Donnerstag, 29. September 2011

Heute: Neujahr

Heute ist der 29. Tag des sechsten hebräischen Monats, Elul. Morgen beginnt der siebte, Tischri.

Heute feiern die Juden Rosch Haschanna, das Neujahrsfest.
3 Mose 23, 24 hat das Fest festgelegt, die Mischna, (der jüdische Kommentar zum AT), daß damit das neue Jahr beginnt.

Rosch Haschanna ist laut Talmud der Jahrestag der Welterschaffung, sowie der Tag der Erschaffung Adams.
An Rosch Haschanna bedenken gläubige Juden, daß sie--und die ganze Welt--gerichtet werden. Sie identifizieren Verfehlungen und fassen Wiedergutmachung ins Auge.
Allerdings trauern Juden an diesem Tag nicht, sondern freuen sich über die Barmherzigkeit Gottes. Man ißt Süßes, weil man ein ebensolches neues Jahr erwartet.

In zehn Tagen ist Versöhnungstag.
In 15 Tagen beginnt das Laubhüttenfest.

Fröhliches Schofarblasen, Moische und Hadassa!
(Und denkt dran: Die Versöhnung in zehn Tagen macht Jeschwa möglich).

Mittwoch, 28. September 2011

Einzigartigkeit der Bibel

Heute ging es im Alphakurs um die Besonderheit der Bibel.
Sie ist Jahr für Jahr der Weltbestseller Nr. 1.

Was sie so besonders macht, ist, daß sie Gottes Wort ist.

Nun kann jedes schwarze Buch mit Goldschnitt behaupten, Gottes Wort zu sein. Der Beweis, daß die Bibel tatsächlich Gottes Wort ist, liegt in den Prophezeiungen, die sie enthält.

Die Hauptperson der Bibel ist Jesus.

Er ist der "Same der Frau", der der Schlange den Kopf zertritt. (1 Mose 3, 15).
Er ist der Sohn Davids, den David "Herr" nannte und "Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks." (Psalm 110).
Er ist der Sohn der Jungfrau, Immanuel. (Jesaja 7, 14).
Er ist das Kind, das uns geboren, der Sohn, der uns gegeben wurde, dessen Name Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens ist. (Jesaja 9, 5).
Er ist der Verachtete, der unsere Leiden und Schmerzen auf sich lud, der durchbohrt wurde um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. (Jesaja 53, 4-5).
Er ist der, dessen Hände und Füße durchbohrt worden waren. (Psalm 22, 17).
Seine Kleider teilten sie unter sich, und über sein Gewand warfen sie das Los. (Psalm 22, 19).

Niemand außer Jesus kann auf solche Prophetien verweisen.
Kein Buch außer der Bibel hat solche Prophetien vorzuweisen.

Dienstag, 27. September 2011

Piraten entern Berlin

"Pastor, du predigst über die zehn Gebote. Eines davon ist: Du sollst nicht stehlen. Nun ist in Berlin eine Partei ins Parlament gewählt worden, die den Raub im Namen führt: die Piraten. Was ist davon zu halten?"

Raub war die erste Sünde der Menschheit. (Eva stahl, was Gott gehörte).
Sowie die erste Sünde Israels bei der Landnahme. (Achan).
Diebstahl war die einzige markante Sünde, die einem Jünger zuschreibbar war: Judas hatte die Kasse, war ein Dieb und stahl, was eingelegt wurde. (Johannes 12, 6).
Er richtete sich selber.
Jesus wurde zwischen zwei Dieben hingerichtet.
Die erste Sünde der Gemeinde war auch Diebstahl. (Ananias und Saphira).

Trotzdem denke ich nicht, daß die Pirates of the Caribberlin nun à la Somalia auf der Spree herumschippern und Touristendampfer hopsnehmen werden. Sie sind vorerst eine klapprige Protestpartei wie (einst) die Grünen.

Die Frage muß lauten: Wieso schon wieder eine Protestpartei?

Das hat damit zu tun, daß wir hier in Deutschland keine Demokratie im eigentlichen Sinne haben, sondern eine Parteiendemokratie.

Wir wählen weder die Kandidaten aus, noch wählen wir den Präsidenten, den Kanzler oder die Ministerpräsidenten der Länder direkt, geschweige denn den Staatsanwalt oder den örtlichen Polizeichef. Wir wählen Parteien und diese kungeln dann aus, wer was wird.
Dank der Landesliste kann ein Kandidat in seinem Wahlkreis dem politischen Gegner unterliegen, aber dennoch ins Parlament einziehen.
Das ist zB Herrn Wowereit dieser Tage passiert.
Er ist bei den Wählern seines Wahlkreises 5 in Charlottenburg-Wilmersdorf durchgefallen, wird aber trotzdem Regierungschef.
In einer eigentlichen Demokratie, wie zB den USA, wäre es unmöglich, beim Wähler durchzufallen und trotzdem Regierungschef zu werden. Man verstünde das als untragbaren Affront. Ein neuer Bürgermeister müßte her. Ansonsten drohten Rabatz und eine Recall-Wahl, eine Abberufungswahl.

Nicht so bei uns.

