Bahnsteiggebet am 1.2.2026

„Auch vor der Anhöhe fürchtet man sich, und Schrecknisse sind auf dem Weg.“
Prediger 12,5

Guten Abend miteinander,

am letzten Donnerstag, 30. Januar 2026, gegen 22:00 Uhr, hat sich am U-Bahnhof Wandsbek Markt in Hamburg ein übles Verbrechen ereignet. Eine 18-jährige Iranerin, die offenbar vor Gewalt in der Familie geflohen war und deswegen zeitweise in einem Frauenhaus aufhältig gewesen ist, wurde von einem offenbar besessenen Ansiedlungskandidaten aus dem Südsudan vor einen einfahrenden Zug geworfen. D.h., der Mann zerrte sie mit ins Gleisbett, wo beide dann sterben.
Der 25-jährige Afrikaner war tatsächlich ein sogenannter Resettlement-Migrant, der von der Regierung ganz offiziell zu Ansiedlungszwecken ins Land geholt wurde. (Resettlement ist englisch und bedeutet An- oder Umsiedlung). Kanzler Merz hat sich zwar über den bedauerlichen Tod eines gewalttätigen und bewaffneten Pöblers im fernen Minneapolis durch dortige Beamte geäußert, über den Vorfall im heimischen Hamburg leider bisher nicht.
Die Regierung mag solche Vorfälle als Kollateralschaden ihrer Ansiedlungspolitik abtun und einfach ignorieren, wir können das nicht.
Diese junge Frau floh aus dem Iran, floh aus ihrer Familie und ist nun ihrer Zukunft ein für alle Mal beraubt. Sie kann nicht mehr zu Jesus finden, da sie ermordet wurde. Sie ist dreifach gelackmeiert. Bei mir furcht sich da die Braue und ich schaue sauer.
Laßt uns für den Schutz nicht nur unserer Bahnsteige beten und für einen Sinneswandel in der Regierung. Zum Schutz der Schutzwürdigen. Man könnte, wenn man wollte, diesen Vorfall als Begründung hernehmen, um sämtliche Umsiedlungsmaßnahmen erst einmal zu beenden und die Migranten, die hier sind, zu sortieren. Diejenigen, die sich integrieren und assimilieren, sind zu unterstützen, alle anderen zu verabschieden.
Alles andere halte ich für unverantwortlich. Ja, ich glaube sogar, Gott wird die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, wenn sie das Unsägliche weiterhin hinnehmen als wäre es nichts. Jesus sagt, bin viel gegeben ist, von dem wird viel verlangt werden.
Lasst uns auch für die Situation im Iran beten. Das Regime dort hat dem Vernehmen nach innerhalb weniger Stunden oder Tage mehr als 31.000 Menschen getötet. Der amerikanische Präsident will diesem Schlachten nicht zuschauen, doch die Situation erfordert salomonische Weisheit. Möge sie ihm und seinen Beratern gegeben werden. Über die iranische Erweckung habe ich zuvor schon geschrieben. Uns liegt der Schutz aller Menschen, vor allem aber der unserer Glaubensgeschwister am Herzen. Wir würden uns auch freuen, wenn jemand für uns in vergleichbarer Lage beten würde. Zum Glück ist das momentan nicht nötig.
Kommen wir zu kurz, wenn wir für bedrängte Menschen beten, mit denen wir eigentlich nichts gemeinsam haben?
Nein.
Salomo sagt: „Die segnende Seele wird selbst gesättigt.“ (Sprüche 11,25). Gott segnet uns in unseren Umständen, wenn wir für Leute beten, die nichts für uns tun können.
Amen.

Ich wünsche euch eine vollmächtige Zeit im Gebet nachher von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

„Glückselig wirst du sein, weil sie nichts haben, um dir zu vergelten. Denn es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.“ (Lukas 14,14).

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Verfassungsgerichtsgebet am 13.7.2025

Nahostgebet am 15.6.2025

Kulturkampfgebet am 21.9.2025