Dienstag, 28. Juli 2015

Das Sabbatjahr oder: Die scheinbare Katastrophe

„Ich werde im sechsten Jahr meinen Segen für euch aufbieten, daß es den Ertrag für drei Jahre bringt."
3. Mose 25,21.

Man stelle sich vor, man bezöge ein ganzes Jahr lang kein Einkommen—und das viele Geld, das man anderen Leuten geliehen hat, würde am Ende dieses einkommenslosen Jahres nicht zurückbezahlt werden. Im Gegenteil: Es wird einem glaubhaft versichert, man sähe es nie wieder.
Klingt wie eine wirtschaftliche Katastrophe, nicht wahr?

Ist es aber nicht.
Es ist lediglich eine Beschreibung des jüdischen Sabbatsjahres, das sich alle sieben Jahre einstellte.

Wir sind von den 10 Geboten her mit dem Konzept des Sabbats vertraut: Sechs Tage soll man arbeiten und am siebten soll man ruhen. Das ist dann der Sabbat.
Im Alten Testament gibt es nun neben dem Sabbat noch das Sabbat-Jahr. (3. Mose 25).
In diesem Jahr sollte man sein Land brachliegen lassen und es nicht bestellen. Saat und Ernte fanden in diesem Jahr nicht statt. Stattdessen sollten die Felder und Weinberge und Olivenhaine den Armen offenstehen, damit die sich daran umsonst bedienen konnten. Weinberge waren gewöhnlich von Mauern umgeben. Deren Tore sollten nun das ganze Jahr über offenstehen, so daß der müde Wanderer dort einkehren und sich was zu essen holen konnte.

Am 29. Elul, dem letzten Tag des Jahres, wurden zudem alle Schulden getilgt, die in den letzten sieben Jahren aufgelaufen waren.
Was sich für einen Bauern oder Unternehmer wie eine Rezession, eine wirtschaftliche Katastrophe, darstellt, war in Wirklichkeit ein Befehl Gottes, der im Gesetz des Mose niedergelegt worden war.

Solange sich Israel an diese Verordnung hielt und das Land alle sieben Jahre ruhen ließ, ernteten sie im sechsten Jahr überreichlich, so dass der wirtschaftliche Schaden durch Gottes Segen abgewendet wurde.
Der kühne Glaube an Gottes Wort machte es möglich!
Als Juda dem Land seine Sabbatsjahre jedoch vorenthielt, stellte sich nach 490 Jahren eine Katastrophe ganz eigener Art ein: Das Land bekam seine Sabbate ersetzt und ruhte, während Juda für 70 Jahre nach Babylon verschwand, in die Gefangenschaft. Hierbei handelt es sich dann um eine echte wirtschaftliche Katastrophe statt einer, die nur so ausschaut, und einen erzwungenen Schuldenerlass, statt eines freiwilligen.
So oder so: Das siebte war ein Sabbatjahr und das Land bekam seine Ruhe. Da biß die Maus keinen Faden ab.

Warum forderte Gott dieses siebte Jahr? Nun, in dem Jahr sollten sich die Israeliten Gedanken über Gott machen und ihre Beziehungen pflegen, anstatt dem Geld nachzurennen. Taten sie dies, erlebten sie Segen. Taten sie dies nicht, entzogen sie sich dem Segen und es kam Gericht.

Es ist wichtig für uns, Gott in jedem Bereich unseres Lebens einzuladen. Auch in den wirtschaftlichen und finanziellen. Macht den Herrn zum Mittelpunkt deines Lebens.
Frag dich mal ehrlich: Ist dir Gott wirklich wichtiger als der Mammon?
Nicht dass du zum Schluss nach Babylon musst.
(Oder Babylon zu dir kommt).
Und du gezwungen wirst zu geben, was du nicht geben willst.

Gib regelmäßig was weg, damit der Herr dich dauerhaft segnen kann. Es kommt sowieso alles von ihm und wenn er sieht, daß du gibst, hat er noch mehr für dich.

„Du sollst an den HERRN, deinen Gott, denken, daß er es ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen.“ (5. Mose 8,18).

Samstag, 25. Juli 2015

Verstaatlichte Kinder?

"Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage."
Maleachi 3, 23-24

"Pastor, man will jetzt Kindertagesstätten einführen, die Kinder im Einzelfall 24 Stunden, 7 Tage die Woche betreuen. Wie stehst du dazu?"

