Donnerstag, 30. April 2015

Der Fluch der gutgemeinten Tat

„Er sah andere stehen und spricht zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sagen zu ihm: Weil niemand uns eingestellt hat.“
Matthäus 20,6-7.

Taten haben Konsequenzen.
Gutgemeinte Taten haben oft katastrophale Konsequenzen.
Denn gut und gutgemeint ist nicht dasselbe.

Gemeinhin wird die Einführung eines Mindestlohns von 8,50 € im Land gutgeheißen. Jeder soll ordentlich verdienen und von seinem Verdienst leben können. Diese Einstellung ist lobenswert.
Mindestlöhne haben jedoch eine traurige Geschichte. Sie dienten auch nicht immer einem sozialen Gerechtigkeitsgefühl.

Die wenigsten wissen, dass der Mindestlohn in den Vereinigten Staaten früher (1931) dazu hergenommen wurde, den Arbeitsmarkt vor billigen schwarzen Arbeitskräften zu schützen, die ihre Dienste für weniger Geld anboten als die weißen ungelernten Arbeiter. Um ihre Klientel zu abzusichern, setzten die Gewerkschaften, (die Schwarze nicht aufnahmen), einen Mindestlohn durch, um den Vorteil der nicht gewerkschaftlich organisierten Schwarzen zunichte zu machen.
Der Mindestlohn war Werkzeug des gewerkschaftlich organisierten Rassismus.

Ein Mindestlohn verteuert Arbeit künstlich.
Wenn Arbeitskraft mehr kostet als was mit ihr erwirtschaftet werden kann, dann stellen Arbeitgeber niemanden mehr ein. Und diejenigen, die außen vor bleiben, sind die Schwächsten: Die Jungen und die Ungelernten, die man angeblich schützen will.

Die Länder, die stets die höchsten Arbeitslosenquoten aufweisen, sind erstaunlicherweise genau jene, die einen exorbitant hohen Mindestlohn im Gesetz stehen haben. Dazu gehören Spanien, Griechenland, Südafrika, usw. Egal ob bei denen die Konjunktur brummt oder ob Rezession herrscht: Die Arbeitslosenquote sinkt praktisch nie unter 20 %.

Ganz anders hingegen die Schweiz.
Hier gibt es keinen Mindestlohn, dafür herrscht seltsamerweise praktisch Vollbeschäftigung.

Viele Gesetze gibt es nicht weil sie sinnvoll sind, sondern weil diejenigen, die sie erlassen, sich dabei gut fühlen. Und zum Teufel mit den Konsequenzen.

Man hat mir mitgeteilt, in unserem Ort gibt es eine alte Frau, die am Wochenende Werbezeitungen ausgetragen hat. Etliche Jugendliche taten das auch. Die alte Dame besserte ihre Rente ein wenig auf, ihre Dienstleistung kostete wenig, und alle waren zufrieden.
Dann kann der Mindestlohn.
Die zuständige Firma, nun gezwungen den Austrägern 8,50 € zu bezahlen, sah sich nicht in der Lage, alle weiterzubeschäftigen. Sie konsolidierte ihre Werbezeitungen in einen dicken Packen, den nunmehr nur noch ein kräftiger Austräger in die viel zu schmalen Briefschlitze stopft, wo man sie nicht mehr herausbekommt.
Die alte Dame wurde arbeitslos, ihre Möglichkeit zum Zuverdienst vom Staat vernichtet.
Und das soll soziale Gerechtigkeit sein?
Politiker! Lasst die Leute in Ruhe.

Mittwoch, 29. April 2015

Gott vergibt, aber straft dennoch?

„Der HERR ist langsam zum Zorn und groß an Gnade, der Schuld und Treubruch vergibt, aber keineswegs ungestraft läßt.“
4. Mose 14,18.

Gott vergibt, aber straft dennoch?
Was sich im obigen Vers zu widersprechen scheint, widerspricht sich in Wirklichkeit gar nicht.
Es ist nämlich so:
Gott vergibt Sünden, doch beständige sündhafte Verhaltensmuster bestraft er.
„Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben. Wer sie aber bekennt UND LÄSST, wird Erbarmen finden.“ (Sprüche 28,13).

Wir Menschen handeln genauso: Wir vergeben den Leuten bereitwillig ihre Fehler. Du meine Güte, jeder haut mal daneben. In Galater 6,1 heißt es doch auch: „Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, daß nicht auch du versucht wirst.“
Wer fehltritt, ist deswegen noch lange nicht von der Bahn abgekommen.

Doch wenn wir schädliche Verhaltensmuster entdecken, dann entziehen wir dieser Person unser Vertrauen und ziehen unsere Konsequenzen, (zumindest wenn wir nicht bekloppt sind). Das machen wir meist sogar ganz von selbst und unbewusst.
Gott, in dessen Ebenbild wir geschaffen sind, macht's genauso.

