Sonntag, 29. August 2010

Die aufgespießte Schlange

Heute morgen haben wir 4 Mose 20, 4-9 angeschaut.
Dort murrt Israel (wieder einmal) gegen Gott und Mose. Es ist sogar unzufrieden mit dem Manna, das Gott ihnen täglich gab: "Unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung." Mannaverächter sind traditionell nicht zufriedenzustellen. Sie haben ein grundsätzliches Problem mit ihrer inneren Einstellung.

Da kommen Giftschlangen ins Lager und beißen viele, so daß viele sterben.
Murren setzt Schlangen frei, könnte man sagen.
Das Volk kommt in Lichtgeschwindigkeit zur Besinnung und ändert seine Haltung: "Wir haben gesündigt, daß wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zu dem HERRN, daß er die Schlangen von uns wegnimmt!"
Und was macht Mose?
Er schimpft nicht und sagt, "Das geschieht euch recht! Endlich zeigt's Gott euch mal." Nein. Der Verlästerte betet für seine Verlästerer.

Mose betet und Gott spricht zu ihm: "Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben."
Mose macht also eine Schlange aus Bronze und spießt sie auf. Dann richtet er das wunderliche Objekt auf und alle, die es anschauen, werden geheilt.
Nicht, wer auf seine Verletzungen blickte wurde geheilt. Wer auf die Schlange blickte.

Hier ein paar Gedanken zur Schlange:
Eine aufgespießte Schlange ist eine tote Schlange. Eine tote Schlange ist keine Bedrohung mehr.
Nicht nur die Schlange, auch ihr Gift ist neutralisiert. Die von der noch lebenden Schlange Gebissenen wurden geheilt, als sie die tote anschauten.

Nun bezieht Jesus diese aufgespießte, Schlange auf sich. Er sagt in Johannes 3, 14, "Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden." Jesus trug am Kreuz die Sünde, die Krankheit, den Mangel und was sonst noch zum Fluch der Menschheit gehört. "Den, der Sünde nicht kannte, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm." 2 Korinther 5, 21.

Was dort auf Golgatha am Holz hing, war nicht länger der unschuldige Sohn Gottes, sondern unser mit aller Sünde beladener Stellvertreter.
Man kann sagen, dort am Kreuz war die Sünde angenagelt. Dort hängt sie und kann sich nicht mehr bewegen. Eine festgenagelte Sünde ist keine Bedrohung mehr. Außerdem hingen dort unsere Krankheiten, unser Mangel und alles, was Gottes gutem Willen sonst noch entgegensteht. Es ist nicht übertrieben, zu sagen, dort am Kreuz hängt die ganze Macht des Teufels und kann sich nicht mehr rühren.

Die Macht des Bösen ist gebrochen.

Jesus hat am Kreuz alle Mächte des Bösen entwaffnet. (Kolosser 2, 14-15).
Je mehr wir diese Tatsache "anschauen", also bedenken, glaubend erfassen und auf uns wirken lassen, desto wirksamer wird das Gegenmittel gegen den Schlangenbiß, an dem jeder Mensch leidet.

Der Fluch ist am Kreuz festgenagelt.
Der Segen läuft noch frei herum.

Freitag, 27. August 2010

Blues Night

Andreas Herrmann vom CZW hat mich heute nachmittag angerufen, da wir ja eine Blues Night planen. Der Termin steht nun fest. Wir machen das am Freitag, dem 12. November 2010, ab 19.00 Uhr.

Ein "Umsonst und drinnen"-Konzert für Jesus.

Das wird ein Abend, an dem wir unsere elektrischen Gitarren mal schreien lassen und old-school Bluesrock zum besten geben. (Wir spielen dann Sachen, die so ähnlich klingen wie Hendrix, Clapton, Stevie Ray Vaughan, Santana, usw... Nur mit besseren Texten!) Für Leute, die noch keine Christen sind, aber die Musik kennen, ist sowas eine Brücke.

"Sie freuten sich mit großer Freude, so daß die Erde von ihrem Geschrei barst."
1 Könige 1, 40.

Dienstag, 24. August 2010

Neuerungen

Unsere seit längerem angekündigten Veränderungen nehmen Kontur an.

