Mittwoch, 31. Oktober 2012

Sandy, Obama und die Ironie

"Vor dem Zusammenbruch kommt Stolz, und Hochmut vor dem Fall."
Sprüche 16, 18

Präsident Obama hat in seiner Nominierungsrede 2008 verkündigt, daß seine Nominierung in die Geschichte eingehen wird als "der Moment in dem der Anstieg des Meeresspiegels sich verlangsamte und der Planet zu heilen begann."

Große Worte.

Nun hat er das Ende seiner Amtszeit erreicht.
Just in diesen Tagen nun umspült ein gigantischer Sturm aus dem Meer den Messias aus Chicago. Wenn der vorbei ist, wird der Planet dort wo er wütete, vermehrt Heilung brauchen.
Ein Abgesang auf die Politik der letzten vier Jahre?
Vielleicht hätte man den Sturm nicht Sandy sondern Barry nennen sollen.

Warum sage ich das?
Wegen der Entwicklung der USA in den letzten vier Jahren:

Arbeitslose: rauf
Jobs: runter
Schulden: mega-rauf, (doppelt soviele angehäuft wie Bush in der doppelten Zeit: eine Billion pro Jahr!)
Vorschriften und Bürokratie: rauf
Inflation: rauf
Preise: rauf
Steuern: rauf
Einkommen: runter
Lebensmittelmarkenempfänger: auf Rekordhoch
Sozialhilfeempfängerzuwachs: ditto
Nationale Sicherheit: runter

(Apropos: Der US-Botschafter in Libyen wurde nicht von einem zornigen Mob, der wegen eines islamkritischen Youtube-Videos tobte, ermordet, sondern durch einen al Qaeda-Terrorangriff.

Es gab überhaupt keinen Mob.
Das Mohammedfilmchen spielte keinerlei Rolle.
Drohnen filmten den siebenstündigen Angriff auf die Botschaft und die US-Regierung sah zu. Nothilfeersuchen aus der Botschaft wurden ignoriert. Möglichen Helfer, wie auf Sizilien stationierte Jäger, wurde ein "stand down" verordnet: sie durfen nicht eingreifen.
Warum stellte Obama wochenlang alles ganz anders dar, bis seine Aussagen unhaltbar wurden?)

Und warum hat er praktisch alle seine politischen Freunde, (Gewerkschaften, usw.), vom Zwang in die geplante nationale Krankenversicherung befreit? Aus Gründen der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit?
Es ist eigenartig, daß diese Dinge oft von denen am schlimmsten mißbraucht werden, die sie ständig im Mund führen.

Zufällige Gedanken vor der Wahl...

Montag, 29. Oktober 2012

Kraft, klarzukommen

"Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung."
Galater 5, 22

Die christliche Gemeinde ist quasi der Obstgarten Gottes.
Er sucht Frucht an den Christen.
Charakterfrucht.

Es gibt neun Teile der Frucht. Umrahmt werden sie von Liebe am Anfang und von Selbstbeherrschung am Ende.
Liebe und Selbstbeherrschung sind sozusagen die Buchstützen der Frucht des Geistes. Sie halten alles zusammen.
Wer Liebe und Selbstbeherrschung draufhat, der ist von Gott universell einsetzbar.
Deshalb sucht Gott nach diesen beiden Dingen in deinem Charakter mehr als nach allem anderen.

Da Gott auf das Leben von Christen Einfluß nimmt, können wir davon ausgehen, daß unsere schwierigen Lebenssituationen zur Lösung vor allem zwei Dinge erfordern: Liebe und Selbstbeherrschung.

Wenn du von Wahnsinnigen umgeben scheinst und stärkste Bedürfnisse nicht befriedigt bekommst, dann helfen dir:
L.... und S............

Wenn du gern unbedingt etwas hättest oder an einer Situation leidest, aber es sich länger nichts tut: Laß los. Vertrau auf Gott. Er schafft in dir L.... und S.......... Das ist eins seiner erklärten Ziele.
Gib dich nicht Sorgen- oder Wutgedanken hin. Besiege sie mit der Selbstdisziplin, die Gott in dir schafft, wenn du ihn drum bittest.
Beschwer dich nicht dauernd bei ihm. (Wenn die Zeit reif ist, geht's schnell).

Bitte Gott um die Kraft, klarzukommen.


