Dienstag, 31. Mai 2016

Prima Wochenende mit Andreas Herrmann

„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott.“
Apostelgeschichte 16,25.

Die Heilungsgottesdienste mit Andreas Herrmann waren gut. Schön war's. Viele wunderbare Dinge haben sich getan. Wobei wir auf ein Phänomen gestoßen sind, das normalerweise nur in Großstädten vorkommt, nämlich an jedem Abend großteils andere Besucher vorzufinden als am Tag zuvor. Sehr interessant.
Bis aus Salzburg reisten Gäste an.
Am Sonntag sprach er über Männer (!). Die Predigt kann man sich derzeit mit Gewinn auf der Homepage anhören.

Andreas ist auch ein begabter, flutschefingriger Gitarrero, der Instrumenten ganz erstaunliche Geräusche entlocken kann. Wenn er zu uns kommt, dann bringt er immer einige seiner Gitarren mit und wir klampfen ein wenig. Diesmal ist eine davon bei mir hängengeblieben, weil sie mir so gut gefallen hat, obwohl sie ziemlich verhaut ausschaut. Doch der Ton macht ja bekanntlich die Musik, und der ist wirklich galaktisch.

„Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg. Ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.“ (Psalm 50,23).

Donnerstag, 26. Mai 2016

Andreas Herrmann im CGZ

„Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer.“
Epheser 4,11

Gott hat in seine Gemeinde unterschiedliche Gaben gesetzt. Wir können nicht alle alles gleich gut, sondern haben unterschiedliche Gabenausstattungen. Während ich selber eher ein Bibellehrer bin, ist Andreas Herrmann vom Christlichen Zentrum Wiesbaden ein Evangelist.
Wenn ich jemanden auffordere, Christ zu werden und dann Gründe dafür aufzähle, so braucht der Betreffende hinterher eine Woche Seelsorge. Andreas hingegen braucht da gar nichts groß erklären. Er ist ganz locker flockig er selber, und wenn er dann zum Altarruf kommt, wollen sich die Leute bekehren.

Außerdem hat er einen prima Heilungsdienst. Er inspiriert Menschen dazu, Gott zu glauben, und Gott rührt Menschen an und heilt sie von ihren Gebrechen. Super Sache.

Die Heilungsversammlungen beginnen am Freitag und Samstag, 27.-28.5.2016, um 19:30 Uhr.
Am Sonntag um 10:30 Uhr spricht Andreas im Sonntagsgottesdienst.
See you then.

Freitag, 20. Mai 2016

Pfingsten heute: Einwände gegen die Geistestaufe und Einwände gegen die Einwände

„Pastor, der Teil von Markus 16, in dem steht, „Sie werden in neuen Sprachen reden“ als eines der Zeichen, die den Gläubigen folgen werden, wurde dem Buch später hinzugefügt.“

Dieser Einwand ist recht weit hergeholt.
Es stimmt zwar, dass einige Manuskripte Markus 16,9-20 auslassen, viel mehr beinhalten sie jedoch. Selbst in der lateinischen Vulgata von Hieronymus stehen diese Verse. Die Kirchenväter zitieren sie bereits im 2. Jahrhundert. Außerdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass der powervolle Evangelist Markus sein Buch mit den Worten „denn sie fürchteten sich“ beendet hätte. Da lachen doch die Hühner.

„Also gut, wenn Markus 16,9-20 echt ist, dann müssen Christen auch Schlangen aufheben, oder nicht? Steht doch da: Sie werden Schlangen aufheben. Vers 18.“

Nirgendwo im neuen Testament lesen wir, dass die Apostel oder sonst irgendwelche Jünger umhergegangen wären und nach Belieben Schlangen aufgehoben hätten. Paulus wurde in Apostelgeschichte 28 3-5 zwar von einer Schlange gebissen, doch er hat sie nicht herumgewirbelt um allen zu zeigen was für ein toller Gläubiger er war, sondern schüttelte sie ab ins Feuer. Gott schützte ihm vor ihrem tödlichen Biss und er kam nicht zu Schaden.

