Mittwoch, 29. Dezember 2010

"Zwischen den Jahren"

Zur Erinnerung: Der Bibelabend am heutigen Mittwoch fällt aus, wie immer in der Zeit "zwischen den Jahren." Der nächste Gottesdienst findet am 2. Januar 2011 statt.
Ich freue mich auf das Wort, das der Herr uns geben wird.

An dieser Stelle allen Lesern, Mitarbeitern, Gemeindemitgliedern und Freunden nah und fern:
Einen guten Rutsch ins neue Jahr und Gottes Segen auf all euren Wegen.
2011 ist ein Jahr voller Chancen, die darauf warten, von uns entdeckt zu werden.

"Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der HERR."
1 Mose 26, 12

Dienstag, 28. Dezember 2010

Jona und der Wurm

Jona saß einst östlich von Ninive im Schatten eines Rizinusbaums, den Gott übernacht hatte wachsen lassen, um den Propheten von seinem Mißmut zu befreien. Der war nämlich sauer, weil Gott der sündhaften Stadt gnädig war.

Jona hatte dort gepredigt und die Leute hatten sich bekehrt. Gott vergab diesen assyrischen Schurken und das paßte Jona gar nicht. (Es war auch schwer, diese Leute zu mögen. So bauten die Assyrer auch Pyramiden. Sie nahmen dazu jedoch keine Steine, sondern die Köpfe ihrer Feinde. Aber sie hatten sich doch bekehrt, d.h. abgewendet von solchem Tun!)

Jona saß also und wartete, was mit der Stadt geschehen würde. Gott hatte ihre Zerstörung prophezeien lassen, falls Ninive sich nicht von seinen bösen Taten abwende. Jona hoffte inständig, daß sie bekommen würde, was sie in seinen Augen verdiente.
Doch Gott war gnädig.
Und Jona blieb trotz Rizinus mißmutig.
Um den Propheten etwas Demut und Respekt vor dem Leben anderer zu lehren, bestellt Gott einen Wurm, der Jonas Rizinusbaum sticht, so daß er vertrocknet.
Nun sticht die Sonne den Propheten, der dabei fast ausrastet.
Er will sterben.
Und Gott sagt, "Du bist betrübt wegen des Rizinus, um den du dich nicht gemüht und den du nicht großgezogen hast, der als Sohn einer Nacht entstand und als Sohn einer Nacht zugrunde ging. Und ich, ich sollte nicht betrübt sein wegen der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120 000 Menschen sind, die nicht unterscheiden können zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken, und eine Menge Vieh?" (Jona 4, 10-11).

Jona wollte Ninive kaputt sehen und ein Wurm verdarb ihm die Laune.

Irans Präsident Ahmadinjihad würde gern das "zionistische Gebilde" Israel kaputt sehen. Auch ihm verdarb dieser Tage ein Wurm die Laune.

Die UN-Atomenergiebehörde IAEA hat nämlich bestätigt, daß Iran die Arbeit in seinen nuklearen Anlagen eingestellt hat. Der Computerwurm Stuxnet hat sämtliche Rechner infiziert und ist unmöglich unter Kontrolle zu bekommen.

Das iranische Bombenprogramm hat einen Rückschlag erlitten.

Gott ist gnädig.

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

"Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein großes Licht.
Die im Land der Finsternis wohnen, Licht leuchtet über ihnen.
Du vermehrst den Jubel, du machst die Freude groß. Sie freuen sich vor dir, wie man sich freut in der Ernte, wie man jauchzt beim Verteilen der Beute.
Denn das Joch ihrer Last, den Stab auf ihrer Schulter, den Stock ihres Treibers zerbrichst du wie am Tag Midians.
Denn jeder Stiefel, der dröhnend einherstampft, und jeder Mantel, in Blut gewälzt, fällt dem Brand anheim, wird ein Fraß des Feuers.

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.

Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.
Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun."
Jesaja 9, 1-6
(Prophetie, geschrieben 700 Jahre vor ihrer Erfüllung).

Dies sind die Tage des Gebens und Nehmens, (und sind sie nicht wunderbar?).

