schnellstmöglich, einer Arbeit nachzugehen. So kann Integration rasch gelingen.

Dienstag, 9. September 2014

Schwerter?



„Pastor, Jesus sagte zwar, verkaufe dein Kleid und kaufe ein Schwert. Aber er sagte zu Petrus auch: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. (Matthäus 27, 52). Ist Jesus vielleicht doch Pazifist?“

Bevor wir auf diese Schriftstelle eingehen: Wären die Byzantiner 718 vor Konstantinopel oder Karl Martell 732 bei Tours Pazifisten gewesen, so wären die Europäer längst allesamt Muselmanen ohne jegliche Heilsgewissheit. Oder tot.

Und was sich im Garten Gethsemane abspielte, wo Petrus mit dem Schwert dreinschlug, müssen wir aus der historischen Perspektive sehen und nicht aus der romantischen.

Hunderte bewaffnete Polizisten waren in den Garten gekommen, um Jesus zu verhaften. Dies will Petrus vereiteln, indem er die zahlenmäßig weit überlegene Polizei mit einer Waffe angreift. Er schlägt einem Polizisten sogar das Ohr ab.
Das ist ein Todesurteil!
Die angegriffene Polizei wird sich selbstverständlich verteidigen und mit Petrus kurzen Prozess machen.
Petrus handelt mit der Hingabe eines Pitbulls, der seinen Herrn verteidigt. Er will Jesus retten und ist loyal bis zum äußersten, wenn auch nicht besonders weise. Wahrscheinlich hat ihn die Bemerkung Jesu über die Notwendigkeit von Schwertern zu seinem tollkühnen Verhalten animiert.
Die Lage droht zu eskalieren.
Nachdem Jesus den Knecht des Hohepriesters jedoch heilt, spricht niemand mehr davon, Petrus zu verhaften oder gar niederzustoßen. Vielmehr kann er mit den anderen Jüngern davonlaufen. Dass er Jesus hinterher dennoch zusammen mit Johannes in den Hof des Hohepriesters folgt, zeugt von verwegenem Mut. Petrus war kein Feigling.

Jesus richtete seine Schwert-Warnung also an jemanden, der sich mit einer Waffe der Staatsgewalt widersetzt. Die Staatsgewalt wiederum wird ihr Schwert nehmen und dem Aufständischen den garaus machen, bzw. bestrafen.
So ist diese Stelle zu verstehen.
Sie ist kein Aufruf, völlig aufs Schwert zu verzichten. Denn die Staatsgewalt braucht ihres ja. In Römer 13, 4 heißt es dazu:
„Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.“
Die Staatsgewalt hat von Gott die Anweisung, die Guten zu beschützen und die Bösen zu bestrafen.
Man stelle sich vor, die Polizei hätte strikte Anweisung niemals Zwang in irgendeiner Form auszuüben. Wir hätten die pure Anarchie.

Wir könnten natürlich einmal ein Experiment wagen: Wir beschallen die Dschihadis vom Islamischen Staat mit deutschen Politikerreden. Putin auch gleich mit. Wenn sie umfallen ist das Experiment gelungen.
Ich bin aber skeptisch.

Freitag, 5. September 2014

Schwäche lädt die Starken ein



Die ehemalige Bischöfin Käßmann hat neulich in einer öffentlichen Rede dafür plädiert, es Costa Rica nachzumachen und das Militär in Deutschland abzuschaffen.
Ratzeputz.
Sie ist nämlich Pazifistin.

Ist Pazifismus biblisch? Oder ist er nicht vielleicht doch närrisch?
Folgende Geschichte aus dem Buch der Richter illustriert, was er ist:
„Und die fünf Männer [Spione] gingen hin und kamen nach Lajisch. Und sie sahen das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnen, nach Art der Sidonier, sorglos und sicher. Und es gab keinen, der einem irgend etwas zuleide tat im Land oder der fremdes Vermögen in Besitz genommen hätte. Und sie waren weit entfernt von den Sidoniern und hatten mit den Aramäern nichts zu tun.“
Richter 18, 7.

Die Bewohner der Stadt Lajisch hatten ihr Militär abgeschafft. Sie kommen mir ein wenig vor wie Frau Käßmann und das heutige Europa, das ihr in weiten Teilen beipflichtet. Sie sind reich und sorglos und fühlen sich sicher. Die Polizei funktioniert ganz gut. Es gibt keine marodierenden Banden oder Wegelagerer, die im großen Stil fremdes Vermögen in Besitz nähmen. Alles ist gut.
Allerdings waren die Menschen von Lajisch auch gefährlich naiv.
Denn ihre Schutzmacht Sidon war weit weg und Bündnisse mit den Aramäern waren sie nicht eingegangen. Lajisch war somit eine friedliche Stadt ohne nennenswerte Verteidigungskapazitäten.
Sie war reich und unbewaffnet.
Die Spione des Stammes Dan nahmen das interessiert zur Kenntnis und machten Pläne.
Und dann ging es rund.
„Und sie kamen über Lajisch, über ein ruhiges und argloses Volk, und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes. Und die Stadt verbrannten sie mit Feuer. Und kein Retter war da, denn die Stadt war weit weg von Sidon, und sie hatten mit den Aramäern nichts zu tun.“ (Richter 18, 28).

