Donnerstag, 31. Juli 2014

Moralische Äquidistanz? Nein danke

"Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse."
Jesaja 5, 20

Wenn Araber in Syrien 100.000 Araber töten, dann läuft der Welt ein Schauer des Bedauerns über den Rücken, aber sie macht nichts. Wenn in Ägypten 100 Männer in aller Öffentlichkeit eine Frau vergewaltigen, dann zuckt man mit den Schultern. Wenn in Libyen Marodebanden das Land in Schutt und Asche legen, dann winkt man ab.
Die sind halt so.
Wenn mohammedanische Mordbanden in Mossul noch den letzten Christen massakrieren, dann wird das klaglos hingenommen. Wenn Araber pro Woche tausende von Raketen auf Israel niedergehen lassen, dann gähnt die gerechte Welt. Kaum eine Zeitung schreibt darüber, kaum ein Sender berichtet davon.
Wenn Israel sich jedoch wehrt und in Gaza Raketenlager angreift, dann wachen alle wie von der Tarantel gebissen aus ihrem moralischen Koma auf und schreien im Chor "Genozid!"
Es wäre zum lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Wenn Israel wirklich einen Völkermord an den Bewohnern des Gazastreifens begeht, dann versagt es hier hoffnungslos. Denn in den letzten 25 Jahren hat sich die Palästinenserpopulation mehr als verdoppelt.
Von Genozid kann also keine Rede sein.
Von Selbstverteidigung schon eher. Denn die Hamas probiert ja ständig, Israel von der Landkarte zu tilgen, vermag es nur nicht.

Warum kann Israel tun was es will und wird doch seinen Stachel im Fleisch – den internationalen Judenhass – nicht los?

Ich sehe das so:
Vor ein paar Wochen stand ich vor der Knesset, dem israelischen Parlament. (Eine Rede durfte ich dort leider nicht halten. Egal). Auf dem Platz gegenüber steht eine gigantische Menora, ein siebenarmiger Leuchter, ein Geschenk Großbritanniens. Auf dieser Menora sind alle möglichen Figuren aus der jüdischen Geschichte eingraviert. König David ist da, Simson; Maimonides, der mittelalterliche Gelehrte, auch.
Eine jedoch fehlt.
Der größte Jude aller Zeiten nämlich, der Mensch, der die Welt beeinflusst hat wie kein anderer vor oder nach ihm: Jesus Christus.
Das Problem Israels liegt in seiner Negation des Messias aus Nazareth.

Doch auch dies wird sich eines baldigen Tages ändern. Denn der Prophet Sacharja sagt:
"Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint." (Sacharja 12, 10).

Israel wird eines Tages Jesus als Messias annehmen und ein christliches Land werden.
Denn Paulus sagt:
"Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen hineingekommen sein wird. Und so wird ganz Israel errettet werden." (Römer 11, 25).

Israel wird das letzte Land sein, das sich bekehrt.
"Wehe! Denn groß ist jener Tag, keiner ist wie er. Und es ist eine Zeit der Bedrängnis für Jakob [Israel]. Doch wird er aus ihr gerettet werden." (Jeremia 30, 7).

Dienstag, 29. Juli 2014

So wird's mal im Himmel sein


"Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen. Geh hinein in die Freude deines Herrn."
Matthäus 25, 21.

Der Götterberg der alten Römer und Griechen war ein Ort immerwährenden Müßiggangs.
Die Götter der alten Germanen saßen ewig in Walhall herum, tranken Met und aßen Wildschwein.
Ludwig Thomas Münchner im Himmel war nicht in der Lage, sich den Himmel anders vorzustellen als das Münchner Hofbräuhaus. Dort gehen die Leute bekanntlich auch nicht hin um zu arbeiten, sondern um dem Müßiggang zu frönen.

Irgendwie hat sich das mit der ewigen Trivialaktivität auch in die christliche Sicht vom Himmel eingeschlichen. Doch diese Sicht ist falsch.
Was ist die richtige?

Gott wohnt im Himmel.
Was macht Gott eigentlich den ganzen Tag?
Nun, er arbeitet.
Er hat nicht nur an sechs Tagen die Welt geschaffen, er arbeitet immer noch.
Jesus sagt, „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke." (Johannes 5, 17).

Es wird im Himmel nicht so sein, dass Gott arbeitet und wir ihm dabei zuschauen.
Wir werden mit ihm arbeiten.
Dort wird sich unser Potenzial endlich völlig entfalten.
Die Zeit hier unten ist lediglich eine Vorbereitungszeit, in der wir uns bewähren können. Diejenigen, die sich bewährt haben, wird Gott über vieles setzen. Sie werden quasi eine besonders große Leinwand haben, auf der sie malen können.

Der gravierendste Unterschied zwischen unserer Arbeit hier unten und unserer Arbeit im Himmel wird jedoch das Klima sein, in dem sie stattfindet. Im Himmel wird es stets von Freude gekennzeichnet sein, von flow, wie Mihaly Csikszentmihalyi sagen würde, ein weltlicher Psychologe zwar, aber dem Phänomen der Freude bei der Arbeit durchaus auf der Spur.

Montag, 28. Juli 2014

Risikoscheu ist keine Ausrede



"Ich fürchtete mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine."
Matthäus 25, 25

Kein anderer als Jesus hat unseren Begriff "Talent" geprägt, und zwar durch dieses Gleichnis.
Damals war ein Talent eine sehr große Summe Geld, nicht eine besondere Begabung, über die jemand verfügte.
In diesem Gleichnis verteilt der Herr seine Habe an seine Diener und trägt ihnen auf, etwas draus zu machen. Alle tun dies mit Begeisterung, bis auf einen. Dieser eine quält sich vorgeblich mit Versagensängsten. Dabei hatte der Herr seinen Dienern nicht einmal aufgetragen, unter allen Umständen Gewinn zu machen. Sie sollten nur mit ihren Talenten handeln. Aktivität war gefragt.

