Montag, 31. Oktober 2011

Encounter

"Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen."
Johannes 12, 32

Ralf W. ist etwas Ungewöhnliches passiert.

Als er vor einigen Tagen aus der Post in seinem Wohnort trat, sprach ihn ein Unbekannter spontan an und fragte ihn, ob er irgendwo hier in der Nähe eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde kenne.

Ralf kannte eine.

Wunderlich sind die Wege des Herrn.
Was, wenn der Mann die Person vor oder nach Ralf angesprochen hätte?
Hat er aber nicht.

Mei, mei.

Samstag, 29. Oktober 2011

Der Sinn des Lebens

"Pastor, was ist der Sinn des Lebens?"

Gibt mehrere.

Gott hat für jeden Menschen einen Plan.
"In dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war." Psalm 139, 16.

Natürlich schert sich ein großer Teil der Menschheit einen Dreck darum, was Gott will. Sie leben nicht Gottes Plan für ihr Leben aus, sondern ihren eigenen. Und leiden.

Für Christen hat Gott folgenden Plan:
"Die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein." Römer 8, 29.

Wenn die Bibel sagt, Gott hat jemanden "erkannt", dann soll dies heißen, er hat eine Absicht, einen Plan und eine Aufgabe für diese Person.
(Von Adam heißt es beispielsweise, er "erkannte" seine Frau Eva. Adam hatte eine Absicht, einen Plan und eine Aufgabe für sie. "...und sie wurde schwanger und gebar..." 1 Mose 4, 1).

Die Absicht und der Plan Gottes für Christen ist: Sie sollen Jesus immer ähnlicher werden.

Das soll keine trübselige Angelegenheit sein. Epheser 1, 6 sagt, er hat uns Christen vorherbestimmt "zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade." D.h. während wir Jesus ähnlicher werden, sollen wir gute Erlebnisse mit Gott haben, über die zu reden sich lohnt.

Gott will gelobt werden. Dafür gibt er uns Gründe.

Ständig Gottes Gnade zu erleben ist wichtiger Teil vom Sinn des Lebens.

Hast du etwas, wofür du dankbar sein könntest?

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Der christliche Heilungsauftrag

"Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen... Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden."
Markus 16, 17-18

Es gibt eine ausgeprägte Esoterik-Szene in Deutschland, in der es oft um nicht-schulmedizinische Heilung geht. Die Szene floriert!

Christen dagegen hauen sich oft die Schädel ein, wenn es um das Thema göttliche Heilung geht. Wer für die Kranken betet, wird in manchen Kreisen schier als Sektierer angesehen.

Dabei haben wir Christen einen klaren Heilungsauftrag!

Die oben zitierten Worte Jesu sind die letzten, die er sprach, bevor er in den Himmel auffuhr. Das Markusevangelium endet gar mit dem Satz: "Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte." (Markus 16, 20).

Da Jesus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist, können wir davon ausgehen, daß er auch heute noch das Wort mit nachfolgenden Zeichen bestätigen will. Damit dies passiert, muß Heilung kühn gepredigt werden.

Heilung ist unzweideutig Teil des Erlösungswerks: Jesus, "der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid." (1 Petrus 2, 24).

Nun sind Heilungen keine Wunder.
Da besteht ein Unterschied.

Ein Wunder, wie das am Teich Bethesda, setzt im Empfänger keinen Glauben voraus. Es geschieht spontan, von jetzt auf sofort. Jesus hatte einem Gelähmten (unter vielen) geboten, aufzustehen und umherzugehen. Der tat das und wurde sofort gesund.

Heilungen dauern länger.
Sie zeichnen sich durch einen beschleunigten Genesungsprozeß aus.
Für einen solchen kann man hemmungslos glauben. Hierzu gibt es eine Vielzahl biblischer Verheißungen.

"Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten!
Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten."
Psalm 103, 3-4

Wir können uns in diesen Dingen nicht von Esoterikern den Wind aus den Segeln nehmen lassen. Wir haben mehr zu bieten als ein Wangentätscheln und ein "Du fällst nicht tiefer als in Gottes Hand."