Zum einen gestalten wir ab September den Mittwochabend um, indem wir Bibelabend und Gebetsabend zusammenlegen und "Hour of Power" nennen.
Das heißt, statt stramm Bibellehre zu bringen, öffen wir uns noch mehr für das Wirken des Heiligen Geistes. Lose geplant ist , daß die Botschaft eine halbe Stunde einnimmt und Gebet ebenfalls eine halbe Stunde. Wir bleiben insgesamt bei einer Stunde Gottesdienstzeit, es sei denn, wir werden anders geführt.
Der Gebetsabend am Donnerstag fällt weg.

Dies heißt nicht, daß künftig weniger los sein wird.

Vielmehr beginnt am Sa., 25. September, das erste Trimester unserer langersehnten CGZ-Bibelschule. An drei Samstagen, je einem im Sept., Okt. und Nov., von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr gibt's Wort Gottes pur.
Geplant sind 7 Teachings pro Tag zu je einer halben Stunde von Mitarbeitern des CGZ und mir. Im November wird Rev. George Moss aus Tulsa im Stab mit dabeisein.
Ein einfaches Mittagessen gibt's auch, sowie Kaffee und Kuchen.

Die Anmeldegebühr beträgt 10,- EUR. Ansonsten ist die Bibelschule kostenlos. (Ein freiwilliges Opfer werden wir pro Tag natürlich einsammeln). Ein PDF-Anmeldeformular werden wir noch posten. (Für Interessenten von außerhalb: Es gibt hier in der Gegend günstige Übernachtungsmöglichkeiten. In der Gemeinde zu übernachten geht leider nicht).

Bin so begeistert...!

"Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens."
Apostelgeschichte 2, 46.

Sonntag, 22. August 2010

Rakete

Ich sprach neulich von dem freundlichen Herrn, der uns eine Waschmaschine verkaufte und der wenig später als Überraschungsgast im CGZ auftauchte, ohne daß wir beim Maschinenkauf über Jesus geredet hätten oder er mich gekannt hätte. Er war Besucher im CGZ ohne zu wissen, daß ich dort Pastor bin.

Mittlerweile ist er geisterfüllter Christ und der Herr hat ihn in der Versammlung einer amerikanischen Evangelistin am Rücken geheilt, den er sich beim Waschmaschinenhochheben schmerzhaft verhoben hatte.
Seit ihrem Gebet ist alles wieder gut.

Heute kaufte er außerdem eine Bibel. Für seinen Nachbarn, den er dieser Tage zu Jesus geführt hat.
Ist das nicht wunderbar?
Respekt vor dieser Rakete.

Jesus geht auch in Deutschland umher und sucht nach Menschen, an denen er sich verherrlichen kann. Gott wird eine Million Leute links liegenlassen und zu dir kommen, wenn er in deinem Herzen Glauben findet. Der Glaube wirkt auf Gott magnetisch.

"Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muß glauben, daß es ihn gibt und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird."
Hebräer 11, 6.

Samstag, 21. August 2010

"Ich brauche Jesus nicht."

"Pastor, ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich stehe zu meinen Taten. Meine guten sind definitiv mehr als meine schlechten. Ich brauche keinen Sündenbock namens Jesus. Wenn Gott eines Tages meint, mich richten zu müssen, dann werde ich das mit ihm ausdiskutieren."

Holla, langsam. Du überschätzt deine Möglichkeiten haushoch.
In Amerika gilt amerikanisches Recht, in China chinesisches. In deinem Universum gilt vielleicht dein Recht und du hast für jede deiner Verhaltensweisen eine Rechtfertigung.

Vor Gott aber gilt göttliches Recht.

Gott wird mit dir nicht diskutieren. Er ist Gott. Er kennt dein Herz.
Und Er sagt, daß vor ihm kein Mensch schuldlos ist. Auch am Besten hängen Sündengewichte, die ihn nach unten ziehen in Richtung ewiges Gericht.

Gott wollte nicht, daß die Menschheit verloren geht. Deshalb hat er einen Ort geschaffen, an dem der Mensch von seinen Sünden frei werden kann: das Kreuz von Golgatha. Gott hätte seinem Sohn nie diese Qual zugemutet, wenn dies nicht absolut notwendig gewesen wäre.

"Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." (Johannes 3, 36).

Überdenke deine Position zu Jesus nochmal. Um deinetwillen.

Donnerstag, 19. August 2010

Feelings... Nothing more than

"Pastor, ich habe gegen eine üble Person einen Rechtsstreit geführt und problemlos gewonnen. Muß ich dieser Person nun auch noch vergeben?"