Dieser ängstliche Knecht darf für uns kein Vorbild sein.
Sich zu fürchten ist nämlich kein Grund, etwas nicht zu tun.

Wir Menschen hätten immer gern eine Gewinngarantie bevor wir aktiv werden. Stattdessen gibt uns der Herr ein Gebot, etwas zu tun, dann überlässt er uns den Risiken, d.h. der Möglichkeit zu scheitern.
Warum macht er das?
Weil wir nur so als Personen wachsen können. Wir brauchen den Druck, den das Risiko mit sich bringt. Ein Sieg schmeckt uns nur dann, wenn er etwas gekostet hat. Konfrontiert mit Aufgaben, entwickeln wir Kreativität in der Lösung. So wachsen wir, und das Talent, das Gott in uns gelegt hat, kommt zur Entfaltung und bringt Frucht.
Wenn wir einmal gescheitert sind, dann stehen wir auf und probieren's noch einmal.
Und noch einmal. Solange, bis sich der Weg Gottes herauskristallisiert.

Petrus ging einst auf dem Wasser und scheiterte. Er sank! Doch Jesus half ihm aus den Fluten wieder heraus und sie gingen gemeinsam zurück zum Boot.
Petrus, der beim ersten Versuch scheiterte, war von allen Jüngern der einzige, der mit Jesus auf dem Wasser ging. Er hatte ein Wasserwandeltalent, von dem er die längste Zeit gar nichts gewusst hatte.

Nutze auch du dein Talent.
Etwas anderes lässt der Herr nicht gelten.

"Jedem, der [etwas aus seinen Talenten gemacht] hat, wird gegeben und überreichlich gewährt werden. Von dem aber, der [sein Talent] nicht [eingesetzt] hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein." (Matthäus 25, 29-30).

Freitag, 25. Juli 2014

Ins Feuer geworfen



"Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?
So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte.
Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch kann ein fauler Baum gute Früchte bringen.
Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen."
Matthäus 7, 15-20

Weit weg von uns sehen sich zwei Völker ins Feuer geworfen.
Jedes von ihnen dient einem anderen Gott.

Die eine Seite besteht auf Kampf und Krieg, obwohl sie nur verlieren kann.
Die andere Seite will den Kampf unbedingt vermeiden, obwohl sie nur siegen kann.

Denn die eine Seite liebt das Leben, die andere Seite zelebriert den Tod.

Die eine Seite feiert und tanzt in den Straßen, wenn es ihr gelungen ist, unschuldige Teenager der anderen Seite zu ermorden. Nach Terroristen werden dort Straßen benannt.
Die andere Seite ist entsetzt, wenn einer der ihren ein unschuldiges Kind der anderen Seite ermordet. Dieser Mörder wird verfolgt.

Die eine Seite feiert Mörder, die andere Seite bestraft sie.

Das eine Volk ist bettelarm, bei 40 % Arbeitslosigkeit. Doch seine Führer sind extrem reich.
Das andere Volk ist aufstrebend und wählt seine nicht gerade reichen Führer alle paar Jahre neu.

Die eine Seite hat geschworen, den Staat der anderen Seite vom Erdboden zu vertilgen und baut Tunnel, um Kämpfer dort einzuschleusen.
Die andere Seite hat sich in der Hoffnung auf Frieden völlig aus dem Gebiet der anderen zurückgezogen.

Die eine Seite will unbedingt den Tod der anderen Seite, auch wenn sie selber dabei draufgeht.
Die anderen wollen endlich ihre Ruhe.

Die eine Seite beschießt mit tausenden Raketen wahllos Männer, Frauen und Kinder.
Die andere Seite ruft an oder wirft Flugblätter ab bevor sie zurückschießt, um Verluste unter Zivilisten unter allen Umständen zu vermeiden.

Die eine Seite benutzt Raketen, um ihr Volk zu schützen.
Die andere Seite benutzt das Volk, um ihre Raketen zu beschützen.

Die eine Seite beschießt, um Terror zu verbreiten, Zivilisten mit Raketen. Diese dringen aber nicht durch, da die andere Seite wiederum Raketen benutzt, um die feindlichen Raketen abzuschießen.
So brennt nur eine Seite.

Diese Seite begeht Kriegsverbrechen und die andere wehrt sich dagegen.
Und was macht die Welt?
Sie verurteilt die Unschuldigen und entschuldigt die Schuldigen.

Die Lösung?
"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." (Johannes 14, 6).

Mittwoch, 23. Juli 2014

Sei ein König!


"Und sie legen ihm ein Purpurgewand an und flechten eine Dornenkrone und setzen sie ihm auf."
Markus 15, 17.

Alles, was am Kreuz und um das Kreuz herum geschah, hat eine prophetische Bedeutung.
Jesus litt als unser Stellvertreter.
Wenn die Soldaten ihm zum Spott ein Purpurgewand umlegen und eine Dornenkrone aufsetzen, dann spricht dieses Ereignis vom Kontrollverlust, der das menschliche Dasein weithin auszeichnet. Die Menschen verlieren sich in Süchten, Abhängigkeiten und eigenartigen Verhaltensweisen, bis ihnen die Herrschaft über ihr Leben abhanden kommt.
Dann sind sie gebunden.
Doch Jesus kam und trug unsere Dornenkrone. Er litt an unserer Stelle und gibt uns, wenn wir an ihn glauben, die Kontrolle über unser Leben zurück.

