Freitag, 30. Mai 2014

Das mit den Guten Werken

"Ich will, daß du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen. Dies ist gut und nützlich für die Menschen."
Titus 3, 8

Jeder weiß, dass Christen gute Werke tun sollen. Nicht zuletzt der obige Vers bringt dies zum Ausdruck.
Doch wenn wir an gute Werke denken, dann denken wir in erster Linie an soziale Werke. Wir stellen uns vor es ist Winter und wir stehen an einer Gulaschkanone. Vor uns steht eine lange Schlange von hungrigen Armen mit Blechnäpfen in den Händen, in die wir mit einer großen Schöpfkelle Gulasch aus der Kanone verteilen.
Wer solcher Weise gute Taten tut, der fühlt sich gut. Soziale Dienste sind jedoch auch ein wenig mühsam und man kann sie nicht tagtäglich tun, es sei denn man arbeitet für ein mildtätiges Werk. Das aber tun natürlich die wenigsten.

Doch im griechischen Urtext der Bibel gibt es zwei Worte für „gut“. Das eine Wort meint in der Tat soziale Werke, das andere aber meint von der Qualität her gute Werke.
In den meisten Fällen wo von guten Werken die Rede ist, steht das Wort für die von der Qualität her guten Werken. Wir können also gute Werke tun, in dem wir ganz einfach gute Arbeit leisten.
Ich bilde mir ein, das kann jeder.

Paulus verleiht diesem Gedanken folgendermaßen Ausdruck:
"Ihr Sklaven, gehorcht in allem euren irdischen Herren, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn fürchtend! Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr wißt, daß ihr vom Herrn als Vergeltung das Erbe empfangen werdet; ihr dient dem Herrn Christus."
Kolosser 3, 22-24.


Wer arbeitet, arbeitet nicht für seinen Chef, sondern für den Herrn! Und er wird vom Herrn für gute Arbeit ("gute Werke") belohnt. Klingt doch prima.

Dienstag, 27. Mai 2014

Buße? Was ist das?

"Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. Bringt nun der Buße würdige Frucht."
Matthäus 3, 2+8

Das Wort Buße wird vielfach missverstanden. Man denkt an Sacktuch und Asche, an emotionale Zerknirschtheit und hängende Mundwinkel.
Dabei hat Buße mit Emotionen gar nicht so viel zu tun.
Zunächst: Das Wort kommt im Alten Testament überhaupt nicht vor. Statt von Buße ist dort von Umkehr die Rede. Wenn man sich verrannt hat, ist es gut, umzukehren. Israel verrannte sich öfter mal und wurde dann zur Umkehr gerufen.

Der erste, der in der Bibel das Wort Buße im Mund führt, ist Johannes der Täufer. Er predigte in der Tradition der alten Propheten. Umkehr und Buße sind also eng miteinander verwandt.
Jesus griff die Predigt von Johannes auf und predigte ebenfalls über Buße.
Petrus und Paulus auch.
In Hebräer 6, 1 wird die Buße von den toten Werken als erste der Anfangslehren über Christus erwähnt. Wir müssen also unbedingt wissen, was Buße überhaupt ist.

Das Wort für Buße im griechischen Urtext lautet metanoia.
Meta bedeutet mit und noia bezieht sich auf nous, das Denken, den Verstand, die Gesinnung.
Eine Person die Buße tut, schaltet sozusagen ihren Verstand ein. Sie kommt zu sich. Sie ändert ihr Denken und damit ihr Handeln.

Eine Buße, die keinen Einfluss auf das Verhalten einer Person hat, ist keine Buße sondern eine scheinreligiöse Übung. Da kann der Betreffende noch so zerknirscht sein.