Kritisch.
Während die Gender-Lobby Kinder so früh wie möglich haben will, um sie mit ihrer Ideologie zu indoktrinieren, (also die berühmte Lufthoheit über den Kinderbetten erlangen will), versucht die Wirtschaft, Frauen als Arbeitskräfte zu rekrutieren. (Wobei die wenigsten aus Selbstverwirklichungsgründen in der Industrie am Band arbeiten, schon klar). Denn der Wirtschaft gehen langsam aber sicher die Arbeitskräfte aus und man sucht händeringend nach neuen. (Oder warum denkst du, dass sämtliche Asylbewerber durch Überbürokratisierung des Vorgangs stillschweigend ein Quasi-Bleiberecht bekommen, bzw. nach Ablehnung ihres Antrags eine Duldung? Die Regierung könnte gegen die Flut von Fremden schon was machen, doch sie wird sich hüten.)

In den ersten Jahren, in denen im Kind durch Zuwendung das wichtige Urvertrauen ausgebildet wird, gehören die Kinder zu den Eltern und nicht in die Hände des Staates. Dieses Urvertrauen, diese vollständige Annahme durch wichtige Bezugspersonen bewirkt Selbstsicherheit. Gott der Vater fand das so wichtig, dass er sich diesbezüglich zweimal zu Wort meldete und über Jesus sagte, „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“

Wir haben keine Garantie, dass Kinder sich immer in die gewünschte Richtung entwickeln. Doch solange sie jung sind, sollten sich Eltern um die Aufzucht ihrer Kinder kümmern und nicht der Staat mit seinen manchmal haarsträubenden Ansichten.
Um Maleachi zu paraphrasieren: Eltern, wendet euren Kindern das Herz zu, damit die Gesellschaft nicht über kurz oder lang Schaden nimmt.

Wenn sie dann erwachsen sind, müssen sie sich aus der Abhängigkeit zu uns lösen und Selbstständigkeit lernen. Ihnen dann immer noch ständig unter die Arme zu greifen ist kontraproduktiv. Lass sie ihre Fehler selber ausbaden und hüte dich davor, ihre Rechnungen zu bezahlen. Sonst denken sie, dass es immer einen Dummen geben wird, der sie rauspaukt und ihre Unzuverlässigkeit festigt sich. Sie müssen lernen, dass Taten Konsequenzen haben.

Dienstag, 21. Juli 2015

Die Bombe Irans

„Und der HERR zerstreute sie von dort über die ganze Erde und sie hörten auf, die Stadt zu bauen.“
1. Mose 11,8.

Vielleicht sorgen die Iraner dafür, dass die Menschheit sich nie mit superintelligenten Maschinen auseinandersetzen muss. (Siehe letzter Post).
Die haben ja nun bald die Bombe.
Ein elektromagnetischer Impuls (EMP), ausgelöst von einer in der Atmosphäre gezündeten Atombombe über Europa und/oder Amerika, würde dort alle Elektronik zunächst einmal lahmlegen.
Wirklich wünschen kann man sich das nicht. Könnte aber passieren.

Ich bin mittlerweile fast der Überzeugung, dass der gegenwärtige amerikanische Präsident Obama in Wirklichkeit ein Mohammedaner schiitischer Konfession ist.
Wie sonst ist zu erklären, dass er einer nachweislich nach Kräften den Terrorismus fördernden Nation wie dem Iran zugesteht, innerhalb der nächsten paar Jahre zu einer Atombombe zu kommen?
Die Iraner führen seit der islamischen Revolution 1979 einen einseitigen Krieg gegen den Westen. Sie sind Apokalyptiker, die wöchentlich, ja täglich, die Zerstörung Israels ankündigen und Amerika nach wie vor den Großen Satan nennen, den es auf alle Weisen und mit allen Mitteln zu schädigen gilt.
Sie destabilisieren Gaza, den Libanon, den Jemen, Syrien, Irak... (Und Palästinenser, Libanesen, Jemeniten, Syrer, Iraker, usw. kommen und bevölkern bei uns zu zehntausenden die Flüchtlingslager).
Werden nun die Sanktionen aufgehoben, hat der Iran sofort rund 150 Milliarden Dollar zur Verfügung, von denen ganz sicher ein riesiger Teil, wenn nicht der Großteil, umgehend in die Förderung des islamisch inspirierten Terrorismus fließen wird. Sieht das denn keiner?