Der Richter Simson ist ein Paradebeispiel hierfür.
In Richter 16 überkommt es ihn und er geht nach Gaza hinab, wo er eine Hure besucht.
Übel übel.
Prostituierte waren damals allesamt Priesterinnen bestimmter Gottheiten. Simson geht also im philistischen Gaza in den Tempel eines fremden Gottes und benutzt eine der Priesterinnen dort.
Doch offenbar handelte es sich hier um einen Ausrutscher.
Wir lesen nicht, dass Simson ständig dort ein- und ausgegangen wäre. Deshalb vergibt ihm der Herr und richtet ihn nicht.
Die Obersten von Gaza fanden schnell heraus, wer da in ihrer Stadt weilte und lauerten ihm im Stadttor auf, um ihn zu töten, wenn er auf dem Heimweg hier vorbeikommt.
„Und Simson lag bis Mitternacht. Um Mitternacht aber stand er auf und packte die Flügel des Stadttores und die beiden Pfosten und riß sie samt dem Riegel heraus und legte sie auf seine Schultern. Und er trug sie auf den Gipfel des Berges nach Hebron zu.“ (Richter 16,3).
Der Herr rettete diesen Sünder, der bis Mitternacht gesündigt hatte, gleich darauf, indem er ihn mit großer Kraft ausstattete.
Das war gerade nochmal gutgegangen.

Als er sich jedoch in Vers 4 in Delila verliebt, schaut die Sache ein wenig anders aus. Zu dieser zwielichtigen Dame geht er nicht nur einmal, sondern prägt ein Verhaltensmuster aus: Er kommt ständig bei ihr vorbei und macht eine Gewohnheit aus seiner Sünde.
Und das wird ihm zum Untergang.
Denn Simson mag Delila lieben, Delila liebt das Gold. Viel mehr als den Goldgelockten.
Die Philister versprechen ihr viel Geld, wenn sie ihnen das Geheimnis seiner großen Kraft verrät. Delila macht sich an die Arbeit und nervt und nölt und nörgelt—und findet das Geheimnis heraus.
Sie verrät es den Philistern. Und während Delila ihr Geld zählt, stechen die Philister Simson beide Augen aus und stecken ihn ins Gefängnis. Hinfort ist es ihm unmöglich, zynische Schönheiten zu begutachten.
Schade.
Das hätte er sich alles sparen können.
Warum hat der Typi eigentlich nicht geheiratet?
Oder war er gar verheiratet…?
Oh oh.

Jeder macht mal Fehler.
Doch wenn jemand aus seinen Fehlern nicht lernt und nicht versucht, sein Verhalten zu ändern, dann denkt er entweder, sein Fehler war gar kein Fehler.
Oder, Fehler, Schmehler, es ist ihm egal.
Oder er denkt, du bist ein Narr, den er ausnutzen kann.
Damit mag er bei Menschen durchkommen.
Bei Gott klappt das nicht.

Dienstag, 28. April 2015

Ist Krankheit nicht vielleicht doch Gottes Wille?

„Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde alle Krankheit aus deiner Mitte entfernen.“
2. Mose 23,25.

„Pastor, kann es nicht sein, dass Krankheit manchmal doch ein verkappter Segen ist? Vielleicht ist es doch sein Wille, dass ich krank bin, denn ich hab schon mal gebetet, doch es hat sich nichts getan.“

Du bist nicht im Glauben.
Denn solange du glaubst, dass deine Krankheit vielleicht doch von Gott kommt, glaubst du schon mal nicht, dass sie NICHT von Gott kommt. Du bist innerlich hin- und hergeworfen. So wirst du von Gott nichts empfangen.
„Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln, denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde.“ (Jakobus 1,6+7).

Ich will dir helfen, den Zweifel hinter dir zu lassen und in den Glauben einzutreten. Es ist nämlich so, dass sich der Vater, der Sohn und der Heilige Geist alle drei gegen Krankheit aussprechen.

Aus Hiob 2,7 wissen wir, dass ihn der Satan mit bösen Geschwüren von der Fußsohle bis zum Scheitel schlug, nicht Gott. Als er später für seine Freunde Fürbitte tat, heilte ihn der Herr.
„Und der Herr wandte das Gefängnis Hiobs, als er für seine Freunde Fürbitte tat.“ (Hiob 42,10). In manchen Übersetzungen steht statt „Gefängnis“ das Wort „Geschick“. Doch das hebräische Wort aus dem Urtext, scheboth, bedeutet tatsächlich Gefängnis.
Krankheit wird hier als Gefängnis bezeichnet.
Von Jesus heißt es in Lukas 4,18 ausdrücklich, „Er [Gott der Vater] hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen!“
Gott befreite Hiob aus dem Gefängnis der Krankheit und beauftragte Jesus, allen so Gefangenen auf der Welt Freiheit auszurufen. Dass Jesus heilte, ist unstrittig.
Gott der Vater nennt Krankheit Gefangenschaft und sagt den von der Krankheit Gefangenen Befreiung zu.

Blicken wir auf Gott den Sohn.
Jesus sagte von einer gänzlich zusammengekrümmten Frau, der er in eine Synagoge begegnete: „Diese aber, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan gebunden hat, siehe, achtzehn Jahre lang, sollte sie nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tag des Sabbats?“ (Lukas 13,16).
Er nannte diese Kranke nicht gesegnet von Gott, sondern vom Satan gebunden.
Und dann heilte er sie.
Und, Junge, waren seine Widersacher beschämt. Die normalen Leute aber freuten sich.
Jesus nannte Krankheit Gebundenheit, nicht Gottes Segen.
Er hat durch seine Heilungen nicht dem Willen seines Vaters zuwidergehandelt!

Auch der Heilige Geist mag Krankheit nicht.
Als Petrus im Haus des Römers Cornelius spricht, sagt er „Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm.“ (Apostelgeschichte 10,38).
Petrus, der hier im Heiligen Geist spricht, nennt Krankheit hier eine Überwältigung durch den Teufel, von der Jesus die Menschen befreite, wo er nur konnte.
Ich weiß, dass Petrus hier im Heiligen Geist sprach. Denn „während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten“, und sie benahmen sich wie Betrunkene und redeten in Sprachen, wie die Apostel und Maria und die Brüder Jesu und die übrigen 120 seinerzeit zu Pfingsten.