Apropos Zerknirschung:
Judas war zerknirscht. Es reute ihn, dass er Jesus verraten hatte. (Matthäus 27, 3). Er versuchte, die Situation wieder hinzubiegen. Als dies nicht klappte, ging er hin und erhängte sich vor lauter Zerknirschung.
Doch an Gott hat er sich nicht gewendet.
Dass Judas den Verrat bereute, hebt ihn über seine Geldgier hinaus und macht ihn sogar ein Stück weit sympathisch. Wir verstehen, dass Jesus etwas in ihm gesehen hatte, so dass er ihn zum Apostel machte. Doch schade, dass Judas das mit der Auferstehung nicht verstanden hatte. Statt seine Hoffnung auf den gnädigen Gott zu setzen, verleitete ihn sein Unglaube zu einer katastrophalen Kurzschlusshandlung.
Reue, im Urtext metameleia, ("mit Gefühl"), ist nicht dasselbe wie Buße, metanoia, ("mit Verstand"). Buße ist besser als Reue.

Eine Person, die Buße tut, verändert ihr Handeln nachhaltig.
Insofern kann man auf vielen Gebieten Buße tun. Je nachdem, wo's nötig ist.
Ein Schlaffi, der seine Tage am Schreibtisch verbringt, schaut eines Morgens in den Spiegel. Er hebt seinen Arm und spannt den Bizeps an. Doch statt nun auf eine stattliche Wölbung nach oben zu blicken, sieht er stattdessen, dass sein Trizeps am Oberarm hängt und schlackert wie eine Hängematte. Es sieht furchtbar aus.
Er fühlt sich noch zu jung um sich selber dem Verfall preiszugeben.
Verzweifelt beschließt er, etwas zu ändern.
Was tun?
Nach einer Minute intensiven Nachdenkens kommt ihm der erlösende Gedanke: Fitneßstudio!
Von nun an trabt er treu und brav zweimal die Woche zum Sport. Bald geht es bergauf mit seiner körperlichen Konstitution und er fährt wieder auf wie ein Adler.

Diese Person hat auch Buße getan.

Freitag, 23. Mai 2014

Bulletproof



"Mein Sohn, auf meine Worte achte, meinen Reden neige dein Ohr zu. Laß sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens! Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch."
Sprüche 4, 20-22

Ich habe Verwandte im amerikanischen Bundesstaat Ohio. Deswegen hat mich eine Meldung von dort besonders fasziniert.
Was ist passiert?
In der Stadt Dayton wurde im Februar ein Busfahrer namens Rickey Wagoner, 49, von drei Kugeln getroffen als er gerade am Motor seines Fahrzeugs arbeitete. Er überlebte den Anschlag.
Die Polizei nimmt an, dass es sich bei dem Vorfall um die Einstiegsmutprobe eines neuen Mitglieds einer Gang handelte und dass Mr. Wagoner zufällig ausgewählt worden war.
Ein mit der Sache befasster Polizist sagte der lokalen Zeitung, dass der Busfahrer "eigentlich nicht mehr hier sein sollte" und dass er den Angriff nur deswegen überlebt habe, weil ein Buch namens "The Message", das sich in Wagoners Hemdtasche befand,  zwei der Kugeln blockiert hatte.
"The Message" ist eine Übersetzung der Bibel in modernem Englisch.

Man stelle sich vor, der Mann hätte seine Bibel nicht dabei gehabt!
Die obigen Verse aus den Sprüchen bekommen so eine ganz neue Bedeutung.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Gefühle beherrschen--dich. Oder du sie

"Nichtigkeit der Nichtigkeiten! spricht der Prediger. Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist Nichtigkeit. Zum Lachen sprach ich: Unsinnig ist es! - und zur Freude: Was schafft die?"
Prediger 1, 2 + 2, 2

Salomo, König in Jerusalem, seines Zeichens reichster und weisester Mensch der Welt, schob Frust. Trotz seiner Macht, seines Ansehens, seiner vielen Mittel und seiner schönen Frauen war er unzufrieden und übelgelaunt bis zur Depression.
Denn es stimmt ja nicht, dass alles Nichtigkeit ist.
Salomo selbst sagt an anderer Stelle, "Bei jeder Mühe ist Gewinn." (Sprüche 14, 23).
Wie kam es dazu, dass dieser hoffnungsvolle, von Gott im Übermaß gesegnete König zu einem solchen Ausbund der Hoffnungslosigkeit wurde?
Nun, er erlaubte seinem Denken in die falschen Bahnen zu gleiten. Denn unsere Gedanken zeichnen verantwortlich für unsere Gefühle. Die richtigen Gedanken, sorgfältig gedacht, führen zu den gewünschten Gefühlen.

