Freitag, 30. März 2018

Karfreitag

"Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun."
Lukas 23, 34.

Viele Menschen wissen nicht, dass sie verloren sind. Wenn man es ihnen sagt, schauen sie einen an wie des Menschen bester Freund einen neuen Napf.
Sie haben ja auch keine Vergleichsmöglichkeit. Sie wissen es nicht besser. Sie wissen nicht, wie es ist, gerettet zu sein.
Manche leben aber auch mit einem diffusen inneren Unwohlsein, einem permanenten schlechten Gewissen, das sie nicht abschütteln können, so sehr sie auch versuchen, es zu ertränken, zu ignorieren, wegzurationalisieren oder zu entschuldigen.
Sie wissen, dass sie sich vielfach schuldig gemacht haben. Sie wissen aber auch, dass sie die Uhr nicht zurückdrehen können. Sie fühlen sich verloren.
Für diese Leute gibt es eine gute Nachricht: Gott vergibt Sündern.
Sie sind der Grund für den Gang Christi ans Kreuz. Er ging dort nicht hin, um gute Menschen besser zu machen, sondern um Verlorene zu Kindern Gottes zu machen. Er nahm ihre Schuld auf sich und litt für sie, damit sie nicht länger leiden müssen.
Nur eines ist nötig: Sie müssen Jesus um Vergebung bitten und ihm dann nachfolgen. Dann sind sie gerettet. Aus Gnade und ohne groß etwas dafür getan zu haben.

"Wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst." (Offenbarung 22, 17).

„Wie finanziert ihr euch?“

"Und es geschah danach, daß er nacheinander Städte und Dörfer durchzog, indem er predigte und die gute Botschaft vom Reich Gottes verkündigte, und die Zwölf mit ihm und ... viele andere, die ihnen mit ihrer Habe dienten."
Lukas 8, 1+3.

„Pastor, ich hab mal ne Frage. Das Love Schweinfurt-Event wurde doch von einer Stiftung finanziert. Wie ist das eigentlich, finanziert diese Stiftung auch die Gemeinde? Oder wo bekommt ihr euer Geld her?“

Nicht von der Stiftung und auch nicht vom Staat.
Das Christliche Glaubenszentrum finanziert sich ausschließlich durch Zuwendungen von Privatleuten, selten Firmen, die auf die ein oder andere Weise etwas von uns haben. Damit meine ich, dass sie entweder Gemeindemitglieder vor Ort sind oder uns im Internet begleiten.
Alle Geber geben freiwillig.
Wir haben keine Mitgliedschaft und ziehen keine Mitgliedsbeiträge ein.
Das Geld geht auch nicht an mich persönlich. (Schön wär's). Ich setze noch nicht einmal mein Gehalt fest. Vielmehr gehen die Zuwendungen an den Delta Christliche Dienste e.V., den Trägerverein des Christlichen Glaubenszentrums. Das ist die Gemeinde, deren Pastor ich bin. Von dem Geld unterhalten wir die Gemeinde und finanzieren die Mission. Wir sind als gemeinnützig anerkannt und verschicken am Ende des Jahres Spendenquittungen an Geber, die uns ihre Adresse mitgeteilt haben.
An dieser Stelle ein herzliches Danke an alle Geber. Ihr macht möglich, was wir tun. Gemeinsam bauen wir Gottes Reich. Euch gilt die Verheißung: "Gebt, und es wird euch gegeben werden." (Lukas 6, 38). Und Philipper 4, 19: "Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus."

Ganz ehrlich: Ich glaube nicht an Kirchensteuern. Entweder die Leute vor Ort finanzieren ihre Kirche. Die ist dann lebendig, denn niemand investiert in etwas Totes, an das er nicht glaubt. Oder sie tun es nicht. Dann gibt's halt keine Kirche und die Leute leben in selbstgewählter Ahnungslosigkeit, was Gott angeht. So einfach ist das.