Höre, was Jeremia sagt:
"Es ist gut, daß man schweigend hofft auf die Rettung des HERRN." (Klagelieder 3, 26).

Sonntag, 28. Oktober 2012

Erhörst du Gott auch mal?

"Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des Herrn und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Der unschuldige Hände hat und ein reines Herz, der seine Seele nicht auf Falsches richtet und nicht schwört zum Betrug. Er wird Segen empfangen vom Herrn, Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils."
Psalm 24, 3-5

Ziggi Zauder, der Christ und Individualist, suchte einen Parkplatz. Schon seit einer Viertelstunde fuhr er die Autoreihen vor dem Baumarkt auf und ab: Nichts. Kein leerer Fleck.
Da betete er voller Verzweiflung, "Gott! Wenn du mir einen Parkplatz gibst, dann gehe ich in Zukunft sonntags regelmäßig in eine Gemeinde deiner Wahl."
Kaum war das Gebet verklungen, schob sich direkt vor ihm ein Auto rückwärts aus der Parklücke.
Ziggi betete noch einmal und sagte: "Vergiß es, Gott. Ich hab einen Parkplatz gefunden."

Parkprobleme gibt's auch immer wieder im Gelthari-Ring in Geldersheim.
Allerdings nur sonntags.
Früher kommen spart Laufzeit.

Freitag, 26. Oktober 2012

Wieder andere Härte

"Der Ackerbauer, der sich müht, muß als erster an den Früchten Anteil haben."
2 Timotheus 2, 6

Nach einem Soldaten und einem Wettkämpfer stellt Paulus seinem bedrängten Freund Timotheus nun einen Bauern als Vorbild dar.

Bauern waren, in der alten Zeit besonders, Geduldsmenschen.
Vor allem aber sind sie Visionäre.
Sie schmeißen große Mengen Saatgut auf leere Flächen, in der Hoffnung, irgendwann, nach Monaten, Halme, Ähren und Frucht zu sehen.
Vorher müssen sie das Feld bestellen. Das tun sie, in dem sie Pferd/Ochsen/Kamel/Muli oder sich selber vor einen Pflug spannen, den sie dann (oder ihre Frau, wenn sie selber ziehen), in die Erde drücken, um Furchen herzustellen.
Das ist Knochenarbeit.
Das ist langweilige Knochenarbeit.
Die Erde bleibt gleich, die Furchen gleichen sich. Die Anstrengung bleibt gleich.
Höchstens wenn ein Stein zu entfernen ist: Das ist dann die Abwechslung. Auf die man aber gern verzichten würde, denn Steineschleppen ist noch schwerer als Pflügen.

Paulus erwartet von Timotheus die Fähigkeit, sich in visionärer Geduld üben zu können. Er ermutigt ihn, sich nicht auf kurzfristige Erfolge zu konzentrieren, sondern dranzubleiben, weiterhin das zu tun, von dem er weiß, daß es das Richtige ist.

Erfolg, sagte mal ein Weiser, besteht aus 5% Inspiration und 95% Perspiration.

Paulus sah das genauso.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Noch mehr Härte

"Wenn aber auch jemand am Wettkampf teilnimmt, so erhält er nicht den Siegeskranz, er habe denn gesetzmäßig gekämpft."
2 Timotheus 2, 5

Gestern ging's um Soldaten.
Heute geht's um Sportler.

Paulus hat seinen Mitarbeiter Timotheus ermutigt, sich als Wettkämpfer des Herrn im Lauf des Lebens zu sehen.
Wettkämpfer nehmen bewußt Risiken auf sich, einzig und allein aus dem Grund, eine möglichst hohe Plazierung auf dem Treppchen zu bekommen. (Und ein wenig Preisgeld und eine Medaille, und um bewundert zu werden...)

Ich kenne persönlich Ju Jutsu-Wettkämpfer, die, um in eine niedrigere Gewichtsklasse zu kommen, einfach nichts mehr gegessen und getrunken haben. Gesund ist das nicht. Doch einer, von dessen Doktor ich das weiß, wurde so Weltmeister.

Die Jungs, (Mädels weniger), trainieren auf höchsten Niveau, (ich hab zugeschaut), kämpfen wie die Weltmeister, (ditto), schwitzen Sturzbäche, und trinken einfach nichts. Nur um leichter zu werden.