Natürlich macht Gott aus Mist Dünger.
Natürlich kann er Krankheit zum Segen benutzen.
Doch der vielfach geoffenbarte Wille des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes ist: Gesundheit und, notfalls, Heilung.

Fürchte dich nicht, glaube nur!
(Auch ohne Abitur).

Montag, 27. April 2015

Willst du, was du willst?

„Er erfüllt das Verlangen derer, die ihn fürchten. Ihr Schreien hört er und er hilft ihnen.“
Psalm 145,19.

Wenn du etwas von Gott haben willst, musst du es wirklich wollen.
Der kranke Mann am Teich Bethesda litt schon seit 38 Jahren. Er ging in eine Gemeinde, in der man an Heilung glaubte, denn das taten alle in den fünf Säulenhallen dort. Ein Engel kam von Zeit zu Zeit und bewegte das Wasser des Teiches, und wer dann als erster hineinstieg, wurde geheilt. (Johannes 5).
Von Zeit zu Zeit sah er also, wie Menschen geheilt wurden.
Doch ihn selber erreichte der Segen nie.
Dieser Mann wartete 38 Jahre auf Gott, auf ein zündendes Ereignis, einen Helfer, irgendwas, das ihm zur Heilung verhalf. Doch es tat sich nichts, bis sich eines Tages Jesus mit ihm unterhielt und ihn fragte, ob er überhaupt geheilt werden wollte.
Der Mann bejahte ziemlich halbherzig.
Daraufhin befahl ihm Jesus: „Steh auf, nimm dein Bett auf und geh umher!“
Und der Kranke tat das einzig Richtige: Er gehorchte dem Wort Gottes und handelte.
Und war geheilt.
Heilung war schon die ganze Zeit, in der er gewartet hatte, der Wille Gottes für ihn. Er hatte es nur nicht so eilig mit dem Geheiltwerden.

Ganz anders benahm sich die Frau mit dem Blutfluss aus Markus 5. Seit 12 Jahren hatte ihre Periode nicht mehr aufgehört. Sie hatte all ihr Geld für die Ärzte ausgegeben, doch es war nicht besser mit ihr geworden. Da hörte sie von diesem neuen Wunder-Rabbi aus Nazareth. Sie hörte von Hinz und Kunz und Karl und Heinz und Anna und Lena und noch vielen anderen Kranken, wie sie diesen Jesus nur am Saum seines Gewandes berührt hatten und daraufhin geheilt worden waren.
Diese Berichte hatten diese Frau zutiefst bewegt.
Sie nahm sich vor, sollte sie jemals die Gelegenheit haben, diesen Jesus zu berühren, dann würde sie niemand davon abhalten können.
„Wenn ich nur sein Gewand anrühre, werde ich geheilt werden.“
Denn sie, die Hoffnungslose, die von den Ärzten Aufgegebene, wollte wirklich geheilt werden.
Und dann war es soweit: Jesus ging in der Stadt Kapernaum ihre Straße entlang, und als man ihr sagte, wer da kam, kannte sie kein Halten. Geschwächt wie sie war, kämpfte sie sich dennoch mit ihren Ellbogen durch die dichte Menge—denn man umlagert hin; alle versuchten den berühmten Jesus, der solche Kräfte hatte, zu berühren—bis sie bei ihm war und den Saum seines Gewandes zu berühren vermochte.
„Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie merkte am Leib, daß sie von der Plage geheilt war.“ (Markus 5,29).
Und Jesus?
Als sie sich erklärte, sagte er, „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!“

Ich habe in den letzten paar Wochen über das Thema Heilung in den Sonntagsgottesdiensten gesprochen. Wir haben auch mit Leuten gebetet und mich haben gute Berichte erreicht. Der Herr kurierte Rückenleiden, ein magersüchtiges Mädchen ißt wieder, Erkältungskrankheiten wichen schlagartig, (Preis dem Herrn).
Ich unterhielt mich aber auch mit einem Herrn im Rollstuhl, der mich an lächelte und sagte, „Klingt ganz gut, was du so über Heilung sagst. Aber das brennende Bedürfnis danach, aufzustehen, habe ich eigentlich gar nicht. Gott wird's zu seiner Zeit schon tun.“

Die Wahrheit ist jedoch: Gott wartet mehr auf uns als wir auf ihn.
Ein Schlüssel zum Segen ist Entschlossenheit. Du musst wirklich wollen, was du willst.

Donnerstag, 23. April 2015

Aus 2 mach 1: Fortsetzung vom letzten Post

„Gehen etwa zwei miteinander, außer wenn sie zusammengekommen sind?“
Amos 3,3.

Hier noch die letzten beiden Punkte, auf die man achtgeben muss, um seine Ehe nicht zu beschädigen. (Fortsetzung von "Ruiniere deine Ehe nicht").