Der einzige, der in der Bibel Schlangen aufgehoben hat, war Mose.
Gott hatte seinen Stab in eine Schlange verwandelt. Als Mose sie am Schwanz packte, wurde sie wieder zu einem nützlichen Hirtenstab. (2. Mose 4,4). Für mich hat diese Passage, genauso wie die in Markus 16 in diesem Fall, auch eine symbolische Bedeutung. 
Der Mensch als solcher symbolisiert den Staub.
Der fiel Gott im Sündenfall aus der Hand und verwandelte sich in eine üble Natter. Doch wenn der Gläubige sich bekehrt, dann nimmt Gott ihn wieder in die Hand und er verwandelt sich zurück in einen nützlichen Gegenstand. Für mich spricht diese Schlangenangelegenheit von der neuen Geburt, die diejenigen in dem Moment erfahren, indem sie beginnen, an Jesus zu glauben.

„Aber die Apostel und anderen Sprachenredner haben an Pfingsten nicht in unbekannten Sprachen geredet, sondern wurden von den Zuhörern verstanden. Sollte das dann nicht heute noch genauso sein?“

Am Tag der Pfingsten haben Menschen aus 17 Sprachen gehört, was die 120 sprachen und haben es verstanden. Doch ob alle alles verstanden, bleibt dahingestellt. Zu späteren Zeiten jedenfalls blieben die Sprachen meistens unverständlich. Paulus sagt in 1. Korinther 14,2 auch: „Wer in einer Sprache spricht, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott, denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse.“
So sehen wir, wenn man nach Pfingsten in Sprachen redet, spricht man in erster Linie zu Gott und nicht zu anderen Menschen.

„Pastor, du predigst, dass alle in Sprachen beten sollten, die an Jesus glauben. Aber Paulus stellt in 1. Korinther 12 die Frage: „Reden alle in Sprachen?“ Das deutet doch an, dass dem nicht so ist, oder?“

Leute, die dieses Argument vorbringen, reden allesamt nicht in Sprachen. Was sie eigentlich meinen, ist: „In unseren Kreisen spricht niemand in Sprachen, und wenn bei euch alle in Sprachen reden, dann behaupten wir, dass da was nicht stimmt, nicht zuletzt um das Thema wieder loszuwerden.“
Dem ist entgegenzuhalten, dass Paulus hier nicht von dem Initialgebet beim Empfang der Geistestaufe spricht, sondern von einer der neun Geistesgaben, welche die Geistestaufe noch mit sich bringt, (und auf die wir hier nicht eingehen). Das Sprachenreden auf das er sich hier bezieht, ist eine Gabe, die in der Versammlung praktiziert wird, wo dann auch ein Ausleger dieser Sprachenrede gegenwärtig sein sollte. Hier ist nicht die Rede vom persönlichen Sprachengebet im stillen Kämmerlein.

Im Alten Testament gibt es eine Begebenheit, die an diese öffentliche Gabe erinnert. In den Tagen Belsazars erschien, als dieser gerade eine Orgie feierte, eine Schrift an der Wand, geschrieben vom Finger einer Menschenhand. Es waren die Worte „Mene, mene, tekel upharsin.“ Niemand konnte sie entziffern. Es waren Worte in einer unbekannten Sprache, die ich jedoch von Daniel dem Propheten, indem der Geist Gottes wohnte, ausgelegt werden konnten. Als der Prophet die Worte interpretierte, stellte sich heraus, dass es sich um ein Gerichtsurteil handelte. „Du bist gewogen worden und zu leicht befunden worden.“ (Daniel 5,27).
In jener Nacht starb Belsazar, der König der Chaldäer.

„Pastor, das Sprachenreden kann so wichtig nicht sein, denn Paulus erwähnt es nur in einem Brief. Wäre es so eine große Sache, wie du behauptest, dann würde Paulus doch öfter darüber geredet haben.“

Interessanter Gedanke.
Nach dieser Logik wäre auch das Abendmahl von geringer Wichtigkeit, da es nämlich tatsächlich nur in einem einzigen Brief, ebenfalls 1. Korinther, erwähnt wird—und an nur einer Stelle, Kapitel 11! Im Gegensatz dazu wird das Sprachenreden in demselben Brief mehr als 18 mal erwähnt, (wenn ich mich nicht verrechnet habe).

Paulus erwähnt das Sprachenreden jedoch auch noch an anderen Stellen in seinen Briefen. Nehmen wir Epheser 5,18 und Kolosser 3,16. Dort sagt Paulus „Berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist, indem ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt.“

Eine starke Stelle ist außerdem Römer 8,26f: „Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt. Aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern. Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß.“
Im Licht von 1. Korinther 14 wissen wir, dass hier die Rede vom Sprachengebet ist.
Paulus erwähnt dieses Phänomen also durchaus öfter in seinen Briefen.
Wer Augen hat zu sehen, der sehe.