Das größte Geschenk aller Zeiten hat Gott uns gemacht, indem er sich offenbarte und Mensch wurde. Ohne Jesus wüßten wir nichts über ihn.
Doch Gott kam und wurde Mensch.
Er kam, um die Wunde im Herzen jedes Menschen zu heilen. Diese Dauerwunde entstand, als im Sündenfall ein Fremdkörper in den Menschen gelangte: die Sündennatur.
Wir Menschen können diese Wunde behandeln, und manchmal funktioniert das sogar eine zeitlang. Doch befreien von diesem Ding kann uns nur einer: Gott.
Und das hat er in Jesus getan.
Jesus ist der Meisteroperateur am offenen Herzen.

Frohe Weihnachten.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Haltungen, 2

Wir studieren innere Haltungen, vor denen wir uns in acht nehmen müssen.

In Matthäus 23, 13 wirft Jesus den Schriftgelehrten und Pharisäern vor, "Ihr verschließt das Reich der Himmel vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, und die, die hineingehen wollen, laßt ihr nicht hineingehen."

Die Pharisäer erkannten Jesus nicht als Messias an, insofern gingen sie nicht ins Reich hinein. (Man muß Jesus annehmen, um ins Reich der Himmel zu gelangen).
Und sie warnten andere vor ihm, obwohl die von Jesus schwer beeindruckt waren. Stattdessen redeten sie ihnen den Glauben an ihn aus und ließen sie so nicht ins Reich der Himmel hinein.

Dies ist eine Aufforderung an uns, nicht gegen andere Christen zu agitieren, auch wenn sie nicht aus unserem Stall kommen.
Rabbi Gamaliel warnte seine Pharisäergenossen in Apostelgeschichte 5, 34, davor, gegen die Apostel zu agitieren. Denn wenn die von Gott sind, so sein Argument, dann handelt ihr gegen Gott.
Manchmal mißtrauen alteingesessene Gemeinden neuen Gründungen und wettern gegen sie.
Das soll uns nicht passieren.

Wir tun das Gegenteil von agitieren:
Wenn andere hören, daß wir sie mögen, mögen sie uns auch.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Haltungen, 1

Saul von Tarsus war der fanatischste Christenfeind seiner Zeit.
Dabei hat Saul die beste Bibelschule der damaligen Zeit besucht: Die von Gamaliel in Jerusalem. Rabbi Gamaliel wird in der Bibel nur positiv erwähnt. So riet er den Pharisäern in Apostelgeschichte 5, 34-39, die Apostel in Ruhe zu lassen, "damit ihr nicht gar als solche befunden werdet, die gegen Gott streiten."
Saulus tat das Gegenteil von dem, was sein alter Bibellehrer geraten hatte.

Warum?
Der Mann war voll mit gutem Wort Gottes, war eifriger als alle anderen, und wurde darüber zum Feind Gottes.
Wie gibt's das?

Saul kannte zwar den Buchstaben, aber nicht den Geist von Gottes Wort.
Sein Problem waren ganz bestimmte Haltungen.

Jesus thematisiert diese Haltungen in Matthäus 23, wo er seine acht Wehe über die Pharisäer, deren eifrigster Saul war, ausspricht.

Der Herr warnt seine Zuhörer vor der Haltung, das eine zu sagen und etwas anderes zu tun. "Auf Moses Lehrstuhl haben sich die Schriftgelehrten und die Pharisäer gesetzt. Alles nun, was sie euch sagen, tut und haltet; aber handelt nicht nach ihren Werken! Denn sie sagen es und tun es nicht."
Jesus will, daß unsere Worte und unsere Taten übereinstimmen.

Zweitens kritisiert Jesus die Liebe zu Macht, Titeln und Positionen.
Er schlägt vor, sich stattdessen als Diener seiner Zeitgenossen zu sehen.
Was heißt das für uns?
Tatsache ist doch, in Unterhaltungen reden die meisten über sich und ihre Heldentaten. Manchmal übertreiben sie so offensichtlich, daß es rührend, komisch oder peinlich ist.
Bist du in Acapulco wirklich von der Klippe gesprungen?
Hat sich Bill Clinton wirklich mit dir unterhalten?
Weiß dein Chef, daß eigentlich du Chef bist?
Hast du letztes Jahr wirklich zu 7500 Leuten geredet? Oder waren es nicht doch Woche für Woche dieselben 150?
Der Herr sagt: Diese Bedüftigkeit ist problematisch.
Versuch's mal mit Dienen: Laß den andern sich wichtig fühlen. Laß ihn ausreden. Trumpfe nicht auf, krittle nicht herum. Bewundere ihn ein wenig.
Jesus würde sowas tun.
Lies mal Johannes 1.