Weder zur europäischen Einigung, noch zur Erweiterung, noch zum Euro wurde bei uns das Volk gefragt. Das erzeugt Frust beim Wähler. Der staut sich.
Problem ist das Wahlrecht.
Es muß schleunigst geändert werden. Wir brauchen dringend mehr Direktwahlen. (Kommunale Bürgermeister wählt man ja immerhin schon direkt). Dann fühlt sich der Wähler berechtigtermaßen beteiligt und trägt die Politik viel eher mit. Protestparteien braucht es dann keine mehr. (Die USA brauchen seit mehr als 200 Jahren nicht mehr als zwei Parteien, in denen sich immer wieder unterschiedliche Flügel durchsetzen. Mag man sie nicht mehr, wird man sie auch tatsächlich wieder los! Man kann sie alle vier Jahre wirklich abwählen! Die bleiben dann weg).

Auch gibt's bei uns keine echte Trennung von Exekutive, Legislative und Judikative. Bei uns sind die Regierungsmitglieder auch Mitglieder des Parlaments. Wie soll das Parlament die Regierung kontrollieren, wenn die Regierung die Mehrheit im Parlament stellt?
Das ist unmöglich.
Die Regierung dominiert bei uns das Parlament.
Deswegen sind in Deutschland die Parlamentssitzungen auch so langweilig. Es werden keine echten Debatten geführt. Die Kanzlerpartei bringt Gesetze ein, die von der Kanzlermehrheit der Parlamentarier nur noch abgenickt werden.

Die Opposition motzt ein wenig herum. Das war's.

Packende, lebendige Diskussionen mit intelligenten unterschiedlichen Standpunkten kommen kaum vor. Und wenn doch einmal, wie in der PID-Debatte, werden sie prompt als Sternstunden wahrgenommen. Das sollte die normale Parlamentskultur sein.

Die Verfassungsrichter werden ebenfalls von der Politik ausgewählt und das streng nach Parteienproporz.

Genauso verhält es sich mit den öffentlich-rechtlichen Medien.

Kein Wunder also, daß viele das Gefühl haben, machtlos zu sein, von abgehobenen Eliten regiert zu werden, die nicht ansprechbar sind und die für die Befindlichkeit des breiten Volkes kein Ohr haben.

Das Sentiment der Rebellion gegen die da oben bricht sich immer wieder einmal Bahn. Dann entsteht eine neue Partei, ein Rebellionsprodukt, das so verzauselt, unangepaßt, schräg und undurchdacht ist, wie es Rebellionen halt nun einmal sind.

Die Politik ist selber schuld: Aufbegehrer wie Piraten oder frühe Grüne gäbe es nicht, wenn wir mehr direkte Wahlen hätten.

Das Programm, das die neue Partei im Namen führt, ist problematisch. An Gottes Segen scheint denen nicht so viel gelegen.

Wann kommt endlich mal eine christliche Protestpartei zum Vorschein?

Samstag, 24. September 2011

Adrenalin

Aktiver Sport ist ein wunderbares Lebensverschönerungsmittel. Wenn man sich schindet, Sturzbäche schwitzt, mitten im Getümmel steckt und alles gibt, dann setzt der Körper Stoffe frei, die großen Lebensgenuß verschaffen.
Der Adrenalinschub hält ein paar Tage. Dann geht man wieder zum Training.

Deswegen bin ich seit Jahren begeisterter Ju Jutsuka.
Ju Jutsu ist ein Sport, der das Beste aus Judo, Karate und Aikido in sich vereinigt, ganz ohne fernöstliches Gedöns. (Der Sport wurde 1969 im Auftrag des Bundesinnenministeriums für Polizei, Justiz, Zoll und Militär entwickelt).

Daß man dabei Gürtelprüfungen ablegen kann, also Ziele hat, ist super.
Das Wort Gottes sagt, "Wenn keine Vision [kein Ziel] da ist, verwildert ein Volk." (Sprüche 29, 18). Auf ein konkretes Ziel hinarbeiten ist etwas Wunderbares: Erfolg wird meßbar.

Heute morgen war es wieder einmal soweit.
Habe mich im Sportverein einer dreieinhalbstündigen Prüfung zur nächsten Gürtelstufe unterzogen. Im Vorfeld war ich, zuggeben, äußerst nervös. Denn ich bewarb mich um den braunen Gürtel, den letzten vor schwarz.
Der heißt auch der "kleine Schwarzgurt", weil die Ansprüche für Braun nicht viel geringer sind als die für Schwarz, was immerhin der Meisterlevel ist.

Meister-werden ist kein Pappenstiel.

Ich hatte mich dazu sogar in einem weiteren Verein angemeldet, weil mir im alten die Trainingspartner ausgegangen waren. In meiner Gürtelklasse war einfach kein anderer mehr da.

Die Damen und Herren Trainer im neuen Verein sind Großmeister. Sie gehören zu den besten im ganzen Land und sind entsprechend kleinlich. Das zahlt sich aus. Ihre Zöglinge bestehen Prüfungen oft mit der höchsten Punktzahl.
Man ist nicht zimperlich. Wo im offiziellen Prüfungsprogramm Technik A ODER Technik B gefordert wird, werden hier beide abgeprüft. Statt der vorgeschriebenen vier Techniken in einem Bereich, werden, sagen wir, zehn gefordert.

Bei 18 Prüfungsfächern und ca. 70 offiziell geforderten Techniken läppert sich das.

Entsprechend nervös war ich die letzte Zeit, obwohl eigentlich ganz passabel vorbereitet.