4. Für Männer und viele Frauen ist ein gerütteltes Maß von körperlicher Nähe unverzichtbar. Hier muss man unbedingt auf einen gemeinsamen Nenner kommen, um nicht eines Tages sein blaues Wunder zu erleben.
Wenn man sich dem anderen fortwährend entzieht, dann belastet den das. Die Regel sollte nicht ein Nein, sondern ein Ja sein, und das Nein die Ausnahme. Paulus, der im Laufe seines Lebens sicher auch einmal verheiratet war, sagt hierzu: „Die Frau verfügt nicht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann. Ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau. Entzieht euch einander nicht, es sei denn nach Übereinkunft eine Zeitlang, ...damit der Satan euch nicht versuche, weil ihr euch nicht enthalten könnt.“ (1. Korinther 7,4-5).
Frau, geh regelmäßig auf deinen Mann zu. Lass nicht immerimmerimmer ihn den Anfang machen— und seufzte dann auch noch.
Sex ist kein Mittel, um den anderen zu manipulieren.
Kein Mann kommt mit einer gleichgültigen, hochmütigen oder gar feindseligen Frau in seinem Bett besonders gut zurecht. Und was dort passiert, hat Auswirkungen auf alles andere.
Richtig gehandhabt, führt die Sache zu einer emotionalen Vertiefung einer Ehe und zu großer Zufriedenheit.

5. Ehepartner mögen einander im Lauf ihres Lebens ziemlich gut kennenlernen. Sie sind deswegen jedoch noch lange keine Gedankenleser—oder Gefühlsleser.
Frauen lassen gern in bester Krimimanier subtile Hinweise fallen, die ihre Göttergatten dann prompt nicht verstehen.
Sprich mit dem andern, und zwar so, dass er dich versteht. Und ohne dein Reden launenmäßig mit Essig zu versetzen. Sag, wie's dir geht. Im Normalfall stößt du mit deiner Offenheit auf großes Verständnis und die Bereitschaft, an deinem Glück mitzuarbeiten.
Denn wenn es dir gut geht, geht es dem andern auch gut.
Ihr seid ja eins.

Dienstag, 21. April 2015

Ruiniere nicht aus Versehen deine Ehe

„Gehen etwa zwei miteinander, außer wenn sie zusammengekommen sind?“
Amos 3,3.

Als Ehepartner haben wir die Aufgabe, die Lasten des anderen mitzutragen. Das Mindeste ist jedoch, dem anderen das Leben nicht schwerer zu machen, als es sowieso schon ist. Bedenke: Das Glück dieses einen Menschen hängt nicht unwesentlich von deinem Verhalten ab.
Das sollte dir wichtig sein.
Paulus sagt deswegen: „Der Verheiratete ist um die Dinge der Welt besorgt, wie er der Frau gefallen möge“ und „Die Verheiratete ist für die Sache der Welt besorgt, wie sie dem Mann gefallen möge.“ (1. Korinther 7,32+34).
Trachtest du danach, deinem Ehepartner zu gefallen?
(Andererseits: Zum Tangotanzen braucht man zwei: Bist du eine Person, der dein Ehepartner nichts rechtmachen kann?)

Fünf Punkte fallen mir ein, auf die man besonders achten muss.
Hier sind sie:

1. Gebt nicht mehr aus als ihr habt.
Liebe Frau, gib nicht mehr aus als dein Mann verdient.
Und umgekehrt! (Wir leben schließlich in modernen Zeiten).
Paulus sagt von sich: „Ich habe gelernt, mich darin zu begnügen, worin ich bin.“ (Philipper 4,11).
Sprecht Ausgaben miteinander ab.
Finanzielle Unzuverlässigkeit eines Partners ist eine schwere Last für eine Ehe.

2. Nölt nicht rum.
Deine Frisur gelingt einfach nicht, die Kinder nerven, das Haus sieht aus wie zerbombt, der Nachbar gegenüber ist blöd, deine Kollegin ist eine Ziege, dein Kollege ist ein Depp, deine Waschmaschine ist alt, dein Auto noch älter, und dein Ehemann?
Der ist ein Wicht...!
Wenn du deinen Mann regelmäßig und ausgiebig an deinen Launen teilhaben lässt, dann kann es sein, dass du so manche einsame Stunde verleben wirst. Schon Salomo wusste, „Verderben für seinen Vater ist ein törichter Sohn, und ein tropfendes Dach, das einen vertreibt, sind die Zänkereien einer Frau.“ (Sprüche 19,13). Er fand den zweiten Teil dieses Satzes offenbar so gut, dass er ihn in Sprüche 27,15 wiederholte: „Ein tropfendes Dach, das einen vertreibt am Tag des Regengusses, und eine zänkische Frau gleichen sich.“

Ständiges Nölen zehrt. Es belastet.
Sag auch mal was Nettes.
Du solltest nur so oft quengeln, wie du freiwillig Schnaps trinkst. (Selten oder nie).

3. Keine andere Person ist wichtiger als dein Ehepartner.
Gott erwartet schon ganz am Anfang der Bibel: „Ein Mann wird seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.“ (1. Mose 2,24).
In der Rangordnung der Wichtigkeit der Personen in deinem Leben rangiert dein Ehepartner nach Gott an erster Stelle.
Sollte sich das anders verhalten, begehst du einen gravierenden Fehler. Du musst das sofort ändern. Weder deine Mutter noch dein Vater noch deine Kinder (!) sind wichtiger als dein Ehepartner. Gibst du deinem Partner das Gefühl, dritte Geige zu spielen, beschädigst du deine Ehe—möglicherweise ruiniert du sie sogar.
Ergreife nicht mit deiner Mutter oder einem deiner Kinder Partei gegen deinen Ehepartner.
Es sei denn, du wärst ihn gern los...

Die anderen beiden Punkte bringe ich nächstes Mal.