Haltungen...

Sonntag, 19. Dezember 2010

Inspired

K.S. ist seit einem Jahr Christ und erlebt wunderbare Sachen mit Gott.

Sie hat letzte Woche mit Kundin A. über Jesus geredet und dabei offene Türen eingerannt. A. hat den Herrn in ihr Leben eingeladen und saß heute neben K. im Gottesdienst.

Von einer lange nicht gesehenen Freundin erzählte sie, die habe dieser Tage zu Gott gesagt, "Ich möchte gern näher zu dir, weiß aber nicht wie." K. hatte auf dem Herzen, sie nach langer Zeit mal anzurufen. Das tat sie und eins führte zum andern. "Dich schickt mir der Himmel," sagte die Freundin zu K. Heute treffen sie sich und reden.

Preis dem Herrn.

Wenn auch dir ständig jemand, den du lange nicht mehr gesehen hast, im Kopf herumspukt: Ruf ihn halt an. Vielleicht schickt auch dich der Himmel.

"Der Geist aber sprach zu Philippus: Tritt hinzu und schließe dich diesem Wagen an!
Philippus aber lief hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen und sprach: Verstehst du auch, was du liest?
Er aber sprach: Wie könnte ich denn, wenn nicht jemand mich anleitet? Und er bat den Philippus, daß er aufsteige und sich zu ihm setze."
Apostelgeschichte 8, 29-31.

Freitag, 17. Dezember 2010

Snow-Woe

Der Winter hat uns.
Die Liegefenster in meinem Büro sind so zugeschneit, daß hier ein mildes Schummerlicht herrscht. Draußen funkelt alles.
Herrlich.

Wenn man im Gelände unterwegs ist, sollte man jedoch einen Kompaß dabeihaben. Alles ist so gleichförmig unter der dicken Kristallpulverdecke, daß man nicht mehr weiß, befindet man sich nun auf dem Weg oder steht man auf der Wiese. Man muß sich dann an Landmarken wie Häusern oder Bäumen orientieren, um grob abzuschätzen, wo man ist.

So ähnlich ist es manchmal auch im Glaubensleben.
Die Welt wirbelt hin und wieder genug "Schnee" auf unseren Weg, daß wir kaum noch wissen, wo wir stehen. Unsere Landmarken sind dann die Erinnerung an die großen geistlichen Ereignisse in unserem Leben: unsere Bekehrung, Geistestaufe, dramatische Gebetserhörungen, usw. Die behalten wir im Blick.
Und wir haben einen Kompaß: Das Wort Gottes.
Die Bibel zeigt uns, wo's lang geht. Ihr müssen wir vertrauen, nach ihren Maßgaben handeln, wenn wir den Weg nicht mehr sehen. Dann verlaufen wir uns nicht.

"Und wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken abbiegt, werden deine Ohren ein Wort hinter dir her hören: Dies ist der Weg, den geht."
Jesaja 30, 21

"Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet."
Matthäus 7, 24-25

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Ganz innen

Der Tempel im Alten Testament umfaßte drei Teile: Den Vorhof, das Heiligtum und das Allerheiligste.

In den Vorhof durften so gut wie alle. Ins Heiligtum nur noch die Priester. Und ins Allerheiligste, dort wo die Bundeslade war, kam nur einmal im Jahr der Hohepriester.

Wir Menschen bestehen auch aus drei solchen Teilen. Die Privatsphäre wird von Teil zu Teil intensiver.
In unserem "Vorhof" begegnen wir anderen Leuten und interagieren mit ihnen, das können Kollegen, Verkäufer, Bekannte sein.

In unser "Heiligtum" darf nicht mehr jeder. Dorthin lassen wir nur Personen, denen wir vertrauen, wie Familienangehörige und Freunde. Im Heiligtum herrscht größere Offenheit als im Vorhof.

In unser "Allerheiligstes" herrscht totale Offenheit. Hier kommt allerdings außer Gott und uns selbst niemand hinein. Hier verwahren wir unsere tiefsten Geheimnisse, über die wir mit niemandem reden, nicht einmal mit unseren engsten Vertrauten. Hier wissen nur Gott und wir bescheid.