Als ich dann diese Woche eines Tages längere Zeit im Sprachengebet für den Alpha-Kurs und andere wichtige Dinge verbrachte, hatte ich plötzlich das starke Bedürfnis, für diese Prüfung zu beten, obwohl das eigentlich gerade nichts mit meinen eigentlichen Anliegen zu tun hatte und ich gedanklich auch nicht beim Sport war.

Ich kenne diese starken Impulse.
Sie kommen vom Geist Gottes.
Also gab ich mich dem Eindruck hin und betete für diese Prüfung.
Danach war meine latente Nervosität weg. Die Last war verschwunden.
Friede war da, Zuversicht und das Bewußtsein von Kompetenz.
Ich wußte, ich würde bestehen.

In der Tat haben alle zehn Prüflinge bestanden. Zwei sogar mit der höchstmöglichen Punktzahl. Dazu hat es bei mir nicht gereicht. (Vielleicht hat das damit zu tun, daß ich 20 Jahre älter bin als die meisten anderen). Es wurde aber immer noch ein "sehr gut."
Herrliche Situationen waren dabei: Wie verteidigt man sich gegen einen 110kg-Koloß, der im Reitsitz auf einem sitzt und einen mit beiden Händen würgt? (Ich wünsche dem Laien viel Spaß beim Lösen dieser Aufgabe).

Keiner hat sich verletzt, alles lief gut.

Noch begeisterter als von dieser Prüfung heute bin ich jedoch von meiner Botschaft für morgen. Es geht um den Unterschied zwischen böser Lust und legitimem Bedürfnis. Auf dem einen liegt ein Fluch, auf dem anderen ein Segen.

Und Gott will unseren Segen.

Donnerstag, 22. September 2011

Jesus und Maria

"Sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte."
Apostelgeschichte 17, 11

Wir hatten einen wunderbaren Alpha-Auftakt gestern. Ich sah viele neue Gesichter.
Nach Essen und Botschaft wurde eifrig diskutiert.

Eine Frau sprach davon, lange Jahre zur "Muttergottes" gebetet zu haben. Stets fühlte sie sich dabei wie beobachtet, also ob jemand hinter ihr stehe. Das machte sie nervös.
Vor einiger Zeit machte sie Schluß damit und begann, zu Gott zu beten in Jesu Namen, wie die Bibel sagt:

"Was ihr den Vater [nicht die Mutter] bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben."
Johannes 16, 23.

Als sie dies tat, verschwanden ihre Bedrückung und das Gefühl, hinterrücks beobachtet zu werden.

Nirgendwo in der Bibel wird zu Heiligen oder Madonnen gebetet.
Das widerspräche dem ersten Gebot!

Als der Apostel Johannes, überwältigt von der Herrlichkeit eines Engels, vor diesem niederfällt und ihn anbeten will, sagt der Engel:
"Siehe zu, tu's nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an!" (Offenbarung 19, 10).

Maria war eine wunderbare Frau des Glaubens. Sie war mutig. In der damaligen Zeit einer göttlichen Schwangerschaft während der Verlobung mit einem zunächst ahnungslosen Mann zuzustimmen, erforderte viel mehr Wagemut, als gemeinhin zu finden ist.

Sie ist eine Heldin des Glaubens.

Doch sie ist ein Mensch, keine Gottheit. Es liegt nicht bei ihr, Gebete zu erhören, sondern bei Gott.

Sie ist auch keine Fürbitterin vor dem Thron Gottes. Diese Aufgabe fällt Jesus zu:
"Einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus." (1 Timotheus 2, 5).

Die letzten überlieferten Worte Marias im Evangelium sind, "Was er euch sagen mag, tut." (Johannes 2, 5).

Daran kann man sich halten.

Mittwoch, 21. September 2011

Der Unterschied

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, sie taufend auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrend alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."
Matthäus 28, 19-20

Mein Sohn kam heute aus der Schule und berichtete aus dem Religionsunterricht. Der Lehrer erklärte die Teilung des Roten Meers mit Tornados, die für Trockenheit gesorgt hätten. Das Ertrinken der ägyptischen Armee war danach etwas schwieriger zu erklären.

Egal.

Hauptsache, das Wunder (und damit Gott) kann wegerklärt werden.

Die Schulbücher unserer Kinder sind durchtränkt vom betulich glaubenslos-humanistischen Geist, der seit mehr als hundert Jahren die deutschen Theologiefakultäten durchzieht. Doch ein Christ entzieht sich sein Fundament, wenn er beginnt, die Bibel zu relativieren.

Das ist der alte Trick des alten Feindes.
Die ersten Worte der Schlange in der Bibel sind, "Hat Gott wirklich gesagt...?" (1 Mose 3, 1).

Tatsache ist, wir wissen nichts über Gott, es sei denn, er offenbart sich uns. Das tat er in der Bibel, die wahr ist. Und er tat dies in Jesus Christus, dem vollkommensten aller Menschen.

Bedauerlicherweise ist heute der Glaube an Gottes Wort in Kirchenkreisen verpönt. Natürlich hat eine solche Kirche keine Kraft. Denn die Kraft steckt in Gottes Wort!

Paulus sagt, "Ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden!"

Wo das Wort geglaubt wird, werden Gebete erhört.