Es ist nun mal so: Schwäche aktiviert in dieser Welt die Dominanzinstinkte der Starken.
Russland hätte die Ukraine nie angegriffen, wenn die Ukraine über starke Verteidigungskapazitäten verfügen würde.
Wer weiß?
Vielleicht testet Putin ja nur das Wasser und schaut wie heiß es ist.
Vielleicht will er nicht nur die Ukraine, sondern Polen, Bulgarien und Rumänien und Deutschland und die Beneluxländer auch noch. Und Frankreich.
Der russische Botschafter Wladimir Grinin hat am 4. September 2014 in einer deutschen Fernseh-Talkshow wortwörtlich gesagt: „Es wird übersehen, dass Putin ein gemeinsames Europa will – vom Atlantik bis zum Pazifik.“ Damit hat der russische Diktator sicher nicht den Beitritt seines Landes zur Europäischen Union im Sinn. Vielmehr klingt hier doch durch, dass er den Kontinent beherrschen will.
Er rechnet sich Chancen aus.
Denn das reiche, satte, sedierte, friedliche Deutschland verfügt gegenwärtig über 280 Panzer.
Das marode, nach Ruhm und Ehre hungernde Russland hingegen verfügt über 6500 aktive Kampfpanzer und 6000 aktive Schützenpanzer. (Die Zahl der inaktiven russischen Panzer beläuft sich auf ungefähr 40.000. Damit kann man schon mal eine Zeitlang Krieg führen).
Und Sidon ist fern.
Obamas Amerika zieht sich aus Europa zurück. Auf die USA ist langfristig kein Verlass mehr. Die Deutschen müssen wieder selber über ihre Landesverteidigung nachdenken. Und vielleicht noch ein paar Panzer dazukaufen.
Wir leben in Lajisch.
Und die Kundschafter Dans studieren uns schon.

Jesus ist übrigens auch kein Pazifist:
„Er sprach nun zu ihnen: Aber jetzt, ... wer nicht hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert.“
Lukas 22, 36.

Donnerstag, 4. September 2014

Streiten zwei Glatzköpfe um einen Kamm



Der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges sagte einst über den Falkland-Krieg, den Argentinien und Großbritannien 1982 miteinander ausfochten, dass sich hier zwei Glatzköpfe um einen Kamm streiten würden.
Warum sagte er das?
Weil weder Argentinien noch Großbritannien diese mickrigen Inseln wirklich brauchen.
England kämpfte, um den Ruhm der legendären britischen Marine aufrechtzuerhalten. Die unpopuläre Junta in Argentinien kämpfte, weil sie einen Sieg brauchte und davon ausging, dass Großbritannien zwar die Hände ringen, letztlich aber daheim bleiben würde.
Margaret Thatcher lehrte sie eines Besseren. Doch Britannien braucht diese Inseln nicht wirklich.

Wladimir Putin herrscht über ein übergroßes, unterbevölkertes Reich, und das nicht besonders gut. Russland ist groß genug wie es ist. Es braucht eigentlich nicht auch noch ein Stück der Ukraine. Was will Putin damit? Der Donbass ist doch schon arm.

Hamas könnte den Gazastreifen in eine Art Hongkong oder Singapur verwandeln, wenn die Terrorgruppe den Streit mit Israel endlich sein lassen und sich um die Entwicklung Gazas kümmern würde.

China und Japan streiten über ein paar Felsbrocken im Meer, wie sie dies bereits in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts taten. Weder China noch Japan brauchen diese Dinger.

Die fanatischen Moslems des „Islamischen Staates“ drängen mit aller Macht zurück ins 7. Jahrhundert. Sie lassen Blut fließen wie einst der Prophet vor ihnen. Dass sie dabei ein zivilisatorisches Ödland schaffen, kümmert sie nicht im geringsten.

Warum ist das so? Warum verhalten sich Gruppen, Führer und Nationen so irrational?
Sie streben nach dem, was die Bibel „Eitle Ehre“ [wörtlich: Leere Ehre] nennt. (Galater 5, 26).