Paulus drückt das so aus:
"So sind wir nun, Brüder, nicht dem Fleisch Schuldner, um nach dem Fleisch zu leben." (Römer 8, 12).

In jedem Christen wirken nämlich zwei Gesetzmäßigkeiten: der Geist und das Fleisch. Diese beiden sind einander entgegengesetzt.
Mein Geist weiß was edel, hilfreich und gut ist.
Mein Fleisch schert sich jedoch einen Dreck darum. Es ist ausschließlich und immer auf sofortige Lustbefriedigung aus, nie auf Rücksichtnahme oder Nächstenliebe. (Das geht nicht nur mir so, das ist in allen Menschen gleich).
In Christen ist das Fleisch jedoch besiegt.
Zumindest potenziell.
Wenn sie dem Geist in sich Raum geben, dann setzt sich dieser Sieg auch durch.
Wie erlangen wir diesen Sieg?
Nun, wir haben ihn schon erlangt. Wir müssen uns nur noch der Sünde für tot halten, für Gott aber lebendig. (Römer 6, 11).
Wie geht das?
Ganz einfach:
Jedes Mal wenn ich einem geistlichen Impuls nachgebe und freundlich oder friedlich oder zuvorkommend bin, dann stärke ich meinen Geist.
Jedes Mal wenn ich mich einem fleischlichen Gedanken verweigere und auf Launenhaftigkeit oder Kälte oder Ellenbogen als Durchsetzungsmittel verzichte, dann schwäche ich mein Fleisch.

Und plötzlich habe ich wieder die Kontrolle über mein Leben.

Dienstag, 22. Juli 2014

"Singt laut dem Herrn!"



"Und die Freude Jerusalems war weithin zu hören."
Nehemia 12, 43

Wir hatten am Samstag einen wunderbaren, weithin zu hörenden Lobpreisgottesdienst.
Die Musik war prima, (vielen Dank nochmal an die zünftig aufspielenden Musiker), wenigstens zwei Leute haben sich bekehrt und N.H. schilderte, wie wir am Mittwoch für seinen verbundenen Ellenbogen, den er nicht mehr strecken oder anwinkeln konnte, beteten und Gott ihn anrührte. Er ist wieder völlig frei in seinen Bewegungen.
Auch andere gute Dinge haben sich geeignet, wobei diesmal natürlich der Schwerpunkt auf der Musik lag, da wir ja eine Band von auswärts hatten.
Großer Dank gebührt allen Mitarbeitern, die wie immer zum Gelingen maßgeblich beigetragen haben.

Preis dem Herrn.

Samstag, 19. Juli 2014

Praise Night mit "Esra"

"Singt dem HERRN ein neues Lied, denn er hat Wunder getan! Ihm half seine Rechte und sein heiliger Arm."
Psalm 98, 1.

Ich freue mich auf heute abend, denn da findet im CGZ von 19:30 Uhr bis ungefähr 21 Uhr ein Lobpreisgottesdienst, eine Praise Night, statt.
Spielen werden diesmal Jürgen und Andrea Gehrke und Band, die alle bei einem der größten Musikalienhändler Europas hier in der Gegend beschäftigt sind. Schon allein das garantiert, dass sie gute Musik machen werden. Im Mittelpunkt steht natürlich trotzdem der Herr, nicht die Musik.

Ich werde auch kurz das Evangelium predigen, dann werden wir für die Kranken beten. Da tun sich immer gute Dinge. Preis dem Herrn.
Sei dabei!

Donnerstag, 17. Juli 2014

Sound and Fury


„Ein Tor lässt all seinem Unmut den Lauf, aber ein Weiser hält ihn zurück."
Sprüche 29, 11

Ein bemerkenswerter, ja schier mysteriöser Sachverhalt ist folgender:
Tadelt man einen Menschen, dann erinnert der sich an den Tadel, aber nicht an das weshalb er getadelt wurde, also an seinen Fehler.

Wenn man dem anderen tatsächlich auf die Sprünge helfen will, dann muss man sich um den richtigen Ton bemühen. Das ist leichter gesagt als getan, ich weiß.
Doch:
„Der Weise gewinnt Seelen.“
Sprüche 11, 30.

Dienstag, 15. Juli 2014

Überwinde Gefühle der Unwürdigkeit



"Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, daß du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden."
Matthäus 8, 8.

Erstaunlicherweise haben wirklich gute Christen immer wieder mit Gefühlen der Unwürdigkeit zu tun. Wahrscheinlich weil sie es Gott besonders recht machen wollen, sind sie für richtig und falsch so sensibilisiert, dass ihr Gewissen beim leisesten Anlass anschlägt.

Der Hauptmann in der obigen Schriftstelle fühlte sich unwürdig, hatte aber Glauben an Jesus und die Kraft seiner Worte.
Denn er wusste, wenn Jesus nur ein Wort sprechen würde, dann würde sein Diener gesund werden.

Interessanterweise geht Jesus auf die Unwürdigkeitsgefühle des Hauptmanns überhaupt nicht ein. Vielmehr wendet er sich zu denen, die ihm nachfolgen und sagt, "Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden!" (Vers 10).
Jesus lobt diesen Mann, der so gar keine Größe in sich erkennt, über den grünen Klee!

Und dann spricht er ihm die Erlösung zu: "Ich sage euch aber, daß viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tisch liegen werden in dem Reich der Himmel."
Der Hauptmann war ein Römer, kein Israelit. Er hatte keinen Bund mit Gott. Doch auch Leute wie er würden sich mit den Patriarchen im Himmel wiederfinden — weil auch sie Gott geglaubt hatten als sie ihm begegneten und es so den Patriarchen gleichgetan hatten.