Heute abend ab 19 Uhr hören wir was die Bibel zu Jesus sagt, von Leuten, die glauben, was da steht.
Da beginnt nämlich unser Alpha-Kurs.

Jesus wird auch da sein.

"Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte."
Matthäus 18, 20.

Montag, 19. September 2011

Alfa

Die Vorbereitungen laufen. Am Mittwoch um 19.00 Uhr beginnt unser achtwöchiger Alphakurs, in dem die Grundlagen des christlichen Glaubens für neue Christen, Kirchenferne und andere Interessierte vermittelt werden.

Wird super.

Bisher haben sich rund 50 Personen angemeldet, auch Gemeinde-Erstbesucher und Leute, die noch überhaupt nie gekommen sind. Sogar jemand vom Radiosender, auf dem wir geworben haben.
Wir werden interessante Leute kennenlernen.

Mir scheint, als ob Jesus unsichbar übers Land gehen und die Menschen zu sich rufen würde. Irgendwie hören sie diese unhörbare Stimme und kommen.

Jesus sagte, "Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen." (Johannes 12, 32).

So ist es in diesen Tagen.

Vor dem Vortrag gibt's Chili.
Danach kann man seine Fragen loswerden.

Falls das jemand liest und auch kommen möchte: Aus organisatorischen Gründen bitte per Email an info(at)onlinekirche.de mit Namen anmelden anmelden.

Samstag, 17. September 2011

Gefahr an der Decke?

"Pastor, ich habe in einem Katalog ein Ornament entdeckt, das man von der Decke baumeln lassen kann. Es handelt sich um eine Kette verschiedenfarbiger Steine, die ganz unten in einem großen "Diamanten" ihren Abschluß findet. Nun lese ich, daß die Steine verschiedene Chakren symbolisieren und die ganze Kette wohl die Schlange Kundalini symbolisiert. Nun weiß ich nicht. Das ist doch heidnisch. Kann ich als Christ sie mir jetzt noch ins Zimmer hängen?"

Woran wirst du jedesmal denken, wenn du sie anschaust? Daß das Ding Chakren symbolisiert und eine Schlange. Deshalb würde ich auf diesen Zimmerschmuck verzichten.

Wobei ich nicht glaube, daß die farbigen Steine in irgendeiner Form geistliche Kräfte transportieren. Manche Christen sind da überängstlich. Sie würden sich nie eine Buddha-Statue ins Zimmer stellen. (Ich auch nicht, weil sie Besucher verwirren würde. Bin nämlich Christ und kein Buddhist). Sie denken, die Anwesenheit einer solchen Statue würde bereits geistliche Verstimmungen bewirken.

Das tut sie jedoch erst, wenn man sie als Kultgegenstand verwendet.
"Keinen Stein mit Bildwerk sollt ihr in eurem Land hinstellen, um euch davor anbetend niederzuwerfen; denn ich bin der HERR, euer Gott."
3 Mose 26, 1.

Statuen sind als Holz, Metall oder Stein (oder gar Plastik!) unbeseelt und geistlich wirkungslos.
Der höchst erfolgreiche Missionar Dr. Lester Sumrall zog einst in Tibet umher und übernachtete dort ständig in Tempeln voll der abenteuerlichsten Götzenfiguren. Nie hat ihn ein Dämon gezwickt. (Allerdings hat er viele Gezwickte getroffen).

Ein süffig lesbares Buch mit falschen Lehren, die einen von Jesus abwenden, ist allemal gefährlicher als eine Chakrenglitzerkette in der Ecke an der Decke.

Laß sie trotzdem im Katalog.

Donnerstag, 15. September 2011

Griechische Pein

"Pastor, sag was zu Griechenland."

Griechenland ist ein wunderschönes Urlaubsziel. Ich bin einst auf dem Rückweg aus Afrika für ein paar Stunden im hügeligen Athen gestrandet, weil seinerzeit die Nato den Luftraum brauchte, um Serbien zu bombardieren.

Ein schönes Land.
Mit der Drachme wäre Griechenland noch schöner.

Die Europäische Union läuft in Gefahr, zwischen Skylla und Charybdis zu stranden, wenn sie nicht salomonisch handelt und aufhört, für die Schulden von Verschwendern zu bürgen.

Salomo hat viel zu sagen über Transferunionen, (Bürgschaften).
Nichts davon ist gut.

"Mein Sohn, hast du für deinen Nächsten gebürgt, für einen Ausländer deinen Handschlag gegeben, bist du gefesselt durch die Worte deines Mundes, gefangen durch die Worte deines Mundes, dann tu dies, mein Sohn: Reiß dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist!
Geh unverzüglich hin und bestürme deinen Nächsten!
Gönne deinen Augen keinen Schlaf und keinen Schlummer deinen Wimpern!
Reiße dich los wie die Gazelle aus der Hand und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers."
Sprüche 6, 1-5.

Denn wenn jemand weiß, daß er für seine Schulden nicht geradestehen muß, daß ein anderer zahlt, dann verschuldet er sich weiter.

Und beide verarmen: Der Schuldenmacher und sein Bürge.
"Nimm ihm das Kleid, denn er hat für einen Fremden gebürgt; und wegen der Ausländer pfände ihn!"
Sprüche 20, 16.