Dein Glück beruht viel mehr auf der richtigen Grundhaltung als auf perfekten äußeren Umständen. Denn du kannst schön, reich und berühmt sein und trotzdem unglücklich. Und du kannst vom Materiellen her unteres Mittelmaß sein und trotzdem glücklich.

Gedanken bewirken Gefühle.

Ich habe irgendwo gelesen dass die Hälfte aller Bücher, die in den Vereinigten Staaten veröffentlicht werden, Romanzen sind.
Warum ist das so?
Wer je von einer Geschichte gefangen genommen wurde, der weiß um die Tatsache des fiktiven Tagtraums. Man taucht vorübergehend ein in eine andere Welt. Geschichten vermitteln Emotionen. Offenbar gibt es eine überwältigende Menge von Leserinnen, die gern romantische Gefühle haben. Sie führen sich diese Gefühle zu, in dem sie Gedanken aufnehmen, die zu diesen Gefühlen führen. So einfach ist das.

Wenn du dich hoffnungsfroh fühlen willst, dann musst du Gedanken der Hoffnung denken. Keinesfalls darfst du deine Gedanken auf Autopilot einfach laufen lassen. Denn der auf dieser Welt vorherrschende Grundton ist negativ und zieht dich nach unten. Du musst absichtlich dir dienliche Gedanken denken.

Sag mir, was du heute denkst und ich sage dir, was du morgen fühlst.

Sag der Traurigkeit ade, indem du dir bewusst machst, was dir von Gott alles geschenkt ist:

"Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns? Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?" (Römer 8, 31-32).

Dienstag, 20. Mai 2014

Vollmächtige Kinder Gottes

"Ich sage aber: solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Sklaven, obwohl er Herr über alles ist."
Galater 4, 1

Es wäre doch bedauerlich, unvorstellbare Reichtümer geerbt zu haben, aber auf diese nicht zugreifen zu können.
Und doch geht es vielen Christen so.
Sie sind Kinder Gottes. Alles ist ihnen geschenkt. Sie sind Miterben des Christus. Doch ansehen tut man ihnen das nicht. Sie wirken mehr wie Sklaven denn wie befreite Kinder.

Vollmächtige Kinder Gottes werden wir, wenn wir uns auf einen Reifeprozess einlassen. Gott möchte, dass wir Jesus ähnlicher werden und Glauben lernen. Auf diese Weise gewinnen wir Stück für Stück das durch den Sündenfall verlorene Ebenbild Gottes zurück.

Was tun?

Veränderung kommt in erster Linie durch das Wort Gottes, die Bibel.
Damit diese ihre Wirksamkeit entfalten kann, sind drei Dinge nötig:

1. Wir müssen die Bibel als Wort Gottes anerkennen, auch wenn wir nicht alles was drinsteht auf Anhieb verstehen.

Wir betrachten die Menschen der Bibel die Bibel?
Paulus sagt im 2. Timotheus 3, 16: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet."

Und Jesus sagt in Johannes 10, 35: "Die Schrift kann nicht aufgelöst werden." Damit meinte er das niedergeschriebene Wort Gottes seiner Zeit, das Alte Testament.

Der erste Schritt ist: Sag ja zu diesem Buch und seiner Botschaft.

2. Wir müssen das Wort Gottes verinnerlichen indem wir es lesen, studieren und darüber nachdenken.

Gott trug Josua einst auf: "Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben."

Das Wort zu lesen muss uns zur täglichen Gewohnheit werden. Jesus spricht von den wunderbaren Auswirkungen, das dies hat: "Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger. Und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." (Johannes 8, 31).
Die Wahrheit macht frei!
Da kann man sich dann sämtliche Befreiungssitzungen beim Therapeuten sparen.

3. Wir müssen das Wort anwenden.

Hören allein genügt nicht. Jakobus, der Halbbruder Jesu und Pastor der Gemeinde in Jerusalem, sagt: "Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen! Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein." (Jakobus 1, 22+25).