Dann wendet sich Jesus dem Centurio zu: "Geh hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast!" (Vers 13).
Und der Diener wurde gesund in jener Stunde.

Der Centurio war ganz sicher kein vollkommener Mensch. Was ihn vor Gott wohlgefällig gemacht hat, war nicht die moralische Vollkommenheit, zu der er gar nicht fähig war, sondern der Glaube.

Was für ihn galt, gilt auch für dich:
"Fürchte dich nicht, glaube nur!"
Markus 5, 32.

Montag, 14. Juli 2014

Deutschland ist Weltmeister!

"Die Hand der Fleißigen wird herrschen."
Sprüche 12, 24

Deutschland ist in der Tat Weltmeister geworden!
Herzlichen Glückwunsch an die Spieler und natürlich an die Trainer.
Es hat sogar ein deutscher Deutscher das Siegtor geschossen. Schau mal einer an.

Das schönste Bild war für mich, als mitten in der Übertragung die Kamera plötzlich die riesige Jesus-Statue über Rio ins Bild nahm. Die hinter ihr untergehende Sonne sah aus wie ein gewaltiger Heiligenschein.
Deutschland wird Weltmeister und der verklärte Christus schaut zu.
Unvergesslich.
Wunderschön.

Für die neulich besiegten Brasilianer ist der Schmerz jetzt nicht mehr ganz so groß. Immerhin haben sie gegen den kommenden Weltmeister mit 7 zu 1verloren und nicht gegen irgend eine Gurkentruppe.


Eine letzte Frage stellt sich noch: Hat es eine tiefere Bedeutung, dass der Torschütze "Götze" heißt?
Soll uns das vielleicht beim Einordnen der geistlichen Relevanz dieses Sieges helfen?
Hi hi.

Sonntag, 13. Juli 2014

Wird Deutschland Weltmeister?

"Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade."
1 Petrus 5, 5

Wird Deutschland heute abend Fußballweltmeister?
In wenigen Stunden wissen wir's.

Was mir jedoch wirklich gut gefallen hat, war die meines achtens ungespielte Demut der deutschen Sieger nach dem historischen 7 zu 1 gegen Brasilien. Statt wie zu Kaisers Zeiten "Hurrahurrahurra!" zu brüllen und vor Größe nicht mehr laufen zu können, blieben die auf dem Teppich.
In Zeiten des Deutschen Reiches hatten Deutsche nach einem Sieg Allmachtsphantasien und nach einer Niederlage Weltuntergangsgedanken samt Auslöschungsphantasien. Maßlos im Sieg, maßlos in der Niederlage.
Das hat sich mittlerweile völlig geändert.
Den Siegern vom 8.7.2014 war ihr Sieg fast schon peinlich. Entsprechend gedämpft war der Triumph und das Mitleid groß.
Schön.

Mal schauen, wie's der demütigen Mannschaft nachher ergeht.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Hörst du dir ab und zu mal selber zu?

„Siehe, du wirst stumm sein und nicht sprechen können bis zu dem Tag, da dies geschehen wird, dafür daß du meinen Worten nicht geglaubt hast, die sich zu ihrer Zeit erfüllen werden.“
Lukas 1, 20.

Der Glaube spricht.
Der Unglaube ist stumm.
Wenn du wissen möchtest, wie groß dein Glaube ist, dann hör dir einfach selber zu. Bist du zuversichtlich wenn Probleme entstehen? Oder wirfst du schon von vornherein die Flinte ins Korn? Die Worte deines Mundes werden es dir sagen. Sie sind das zuverlässigste Glaubensmessgerät, das du hast.

Zacharias, der Vater von Johannes dem Täufer, sah einen Engel, der ihm und seiner Frau einen Sohn verhieß. Jahrzehntelang hatte das Paar um ein Kind gefleht, war jedoch kinderlos geblieben.
Man kann nämlich tatsächlich flehentlich bitten, mit viel Energie und Emotion, ohne zu glauben.
Entsprechend empfängt man auch nichts.
Bei Zacharias war das nämlich genau so.
Als Gott einen Engel sandte, der ihm mitteilte, dass sein Flehen erhört worden war, sagte Zacharias, „Wie soll das zu gehen? Meine Frau und ich, wir sind beide schon zu alt für sowas.“
Zacharias hatte in der Vergangenheit zwar tränenreich gebetet, aber nie geglaubt, dass das wirklich etwas bringen würde. Er war völlig von den Socken, als Gott ihn auf einmal doch erhörte. Diese Erhörung hatte nichts mit seinem Glauben, dafür jedoch alles mit der Barmherzigkeit Gottes zu tun.
Der Engel nahm seinen Unglauben jedoch trotzdem nicht auf die leichte Schulter. Er machte den Ungläubigen stumm. Zumindest für neun Monate, bis Johannes geboren war.

Wie entsteht Glaube?
„Also ist der Glaube aus dem Hören, das Hören aber aus dem Wort Christi.“
Römer 10, 17.

Mittwoch, 9. Juli 2014

7 zu 1! Mann!

„Laßt uns nicht nach eitler Ehre trachten, indem wir einander herausfordern, einander beneiden.“
Galater 5, 26.

Ich gebe zu, normalerweise mache ich mir aus Fußball nicht viel. Wenn Weltklassefußball gespielt wird, wie dieser Tage, dann schau ich schon mal hin. Doch allen ernstes irgendwo hinfahren und zuschauen, wie 22 Jungs Krieg um einen Ball führen? Und dafür auch noch Mondpreise bezahlen? Sorry, keine Zeit.