Leider scheint unseren Verantwortlichen der politische Wille zu fehlen, Griechenland aus der Eurozone auszugliedern. Doch man wird Griechenland nicht retten, dem deutschen Steuerzahler jedoch herbe Verluste bescheren. Die politische Verantwortung hierfür ist noch nicht einmal klar zu verorten, da praktisch alle Parteien hier gleichgeschaltet erscheinen.

Deutschland bräuchte eine neue gemäßigte Kraft, die dem gesunden Menschenverstand wieder zur Geltung verhilft.

Naja. Es wird eines Tages einen demokratisch legitimierten König geben, (in seinem Reich leben nur solche, die das wollen). Der wird's richten. Auf individueller Ebene tut er das schon.

Sein Name?

Dienstag, 13. September 2011

2 Weisen, bis 10 zu zählen

"Pastor, deine Zählung der 10. Gebote unterscheidet sich von derjenigen Luthers. Warum?"

Der gute Doktor Martin, dessen Verdienste um den Glauben unbestritten sind, hat das zweite Gebot "unterschlagen."
Dort heißt es:
"Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist."
2 Mose 20, 4

Nun stehen ja in traditionellen Kirchen jede Menge Abbilder herum. All die Statuen um dieses Gebotes willen wegzuschaffen, wäre möglicherweise an den Leuten, nicht zuletzt an den Kunsthandwerkern, gescheitert.

Solche Statuen wären auch kein Problem, gäbe es nicht Zeitgenossen, die davor beten, sich davor hinknien, usw.

Das sieht aus wie Götzendienst.

Ich persönlich kann's schon nicht leiden, wenn sich jemand vor ein Kreuz hinsetzt und in dessen Richtung betet. Der Herr steckt nicht im Kreuz. Er ist auferstanden.
Er ist Geist.
Und er will ohne Zuhilfenahme eines materiellen Objekts angebetet werden.

Um wieder auf die Vollzahl 10 zu kommen, teilte Luther das eigentlich zehnte Gebot "Du sollst nicht begehren" in zwei.
Lutheraner sollen zweimal nicht begehren, einmal nicht das Haus des Nächsten, zum anderen nicht alles andere des Nächsten, (Frau, Knecht, Magd, Vieh...).

Juden und bibeltreue Christen zählen anders bis 10.

Montag, 12. September 2011

El Shaddai

"Gott, der Allmächtige, segne dich."
1 Mose 28, 3

El Shaddai ist hebräisch und wird allgemein mit Gott der Allmächtige übersetzt.
Doch eigentlich heißt El Schaddai Gott der Allversorger.
Um Gottes Versorgung ging's letzten Sonntag, wo wir das 8. Gebot, (Nicht stehlen), genauer angeschaut haben.

Nach dem Gottesdienst kam G. auf mich zu und erzählte eine interessante Geschichte, die sich dieser Tage in seinem Leben zugetragen hat.

G. ist Handwerker und brauchte dringend ein Auto.
Hier ist, was er mir in einer Email mitteilte:

"Auf dem Weg nach Würzburg ging ich für eine Weile ins Sprachengebet...
kurz danach hatte ich einen Gedanken der mich nicht mehr loslies.
Fahre zum nächsten Hotspot (kostenloser Internetzugang für eine Stunde) dort findest Du ein passendes Auto.... für das letzte Geld das Du noch hast.
Eigentlich wollte ich wieder einen Bus, aber ich sollte plötzlich nach
einer älteren großen Kombi mit Klimaanlage und maximal 150.000km suchen.
OK, ich gab das, in die Auto-Suchmaschinen ein...
Huch was ist denn das eine E-klasse mit Klima-Anlage, 120.000 km und 150
PS und einigen Roststellen die aber mein Schwager beseitigen könnte. Von 3.800,-- auf 2.500,-- runtergesetzt.

Nach 2 Telefonaten mit dem Verkäufer fuhr ich also mit meinem kleinen Sohn dem Geld und frischgepressten Nummernschildern, mit der Eisenbahn nach N. bei München.

Dort holte und der Verkäufer am Bahnhof ab, und wir begutachteten das Fahrzeug... naja 14 Jahre alt, die Roststellen waren auch da, und das Auto war an sonsten OK. Ein lückenloses Serviceheft. Sehr gut. Der Verkäufer machte den Eindruck als wüste ihm nicht wie ihm geschieht??? Sie wollen das Auto wirklich? Die Batterie ist auch kaputt...

(Wir riefen eine Werkstatt in der Nähe an und bekamen dort noch eine gute gebrauchte Batterie geschenkt. Denn zu Hause habe ich noch eine passende Batterie die erst 1 Jahr alt ist....)

Wir kauften Das Auto und fuhren schön gemütlich die 330km wieder zurück.

Zu haus angekommen, putzten Meine Frau, meine Tochter und mein kleiner Sohn das Auto gründlichst...
Dann die Überaschung: in einer Ablage fand mein Sohn ein Übergabegebet.... Ich machte einen Luftsprung und Dankte dem Herrn!
Was für eine Fügung

Mittlerweile hab ich mit dem Auro schon 1500km zurückgelegt...

Dem Herrn Sei Dank und Ehre.

Viele Grüße

G."