Paulus geht es natürlich nicht um die Praxis, sondern um die innere Einstellung eines Wettkämpfers. Die stehen morgens nicht auf und bemitleiden sich, weil es heute wieder nichts zu gluckern gibt. Die haben ein Ziel: zu gewinnen. Dafür muten sie sich Härten zu.

Hast du auch Ziele?
Was verlangst du dir ab, um sie zu erreichen?

Paulus sagt:
"Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade mir gegenüber ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist."
1 Korinther 15, 10.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Härte

"Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu!
Niemand, der Kriegsdienste leistet, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat."
2 Timotheus 2,3-4

Als Paulus das an Timotheus schrieb, befand er sich im Gefängnis. Nero hatte gerade begonnen, gegen die Christen zu rasen. Alle befürchteten nun, der Wahnsinn könnte aus Rom auf die Provinzen übergreifen. Man wähnte sich auch in Ephesus, wo Tim Pastor war, nicht mehr sicher.
Der Apostel ermahnt Timotheus, der ein ziemlicher Softie war, nicht im Selbstmitleid zu versinken, sondern sich einen Soldaten zum Vorbild zu nehmen.

Soldaten erwarten Probleme.
Probleme sind ihr Leben. Lebensgefährliche Probleme sind ihr Leben.

Soldaten leben für gewöhnlich nicht im Luxus.
Sie rechnen mit Feldbetten und Kantinenfraß.
Sie rechnen damit, bei Tag und Nacht, bei jedem Wetter draußen zu sein.
Sie trinken schonmal Wasser, durch das man zwar nicht durchblickt, das dafür aber extrem nach Chlor schmeckt.

Soldaten rechnen mit Verletzungen.
Sie bilden sich nicht ein, ihr Soldatendasein bestünde nur aus Triumphzügen in der Hauptstadt und der Bewunderung der Mädels. Sie wissen, daß sie in manchen Kreisen extrem unbeliebt sind--und leben damit.

Gerade in charismatischen Kreisen scheinen Christen zu erwarten, daß das Leben quasi ein Rosenbett zu sein hat. Wenn's mal kracht, dann fragen sich diese lieben Treibhaus-Christen, wo denn nun Gott ist und was sie falschgemacht haben?

Nix?

Was, frage ich, fragt sich ein Soldat, wenn's um ihn herum plötzlich zu krachen beginnt?
"Was hat der Herr General bloß gegen mich?" Nichts? Vielleicht ist bloß Krieg?

Man darf sowas nicht persönlich nehmen. Es geht nicht um dich, sondern ums Wort Gottes, das in dir ist, das bekämpft werden soll. Denn in ihm steckt die Kraft, Gottes Reich auf Erden durchzusetzen:


"Der Sämann sät das Wort.
Die an dem Weg aber sind die, bei denen das Wort gesät wird und, wenn sie es hören, sogleich der Satan kommt und das Wort wegnimmt, das in sie hineingesät worden ist.
Und ebenso sind die, die auf das Steinige gesät werden, die, wenn sie das Wort hören, es sogleich mit Freuden aufnehmen,
und sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind Kinder des Augenblicks; wenn nachher Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen entsteht, ärgern sie sich sogleich.
Und andere sind die unter die Dornen Gesäten, es sind die, die das Wort gehört haben,
und die täglichen Sorgen und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht.
Und die auf die gute Erde Gesäten sind jene, die das Wort hören und aufnehmen und Frucht bringen: eines dreißig- und eines sechzig- und eines hundertfältig."
Markus 4, 14-20

Dienstag, 23. Oktober 2012

Direkte Rede: Wer darf?


"Laßt uns aber die Wahrheit reden in Liebe."
Epheser 4, 15

Manch einer sagt gern die ungeschminkte Wahrheit. Er ratzt und fatzt und kommt gleich zur Sache.
Doch die Qualifikation dafür, diese Art der Rede im Mund zu führen, ist Liebe.
Die Liebe liebt nicht nur die Wahrheit, sondern auch den, an den sie gerichtet ist.
Wie schon Mary Poppins sagte: "A little bit of sugar makes the medicine go down."
Denn ohne Liebe kann die Wahrheit destruktiv sein.
Manchmal schweigt die Wahrheit auch, weil man sie nicht hören will.