„Pastor, Paulus sagt, dass er in der Gemeinde lieber 5 Worte mit dem Verstand reden will als 10.000 in einer unbekannten Sprache. (1. Korinther 14,19). Predigen ist also 2000 mal besser als in Sprachen zu reden.“

Du musst diesen Vers im Kontext betrachten.
Paulus sagt in Vers 5, dass derjenige, der weissagt größer ist als derjenige, der in Sprachen redet, es sei denn dass er es auslegt, damit die Gemeinde erbaut werde. Und schon schaut die Sache ganz anders aus. Paulus sagt hier, dass ein öffentliches Zurschaustellen des Sprachengebets so überflüssig ist wie ein Kropf. Er spricht sich jedoch nicht gegen das private, persönliche Sprachengebet in deiner Zeit mit Gott aus.

„Pastor, die Zeit der Zeichen und Wunder und der übernatürlichen Phänomene ist vorbei. Ich bezweifle nicht, dass Gott, wenn er will, auf transzendente Weise immer mal wieder eingreift. Doch was du hier predigst, die unmittelbare Nähe Gottes, das zu erwarten erscheint mir doch recht vermessen.“

Der Teufel behauptet auch dauernd, die Zeit der Zeichen und Wunder wäre vorbei.
Doch der lügt.
Diese Zeiten sind überhaupt nicht vorbei. Nur weil wir in weiten Teilen unseres Landes wenig davon merken, heißt nicht, dass Gott sich zurückgezogen hätte. Manchmal erscheint mir das Argument, wir könnten Gott heute nicht mehr so erleben, wie in biblischer Zeit, wie ein billiges Argument, ihn nicht mehr suchen zu müssen. Tatsache ist jedoch: Jesus verändert sich nicht. Er ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe.
Wir verändern uns jedoch ständig.

„Pastor, wenn die Geistestaufe und das Sprachengebet so wichtig sind, warum tauchen sie dann in der Kirchengeschichte nicht weiter auf?“

Nun, das stimmt so nicht.
Auch in den Jahrhunderten nach Pfingsten hat sich dieses Phänomen erhalten. Sankt Augustin etwa, der bekannte Theologe, (dem ich beileibe nicht in allen Dingen zustimme), schreibt in seinem berühmten Buch Civitas Dei (Stadt Gottes): „Wir tun noch immer was die Apostel taten, als sie die Hände auf die Samariter legten und den Heiligen Geist auf sie herabriefen, indem sie ihnen die Hände auf legten. Es wird erwartet, dass die Bekehrten in neuen Sprachen sprechen.“

Chrysostomus, ein weiterer Kirchenvater, bezeugt die Geistesgaben auch in seinen Tagen.
In der Encyclopedia Britannica steht, dass die Glossolalie (Sprachenrede) in „christlichen Erweckungen in allen Zeitaltern, zum Beispiel unter den mendicant friars (Bettelmönchen) des 13. Jahrhunderts“ und vielen anderen Bewegungen vorhanden war.
Ich hab sogar mal gelesen, dass der heilige Franz Xaver in bemerkenswerter Weise in Sprachen gesprochen habe. So richtig bahngebrochen hat sich Pfingsten in unseren Tagen jedoch erst wieder in den großen Erweckungsbewegungen in Armenien und Kalifornien um das Jahr 1900. (Wobei man dazu sagen muss, dass die Armenier von russischen Christen diesbezüglich erweckt worden sind. Von wem die es wiederum hatten, verschwimmt im Nebel der Geschichte).

„Pastor, das Sprachengebet, wie ihr es praktiziert, ist vom Teufel. Es hat seine Quelle in dämonischer Aktivität!“

Dieses Argument werde ich nie verstehen.
Jesus höchstpersönlich sagte in Lukas 11,10: „Jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden. Wo ist unter euch ein Vater, den der Sohn um einen Fisch bitten wird—er wird ihm statt des Fisches doch nicht eine Schlange geben? Oder auch, wenn er um ein Ei bäte—er wird ihm doch nicht einen Skorpion geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“
Man muss schon sehr vernagelt sein, um einen Teufel zu erwarten, wenn man Gott um den Heiligen Geist bittet.

Damit soll es jetzt mal gut sein.

Pfingsten heute: Warum in Sprachen reden?