Natürlich plappert die Führung der „internationalen Gemeinschaft“, dieses geheimnisvollen Wesens, von Aufatmen, großer Erleichterung und einem einzigartigen Durchbruch für den Frieden. Ich frage mich, ob die wirklich so naiv sind oder nur so tun.
Denn 1994 hielt der damalige Präsident Clinton eine ähnliche Rede, nachdem eine ähnliche Übereinkunft mit dem ähnlichen Pariastaat Nordkorea getroffen worden war. Auch Clinton sprach von einem großen Durchbruch, von der absoluten Sicherheit, dass Nordkorea nunmehr niemals zu Atomwaffen kommen werde, alles werde sorgfältigst überwacht, usw.
Nordkorea besorgte sich umgehend Nuklearwaffen und die internationale Gemeinschaft musste zugeben, für dumm verkauft worden zu sein.
Clinton stand wie ein Depp da.
Wie Neville Chamberlain, der 1938 nach seinen Verhandlungen mit Hitler verkünden ließ: „Frieden in unserer Zeit.“ Der Führer sei gebändigt. Damals wurde das Sudetenland geopfert. Heute wird Israel preisgegeben. Gebracht hat's damals nichts. 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Den einsamen Mahner in der Wüste, Winston Churchill, wollte damals keiner hören. Heute gießt die erleuchtete Presse über Benjamin Netanjahu, der in old Winstons Mantel unterwegs ist, ihren Spott aus. Man muss den Mann für seine Unbeirrbarkeit bewundern.

Die Geschichte wiederholt sich, weil sich der Mensch im Grunde nicht ändert.
(Dazu müsste er von neuem geboren werden. Doch das passiert nur dann, wenn er Jesus Christus in sein Leben einlädt und neues Leben von Gott empfängt. Petrus nennt das: „Teilhaber der göttlichen Natur werden.“ (2. Petrus 1,4). Das gibt's!)
Der nicht-erneuerte Mensch macht in jeder Generation aufs neue dieselben Fehler. Einer seiner schlimmsten Fehler ist, sich dem offensichtlich Bösen nicht in den Weg zu stellen, sondern sich mit ihm zu arrangieren.

Im Falle Irans müssen Überprüfungen von Nuklearinstallationen 24 Tage vorher angemeldet werden. Dann wird diese Anmeldung von einem Komitee bequatscht, zu dem auch der Iran gehört, der damit alles noch weiter verzögern kann. In anderen Worten: Irans Nuklearinstallationen werden nie mehr wirklich überprüft werden. Es ist egal, wie viele Zentrifugen man ihnen zugesteht oder auf welche Mengen Plutonium sie sich offiziell beschränken müssen: Die Iraner werden tun was sie wollen und niemand wird sie daran hindern.
Besonders pikant: Laut Vertrag ist es Amerikanern ausdrücklich verboten, an der Überprüfung iranischer Installationen mitzuwirken. Obama findet das o.k.
Wie gesagt, man reibt sich die Augen.

Von Gesetzes wegen müsste ein solcher internationaler Vertrag in Amerika vom Senat mit einer Zweidrittelmehrheit gebilligt werden. Die bekommt Obama natürlich nie zusammen, da selbst Anhänger seiner eigenen Partei die Hände über dem Kopf zusammenschlagen angesichts der sich anbahnenden Katastrophe.
Was macht er also?
Er nennt diesen Vertrag nicht Vertrag, sondern eine nichtbindende Übereinkunft. Zu einer solchen muss der Kongress keine Zustimmung geben.
Dann bringt Obama diese „non-binding agreement“ vor die UN und lässt sie dort zum internationalen Recht erklären. Dann hat der US Kongress keine Wahl mehr: Er muss internationales Recht anerkennen.
Sehr listig, nicht?
Doch warum macht der das?
In wessen Interesse handelt dieser Mann?
Er nennt sich einen Friedenspräsidenten.
Nun ja. Die schnellste Art und Weise einen Krieg zu beenden ist, ihn zu verlieren.

„Sie sind schwanger mit Mühsal und gebären Unrecht und ihr Inneres bereitet Verrat.“ (Hiob 15,35).

Zum Glück hat Jesus gesagt: „In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33). Hoffentlich kommt er bald wieder.

Montag, 20. Juli 2015

"Singularität": Superintelligente Maschinen schauen dich an

„Und der HERR fuhr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten.“
1. Mose 11,5.