Der legendäre Glaubensmann Lester Sumrall, der mittlerweile schon lange beim Herrn ist, war in den neunziger Jahren trotz seines hohen Alters zweimal Gast im CGZ. Dr. Sumrall war ein überaus erfolgreicher Weltmissionar, bevor er in den sechziger Jahren nach Amerika zurückging und dort einen der ersten christlichen Fernsehdienste aufzog—ich meine ein Netzwerk von Sendern. Er war für sein direktes Wesen und seine klaren Worte bekannt. Er fragte einmal, „Junger Mann, sind deine Leute Geber? Geben sie ihren Zehnten?“
Ich sagte, „Ja, Dr. Sumrall. Das sind gute Leute hier.“
„Gut,“ sagte er. „Wenn sie nämlich keine Geber sind, dann vergiss es. Geh woanders hin. Gott kann geizige Leute nicht segnen.“
Ich versicherte ihm, dass ich es genauso machen würde. Jedoch, in den letzten 25 Jahren hatte ich keinen Grund dazu.

Alles klar?

Sonntag, 25. März 2018

Full House

"Die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes."
2 Chronik 5, 14.

Zum Glück kamen nicht noch mehr.

Wir hatten bei Love Schweinfurt gestern in der Stadthalle einen wunderbaren Abend.
Er hat, ehrlich gesagt, meine Erwartungen übertroffen.
Die Tickets haben nicht gereicht. Ohne Ticket konnten wir niemanden in den Saal oder auf die Empore lassen, (Auflage der Stadt), sodass sich noch Dutzende Spätankömmlinge im Foyer stauten.
Gehört haben sie alle was.
Das Publikum war gemischt, wenn auch die Christen wahrscheinlich überwogen. Ich habe 80-jährige getroffen und Babys, und alle Altersgruppen dazwischen, wobei die junge Leute klar überwogen. (Und für die haben wirs letztendlich ja auch gemacht).
50 Mitarbeiter waren in den verschiedensten Diensten aktiv. (Aufbauhelfer, Ordner, Security, Garderobe, Koch-Putz-Spül-Team, usw.). Sie haben alle miteinander eine großartige Arbeit geleistet. Und die weltlichen Mitarbeiter, die wir für die Technik angeheuert haben, haben den positiven Unterschied zu anderen Veranstaltungen gemerkt.
Dank auch an die Biblische Gemeinde Schweinfurt und das hiesige Gebetshaus für ihr Engagement. Ihr wart super.
Und noch einmal ausdrücklichen Dank an R.W. und die God loves You Foundation aus Würzburg, die das Event finanziert haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass einen eine Stiftung mit soviel Vorschussvertrauen (und Euros) ehrt, wie die GLYF das mit uns getan hat. Doch euer Vertrauen hat sich gelohnt. Gott hat L-SW gesegnet.
Insgesamt waren in der Spitze etwa 650 Personen auf dem Gelände anwesend. Das ist ziemlich gut. (Hey, wir sind die fränkische Provinz! Hier ist nicht Los Angeles). (Und natürlich war nie mehr als die amtlich erlaubte Personenzahl in der Halle, sag ich jetzt mal).

Die Könige und Priester haben wunderbare Vibrations vom Himmel geholt.
Steve Zschunke hat in seiner Message mit großer Klarheit die Liebe Gottes verdeutlicht.
Menschen haben sich zur Nachfolge Christi entschieden. Sie laden wir ein, mal bei einer der auf den Gästekarten, die sie bekommen haben, vermerkten Gemeinden vorbeizuschauen. Denn als Christ ist man keine Insel, sondern ein Glied am Leib Christi (und damit unersetzbar, denn kein Leib hat überflüssige Glieder).
Hinterher haben sich noch hunderte von Gesprächen ergeben.
Einen Livestream hat es nicht gegeben. Wir haben die Veranstaltung nicht großflächig aufgenommen. (Bei historischen Ereignissen muss man einfach live dabeisein).

"In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir." (Lukas 10, 21).
Schön war's.

Hier noch ein paar Impressionen:

Das ist eines unserer großen Plakate. Insgesamt waren 14 über die Stadt verteilt.
(Gemietet hatten wir für die Zeit vom 9. bis 19.3. Doch viele Wände hatten keine Nachmieter, so daß unsere Plakate auch noch die darauffolgenden 10 Tage hingen, (ohne extra zu kosten).
 

Der Countdown läuft. Noch 4 Minuten und 35 Sekunden bis das Event beginnt.
Die Halle ist schon voll.



Johanna und Markus B. moderieren den Anfang.


Die Band hat gerade losgelegt.


Steve Zschunke spricht vor vollbesetztem Haus zum Thema "Was ist Liebe".

Freitag, 23. März 2018

Samstag ist es soweit: "Love Schweinfurt" steigt!