„Pastor, warum soll ich in Sprachen reden? Dieses doofe Gebrabbel beleidigt doch den Verstand. Es erscheint mir viel intelligenter, Gott mein Lob und mein Leid aus tiefstem Herzen mit verständlichen Worten vorzutragen.“

Also.
Gott hat die Geistestaufe und das Sprachengebet erfunden.
Und Gott gibt keine unnützen Gaben.
Wir müssen ihn die Regeln festlegen lassen.
Wenn er sagt, wir sollen Sprachenreden, dann machen wir das.
Außerdem ist es gut für uns.
Paulus sagt nämlich in 1. Korinther 14,4: „Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst.“ Das allein sollte Grund genug sein, dies zu tun. Auf den Apostel traf dies zu, denn er sagt im nächsten Vers: „Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet.“ Über sich selbst sagt er: „Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle.“ Ihm war die Sache so wichtig, dass er sie ständig praktizierte. Ist es ein Zufall, dass er die tiefsten Offenbarungen über Jesus empfing? Ist es Zufall, dass der Mann, der mehr in Sprachen redete als alle, einen entscheidenden Teil des Neuen Testaments verfasst hat?
Ich denke nicht.
Hunderte von Millionen von Christen beten heutzutage in Sprachen. Die pfingstlich-charismatische Bewegung im Christentum ist sogar die schnellst wachsende Glaubensbewegung der Welt. Von ihren Zuwachsraten können andere nur träumen. Allein in China bekehren sich jeden Monat rund 1 Million Menschen zu Jesus, hat mir ein (chinesisches) Vöglein gezwitschert.
Die Rückkehr zum biblischen Christentum ist eine wunderbare Sache.

Pfingsten heute: Die Geistestaufe und du

Jesus schwebte keine schwache Gemeinde vor als er sagte: „Ich werde meine Gemeinde bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“ In Johannes 14,12 sagt er sogar: „Wer an mich glaubt, wird auch die Werke tun, die ich tue.“
Gute Güte!
Um die Werke Jesu zu tun, braucht man Kraft.
Diese Kraft sollten die Christen zu Pfingsten empfangen, denn Jesus sagt in Apostelgeschichte 1, „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein, ...bis an das Ende der Erde.“ (Damit sind auch wir heute gemeint). Nachdem er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Blicken emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
Gesprächsthema Nummer 1 unter den Jüngern war danach selbstverständlich die Erwartung des Kommens der Kraft.
Zehn Tage später, an Pfingsten, war es dann soweit.
Der Heilige Geist kam aus dem Himmel wie ein Sturmwind und setzte sich in Flammenform auf die Häupter der 120 Versammelten im Obersaal, wie einst auf die Opfer im Tempel.

Beweis dafür, dass die Jünger nunmehr den Heiligen Geist empfangen hatten, war das Phänomen der Sprachenrede. Neben dem dass sie brannten, redeten sie nämlich auch in Zungen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Man möchte meinen, dass Pfingsten am Tag danach vorbei gewesen wäre.
Dem ist aber nicht so.
Das Phänomen wiederholt sich in der Bibel ständig. Etwa in Apostelgeschichte 10, wo Petrus rund 10 Jahre nach Pfingsten den heidnischen Römern um den Hauptmann Cornelius das Evangelium predigt. Während er noch sprach, „fiel der heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.“ (Apostelgeschichte 10,44). Die gläubigen Juden, die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich, weil auch die Heiden die Gabe des Heiligen Geist empfangen hatten, „denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben.“ (Vers 45). Petrus zuckte daraufhin mit den Schultern und sagte, „Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir?“ Der Apostel war nämlich in diesem Fall ein sehr unwilliger Verkündiger gewesen, denn er hatte gedacht, wie so viele seiner Volksgenossen, dass die Erlösung und die Geistestaufe nur für die Juden sei.
An diesem Nachmittag hat er dazugelernt.

Viele Jahre später findet der Apostel Paulus in Ephesus einige Jünger, die er fragte, „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid?“ (Apostelgeschichte 19,2).

Anhand dieses Verses kann man auch sehen, dass die Bekehrung und die Erfüllung mit dem Heiligen Geist zwei unterschiedliche Dinge sind.
Man bekommt bei der Bekehrung ein Maß des Heiligen Geistes, klar, aber nicht die Fülle. Die erhält man erst, wenn man sein persönliches Pfingsten erlebt und den Heiligen Geist bittet, in sein Leben zu kommen.