Ich lese zurzeit Stephen Hawkings Buch „A Brief History of Time.“ Auf deutsch heißt es, soweit ich weiß: „Eine kurze Geschichte der Zeit.“
Sehr interessant.
Der Brite gilt als einer der profiliertesten Physiker seit Albert Einstein und hatte lange Zeit in Cambridge denselben Professorenstuhl inne wie der Christ Sir Isaac Newton.
Man merkt Hawkings Buch auf jeder Seite an, dass seine Gedanken ständig um Gott kreisen und wie er dagegen ankämpft, sich in Glaubensdingen hundertprozentig festlegen zu müssen.
Das Buch ist schon mehr als 20 Jahre alt und immer noch gut.

Neulich hat er jedoch einen Artikel geschrieben, indem er vor der größten kommenden Herausforderung der Menschheit warnt. Griechenland findet darin keine Erwähnung, genausowenig wie die iranische Atombombe. Stattdessen heißt der Artikel: „Transcending Complacency on Superintelligent Machines.“ D.h. soviel wie: Die Gleichgültigkeit gegenüber superintelligenten Maschinen überwinden.
Schon seit vielen Jahren wird an künstlicher Intelligenz geforscht, wobei die Entwicklung mit Riesenschritten voran schreitet. Hawking eine Reihe anderer Wissenschaftler erwarten, dass bis 2045 Maschinen in der Lage sein werden, die Finanzmärkte zu überlisten, Erfindungen schneller zu tätigen als menschliche Wissenschaftler, mit Argumenten menschliche Entscheidungsträger zu manipulieren und Waffen zu entwickeln, die wir noch nicht einmal verstehen. Kurzfristig wird die Frage sein, wer diese Maschine kontrolliert. Die langfristige Frage ist jedoch, ob sie überhaupt kontrollierbar ist.
Hawking benutzt den Begriff der Singularität. Er will damit ausdrücken, dass das Universum aufgewacht ist und sich anschickt, ein Bewusstsein zu entwickeln. Der Moment, in dem Entwicklung unumkehrbar wird, ist der Moment der Singularität.

Ich frage mich dagegen, wann Gott dieser Turm zu hoch wird.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Ist der Heilige Geist eine Person?

„Pastor, der Heilige Geist ist Gottes Kraft und Herrlichkeit. Er ist keine Person. Wer Gott um den Heiligen Geist bittet und dabei denkt, der Heilige Geist wäre eine Person, der bekommt nicht den Geist Gottes, sondern einen falschen Geist.“

Mit Verlaub, aber das ist doch dummes Zeug.
Jesus selbst hat gesagt: „Wen von euch, der Vater ist, wird der Sohn um einen Fisch bitten, und wird er ihm statt des Fisches eine Schlange geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“ (Lukas 11,11+13).
Wer Gott um den Heiligen Geist bittet, der bekommt auch den Heiligen Geist und nicht Wuschi den Schwarmgeist.

Der Heilige Geist ist auch nicht einfach nur eine unpersönliche Gotteskraft oder Herrlichkeit, er ist sehr wohl eine Person. Jesus nennt den Heiligen Geist einen Beistand für die Jünger, wie Jesus ein Beistand war. Er nennt ihn auch durchgängig nicht „es“, sondern „er“, wie es einer Person zukommt: „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen.“ (Johannes 16,13).

In Apostelgeschichte 10,19-20 spricht der Heilige Geist zu Petrus: „...sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich. Steh aber auf, geh hinab und zieh mit ihnen, ohne irgend zu zweifeln, weil ich sie gesandt habe.“

Der Heilige Geist ist kein Schwätzer.
Meistens spricht der dadurch zu uns, dass er uns das geschriebene Wort aufschließt.
Doch manchmal spricht er auch hörbar, wie im Fall von Petrus.

Der Heilige Geist ist eine Person der Gottheit, wie Jesus und der Vater.

Dienstag, 14. Juli 2015

Leisenberg

"Die Weisheit, wo kann man sie finden? Und wo ist denn die Fundstätte der Einsicht?"
Hiob 28,12.

Ich gebe zu, ich bleibe beim Fernsehen nicht allzu oft bei christlichen Sendungen hängen. Das hat vermutlich mit meinem Beruf zu tun. Wenn man sich Tag ein Tag aus mit der Bibel beschäftigt, dann will man am Abend nicht unbedingt noch eine Predigt hören.