Gott segne jeden, der hörende Ohren hat.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Accidental Church


"Von jenseits der Ströme Afrikas werden sie mir meine Anbeter, meine zerstreute Schar, als Opfergabe darbringen."
Zephanja 3, 9-10

Manche von Gottes Erntefeldern sind reifer als andere.
Afrika ist derzeit reif wie nie.
Folgende Begebenheit zeigt das:

Am 28. Januar 1992 hatten zwei Pastoren in einem Auto auf dem Land in in Tansania einen Frontalcrash mit einem anderen Auto, das fünf Personen transportierte. Die beiden Pastoren Moor und Karoli blieben unverletzt. Die Insassen des anderen Autos jedoch schon. Einer schwer. Den transportierte man ins Krankenhaus, wo man sein Leben rettete.
Karoli und Moor beteten für die anderen Verletzten. Niemand starb.
Die Zusammengelaufenen sahen interessiert zu, wie die Pastoren Traktate verteilten und über ihren Glauben sprachen. Einer der Prediger blieb zwei Tage vor Ort, um auf einen Abschleppwagen zu warten, während der andere per Anhalter heimfuhr und einen organisierte. Während der 48 Stunden kamen andere Christen dazu, sowie ein weiterer Pastor, der vom Unfall gehört hatte. Zusammen führten sie 14 Leute zu Jesus.
Nach zwei Wochen gründeten sie genau dort eine neue Gemeinde und nannten sie Kanisa la Ajali. Swahili für Unfall Kirche.

Wie war das nochmal mit Mist und Dünger...?

Samstag, 20. Oktober 2012

Hope, the Depri-Cure

Der Westen ist materiell reicher als je zuvor.
Innerlich jedoch nicht.
Der durchschnittliche 30jährige ist 10x wahrscheinlicher depressiv als sein Vater und 20x eher als sein Großvater. Rund 10% der Menschen sind klinisch depressiv. 15% von ihnen werden Selbstmord begehen, egal wie reich sie sind.

Das anerkannt wirksamste Mittel gegen Depression ist Hoffnung.
Wird es wieder besser?
Der Depri sagt nein.
Der Christ sagt ja.
Gott sagt:
"Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen."
(Hebräer 13, 5; 1. Mose 28, 15; 5. Mose 31, 6; Josua 1, 5; 1. Chronik 28, 20).

Freitag, 19. Oktober 2012

Entropie-Umkehr

Studenten der Thermodynamik haben beobachtet, daß alles im Universum vom Zustand der Ordnung zum Zustand der Unordnung fortschreitet.
Die entstehende "Unordnung" nennt man in Fachkreisen Entropie.

Ich habe neulich ein altes Buch--ehemaliger Bibliotheksbestand--als Antiquariatsstück verkauft und verschickt. Der Empfänger hat sich dann gewundert, daß es Gebrauchsspuren und Wasserflecken hat, und der Buchblock in drei Teile zerfallen war. (Ich hatte das Buch in genau diesem Zustand vor Jahren erworben). Neu ist anders.
Aus neu wird alt.
Etwas beginnt vollkommen und verfällt.
Entropie in Aktion.

Wissenschaftler sagen nun, daß dieser Gesetzmäßigkeit auch das ganze Universum unterworfen ist. Sie schließen daraus, daß das Universum ganz am Anfang, im Moment seiner Entstehung, absolut vollkommen gewesen sein muß, damit es nun überhaupt Stück für Stück verfallen kann.
Wie kam dieses vollkommene Universum in Existenz?
Durch den Urknall.
Doch woher kam dessen Energie?
Darüber schweigt die Wissenschaft.
Die Bibel aber nicht:
"Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde." (1 Mose 1, 1).
In Vers 2 lag die Entropie-Eigenschaft des Universums schon vor:
"Und die Erde war wüst und leer."
Vers 3 spricht bereits von der Entropie-Umkehr:
"Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht."

Gott ist nicht der Entropie-Verursacher. "Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens." (1 Korinther 14, 33). Für "Teufel" hingegen steht im griechischen Urtext der Bibel das Wort "diabolos", was wörtlich übersetzt "Durcheinanderwerfer" bedeutet.
Gott hat es sich vielmehr zur Aufgabe gemacht, die Welt von der Entropie des diabolos zu befreien.