Wir Menschen verbannen einander in unsere Vorhöfe. Hier bitten, drohen, betteln, manipulieren, schmollen, überreden, belohnen wir den anderen und verändern so im besten Fall vorübergehend sein Verhalten.
Doch wir erreichen so das Herz des anderen nicht.
Um jemanden dauerhaft zu ändern müßten wir in dessen Allerheiligstes, wo die geheimen Schalter sitzen, und die umlegen. Das können wir jedoch nicht. Denn wir kommen, wie gesagt dort nicht hinein. Niemand kommt dort hinein--außer Gott.

Deshalb ist Gebet für den anderen--speziell unsere Feinde--die einzige Möglichkeit, das Herz des anderen zu erreichen. Gott spricht statt unser zu seinem Herzen.
Und ändert ihn.
Nicht unbedingt in unserem Sinne, aber in seinem. Und das ist viel wichtiger als daß wir unseren Willen beim andern bekommen.

"Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist!"
Matthäus 5, 44-45.

Dienstag, 14. Dezember 2010

The High Road

"In seinem Fleisch hat er die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, beseitigt, um die zwei--Frieden stiftend--in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat."
Epheser 2, 15-17

Ein typischer Paulus-Satz.
Er spricht hier davon, daß Juden und Heiden auf dieselbe Weise gerettet werden: Durchs Kreuz. Beide werden dann geistlich zu einem Leib, dem Leib Christi.
Er erklärt jedoch auch gleich nochmal, worin das Wunder des Christentums genau besteht.

Paulus spricht von der "Feindschaft, dem Gesetz der Gebote in Satzungen."
Gott gibt den Menschen gute und richtige Gebote. Die Menschen wollen die jedoch nicht halten.
Man hat eine Umfrage gemacht: Wenn zu 100%, über jeden Zweifel erhaben, nachweislich feststünde, daß die Bibel Gottes Wort ist, würden Sie sich dann daran halten?
Rund 90% der Befragten antworteten mit Nein.
Aus dieser Ablehnung Gottes, bzw. seines Wortes, entsteht Entfremdung zwischen Gott und Mensch bis hin zur Feindschaft.

Gott ist ja ein Vater.
Ein Vater hat Kinder und liebt sie. Deshalb stellt er Regeln für sie auf. Sinnvolle Regeln. Die Pubertiere aber halten sich nicht dran. Manchmal feiern sie Regelbruch und Disziplinlosigkeit vielleicht sogar. Sowas führt auch in menschlichen Familien zu Friktionen.

Wäre es nicht wunderbar, wenn die Mentalität und das Herz des Vaters in seine rebellischen Kinder verpflanzt werden könnten? Wenn sie plötzlich die Sinnhaftigkeit und Qualität seiner Regeln ebensogut erfassen würden wie er selber?
Wenn sie sie aufgrund ihres veränderten Herzens halten wollten? Wenn man gar keine Gebote mehr bräuchte, weil die Kinder an Übertretungen nicht interessiert sind, sondern am Guten. Zwischen Vater und Kindern würde Harmonie herrschen, Wünsche würden erfüllt, Privilegien verteilt. Die Kinder hätten Zugang zu allen Geheimnissen des Vaters, sowie zu seiner Macht. Sie müßten keine Strafe mehr fürchten, sondern könnten sich unbeschwert an seiner Gunst freuen.

Das gibt's!
Das Kreuz tötet die Feindschaft.
Durch den Glauben an Jesus verändert sich das menschliche Herz. Die Natur Gottes hält Einzug ins innerste Wesen des Glaubenden.
Dieses Wunder wurde schon im Alten Testament angekündigt:

"Ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben." Hesekiel 36, 26.

Wir können sein wir er. Jesus hat's möglich gemacht.

Montag, 13. Dezember 2010

Corina Schiek

An diesem Mittwoch um 19.30 Uhr spricht Corina Schiek aus Südafrika im CGZ. Corina arbeitet bei Popup-Kids in Pretoria. Sie wird uns Gottes Wort bringen und über ihre Missionarstätigkeit sprechen.

Samstag, 11. Dezember 2010

Sympathie

Wissenschaftler haben zahlreiche Studien unternommen, um herauszufinden, worin das Geheimnis der Sympathie liegt. Sie haben festgestellt, daß der Hauptgrund, warum wir jemanden mögen nicht die äußere Attraktivität, die Persönlichkeit oder der IQ dieser Person sind.

Der Hauptgrund, warum wir jemanden mögen ist: Weil der andere uns das Gefühl vermittelt, daß er uns mag.

Unser Sympathieempfinden ist in erster Linie eine Reaktion und hat nichts mit unserem Urteilsvermögen zu tun. Meine Güte! Wie demütigend für uns.