Neulich bin ich nach den Nachrichten jedoch bei einem christlichen Sprecher namens Prof. Dr. Wolfgang Leisenberg hängen geblieben, der über die Geschichte der Wissenschaft referiert hat.
Das war richtig gut.
Bis vor ungefähr 500 Jahren musste man im Großen und Ganzen glauben, was die Herrschenden von einem zu glauben verlangten. Fakten waren nicht so wichtig.
Doch dann kam Galileo Galilei und läutete, wenn man so will, das Zeitalter der wissenschaftlichen Naturbetrachtungen ein.
Dieses Zeitalter scheint sich jedoch dem Ende zu zuneigen. Denn heute treten wieder Ideologen auf, denen Fakten nicht so wichtig sind. („Biologie ist was man dafür hält, bla bla.“) Das wäre nicht weiter schlimm, wenn diese Ideologen nicht ausgerechnet an den Schalthebeln der Macht sitzen würden und über Bildungspläne für Schulen und Kindergärten Kindern und Jugendlichen ihr Weltbild aufzuprägen trachten würden.
Auf jeden Fall hat der Mann interessante Dinge zu sagen.
Einfach mal Wolfgang Leisenberg googeln und schauen.

Freitag, 10. Juli 2015

Bewahre dein Herz

„Mehr als alles, was man bewahrt, behüte dein Herz. Denn in ihm ist die Quelle des Lebens."
Sprüche 4,23.

Säe einen Gedanken, ernte eine Tat.
Säe eine Tat, ernte eine Gewohnheit.
Säe eine Gewohnheit, ernte einen Charakter.
Säe einen Charakter, ernte ein Schicksal.

(Das ist so gut, es könnte von mir sein.
Ist es aber nicht.
Ist ein Sprichwort aus angelsächsischen Landen).

Donnerstag, 9. Juli 2015

Die NSA-Affäre

„Sendet mir durch sie alles, was ihr hört!“
2. Samuel 15,36

„Pastor, was hältst du von der NSA-Affäre? Ist das nicht schofel von den Amis, dass sie unsere Regierung ausspionieren?“

Für wie naiv hältst du mich?
Natürlich spionieren die Amis die Deutschen aus—und die Deutschen die Amis. Und die Franzosen und die Engländer und die Chinesen und die Russen... Alle spionieren alle aus.
Was ist daran so überraschend?
Das gab's schon immer.
Selbst König David hat seinen Freund Huschai gebeten, am Hof Absaloms für ihn zu spionieren, als der ihn aus dem Amt drängte und ihn verfolgte.
Das ist doch kein Skandal.
Schlimmer ist, dass Russen und Chinesen, usw. uns ausspionieren und niemand regt sich darüber auf. Die sind schädlich. Die Amis nicht. Die NSA hat schon des Öfteren zur Vereitelung von islamistischen Straftaten in Deutschland beigetragen.
Die NSA arbeitet für uns!
Wenn sie da außerdem irgendwelche langweiligen Gespräche abhören von Politikern, die morgen schon das Gegenteil von dem behaupten, was sie heute noch lauthals als letzte Wahrheit verkünden, was soll's? Mir tun da eher die Mitarbeiter leid, die sich mit sowas auseinandersetzen müssen. Das muß mühselig sein.

Selbst Jesus sagte:
„Was ihr in der Finsternis gesprochen haben werdet, wird im Licht gehört werden. Und was ihr ins Ohr gesprochen haben werdet in den Kammern, wird auf den Dächern ausgerufen werden.“ (Lukas 12,3).

Die Wände haben Ohren.
Sag am besten nichts, was du nicht veröffentlicht haben willst.

Dienstag, 7. Juli 2015

Der moderne Rückfall in vorwissenschaftliche Zeiten

"Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?"
1. Mose 3,1.

Hat Gott wirklich gesagt, die Ehe sei eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau?
„Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“
1. Mose 1,25.

Für Christen ist klar, Gott hat die Institution Ehe, bzw. Familie gegründet.
Für die Gegner Gottes ist das nicht so klar.
Interessierte Zeitgenossen finden sich heute nicht länger damit ab, dass die Biologie dem Dasein im großen Ganzen einen gewissen Rahmen vorgibt. Sie wollen ausbrechen, evolvieren, und definieren die Welt und unser Verständnis von ihr radikal um.
Zumindest versuchen sie das.
Wie einst die große Wissenschaftlerin Pippi Langstrumpf, singen sie, „Ich mach mir die Welt, wide-wide-wie sie mir gefällt!“

Doch lassen wir die Politik mal weg. Bleiben wir mal rational.
Die Ehe definiert sich über Biologie, Psychologie und Moral.