Heilung war auch das Thema unseres gestrigen Alpha-Abends. Wir hatten eine wunderbare Zeit.
Eine junge Mutter mit einem behinderten Kind bezeugte mir: Seit sie für das Kind gebetet hat, geht es langsam aber sicher, sichtbar, bergauf. Körperliche Gebrechen, die das Kind mittlerweile entwickelt haben sollte, stellen sich nicht ein. Im Gegenteil.
Preis dem Herrn.

Meine Frau teilte mir auch folgendes mit:
Letzten Sonntag sprach sie mit einer CGZ-Besucherin aus den USA. Die Frau hatte bei ihrem Aufenthalt in Schweinfurt zufällig wahrgenommen, daß es uns gibt. Sie sagte meiner Frau, sie habe danach geträumt, am Sonntag mal vorbeischauen zu sollen.
Also kam sie.
Anja B. hat für sie übersetzt. (Danke, Anja).

Sachen gibt's...

Dienstag, 25. Oktober 2011

Corina und Maria

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern."
Matthäus 28,19

Wir haben in der Vergangenheit Corina Schiek unterstützt. Sie hat in Südafrika im Rahmen des "Pop up Kids"-Projekts in der Mission gearbeitet. Nun wohnt sie wieder in Deutschland und braucht unsre Unterstützung nicht mehr.

Ich habe mir gedacht, wir sollten ein anderes Kinder-Projekt in Afrika unterstützen. Davon gibt es natürlich viele.
Das von Maria Prean in Uganda hat mich jedoch bereits 2008 inspiriert, als Maria bei uns im CGZ sprach und ihren afrikanischen Kinderchor dabeihatte.

Maria ist eine gesegnete Frau des Glaubens, mit dem Kopf im Himmel und dabei völlig bodenständig.

Ich glaube an ihre Arbeit.
Privat unterstützen wir sie schon länger, nun auch als Gemeinde, so wie es uns möglich ist.

Maria Prean wird am Sonntag, 5. August 2012, bei uns im Sonntagsgottesdienst sprechen.

Montag, 24. Oktober 2011

The very first Act of Faith

"Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain."
Hebräer 11, 4

Der Hebräerbrief ist die Ruhmeshalle des Glaubens. In ihr sind viele Glaubenshelden des Alten Testaments aufgereiht.

Der erste Mensch überhaupt, dessen Glaube als vorbildlich erwähnt wird, ist Abel.
Abels Glaubenstat war das Geben eines Opfers.

Meiner Frau und mir fiel gestern auf, daß die erste Sünde ein Diebstahl war, die erste Glaubenstat das Gegenteil: Das Geben eines Opfers.

Adam und seinen Frau nahmen Gott etwas.
Abel gab Gott etwas.

Gott gefiel das und er nannte es Glauben.

Freitag, 21. Oktober 2011

Der Staat als Hölle

"Immerhin hat das den Staat zur Hölle gemacht, daß ihn der Mensch zu seinem Himmel machen wollte."
Hölderlin, Hyperion, oder der Eremit in Griechenland

Europa ist in Aufruhr.
Seine Währung wankt, seine Staaten brechen in die Knie.
Die Regierungen eilen von Krisengipfel zu Krisengipfel, ohne der offenen Plagenbüchse der Pandora wirklich Herr zu werden.
Der ganz große Finanzbefreiungsschlag will nicht gelingen.

In Hyperions Griechenland hat sich der Staat vom Sozialparadies zur kalten Hölle gewandelt.
Jahrzehntelang erhielten Beamte dreizehn und vierzehn Gehälter pro Jahr. Kinder bekamen die Renten längst Verstorbener. Kaum jemand bezahlte Steuern.
Das Geld dazu war einfach da.
Nun ist es weg.
Nun rebelliert das griechische Volk gegen den von Europa verordneten Sparkurs. Autos brennen, Häuser verwandeln sich in Ruinen. Der erste Mensch ist bereits zu Tode gekommen.