"Er sprach aber zu ihnen: Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte!
Lukas 10, 2

Morgen ist also endlich der große Tag: Unser Könige und Priester-Konzert in der Stadthalle findet statt! Um 19:00 Uhr! Erst spielt die Band für 1 Stunde. Dann wird Steve Zschunke kurz und knackig das Wort bringen. Dann gehts wieder mit Musik weiter.
Und hinterher gibt's was zu futtern.

Noch mal an alle unsere geschätzten Mitarbeiter:
Wir treffen uns ALLE um punkt 17:00 Uhr zwecks Einweisung. Jeder Mitarbeiter bekommt dann auch ein Namensschild zum umhängen.
Die Stadt hat uns einige Auflagen gemacht, über die wir noch sprechen müssen.
Auch wenn der Eintritt für das Event frei ist, verteilen wir trotzdem Eintrittskarten, da die Besucherzahl amtlicherseits nach oben begrenzt wurde. Sind die Karten alle, kommt keiner mehr rein, (damit uns die Feuerwache nicht die Bude zumacht). Die Ordner kontrollieren am Eingang zum Saal und zu Empore, ob die Besucher auch Karteninhaber sind: No ticket, no fun.

Liebe Security-Mitarbeiter: Bitte denkt daran, Taschenlampen mitzubringen.

Lasst uns morgen alle miteinander einen richtig guten, freundlichen, jesusmäßigen Eindruck machen, sodass die Besucher einen schönen Abend erleben.

Bis morgen dann!

"Und es war große Freude in jener Stadt." (Apostelgeschichte 8, 8).

Donnerstag, 22. März 2018

Die Bibel und der Kohleneimer

"Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen."
Markus 4, 2.

Meine Frau kam gerade aus Amerika zurück und hat mir zu meiner Erbauung (und Erheiterung) aus Amish Country eine Zeitung, die dort alle zwei Wochen erscheint, mitgebracht. Die Amischen sind deutschstämmige Siedler, die heute noch leben wie vor 200 Jahren. Es gibt sie vor allem in den Staaten Pennsylvania und Ohio. Sie kamen einst vor allem aus der Schweiz und der Pfalz, um hier ihren christlichen Glauben ungestört leben zu können. Sie haben Nachnamen wie Kurtz, Coblentz oder Schwarzentruber und leben in Städten, die Fryburg, Fredericksburg oder Millersburg heißen. Viele reden sogar noch deutsch.
Die meisten weißen Amerikaner sind übrigens deutscher Abstammung. 23 % von ihnen. Bis heute. Die Amis sind mehr mit uns verwandt als mit jedem anderen Volk.
In dieser Zeitung, (die es so in Deutschland nicht gibt, ich kann also keinen Vergleich anführen), stehen viele besinnliche Geschichten, Nachrichten, alberne Unterhaltung und so manche Werbung, die hierzulande die ein oder andere Behörde auf den Plan rufen würde. (Die Quacksalberei feiert fröhliche Urständ).

In dieser Zeitung also wird eine Geschichte aus den Bergen von Ost-Kentucky kolportiert.
Dort lebte einst ein Großvater mit seinem jungen Enkelsohn. Der Junge sah seinen Opa jeden Morgen die Bibel lesen. Da der Bub in jeder Hinsicht sein wollte wie der Alte, steckte auch er seine Nase in das dicke Buch.
Eines Tages fragte der Junge, „Opa, ich versuche die Bibel zu lesen, so wie du, aber ich versteh sie nicht. Was ich verstehe, das vergesse ich gleich wieder. Was nützt es, die Bibel zu lesen?“
Der Großvater, der gerade Kohle nach gelegt hatte, sagte, „Nimm diesen Kohleneimer und geh zum Fluss und hol einen Eimer Wasser.“
Der Bub tat wie geheißen. Doch bevor er wieder beim Haus ankam, war das Wasser durch die Löcher im Kohleneimer ausgelaufen, und zwar völlig.
Der Großvater lachte und sagte, „Das nächste Mal musst du schneller laufen.“
Der Bub ging noch einmal und beeilte sich sehr. Doch der Eimer war wieder leer.
„Probier's noch einmal!“
Der Junge flitzte diesmal so schnell wie er konnte, das Wasser hatte sich jedoch trotzdem wieder verflüchtigt.
„Opa, das geht nicht,“ sagte der Knabe atemlos. „Das ist nutzlos, was ich da mache.“
„So so, du denkst das bringt nichts.“ Der Alte kraulte sich den Rauschebart. „Schau mal den Eimer an.“
Der Bub tat wie geheißen und da fiel ihm auf, dass der vormals kohlenschwarze Eimer nun blitzte und blinkte. Er war sauber geworden.
„Siehst du, mein Großer, dasselbe passiert wenn du die Bibel liest. Du verstehst sie vielleicht nicht gleich und erinnerst dich nicht an alles. Doch wenn du sie liest, dann verändert sie dich von innen heraus. Langsam aber sicher wirst du ein wenig mehr wie Jesus. Und so wie er willst du werden.“

