Freitag, 31. Juli 2009

Noch eine Prüfung

"Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten (staatlichen) Mächten! Denn es ist keine Macht außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet.
Wer sich daher der (staatlichen) Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil empfangen.
Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der Macht nicht fürchten, so tue das Gute, und du wirst Lob von ihr haben."
Römer 13, 1-3.

Regenten und staatliche Institutionen sind Gottes Diener, die dermaleinst auch Rechenschaft geben werden darüber, wie sie ihre Arbeit gemacht haben.

Um klarzustellen: Paulus spricht oben von einem Rechtsstaat, nicht einer Diktatur.
Das Römische Reich war im großen und ganzen ein herausragender Rechtsstaat. Könige haben den Römern ihre Reiche vermacht, weil sie unter ihren Thronanwärtern keine fanden, die nicht korrupt waren, und Rom war nicht korrupt.

Israel sollte seinerzeit ganz auf einen König verzichten und ausschließlich ein Rechtsstaat sein, in dem niemand über dem Gesetz steht. Dazu hatte ihnen Gott durch Mose ein einzigartiges Gesetz gegeben.

Auch Deutschland ist zur Zeit ein Rechtsstaat. Uns ist an seinem Erhalt gelegen. (Wir vergessen manchmal, daß die letzte deutsche Dikatatur noch keine 19 Jahre tot ist und heute schon wieder weichgezeichnet wird).

Wenn das Finanzamt also alle drei Jahre prüft, wo die Spenden an uns so hinwandern, dann kooperieren wir vollumfänglich. Entsprechend weiß das FA alles über uns, selbst noch, wie hoch die monatlichen Ausgaben fürs Porto sind.

Manchmal hat die Verwaltung noch Fragen, etwa, "Ihr unterstützt Reinhard Bonnke und CfaN, wer ist das?" oder "Was macht der IHP e.V. in Indien? Wer ist Corina Schiek in Afrika?" Dann erklären wir das.

Vor Jahren, (unter Rot-Grün), wurde sogar mal eine Außenprüfung angeordnet. Der freundliche Herr vom FA nahm daraufhin alle unsere Akten mit in die Behörde.
Ich war nicht amüsiert. Denn Glaubenswerke wurden damals in der ganzen Republik angegriffen. Von ostdeutschen Freunden erreichten mich Horrormeldungen über die geplante Zerschlagung von Evangelisationswerken. Prediger saßen auf dem Amt und mußten zuhören, wie die Behördenchefs die noch gar nicht konfiszierten Spendengelder umverteilten.
Im Westen wurden große Missionswerke schikaniert.
Was würde aus uns werden?
Zwei Wochen später konnte ich unsere Akten auf der Post wieder abholen. Ergebnis: "Änderungen haben sich nicht ergeben."

Diesmal betrug die Bearbeitungsdauer meiner Gemeindesteuererklärung fast zwei Monate. Viel Material, sicher. Doch ich fragte mich trotzdem, welche Fragen auf mich zukommen könnten. Der ein oder andere kennt vielleicht das Bangigkeitsgefühl bei einer Prüfung, das da ist, auch wenn man alles weiß und alles in Ordnung ist. Man ist Fremden ein Stückweit ausgeliefert. Niemand genießt das.

Am Mittwoch kam nun der Freistellungsbescheid, der uns das Ausstellen von Spendenquittungen erlaubt, (und den Unterstützern von Gottes Arbeit das Steuersparen).
Es war alles in Ordnung. Das FA hatte nicht eine einzige Frage gehabt.

Preis dem Herrn.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Unverwechselbare Wesen

"Der Weisheit Anfang ist: Erwirb dir Weisheit! Und mit allem, was du erworben hast, erwirb dir Verstand!"
Sprüche 4, 7

Bildung ist offenbar wichtig.

Gestern nahm mich ein Gönner mit zu einem teuren Vortrag von Paul Johannes Baumgartner, dem Moderator von Antenne Bayern mit täglich einer Million Zuhörern.

Dort lernten wir viele interessante Dinge, etwa daß es in Texas eine Radiosendung namens "Mancow's Morning Madhouse, (morgendliches Irrenhaus)" gibt, oder wie man in den rechten kleinen Zeh einatmet und zu wildfremden Leuten aus dem Bauch heraus "Ich liebe dich" sagt.

Ein Punkt war, daß es in den jeweiligen Sparten viele Produkte gibt, die alle dasselbe können. In praktisch allen Autos kommt man zum Ziel. Alle haben ein Lenkrad und vier Räder, bestehen aus Motor, Getriebe, Sitzen und Blech. Das einzige was sie ein wenig unterscheidet, sind die verschiedenen Persönlichkeiten der Marken.

Porsche zB investiert rund eine Milliarde (!) Euro in einen neuen Auto-Entwurf. Die erfinden dabei das Rad nicht neu. Vielmehr stecken sie all diese Energie in die Entwicklung eines unverwechselbaren Exemplars. Sie arbeiten an der Persönlichkeit des Produkts.

Diese Lehre kann man auch aufs Leben als Christ beziehen:
Jeder Christ ist in gewisser Weise auch ein Evangelist.
Weil wir alle denselben Jesus weitervermitteln wollen und alle dasselbe Evangelium predigen, unterscheiden sich auch die Christen nicht durch den Inhalt, sondern lediglich durch die Verpackung.
Wir sollten deshalb daran arbeiten, der bestmögliche "Wir selbst" zu sein und unser Potential auszuschöpfen.

Mein Vorschlag: Sei du selbst. Sei keine chinesische Kopie. Die Kopie ist nie das Original. Gott braucht dich so, wie du bist. Nur als du selbst kannst du Leute erreichen, die nur du erreichen kannst.