Jesus sagt sogar: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist." (Matthäus 7, 21).

Wer dies beherzigt, wächst langsam aber sicher aus seinem Zustand der Unmündigkeit heraus und wird zum einen vollmächtigen Kind Gottes, dessen Gebete erhört werden.
Was heute noch unmöglich ist, ist morgen keine Herausforderung mehr!
Wenn du wächst.

Montag, 19. Mai 2014

Unternehmerische Herausforderungen?

"Du sollst an den HERRN, deinen Gott, denken, daß er es ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen, damit er seinen Bund aufrechterhält, den er deinen Vätern geschworen hat."
5. Mose 8, 18

"Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon."
Matthäus 6, 24

Die wirtschaftliche Situation auf der Welt und in unserem Land ändert sich ständig. Die Globalisierung sorgt dafür, dass in armen Ländern Millionen von Menschen erstmals die Chance bekommen, ihre Arbeitskraft und ihre Güter weltweit anzubieten. Der weltumspannende Handel holt sie aus der Armut und macht gleichzeitig Waren und Dienstleistungen rund um den Globus billiger.

Das Internet ist dabei, die Art und Weise wie Geschäfte gemacht werden, zu revolutionieren. Denn wieso sollte ich mir eine Jeans, die in Deutschland 79 € kostet, in den Vereinigten Staaten aber nur 29 €, (dasselbe Modell aus derselben Fabrik!), hier kaufen und nicht aus den USA schicken lassen? (Oder gleich aus Bangladesch?)

Chancen, aber auch Herausforderungen sind groß. Neue Firmen entstehen, alte gehen pleite. Der Wirtschaftsphilosoph Josef Schumpeter sprach in diesem Zusammenhang mit dem Phänomen der schöpferischen Zerstörung.
Der Druck der Veränderung macht auch vielen Christen, die Ladenbesitzer oder Unternehmer sind, zu schaffen. Zu schimpfen und Bestandsschutz samt Preisgarantien zu erwarten, wäre falsch. Wettbewerb ist durchaus gottgewollt, denn den wirtschaftlichen Gesetzen, die Gott in die Welt gelegt hat, kann man nicht dauerhaft widerstehen. (Oder will ernsthaft jemand die paradiesischen Zustände in der DDR oder der von Präsident Putin so vermissten UdSSR zurück?) Man muss sich mit den ständig spielenden Kräften des Marktes arrangieren.
Das kann zunächst schmerzhaft sein.
Denn niemand mag Veränderungen. Wir haben's gern berechenbar. Wir lieben Gewissheiten. Doch selbst 1000 Versicherungspolicen schützen nicht wirklich vor den Eventualitäten des Lebens.
Pleite zu gehen und etwas Neues anzufangen ist außerdem kein Beinbruch.
Es ist noch nicht einmal ein Zeichen von Misserfolg.
Erfolgreiche Unternehmer brauchen oft drei, vier, fünf Anläufe, bevor es richtig rundläuft.

Falls du dich als Unternehmer in der Krise befindest: Der Herr hat dir die Fähigkeit gegeben, Vermögen zu schaffen. Diese Fähigkeit nimmt er dir im Moment der Krise nicht einfach weg. Sie ist weiterhin da. Im Zwiegespräch mit ihm wirst du neue Chancen und Möglichkeiten erkennen, wenn du nicht darauf pochst, beim Alten zu bleiben.

Wenn es dann wieder gut läuft, dann vergiss Gott nicht wieder! Beteilige ihn an deinem Gewinn, indem du sein Reich finanziell unterstützt. Gott macht dich nämlich nicht deswegen wohlhabend, damit du dir jedes Jahr ein neues Auto kaufen kannst, um seine Nachbarn zu beeindrucken, sondern weil er seinen Bund mit dir aufrechterhält.
In einem Bund herrscht ein Geben und Nehmen. Es ist nicht so, dass einer immer nur gibt und der andere immer nur empfängt. Tu deshalb deinen Teil, nachdem Gott den seinen getan hat.
Diene Gott, nicht dem Mammon.