Denn im 7. Jahrhundert hatten die Moslems Macht und Ehre.
Stolz ist auch, was Hamas zu fruchtlosen Versuchen antreibt, Israel kaputtzumachen.
Aus Stolz bestehen China und Japan auf ein paar unbewohnten Felsbrocken im Meer.
Stalin wurde von den Sowjets geliebt und vor allem gefürchtet. Nach solcherlei Prestige sehnt sich auch Putin.

Doch "Leere Ehre" kann das Bedürfnis nach Größe im Menschen nicht stellen. Selbst wenn man das Objekt seiner übergroßen Gier schließlich erobert hat, dann stellt man lediglich fest, dass man dennoch nicht zufrieden ist. Dann wird das Schriftwort wahr, das da lautet:
„Da erfüllte er ihnen ihre Bitte – und er sandte Schwindsucht in ihre Seele.“ (Psalm 105, 16).
Das Volk Israel nämlich „gierte voller Begierde“ in der Wüste nach Fleisch. Gott gab ihm Fleisch. Zufrieden war es dennoch nicht.

Ein Gefühl von Größe, Erfüllung und Zufriedenheit entsteht, wenn man tut, was Gott von einem will. Dazu muss man keine Länder erobern. Dazu muss man sich nur die Gesinnung Jesu zu eigen machen:
„Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen, so erfüllt meine Freude, daß ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern daß in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst. Jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen!
Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war.“
(Philipper 2, 1-5).

Man stelle sich ein Volk, eine Nation, einen Herrscher vor, der dies zum Staatsziel erklärt. Wir wären auf dem Weg in die beste aller irdischen Welten.

Montag, 1. September 2014

In der Höhle mit Gott

„Dort ging er in die Höhle und übernachtete da. Und siehe, das Wort des HERRN geschah zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier, Elia?“
1 Könige 19, 9

Elia war ein Mann, der betete und von Gott spektakulär erhört wurde.
Er betet um Trockenheit und bekommt sie.
Nach dreieinhalb Jahren betet er um Regen und alles Volk schaut dabei zu, wie der Regen losplatzt.
Er bittet Gott, Feuer auf auf einen Altar samt Opfer zu werfen und Gott tut's.
Er führt im Alleingang das abgefallene Volk Israel zum Herrn ihrem Gott zurück.
Dann droht ihm die gottlose Königin Isebel mit dem Tod—und Elia flieht in die Wüste, wo er sterben will.
Er hat einen Durchhänger, der sich rein auf seine Emotionen gründet und nicht auf die Tatsachen.
Denn Gott war mit ihm.
Er hätte ja für Isebel beten können...
Isebel hätte allen Grund gehabt, sich vor Elia zu fürchten, während Elia keinerlei Anlaß hatte, sich vor ihr zu fürchten.
Er tat's trotzdem.
Er wandert 40 Tage lang in der Wüste herum, bis er an den Sinai kommt, wo er sich in eine Höhle zurückzieht. Und dort sagt Gott etwas wunderbares: "Was tust du hier?"
Er sagt nicht, "Was tust du da?" Er sagt "hier."
Das bedeutet nichts anderes als: Gott war mit Elia in dieser Höhle.
Obwohl Elia falsch gehandelt hatte und dort nicht hätte sein sollen, war Gott bei ihm.
Das ist gut. Denn Gott ist der Vater der Erbarmungen und der Gott allen Trostes, (2 Korinther 1, 3), sowie der Gott der Hoffnung, (Römer 15, 13). Das heißt, wer mit ihm zusammen ist, ist hinterher besser drauf als vorher.
Die meisten Menschen nerven irgendwann, wenn man zu enge Gemeinschaft mit ihnen hat. Gott nervt nie. Wenn man aus seiner Gegenwart kommt, dann ist man auferbaut. Sofern man ihn zu einem sprechen läßt.
Elia tut das.
Der Herr gibt dem Erschütterten Hoffnung, Barmherzigkeit und Trost in Form von Handlungsanweisungen: Er soll u.a. Elisa zu seinem Nachfolger salben.

Wenn du dich in einer Höhle in der Wüste befindest: Gott gibt auch dir Hoffnung. Er kann nicht anders. Er ist der Gott der Hoffnung. Hoffung bedeutet, es wird wieder besser. Das Beste liegt noch vor uns.
Wenn du also mit Gott zusammen bist, dann erwarte, daß er dir Handlungsanweisungen gibt.
Denn du mußt was tun.
Nur herumsitzen und das Problem bedenken ist keine Lösung. Wenn Gott nicht konkret spricht, dann bitte um Weisheit, (Jakobus 1).
Dann denke nach, um zu einer brauchbaren Handlungsidee zu kommen.
Dann handle.
Möglicherweise werden weder deine Kämpfe noch deine Siege immer vollkommen sein. Doch das macht nichts. Man lernt schließlich nie aus.