Freitag, 17. April 2015

Der fröhliche Geber

„Einen fröhlichen Geber liebt Gott.“
2. Korinther 9,7.

In einem weltlichen Philanthropie-Journal namens "Chronicle of Philantropy" wird nachgespürt und aufgeführt, wer wem warum wieviel gibt.
Sehr interessant.
Die haben statistisch nachgewiesen, dass gläubige Christen zu den gebefreudigsten Menschen überhaupt gehören.
Was mich jetzt nicht völlig fassungslos macht.
Diejenigen hingegen, die dauernd am lautesten ihre Sorgen um die Benachteiligten, Armen, Hungrigen, Hoffnungslosen, Umweltgeschädigten, usw. zum Ausdruck bringen, gehören zu den Geizigsten.
Die wollen immer nur das Geld anderer Leute umverteilen.
Judas der Dieb war wohl so einer.
Als Maria Jesus kurz vor der Kreuzigung mit besonders kostbarem Salböl salbt, motzt er rum und sagt, „Warum ist dieses Salböl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben worden?“
Der Mann klingt sehr sozial, nicht?
Johannes sagt uns jedoch, worum es Judas wirklich ging: „Er sagte dies aber nicht, weil er für die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und beiseiteschaffte, was eingelegt wurde." (Johannes 12,6).
Das ist doch auch ein wenig das Problem bei Politikern: Die nehmen uns 200 € weg, geben uns 100 € zurück und nennen das eine Wohltat und einen Grund, sie wiederzuwählen.

Erstaunlich: Einige der gebefreudigsten Personen gehören zu den Ärmsten.
Arme und Leute aus der Mittelklasse geben vom Anteil ihres Einkommens prozentual mehr als die Reichen. Ähnlich wie die arme Witwe, die alles was sie hatte in den Tempelschatz einlegte. Jesus sagte von ihr: „In Wahrheit sage ich euch, daß diese arme Witwe mehr eingelegt hat als alle." (Lukas 21,3).
Gott sieht nämlich was wir geben.

Die insgesamt gebefreudigsten Menschen der westlichen Welt leben, wie es heißt, in einem Dörflein namens Canby in Kalifornien. Seine 645 Einwohner geben im statistischen Mittel stattliche 18 % ihres Einkommens weg.
Nicht überraschend: Viele von ihnen sind Mitglieder einer kleinen Pfingst-Denomination.

Von organisierten Atheisten hingegen ist praktisch nichts zu erwarten. Die empfinden, wie es scheint, mit dem Zahlen ihrer Steuern ihren Beitrag zum Gemeinwohl geleistet zu haben. Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser, Suppenküchen, usw. finanzieren weltweit zum allergrößten Teil Christen. Kirchen sowieso.

Apropos: Wir als CGZ haben ja beschlossen, einer Gemeinde in Asien bei der Gebäudefinanzierung zu helfen. Allen Gebern zur Information: Diese Woche war es soweit! Unsere Freunde vom IHP haben etwas gefunden und ich konnte einen nicht ganz kleinen Betrag zu diesem Zweck weiterleiten. Und ein weiterer ging raus für Bibeln in einem anderen asiatischen Land.
Preis dem Herrn.
Geben ist wirklich seliger als nehmen. (Apostelgeschichte 20,35).

Mittwoch, 15. April 2015

Synchronizität

„Rufe mich an am Tag der Not. Ich will dich erretten und du wirst mich verherrlichen.“
Psalm 50,15.

Synchronizität.
Das Wort kommt in der Bibel nicht vor, das Phänomen schon.
Synchronizität passiert, wenn zwei Ereignisse zeitnah aber unabhängig voneinander stattfinden und in gewisser Weise miteinander verwandt sind. Synchronizität ist, wenn man von Karl Otto spricht und in diesem Moment das Telefon klingelt.
Und wer ist dran?
Karl Otto natürlich.

In der Bibel begegnen wir diesem Phänomen in Markus 15,37-38: „Jesus aber stieß einen lauten Schrei aus und verschied. Und der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke von oben bis unten.“
Jesus starb und der Vorhang im Tempel zerriss.
Nun muss man wissen, dass das Fleisch Jesu auch ein Vorhang war. Paulus erklärt das in Hebräer 10,19-22: „Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, den er uns bereitet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang—das ist durch sein Fleisch—und einen großen Priester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens.“

Im Tempel war der Altarraum vom Allerheiligsten, wo Gott wohnte, mit einem Vorhang abgetrennt. Dieser Vorhang zerriss, als Jesus starb. Soll heißen, sein Erlösungswerk verschafft uns direkten Zugang zu Gott. Denn im Alten Testament durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr hinter diesen Vorhang, wo er das Blut des Passahlammes auf die Bundeslade ausgoß.
Heute steht nichts mehr zwischen uns und Gott.

Synchronizität.
Im Volksmund ist das Phänomen bekannt als „Ein Unglück kommt selten allein.“
Wenn gleichzeitig in einem Haus die Heizung ausfällt, das Auto einen Platten hat und die Frau/der Mann nicht mehr mit einem spricht, dann treten diese Ereignisse zwar unabhängig voneinander auf, deuten aber irgendwie auf eine mysteriöse gemeinsame Quelle hin.
Ist solche Synchronizität Zufall?
Nö. Ich denke nicht.
Was tun?
Jakobus sagt ganz lapidar, „Leidet jemand unter euch? Er bete." (Jakobus 5,13).
Was man sich natürlich auch noch fragen kann, ist, ob man nicht irgendwo hochmütig gewesen ist, so dass man nun ein wenig gedemütigt wird. Denn Jakobus sagte auch, „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“ (Jakobus 4,6).