Vergeben kann man nur, solange die schuldige Person nicht verurteilt wurde. In deinem Fall wurde die schuldige Person rechtmäßig verurteilt. Ihr wurde nicht vergeben, sie wurde gerichtet. Es gibt nun nichts mehr zu vergeben. Die Sache ist abgeschlossen.

Falls dich die Angelegenheit noch immer emotional beschäftigt, bedenke folgendes:
Du hast versucht, dich gütlich zu einigen. Das hat nicht geklappt. Du bist nicht schuld an der Verurteilung dieser Person, sondern sie selbst.
Die Person wurde verurteilt. Sicher hat sie etwas daraus gelernt, nämlich Leute künftig besser zu behandeln. In diesem Sinn hast du deiner Umwelt etwas Gutes getan.
Gräme dich also nicht, weil du jemandem unangenehme Gefühle bereitet hast. Das ist bedauerlich. Aber es gibt Wichtigeres als die Gefühle einer schuldigen Person. Das Recht.

Denn damit das Böse sich ausbreiten kann, muß das Gute nur nichts tun.

Nochmal: Es gibt kein Recht auf Vergebung. Ob Vergebung gewährt wird, hängt von der Einstellung des Schuldigen ab. Selbst Gott vergibt niemandem dauerhaft, der nicht um Vergebung bittet. Oft rechnet er Sünden nicht zu, weil wir ihn darum gebeten haben. Doch ohne Hinwendung zu Jesus und Annahme des Erlösungswerks vom Kreuz gibt es keine ewige Vergebung. Um in den Genuß der Erlösung zu kommen, muß ich bekennen, daß ich ein Sünder bin und die Sünden dann lassen.

"Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und läßt, wird Erbarmen finden." Sprüche 28, 13.

Samstag, 14. August 2010

Die Flut

Ein Drittel der Landmasse von Pakistan steht unter Wasser.
Dabei ist auch das Pulver der Taliban naß geworden.
Darum ist es nicht schade.

Nun ist es so, daß es auch in Pakistan Christen gibt. Mir sind persönlich christliche Leiter dort bekannt. Diese Leute sind vertrauenswürdig. Sie kennen die Lage und wissen, wo sich christliche Geschwister befinden, denen die Flut alles geraubt hat. Sie würden gern helfen, wenn sie nur die Mittel hätten.

Falls jemand pakistanischen Geschwistern helfen will, aber den öffentlichen Spendenkanälen mißtraut, (manchmal ja zu recht), der kann das über das CGZ tun. Die Kontodaten sind auf www.OnlineKirche.Org unter Spenden nachzulesen.
Wir werden jeden Betrag, der als "Pakistan-Fluthilfe" deklariert ist, ohne Abzug unseren Freunden vor Ort zukommenlassen.
Bei Angabe der Adresse in der Überweisung stellen wir Spendern am Jahresende eine steuerabzugsfähige Spendenquittung aus.

Meine Frau und ich werden einen dreistelligen Betrag lockermachen.

"Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan."
Matthäus 25, 40

Mittwoch, 11. August 2010

Maria Prean

Nochmal zur Erinnerung:
Der Bibelabend im CGZ fällt heute abend aus, da Maria Prean aus Tirol, bzw. Uganda, im Brauhaus am Markt in Schweinfurt spricht. Gastgeber ist das lokale Chapter der "FGBMFI", der "Geschäftsleute des vollen Evangeliums."

Normalerweise lassen wir unsere Versammlungen nicht einfach so ausfallen. Doch Maria ist eine wunderbare Frau Gottes und hat den Geist des Glaubens. Ich habe sie vor ein paar Jahren mal kennengelernt. Da machen wir eine Ausnahme.
Viele kennen sie ja.

Viel Spaß im Brauhaus.

Dienstag, 10. August 2010

In Teufels Küche

Habe heute eine offizielle Einladung zur "Esoterik und Gesundheitsmesse Bodensee" bekommen. Dort treffen sich einige der bekanntesten "Hellseher, Kartenleger und Jenseitsmedien Deutschlands."

Hmmmm.

Hellseher, Kartenleger und Jenseitsmedien arbeiten nicht für meinen Chef.

Kein christlicher Prediger ist einer von ihnen.

Wenn sie nicht ausgemachte Schwindler sind, sondern tatsächlich mit geistlichen Wesen arbeiten, dann brauchen sie dringend Befreiung. Sie müssen sich von den Mächten, mit denen sie hantieren, schnellstens distanzieren. Sonst kommen sie in Teufels Küche.