Überhaupt ist es so: Gott existiert nicht, damit er deine Gebete erhört. Vielmehr existierst du, um hier unten auf der Erde seinen Willen zu tun. Es ist ungemein entspannend, wenn du erst einmal erkannt hast, dass nicht alles an dir hängt, sondern du nur mit Gottes Plan kooperieren musst:

"Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen." (Epheser 2, 10). 

Es gibt für dich keine Unabhängigkeit von Gott.

Freitag, 16. Mai 2014

Woe is me?

"Und ihr werdet wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient."
Maleachi 3, 18

Gott behandelt nicht alle Menschen gleich.
Ich sage das, weil so manchen Christen mulmig wird, wenn sie sich beispielsweise die vielerorts grassierende Gottlosigkeit, die Verschuldungslage europäischer Staaten, den Aberwitz mancher Regierungsentscheidungen oder die politisch-mediale Begeisterung für unnatürliche Laster vergegenwärtigen. Uralte Begriffe und Werte werden dreist umdefiniert.
Die Welt scheint kopfzustehen.
Manche werden ob der Schlechtigkeit der Welt schier depressiv. Sie haben im Hinterkopf, was Paulus zu einer solchen Gesellschaft sagt: "Denn dies sollt ihr wissen und erkennen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger, (er ist ein Götzendiener), ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes. Niemand verführe euch mit leeren Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.
Seid also nicht ihre Mitteilhaber." (Epheser 5, 5-7).

Wer will schon, dass der Zorn Gottes über ihn kommt?

Die gute Nachricht ist: Wer nicht mitmacht, geht auch nicht mit unter.
Selbst wenn existenzielle Schwierigkeiten über eine Gesellschaft hereinbrechen, heißt das nicht automatisch, dass auch unsere Existenz bedroht ist.
Für die, die mit Gott gehen, gelten andere Regeln.
In 1. Mose 26 bricht eine Hungersnot in Kanaan aus. Isaak geht daraufhin ins Land der Philister. Er erfährt dort den Schutz des Königs Abimelech und in Vers 12 heißt es gar, "Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache, so segnete ihn der HERR."
Während die Kanaaniter hungerten, gewann Isaak das Hundertfache seines investierten Gutes.
Nicht weil er so brillant war, sondern wegen des Segens Gottes.

Wenn du zu Jesus gehörst, bist auch du der Gesegnete des Herrn.
Also hab dich nicht so.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Gemeindebau in Gujarat

"Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan."
Matthäus 25, 40

Wir als CGZ haben uns vor einiger Zeit mit einer kleinen fünfstelligen Summe an den Kosten für den Bau eines Gebäudes für eine Gemeinde in Indien beteiligt. Nun hat Stephan S. mir einige Bilder geschickt, die das Werden dieses Gebäudes dokumentieren. Da wir alle hier mittels unserer Finanzen mitbauen, habe ich mir gedacht, ich lad mal ein paar von diesen Bildern hoch.
Jeevan C., sozusagen unser Mann vor Ort, schreibt dazu folgendes:

"I have attached photos of the Gujarat church construction that is going on...these photos were taken about 1.5 months ago by John Abraham...some of the people you see are church members themselves...As I said in the Activity Report, many of them are volunteering and some of them are actually involved in the construction work itself!!"

Er sagt, dass der Bau voranschreitet, die Bilder schon wieder anderthalb Monate alt sind, und dass manche der Arbeiter Gemeindemitglieder sind.

Hier sind die Bilder:
Sieht doch gut aus. Preis dem Herrn.




