"Das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarwerdung der Söhne Gottes.
Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden - nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat - auf Hoffnung hin, daß auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit  [Entropie] freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt." (Römer 8, 9-22).

Wie schaut ein Universum aus, in dem keine Unordnung mehr möglich ist?
Der Hausfrau wird's gefallen.




Mittwoch, 17. Oktober 2012

Nervst du dich noch?

"Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne."
2 Korinther 12, 9

In diesem Vers spricht Paulus über seinen "Pfahl im Fleisch", von dem er gern gehabt hätte, daß der von ihm genommen werde.
Doch Gott sagt ihm sozusagen: "Deine Unvollkommenheit an dieser Stelle ist nicht weiter tragisch. Ich kann und werde dich benutzen, auch wenn deine Unzulänglichkeit ziemlich offenbar ist. Ich bin nicht unzulänglich. Und wenn die Leute sehen, wie die Kraft Gottes durch eigentlich unzulängliche Leute fließt, dann verherrlichen sie mich und nicht dich. Das wiederum nimmt dem Pfahl die Macht, dich zu quälen."

Diese Antwort hat die Einstellung von Paulus zu sich und seinen Unvollkommenheiten nachhaltig verändert. Statt sich darüber zu beklagen, daß er bestimmte Dinge einfach nicht draufhat, rühmt er sich dieser "Schwachheiten", weil der Christus in ihm eben doch effektiv ist."
Und das war er tatsächlich.
Paulus hat das Richtige getan, als er so reagiert hat.

Nervst du dich noch, oder schaust du schon auf Jesus?

Dienstag, 16. Oktober 2012

Hängende Kreuze


"Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach."
Lukas 9, 23

Das wohl populärste Schmucksymbol der Welt ist das Kreuz, vor allem als Anhänger. Es hängt an mehr Hälsen als vermutlich sonst etwas, auch um den von Nichtchristen.

Das ist schon eigenartig, wenn man bedenkt, daß das Kreuz ein Hinrichtungswerkzeug war. Kein Mensch käme auf die Idee, sich einen kleinen Galgen oder ein Henkerbeil an den Hals zu hängen. Zu makaber. Mit Kreuzen macht man das. Denn die Bedeutung des Kreuzes hat sich radikal geändert. Es wurde vom Symbol des Todes und der totalen Niederlage zum Symbol der Auferstehung Christi, des Sieges über den Tod, und damit der Unbesiegbarkeit.

Meine Frage lautet nun:
Hängt das Kreuz an dir, oder hängst du am Kreuz?

Jesus sagt nämlich, wenn man so siegreich sein will wie er, dann muß man sein Kreuz täglich aufnehmen und ihm folgen.
Das Kreuz aufnehmen bedeutet, sich selber ein wenig zu sterben, dh seinen Launen, Bedürfnissen und Vorlieben nicht ständig nachzugeben, sondern sich zurückzunehmen und die nun freigewordene Energie in Tätigkeiten zu investieren, die sich erst nach einiger Zeit auszahlen.
Dazu gehört beispielsweise die Beziehungspflege.
Wer einem anderen hilft, ein Ziel zu erreichen, (indem er ihm einen Gefallen tut), der hat diese Zeit zwar nicht für sich genutzt, aber er hat sie nicht verloren.
Er hat sie investiert.
So wie Jesus.

Montag, 15. Oktober 2012

Der Ton

"Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt:"
Kolosser 4, 6

Man sagt, der Ton macht die Musik.
Stimmt.
Kann man ausprobieren.
Wenn man einen Hund hat, dann kann man ihm freundlich und mit lobender Stimme sagen, "Hallo Lumpilein. Weißt du, daß du nichts taugst? Ich steck dich jetzt in einen Sack und schmeiß dich in den Main."
Der Hund wird mit dem Schwanz wedeln und sich freuen.
Er versteht ja die Worte nicht, sondern schließt aus der Stimm-Modulation auf den Inhalt der Rede. Selbst wenn man ihm sagt, "Zur Sicherheit steck ich noch einen Backstein mit in den Sack, damit du auch schön untergehst," ändert das nichts an der Sache.
Der Hund freut sich weiter.

Wenn man aber im Kasernenhofton, mit einer Stimme wie einer Kreissäge, sagt, "Guter Hund! Du bist der Beste! Wie du den Stock aus dem Wasser geholt hast, das war große Klasse!"
Der Hund wird sich mit gesenktem Haupt verkrümeln.
Wegen dem Ton.