Paulus legte diesen Ephesern, nachdem er die Sache abgeklärt hatte, die Hände auf, woraufhin der Heilige Geist auf sie kam, „und sie redeten in Sprachen und weissagten.“ (Vers 6).
Der Beweis, dass man den Heiligen Geist empfangen hat, besteht seit Pfingsten darin, dass man hinterher in Sprachen redet.
Paulus legte den Gläubigen die Hände auf.
Der Heilige Geist kam auf sie.
Und sie redeten in Sprachen.
So geht dies bis zum heutigen Tag.
Hunderte von Millionen von Christen reden heute wieder in Sprachen.
Dieses Geschenk ist auch für dich. (Sofern du noch ein wenig mehr Kraft von Gott gebrauchen kannst).
Nun kann man dieses Phänomen überanalysieren und aus Verkopftheit, Furcht und anderen Gründen nicht empfangen. Am gescheitesten ist jedoch, man legt nach dem Gebet einfach los und spricht in einer Sprache, die man nicht versteht.
Es ist einfacher als man denkt.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Worte, Salz und die Ecke auf dem Dach

„Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt. Ihr sollt wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.“
Kolosser 4,6.

„Pastor, ich habe den Eindruck, mein Mann zieht sich ein wenig zurück von mir. Er sucht nicht mehr so richtig meine Gesellschaft. Was ist da los?“

Ich möchte die Frage verallgemeinern, (nicht zuletzt um die Antwort zu entschärfen): Warum halten die Leute ganz allgemein von einer Person mehr Abstand als von einer anderen? Warum suchen sie die Nähe des einen, aber des anderen nicht, sondern verdrücken sich gar sobald diese Person auftaucht?
Darauf gibt's natürlich viele Antworten. Ich will hier nur die wichtigste aufgreifen; sie gilt für Männer wie Frauen: Es liegt wahrscheinlich an deinen Worten.

Eine Person, die auch immer mal wieder etwas Erbauliches von sich gibt, hält man gut aus. Wir alle können nur gewinnen, wenn wir öfter mal die Klappe halten. Denn allzu oft kommen Worte aus unserem Mund, die den anderen runterziehen. Für dich mag abzulästern therapeutisch sein, für deine Zuhörer ist es meistens eine Zumutung—was die dir natürlich nicht ins Gesicht sagen.
Stattdessen meiden sie dich.

Salomo drückt es so aus:
„Verderben für seinen Vater ist ein törichter Sohn, und ein tropfendes Dach, das einen vertreibt, sind die Zänkereien einer Frau.“ (Sprüche 19,13).
Und:
„Besser auf dem Dach in einer Ecke wohnen als eine zänkische Frau und ein gemeinsames Haus." (Sprüche 21,9 + 25,24).
Seine Erkenntnis muss ihn beeindruckt haben, denn in Sprüche 27,15 greift der dasselbe Bild noch einmal auf:
„Ein tropfendes Dach, das einen vertreibt am Tag des Regengusses, und eine zänkische Frau gleichen sich.“

In allen Fällen waren in Worte gekleidete miese Stimmungen das vertreibende Element.
Wenn du nun sagst, „Aber du kennst meinen Mann/meine Frau/meinen Kollegen nicht…!“, dann mach dir bitte folgendes deutlich: Je besser du jemanden kennenlernst, desto deutlicher treten auch seine Schwächen zu Tage. Das ist auch bei dir so.
Mit denen musst du lernen zu leben.
Die einzige Person, die immer attraktiver wird, je besser wir sie kennenlernen, ist Jesus. Wir werden ihn in alle Ewigkeit immer besser kennenlernen und unsere Begeisterung für seine Person wird dabei ständig zunehmen.
Mit ihm wird die Ewigkeit nicht langweilig werden.

Sonntag, 15. Mai 2016

Pentecostal Double-Take

„Da fuhr das Feuer vom Himmel herab und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus. Und die Priester konnten nicht in das Haus des HERRN hineingehen, denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.“
2. Chronik 7,1-2

Bei der Einweihung von Salomos Tempel fuhr Feuer vom Himmel herab und der Geist Gottes erfüllte das Haus in massiver Weise.
Wie an Pfingsten.
An Pfingsten kam der Heilige Geist vom Himmel in den Obersaal in Jerusalem und setzte sich in Feuerform auf die 120 anwesenden Jünger, (inklusive seiner Mutter Maria und seinen Brüdern). Sie brannten.
Wie das Opfer im Tempel.
Was hatte das zu bedeuten? Römer 12,1-3 fordert uns auf, unsere Leiber als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer darzubringen. Das tun wir, indem wir jesusmäßig leben, einen christlichen Lebenswandel pflegen.