Montag, 12. Mai 2014

Von der Notwendigkeit, im Glauben zu leben

"Wozu bringt uns der HERR in dieses Land?"
4. Mose 14, 3

Als ich neulich in Israel war und mich ein wenig umgeblickt habe, dachte ich an David, der sagt, „Der Herr ist mein Hirte, er weidet mich auf grünen Auen.“ (Psalm 23).
Dann fragte ich mich: Wo ist hier die grüne Aue?
Denn das Land ist steinig.
Natürlich gibt es auch herrliche, fantastische, wunderschöne, grüne Landstriche. Vor allem am Meer, in einigen Tälern und gelegentlich auch am Jordan. Doch ein gewaltiger Teil des Landes Israel besteht aus Steinen, Steinen, Steinen. Aus hohen Bergen und tiefen Tälern. Ich stand auf den kahlen Bergen Samarias und blickte nach Norden, Süden, Osten, Westen und sah nichts als Steine.
Jerusalem liegt in steiniger Landschaft am Rand der Wüste und verfügt über genau eine Quelle. Ein einziges kleines Quellchen für eine ganze Stadt!
Und das sollte das gelobte Land sein?
Da durchfuhr mich eine Erkenntnis wie ein Blitz.
Natürlich war das Land gut—aber nur wenn man mit dem Herrn darin wohnte.

Man ist in diesem Land vollständig auf den Segen Gottes angewiesen. Wenn er nämlich kein Wasser gibt, dann wächst dort nichts und man verhungert. Dann „speit“ einen das Land aus und man muss wegziehen. Entsprechend erzählt die Bibel von zahllosen Hungersnöten, die immer dann kamen, wenn sich das Volk von Gott abgewandt hatte. Folgte Israel dem Herrn, dann regnete es und es rauschten die Bäche. Dann gab es fette Ernten.
Israel sah sich in diesem Land gezwungen, im Glauben zu leben.
Es musste.

In Ägypten war das anders gewesen. Dort mussten sie nicht auf Gott vertrauen, denn sie hatten den Nil. Über den Bergen des inneren Afrika regnete es immer genug, so dass der Fluss ständig Wasser führte. Der ließ wachsen, was man pflanzte.

Uns in Mitteleuropa geht es übrigens ähnlich wie den Ägyptern. Bei uns fällt ständig Wasser vom Himmel. Das Gras ist immer grün. Der Boden ist überaus fruchtbar. Man spuckt irgendwohin und es beginnt zu sprießen. Hier wächst alles. Wer braucht hier Gott?

Israel hat keinen Nil. (Der Jordan ist ein Witz im Vergleich zum Nil).
Doch Israel hatte Gott.
So, wie sich die Wüste in einen angenehmen Ort verwandelt hatte, als Israel dort mit Gott unterwegs war, (wir denken an die göttlichen Klimaanlage namens Wolken/Feuersäule, an das Wasser aus dem Felsen und an das Manna), so würde sich auch Kanaan als ein gesegnetes Land erweisen.
Aber nur, wenn Israel mit Gott gehen würde.

Wie blickst du auf die Welt?
Siehst du nur die Steine? Kommt dir das Gelobte Land wie ein zynischer Witz vor?
Oder blickst du die Steine an mit den Augen des Glaubens? Denn wenn Gott sagt, dass dieses Land ein Land von Milch und Honig ist, dann ist es das!
Gott sagt es.
Ich glaube es.
Damit hat sich die Sache.
So hat das damals für die alten Israeliten funktioniert, so ist es für uns heute.

Gott wird auch dein steiniges Land in eine dampfende grüne Weide verwandeln, wenn du mit ihm gehst und im Glauben wandelst, statt ihm Vorwürfe zu machen.

„Fürchte dich nicht, glaube nur!“ (Markus 5, 36).

Mittwoch, 7. Mai 2014

Taufe im Jordan bei Kasr El-Yahud

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Matthäus 28, 19

Neulich hatte ich das Vorrecht, eine Reihe von (nicht im Glauben getauften) Christen bei Kasr El-Yahud im Jordan zu taufen. Auch wenn das Wasser eine schlammbraune Brühe war: Der Ort war schön hergerichtet, so daß man dort sitzen und ein wenig predigen konnte, bevor man ins Wasser ging.
Wenn man das Wasser nennen konnte. 
Denn wenn man einen Täufling untertauchte, dann verschwand der als hätte man ihn beerdigt, kaum daß er die Oberfläche nach unten durchbrach. Was ja auch irgendwie wieder passend ist, ist doch eine Taufe eine symbolische Beerdigung und Auferstehung.

Ich unterhielt mich an einem Abend davor mit einem 85 Jahre alten bibelkundigen Juden, der mich über die Besonderheit des Ortes aufklärte.
Dort taufte Johannes der Täufer Jesus.
Dort im Wasser kam der Heilige Geist auf den Herrn.
Dort tauften später auch die Jünger Jesu im Beisein des Meisters.