Wer behauptet, Mann und Frau wären soziale Konstrukte, die es in Wirklichkeit so gar nicht gibt, der befindet sich in Widerspruch zur Wissenschaft der Biologie.
Der fällt zurück in vorwissenschaftliche Zeiten.
Der hat dubiose Motive.
Denn jeder Mensch wird entweder mit zwei X oder einem X und einen Y-Chromosom geboren, da gibt es nichts zu deuteln. Träger von XX-Chromosomen sind Frauen, Träger von XY-Chromosomen sind Männer. Um die menschliche Art zu propagieren sind beide nötig. Die Fähigkeit, Kinder in die Welt zu setzen (und ihnen ein stabiles Nest zu geben), ist das entscheidende Merkmal der Ehe.

Wer behauptet, Mann und Frau wären Opfer einer Zwangsprägung, Männer könnten nach Belieben auch zu Frauen werden und umgekehrt, verkennt die wohldokumentierten, wissenschaftlich durchleuchteten psychologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Männer kommen tatsächlich vom Mars und Frauen von der Venus, will heißen, aus verschiedenen Welten. Sie denken, fühlen und handeln geschlechterspezifisch und höchst unterschiedlich. Es gibt sogar eine gigantische Menge von Ratgeberliteratur zum Thema, weil Männer und Frauen einander nicht auf Anhieb verstehen.

Die Ehe hat natürlich auch eine geistliche Dimension, die Ungläubige naturgemäß nicht wirklich nachvollziehen können. Säkularen Leuten gegenüber argumentiert man besser mit Moral. Wenn das Wohl des Kindes, wie oft vorgegeben, tatsächliche Mittelpunkt stünde, dann würde man ihm Vater und Mutter nicht vorenthalten. Das wäre moralisch.
Es geht jedoch nicht um die Kinder.

Für die eine Gruppe geht es um die Beschaffung neuer Sexualpartner und für die andere Gruppe, die Wirtschaft, geht es um die Rekrutierung von Frauen in die Produktion, denn den Firmen gehen die Arbeitskräfte aus.
So einfach ist das.
Und die Gesellschaft muss es ausbaden.

Freitag, 3. Juli 2015

Die Griechen! Die Griechen!

"Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten, für einen Fremden deinen Handschlag gegeben, bist du verstrickt durch deines Mundes Worte, gefangen durch die Worte deines Mundes, so tu denn dies, mein Sohn: Reiß dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist! Geh unverzüglich hin und bestürme deinen Nächsten! Gönne deinen Augen keinen Schlaf und keinen Schlummer deinen Wimpern! Reiße dich los wie die Gazelle aus der Hand des Jägers und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers."
Sprüche 6,1-5.

„Pastor! Die Griechen! Die Griechen machen mit uns was sie wollen! Die Griechen ruinieren uns.“

Ach wo.
Der griechische Staat ist schon öfter mal pleitegegangen. Die wissen, dass das nicht das Ende der Welt ist. Natürlich steht viel Geld im Feuer, doch wenn's wirklich—wirklich!—hart auf hart kommt, dann wird Deutschland nicht zahlen. Die Regierung wird unser Land wegen der Griechen nicht ruinieren. (Fürs Klima vielleicht schon, für die Griechen nicht).

Es wird auch gern vergessen, dass es schon mal eine sieche Währungsunion gab, nämlich die Lateinische Münzunion. Die existierte von 1865 bis 1926. Die Rolle als Stabilitätsanker, die Deutschland heute spielt, spielte damals Frankreich. (Das Deutsche Reich war damals nicht dabei).
Die Problemstaaten damals?
Alte Bekannte: Italien, Griechenland...
Die druckten nämlich zusätzlich zu ihren Münzen einfach Papiergeld, was natürlich prompt zu einer Inflation führte. Als es gar nicht mehr ging, haben die beiden Staaten ihr Münzgeld wieder nationalisiert und es war in den übrigen Staaten der Münzunion nicht länger gesetzliches Zahlungsmittel.

Die Griechen wollen sich nicht von Ausländern regieren lassen, sagen sie.
Andere fühlen genauso.