2. Chronik 5,12 sagt uns, dass bei der Einweihung des Tempels 120 Leviten gegenwärtig waren, angetan mit reiner weißer Leinwand, (Byssus), die Musik machten, um Gott für seine großen Werke zu preisen. Mehr ging nicht, weil die Präsenz Gottes so überwältigend stark war.
Reine weiße Leinwand symbolisiert die Gerechtigkeit, die den Gläubigen von Gott geschenkt wird. Insofern waren auch die 120 im Obersaal mit reiner weißer Leinwand bekleidet. Als sie in Sprachen redeten, priesen sie die großen Werke Gottes, wie die Leviten damals. (Apostelgeschichte 2,11).

Seit Pfingsten besteht der Tempel Gottes nicht mehr aus toten Steinen, sondern aus lebendigen Steinen, nämlich aus den Leuten, die an Jesus glauben. Gott ist während der Kreuzigung aus dem steinernen Tempel ausgezogen, als der Vorhang zwischen dem Heiligsten und dem Allerheiligsten zerriss—von oben nach unten! Denn Gott zerriss ihn.
An Pfingsten zog Gott in seinen neuen Tempel: Die Gemeinde Christi.

„Und alle Söhne Israel sahen das Feuer herabfahren und die Herrlichkeit des HERRN über dem Haus. Da knieten sie mit dem Gesicht zur Erde auf das Pflaster nieder und beteten an, und sie priesen den HERRN: Denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewig.“ (2. Chronik 7,3).
Als die Menschen in Jerusalem bei der Einweihung des Tempels sahen, wie Feuer aus dem Himmel herabfuhr, kamen sie herbei und beteten Gott an—mitten auf der Straße.

Was taten die Menschen in Jerusalem an Pfingsten, als das Feuer abermals fiel?

„Als aber dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte. Sie entsetzten sich aber alle und wunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind? Wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?“ (Apostelgeschichte 2,6-8+11).

Auch an Pfingsten liefen die Menschen herbei und staunten.
Von dort aus ging die Bewegung um die Welt.
Die Welle des Heiligen Geistes geht noch heute um die Erde und sucht, wen sie erfüllen kann. Sie erfüllt auch dich, wenn du an Jesus glaubst und Gott ernsthaft um den Heiligen Geist bittest.
3000 taten das am Pfingsttag in Jerusalem—und alle empfingen: Jesus als Erlöser und den Heiligen Geist als ihren Kraftgeber.

„Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten?“ (Lukas 11,13)

Donnerstag, 12. Mai 2016

Ist Religion Privatsache?

„Aus deinen Gesetzen empfange ich Einsicht. Darum hasse ich jeden Lügenpfad! Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Weg.“
Psalm 119,104-105

Viele Menschen hierzulande vertreten die Ansicht, Religion wäre Privatsache. Man könne glauben, was man wolle, solange man sonst niemanden—schon gar nicht die breite Öffentlichkeit—mit seinem Glauben behelligt. Alle sollen sich gefälligst an die Gesetze, Rechten und Pflichten hierzulande halten, dann brauche man überhaupt keine Religion.
Diese Denkweise hat jedoch gravierende Mängel.
Denn „Gesetze, Rechten und Pflichten“ eines Landes gründen sich auf eine Moral.
Diese kollektive Moral wird geprägt von den tiefsten gemeinsamen Überzeugungen der Bürger.
Diese tiefsten Überzeugungen wiederum haben eine Quelle, nämlich das, was wir einen Glauben nennen.
Wobei wir wieder bei der Religion angelangt wären.
Es gibt keine Gesetze, die nicht von einer Moral inspiriert wären.
Jede Moral wird von einem Glauben inspiriert.
Unser Moralverständnis ist in weiten Teilen noch immer vom Christentum geprägt. Der Humanismus hat viel davon ausgehebelt, (wobei das vielen gar nicht bewusst ist, da der Humanismus wie eine Version des Christentums daherkommt, nur halt ohne Gott). Das Christentum verehrt Jesus und seine Ideale, die in den 10 Geboten und dem Neuen Testament ausbuchstabiert sind. Der Humanismus dagegen verehrt den (gefallen) Menschen und hält dessen Launen und Lüste für legitime Bedürfnisse, denen gesetzgeberisch Bahn gebrochen werden muss, gern unter völliger Missachtung christlicher Ideale. Insofern sind Christentum und Humanismus keine Geschwister.
Egal.
Menschen orientieren sich beim Wählen an ihren tiefsten Überzeugungen (ihrem Glauben) und prüfen, ob ihre Volksvertreter diese teilen. Tun sie das, fließt der gemeinsame Glaube in den gesetzgeberischen Prozess mit ein.
Und prägt das Land.
Wenn nun Menschen mit völlig anderen moralischen Vorstellungen in großer Zahl Volksvertreter bestimmen, dann ändern sich die Gesetze und das Land erhält über kurz oder lang ein neues Gesicht.
Religionen erklären den Menschen, was (nach Ansicht der jeweiligen Religion) gut und böse ist, und da gibt es gravierende Unterschiede. Was der eine Glaube richtig und gut nennt, verdammt der andere in Grund und Boden.
Insofern ist es überhaupt nicht trivial, was die Leute glauben.
Und deshalb ist es auch für eine in weiten Teilen geistlich desinteressierte Gesellschaft vollkommen gerechtfertigt, einer Religion vor einer anderen den Vorzug zu geben. Schon aus Eigennutz.