PS: Zehn Minuten bevor wir in die mittlere Großstadt zum Vortrag losfuhren, machte mein Gönner noch ein dickes, fettes Verkaufsgeschäft. Glory.

Dienstag, 28. Juli 2009

Grün und Blau

"Mit meinem Gott kann ich eine Mauer überspringen."
Psalm 18, 30

Gestern abend um halb zehn kroch ich vollkommen erschöpft, mit hochrotem Kopf, aus tausend Wunden blutend, jeden geprellten Knochen und jede zerfetzte Faser fühlend, emotional entleert, in mein Büro, um noch einen Blogeintrag zu machen.
Und schaffte es dann doch nicht mehr.
Ich robbte am Aquarium vorbei zum nepalesischen Tigerfell in Richtung Schreibtisch. Die Fische stierten mich an, als mir die Sinne schwanden.
Meine Kinder fächelten mir Kühlung zu und meine Frau hielt meine Hand.
Meine Augenlider vibrierten und schlossen sich. Für immer.

Heute habe ich noch nicht mal richtig Muskelkater, obwohl ich während der Ju-Jutsu-Gürtelprüfung zum Blaugurt gestern stundenlang mit größtenteils jüngeren und stärkeren Mitprüflingen gerungen habe. Gegen sie habe ich in den "Freien Anwendungsformen" sogar meistens gewonnen. Man lernt im Lauf der Zeit scheinbar doch was.

Als ich vor ein paar Jahren die Notwendigkeit erkannte und mit dem Sporttreiben begann, war schon das Fußballspielen während des Trainings eine Tortur. Ich kam mir dabei vor wie ein Sack Kartoffeln auf Stelzen.
Meine Partner waren russische Bären und amerikanische Soldaten, die mich anfangs (gefühlt) zu Hackfleisch verarbeitet haben. Ich kam vor Muskelstarre nicht mehr aus dem Auto raus, fühlte mich wie gefangen im Körper eines Hundertzwölfjährigen, und konnte tagelang nicht mehr lachen, ohne daß mir dabei der Brustkorb schmerzte.
Doch das ist lange her.
Heute fühle ich mich körperlich besser als vor zehn Jahren.
Sportliche Aktivität macht tatsächlich glücklich.

Manchmal werde ich gefragt, warum ich ausgerechnet Kampfsport betreiben muß.
Ganz einfach: in der Häkelgruppe war kein Platz mehr frei.

"Aber das ist doch brutal."
Im Gegenteil, wenn man's kann, ist Ju Jutsu sogar ein sehr eleganter Sport. (Häkelnadeln können dagegen gemeine Waffen sein!)

"Und die Ideologie? Das ist doch fernöstlich, meditiert ihr da etwa?"
Ju Jutsu hat zwar asiatische Wurzeln, wurde jedoch 1969 von den Deutschen Heim und Gresch vollständig überarbeitet und hat mit Zen-Buddhismus, usw. nichts zu tun. JJ ist vielmehr der deutsche Beitrag zum Budo. Weil es so gut ist, es ist fester Ausbildungsbestandteil bei Polizei, Justiz und Militär.

Es ist geschafft.
Ich war Grüngurt. Nun bin ich blau, (oberer Schülerbereich), und muß ein Jahr warten, um die Prüfung zum Braungurt machen zu dürfen.
Dann kommt schwarz...

Was ist mit dir, Büroperson? Trainierst du auch irgendwas?
Du solltest...

Montag, 27. Juli 2009

Geistliche Sehhilfen

Rund 60% der Deutschen sind einer Studie zufolge Brillenträger.
Vielen geht es so, daß sie mit zunehmendem Alter verschwommener sehen. Die einen erkennen nicht mehr klar, was weiter weg ist; andere sehen nicht mehr, was vor Augen liegt.

Hat man eine Sehbeeinträchtigung und trägt demzufolge eine Brille, sieht man die Welt wieder, wie sie wirklich ist.

Das läßt sich aufs Geistliche übertragen.
Viele leben im Stockdunklen, Halbdunklen oder Dämmerigen und schließen von ihrem traurigen Zustand auf den Zustand der Welt, wenn alles, was sie brauchen bloß mehr Licht oder halt eine Brille ist.

Es scheint gerade die Sonne. Auf meiner Terrasse heute morgen leuchteten die Blumen, die alle zu schreien schienen, "Bleib gefälligst da und schau uns an!" Alle möglichen Tierchen tummelten sich: Mücken im Wespentarn, dicke Käfer, die wie Kolibris in der Luft stehen und Nektar schlürfen. Riesenlibellen brummen vorbei und Hornissen schauen gelegentlich zum Fenster herein. Dann ist da noch das Vogelradio.

Eine Wunderwelt, die Nebelsichtigen verborgen bleibt.

Ähnlich verhält es sich mit geistlich Nebelsichtigen, (das sind wir irgendwie alle): Aufgrund des Sehdefekts, (des Lebens in einer gefallenen Welt), erkennen sie die reale Realität nicht und glauben, ihre Erfahrungen mit Gott, (oder deren Mangel), wären alles, was es gibt.
Doch das ist nicht so.
Es gibt geistliche Brillen, die uns klare Sicht verschaffen. Die wichtigste heißt "Wort Gottes." Jesus sagt in Johannes 17, 17 zum Vater: "Dein Wort ist Wahrheit."
Doch das Wort ist nur wie ein Gestell. Es müssen die passenden Gläser eingesetzt werden. Die bestehen aus Glauben.
Wenn ich eine Situation mit Glauben an die Verheißungen Gottes betrachte, stellt sie sich völlig anders dar, wie für einen Glaubenslosen. Der wird in Verzweiflung versinken, während der Glaubende--völlig irrational--noch im Sturm die Ruhe selbst ist.