Die Bibel empfiehlt, "Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen.
Hieran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott; und dies ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, daß er komme, und jetzt ist er schon in der Welt." (1 Johannes 4, 1-3).

Jeder Geist, der Jesus von Nazareth nicht als Gottes Sohn akzeptiert, ist nicht göttlichen Ursprungs.
Jesus ist der Weg zu Gott.
Er ist der Grund, weshalb die Welt keine Jenseitsmedien, Kartenleger oder Hellseher braucht. Jesus gab (und gibt) Apostel, Propheten, Evangelisten, Pastoren und Bibellehrer, die den Rahmen abstecken. (Epheser 4, 11). Außerdem bevollmächtigt er jeden individuellen Christen und läßt ihm eine Kraftausstattung zukommen. Jeder, der sich traut, kann kühn für Kranke beten:

"Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.
Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.
Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.
Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte." (Markus 16, 15-20).

Ich lade alle mitlesenden Hellseher, Kartenleger und Jenseitsmedien Deutschlands hiermit herzlich in den nächsten Heilungsgottesdienst im CGZ ein. Praise Night, 11. September. 19.30 Uhr.

Sonntag, 8. August 2010

Eine Überraschung

Mitte Juli ging unsere Waschmaschine kaputt.
Ein sympathischer Mann vom Kundendienst kam und untersuchte sie. Die Reparatur hätte mehr gekostet, als die Sache wert war. Denn wir hätten dann zwar eine reparierte, aber immer noch alte Maschine gehabt. Also kauften wir eine neue, bei dem Herrn vom Kundendienst, der sie brachte, aufstellte und die alte mitnahm.
Ich habe die neue noch am selben Tag bezahlt, (zwecks gutem Eindruck).

Als wir heute morgen in den Gottesdienst kamen und ich durch den Hintereingang trat, lächelte mich ein vage bekanntes Gesicht an. Nach einigem Zahnradknattern im Kopf kam ich drauf: Der Herr, der uns die Waschmaschine verkauft hatte, stand vor mir--samt Frau und Kindern.

Nun haben wir beim WM-Kauf nicht über Jesus geredet. Vielmehr kannte der Mann jemanden aus dem CGZ, (und seine Frau gleich noch jemanden), und sie entschlossen sich, zu kommen--ohne zu wissen, daß ich dort Pastor bin.
Sachen gibt's.
Wir haben uns nach dem Gottesdienst noch gut unterhalten.

Samstag, 7. August 2010

Ein schwaches Gewissen

"Laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewißheit des Glaubens, die Herzen besprengt und damit gereinigt vom bösen Gewissen." Hebräer 10, 22.

Die letzten Posts haben sich mit dem Gewissen und der Notwendigkeit, ein gutes zu haben, befaßt.

Man muß bei aller Schürferei am Seelengrund aber auch aufpassen, daß man sich dabei nicht verzettelt. Die meisten Christen haben sich schon in der Lage befunden, dem Herrn eine Sünde bekannt zu haben, und dann nochmal, und dann wieder. Manche bekennen seit Jahren dasselbe, bis zum heutigen Tag.

Werd' erwachsen!
Man muß sich selber vergeben und loslassen, und die Vergebung im Glauben empfangen, auch wenn man sie nicht gleich fühlt.
Muß man.
Sonst entsteht ein krankhaftes, falsches Gewissen, das sensible Menschen in den Wahnsinn treiben kann.

Ein Mann kam mal zu einem Dr. Johnson. Er arbeitete in einer Papierfabrik und hatte für seine eigenen Zwecke ein Stück Papier und ein Maß Packschnur entwendet. Danach überkam ihn ein Gewissen und im Lauf der Zeit überzeugte er sich selber davon, eine tödliche Sünde begangen zu haben. Er konnte nicht aufhören, darüber zu reden.
Da platzte Dr. Johnson der Kragen und er brüllte, "Sir! Hören Sie mir auf mit ihrem Schnipsel Papier und ihrer Packschnur. Wir leben miteinander in einer Welt, die platzt vor Sünden und Leid und Sie kommen mir mit einen Stück Papier und einer Schnur?"

Gibt wichtigeres, nicht?