Die Türkei beispielsweise übernahm nach der Abschaffung der Scharia durch Atatürk 1924 das schweizerische Zivilrecht, das deutsche Handelsrecht und das italienische Strafrecht.
Warum?
Weil der Glaube, die Moral und die innersten Überzeugungen der Gesetzgeber dieser Länder im Lauf der Zeit zu guten Gesetzen geführt haben, was die adleräugige Gruppe um Kemal damals erkannt hat. Frauen etwa wurden massiv aufgewertet, (und nicht nur, weil man die neutestamentliche Einehe einführte).
Von wegen, Religion ist Privatsache.
Religion ist etwas hochpolitisches, (wenn auch um drei Ecken).

Dienstag, 10. Mai 2016

Die Welt ist überall die Welt

„In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.“
Johannes 16,33.

Wir hatten am Sonntag einen erbaulichen Gottesdienst mit Pastor Sabir Gul aus Pakistan. (Die Botschaft ist gegenwärtig auf der Homepage zu hören). Er sprach über die Herausforderungen in seinem Land und brachte uns vollmächtig das Wort Gottes.

Pastor Sabir hat sich in unserer Stadt fast wie zuhause gefühlt. Denn als wir die Straße entlang gingen und über einen Zaun in einen Garten schauten, saßen dort Frauen mit Kopftüchern. An der Kreuzung stand ein bärtiger Herr und bearbeitete sein Mobiltelefon. Im Hotel standen wiederum bekopftuchte Frauen in bodenlangen Kleidern und wiegten sich im Takt überlauter Musik.
Diese Leute, fast die einzigen, denen wir in der kurzen Zeit begegneten, waren alle unschwer als Mohamedaner zu erkennen.
Pastor Gul sagte nichts.
Man muss jedoch wissen, dass man sich als Christ im Punjab manchmal ein wenig so fühlt wie ein Schaf unter Wölfen, bzw. ein Jude unter Nazis. Er wird sich gewundert haben. Zum Glück hat er nichts mitbekommen von dem Messerangriff am Dienstagmorgen in Grafing, wo ein derangierter, offenbar gedopter (deutscher) Deutscher Allah Akbar-brüllend auf Leute einstach und einen von ihnen tödlich verletzte. "Ungläubiger, du musst sterben!" Die Polizei schließt eine Konversion nicht aus.
Er hat auch den Artikel über bedrängte Christen in Flüchtlingslagern, der heute in der FAZ stand, nicht gelesen. Stattdessen ist der in die Schweiz weitergereist. Mal schauen, wen er dort alles trifft.

Es ist weiterhin nötig, ernsthaft für unser Land zu beten, damit uns eine Pakistanisierung erspart bleibt. Und das Schicksal Roms. Denn dort entstanden plötzlich mitten im Land kleine gotische Königreiche, in denen Rom nichts mehr galt. Dann entstanden größere, und zum Schluss übernahmen die Germanen bekanntlich die Herrschaft.
Die aber bekehrten sich zum Christentum.
...und brachten rund tausend Jahre später gar einen Martin Luther hervor, auf dessen Schultern die bibeltreuen Christen weltweit heute stehen, alle 600-700 Millionen.

Samstag, 7. Mai 2016

Sabir in Schweinfurt

"Und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und Jesus als den Christus zu verkündigen."
Apostelgeschichte 5, 42.