Europa schlittert... wohin?

Ich lese in diesen Tagen Friedrich August von Hayeks "Road to Serfdom", (Der Weg in die Knechtschaft), um die Sichtweise freiheitlich denkender Ökonomen nachvollziehen zu können. Das Buch des Nobelpreisträgers kam zwar schon 1944 heraus, im Verlag der University von Chicago. Seine Thesen wurden zwar schon während des Zweiten Weltkriegs verfaßt, sie sind jedoch brandaktuell.

Wenn er recht hat, dann ist der Faschismus die politische Zukunft Europas.

Hayek, (1899-1991), legt dar: Sozialismus und Faschismus sind keine entgegengesetzten Pole. Vielmehr ist der Faschismus das Resultat eines gescheiterten Sozialismus.

Zunächst:
Das sozialdemokratische Europa findet sich heute unverhofft im Sozialismus wieder:
Nicht die Anleger auf dem freien Markt, sondern staatliche Planer, (Wirtschaftsregierung), sollen die Wirtschaft im Euroraum lenken.
Staatliche Planer sind in der Vergangenheit stets grandios gescheitert?
Macht nichts.
Diesmal klappt's.

Man legt einen Rettungsfonds auf, der Schulden von sinkenden Staaten kauft. Um diesem Fonds viel mehr Geld zu verschaffen, hebelt man ihn.
Durch solche riskanten Derivate wurde 2008 die Bankenkrise verursacht?
Das war damals. Heute ist heute.
Diesmal klappt's.
Diesmal steht das Kartenhaus bombenfest.

Die Schulden von Pleitestaaten werden also diskret auf alle Eurostaaten umgelegt. Damit ist Europa im Sozialismus angekommen. Gemeinsam werden wir nun gleich arm.
Auch der Sozialismus in seiner postsowjetischen Euro-Spielart führt zum schleichenden Wirtschaftstod.
Das weiß man.
Das will niemand.
Man stemmt sich dagegen.

Und schon tauchen die ersten faschistoiden Züge auf: Ein Stabilitätskommissar muß her, fordert die Kanzlerin, der ein Durchgriffsrecht hat, der notorischen Schuldenstaaten die Finanzpolitik diktieren darf.

Nun sagt Salomo natürlich, "Sklave ist der Schuldner seinem Gläubiger." (Sprüche 22, 7).
Doch das gilt für Privatleute.
Wenn man ganze Staaten einem solchen Diktat unterwirft, raubt man ihnen die Freiheit.
Das mag auf dem Papier legitim sein.
Es ist jedoch in den Augen aller freiheitlich denkenden Menschen ein Übel sondergleichen. Dieses Übel führt zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in den betroffenen Ländern. Die hassen die Diktatoren, die sie retten wollen. Sie schlagen die Hand, die sie füttert, auch wenn das töricht ist.
Das ist die sich abzeichnende, nicht zu rechtfertigende Katastrophe.

Wenn ein Land seinen Schlendrian liebt, soll es ihn leben dürfen. Nur das kann die freiheitliche Antwort sein.
Zum Schutz der tüchtigen Länder muß ein Schlendrianland aus der Eurozone ausgegliedert werden.
Schwierig?
Na und?
Möglich ist es allemal, nur politisch nicht gewollt.
Doch die Tüchtigen dürfen nicht für die Faulen bluten müssen. Deshalb dürfen die Schulden einzelner Staaten nicht von der Gemeinschaft getragen werden. Die Einrichtung eines dauerhaften "Rettungsfonds" ist eine Bankrotterklärung.

Es muß alles unternommen werden, um einer Haftung für Defizitsünder zu entkommen. Dies zu bewerkstelligen ist die Pflicht unserer Regierung. Sie hat immerhin geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Gott sagt, "Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten, für einen Fremden deinen Handschlag gegeben, bist du verstrickt durch deines Mundes Worte, gefangen durch die Worte deines Mundes, so tu denn dies, mein Sohn: Reiß dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist!"
Sprüche 1-3.

