Donnerstag, 1. März 2018

War's ein UFO?

"Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast..."
Psalm 8, 4.

Ich hab's zunächst nur meiner Frau erzählt: Als ich letzten Sonntag am Morgen vor meinem Fenster stand, tauchte plötzlich linkerhand am Himmel ein Punkt auf, der so hell leuchtete wie ein Schweißerfunke, nur grüner. Er flog mit rasender Geschwindigkeit nach rechts.
Ich dachte mir: Wow. Ich sehe gerade ein UFO. So ist es also, wenn man ein UFO sieht. So tief unten. Kaum zu glauben. Total unwahrscheinlich. Super, dass ich das erlebe. Das gibt's nur einmal, das kommt nie wieder. Das ist zu schön, um wahr zu sein.
Es war aber wahr.
Dann hörte der Funke abrupt auf zu glühen. Es war, als ob jemand ihn abgeschaltet hätte. Das Spektakel hatte nicht länger als 2 Sekunden gedauert. Schade, dachte ich mir.
Natürlich ist mir bewusst, dass das kein UFO war. Was wollen Aliens bei mir in der Provinz? Die Hauptstadt mit ihren Movern und Shakern wäre für die viel interessanter. (Dabei kommt mir ein Verdacht…)
Allerhöchstwahrscheinlich war es ein Meteorit, der vor meinen Augen spektakulär verglühte.
Noch wahrscheinlicher ist, dass es ein Stück Weltraumschrott war.
Der Teufel war's jedenfalls nicht. Den sah Jesus schon vor langer Zeit vom Himmel fallen. (Lukas 10, 18). Der verglühte ebenfalls, (aber nicht, weil er vom Himmel fiel, sondern wegen Jesus), und ist heute eigentlich machtlos. Dass sein Reich trotzdem hier und da zu florieren scheint, ist seinen hingegebenen menschlichen Mitarbeitern zu verdanken.
Doch auch Gott baut sein Reich mit seinen Leuten. Jedenfalls geht es dem größten Teil der Welt trotz aller Krisen momentan besser als je zuvor. Wir können die Bibel in unserer Sprache lesen und müssen keine Angst davor haben, wie einst Hus, Savonarola oder Tyndale auf dem Scheiterhaufen zu verglühen.
Ich wundere mich immer noch.
Ich stehe nämlich nicht ununterbrochen am Fenster und warte auf Himmelsphänomene. Wenige Sekunden vorher war ich noch wo ganz woanders. Und während draußen der Komet vorbeizischte, hätte ich lesen können, oder auf einen Monitor starren, oder aus einem anderen Fenster in einer anderen Wand schauen können.
Als ich am Fenster stand, hätte ich die Augen geschlossen haben können, weil ich mich konzentrierte, oder auf den Boden schauen können oder nach links oder rechts. Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung hätte ich alles verpassen müssen.
Stattdessen trat ich ans Fenster, sah das Glühen und dachte mir, Nanu, Nanu.
Ich war in den richtigen Sekunden am richtigen Ort, um das Schauspiel zu schauen.
Nun sitze ich hier vor meinem Computer und frage mich, was draußen wohl alles abgeht, während ich nicht hinschaue.
Am 24. März 2018 um 19:00 Uhr geht jedenfalls unser LoveSchweinfurt-Event ab. Dort dabeizusein kann man planen. Das ist nicht dem Zufall überlassen.

"In deiner Hand sind meine Zeiten." (Psalm 31, 16).

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