Die Geschichte hat den intellektuellen Tiefgang des ländlichen Amerika und atmet dessen Glauben. Corny, könnte man sagen. Aber die Grundaussage stimmt: Das Wort Gottes verändert uns von innen heraus. Wenn wir uns drauf einlassen.

"Ohne Gleichnis aber redete er nicht zu ihnen." (Markus 4, 34).

Mittwoch, 21. März 2018

Event in der Stadthalle: Love Schweinfurt

"Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern!"
Matthäus 10, 27.

Unter dem Motto „Was ist Liebe? God is Love & Love is Real“ findet am 24. März um 19:00 Uhr ein Event namens „Love Schweinfurt“ in der Stadthalle statt. Es handelt sich um eine Initiative christlicher Gemeinden aus Schweinfurt.
Der Eintritt ist frei.
Gert Hoinle vom evangelisch-freikirchlichen Christlichen Glaubenszentrum ist es gelungen, für das Event eine der populärsten christlichen Pop-Rock-Bands Deutschlands, die „Könige & Priester“ aus Köln, zu gewinnen. Die bekannteste Musikerin der Band ist wohl Florence Joy, die mit achtzehn „Star Search 2“ auf Sat.1 gewann. Ihr Mann, Thomas Enns, belegte 2007 bei „Deutschland sucht den Superstar“ den sechsten Platz. Momentan tourt die Band, die auch immer wieder in Stadien spielt, durch Deutschland und macht in Schweinfurt Station.
Die Band ist laut.
Es empfiehlt sich, Ohrstöpsel mitzubringen.
Die Live-Message des Abends, eine kurze Ansprache, wird Steve Zschunke von der „Fearless Church“ aus Böblingen-Sindelfingen vortragen. Zschunke spricht regelmäßig vor Hunderten.
Nach dem voraussichtlichen Ende des Konzerts um 21:00 Uhr gibt es Fingerfood und alkoholfreie Getränke. Hierum kümmert sich das Catering-Team der Stadthalle.
Das Event hat auch eine eigene Website namens „www.Love-Schweinfurt.Info“, auf der weitere Informationen zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist, wie gesagt, frei.

Freitag, 16. März 2018

Bibelkommentar: Band 5, Isaak und Rebekka

"Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der HERR."
1 Mose 26, 12.

Habe gerade Band 5 meines Volksbibelkommentars auf Amazon veröffentlicht. Darin geht es um Isaak und Rebekka. Die beiden haben uns nämlich viel zu sagen.

Wie blickt ein Mensch auf die Welt, dessen alte Eltern von Gott wieder junggemacht wurden, explizit zu dem Zweck, ihn in die Welt zu setzen? Er weiß, daß er ein Wunder ist. Gott hat ihm sogar seinen Namen gegeben--Monate bevor er überhaupt gezeugt war!
Isaak wußte sich von Gott angenommen und geliebt, privilegiert und versorgt. Wenn man ihm etwas wegnahm, nahm er das hin und zog weiter. Und erlebte, daß Gott für ihn kämpfte. Er siegte durch Nachgeben.

Rebekka war da anders. Sie versuchte schon mal, Gott beim Erfüllen seiner Verheißungen unter die Arme zu greifen. Sie versuchte, ihr Glück zu erzwingen, und fiel dabei auf die Nase.

Gibt noch viel zu sagen. Aber man kann ja bald selber lesen, wenn man will.

"Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." (Matthäus 5, 5).

Dienstag, 13. März 2018

Was man so hört und sieht

"An Bächen wohnen die Vögel des Himmels, aus dichtem Laub lassen sie ihre Stimme erschallen."
Psalm 104, 12.