Wenn deutsches Geld für Griechenland nicht zur Verfügung steht, dann steht dort der Staatsbankrott ins Haus.
Doch der wird so schlimm nicht werden.
Die Banken haben Griechenlandpapiere sowieso schon zu großen Teilen abgeschrieben. Sie rangieren in deren Bilanzen oft nur noch mit 50% des Nominalwerts oder gar noch weniger.
Ein Schuldenschnitt ist also bereits eingepreist.

Auch das Wort Gottes spricht sich für den gelegentlichen Erlaß von Wirtschaftsschulden aus. In Israel sollten alle 50 Jahre, im Jubeljahr, sämtliche Sklaven befreit und alle Schulden erlassen werden.

Und Griechenland bleibt ein freies Land.
Niemand stirbt mehr.
Die Drachme kann abwerten. Die Griechen können weiter Schulden machen, wenn denn jemand ihre Papiere kaufen will.

Geben die Euro-Regierungen in den nächsten Tagen ihren paternalistisch-sozialistischen Neigungen nach, wird sich Hayeks Prophetie nach und nach erfüllen.

Europa wird zu einem engen, unfreien, von Staat und Steuer drangsalierten Fascho-Gebilde.
Mit Stabilitätskommissar, Transferzahlungen und Armut für alle.

Politiker versteht: Das Paradies ist auf Erden nicht machbar.
Ohne Gott schon gleich gar nicht.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Gottes Mitarbeiter

"Gottes Mitarbeiter sind wir; Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr."
1 Korinther 3, 9

Beim gestrigen Alphakurs-Abend waren wir etwas mehr als 50 Leute. Viele der Besucher sind mir unbekannt. Mit denen zu reden ist recht interessant. Denn ich frage mich natürlich, wie sie zu uns gekommen sind.

Man hört dann manchmal die erstaunlichsten Dinge.

Eine Besucherin erzählte mir, sie sei am Ostersonntag dieses Jahres in einer Atmosphäre von Licht und Liebe und Frieden aufgewacht. Sowas hatte sie noch nie erlebt. Dies passierte ihr dreimal hintereinander.

Dann schloß sie, es muß mehr geben, als das, was man sieht.
Ihr Herz macht sich auf die Suche.
Und plötzlich sitzt sie im Alphakurs und vertraut ihr Leben ganz bewußt Jesus an.

Als Veranstalter wird einem da die begrenzte Rolle bewußt, die man als Mensch oder Organisation zu spielen vermag.
Man kann mit Leuten reden.
Man kann solche christlichen Basiskurse anbieten. Doch die Menschen vorbereiten, ansprechen und herführen kann nur Gott.
Wir sind seine Mitarbeiter. Die eigentliche Arbeit tut er.

Das entspannt.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Petrus und Der Fels

Jesus hatte seine Jünger gefragt, wer sie dächten, daß er sei. Petrus antwortete für alle und sagte, "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes."

Darauf entgegnet Jesus, "Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist."

Simon hatte eine göttliche Offenbarung bekommen. Er hatte Gott gehört. In seinem Geist war angekommen, daß er es hier mit dem Christus zu tun hatte.

Dann sagt Jesus, "Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen." (Matthäus 16, 18).

Viele denken nun, Petrus sei der Fels, auf dem die Gemeinde ruht.

Das ist jedoch Unsinn.

Das geht schon aus dem Griechischen hervor. Petrus bedeutet Stein, nicht Fels. Jesus nennt Petrus also Stein. Etwas Festes. Das ist schon ein Kompliment.

Doch das Wort für Fels ist petra und bedeutet, bingo, Fels.

Was ist nun der Fels, auf dem die Gemeinde steht?
Dieser Fels ist die Offenbarung, daß Jesus der Christus ist.
Die kann nur Gott geben.