Deine Brille für heute:
"Ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."
Römer 8, 38-39.

Freitag, 24. Juli 2009

Aus der Praxis

Therapeutin E.S. schreibt von guten Erlebnissen:

"Ich hatte letzte Woche ein Beratungsgespräch, bei einem Therapeuten, der selbst Ernährungsberatung macht. Als ich zu ihm kam, hatte er eine total esoterische Zeitschrift auf dem Tisch liegen und fragte mich, ob ich ihm etwas zu Jesus sagen könnte, da er in dieser Zeitschrift einen Artikel gelesen hat, der ihn sehr angesprochen hat. Ich habe ihm von meinem Glauben erzählt und er sagte: "Na dann versuch ich es doch mal mit dem Jesus!" Anschließend hatten wir die Beratung. Er hatte das Problem, dass er sich oft verschiedene Dinge nicht zutraut. Gott hat ihn dann an eine Begebenheit erinnert als er vier Jahre alt war. Eigentlich ein harmloses Erlebnis. Er hat sich davon getrennt und seine Mutter gesegnet. Dann hatte er ein Strahlen auf dem Gesicht und war überglücklich!

Eine Frau kam zu mir, weil sie seid 20 Jahren Therapie macht und trotzdem depressiv ist und totale Existenzangst hat. Sie ist gläubig aber ohne Gemeindeanbindung. Wir haben gebetet und Gott hat ihr ein Bild gezeigt. Ich hatte das gleiche Bild und wußte, dass sie es auch bekommen hatte. Sie hatte ein Bild vom Krieg. Ihr Vater wurde als 15Jähriger noch eingezogen. Seine Existenzangst hatte sich auch auf sie gelegt. Sie hat gebetet, ihn gesegnet und die Last der Existenzangst an Jesus abgegeben. Sie war dann total glücklich und sagte, sie hätte sich noch nie so sicher gefühlt.

Heute erhielt ich einen Anruf von einem jungen Mann, der einen Nervenzusammenbruch hatte. Er liegt im Krankenhaus und liest die Bibel. Bekehrt hat er sich noch nicht, möchte dies aber schnellstmöglich tun. Außerdem möchte er zur Seelsorge kommen und eine Gemeindeempfehlung haben."

Super, was Gott in E.s Praxis so tut.

Donnerstag, 23. Juli 2009

GR 2

(Fortsetzung von gestern zum Thema "Geistliches Wachstum").

"Legt nun ab alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden, und seid wie neugeborene Kinder begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch - damit ihr durch sie wachset zur Rettung - wenn ihr wirklich geschmeckt habt, daß der Herr gütig ist!
Laßt euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlannehmbar durch Jesus Christus!"
1 Petrus 2, 1-3+5

(Geistliche) Kinder lernen und werden langsam mit Verantwortung betraut, man muß jedoch damit rechnen, daß sie sich als unzuverlässig erweisen, (siehe Vers 1).

Hier vier Merkmale geistlich erwachsener Christen:

Erwachsene sind fähig, Verantwortung zu tragen. Sie fügen sich ein ins Gemäuer und halten. Als Steine tragen sie eine Schicht und werden selbst von einer anderen getragen. Sie sind zur Unterordnung genauso fähig, wie zur Autorität.

Sie können, in Liebe wandeln, selbst wenn man sie häßlich provoziert. Denn sie blicken über die Versuchung hinaus auf Gott, der in allem das letzte Wort hat, und ruhen in ihm. Jesus spricht hierüber in Matthäus 5, 43-48.

Geistlich Erwachsene sind fähig, Gott bei der Arbeit zu erkennen. In Psalm 103, 7 heißt es, "Gott tat seine Wege (Pläne) kund dem Mose, den Söhnen Israel seine Taten." Mose kannte Gott besser als Israel.

Ein Erwachsener ist gegenüber Lob und Tadel unempfindlich.
Paulus war egal, was Menschen über ihn dachten. (Galater 1, 10). Dennoch legte er seine Lehre den Aposteln in Jerusalem vor und ließ sie von denen prüfen. Er ließ sich also schon was sagen. Doch WER sprach, war ausschlaggebend.
Wer stets die Zustimmung, (oder den Applaus), von Menschen braucht, kann Gott nicht dienen.

Last, not least: Irdisches ist für geistlich Erwachsene zweitrangig. Ob das Auto nun ein oder zwei Jahre alt ist, oder fünf: Hauptsache es gefällt im großen und ganzen--und funktioniert.
Mose als Sohn der Tochter des Pharao achtete den Reichtum Ägyptens gering und ließ sich viel lieber mit Israel aus dem Land jagen. Statt im Luxus zu schwelgen hielt er es für besser, sich mit dem Volk in der Wüste herumzuärgern. Denn dort war Gott und darauf kommt's dem Erwachsenen an.

Wie schätzt du dich selber ein?
(Wie schätzt dich deine Frau, dein Chef, dein Pastor ein?)

Mittwoch, 22. Juli 2009

Geistliche Reife

"Wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre."
Epheser 4, 14.

"Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist."
Matthäus 5, 48.

Das obige Wort "vollkommen" bedeutet soviel wie "erwachsen." Gott sehnt sich nach geistlich reifen Kindern.

Geistliche Reife stellt sich nicht einfach so ein. Im Natürlichen wächst ein Mensch automatisch heran. Geistlich ist es hingegen sehr wohl möglich, jahrelang ein Baby oder ein Kind zu bleiben.
Seelisch auch. (Michael Jackson läßt grüßen).
Wie man zur geistlichen Reife gelangt, studieren wir derzeit am Mittwochabend.