Eines jedenfalls ist gewiss: Wir sind zum Segen berufen. Den hat Jesus teuer erkauft. Nun hilft er uns, ihn in unserem Leben zu verwirklichen.
Freu dich.

Montag, 13. April 2015

Zuwenig Glauben? Hier ist der Glaubenszünder

„Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Mehre uns den Glauben!“
Lukas 17,5.

Viele Christen machen sich zuviele Gedanken über die Größe ihres Glaubens. Dabei hat Jesus festgestellt, dass diese praktisch unerheblich ist. Glaube von der Größe eines Senfkorns reicht bereits aus, um mit Worten Maulbeerfeigenbäume zu verpflanzen:

„Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Entwurzele dich und pflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.“ (Lukas 17,6).

An der Größe des Glaubens liegt's also nicht.
Jeder Mensch hat Glauben.
Alle an Jesus gläubigen Menschen haben mehr als senfkorngroßen Glauben, sofern sie tatsächlich an die Auferstehung glauben. Jeder, der geistlich von neuem geboren wurde, hat das größtmögliche Wunder bereits erlebt: Sein in Sünden toter Geist ist wieder lebendig geworden. Etwas ganz Fundamentales, schier Unmögliches hat sich in seinem Herzen getan. Er ist nun ein Kind Gottes. Körperliche Heilung ist dagegen ein Klacks.

Jesus fährt in Lukas 17 fort und erklärt, worauf es ankommt: nicht auf die scheinbare Größe des Glaubens, sondern auf das, was man tut!
Die Kraft in Gottes Wort wird freigesetzt durch eine konkrete Glaubenstat!
Wenn Gott jemandem einen Befehl gibt, dann gibt er ihm auch die Fähigkeit, diesen Befehl auszuführen.
Wenn Gott auf dem Wasser zu Petrus im Boot sagt: „Komm!“, dann kann Petrus nun auf dem Wasser gehen. Wichtig ist hier nicht die Größe des Glaubens von Petrus, sondern dass er auf Gottes Wort hin handelt.

Praktisch alle Verheißungen Gottes sind Wenn-Dann-Verheißungen. Wenn du die Bedingung erfüllst, dann erfüllt Gott die Verheißung. „Wenn du willig auf die Stimme des Herrn deines Gottes hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, und seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hältst, dann bin ich der Herr dein Arzt.“ (2. Mose 15,26).

Wichtiger als die Größe des Glaubens ist, herauszufinden, was man in einer konkreten Situation tun soll. Naaman war aussätzig. Er wollte geheilt werden.
Was konnte er tun?
Der Prophet Elisa sagte, er solle sich siebenmal im Jordan untertauchen, dann würde sein Fleisch geheilt werden. Er tat's—und wurde prompt geheilt.
Er hätte sich in genau demselben Wasser untertauchen können, bevor dieser Befehl von Gott gekommen war. Doch dann hätte sich nichts getan. Wichtig ist immer, auf Gottes Wort hin zu handeln.

Wenn du eine Situation hast, von der du willst, dass sie sich ändert: Frage Gott, was du tun sollst. Dann handle.
Finde eine Verheißung, die dir verheißt, was du willst und erfülle ihre Bedingung. Und dann schau zu, wie Gott handelt.

Donnerstag, 9. April 2015

Nimm dein Kreuz auf und lächle! (Im Ernst jetzt)

„Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach.“
Lukas 9,23.

Klingt auf den ersten Blick furchtbar, nicht wahr?
Das Kreuz ist ein Mordinstrument und wir sollen es täglich aufnehmen, also in unser Leben vollständig integrieren? Das ist ein wenig viel verlangt.
Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass Gott die Menschen liebt. Unter diesem Aspekt sind alle Aussagen Jesu zu betrachten. Er quält niemanden um der Qual willen.
Von ihm selber heißt es in Hebräer 12,2: Jesus, „der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.“

Jesus hat sein Kreuz auf sich genommen, nicht weil das Spaß machte, sondern weil es der Weg zur Freude war. Denn jenseits der Anstrengung am Kreuz wartete der Thron.
Jesus schaute auf den Thron und nicht auf das Kreuz.

Er hat in einem Gleichnis einmal erklärt, worum es beim Kreuztragen eigentlich geht:
„Das Himmelreich gleicht einem im Acker verborgenen Schatz, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.“ (Matthäus 13,44).

In diesem Gleichnis besteht das Kreuztragen darin, alles zu verkaufen, um genug Geld zusammen zu bekommen, um einen Acker zu kaufen, der sich rein äußerlich in nichts von anderen Äckern unterscheidet, der aber einen Schatz beherbergt.
Dieser Mann musste kurzfristig Verzicht üben, um an den viel größeren Schatz zu kommen. Doch er blickte garantiert nicht mit wehem Blick seinem Kram nach, als Käufer ihn davontrugen. Vielmehr war er in Gedanken ganz bei dem Schatz im Acker, der nun bald ihm gehören würde.
Er blickte nicht auf den momentanen Verzicht, sondern auf den zukünftigen Gewinn.
Der hat mit Freuden alles verkauft, was er hatte!