Sabir Gul, der pakistanische Pastor, der morgen früh im CGZ predigen wird, kommt schon heute bei uns an und wird um 18.30 Uhr, (also halb sieben), in der Biblischen Gemeinde Schweinfurt bei Pastor René Stebani sprechen. Wird bestimmt gut, erst recht, wenn soviele von uns wie möglich in der Kornacher Straße 15 mit dabei sind. ;)

Bis heute abend um sechs Uhr dreißig. (Grillen kannst du morgen auch noch).

Freitag, 6. Mai 2016

Pastor Sabir Gul im CGZ

„Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi.“
Epheser 4,11-13.

Am nächsten Sonntag wird Pastor Sabir Gul aus Pakistan im CGZ sprechen. Er gehört zur presbyterianischen Kirche und war einer der Mitarbeiter, die ich kennenlernte, als ich dort vor einigen Jahren mit dem IHP und Stephan Steinle ein wenig evangelisierte.
Pakistan ist ja in weiten Teilen kein christenfreundliches Land.
Entsprechend war die Polizei während der Versammlungen präsent und die Ordner trugen Kalaschnikows. Dennoch kamen viele Hunderte und bekehrten sich zum Herrn. Dass sie nun dort in Gemeinden und im Wort gegründet werden, ist nicht zuletzt ein Verdienst unseres Gastsprechers.

Pastor Sabir wird also kommen und uns das Wort bringen.
Ich freu mich drauf.

Dienstag, 3. Mai 2016

Der Weg zu größerem Glauben

Großer Glaube bewirkt große Gebetserhörungen.
Deshalb will jeder größeren Glauben.
Doch einfach um mehr Glauben zu bitten, geht nicht. Denn „der Glaube kommt aus dem Hören, das Hören aber aus Gottes Wort.“ (Römer 10,17).

Der Weg zu größerem Glauben führt demnach über das richtige Hören.

Wie kommt das Wort Gottes bei dir an, wenn du es hörst?
Mir geht es so, dass ich manchmal fast einpenne, wenn ich Bibel lese. (Ja, ich weiß, ich bin der einzige, dem es so geht). Das passiert nicht oft, aber manchmal. Zu anderen Zeiten hingegen schlage ich die Bibel auf, und kaum ist sie offen, lese ich Stellen, die mich elektrisieren. Sofort fallen mir Parallelstellen ein, ein Gedankenzug kommt ins Rollen, ein Gebäude formt sich. Nach einer Weile schlage ich das große Buch dann wieder zu und starre mit weit offenen Augen darauf, fasziniert von den Dingen die ich erkannt habe. Ich habe mit Augen des Glaubens auf Gottes Wort geschaut und er hat zu mir gesprochen. Ich habe ihn gehört und mein Glaube ist gewachsen.

Kann man solche Momente des Hörens gezielt herbeiführen, oder sind sie Glückssache? Oder hängen sie allein von Gottes Wirken ab?
Man kann sie nicht willkürlich herbeiführen. Aber man kann nachhelfen.
Wie?
Indem man sich ein biblisches Gebet zu eigen macht und es täglich betet. Nämlich folgendes:
Paulus betet für die Epheser, „daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wißt, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.“ (Epheser 1,17-19).

Paulus bittet Gott um den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis Gottes.
Offenbarung ist im griechischen das Wort apokalypsis. Es bedeutet, dass ein Vorhang weggezogen und die Sicht auf etwas Verborgenes freigegeben wird.
Gott wirkt im Verborgenen und wir kennen seinen konkreten Willen nicht immer.
Es sei denn, der Vorhang wird weggezogen.
Darum bittet Paulus.
Gott offenbart sich durch sein Wort. Und wenn Gott uns sein Wort aufschließt, ist das etwas völlig anderes, als wie wenn wir aus einem Pflichtgefühl heraus aufs Geratewohl die Bibel aufschlagen und uns durch einige Kapitel schleppen.

Paulus betet auch um erleuchtete Augen des Herzens.
Erloschene Augen sehen nichts. Erleuchtete Augen hingegen sehen alles.
Der Apostel möchte, dass wir durch Offenbarung erkennen, was uns von Gott alles geschenkt ist.
Wenn du mittels erleuchteter Augen Gottes Verheißungen für dich als solche erkennst, dann kannst du entsprechend beten und wirst auch Erhörungen erleben. Denn dann betest du im Glauben.

Jetzt wäre ein guter Moment, dieses Gebet mal zu beten.
Und morgen und übermorgen auch.