Wenn ich also von einer Person, die ich nicht leiden kann, höre, daß sie etwas Gutes über mich gesagt hat, ändert sich meine Meinung über diese Person ziemlich schnell.

Umgekehrt gilt dasselbe.
Wenn eine in jeder Hinsicht wunderbare Person uns (scheinbar) ablehnt, mögen wir sie nicht mehr. ("Stimmt, Jesus hat Tote auferweckt und Hungrige gespeist. Er hat Blinde sehend und Krüppel gehend gemacht. Aber er hat mich geschimpft, als ich mich über Maria von Bethanien aufgeregt habe, weil sie ihn mit diesem superteuren Öl gesalbt hat. Dabei hatte ich doch nur die Armen im Sinn. Jesus mag mich nicht. So toll ist er auch wieder nicht. Genaugenommen ist er überhaupt nicht toll. Ich denke, ich verrate ihn für 30 Silberlinge.")

Kein Wunder, daß der Herr sich so deutlich für die Sanftmut ausgesprochen hat.

"Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben."
Matthäus 5, 5

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Der WikiLeaker

Juni 2010 wurde von US-Präsident Obama zum "Schwul-lesbisch-transsexuellen-bisexuellen Stolz-Monat" ausgerufen. Obama dankte den solcherart geneigten Amerikanern für ihre "unschätzbaren Verdienste" um die Vereinigten Staaten.

Das Schicksal rächt nun mit grausamer Ironie.

Denn etwa zu der Zeit beging ein US-Soldat Verrat.
Nun sind Wikileaks und die illegale Veröffentlichung zigtausende geheimer Dokumente meist amerikanischer Provenienz im Internet in aller Munde.

Der Verräter, der Wikileaks mit Daten der US-Armee versorgte, war der in Wales aufgewachsene Obergefreite Bradley Manning, der sowohl die britische als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. (Außer ihm gibt es keine Verdächtigen und er hat praktisch gestanden). Dieser eine Mann hat das Leben unzähliger kooperativer Afghanen und anderer, deren Klarnamen aus den Geheimdokumenten ersichtlich sind, aufs Spiel gesetzt. Menschen sterben, weil dieser Mann Verrat begangen hat.
Bleibt die Frage, warum tat Bradley Manning das?
Die Presse bleibt eigenartig stumm und scheint desinteressiert an den Motiven dieses Schreibtischtäters.

Nun, was die Presse einfach nicht erwähnt, ist folgendes: Manning ist ein offen homosexueller Aktivist. Grund für seinen Verrat war seinen Äußerungen zufolge sein Haß auf die Armee und deren niedrige Toleranz für Schwule.
Als dann auch noch seine Beziehung zu einer Drag Queen, (einem Transvestiten), zerbrach, rastete Manning aus. Der Aktivist wurde aktiv.
Nun klebt das Blut unschuldiger Verratener an seinen Händen.

Aktivist Mannings "Verdienste" um die Kultur der USA sind in der Tat unbeschreiblich.
Any more Gay Pride Months planned, Mr Obama?

"Und er blickte hinab auf die Fläche von Sodom und Gomorra und auf die ganze Fläche des Landes in der Ebene, und er sah: und siehe, Rauch stieg vom Land auf, wie der Rauch eines Schmelzofens."
1 Mose 19, 28.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Flow

Es gibt einen inneren Zustand, den nennen Psychologen "Flow."

Flow passiert, wenn jemand völlig in eine anspruchsvolle Aufgabe versunken ist, die seine Fähigkeiten entspricht. Er erlebt dann Glücksgefühle, die er auf keine andere Weise bekommen kann. Insofern macht Arbeit glücklich.

Es heißt, auf dem Totenbett sage niemand, "Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit bei der Arbeit verbracht." Doch ich weiß von wenigstens einer Person, die das gedacht hat, als sie vor ihrem Herrn stand: Der faule Knecht, der sein Talent vergraben hatte. Er wurde ausgestoßen: "Den unnützen Knecht werft hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein." Dort dachte er dann, "Hätte ich doch mehr gearbeitet..."

Die anderen Knechte, die ihre Talente eingesetzt hatten, wurden belohnt. "Geh hinein in die Freude deines Herrn." (Matthäus 25, 21).

"Geh ein in die Freude deines Herrn!"
Hineingehen in einen Bereich, in dem sich der Herr ständig über uns freut...