Gegenwärtig werden allerorten christliche Gemeinden verfolgt, wie dieser Tage in Ägypten, wo sich der "Arabische Frühling" in einen islamischen Herbst verwandelt hat. Und wenn man Kopte ist und mit den Ketten eines tollwütigen Panzers Bekanntschaft gemacht hat, ist Winter.

Jesus sieht das jedoch auch...
Und er hat verheißen: "Des Hades Pforten werden die Gemeinde nicht überwältigen."

Dienstag, 18. Oktober 2011

Unsichtbare Dokumente des Glaubens

"Der Glaube aber ist hypostasis dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht."
Hebräer 11, 6

Was aber genau ist hyposasis?

Es ist eines dieser griechischen Worte, die eine ganze Reihe von Bedeutungen haben. Jedes für sich, werfen sie immer neues Licht auf die Sache, hier den Glauben.

Hypostasis bedeutet:
Substanz, Essenz, Fundament, Gewißheit, Garantie, Beglaubigung.
Hypostasis bedeutet auch Besitzurkunde.

Ein reicher Freund könnte mir ein neues Auto verheißen.
Wenig später könnte auf mich zukommen und mir einen Fahrzeugbrief in die Hand drücken. In diesem Brief könnte ich als Eigentümer des Wagens eingetragen sein. Ich habe den Wagen nie gesehen, weiß nun aber, daß er mir gehört.

Es gibt in der Tat unsichtbare "Fahrzeugbriefe."

Ich weiß, daß ich einen unsichbaren Paß habe, der mich als Himmelsbürger ausweist. Dorthin, in meine eigentliche Heimat, werde ich ein ein paar Dekaden umziehen.
Jesus baut mir dort ein Haus.

Dieser Paß ist die Gewißheit, daß ich durch Jesus gerettet bin.
Dieser Paß ist ein unsichtbares Dokument des Glaubens.

Wie bekommt man Glauben?

Man muß Gott reden hören.
Denn "der Glaube kommt durch die Verkündigung..."
Verkündigung im Griechischen bedeutet auch auch Hören, Gehör, Gehörtes.

Ganz grundsätzlich gilt also: Der Mensch glaubt, was er hört.

Wer Gottes bergeversetzenden Glauben kennenlernen will, der muß Gottes Wort hören. Denn "...die Verkündigung des Wortes Christi." (Römer 10, 17).

Wobei man dazusagen muß, daß Gott hören nicht dasselbe ist, wie eine Predigt hören. Man kann Gott natürlich während einer Predigt hören. Doch dazu muß man offen sein. Und die Predigt muß sich aus Gottes Wort speisen.

Oft spricht Gott zu einem, während man betet.
Wenn er gesprochen hat, ist das Problem gelöst, auch wenn sich im Natürlichen noch nichts verändert hat. Man spürt innerlich: Man ist durch.

In 1 Samuel 1, 15 schüttet die unfruchtbare Hanna ihr Herz vor Gott aus.
Der Priester Eli dachte, sie sei betrunken, so emotional führte sie sich auf, dort vor der Stiftshütte. Sie weinte und redete scheinbar lautlos mit sich selber.
Doch sie war nicht betrunken. Nur betrübt.
Da sagt Eli, der Mann Gottes, zu ihr, "Geh hin in Frieden! Der Gott Israels wird dir deine Bitte erfüllen, die du von ihm erbeten hast."

Keine große Prophetie, kein Tamtam, kein Trara. Nur: Der Herr wird deine Bitte erfüllen.

Hanna reagiert auf dieses Priesterwort mit Glauben, denn "die Frau ging ihres Weges und aß und ihr Gesicht war nicht mehr so."
Die Trübsal war wie weggeblasen.
Glaube war eingezogen.

In Rama, ihrem Wohnort, dann geschah es. "Der HERR dachte an sie. Und Hanna wurde schwanger."

Ihr Sohn war Samuel, einer der größten Gottesmänner des Alten Bundes.