Wenn wir mit Gott gehen, dann besteht unser Kreuztragen darin, seine Gebote zu halten und sein Wort ernstzunehmen. Tun wir dies, müssen wir nicht warten, bis wir in den Himmel kommen, um die Kräfte Gottes in unserem Leben wirken zu sehen.
Bereits ganz am Anfang seines Wirkens predigte Jesus: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.“ (Matthäus 4,17). In modernerer Diktion: „Denkt um, denn das Reich der Himmel steht euch nunmehr zur Verfügung.“

Das Kreuz ist das Halten der Gebote, der Lohn dafür: erhörte Gebete im großen Stil.

Dienstag, 7. April 2015

Passahlamm und Heilungspower

„Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch. Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst Gericht, wenn er den Leib des Herrn nicht richtig beurteilt. Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind entschlafen.“
1. Korinther 11, 28-30.

„Dann führte er sie heraus mit Silber und Gold, und kein Gebrechlicher war unter seinen Stämmen.“
Psalm 105,37.

Von Jesus heißt es, er „ist eines besseren Bundes Bürge geworden.“ (Hebräer 7,22).
Eigentlich ist der Neue Bund besser als der Alte Bund.
Deswegen sehen wir uns beim Lesen der obigen Schriftstellen mit einem verblüffenden Sachverhalt konfrontiert.
Eine neutestamentliche Gemeinde, nämlich die der Korinther, ist schwach und krank, und viele sind vor der Zeit gestorben.
Eine alttestamentliche Gemeinde, nämlich das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten, erfreut sich göttlicher Gesundheit, denn der Psalmist sagt: Kein Gebrechlicher, nicht ein einziger, war unter seinen Stämmen.

Bei der kranken NT-Gemeinde in Korinth handelte es sich um einige 1000 Menschen, bei der pumperlgesunden AT-Gemeinde handelte es sich um mindestens zwei Millionen!

Eigentlich müsste die neutestamentliche Gemeinde gesünder sein als die alttestamentliche.
Warum ist sie das nicht?

Paulus gibt die Antwort: Die Korinther haben unwürdig das Abendmahl genommen.
Was genau machte sie unwürdig?
Wenn man das ganze 11. Kapitel liest, dann stellt man fest, dass viele der Gemeindebesucher nicht in blassesten Schimmer einer Ahnung hatten, worum es beim Christentum überhaupt geht. Die dachten, jippi, ein Gottesdienst bei dem's was zu essen gibt!
Die machen Brunch!
Da gehen wir hin und machen mit.
So trat die Situation ein, die Paulus beklagt: „Der eine ist hungrig, der andere ist betrunken.“ Und „Verachtet ihr die Gemeinde Gottes?“ (1. Korinther 11,21 + 22).

Den Teilnehmern am Abendmahl war nicht bewusst, dass der Wein stellvertretend für das Blut Jesu steht, das Sünden wegwäscht.
Sie wussten auch nicht, dass das Brot, das gebrochen wurde, den zerschlagenen Leib Jesu symbolisiert, der unsere Krankheiten trug.

Die Israeliten hingegen wussten ganz genau, was sie taten, als sie ihre Türpfosten mit dem Blut des Passahlamms bestrichen und sein Fleisch aßen.
Das Blut an den Türpfosten rettete sie vor dem Todesengel, der in Ägypten umherging und alle Erstgeborenen tötete.
Das Fleisch des Lammes hatte jedoch keinen Bezug zur Sünde. Es diente einem völlig anderen Zweck: Nahrung stärkt! Sie bewirkt, dass der Körper sich wohlfühlt. In gewisser Weise wurden sie eins mit dem Passahlamm, als sie es verspeisten.
Entsprechend setzten sich die Kräfte dieses göttlichen Lammes in ihnen frei.
Und heilte sie!
Alle.
Jeden einzelnen.

Durch den Glauben an Jesus sind wir heute Glieder seines Leibes.
Deswegen heißt es im Epheserbrief 5,29: „Niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines Leibes.“
Der Christus nährt und pflegt die Gemeinde, seinen Leib. D.h., er macht sie nicht krank, sondern er heilt sie und erhält sie gesund.

Wenn du das nächste Mal Abendmahl feierst, dann denke daran, dass der Leib Christi, den du im Brot verspeist, dir zu Heilung gedacht ist. Du hast Teil am Passahlamm Gottes, wie die Israeliten seinerzeit.
Und unter denen war zum Schluss kein Gebrechlicher mehr.
Glaube und erwarte, dass Gottes Heilungskräfte sich auch in dir freisetzen.
Gott will deine Heilung mehr als du selbst.

Samstag, 4. April 2015

Darum geht's an Ostern

„Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg. Aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.“
Jesaja 53,6.

Ein Mensch ohne Gott weiß nicht, was er auf dieser Welt soll. Er irrt umher wie ein führerloses Schaf. Wenn ihm dann auch noch beigebracht wird, dass er nicht mehr ist als die Summe seiner physikalischen Bestandteile und dass seine Seele nichts weiter ist als das neuronale Feuern schwacher elektrischer Ströme und dass mit dem Tod alles aus ist, dann schickt man ihn auf einen Weg, der nicht gut ist. Man stürzt ihn in Konfusion, Depression und Frustration. Denn jeder Mensch sehnt sich nach Bedeutung im Leben.
Solches Denken kann metastasieren.
Denn wenn es wahr ist, dass nach dem Tod nichts mehr kommt, dann kann man sich und andere bedenkenlos töten. Man muss ja keine Konsequenzen befürchten. Den Getöteten hat man sogar einen Gefallen getan, denn man hat sie aus dem Jammertal ihres Daseins erlöst. Schließlich meckern doch immer alle über alles.
Viele denken so.
Es kann gut sein, dass Airbuspilot Andreas L. auch so gedacht hat.
Jeder Mensch erfasst jedoch intuitiv, dass diese Denkungsart grundverkehrt ist. Der Einzelne kann sein ungutes Gefühl vielleicht nicht begründen. Sein Gefühl widerspricht dem, was er gelernt hat. Doch irgendetwas in ihm sagt ihm, dass dieses Verhalten falsch ist.