Hier auf der Erde ist uns nicht ständig bewußt, daß unser Herr freudig auf uns blickt. Manche laborieren sogar unter dem Gefühl, seiner unwürdig zu sein, und denken, er sei sauer auf sie.
Manchmal ist er das sicher auch.
Doch wir gehören dann trotzdem noch zur Familie.
Er gibt uns bis zur Endabrechnung nicht auf.

Einzugehen in die Freude deines Herrn bedeutet, dir ständig seines Wohlgefallens bewußt zu sein. Diese Zeit wird kommen. Alles was du dafür tun mußt, ist, im Hier und Jetzt deine Fähigkeiten nicht zu vergraben, sondern zu entwickeln und dann sinnvolle Dinge zu tun.
Tu was! Mach was aus dir.
Erlebe Flow hier.
Und in der Ewigkeit Turboflow.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Aufwärts

"Der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht, heller und heller erstrahlt es bis zur Tageshöhe." Sprüche 4, 18

Wir hatten eine super Zeit auf der diesjährigen Weihnachtsfeier. Das Gute an solchen längeren Veranstaltungen ist ja, daß man mit mehreren Leuten mal ins Gespräch kommt.

D. etwa hat mir erzählt, daß er seit geraumer Zeit (nach zahllosen Jahren) keine Psychopharmaka mehr braucht und sich besser fühlt als je. Seinen großen Alkoholkonsum hat er eingeschränkt und seit einigen Tagen sogar gar nichts getrunken.
Preis dem Herrn.

Der Rest wird auch noch.

Samstag, 4. Dezember 2010

CD-Update

Jorge war heute den ganzen Tag im Studio, wohin er in den nächsten Wochen noch öfter zurückkehren wird. Applaus. Der Mann arbeitet ja außerdem noch Vollzeit.
Es wird, es wird.

Nun kostet so eine CD-Produktion ja immer auch eine ziemliche Stange Geld. Als wir das Projekt vor einigen Wochen losgetreten haben, war mir noch nicht ganz klar, wie wir es nun genau mit der Finanzierung machen. Der letztendliche Rechnungsbezahler, (ich), hatte jedoch ein klares Wort vom Herrn im Herzen, einen deutlichen Frieden. (Ich weiß noch genau den Ort, wo ich ihn nach Wochen im Gebet endlich empfing). Die CGZ-Lobpreis-CD ist sein Projekt, er will sie.
Wir legten los.

Nun geschahen einige erstaunliche Dinge.
Nachdem ich das Projekt an einem Sonntag vorgestellt und die konkrete Summe, die wir benötigen, genannt hatte, lagen unmittelbar darauf zwei Spendenumschläge mit Sonderopfern für die CD im Opfereimer. Gott hatte bereits zu zwei Personen über einen Beitrag gesprochen! Bevor ich das Projekt je öffentlich machte!
Es waren große Opfer, mehrere tausend Euro. 60% der veranschlagten Kosten waren durch sie nunmehr abgedeckt!
Wir waren platt.

Ich teilte das an einem weiteren Sonntag der Gemeinde mit und alle freuten sich. Nach dem Gottesdienst kam dann jemand auf mich zu und sagte, der Herr habe zu ihm gesprochen: Wir sollten einen Puffer von 20% einplanen.
Ich lächelte verlegen und dachte, 'Woher nehmen?'
"Außerden hat der Herr gesagt, ich soll drauflegen, was noch fehlt," fuhr der Herr fort.
Die Verlegenheit wich aus meinem Lächeln, denn der Mann ist mir als zuverlässig bekannt.

Nun, nach zwei Sonntagen, haben wir 123% der veranschlagten Kosten als Sonderopfer für die CD erhalten, (obwohl wir gar keine Sonderopfer eingesammelt haben). Geber waren insgesamt vier (!) an der Produktion völlig unbeteiligte Personen aus der Gemeinde. Keine von ihnen ist als "reich" bekannt.
Für mich ist das spektakulär. Und es macht mich dankbar.

Gott steht zu seinem Wort. Er ist treu.
Und er kann durch viele oder durch wenige retten.
Ihm sei alle Ehre.

Doch Triumphalismus ist fehl am Platz und wir beten bei allem offensichtlichen Segen weiter für das Endprodukt, daß der Herr die Arbeiter und die Geber segnet, und die CD so gut wird, wie sie nur werden kann.