Für Deutschland-Brasilien gestern abend hatte ich allerdings schon Zeit.
Und sah ein historisches Spiel!
7 zu 1!
Mann!

Ich bin mir sicher, der Brasilianer waren alle Brasilianer. Die sangen und schmetterten ihr Lied vor dem Spiel, dass es eine Art hatte. Auf der deutschen Seite haben hingegen einige die Nationalhymne nicht mitgesungen.
Die haben da vielleicht diverse andere Hymnen im Kopf...
Es sei ihnen, den Polen, Türken, Tunesiern, Ghanaern, Bayern, usw. im deutschen Trikot gegönnt. Solange diese multikulturelle Truppe in unserem Namen siegt, ist das doch wurscht.
Mitteleuropa war schon immer Durchzugsland für diverse Volksgruppen. Als hier noch Rom war, gab es plötzlich gotische Königreiche in diesem römischen Land. Nun sind's halt mal Slawen, Vorderasiaten und Nordafrikaner, Araber, Perser und Schwarzafrikaner die sich hier ihre Enklaven schaffen.
Egal.

Dass sie die Brasilianer jedoch so vernichtend schlagen würden, hatte ich nicht auf dem Schirm.
Das war schlimm.
Man stelle sich vor, die deutsche Nationalmannschaft würde in München, Hamburg oder Berlin gegen Brasilien spielen und dabei vollständig deklassiert, gedemütigt, ja sportlerlisch hingerichtet werden.
Diese Schmach wäre nicht mehr zu tilgen.
Genau das ist den Brasilianern gestern abend passiert. 7 zu 1 gegen eine andere Mannschaft zu verlieren, selbst wenn es die deutsche ist, ist für das Selbstwertbefinden eines Volkes, eines Rekordweltmeisters noch dazu, die Bombe. Die trauern jetzt, zweifeln an sich selbst und versinken, zumindest vorübergehend, in Depression.
Die Spieler können ihr Gesicht nicht mehr auf der Straße zeigen.
Dabei: die sind ja eigentlich gar nicht so schlecht. Brasilien gehört immerhin zu den vier besten Mannschaften der Welt. Woran lag es?
An den Nerven.

Die Wahrheit ist, ein solches Debakel kann jeden Menschen einmal heimsuchen. Eigentlich ist man ein Genie, doch man hat mal einen schlechten Tag. Aus irgendeinem Grund machen die Nerven nicht so richtig mit. Dann kommen die Deutschen und stampfen einen in den Boden.
Was dann?
Dann muss man sich überlegen, ob die Sache all die Trauer und das Heulen und Zähneklappern wirklich wert ist. Denn was ist ein Fußballspiel schon? Es ist ein spielerisches Kräftemessen. Es dient der Unterhaltung. Als solches hat es keinerlei Auswirkung auf das wahre Leben der Zuschauer.
Genaugenommen ist es ein „Trachten nach eitler (wörtlich: leerer) Ehre.“
Im Fußball zu gewinnen ist eine Ehre, die einen nicht wirklich emotional sättigt. Dazu braucht man echte Ehre. Die erhält man von Gott, der die Exklusivrechte darauf hält, wenn man in seinen Wegen wandelt und seine Werke tut.

Brasilien wird diese Weltmeisterschaft nicht mehr gewinnen.
Na und?
Viel wichtiger ist, dass in diesem Land momentan eine gewaltige geistliche Erweckung stattfindet, die diese mit vielen Problemen behaftete Gesellschaft von Grund auf revolutioniert und erneuert. Die Menschen verlassen dort in hellen Scharen die katholische Kirche und wenden sich Gemeinden zu, in denen der lebendige Christus mit Vollmacht und Kraft verkündigt wird. Jesus beginnt in Brasilien langsam aber sicher wirklich zu herrschen—in den Herzen der Menschen.
Das ist historisch wichtig.
Nicht dieses Fußballspiel von gestern abend.

Dienstag, 8. Juli 2014

Kommen nur Christen in den Himmel?

„Pastor, kommen nur Christen in den Himmel?“

Die alten Germanen glaubten, wenn sie im Kampf starben, dann würden sie automatisch in Walhall einziehen, der Festhalle Odins, wo die Mädchen ewig schön sind, die Wildschweine immer knusprig und wo das Met ewig fließt. Es ist leicht ersichtlich, dass die Religion hier als Mittel der Politik missbraucht wurde. Denn was gibt es für einen Eroberer schöneres, als hingegebene Krieger, die den Tod verachten, ja regelrecht scharf drauf sind, im Kampf zu sterben um endlich ins himmlische Freudenhaus zu gelangen.

Gemäßigtere Seelen versuchen sich durch gute Werke eine Leiter in den Himmel zu konstruieren.
Gute Werke sind gut.
Doch eine Frömmigkeit, die sich an Geboten und Werken festmacht, birgt immer die Gefahr in sich, zur Selbstgerechtigkeit zu führen. Man hält sich dann für etwas Besseres.
Für gute Werke, die man aus dem richtigen Motiv heraus tut, wird man von Gott belohnt.
Doch gute Werke aus falschen Motiven getan machen nicht wohlgefällig vor Gott, sondern führen vielmehr dazu, dass der Herr sich die Nase zuhält wenn wir vorbeigehen.

Im alten Testament war es so, dass Gott zu einem Menschen kam, diesem einen Auftrag gab, und wenn der Betreffende auf Gottes Wort hin handelte, dann rechnete ihm Gott seinen Glauben als Gerechtigkeit an. So geschehen bei Abraham: „Und er glaubte dem HERRN und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.“ (1. Mose 15, 6).