Babies sind unschuldig--und haben ständig Hunger. Wenn die Eltern nicht aufpassen, vergiften sie sich oder schocken sich an der Steckdose, brennen sich am Bügeleisen oder fallen von der Treppe. Für all diese Vorkommnisse gibt es eine geistliche Entsprechung. So kann man sich zB mit pseudochristlichen Eso-Büchern prima wieder von Jesus entfernen.

Man kann Babies auch leicht verwöhnen, etwa indem man nachts das Licht anläßt.
Geistliche Babies beginnen zu greinen, wenn nicht ständig jemand bei ihnen anruft.
Doch hey! Wir waren alle mal Babies.

Kinder lernen und werden langsam mit Verantwortung betraut, sind aber unzuverlässig. Trägt man einem Kind auf, einen Brief in den Kasten zu werfen, so kann man sich glücklich schätzen, wenn es auf dem Weg keinen Freunden begegnet, die gerade Fußball spielen. Wehe wenn.

Kindliche Mitarbeiter verhalten sich ebenso. Heute sind sie mit Feuereifer dabei, nächste Woche erscheinen sie nicht zum Dienst. Warum auch? Geht doch eh nur um Dienst für Gott und der muß einem vergeben. "Dieu me pardonnera, Gott wird mir vergeben," sagte Heinrich Heine einst. "C'est son métier, das ist seine Aufgabe."
Heini, das ist arg kindisch.

Andere Kinder erinnern mich an den Bänkelsänger meiner verkifften Jugend, Hannes Wader: "Heute hier, morgen dort. Bin kaum da, muß ich fort... Hab es selbst so gewählt, nie die Jahre gezählt... Manchmal träume ich schwer, und dann denk ich es wär Zeit zu bleiben, usw." Sie wandern von Gemeinde zu Gruppe zu Zirkel, ohne je irgendwo nützlich zu werden für Gott.
Geistlichen Kindern erschließt sich das Große und Ganze noch nicht so recht. Sie erfassen nicht, daß es beim Herrn um mehr geht, als um sie und ihre Tagesstimmung.

Eigenschaften geistlich Erwachsener schauen wir heute abend an.

Dienstag, 21. Juli 2009

Earthrise: Die Erde geht auf



Heute vor 40 Jahren betrat mit Neil Armstrong zum ersten Mal ein Mensch den Mond.
Toll.
Doch was etliche Monde davor passierte, ist (für mich) genauso interessant:

Sieben Monate zuvor, am Weihnachtsabend 1968, umkreisten mit Apollo 8 zum ersten Mal Menschen den Erdtrabanten. Die drei Astronauten Borman, Lovell und Anders hatten eine Botschaft für die gebannt zuhörende Menschheit auf der Erde: Sie lasen, sich nach einigen Versen abwechselnd, 1 Mose 1. Das Video oben beinhaltet die Tonspur von damals, unterlegt mit schönen Bildern.

Die erste Botschaft, die der Menschheit vom Mond aus zugesandt wurde, war das Wort Gottes. An Weihnachten.

Im Video ist auch das berühmte Earthrise-Erdaufgangsfoto von Apollo 8 zu sehen, das erste seiner Art.

Sonntag, 19. Juli 2009

Happening am See

"So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln." Römer 6, 4.

Es hat nicht geregnet!
Es war sogar warm, (wenn die Sonne schien).
Und es haben hinterher sogar welche im See gebadet!

Um vier heute nachmittag fand sich nämlich eine Truppe von rund 30 Leuten aus dem CGZ am Schweinfurter Baggersee ein, um dort eine Taufe zu feiern. Sieben Leute, bis auf eine Person alle unter 30, waren so mutig und kamen mir nach ins eisige Brackwasser, (20° hat jemand gemessen, sibirisch), wo ich sie untertauchte, wie weiland Johannes im Jordan.

Zaungäste mit Glatze, schwarzen Bärten und Tarnanzughosen haben uns aus der Distanz interessiert beobachtet. (Gut, einer hatte Glatze und Bart, der andere trug die Camo-Hosen). Bestimmt freundliche Muselmanen aus der Nachbarschaft.

Enten schwammen um uns herum und ich habe mich wieder auf das Wort "Entengrütze" besonnen.

Ich gestehe, ich verstehe, wenn jemand lieber im Sennfelder Hallenbad getauft werden möchte. (Das haben wir bisher immer gemietet, wenn Taufe war: Weniger Taliban, weniger Enten, weniger Grütze). Doch wir vergessen dabei, daß der Jordan auch kein sauberer Fluß war, als dort getauft wurde. Und Jesus hatte sich keinen besonders schönen Tag ausgesucht, um für uns zu sterben. Obwohl's unbequem war, ging er nach Gethsemane und ließ sich auf die unangenehme Heilstat ein. Die drei Tage und Nächte waren auch einmal vorbei, und dann stand er von den Toten auf. Und die Getauften haben's nun hinter sich und sind getauft, Brackwasser hin oder her. Duschen sind ja erfunden.
Und hinterher gab's Kaffee und Kuchen--und gute Gespräche.

War ein super Tag.

Samstag, 18. Juli 2009

Drei Taufen

"Wir wollen ... nicht wieder einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott, der Lehre von Waschungen und der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht."
Hebräer 6, 1-2

Die aufgeführten Glaubensinhalte sind Grundwissen.
Das Wort "Waschungen" im obigen Vers ist im Griechischen "baptisma", was wörtlich nicht "Waschungen", sondern "Taufen" bedeutet. Es gibt also mehr als eine!