Viele Jahre zuvor überquerte Josua mit dem Volk den Jordan an dieser Stelle, als sie aus der Wüste kamen. Damals war Hochwasser. Doch das Wasser staute sich, bzw. floß ab, sobald die Priester mit der Bundeslade ins Wasser traten. Israel marschierte trockenen Fußes durch den Jordan.
Später verließ der Prophet Elia das Land dort in Richtung Moab, indem er mit seinem Mantel auf den Fluß schlug, woraufhin der sich teilte.
Er hatte seinen Schüler Elisa dabei, der den Jordan kurz darauf auf die gleiche Weise teilte und nach Israel zurückkehrte.

Von dort aus ging Jesus in die Wüste, um versucht zu werden. (Die Wüste Juda beginnt praktisch gleich hinter dem Ufer).

Viele wurden dort schon getauft. 
Nun auch Christen aus unserer Mitte. (Keiner ist untergegangen und davongeschwommen. Wir haben alle wieder rausgeholt).

An dieser Stelle nochmal Dank an Pastor Rüdiger V. aus Ingolstadt, der hier mit mir zusammengearbeitet hat.

Montag, 5. Mai 2014

Die Steine Jerusalems



"Sagt mir, die ihr unter Gesetz sein wollt, hört ihr das Gesetz nicht?
Denn es steht geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien. Aber der von der Magd war nach dem Fleisch geboren, der von der Freien jedoch durch die Verheißung. Dies hat einen bildlichen Sinn; denn diese Frauen bedeuten zwei Bündnisse: eines vom Berg Sinai, das in die Sklaverei hinein gebiert, das ist Hagar. Denn Hagar ist der Berg Sinai in Arabien, entspricht aber dem jetzigen Jerusalem, denn es ist mit seinen Kindern in Sklaverei.
Das Jerusalem droben aber ist frei, das ist unsere Mutter."

Galater 4, 21-26

Ich war neulich einige Tage in Jerusalem. Was einem dort sofort ins Auge springt, ist der weiße Stein, aus dem alles erbaut, bzw. verkleidet ist. Es handelt sich um eine örtliche Besonderheit. Denn diesen dichten, harten Kalkstein gibt es nur dort.
Sieht schön aus.
Israel ist überhaupt ein steiniges Land. Steine, überall. Große, kleine, dicke, dünne. Steine auf dem Berg, Steine im Tal. Bei Jerusalem bin ich jedoch ins Nachdenken geraten. Vor allem wegen Galater 4, 21-26. Denn dort spricht Paulus von Jerusalem, dass es den Berg Sinai symbolisiert.
Der ist ja ein einziger großer Fels.
Dort hat Mose zwei Steintafeln in Empfang genommen. Auf denen standen die 10 Gebote. Diese Gebote sind unabänderbar, eben in Stein gemeißelt.
Steine sprechen von Geboten.
Zur Beschneidung benutzte Israel später steinerne Beschneidungsmesser. Auch dies ein Hinweis auf die Gebote. (Im übertragenen Sinn beschneiden die Gebote ja das Herz).
Vom Tempel in Jerusalem ist heute nur noch eine Stützmauer über, die wir gewöhnlich die Klagemauer nennen. Ich stand dort an einem Freitagabend, just als der Sabbat begann, unter vielen schwarzgekleideten Juden und betete mit ihnen. Direkt vor der Mauer. Riesige, schwere Steine, die mich eine riesige, schwere Gebote erinnerten.
Paulus sagt, dass der Bund vom Sinai in die Sklaverei hineingeboren hat.
Welche Sklaverei?
Die Sklaverei der Gebote. Es gibt im Judentum mehr als 600 Gebote und mehr als 300 Verbote. Die jeden Tag ständig zu halten, ist mühselig. Man dreht sich praktisch nur noch um sich und die Regelerfüllung. So darf man am Sabbat nur soundsoviele Schritte gehen, kein Feuer machen, kein Essen machen, keine Last tragen, und sei sie noch so klein; man muss sich mit einer bestimmten Menge Wassers die Hände waschen um rein zu sein, usw.