Wenn wir wollen, daß der andere zuhört und nicht flüchtet, müssen wir das schon im Ton transportieren.

Samstag, 13. Oktober 2012

Bauerfull Basics make your day

"Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du überzeugt bist."
2 Timotheus 3, 14

Habe gestern Stephan Steinle gehört. Er ist/war zu Besuch bei unseren guten Freunden von der Biblischen Gemeinde Schweinfurt, deren Pastor René Stebani ist. Schön war's.

Stephan predigt, wenn er in D unterwegs ist, die wichtigen Grundlagen, auf denen ein siegreiches Christenleben aufbaut. Wir Prediger kennen die natürlich, weil wir sie tausendmal gehört und selber gepredigt haben. Doch es kommen ja ständig neue Menschen zum Glauben. Und manchmal denkt man, alle wären irgendwie auf dem gleichen Überzeugungs- und Erkenntnislevel wie man selber oder die alten Hasen, die einen seit 20 Jahren umgeben.
Weit gefehlt.
Es ist in der Tat nötig, immer mal wieder dieselbe Wiese abzugrasen. Man kann alte Wahrheiten ja auch neu verpacken - solange die Wahrheit die Wahrheit bleibt und nicht verbogen wird.

Wichtig ist zB:
Der Glaube an die Inspiration von Gottes Wort:
"Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet." (2 Timotheus 3, 16-17

Wenn wir nicht mehr an die Bibel glauben, dann haben wir kein Fundament mehr. Dann dürfen wir uns über Kraftlosigkeit und mangelnden Glaubensmut nicht beschweren. Gott stellt sich zu seinem Wort, nicht zu unseren Wünschen oder politischen Vorstellungen.
Es ist Nahrung für unseren Geist, wie Jesus sagte: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht." (Matthäus und Lukas 4, 4).

Deswegen müssen wir es lesen. Nicht mal unbedingt studieren. Einfach lesen hilft auch schon.
"Wie Gras ist abgemäht und verdorrt mein Herz, denn ich habe vergessen, mein Brot zu essen." (Psalm 102, 5).

Bauerfull basics, wie der Franke sagt.

Freitag, 12. Oktober 2012

Stephan Steinle in SW

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."
Matthäus 28, 19-20

Der von uns monatlich unterstützte Prediger Stephan Steinle ist Evangelist, der immer wieder in alle Welt geht, um dort Menschen für Jesus zu gewinnen und sie in der Nachfolge zu lehren.
Schweinfurt gehört ja auch zur Welt.
Heute abend, 19.30 Uhr, und morgen früh spricht er deshalb in der Biblischen Gemeinde Schweinfurt, bei unserem Freund, Pastor Rene Stebani.

Bis heute abend, wer Lust hat.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Der Gebetsbund

"Fern sei es von mir, daß ich mich an dem HERRN versündigen und aufhören sollte, für euch zu bitten; sondern ich will euch den guten und richtigen Weg lehren."
1 Samuel 12, 23

Als der Richter, Priester und Prophet Samuel seine Karriere beendete und sich aufs Altenteil zurückzog, berief er noch ein letztes Mal eine Großkonferenz für Israel ein, auf der er zum Volk sprach. Vers 23 macht deutlich, wie er seine kommende Aufgabe als weiser alter Mann auszugestalten dachte: Er fühlte sich verpflichtet, für das Volk, das er so lange geleitet hatte, weiterhin zu beten, sein inneres Auge über ihm kreisen zu lassen und dann Probleme, die er erkannt hatte, in seinen Predigten anzusprechen.

Gebet und Lehre: Diese Dinge zählte Samuel zu den unabdingbaren. Die mußten sein.

In Apostelgeschichte 6 hört man ein Echo dieser Rede Samuels.
Es ist kurz nach Pfingsten. Die junge Gemeinde installiert notwendige soziale Hilfsmaßnahmen. Ausführende sind die Apostel. Sie dienen an den Tischen und teilen den Witwen ihren Schlag Suppe aus. Da merkt Petrus, daß hier etwas schiefläuft. Er tut sich mit den übrigen 11 zusammen und beschließt, den sozialen Dienst in andere Hände zu legen. "Es ist nicht gut, daß wir das Wort Gottes vernachlässigen und die Tische bedienen."