Da am Sonntag um 16.oo Uhr am Schweinfurter Baggersee eine Taufe stattfindet, gehe ich morgen früh mal auf diese Taufen ein, die jeder Christ laut Bibel erfahren sollte. Die Wassertaufe ist nämlich nur eine von dreien.

Alle, die getauft werden möchten, bitte ich, morgen früh anwesend zu sein. Diese Taufunterweisung ist Voraussetzung für die Taufe am Nachmittag.

Gegenwärtig hat's draußen 20.1 Grad. Falls es morgen nicht wärmer sein sollte, so ist sichergestellt, daß nur die getauft werden, die das wirklich wollen. (Ich schau gerade, an wen ich meinen Part delegieren könnte. Stefan, Jorge, lest ihr das...?)

Bitte Badekleidung mitbringen. (Muß nicht weiß sein). (Man erlebt da manchmal drollige Sachen...)

Donnerstag, 16. Juli 2009

Gott als Schriftsteller

"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit."
2 Timotheus 3, 16.

Christen glauben, daß die Bibel Gottes Wort ist. Sein Geist hat jedes Wort inspiriert. Auch wenn individueller menschlicher Stil jedem dieser 66 Bücher ein jeweils anderes Gepräge gibt, so stammt es in seiner Gesamtheit doch von Gott und ist aus einem Guß: "Niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist." 2 Petrus 1, 21.

Gott schreibt aber nicht nur auf Papier.

Wenn wir Gott folgen, dann spielt er auf unserem Leben "Klavier."
So war zB das Leben Jesu ein Schauspiel: "das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut." Angeschaut ist auf griechisch theaomai: zuschauen wie im Theater.
Die Details der Kreuzigung haben alle eine symbolische Bedeutung, die zu erklären hier zu weit führen würde.

In der Natur offenbart sich Gott ebenfalls als Schriftsteller. Er hat nämlich in jede Zelle einen Code gelegt, der dafür sorgt, daß sie an einem bestimmten Bauplan mitarbeitet. Der Apfelbaumcode sagt Apfelbaumzellen, daß sie tote Materie zu lebendigen Apfelbäumen zusammenfügen sollen.
Und die machen das.

Der Forscher, der seinerzeit im US-Regierungsauftrag die Gruppe leitete, die den menschlichen Gencode entschlüsselte, ist Christ. Dr. Francis S. Collins sagt, der Human-Gencode umfaßt drei Milliarden Buchstaben. Wenn man dieses DNS-Handbuch wie ein normales Buch lesen möchte, dann müßte man 31 Jahre lang ununterbrochen lesen.
Und wir Menschen tragen diese enorme Menge an Information in jeder einzelnen der 100 Billionen Zellen unseres Körpers.
Gott schreibt gigangische Mikrobücher.
Und auflagenstark ist er auch noch.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Eine Weltregierung?

Der Papst hat neulich eine neue Enzyklika herausgegeben, in der aus sozialen Gründen u.a. die Errichtung einer Art Weltregierung gutgeheißen wird.

Was heißt "Nein danke" auf esperanto?

Eine Weltregierung hatten wir nämlich schonmal, damals, als Nimrod als großer Jäger von Babel aus über die Menschen herrschte. Wir erinnern uns: er und sein Volk, (bloß die ganze Menschheit), beschlossen, eine Stadt und einen himmelhohen Turm zu bauen. Das Letzte, was Nimrod dabei im Sinn hatte, war Gott zu dienen. Der kam nämlich und schaute, was die Menschenkinder da so trieben.
"Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle, und dies ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie zu tun ersinnen." 1 Mose 11, 6.

Ein Diktator, der einer Weltregierung (und deren Militär) vorsteht, kann die ganze Welt in die Katastrophe stürzen. Deswegen ist Gott gegen Weltregierungen. Deshalb verwirrte er in Babel die Sprachen der Menschen, so daß die, die sich verstanden, sich zusammenscharten und neue Gemeinwesen schufen.

Sicher hatte er dabei die Sicherheit seiner Kinder vor Verfolgung im Sinn:
"Und Amazja," von Israel "sagte zu Amos: Seher, geh, flieh schnell in das Land Juda! Iß dort dein Brot, und dort magst du weissagen!"

In Staatsdingen ist Gott ein Pluralist.
Man stelle sich vor, die ganze Welt wäre Nazideutschland, oder Sowjetrußland, oder Maos China oder Pol Pots Kambodscha oder Kims Korea. Deren Führer haben's alle nur gut gemeint.

Deswegen sind Weltregierungen keine gute Idee.

Dienstag, 14. Juli 2009

Strickleitern kann man nicht anlehnen

"Aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme."
Epheser 2, 8.

Millionen vertrauen darauf, daß ihre guten Werke sie vor Gott so angenehm machen, daß er sie in den Himmel läßt. Mit ihren guten Taten lehnen sie eine Leiter an den Himmel und klettern hoch.
Diesem Selbstbetrug sitzt mindestens die halbe Welt auf. Denn wenn wir unsere guten und unsere schlechten Werke auf die Waage legen, dann finden wir immer, daß bei uns die guten Taten überwiegen, (bei unseren Mitmenschen komischerweise fast immer die schlechten).

Wie gibt's das?

Das ist so, weil wir uns selber nach unseren Motiven beurteilen, die anderen jedoch nach ihren Taten. Und wir meinen's selbstverständlich immer gut, (das dachte sogar Al Capone von sich), während die anderen einfach nur fies sind. ("Die Hölle," sagte einst ein französischer Philosoph, "ist andere Menschen").

Die Wahrheit ist: keiner Mensch der Welt ist gut genug, um in den Himmel zu kommen: "Sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer." (Römer 3, 12). Wir sind alle verratzt.