Donnerstag, 5. August 2010

Blasen aus der Nasen

Paulus trägt Timotheus auf, den guten Kampf zu kämpfen, "indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, das einige von sich gestoßen und so im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten haben." 1 Timotheus 1, 19

Ein gutes Gewissen ist von größter Wichtigkeit. Wer das verkennt, dem geht es über kurz oder lang so wie denen, von denen Paulus sagt, sie haben Schiffbruch im Glauben erlitten. Schiffbruch ist, wenn das Schiff zerbricht. Das geht dann unter.

Gott möchte nicht, daß wir untergehen.

Wir dürfen jedoch nicht ständig mit dem Handbohrer (oder der Axt oder dem Preßlufthammer, je nach Sündengröße) Löcher in die Planken unseres Glaubensschiffs bohren. Ein schlechtes Gewissen ist wie ein Loch im Boot, durch das der Untergang hereinströmt. Irgendwann ist die kritische Menge erreicht und wir sinken.

Eine bewußt praktizierte Sünde, (ein Loch im Boot), ist nichts anderes als eine Distanzierung von Gott. Das Leben fließt nicht mehr so von ihm zu uns und wir vertrocknen. Gebet und Bibellesen sind lästige Pflichten statt Zwiesprache und Entdeckerreisen. Also läßt man sie. Auch im Haus Gottes springt der Funke der Predigt oder der Musik nicht mehr so richtig über. Also geht man nicht mehr hin.

Irgendwann hält man es sogar für möglich, daß es außer Jesus noch weitere Wege zu Gott gibt. Spätestens dann muß man auf die Haie achten. Denn man ist untergegangen.

Kommen dir Blasen aus der Nasen?
Oder hast du den Herrn im Boot?
(Denk dran, er stillt Stürme).
(Auch wenn schon Wasser im Schiff ist: Markus 4, 35-41).

Dienstag, 3. August 2010

Rivers of Babylon

Die Siebziger Jahre waren Discozeit. Damals sangen Boney M "By the rivers of Babylon." Der Text ist eins zu eins übernommen aus Psalm 137.

Psalm 137 ist einer der Gefangenschaftspsalmen Israels, das damals nach Babylon verschleppt worden war. Die Babylonier forderten Israel auf, doch mal ein paar ihrer Zionslieder, Loblieder Gottes, zu singen. Doch Israel hatte seine Zithern an die Pappeln (den Nagel) gehängt und lamentierte, "Wie sollten wir des HERRN Lied singen auf fremder Erde?" (Vers 4).

Das Lob Gottes verstummt, wenn man nicht "daheim" ist.
Mit daheim meine ich das gute Gewissen.
Zwar kann man mit einem schlechten Gewissen auch singen, es ist jedoch nicht dasselbe wie mit einem guten. Das sind dann nur Töne, denen jegliche geistliche Kraft fehlt.
Um bei noch kurz bei Israel zu bleiben: Das Volk erkannte in Babylon, Lobpreis findet nur dann statt, wenn der Draht zu Gott nicht unterbrochen ist.

Ein gutes Gewissen ist von größter Wichtigkeit für unsere Lebensqualität.
Nachdem David mit Bathseba gesündigt hatte und ihren Mann töten ließ, lebte er ein Jahr lang mit einem schlechten Gewissen--bis Nathan der Prophet ihn mit seinem Mißverhalten konfrontierte.

Psalm 51 schildert, wie es ihm in dieser Zeit ging:
"Ich erkenne meine Vergehen, und meine Sünde ist stets vor mir." (Vers 5).
Ihn quält pausenlos ein schlechtes Gewissen.

"Laß mich Fröhlichkeit und Freude hören, so werden die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast." (Vers 10).
Er fühlt sich von schlechten Nachrichten umzingelt, (die er sicher insgeheim als Strafe deutet), Freudlosigkeit und Gebrechlichkeit lassen ihn verzweifeln.

"Laß mir wiederkehren die Freude deines Heils, und stütze mich mit einem willigen Geist!" (Vers 14).
Er hat die Freude an seiner Erlösung verloren und leidet an seinem halsstarrigen Herzen.

"Errette mich von Blutschuld, Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd preisen." (Vers 16).
Er hat erkannt: Die Freude wird erst zurückkehren, wenn Gott ihm vergeben hat. Gegenwärtig herrscht in ihm ein Mangel an Lob und Dank. Wegen seines Gewissens.

Psalm 38 beschreibt noch deutlicher die psychosomatischen Gebrechen, die ein schlechtes Gewissen mit sich bringt.

Das ist es nicht wert.
Bring in Ordnung, was in Ordnung gebracht werden muß, wenn's da was gibt.