Jesus sagt, "Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei." (Johannes 16, 24).

Gott will, daß du dich freust.
Doch ohne Glauben klappt das nicht so recht.

Freitag, 14. Oktober 2011

Großkaliber

"Pastor, ich bin ein Apostel und habe noch Termine frei."
"Pastor, ich bin ein Prophet und weissage jeden Tag mehrere Stunden. Ich habe noch Termine frei."
"Pastor, meine apostolisch-prophetische Salbung würde deine Gemeinde segnen. Ich habe noch Termine frei."
"Pastor, ich bin Evangelist und finde, du solltest mir deine Gemeinde mal ein paar Wochen lang überlassen. Wir hätten die größte Erweckung seit Luther. Luther on steroids. Luther mit Wundern. In ganz Deutschland würde man von uns reden. Alles würden kommen und sich Inspiration holen."

Danke für die Angebote.
Aber wer sind das CGZ und ich, daß wir solchen Kalibern eine Plattform zu geben vermöchten?
Wir sind eine kleine Landgemeinde.
Wir würden uns nach dem Weggehen solcher Gastsprecher immer nach ihnen zurücksehnen und der Zeit nachtrauern, die sie bei uns waren. Wir wären fortan wie gelähmt.
Das können wir nicht riskieren.

Ich kann mir aber vorstellen, daß die großen Städte auf euch warten. Berlin etwa braucht alle geistliche Hilfe die es kriegen kann.

Dort müßten die Apostel zwar erst die Gemeinden gründen, in denen sie sprechen könnten. Aber das ist ja für einen Apostel die leichteste Übung. Schließlich macht das einen Apostel aus: Die Gemeindegründerei.

Und Propheten müßten sich dort erst Vertrauen erarbeiten, bevor man sie ernstnimmt. Doch wen Gott zum Propheten gemacht hat, dem gibt er auch das übernatürliche Wissen oder die Wunder, die ihm den Weg ebnen.

"Werdet nicht viele Lehrer, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein größeres Gericht empfangen werden."
Jakobus 3, 1

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Von A bis Z

Von Alpha bis Zeugnis.

"Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten."
Apostelgeschichte 2, 24

Wir hatten einen wunderbaren Alpha-Abend:

Volles Haus.
Volle Bäuche. (Dank an Wendy für das Essen samt Nachspeise).
Volle Message. (Dank an Matthias für das Wort).
Volle Kanne Diskussion hinterher. (Erstaunlich, was es alles für Fragen und Antworten gibt!)

Freue mich auf nächste Woche.

Und M.H. möchte uns folgendes mitteilen:

"Ich habe auf dem Herzen Euch über meine Bekehrung und die erste Zeit als Christ zu berichten.
Ich bin jetzt seit über 2 Jahre Christ. In der Zeit habe ich mehr erreicht
als in 29 Jahre davor. Gott half mir das Rauchen aufzugegeben, ein neues Auto gekauft, meine Pornosucht besiegt, habe weheiratet, einen Wunderbaren Sohn bekommen,ich habe die beste Arbeit gefunden (zur Zeit hoffe ich das ich eine neue bekomme), die ich je hatte. Dann schenkte Gott uns eine Wohnung, mit der ich nicht gerechnet hätte, besser als je zuvor. Ohne Gott hatte ich keine Perspektive. Jetzt gehe ich in die Bibelschule und der Herr hat noch vieles mehr an mir getan und er arbeitet weiter ich an mir! willjeden ermutigen bleibt so nah wie möglich an ihm und flieht von der Sünde und ihr werdet Dinge schaffen an die ihr jetzt nicht einmal denkt.Der Dreieinige Gott sei über alles erhoben."

Gottes Segen weiterhin.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Besser spät als nie

"Und er wurde innerlich bewegt über die Volksmenge und heilte ihre Kranken."
Matthäus 14, 14

Wir hatten einen wunderbaren Lobpreisabend, diesmal mit vielen Gästen aus der Rhön.