Deswegen wird uns die Erlösung geschenkt.
Einfach so.
Aus Gnade, (die per Definition immer unverdient ist).
Gott läßt uns eine Strickleiter aus dem Himmel herab. (Solche Leitern werden von oben geschenkt. Man kann sie nicht von unten anlehnen).

Nun ist es offensichtlich, daß nicht alle Menschen erlöst und gerettet sind. Wenn wir uns den Himmel nicht verdienen können, was ist dann nötig, um von Gott angenommen zu werden?

Der Glaube an das vollbrachte Sühnewerk Jesu.

Er, der Unschuldige, litt für uns Sünder. Er wurde geschlagen, gekreuzigt; er starb und ging an unserer Stelle an den Ort des Gerichts, die Hölle, damit wir dort nicht hinmüssen.
Dieses Erlösungswerk hat Gott alles gekostet. Nun besteht er darauf, daß wir Jesus als Erlöser annehmen und ihn in unser Leben einladen. Dann werden wir von neuem geboren: die Sündennatur verschwindet und die Natur Christi hält Einzug in unser Herz.

Dann wollen wir gute Werke tun. Die will Gott nämlich sehr wohl von uns sehen. Dem eingangs zitierten Vers folgt nämlich dieser:
"Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen."
Epheser 2, 10.

Sonntag, 12. Juli 2009

Jesus wirkt heute!

"Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."
Matthäus 28, 20.

Viele wünschen sich die Tage der Apostel zurück. Natürlich war das damals eine super Zeit und die Kraft Gottes offenbarte sich. Doch dabei wird oft übersehen, daß der Herr heute millionenfach mehr tut, als damals. Denn heute sind einfach viel mehr Christen unterwegs. In allen Erdteilen gibt es Menschen, die im Glauben kühn voranschreiten. Durch die wirkt Gott und baut sein Reich.
Auch wenn darüber kaum was in der Zeitung steht: Das Evangelium rollt derzeit die Welt auf.
Selbst in Mitteleuropa erleben wir Aufbrüche. Die sind noch nicht überall angekommen, doch wenn wir dranbleiben, dann wird das auch noch.

Während der Praise Night gestern erzählten viele, was sie in diesen PN-Versammlungen mit Jesus erlebt haben.
Hier zwei Beispiele:
G.P. litt acht Jahre lang unter einer Schuppenflechte, die vorige Woche während der Haßfurtevangelisation einfach verschwand, ohne Gebet, ohne alles, einfach während des Singens. Seitdem prüft sie jeden Tag, wo das Ding geblieben ist. Doch die Flechte ist und bleibt weg.

G.P. hatte im Juni ihre Bekannte A. mitgebracht, die im Dezember '08 ihren linken Oberarm gebrochen hatte. Dieser Bruch weigerte sich standhaft, zu verheilen. Die Ärzte waren ratlos. Während der Praise Night im Juni nun rührte Jesus sie an und während der folgenden medizinischen Untersuchung befand der Arzt, daß der Knochen praktisch völlig zusammengewachsen war. Nach einem halben Jahr Qual war in wenigen Tagen der Sieg gekommen.
A. war außer sich vor Freude.

Solche Dinge tut Jesus heute. In der unterfränkischen Provinz.

Diesmal waren gar Gäste aus der Stuttgarter Gegend angereist. Zwei nette junge Männer, die irgendwoher CDs mit ein paar meiner Predigten bekommen hatten. (Grüße an alle, die uns über Online-Predigt kennengelernt haben). Gott segne sie.

Und heute morgen im Gottesdienst erzählte K.W., "praktizierender Landwirt", der bis zur Halskrause verschuldet war, wie der Herr ihm einen Schweizer Investor auf den Hof schickte, der ihm nun für fast eine Million Euro eine Biogasanlage aufs Land baut. Kostenlos für K., sozusagen. Der Gewinn wird geteilt.
Der Mann macht aus Mist Geld--im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich kenne ihn: K.W. ist ein treuer und gebefreudiger Mann des Glaubens. Mit dem nimmt's noch mal ein gutes Ende.

Gott bevorzugt niemanden. Wenn wir von solchen Dingen hören, sollte das unseren Glauben inspirieren, nicht unseren Neid.

Es liegt ein Segen auf der Jesus-Nachfolge.

Samstag, 11. Juli 2009

Praise Night heute abend

Um 19.30 Uhr beginnt die Juli-Praise Night; wir erwarten wieder gute Sachen vom Herrn.

Jorge und die Band sind schom im CGZ und üben. Ihre Musik wird immer gesalbter und professioneller.

Noch was:
Im Juni beteten wir für T. Sie hatte sich nach eigenen Angaben einen Zeh gebrochen. (Wir erinnern uns: Er sah wirklich groß und rot aus). Sowas würde ihr jedes Jahr mal passieren und immer dauere es Monate, bis das wieder verheilt. Auch diesmal war etwa das Treten des Kupplungspedals eine knackende Tortur.
Doch zehn Tage nach dem Gebet war diesmal alles vorbei. Fuß schaut wieder normal aus und ist wieder belastbar.
Ihr Mann hat sich letzte Woche in Haßfurt bekehrt.

Soli Deo gloria.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Corina und die fremde Frau

"...zuerst Gras, dann eine Ähre, dann der volle Weizen in der Ähre."
Markus 4, 28

Corina S., unsere Afrikamissionarin, sprach gestern abend im CGZ.
Sie ist eine Frau des Glaubens und schilderte u.a. ihren Vertrauenswachstumsprozeß: Vor einigen Jahren als Bibelschülerin lag sie noch im Bett und machte sich Sorgen, wie sie morgen ihr knappes Geld für die Lebensmittel einteilen sollte. Heute, als Leiterin von Pop Up Kids in Südafrika, vertraut sie Gott für wesentlich größere Beträge. Wir helfen ihr hierbei, eigentlich schon seit sie in die RSA hinuntergezogen ist.
An dieser Stelle Dank an alle, die da regelmäßig mitmachen.
Der Herr segnet Corina und so kann sie sich vor guter Arbeit kaum retten. In ein paar Tagen fliegt sie wieder zurück auf die Südhalbkugel.
Gott segne sie.