Dann werden sieben Männer ausgewählt, die über die sozialen Dienste gesetzt werden. "Wir aber", sagt Petrus, "werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren." (Apg 6, 4).

So machten's die Apostel.



Dienstag, 9. Oktober 2012

Heiligung, au weia?

"Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird."
Hebräer 12, 14

Heiligung ist so ein Wort...
Da Europa immer noch recht katholisch geprägt ist, denkt man dabei sofort an Askese, wie sie St. Anton praktiziert hat. Anton war Einsiedler in der Wüste. Dort hat er versucht, Gott zu gefallen, kämpfte aber vor allem gegen seine Triebe. Einmal sei ihm der Teufel gar in Gestalt einer Frau erschienen. (Es war nicht seine Frau). Er hätte sich viele dieser Kämpfe sparen können, wäre er unter Menschen geblieben und hätte geheiratet.
Egal.

Heiligung bedeutet zu deutsch Absonderung.
Etwas ist heilig, wenn es einem bestimmten Zweck geweiht ist.
Insofern sind Christen alle Heilige, denn wir sind alle dazu berufen, Jesus nachzufolgen und Gottes Reich zu bauen.
Nun sollen wir uns heiligen.
Das tun wir nicht, indem wir uns nur noch auf Gebet und Bibellesen beschränken, sondern indem wir Gottes Gedanken über ihn, uns und die Welt übernehmen. Wir lernen, die Situationen, mit denen wir konfrontiert sind, mit Gottes Augen des Glaubens anzuschauen. Wir sondern uns ab vom Denken der Welt, das so oft auf Neid, Bequemlichkeit, Lüge, usw. gründet, und eignen uns die Überzeugungen Jesu an.

Umdenken ist ein wichtiger Heiligungsprozeß.

Was bewirkt Heiligung?
Daß wir den Herrn schauen. Das ist doch was.

Samstag, 6. Oktober 2012

Jesus hatte Gebetspartner


(Fortsetzung von gestern).

"Betet füreinander."
Jakobus 5, 16

Selbst Jesus hatte Gebetspartner:

In Lukas 2, 25 sehen wir den alten Simeon, der vom Heiligen Geist die Zusage bekommen hatte, den Christus zu sehen.

Weshalb bekam er diese Zusage?
Sicher, weil er für das Erscheinen des Messias intensiv gebetet hat.
Er trifft im Tempel die heilige Familie, wie sie das Baby zur Beschneidung bringen. (Wenn Jesus beschnitten war, dann müßte das auch für Christen akzeptabel sein). Dort lobt er Gott, weil er den Herrn gesehen hat.

Dann kommt die steinalte Prophetin Hanna und spricht von ihm zu allen, die da waren. Sie war eine, die wich nicht vom Tempel, sondern diente dort mit Fasten und Flehen. Wofür mag sie gefleht haben? Für das Erscheinen des Messias natürlich.

Später betete Johannes der Täufer um die Sichtbarwerdung des Christus, der ja schon unter dem Volk lebte.

Wenn für den Dienst Jesu gebetet wurde, wieviel mehr brauchen dann wir Gebet?

Nimm wieder einen Moment her und bete für deinen Pastor und deine Gemeinde. Muß ja nicht lang sein.

Freitag, 5. Oktober 2012

Gebetspartner


"Betet zugleich auch für uns, daß Gott uns eine Tür des Wortes öffne, das Geheimnis des Christus zu reden."
Kolosser 4, 3

"Brüder, betet für uns."
1 Thessalonicher 5, 25

"Übrigens, Brüder, betet für uns, daß das Wort des Herrn laufe und verherrlicht werde wie auch bei euch."
2 Thessalonicher 3, 1

"Betet für uns! Denn wir sind überzeugt, daß wir ein gutes Gewissen haben, da wir in allem einen guten Wandel zu führen begehren."
Hebräer 13, 18

Paulus war bestrebt, Gebetspartner zu bekommen.
Mit diesem Anliegen wendet er sich an die Kolosser, (deren Brief auch in Laodizea gelesen werden sollte), an die Thessalonicher gleich zweimal, und an die jüdischen Christen, wo immer sie sich auch aufhalten mochten.