Frau O. kommt von dort.
Als wir für die Kranken beteten, kam auch sie nach vorn. Ihr Kreuz machte ihr Probleme, und ein Knie, an dem sie bereits mehrfach operiert worden war. Beim Sitzen daheim war ihr immer, als stäche man ihr eine Stricknadel von der Seite her ins Knie.

Frau O. wurde am Samstag spontan vom Herrn angerührt und erzählte uns durchs Mikrofon davon.

Beim Gebetstreffen am Montag schilderte sie meiner Frau ihre guten neuen Umstände und daß sie ihre Schmerzmittel noch am Samstag abgesetzt habe. Dennoch seien alle Schmerzen weg und sie habe zum ersten Mal seit langem ohne Medikamente durchgeschlafen.

Dies ist ein Zeugnis von mehreren.

Traditionelle Kirchen haben ihre Traditionen, aus denen sie ihre Berechtigung herleiten.
Junge Gemeinden, zumal freikirchliche, leiten ihre Gültigkeit nicht zuletzt aus den Zeugnissen derer her, die durch sie Jesus erleben.

Aus Traditionalisten können lebendige Christen werden.
Wie Frau O.
Sie ist 78 Jahre alt.

Samstag, 8. Oktober 2011

Praise Night 10/11

"In meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang auf unseren Gott."
Psalm 40, 4

Heute abend ab 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr ist wieder Praise Night!

Jorge Martinez und die CGZ-Band spielen. (Letzte Woche waren sie on the road.)
Wir werden auch wieder für die Kranken beten.
Bring deinen Glauben mit und komm.

Bis heute abend.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

H2O now!

"An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, dann komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten."
Johannes 7, 37-39

In einigen Tagen ist die Zeit des Laubhüttenfests.
An diesem Fest schöpfte der Hohepriester traditionell mit einem goldenen Gefäß Wasser aus dem Teich Siloah. Dann wanderte er mit dem Volk zum Tempel, wo er das Wasser durch einen Trichter vor dem Altar auf den Boden goß.

Dieses Wasserschütten symbolisierte den Strom, der laut Hesekiel 47 einst vom Tempel aus ins Land fließen wird.

Für die Juden war Jerusalem der Nabel der Welt und der Tempel sein Mittelpunkt, in diesem Sinn der "Bauch."

Diesen Gedanken greift Jesus auf. Er nennt den Gläubigen den Tempel Gottes. (Das tat Paulus auch, 1 Korinther 3, 16). Im Gläubigen wohnt der Geist Gottes und der fließt wie ein lebengebender Strom von ihm aus und heilt das Land.

Jesus sprach von der Geistestaufe, die an Pfingsten zum ersten Mal stattfand.

Während des Alpha-Kurses gestern sprach Anne H. über den Hl. Geist. In den Gesprächsrunden räumten die Leiter noch bestehende Fragen aus und beteten für einige, die auch erfüllt wurden und in Sprachen redeten.

Preis dem Herrn.

Ich selber sprach mit einer Reihe von interessanten neuen Leuten. Eine Frau öffnete nach eigenem Bekunden gestern zum ersten Mal in ihrem Leben eine Bibel.
Mei mei.

Der Geist wirkt durch uns, wenn wir ihn lassen, und verwandelt uns in "Handschuhe Gottes." Er tut Dinge durch uns, die nur er tun kann.

Anne kam letzte Woche ein wenig zu spät zur Alpha-Versammlung, da sie kurz vor der Abfahrt einen Anruf bekam. Ein (nicht gläubiger) Freund der Familie unterrichtete sie, daß sein Kind einen Leberriß erlitten hätte, eine höchst komplizierte Sache.
Anne überkam eine Kühnheit dort am Telefon und sie weissagte mit großer Festigkeit im Geist Gottes. Sie sprach dem Mann Trost und Zuversicht zu; Gott werde eingreifen.

Anne macht sowas nicht jeden Tag. Sie sucht sowas auch nicht. Entsprechend fühlte sie im Nachhinein, sich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt zu haben.