Der Herr weiß zwar, was wir benötigen, er will aber, daß wir trotzden beten. Vor dem Vaterunser heißt es, "Euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln..." (Matthäus 6, 8-9).

Wir bleiben also weiter dran.

Freitag, 3. Dezember 2010

Von der Putzfrau zur leitenden Mitarbeiterin

Annette K., die uns neulich wieder mal besucht hat, hat mir einen auferbauenden Artikel geschrieben mit der Bitte, ihn zu veröffentlichen. Das tue ich hiermit.
Preis dem Herrn.

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Vor 5 Jahren kam ich im Christlichen Glaubenszentrum Schweinfurt durch Heilung einer Bulimie zum Glauben an Jesus. Die Heilung erfolgte sofort. Innerhalb der nächsten 2 Monate wurde ich dann von meiner Amphetamin-sucht befreit. Diese beruhte auf einem 15-jährigen Drogenkonsum mit ständigen Suchtverlagerungen. Begonnen mit dem Kiffen mit 15, ein halbes Jahr später auf Heroin. Mal 'ne Pause von 1 Jahr und dann auf Amphetamin.
Nach und nach erkannte ich dann auch, dass die Kifferei keinen Segen in meinem Leben bringt und stellte auch dieses ein.

Nach 3 Jahren im Glauben mit vielen Wundern, Segnungen, Hochs und Tiefs und immer mit Gott :) hatte ich eines Abends einen Eindruck.
Anfangs wusste ich nicht wie ich damit umgehen sollte. Als es aber auf einmal begann, sich hinter den Kulissen, ohne mein Zutun, zu fügen, wusste ich, ich muss jetzt eine Entscheidung treffen.
Ich sprach lediglich mit unserem Pastor Gert darüber und erhielt Zuspruch.

Somit begann ein echt abenteuerlicher Weg für mich und meinen damals 13-jährigen Sohn.
Es ging in eine andere Stadt. 400 km weg von zu Hause. Weg von meinem wohlbehüteten Umfeld, (was ich damals noch nicht wusste).

Ich bekam Unterstützung von einer Familie aus einer Gemeinde in der neuen Stadt. Wir kannten uns von einer Mutter-Kind-Kur aus früheren Tagen. Da kam ich mit meinem Sohn vorerst unter und konnte in Ruhe auf Wohnungssuche gehen.

2 Wochen bevor es los ging, eröffnete ich dann die Neuigkeit in meinem Bekanntenkreis und Hauskreis. Es war interessant zu beobachten, wie verschiede Christen und Nicht-Christen darauf reagierten. :) Ich bat um Hilfe beim Umzug und es war Wahnsinn. Unser Hauskreis stand.

Heute 1 ½ Jahre danach bin ich in dieser neuen Stadt an einem Punkt, an dem ich ohne Gott und ohne meinen damaligen Hauskreis nicht wäre. Es waren harte Zeiten seit der Ankunft hier. Ich habe sehr viel Kraft (auch im Glauben) aufbringen müssen. Verbunden mit sehr, sehr viel Heimweh aber immer mit der Gewissheit das es Gottes Weg für uns ist.
Ich kam als alleinerziehende Mutter mit lediglich einem Transporter mit den nötigen Möbeln.
Gott hat mich hier echt mit allem versorgt. Wohnung usw. Mit allem!!!!

Völlig drogenfrei, nie mehr das Bedürfnis mich zu übergeben, raus aus dem Harz IV in eine Leitende Position mit Firmenwagen. Mein Sohn von der Hauptschule auf eine Realschule und vieles, vieles mehr.

Es würde ins Unendliche führen diese Segnungen und Erfahrungen mit Gott hier aufzuzählen.

Worauf ich hinaus will:
Diese Zeit (seit meiner Bekehrung) wurde ich von einem Hauskreis des Christlichen Glaubenszentrums getragen, der so hammermäßig super Leute in sich trägt, dass man es nicht beschreiben kann. Als kiffender Babychrist da aufgenommen. Von ihnen betreut in Wort und Tat von Anfang an. Keiner, wirklich keiner dieser Menschen behandelte mich aufgrund meiner Vergangenheit anders.