Unter den 30-40 Anwesenden gestern abend fiel mir eine Frau in orangener Bluse auf, die ich nicht kannte. Sie gehörte irgendwie dazu, irgendwie aber auch nicht. Nach der Versammlung begrüßte ich sie und fragte, wer sie mitgebracht habe, bzw. wie sie auf uns aufmerksam geworden sei.
Was dann kam, war wirklich erstaunlich:
Sie sei die B19 entlanggefahren, als sie den Impuls verspürte, nach Geldersheim abzubiegen.
Das tat sie.
Dann fuhr sie nach rechts ins Gewerbegebiet, wo wir ja nun nicht zu übersehen sind. Sie fand den Bibelabend-Eingang hinten, ging die Treppe hoch ins kleine Auditorium--und nahm am Gottesdienst teil, als Fremde unter Fremden, einfach so.
(Vielleicht sollte ich anmerken, daß die Lady während unseres Gesprächs nicht plötzlich in Ausdruckstanz verfiel. Sie machte vielmehr den Eindruck einer vollkommen besonnenen Mitteleuropäerin; S. kam nicht im geringsten flippig, esoterisch oder abgehoben rüber).

Sie sagte, sie wird wiederkommen.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Corina Schiek spricht

Heute abend, Mittwoch, 08.07.2009, um 19.30 Uhr spricht Corina Schiek im CGZ.

Corina ist eine Frau des Glaubens.
Sie ist unsere Afrikamissionarin und managt die Pop Up Kids-Arbeit in der Republik Südafrika.

Sie wird einen kurzen Film zeigen, berichten, was läuft und ein Teaching aus der Bibel bringen.

Dienstag, 7. Juli 2009

Anja und das Wasser

"Hallo Gert! muß dringend noch ein Zeugnis mit Wasser und Naturgewalten loswerden,....

sicher hast Du von dem schlimmen Unwetter in Msp gehört?? am Freitag abend hauste ein echt schlimmes Wetter- und die FLut zu Noahs Zeiten gewann eine neue Bedeutung für mich!.. Ich finde es ja immer noch spannend dem strömenden Regen zuzusehen- aber als es 2 Std wie aus Kanistern goß machten wir uns dann doch Gedanken: wir wohnen im Hochwassergebiet ganz unten am Bach und sind die ersten die nasse Füße kriegen! Beim Abendessen lasen wir dann Psalm 91 und nahmen es für uns als persönlich geltendes Wort Gottes an.
Der Regen ließ nur sehr langsam nach und im Keller konnten wir sehen, wie das Wasser stieg....knöcheltief Wir waren entmutigt und hatten ein paar Fragezeichen im kopf: Das Wort Gottes ist Wahr! ???
Am nächsten Tag waren dann die Ausmaße des Unwetters in Berichten zu erfassen: in Binsbach verwandelte sich das gleichnamige 10 cm Rinnsal in einen reißenden Fluß von 1m Tiefe quer durchs Dorf: spülte einen nagelneuen Mercedes aus der Garage: Totalschaden, schmiß einen Wohnwagen um und zwei Mädels mußten sich am Laternenmast festklammern bis sie von der Feuerwehr per Seil gerettet wurden...meine Freundin wohnt ganz oben auf dem Berg und bei ihr kam das Wasser durchs geschlossene Fenster und stand im kompletten Keller 1,80m hoch!!!! bei Nachbars spülte auch die Flut vorbei und die Autos standen im Wasser- 70 cm.... andere Nachbarn hatten auch die ganze Nacht die Feuerwehr zu Gast- 1m Hochwasser auch im Keller. da macht bei uns doch ein bißchen Wasser im Garten und 15cm im Keller nix!....;-)))... zumal der Keller eh ausgeräumt werden sollte und dieses Projekt immer erfolgreich verschoben wurde....ich verstehe das Hochwasser als Entscheidungshilfe hahaha!

Am nächsten Tag war das gleiche Wetterszenario nochmal gemeldet: alles zitterte. ich bin glaubensmutig in den Keller gegangen (hihihi) und hab den Wolken geboten- es wölkte schon sehr schwarz und verdächtig herum...) und hab dann meine Arbeit gemacht- es regnete kurz- 10min oder so und das wars!
keine neue Flut und keine neue Katastrophe!!!!

Der Herr ist gut! ;-)) -- "
A.B.

Inside GPN-HAS

"Hallo Gert

So, hier ein kleines Zeugnis vom Samstag Abend.
Als wir in Haßfurt vor dem Gospel-Prais für den Abend gebetet haben, hatte ich danach ein kleines Gebetsanliegen für mich. Und zwar hatte ich schon seit Tagen so ein Zucken im rechten Auge. Kennst Du das? Das ist so ein unangenehmes Gefühl, wenn ständig das Auge unkontrolliert zuckt und zuckt und zuckt. Echt nervig. Aber das kennen wahrscheinlich viele.
Auf jedenfall habe ich das so in unserer Gebetsrunde gesagt. Und dann hat Stefan N. seine Hand auf mein rechtes Auge gelegt und alle anderen haben ihre Hände zu mir ausgestreckt und gebetet. In dem Moment, als Stefan mir seine Hand auflegte, habe ich schon gemerkt, wie sich mein Auge entspannt. man war das ein gutes Gefühl!!!!!! Das Zucken hat erst nicht sofort aufgehört, doch im Lobpreis habe ich nichts mehr davon gespürt! Heute Morgen wollte es wieder anfangen zu zucken, doch ich habe im Namen Jesus gesagt, daß für mich gestern gebetet wurde und ich will das nicht mehr! PUNKT! Und siehe da - es zuckt nicht mehr! Jipppiiiiiii, bin ich froh!