Menschen, die dieses ungute Gefühl im falschen Film zu leben loswerden wollen, bietet Gott eine grundlegende Lebensreformation an.
Wie?
In dem wir Jesus in unser Leben einladen.
Alle Schuld, die wir auf uns geladen haben als wir auf unserem verkehrten, von Ahnungslosigkeit geprägten Weg gegangen sind, vergibt er uns, wenn wir uns an Jesus wenden. Ihn ließ er am Kreuz all unsere Schuld treffen.
Gott gibt einen neuen Anfang.
Den neuen Weg des Glaubens beschreitet man nicht dadurch dass man von nun an frömmelt, sondern dadurch, dass man Jesus in seinem Verhalten und vor allem in seinen inneren Haltungen nachahmt.
Das ist ein lebenslanger Prozess.
Tut man dies, ist man in der richtigen Richtung unterwegs. Dieser Weg führt heraus aus Verwirrung, Niedergeschlagenheit und Erfolglosigkeit, und führt zum ewigen Leben. Der Segen in diesem Leben ist hierbei ausdrücklich eingeschlossen.

Darum geht's an Ostern.

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Johannes 14,6.

Donnerstag, 2. April 2015

Stimmungsumschwung vor Ostern

„Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir: Gerecht und siegreich ist er, demütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen, einem Jungen der Eselin.“
Sacharja 9,9.

„Und eine sehr große Volksmenge breitete ihre Kleider aus auf den Weg; andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Volksmengen aber, die vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und sprachen: Hosanna dem Sohn Davids.“
Matthäus 21,8-9.

Wir befinden uns in der Osterwoche.
Letzte Woche war Palmsonntag. Nach der Tradition ist dies der Tag, an dem Jesus auf einer Eselin reitend in Jerusalem einzog, frenetisch gefeiert vom Volk. Wir stellen uns das als einen Tag voller Harmonie vor. Das Volk und Jesus: Ein Herz und eine Seele. Viel Lächeln, große Freude. Kleine Mädchen überreichen Blumen.
Ganz so war das aber nicht.
Denn alle erwarteten an jenem Tag, dass der Messias nun das Land von den Römern befreien und in ein neues Goldenes Zeitalter führen würde. (Das letzte unter Salomo war ja schon recht lange her).
Sie erwarteten einen politischen Erlöser.
Doch anstatt in Jerusalem in Richtung Burg Antonia abzubiegen, bog Jesus in Richtung Tempel ab, den er von den dort beschäftigten Verkäufern und Geldwechslern säuberte.
Das Volk stand staunend dabei und schaute zu, wie die schöne Harmonie flöten ging.
Dann predigte Jesus, führte einen Heilungsgottesdienst durch, wehrte streitlustige Priester ab und ging wieder fort nach Bethanien, wo er übernachtete.
Jesus ergriff keinerlei politische Maßnahmen.
In den folgenden Tagen war er oft damit beschäftigt, die fiesen Fangfragen und theologischen Fallen der Priester, Pharisäer und Sadduzäer zu bearbeiten. Denen predigte er Gleichnisse, die sich gewaschen hatten. Zum Schluss verzichtet er gar auf Gleichnisse und ruft sieben Wehe über die Pharisäer aus.
Statt die bösen Römer zu kritisieren, verdammt er die korrupte Geistlichkeit des Tempels. (“Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?“ Matthäus 23,33).
Als das Volk merkt, dass dieser Messias an politischen Veränderungen kein Interesse hat, schlägt die Stimmung um.
Jesus wird verraten.
Ihm wird der Prozess gemacht.
Und dasselbe Volk, das ihn noch vor wenigen Tagen als Sohn Davids in der Stadt willkommen geheißen hat, geifert nun gegen ihn: „Sie aber schrien über die Maßen und sagten: Er werde gekreuzigt!" (Matthäus 27,23).
Der römische Statthalter Pilatus ist entsetzt über den Hass der Meute, gibt aber ihrem Verlangen nach.
Dann stirbt der Messias.
Und vierzig Jahre später geht Jerusalem zugrunde.

Jerusalem lehnte Jesus ab, weil er nicht ihren Wünschen entsprochen hat, sondern Gottes Plan für sein Leben erfüllte. Sie wollten einen politischen Messias, Gott wusste jedoch, ihr Problem ist in Wirklichkeit ihre Sündennatur. Die muss operiert werden. Um dies zu bewerkstelligen kam Jesus. Er ließ sich von nichts und niemandem von dieser Aufgabe abbringen. (Mann, bin ich froh).

Auch wir müssen aufpassen, dass wir Jesus nicht ablehnen, weil er nicht unseren Vorstellungen entspricht. Wir dienen ihm. Nicht er uns. Er ist Herr, nicht wir. Wir blicken nicht immer durch, er schon.

Folgst du Jesus nach?
Oder schimpfst du, weil du ihm befohlen hast: Spring! Und er nicht gefragt hat: Wie hoch?