Heute will Gott, dass wir an Jesus und sein Erlösungswerk glauben. Dies ist heute sein Wort an die Welt.
"Jesus spricht zu ihm [Thomas]: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." (Johannes 14, 6).

Wenn ein Mensch von Herzen zu Gott betet und aus den richtigen Motiven heraus gute Taten tut, dann setzt der Herr Himmel und Erde in Bewegung, um diesen Menschen zu einem Christen zu machen.
So geschehen bei dem römischen Soldaten Cornelius.
Der betete regelmäßig zu Gott und gab Almosen. Gott gedachte dieser seiner Taten und sandte einen Engel zu ihm, der ihn aufforderte, Petrus holen zu lassen, „der wird Worte zu dir reden, durch die du errettet werden wirst, du und dein ganzes Haus.“ (Apostelgeschichte 11, 14).
Wie gesagt, Gott setzte für Cornelius Himmel und Erde in Bewegung: Petrus und einen Engel.

Auch heute noch wird man ausschließlich dadurch gerettet, dass man Gottes Wort glaubt.
So war es immer, so wird es immer sein.
Das vielschichtige Wort Gottes, an das wir glauben sollen, verdichtet sich in fünf Buchstaben.
Die einzige Tür in den Himmel ist eine Person und hat einen Namen.
Jesus.

Montag, 7. Juli 2014

Was sagst du von dir selbst?

"Sie sprachen nun zu ihm: Wer bist du? Damit wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben.
Was sagst du von dir selbst?"
Johannes 1, 22

Schriftgelehrte und Pharisäer aus Jerusalem waren hinausgegangen zu Johannes den Täufer an den Jordan, wo dieser taufte. Er war ein Phänomen, denn von überall her kamen die Massen und hörten diesem Unbekannten gebannt zu.
Und nicht nur das.
Seine Predigt hatte Auswirkungen auf ihr tägliches Leben: Die Menschen räumten mit ihren Sünden auf. Als Zeichen ihrer Umkehr ließen sie sich von Johannes in Jordan taufen. Verwundert fragten sich die Theologen, wie dieser Mann das anstellte. Deswegen sandten sie einige ihrer Leute hinaus um ihn zu fragen wer er sei.
„Was sagst du von dir selbst?“

Die Antwort, die Johannes gab, ist zeitlos kostbar. Er sagte:
„Er sprach: Ich bin die "Stimme eines Rufenden in der Wüste: Macht gerade den Weg des Herrn", wie Jesaja, der Prophet, gesagt hat.“ (Johannes 1, 23).

Johannes sagt über sich, was das Wort Gottes über ihn sagte. Er bezog seine Identität aus dem Wort Gottes.
Woraus beziehst du deine Identität? Weißt du, was das Wort Gottes über dich gesagt?
Auch wenn du dich in der Bibel nicht auskennst: Eines solltest du unbedingt zur Kenntnis nehmen:
„So hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Johannes 3, 16).

Kerry King, der Gitarrist von Slayer, hat fett und in Frakturschrift auf seinen Arm die Worte „God hates us all“ auftätowiert: „Gott hasst uns alle.“ Diese Aussage prägt offenbar seine Identität, sonst hätte er sie sich nicht auf die Haut geschrieben, wo er sie dauernd anschauen kann und wo andere sie sehen. Er trägt dieses Statement ständig vor sich her. Auch wenn er die Worte nicht im Mund führt, so spricht er doch.
Doch der Mann etwas missverstanden.
Denn das Gegenteil ist wahr.
Gott hasst uns nicht, er liebt uns.
Die Tatsache, dass er Jesus sandte, beweist das.
Erlaube der Liebe Gottes, deine Identität zu prägen. Glaube, dass er dich liebt.

Freitag, 4. Juli 2014

Quo vadis? Amerika am 4. Juli 2014



"Wenn die Gerechten zahlreich sind, freut sich das Volk. Wenn aber ein Gottloser herrscht, seufzt das Volk."
Sprüche 29, 2

Heute ist der 4. Juli.
Heute feiern die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Unabhängigkeit von König Georg III von Großbritannien. Eigentlich wurde am heutigen Datum im Jahr 1776 nur der Text der Unabhängigkeitserklärung fertig. Unterschrieben wurde sie erst am 2. August. Trotzdem hat sich 1870 der 4. Juli als Unabhängigkeitstag eingebürgert.

Wer heute einen Blick auf die Vereinigten Staaten wirft, tut dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie sind immer noch die unverzichtbare Nation, die immer dann gerufen wird, wenn es irgendwo brennt auf der Welt. Noch immer stehen die USA für freiheitliche Ideale.
Ich liebe dieses Land.
Wo wäre Deutschland ohne Harry Truman oder Dwight Eisenhower oder George Marshall oder Lucius Clay? Oder die Rosinenbomber, die einst Berlin ernährten als die Russen es zu strangulierten versuchten?

Levi Strauss war zwar Franke. Doch er musste nach San Francisco gehen, damit seine blauen Hosen zum Hit werden konnten.
Christian Friedrich Martin kam aus Nürnberg. Doch erst in Nazareth, Pennsylvania, entwickelte er das Instrument, das wir heute Westerngitarre nennen, in seiner gegenwärtigen Form.
Mit ein bisschen Nachdenken würden mir noch mehr Beispiele einfallen.
Schon Goethe sagte: Amerika, du hast es besser.

Doch das Land verändert sich.
Und nicht zum Guten.
Es befindet sich gegenwärtig in einer tiefen Krise, die aufgrund eklektischer Berichterstattung durch die Medien von Europa aus kaum wahrgenommen wird. Obama ist immer noch der Liebling der Presse.