PS: Das "Übergabegebet", das der Sohn fand, ist ein Gebet, mit dem man Jesus ganz bewußt ins Leben einlädt. Es findet sich in manchen christlichen Büchern, speziell evangelisch-freikirchlichen, auf den letzten Seiten. Es ist sehr ungewöhnlich, daß der Bub zufällig eine solche Seite in diesem "neuen" Auto fand. Die Familie von G. wertet das als weiteres Zeichen, daß der Autodeal von Gott war.
Ich stimme dem zu.
Jesus lebt und mischt sich in das Leben seiner Kinder ein.

Radio Gaga

"Und die Kunde von Jesus ging hinaus..."
Matthäus 4, 24

Diese Woche, Montag bis Sonntag, machen wir auf Radio Primaton Werbung für den Alpha-Kurs, der am 21.9. beginnt.

Der Alpha-Kurs ist ein Grundlagenkurs, in dem der christliche Glaube systematisch erklärt wird. Diese Kurse finden seit 20 Jahren auf der ganzen Welt statt. Erfunden wurde Alpha von Nicky Gumbel, dem Pastor der Holy Trinity Church in Brompton, London.

Super Sache.

Zu hören ist der Spot täglich um 8.40 Uhr, 12.10 Uhr und 17.40 Uhr.

Näheres auf www.OnlineKirche.org.

Freitag, 9. September 2011

9/11 und Vergebung

Bald jähren sich die Anschläge auf das World Trade Center zum zehnten Mal und die Medien sind seit Tagen voll von Berichten darüber.

19 hingegebene Moslems steuerten am 11. September 2001 zwei vollbesetzte Flugzeuge in zwei New Yorker Hochhäuser.
Keiner der dort arbeitenden Menschen hatte ihnen etwas getan.
Ihre Tat hatte keinen anderen Grund als religiöse Verblendung.

Ähnlich den heidnischen Germanen glaubten sie, der einzige sichere Weg in den Himmel ist, im Kampf zu fallen.
Germanische Krieger fanden Einkehr in Wallhall beim Wallvater Odin und dessen immerfließenden Bier.
Der moderne Jihadi verschafft sich durch Mord und Totschlag Eingang in seinen himmlischen Harem.
Beide irren und landen nach ihrem Tod wo ganz wo anders.

Angesichts der Mostrosität der Verbrechen haben viele Christen moralische Schwierigkeiten mit dem Vergebungsgebot der Bibel.

Irren ist menschlich, sagt man, und vergeben göttlich.
Wieder und wieder sagt Gott, er sei willig, Sündern zu vergeben.
"Wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden. Wenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden." (Jesaja 1, 18).

"Barmherzig und gnädig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Gnade." (Psalm 103, 8).

Und dennoch:
Der Gott, der Vergebung predigt, vergibt oft selber nicht!

Er warf Adam und Eva aus dem Garten, nachdem sie gesündigt hatten.
Der Mörder Kain, ihr Erstgeborener, wurde dazu verurteilt, als flüchtiger Wanderer auf der Erde umherzuziehen.
Nachdem seine Nachkommen die Kultur der Welt mit Blut und Gewalt so nachhaltig korrumpiert hatten wie es nur ging, schickte Gott die Sintflut und fegte alle bis auf acht hinweg.

Er vergab nicht, er richtete.

Kaum aus der Arche, baute die Menschheit den Himmeln einen Turm.
Gott richtete abermals und zerstreute die Menschheit. Er verwandelte ihre Rede in Gebabbel, so daß man einander nicht mehr verstand und Babels Turm verfiel.

Paulus forderte die Korinther auf, das mit seiner Stiefmutter unsittlich zusammenlebende Gemeindemitglied hinauszuwerfen. Er sagt, "Richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus!" (1 Korinther 5, 12-13).

Gott ist einerseits vergebungsbereit, andererseits richtet er. Und nicht zu knapp.
Wie geht das zusammen?

Das ist so, weil Gott nicht bedingungslos vergibt.

Bedingungslos zu vergeben ist schierer Wahnsinn. Wer einem Mörder vergibt und ihn laufen läßt, macht sich aller Verbrechen mitschuldig, die der Mörder ab diesem Zeitpunkt tut.

Vergebung bekommt, wer Vergebung will--von Herzen will.
Ob jemand wirklich Vergebung will, kann nur Gott erkennen.
WIR erkennen das Bedürfnis nach Vergebung, wenn die betreffende Person von sich aus, ohne von uns aufgefordert worden zu sein, Wiedergutmachung tut

Rabbi Blech sagt, "Vergebung ist keine Waise. Die Buße ist ihre Mutter." Vergebung wird von Buße geboren.
Vorher gibt's keine Vergebung.

Juda hat seinen Bruder Joseph einst für 20 Silberlinge in die Gefangenschaft nach Ägypten verkauft. (1 Mose 37, 26).
Von da an ging's in seinem Leben nur noch bergab.
Seine (kanaanäische) Frau starb, seine Söhne starben, (weil sie böse waren).
Seine Schwiegertochter Tamar hurte (mit ihm).
Sein Vater war voller Tadel und untröstlich über das Verschwinden Josefs.

Viele Jahre später allerdings tat Juda so etwas wie Wiedergutmachung.

Das war so:
Der Herrscher von Ägypten wollte Judas Halbbruder Benjamin, (den Bruder Josephs), ins Gefängnis stecken. Doch Juda forderte, an Benjamins Stelle ins Gefängnis gehen zu dürfen. Juda "verkaufte" Benjamin nicht in die Gefangenschaft: Er war bereit, an seiner Stelle in Gefangenschaft zu gehen.