Dieser Tage war es soweit: Der zaghafte Amselschlag und das Piepen der Meisen auf meiner Terrasse ging auf in einem allgemeinen Großgezwitscher. Die Vögel sind wieder da. Zumindest manche, die besonders vorlaut sind. Sie tollen bereits miteinander herum und nachdem sie dann getollt haben, sammeln sie Zweiglein und Stroh und verschwinden damit im Gebüsch. Nester entstehen und die Brutsaison beginnt.
Ich warte eigentlich täglich auf die Bachstelzen, die sich um diese Zeit für gewöhnlich einfinden. Sie machen dann Schaulaufen auf dem First des Daches des Hauses nebenan.
Es gibt wieder was zu hören, wenn man das Fenster kippt.

Zu sehen gibt's zur Zeit auch was. Nicht im Gebüsch, sondern in der Stadt: Unsere Love Schweinfurt-Plakate! Plakatwände! Ich bin gestern aus Spaß an der Freude nach einem Leitertreffen durch die Stadt gefahren und habe sie bewundert, (aber nicht alle, denn es sind ziemlich viele und weiß auch gar nicht wo die alle stehen). Sie stehen jedenfalls an strategischen Stellen, die viel beachtet werden. Demnächst machen auch die Radiosender der Region auf das Event aufmerksam und die Nahverkehrsbusse werden mit 150 gut sichtbaren A1-Plakaten herumfahren.
Vom Fenster des Hauses, in dem das Leitertreffen stattfand, konnte man eine der Plakatwände an einer Kreuzung bewundern.
Sah gut aus.

Was wir an Mitarbeitern am 24. März grundsätzlich brauchen, sind "Mädchen für alles". Wenn du noch nicht verbindlich eingeteilt bist, sei bereit, dort zu helfen, wo du gebraucht wirst, egal ob das im Spülteam oder bei den Ordnern oder an anderer Stelle ist. Vielleicht habe ich irgendwelche Aufgabenbereiche übersehen, die sich dann während des Events unversehens auftun. Dann wäre es gut, jemanden zu haben, der in die Bresche springt.
Wir werden aber möglicherweise sogar zuviele Mitarbeiter haben. (Hoffe ich). Falls du nicht mitarbeiten musst: Genieß das Konzert.

Wenn du mitmachen willst: Die Mitarbeiter treffen sich zwecks Einweisung und Einteilung am Sonntag nach dem Gottesdienst. Wer aus einer anderen Gemeinde zu uns stößt: Wir versuchen, um spätestens 12:30 Uhr zu beginnen und um 13:00 Uhr alle Fragen beantwortet zu haben.

Am 24.3. gibt's dann was zu hören und zu sehen.

"Und David befahl den Obersten der Leviten, ihre Brüder, die Sänger, zu bestellen, mit Musikinstrumenten, Harfen und Zithern und Zimbeln, damit sie laut musizierten, indem sie die Stimme erhoben mit Freude." (1 Chronik 15, 16).

Sonntag, 11. März 2018

Führt Gott in Versuchung?

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt."
1 Korinther 10, 13.

Diese Schriftstelle kam heute Morgen in der Predigt vor, wo ich versucht habe sie im 2. Korintherbrief zu lesen, wo sie natürlich nicht steht.
Außerdem habe ich behauptet, der Psalmist sei in Psalm 79 befangen vor dem Alter. (Ist ja nichts für Weicheier). Dabei ist er das in Psalm 71, 9 + 18.
Was ist los mit mir?
Fehlt mir meine Frau? (Sie ist ja zur Zeit auf Reisen).
Gut, dass sie demnächst wieder kommt.
Egal.
Zurück zum obigen Vers: Paulus sagt, Gott schafft mit der Versuchung auch den Ausgang, sodass wir sie ertragen können. Kein gemütlicher Vers, zugegeben. Er gibt aber Hoffnung.
Ein Beispiel:
In Matthäus 4, 1 heißt es, „Dann wurde Jesus von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden.“ Der Geist ist der Heilige Geist. Der führte Jesus in die Wüste hinauf, explizit zu dem Zweck, dort geprüft zu werden. (Peirazomai bedeutet beides, versuchen und prüfen).
Jesus war dem Versucher jedoch nicht schutzlos ausgeliefert. Erstens kannte er das Wort Gottes sehr gut, sodass er auch den Willen Gottes genau kannte, sodass er sich auch nicht verstolperte, als der Versucher plötzlich begann, die Bibel zu zitieren. (Der kennt sie nämlich auch und kann Bibelstellen prima fehldeuten). Zweitens war er randvoll mit dem Heiligen Geist und damit nicht wirklich ansprechbar durch die niederen Triebe. Diese Versuchungen haben Jesus nicht mit voller Wucht getroffen. Er konnte sie gekonnt auskontern.
Der Vater hatte ihm mit der Versuchung auch den Ausgang geschaffen.
Denn Gott ist nicht an unserem Untergang interessiert, sondern an unserer Reife.
Hier noch ein Blick auf das Resultat dieser Prüfung:
"Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm." (Matthäus 4, 11).
Nicht schlecht.
Vielleicht dachte Jakobus an diese Begebenheit, als er schrieb:

"Widersteht aber dem Teufel und er wird von euch fliehen. Naht euch Gott und er wird sich euch nahen." (Jakobus 4, 7-8).

Wir haben übrigens jetzt auch einen Sanitätsdienst für unsere Love Schweinfurt-Evangelisation, (auch wenn ich nicht glaube, dass da jemand aus den Pantinen kippt). Dr. H und Dr. B werden sich jedenfalls ihre Notarztjacken anziehen und diesen noblen Dienst übernehmen.
Sie sind Gitarrist und Bassist in einer unserer CGZ-Lobpreisbands, (wobei die natürlich alle immer wieder in bunt zusammengewürfelter Besetzung miteinander spielen).
In 2 Wochen ist es schon soweit, dann steigt www.Love-Schweinfurt.info.
Juhu.

Mittwoch, 7. März 2018

Faire Warenrücksendung

"Alle suchen das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist."
Philipper 2, 21

„Hallo Pastor. Manche Geschäfte erlauben einem, Sachen zu bestellen, die man innerhalb von 30 Tagen wieder zurückschicken kann. Angenommen, ich brauche ein teures Gerät, um damit mal kurz was zu machen. Kann ich mir das schicken lassen, benutzen und dann wieder zurückschicken?“

Illegal ist es nicht.
Aber schlechter Stil.
Ganz schlechter Stil.
Denn die Firma schickt dir das teure Teil im guten Glauben, dass du es kaufen möchtest. Sie geht ein Risiko ein und vertraut darauf, dass du ein Ehrenmann bist—oder eine Ehrenperson. Sie vertraut darauf, dass du deine Egoismen im Griff hast. Sie weiß nicht, dass du ihren guten Glauben eiskalt ausnutzt und sie zu übervorteilen gedenkst.
Wenn das jeder macht, was du vorhast, werden Firmen ihre teuren Geräte bald nicht mehr jedem schicken. Außerdem werden die Dinger durch solches Verhalten teurer. Denn die Firma merkt natürlich, dass du den Gegenstand 30 Tage lang benutzt hast. Sie muss ihn nun umständlich wiederaufbereiten, sodass er wieder neu wirkt. Diese Kosten tragen all die unschuldigen, gutgläubigen Kunden, die sich zu solchen Schweinereien nicht hinreißen lassen.
Illegal ist es nicht.
Aber schlechter Stil.
Jesus würde sowas nicht machen.

"Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen. Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war."
Philipper 2, 4.

Montag, 5. März 2018

Der Esel auf dem Eis

"Und ich wandte mich und sah all die Unterdrückungen, die unter der Sonne geschehen. Und siehe: Tränen der Unterdrückten, und sie hatten keinen Tröster. Und von der Hand ihrer Unterdrücker ging Gewalttat aus, und sie hatten keinen Tröster."
Prediger 4, 1

Man sagt, wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis.
Zu deutsch: Wer keine Probleme hat, der macht sich in seiner Torheit welche.