Paulus spricht jedoch noch von einem anderen Jerusalem: unserer Mutter: dem Jerusalem oben.
Dieses symbolisiert den neuen Bund im Blut Christi.

Der Teufel hat Jesus einst versucht, Steine in Brot zu verwandeln, (im übertragenen Sinn Gebote in etwas Lebensspendendes zu verwandeln).
Jesus hat sich geweigert. Denn Gebotehalten führt nicht zum Leben. Es macht das zwischenmenschliche Miteinander angenehmer, doch aus Geboten entspringt kein ewiges Leben.
Jesus sagte, „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“

Das Wort Gottes zu hören und zu glauben macht lebendig:
„Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ (Habakuk 2, 4; Römer 1, 17; Galater 3, 11).

Freitag, 2. Mai 2014

Online-Predigt diese Woche

"Hallo liebes CGZ-Team,

falls es eine neue Predigt nach der Osterpredigt gibt, würde sich die Online-Gemeinde bestimmt riesig über diese freuen, wenn ihr sie online stellt :-)
Vielen Dank für euren wertvollen Dienst
Gottes Segen aus Herzogenaurach
TS"

Hallo TS,
aus Gründen der Abwesenheit kommt diese Woche die neue Predigt leider verspätet ins Internet. Sie sollte aber heute abend noch online gehen.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Was für eine Woche!

Bin zurück.
Habe die letzte Woche mit einer Gruppe von mehr als 30 Leuten aus dem CGZ im Heiligen Land verbracht und sehr (!) viele Eindrücke mitgenommen.
Vom biblischen Samaria ins bayerische Schweinfurt, vom Garizim nach Geldersheim--in wenigen Stunden. War super!

Wir wandelten auf der Via Dolorosa und beteten an der Klagemauer--am Sabbat!
Wir haben am Gartengrab in idyllischer Umgebung Abendmahl gefeiert.

Wir haben an der Taufstelle Jesu am Jordan einen Taufgottesdienst gemacht.
(Dort überquerte auch einst Josua mit dem Volk den Fluß--und später Elia, als er mit dem Mantel aufs Wasser schlug--und Elisa, als er kurz darauf dasselbe tat. Der Nachfolger Elias im Geist, Johannes der Täufer, wirkte hier. Von hier aus ging Jesus nach Südwesten in die Wüste Juda...)

Wir standen in der Synagoge von Kapernaum, wo Jesus seinen Dienst begann, (Markus 1).
Ich predigte in den Ruinen von Chorazin über Matthäus 10. (Dort spricht Jesus unter anderem ein Wehe über die Städte aus, die seinen Dienst sahen, ihn aber ablehnten. Er prophezeite ihren Untergang, der wenige Jahre später prompt eintraf).

Wir fuhren im Boot auf dem See Genezareth.

Ich sprach (wie auch Jesus) in Cäsarea Philippi über Petrus den Stein und den Felsen auf den die Gemeinde gebaut ist, (die Offenbarung, daß Jesus der Christus ist, Matthäus 16).

Wir blickten im Golan von einer verlassenen Gefechtsstation aus nach Syrien.

In den Bergen Samarias besuchten wir in Schilo den exakten Ort, wo die Stiftshütte 369 Jahre lang stand. Archäologen fanden ihn.
Dort lagerte Josua und sandte Kundschafter aus.
Dort verteilte Josua ihnen das Land.
Dort am Eingang betete Hanna um ein Kind und bekam Samuel.
Dort begann der Dienst Samuels als er Gottes Stimme hörte.
Dort passierte noch soviel mehr.

Wir haben noch viel mehr gemacht. Es gibt noch viel zu erzählen.

Kaum daheim, schwirrt mir die Idee einer einwöchigen Power-Bibelschule am See Genezareth durch den Kopf. Mit Morgen-Messages im Boot auf dem See und abendlichen Veranstaltungen im Saal.
Wahrscheinlich bloß Übermüdung... (Bin seit 0.30 wach).
Wer würde da schon kommen?