Juda tat sein Verbrechen zutiefst leid. Als nun wieder einer der Brüder in ägyptische Gefangenschaft wandern sollte, meldete er sich freiwillig, um Benjamin vor diesem Schicksal zu retten.

Der verkaufte Joseph war der Herrscher von Ägypten.

Erst in diesem Moment glaubte Joseph, daß Juda sich tatsächlich geändert hatte und offenbarte sich seinen Brüdern. Der geläuterte Juda bekam Vergebung von Joseph. Von da an ging's steil bergauf mit Juda und der ganzen Familie.

Buße kommt vor Vergebung.

Jesus sagt, "Habt acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und WENN ER ES BEREUT, so vergib ihm! Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht: Ich bereue es, so sollst du ihm vergeben." (Lukas 17, 3-4).

Wenn jemand Reue zeigt, indem er Wiedergutmachung betreibt, bekommt er Vergebung, wie der räuberische Zöllner Zachäus, der zu Jesus sagte, "Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich von jemand etwas durch falsche Anklage genommen habe, so erstatte ich es vierfach." (Lukas 19, 8).

Donnerstag, 8. September 2011

Jesus und das Tao: 耶稣和陶

"Ich kenne seinen Namen nicht, darum nenne ich es Tao."
Laotse

Auf Laotse und seine Betrachtungen gründet sich die chinesische Religion des Taoismus.
Tao ist chinesich und bedeutet in etwa "Weg" oder "Prinzip", "Wort", "Wahrheit", "Wirklichkeit" und meint die Kraft, die das Universum im Innersten zusammenhält.

Schade, daß Laotse den Apostel Johannes nicht kennengelernt hat. (Er lebte ja auch 600 Jahre früher). Denn Johannes kannte das "Tao." Sogar mit Namen.

"Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.
Dieses war im Anfang bei Gott.
Alles wurde durch dasselbe,
und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist."
Johannes 1, 1-3

Das hätte Laotse sicher verstanden.

Doch es kommt noch besser:
"Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."
Johannes 1, 14

Das "Tao", das "Wort", zog Fleisch an und gab sich einen Namen: Jesus.

In Jesus hat sich die Kraft, die das Universum im Innersten zusammenhält, geoffenbart. Jesus ist es, der "Abdruck von Gottes Wesen ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt." (Hebräer 1, 3).

Als Service für meine volksrepublikanischen Leser, (if any), hier der Blog-Text auf Chinesisch:

“我不知道他的名字,这就是为什么我称之为道。”
老子

在老子,他的推理是中国道教的宗教基础。
陶是中国人,意思是“方法”或“原则”,“字”,“真理”,“现实”,指的是力量,持有共同的宇宙深处。

可惜老子不是使徒约翰就知道了。 (他住600年前,太)。对于约翰知道“道”。即使名称。

“太初有道,
和道就是与神,
和道就是上帝。
这是在与神的开始。
一切都是一样的,
并没有他不是一个,这就是作出。“
约翰福音1:1-3

这将有一定的理解老子。

但它会变得更好:
“道成了肉身住在我们中间,我们看见​​他的荣耀,作为父的独生子,恩典和真理盛开。”
约翰1,14

“道”,“字”放在肉,并给自己一个名字:耶稣。

在耶稣的力量,认为在心脏宇宙在一起,显露出来。耶稣是“神的福祉,并坚持由他的真言万物的印记。” (希伯来书1:3)。

Dienstag, 6. September 2011

Like father, like son

"Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt, hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt."

Wie stellst du dir Gott vor?

Hier in Hebräer 1, 1-3 wird das Wesen Jesu skizziert. Er ist der Abdruck des Wesens seines Vaters. Sogar unter Menschen sagt man, "Wie der Vater so der Sohn." Das stimmt im göttlichen Fall erst recht.

Gott ist wie Jesus.

Das Wollen und Tun Jesu ermöglicht einen Blick in das Wesen Gottes seines Vaters.
Jesus war hilfsbereit und freundlich. Er heilte. Daß er jemanden krankgemacht hätte, ist nicht überliefert. Getötet hat er auch keinen. Vielmehr hat er drei Tote wieder lebendig gemacht.
Judas, der an Jesus scheiterte, richtete sich selbst, ohne jegliches Zutun Jesu.

Am Kreuz gab Jesus alles für die Menschheit.
So ist Gott zu dir.

Montag, 5. September 2011

Pädophobie?

Der Tor spricht in seinem Herzen: "Es ist kein Gott!" Sie haben Verderben angerichtet und abscheuliches Unrecht geübt; da ist keiner, der Gutes tut."
Psalm 53, 2

Als Christ, der tiefere Gespräche meist mit anderen Christen führt--also mit Leuten, die über einen funktionierenden inneren Kompaß verfügen--vergißt man manchmal, was für Chaos in den Köpfen der Menschen oft herrscht.
Erst recht in dem mancher "Gebildeten."
Dort wuchert wild das intellektuelle Unkraut.