Ohne deren Unterstützung im Glauben, ohne deren Beantwortung meiner vielen Fragen, ohne den Zuspruch und die Gebete, sowie den Taten dieser Menschen, würde ich heute im Glauben nicht da stehen wo ich jetzt stehe.
Erst als ich alleine hier in dieser neuen Stadt stand und auf Gemeindesuche gehen musste erkannte ich wie ich als Christ in den letzten 3 ½ Jahren gereift bin. Gereift durch die Unterrichtung im Glauben vom Christlichen Glaubenszentrum und dem dazugehörigen Hauskreis.

Da waren Situationen in dieser neuen Stadt in denen mein Glaube echt geprüft wurde und NUR weil ich gut vorbereitet war, konnte ich im Glauben stehen. Unter normalen Umständen hätte ich den Glauben hingeschmissen, aber alle diese Umstände waren nicht normal. -lach-
Das einstige Baby stand allein mit den Worten im Kopf, die mir mein damaliger Hauskreis mit auf den Weg gab:
„Sieh' Dir die Gemeinden an, geh' hinein, Du weißt alles und Du wirst wissen wann und wo Du richtig bist.“ So war es dann, aber glaubt mir..., ich sah viele Gemeinden. :)
Mittlerweile habe ich eine Gemeinde gefunden und ebenfalls einen Hauskreis gegründet.

Da wo ich jetzt bin, bin ich richtig. Ich danke Gott das er mir diesen Weg für mich geebnet hat. Ich danke Gott für das CGZ und ich danke Ihm für meinen Hauskreis. Ich bin bei Euch echt verwöhnt worden, aber für diese Erkenntnis musste ich erst von Euch weg gehen. :)
Ein großes Lob an unseren Pastor Gert.

Seid lieb gegrüßt und gesegnet

Annette

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Sergius sucht Gott

Sergius Paulus war Prokonsul. Er hat die Provinz Zypern für den Senat in Rom verwaltet. Dies bedeutet, daß er wohl der reichste und mächtigste Mann auf der Insel war.

Sergius war trotz seiner Macht und seines Reichtums ein verständiger Mann, der Gott suchte, aber noch nicht gefunden hatte. Die Rituale zu Ehren seiner heidnischen Götter gaben ihm nichts, er suchte nach echten geistlichen Erfahrungen. So kam es, daß er einen jüdischen Esoterikspezialisten, (einen Zauberer), namens Elymas am Hof aufnahm.
Doch auch dessen spektakulärer Hokus war nicht in der Lage, seinen geistlichen Hunger zu stillen.

Da hört er, daß Barnabas und Paulus ein echtes Wort von Gott verkündigen würden. Sergius begehrt nicht, interessante neue Leute kennenzulernen, sondern er rief die Apostel herbei, weil er "begehrte, das Wort Gottes zu hören." (Apostelgeschichte 13, 7). Es ging ihm wirklich um Gotteserkenntnis.

"Elymas aber, der Magier, widerstand ihnen und suchte den Prokonsul vom Glauben abwendig zu machen."

Das ist das Dilemma, um das kein Suchender herumkommt: In seiner Umgebung wird es immer wieder Leute geben, die ihm das Evangelium madig machen wollen. Wohlmeinende Ehepartner, besorgte Eltern, verständnislose Freunde, auf ihren Ruf bedachte Kollegen, um ihre Position bangende Zauberer...
Die Seelen der Menschen stehen zwischen zwei Mächten.
Sergius wird zwischen Paulus und Elymas hin- und hergerissen.
Wie einst Ahab zwischen dem Einfluß seiner gottlosen Frau Isebel und dem des Propheten Elia schwankte.
Herodes hörte in einem Moment auf Johannes den Täufer, im nächsten auf Herodias, die ehebrecherische Frau seines Bruders.
Pilatus stand zwischen Jesus und der keifenden Meute, die seine Kreuzigung wollte.

Da Sergius ein echter Gottsucher war, half Gott ihm bei der Entscheidungsfindung: Paulus, erfüllt mit Heiligem Geist, bedroht Elymas und sagt, "O du, voll aller List und aller Bosheit, Sohn des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit! Willst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren? Und jetzt siehe, die Hand des Herrn ist auf dir! Und du wirst blind sein und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen."

Augenblicklich fiel Finsternis auf den Schurken und er tappte blind umher. "Als der Prokonsul sah, was geschehen war, glaubte er, erstaunt über die Lehre des Herrn."

Ein Wunder kann einen Skeptiker nicht bekehren. Die Bereitschaft zu glauben muß schon vorher da sein. Dann kommt Gott und erweist sich.
Echten Gottsuchern kommt er entgegen.