Ja, und zu guter letzt war gestern bei der Prais-Nacht, äh eigentlich Prais-Abend, meine Arbeitskollegin da. ..... Was sie gehört hat, hat ihr sehr gut gefallen, auch ihrem Mann hat es gefallen (der ist "Rocker" 'grins' ) . Sie war auch sehr erstaunt, daß "mein Pastor" so ein interessantes Hemd anhatte............." S.S.

(PS: Ich hatte ein wunderschönes Hawaii-Hemd an. GH).

Gospel Praise Night in HAS

"Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!"
Markus 16, 15.

"Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte."
Markus 16, 20.

Am Samstag war das Praise Night Team zum ersten Mal auf Tour, in Haßfurt.
Die Rathaushalle war voll aufgestellt mit 90 Stühlen, die zum allergrößten Teil gefüllt waren. Angesichts der Tatsache, daß wir keine Ahnung hatten, wieviel kommen würden, war das sehr ermutigend.

An dieser Stelle sei den rund 20 Mitarbeitern des CGZ gedankt, die für einen gelungenen Abend sorgten, vom Hallenmieten über die Musik, die Technik, den Sound, Ordnerdienst, bis zu den belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen hinterher.
Das lief alles wie von selber, obwohl es natürlich harte Arbeit war.
Jorge + Band spielten souverän.
Ich hatte es am schönsten, mußte nur noch ein wenig predigen und dann mit den Leuten beten. Und selbst da half mir Stefan N.
Mit wenigstens fünf Personen, die Jesus in ihr Leben einluden, habe ich persönlich gebetet. Geheilt wurde noch eine Reihe mehr.

C.H. beschrieb, wie schon während der Predigt ein "Strahl" in ihr entzündetes linkes Knie fuhr. Dann waren alle Symptome weg.
K. und M.W. hatten K.s Tante mitgebracht, die sich prompt bekehrte, obwohl sie K. und M. zuvor für spinnert hielt, weil sie sich einer Sekte angeschlossen hätten. Nun ist sie selber da gelandet.
Im Auto nach Hause fragte M.: "Na, Tante, Wie geht's denn deinem Fuß?"
"Im Moment hab ich keine Schmerzen mehr."
M. verdrehte die Augen. Offenbar war die Gute nicht aufgrund ihres großen Glaubens geheilt worden, sondern weil Gott barmherzig ist. Unsere Erfahrung ist: vor allem in evangelistischen Veranstaltungen setzt der Herr bei den Leuten sehr wenig voraus.

Wunder sind Werbung für Jesus.

Viele andere gute Dinge sind außerdem passiert. Jetzt überlegen wir, wo wir als nächstes hingehen könnten. Gibt es Gemeinden, die an so einer Praise Night Interesse hätten?

Der nächste Lobpreisabend findet übrigens schon am Samstag, 11.7.09, im CGZ statt.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Hor(r)o(r)skope

Angeblich glauben rund 50% der Deutschen an Horoskope.
Pfffffffff.

Nun habe ich erfahren, daß es neben dem babylonischen, (aus dem das heutige westliche hervorgegangen ist), noch ein chinesisches, ein indisches und ein aztekisch/mayanisches Astrologiesystem gibt. Und die unterscheiden sich alle.
Wessen Sterne haben nun recht?

Die Tierkreiszeichen kannten schon die Sumerer vor ca. 6000 Jahren. (Die Sumerische ist wohl die älteste Zivilisation. Eden lag an den Quellen von Euphrat und Tigris und somit in Sumer. Abraham stammte aus Ur, einer sumerischen Hauptstadt).
In Hiob 38, 32 erwähnt Gott im Gespräch mit Hiob die Zodiakzeichen: "Kannst du die Tierkreisbilder hervortreten lassen zu ihrer Zeit und den Großen Bären leiten samt seinen Jungen?" Hiob ist das älteste Buch der Bibel.
Die Himmelszeichen, wie wir sie kennen, hat wohl Gott dem Menschen bekanntgemacht.
Doch wozu?
Zur Schicksalsbestimmung?
Ganz sicher nicht. Denn die Sterne bestimmen uns nicht, sondern "des Menschen Wille ist sein Himmelreich." Unser Wille hat mehr mit unserem Schicksal zu tun als die meisten äußeren Einflüsse. Mit unserem Willen entscheiden wir uns, ob wir Gottes Wort befolgen oder es verwerfen. Unsere Willensentscheidungen haben Konsequenzen, nicht, in welchem Verhältnis Venus und Saturn gerade stehen.

Gott hat uns die Sterne zu folgendem Zweck gegeben: "Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren; und sie sollen als Lichter an der Wölbung des Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten!" 1 Mose 1, 14.

Sie dienen also zur Bestimmung von Jahreszeiten.
Und außerdem schauen sie gut aus.

Hiob 31, 26-28: "Wenn ich das Licht der Sonne sah, ..., und den Mond, wie er prächtig daherzog, und mein Herz sich dann im Geheimen betören ließ und ich Kußhände warf! Auch das ist Schuld, die vor den Richter gehört! Ich hätte ja Gott droben verleugnet."

Den Mondstand zur Lebensplanung, zur Ermittlung von günstigen Zeitpunkten zu verwenden ist Götzendienst am Weltall.
Hiob wußte das.