Tatsache ist, dass Obama, der einst wie ein Messias gefeiert wurde, heute als der schlechteste Präsident seit dem Zweiten Weltkrieg gilt. Seine Umfragewerte sind — trotz massivster Medienunterstützung — noch mieser als es die von George W. Bush waren.
Warum?
Weil die Gesetzlosigkeiten dieses Mannes atemberaubend sind.
Er hat seinerzeit versprochen, die USA zu "transformieren."
Das macht der wirklich, koste es was es wolle.
So schikanierte das amerikanische Finanzamt bis in die jüngste Zeit gemeinnützige Vereine, die der Ideologie des Präsidenten nicht entsprachen. Nicht wenige mussten die Listen ihrer Spender offenlegen, von denen viele dann prompt unangenehmen Steuerprüfungen unterzogen wurden. Die Kleinlichkeit des Amtes kannte keine Grenzen. Manche Vereine mussten sogar noch vorlegen, was sie wann auf Facebook gepostet hatten.
Vor den Untersuchungsausschuss im Kongress geladen, machte die für gemeinnützige Vereine verantwortliche Mitarbeiterin, (die politisch viel für Obama tätig war), prompt von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Relevante E-Mails sind nicht mehr auffindbar, da blöderweise ihre Festplatte kaputt ging. Auch die Sicherungsmedien, auf denen Kopien der E-Mails heutzutage aufbewahrt werden: alles futsch.
Was soll man dazu sagen?

Nochmal ausbuchstabiert:
Es gibt im Staat keine zudringlichere Instanz als das Finanzamt. Es hat in den Angelegenheiten aller Bürger die Finger drin und will alles wissen. Wenn es korrupt wird, indem es zur politischen Waffe wird, dann ist das eine Katastrophe für einen Staat. Dann ist die Axt an die Wurzel der Freiheit gelegt. So etwas darf nicht sein.

Der Präsident hat außerdem kundgetan, seine Regierung werde bestimmte, ihm missliebige Gesetze einfach nicht mehr durchsetzen, (obwohl er bei seiner Amtseinführung geschworen hat, das Gesetz des Landes treu aufrechtzuerhalten).
Was passiert da mit der Herrschaft des Gesetzes?

Beispiel Ausländerrecht.
Seit er gesagt hat, dass minderjährige Ausländer nicht deportiert würden, wenn sie ohne Erwachsenenbegleitung in den USA ankommen, gibt es einen Run auf die Südgrenze und die Grenzbeamten tun nichts, um dem Einhalt zu gebieten.
Zehntausende zentralamerikanische Jugendliche, meist junge Männer, strömen jedes Jahr über die mexikanische Grenze in die USA. Der Andrang ist so groß, dass nunmehr Militärbasen im ganzen Land als Lager dienen, die abertausende illegale Einwanderer beherbergen.
Doch es regt sich Widerstand.
Als man 400 dieser illegal eingereisten Jugendlichen in einem 1400-Einwohner-Dorf irgendwo in der nördlichen Pampa unterbringen wollte, rebellierte das Volk und die Regierung musste einen Rückzieher machen.
Der Unmut wächst.

Brennpunkt Nahost:
Bei Amtsantritt Obamas war der Irak nach seinen eigenen Worten ein stabiler Ort, in den endlich Ruhe eingekehrt war. Anstatt jedoch nun wie sonst üblich ein Kontingent von Soldaten zurückzulassen, das diese teuer erkaufte Stabilität gewährleistet, (in Deutschland und Japan blieben sie immerhin 70 Jahre), zogen die Amerikaner innerhalb kürzester Zeit ab. Bis zum letzten Mann.
Daraufhin brachen — oh Wunder! — neue Unruhen aus.
Mohammedaner begannen wieder, sich gegenseitig zu massakrieren.
Aus dem Nichts taucht die Terrorgruppe ISIS auf. Sie kreuzigt, köpft und killt in bester radikal-islamischer Manier was sich ihr in den Weg stellt, (oder einfach nur rumsteht). Sie überrennt das Land und erbeutet modernstes amerikanisches Militärequipment. Sie plündet die Zentralbank von Mossul, erbeutet 500 Millionen Dollar und wird so die reichste Terrorgruppe aller Zeiten.
Al Qaeda sind Waisenknaben gegen diese Monstren.
Und wer hat sie ermächtigt?

Seit Obamas Krankenkassenreform hat Amerika das teuerste Gesundheitswesen der Welt. Es hat an Ineffizienz gewonnen und es ersäuft, ähnlich dem deutschen, in einem Meer von Bürokratie.

Bisher hat der Oberste Gerichtshof den imperial agierenden Präsidenten mehr als zwanzig Mal in die Schranken gewiesen. Das letzte Mal diese Woche, als zu entscheiden war ob christliche Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen via Krankenversicherung Abtreibungen, bzw einen Abgang herbeiführende Medikamente bezahlen müssen.
Müssen Sie nicht, entschied der Supreme Court.
Die Religionsfreiheit hat einen tentativen Sieg errungen. Holzauge sei wachsam.

Der Mehrheitsführer im Kongress bereitet gegenwärtig eine Klage gegen den das Parlament missachtenden Präsidenten vor. Denn Obama erlässt Gesetze ganz einfach per executive order. Gesetze erlassen — und ändern — darf aber nur der Kongress.
Das Verhalten des Präsidenten wird als hochgradig verfassungswidrig eingestuft. (Dabei ist er doch eigentlich Verfassungsrechtler und müsste es besser wissen).

Jahrelang hatte man im Kongress Angst vor Dritte-Welt-Diktatoren mit Atomwaffen.
Nun sitzt einer im Weißen Haus.