Vor 15, 20 Jahren hatte unser geliebtes Schweinfurt den Ruf, die Stadt in Bayern mit der höchsten Kriminalitäts- und Arbeitslosenrate zu sein. (Habe ich damals der Presse entnommen). Mittlerweile ist das anders, denn die Region hat sich gewaltig gemausert. Die Problemstadt wurde zur Boomtown. Man hat seine Schwierigkeiten also gemeistert.
Und die Polizei ist auf Zack.
Denn nun wurden am Schweinfurter Bahnhof zwei Männer verhaftet, ein Libyer und ein Syrer. Wegen Mordversuchs. Der eine hatte seiner schwangeren 17-jährigen "Ehefrau nach Moslem-Ritus" ein Messer in die Brust gestochen. Das Mädchen ist die Schwester des anderen. Der fand die Tat seines "Schwagers" so gut, dass er sich dabei filmte, wie er sie guthieß, wobei das verletzte Mädchen im Hintergrund lag und stöhnte.
Furchtbar.
Wie gesagt, wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche. Wenn man keine Kriminellen mehr hat, holt man sich welche ins Land. Nach Möglichkeit solche ohne Pass, die man nicht mehr los wird. Und solche ohne Qualifikationen, damit die Arbeitslosenquote nicht zurückgeht.
Eine Torheit sondersgleichen.
(Und das ist keine Kritik an Schweinfurt, bitteschön, sondern an bestimmten Unverbesserlichen in Berlin).
Ich fordere, ab sofort niemanden mehr ohne Pass ins Land zu lassen. Der Esel steckt nämlich schon bis zu den Knien im Eis. Und die Temperaturen steigen...

"Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen und ich werde euch Ruhe geben!
Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht." (Matthäus 11, 28-30).

Donnerstag, 1. März 2018

War's ein UFO?

"Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast..."
Psalm 8, 4.

Ich hab's zunächst nur meiner Frau erzählt: Als ich letzten Sonntag am Morgen vor meinem Fenster stand, tauchte plötzlich linkerhand am Himmel ein Punkt auf, der so hell leuchtete wie ein Schweißerfunke, nur grüner. Er flog mit rasender Geschwindigkeit nach rechts.
Ich dachte mir: Wow. Ich sehe gerade ein UFO. So ist es also, wenn man ein UFO sieht. So tief unten. Kaum zu glauben. Total unwahrscheinlich. Super, dass ich das erlebe. Das gibt's nur einmal, das kommt nie wieder. Das ist zu schön, um wahr zu sein.
Es war aber wahr.
Dann hörte der Funke abrupt auf zu glühen. Es war, als ob jemand ihn abgeschaltet hätte. Das Spektakel hatte nicht länger als 2 Sekunden gedauert. Schade, dachte ich mir.
Natürlich ist mir bewusst, dass das kein UFO war. Was wollen Aliens bei mir in der Provinz? Die Hauptstadt mit ihren Movern und Shakern wäre für die viel interessanter. (Dabei kommt mir ein Verdacht…)
Allerhöchstwahrscheinlich war es ein Meteorit, der vor meinen Augen spektakulär verglühte.
Noch wahrscheinlicher ist, dass es ein Stück Weltraumschrott war.
Der Teufel war's jedenfalls nicht. Den sah Jesus schon vor langer Zeit vom Himmel fallen. (Lukas 10, 18). Der verglühte ebenfalls, (aber nicht, weil er vom Himmel fiel, sondern wegen Jesus), und ist heute eigentlich machtlos. Dass sein Reich trotzdem hier und da zu florieren scheint, ist seinen hingegebenen menschlichen Mitarbeitern zu verdanken.
Doch auch Gott baut sein Reich mit seinen Leuten. Jedenfalls geht es dem größten Teil der Welt trotz aller Krisen momentan besser als je zuvor. Wir können die Bibel in unserer Sprache lesen und müssen keine Angst davor haben, wie einst Hus, Savonarola oder Tyndale auf dem Scheiterhaufen zu verglühen.
Ich wundere mich immer noch.
Ich stehe nämlich nicht ununterbrochen am Fenster und warte auf Himmelsphänomene. Wenige Sekunden vorher war ich noch wo ganz woanders. Und während draußen der Komet vorbeizischte, hätte ich lesen können, oder auf einen Monitor starren, oder aus einem anderen Fenster in einer anderen Wand schauen können.
Als ich am Fenster stand, hätte ich die Augen geschlossen haben können, weil ich mich konzentrierte, oder auf den Boden schauen können oder nach links oder rechts. Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung hätte ich alles verpassen müssen.
Stattdessen trat ich ans Fenster, sah das Glühen und dachte mir, Nanu, Nanu.
Ich war in den richtigen Sekunden am richtigen Ort, um das Schauspiel zu schauen.
Nun sitze ich hier vor meinem Computer und frage mich, was draußen wohl alles abgeht, während ich nicht hinschaue.
Am 24. März 2018 um 19:00 Uhr geht jedenfalls unser LoveSchweinfurt-Event ab. Dort dabeizusein kann man planen. Das ist nicht dem Zufall überlassen.

"In deiner Hand sind meine Zeiten." (Psalm 31, 16).