Doch bei der nächsten Untersuchung stand wundersamer Weise ein neuer Befund fest: Der Schaden des Kindes sei minimal, von Leberriß war plötzlich keine Rede mehr.

Gott ist aktiv auf der Welt.
Es gibt lebendiges Wasser.
Die Quelle ist Jesus.
Lebendiges Wasser fließt aus dem Tempel.
Dieser Tempel sind hingegebene Christen.

Dienstag, 4. Oktober 2011

brave new world

"Und der HERR sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und zeichne ein Kennzeichen an die Stirnen der Männer, die seufzen und stöhnen über all die Greuel, die in ihrer Mitte geschehen."
Hesekiel 9, 4

Eine neue Berliner Senatspartei will ein Schulfach "Rauschmittelkunde" einführen.

Nun frage ich mich, ob das wohl kiffende Neopolitiker sind, die sowas wollen.

Ob sie das biblische Rauschmittel auch kennen?

Paulus sagt, "Berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist, indem ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt."
Epheser 5, 18-19.

Was wir bräuchten, sind mehr geisterfüllte Politiker und weniger bekiffte. Biblische Rauschmittelkunde, das wär doch was.

Weiterer Programmpunkt besagter Neu-Partei ist: Die Ausweitung der "Eingetragenen Lebenspartnerschaft" auf mehr als zwei Personen.

Endlich!
Darauf hat die Republik gewartet!

Adam und Eva sind in ihrem langweiligen Beziehungstraditionalismus längst out.
Und wenn Adam und Stevan auch nicht glücklich sind miteinander, dann holt man halt die Eva noch mit ins Lebenspartnerschaftsboot. Waldi vielleicht auch bald.

Rauschmittelkunde, Flexi-Lebenspartnerschaft...
Wie buchstabiert man eigentlich Dekadenz?

Apropos:
Der große Aufmacher der letzten Welt am Sonntag war über ein ungewöhnliches Paar: Sie 42, er 15. Engumschlungen auf dem Titelbild.
Beim ersten Sex war er 13.
Heute leben die beiden mit seiner Mutter und Schwester zusammen.

Warum berichtet ein solch präsentes Blatt über eine solch schräge Beziehung wertungsfrei auf Seite 1?
Soll Pädophilie entkriminalisiert werden? Läuft da eine Kampagne?

Wo sind die Verschwörungstheoretiker, wenn man sie mal braucht?

Samstag, 1. Oktober 2011

Zeit + Ewigkeit

"Alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen. Doch das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit."
1 Petrus 1, 24-25

Habe gestern abend ein wenig in den Schulbüchern meiner Kinder gestöbert. In einem ging's um den Unterschied zwischen Eigentum und Besitz.

Eigentümer ist jemand, dem eine Sache gehört.
Besitzer ist jemand, der eine Sache benutzt.
Ein Besitzer muß nicht zwingend ein Eigentümer sein.
Ein Wohnungsmieter ist Besitzer der Wohnung. Doch Eigentümer ist der, dessen Name im Grundbuch steht. Im Regelfall der, der die Miete bekommt.

Eigentum auf dieser Welt ist jedoch eine Fiktion. Wir sind alle bloß Besitzer. Denn nach ein paar Jahren verlassen wir diesen Globus in die eine oder andere Richtung und jemand anderes wird Eigentümer unseres Eigentums.

Diese Welt ist uns nur geliehen.

Doch es gibt eine Welt, in der ein unvergängliches und unbeflecktes und unverwelkliches Erbteil auf uns wartet. Es ist in den Himmeln aufbewahrt für uns. (1 Petrus 1, 4).
Jesus hat es für uns erkauft.

Den Sachverhalt der Vergänglichkeit alles Irdischen und der ewigen Haltbarkeit alles Himmlischen dürfen wir nie vergessen.
Er ordnet unsere Prioritäten.

"Das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig."
2 Korinther 4, 18