Amerika ist gegenwärtig nicht eins mit sich selbst.
Das kann sich die Welt jedoch nicht leisten.
Deshalb an dieser Stelle mein Aufruf: Betet für die USA.
Sie waren für uns da.
Nun müssen wir mal für sie da sein.

"Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen."
1. Timotheus 2, 1-4.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Katzensilber und falscher Glaube


Ähnlich wie es Katzensilber gibt, das glitzert wie Silber, und Messing, das so ähnlich glänzt wie Gold, so gibt es eine innere Haltung, die so aussieht wie Glaube, aber keiner ist und deswegen auch die Kraft Gottes nicht freisetzt.
Es ist die Haltung der "gedanklichen Zustimmung."

Beide, der gedanklichen Zustimmende und der Glaubende, halten die Bibel für wahr. Rein oberflächlich betrachtet unterscheiden sie sich nicht.
Doch es gibt einen subtilen Unterschied.

Der Glaubende liest das Wort Gottes und kommt zu einer Verheißung, die ihn anspricht. Er sagt daraufhin, "Vater Gott, ich habe in deinem Wort gelesen, dass Jesus meine Krankheiten getragen hat. Ich bitte dich deswegen um Heilung. Danke, dass ich nun empfangen habe. Ich fühle mich zwar noch nicht anders, aber ich weiß, dass dein Wort wahr ist. Deswegen bin ich nun geheilt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis mein Körper sich dieser höheren Realität beugt und gesundet. Danke, dass dein Wort in mir wirkt."

Der gedanklichen Zustimmende liest dasselbe und betet auch. Doch wenn sich nach dem Gebet nicht sofort etwas getan hat, dann sagt er sich, "Ich weiß, dass Gott heilt. Doch mich hat er leider nicht geheilt. Das ist schade. Dabei habe ich so geglaubt. Ich weiß auch nicht woran es liegt, dass es bei mir nicht klappt."

Der Glaube führt immer zu einem bestimmten Bekenntnis, nämlich dem, empfangen zu haben wofür man gebetet hat: " Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen habt, und es wird euch werden." (Markus 11, 23).

Man muss glauben, dass man etwas hat.
Dann wird es einem werden.

"Gott, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre." (Römer 4, 17).

Stimmst du noch gedanklich zu oder glaubst du schon?

Mittwoch, 2. Juli 2014

Wer diktiert dir deine Laune?

"Mehr als alles, was man bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm ist die Quelle des Lebens."
Sprüche 4, 23

Zu deinem Herzen gehört auch deine Gedankenwelt. Auf sie muss du besonders aufpassen, da sie deine Lebensqualität entscheidend mitbestimmt.

Ob du einen Tag als gut oder schlecht einordnest, kommt nicht nur darauf an, ob du am Vorabend beizeiten ins Bett gegangen bist und ob du dich vernünftig ernährst. Es kommt auch darauf an, worauf du das Auge deines Sinnes ruhen lässt.
Ärgerliche Dinge nimmt man besonders intensiv wahr. Deswegen spricht Salomo davon, dass man sein Herz behüten muss. Das deutet eine Anstrengung an. Man muss absichtlich von den ärgerlichen Dingen wegblicken und auch die angenehmen zur Kenntnis nehmen. Die gibt es nämlich auch.
Denn Ärger führt zu Missmut und Zorn und schwierigen Beziehungen. Sie ruinieren unsere Lebensqualität.
Wehren wir uns gegen das Diktat der schlechten Laune!
Wissenschaftler haben herausgefunden: Wer sich am Ende des Tages absichtlich an drei angenehme Dinge erinnert bevor er die Augen schließt, der beugt einer dauerhaften Verstimmung effektiv vor.

Das müsste zu schaffen sein.

Dienstag, 1. Juli 2014

Wertvolle Gegenstände



Gott schaut die Welt mit anderen Augen an als wir.
Petrus spricht für Gott, wenn er sagt:
"Ihr wißt, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken." (1. Petrus 1, 18-19).

Petrus nennt Silber und Gold vergänglich, das Blut Christi hingegen unvergänglich.
Wir Menschen sehen das genau andersherum.
Wir halten die organische Substanz Blut für vergänglich, die Metalle Silber und Gold hingegen für unvergänglich.

In gewisser Weise ist Gold tatsächlich unvergänglich. Man kann es allen möglichen Belastungen aussetzen, ohne dass es Schaden nähme. Der Goldschatz der Piraten im Wrack am Meeresgrund funkelt nach 500 Jahren noch genauso wie am ersten Tag.
Doch Gold hat keinen Ewigkeitswert.
Sobald wir diese Welt verlassen, nützt es uns nichts mehr—auch wenn wir Berge davon besäßen.

Mit Blut, speziell dem Blut Christi, ist das anders.
Blut ist Leben, denn das Leben des Fleisches ist im Blut. (3. Mose 17, 14).
Im Natürlichen muss Blut sich ständig erneuern, so wie auch jede andere Zelle in einem lebendigen Organismus im Lauf der Zeit erneuert werden muss. Doch vom Blut Christi heißt es, dass es Menschen heute noch reinigt und ihnen Leben gibt. Nach 2000 Jahren ist es immer noch lebendig und wirksam. Nach der Auferstehung ging Jesus nämlich in das himmlische Heiligtum, wo er sein eigenes Blut auf den Sühnedeckel der Bundeslade im Himmel ausgoß und so die ewige Erlösung erwirkte.
Das Blut Christi hat Ewigkeitswert.
Es wird seine Kraft nie verlieren.

Gold oder Blut?
Was ist für dich der wertvollere Gegenstand?