Prof. em. Dr. Joel Marks von der Universität New Haven, der einst eine Kolumne namens "Moral Moments" zu Philosophy Now beisteuerte, ist umgekippt. Er sagt heute in "An Amoral Manifesto":

"Dieser Philosoph, [der Autor meint sich selber], hat unter einer unhinterfragten Annahme gearbeitet, nämlich der, daß es so etwas wie Richtig und Falsch gibt. Ich glaube heute, daß es so etwas nicht gibt...
Über kurz oder lang gelangte ich zu der Überzeugung, daß Atheismus Amoral impliziert; und da ich Atheist bin, muß ich der Amoral anhängen...
Ich erlebte meine schockierende Epiphanie, daß religiöse Fundamentalisten recht haben: Ohne Gott gibt es keine Moral. Doch ich glaube noch immer, was die Existenz Gottes anbelangt, liegen sie falsch. Folglich glaube ich, daß es so etwas wie Moral nicht gibt."

Der Mann und unzählige Professoren wie er sind die Lehrer der nachwachsenden Elite. Da der Mensch glaubt, was er hört, ist es kein Wunder, daß die solcherart Belehrten immer weiter von Gott wegdriften.

Da paßt es ins Bild, daß in Baltimore, Maryland, ein Symposium, eingeladen von Psychologen und Psychiatern einer Organisation namens B4U ACT, getagt hat, in deren Broschüre folgendes stand:

"Dieses eintägige Symposium wird Raum geben dem Ideenaustausch zwischen Forschern, Gelehrten, Praktizierenden auf dem Gebiet der mentalen Gesundheit und Menschen, die sich zu Minderjährigen hingezogen fühlen, die ein Interesse an kritischen Anmerkungen haben, betreffend den Eintrag für Pädophilie im "Diagnosehandbuch für mentale Störungen" der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung."

Auf deutsch, die Organisation B4U ACT will Pädophilie aus dem dem Diagnose-Handbuch der amerikanischen Psychiater gestrichen haben.

In den Siebziger Jahren wurde in ähnlicher Weise--und sehr erfolgreich--der gesellschaftliche Gesinnungswandel bezüglich der Homosexualität eingeleitet.

In einigen Jahren wird man sich unbehaglich fühlen, wenn Pädophilie positiv zur Sprache kommt. Doch man wird keine Argumente mehr dagegen haben. Wer doch welche vorbringt ist pädophob.

Denn man akzeptiert als Gesellschaft, daß es Gut und Böse eigentlich nicht gibt.
Daß Richtig und Falsch relativ sind.
Daß der Mensch ein aus dem präbiotischen Urschleim gekrochenes Tier ist.
Daß Moral ein Gesellschaftskonstrukt ist.
Daß Gott nicht existiert.
Daß Gott sich demnach nie mitgeteilt hat.
Und wer dennoch an die Bibel glaubt, ist hoffnungslos von gestern.
Im schlimmsten Fall ein gefährlicher Fundamentalist.

Doch was sagt Paulus?

"Das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.
Denn es steht geschrieben: "Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen werde ich verwerfen."
Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten.
Und weil denn Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit; den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit."
1 Korinther 1, 18-24

Freitag, 2. September 2011

Ist Gott allmächtig?

Jesus hat einst seinen Blick über die versammelte Volksmenge wandern lassen. Sie kam ihm erschöpft und ziemlich verzweifelt vor, wie eine Herde Schafe, die keinen Hirten hat. Sie alle brauchten eine persönlichere Betreuung, doch er war nur eine Einzelperson. Er konnte damals nicht allen zur Verfügung stehen. Innerlich bewegt, sagte er:

"Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte!"
Lukas 10, 2.

Die Jünger sollten den Herrn der Ernte--also Gott--bitten, Arbeiter in seine Ernte zu senden.

Die auf der Hand liegende Frage ist natürlich: Wenn der Herr der Ernte Arbeiter braucht, warum sendet er sie dann nicht einfach?
Warum muß man ihn darum bitten?
Es ist doch in seinem ureigensten Interesse, Arbeiter ins Feld zu senden.

Die Antwort hat damit zu tun, daß Gott diese Erde und alles auf ihr an den Menschen delegiert hat.
Der Mensch hat im Sündenfall die Welt weiterdelegiert, an eine Gott feindlich gesonnene Macht. Paulus sagt über sie in 2 Korinther 4, 3 + 4: "Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es bei denen verdeckt, die verlorengehen, den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen."

Der "Gott dieser Welt", von dem hier die Rede ist, ist nicht unser Gott, sondern jene Macht, an die der Mensch die Welt im Sündenfall übergab.

Jesus kam einst und tat Dinge, die nur Gott tun kann.
Als Sohn Gottes war er dem "Gott dieser Welt" nicht unterworfen.
Er heilte, weckte Tote auf, ging über Wasser, stillte Stürme. Er demonstrierte durch seine Taten Gottes Willen.
Er machte für die Menschen den Weg frei zu Gott.

Gegenwärtig ist die Welt noch nicht wieder Gott und seinen Kindern völlig unterworfen. Doch der Tag wird kommen. Jesus kommt wieder.

In der Zwischenzeit sind wir der "Leib Christi" (1 Korinther 12, 27).
Gott wirkt durch uns. Wir werden aktiv, wenn unser Haupt, (Christus), entsprechend anweist. Erst dann handeln wir vollmächtig.

Noch ist die rechtliche Lage so, daß die Menschen Gott bitten müssen, damit er aktiv wird, bzw. uns aktiviert.