Ein Pastor, von dem ich neulich las, berichtete, nachdem er Gebetspartner gewonnen hatte, brach seine Gemeinde zweimal in kurzer Zeit ihren Besucherrekord. Übers Jahr gesehen verzeichnete die Gemeinde die höchste Durchschnittsbesucherzahl ihrer Geschichte und es kam mehr Geld rein, als ausgegeben wurde. Es wurden dem Mitarbeiterstab sogar weitere Angestellte hinzugefügt. Es ereigneten sich bedeutende Heilungen, er schrieb gute Bücher und das Maß an Antagonismus und Streit in der Gemeinde war niedrig, die Einheit groß.

Gebetspartner machen's möglich. Denn Gott erhört Gebet.

Dürfte ich dich drum bitten, mal einen Moment innezuhalten und für mich und die Gemeinde kurz zu beten?
Und morgen auch?
Und übermorgen...?

(Wenn ja, dann bete nicht "Herr! Zerbrich ihn! Demütige dieses Pack!" und so. Bete biblisch, für Weisheit, Vision, Glaubensmut, etc.).

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Das mit der anderen Backe


"Dem, der dich auf die Backe schlägt, biete auch die andere dar."
Lukas 6, 29

Jesus fordert seine Jünger hier nicht zum Masochismus auf, sondern zur Deeskalation. 
Es ist meist besser, einen Streit nicht hochkochen zu lassen, sondern sich und seinen Stolz ein wenig zurückzunehmen, und die Klappe zu halten.

In den USA kennt jeder die Fehde zwischen den Hatfields und den McCoys.
1878 hatten die beiden Familien einen Disput darüber, wer genau jetzt eigentlich Besitzer eines bestimmten Schweins sei. Dieses Schwein führte zu einem Krieg, der 12 Jahre dauerte und zum Tod von drei Hatfields, sieben McCoys und zwei Unbeteiligten führte.
Da wäre es definitiv besser gewesen, die andere (Schweine-)Backe hinzuhalten.

Fall nicht auf denselben Trick rein.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Super Wochenende mit Band aus Berlin

"Und sie machten allen Brüdern große Freude."
Apostelgeschichte 15, 3

Wir hatten ein wunderbares Wochenende mit Christoph Margies und seiner Band aus Berlin, die einen Praise Night und den Sonntagsgottesdienst musikalisch gestaltet haben.
Prima war's.
Christophs Gitarrenstil erinnert an den von The Edge von U2, optisch erinnert er, (Christoph, nicht der Gitarrenstil), eher an Buddy Holly, nicht zuletzt seiner modischen Brille wegen.
Wir werden sie mal wieder einladen, (die ganze Band, nicht nur Chrissie und seine Brille).

Der Herr hat sich auch im Heilungsdienst als der Lebendige erwiesen. Das zu sehen ist immer schön. Leute wurden am Rücken berührt. Als Beter merkt man da selber oft, was sich tut und was da für Kräfte fließen.
Der Herr ist gut.

S.H. erzählte am Montag von einer Verwandten, die sich im Krankenhaus mit resistenten Keimen angesteckt hatte. Sie bekam Beulen und Pusteln am ganzen Körper. Die Ärzte erklärten, dagegen könne man nichts machen. Nach Gebet verschwand der Spuk rasch und nun ist sie geheilt.

"Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm." (Apostelgeschichte 10, 38).

(Heute denkt mancher, Gott mache krank, und die, die für die Kranken beten, sind vom Teufel. Die Bibel sieht das genau andersherum).

Wer selber plant, für Kranke zu beten, und hier Neuling ist: Es empfiehlt sich durchaus, sich darauf vorzubereiten, etwa vorher ein wenig zu fasten. Man schwingt hier nicht einfach die Hand und dann wird's. Wir arbeiten mit dem Geist Gottes zusammen und sind von ihm abhängig. Ohne sein Einwirken läuft hier gar nichts. Auch geht es nicht darum, daß wir als vollmächtig dastehen, sondern es geht um die Verherrlichung Gottes und die Heilung des Kranken.
Ein Handschuh rühmt sich ja auch nicht großer Taten. Die hat schließlich die Hand in ihm getan.
Was ein Handschuh machen kann, ist, das Leder geschmeidig halten, damit die Hand im Innern keine Mühe hat, ihn zu bewegen.