Montag, 31. Dezember 2012

Bye 2012, hello 2013

"Ich werde euch Gutes tun mehr als in euren Anfängen. Und ihr werdet erkennen, daß ich der HERR bin."
Hesekiel 36, 11

Wir wachsen.
Wir gehen mit Gott.
Im Lauf der Zeit nehmen wir zu an Gunst bei Gott und Menschen. Dann passieren unglaubliche Dinge.

Das CGZ hat eines seiner besten Jahre hinter sich.
Für mich persönlich war 2012 eines der schwierigsten, heftigsten und durchgeknalltesten aller Zeiten. Und gleichzeitig eines der besten überhaupt. Das gibt's. Vor allem der Dezember war voll mit guten Überraschungen, nicht nur zu Weihnachten. Insgesamt wird das Schlechte vom Guten verschlungen. Der Herr hat auf allen Ebenen triumphiert. Er wendet noch das Unmöglichste zum Guten und bahnt Wege, wo zuvor einfach keine waren. Ich merke, wie er mich umgibt.

Deshalb freue ich mich auf 2013.

Ein gesegnetes neues Jahr allen Lesern.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Ist Gott glücklich?

Ist Gott glücklich?
Das ist die Frage, mit der sich ein Philosoph in einem Artikel beschäftigt hat, den ich über Weihnachten gelesen habe.
Früher stand was über das Christfest in der Zeitung. Heutzutage geht's um Glück.

Glück ist eine Emotion, die wir fühlen, wenn wir ein Ziel oder einen angenehmen Allgemeinzustand erreicht haben. Problem am Glück ist, daß man es nicht festbinden kann. Es kommt und geht dann wieder.
Und selbst im Wonnezustand selber fühlen wir: Wir könnten immer noch ein wenig glücklicher sein. Die wenigsten leben bereits in einem wunschlos glücklichen Zustand immerwährender Ekstase.

Gott rennt dem Glück nicht hinterher. Es geht ihm um viel mehr als um momentan angenehme Gefühle.

Was der Philosoph natürlich meinte, war: Wie kann Gott angesichts des Leids auf der Welt glücklich sein?
Nun, Gott ist nicht glücklich angesichts des Leids auf der Welt.
Die Welt ist--ganz ohne seine Hilfe--in Sünde gefallen und verlorengegangen. Seitdem arbeitet Gott mit Hochdruck an der Errettung der Menschheit.
Paulus sagt, unser Heiland-Gott will, "daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." (1 Timotheus 2, 4). Er kann die Errettung jedoch nur anbieten. In den Himmel hinein kidnappen kann er die Menschen nicht. Sie sind in seinem Ebenbild gemacht. Sie entscheiden für sich, was sie tun.
Allerdings wird der Mensch dermaleinst Rechenschaft über seine Taten ablegen. Denn Gott ist immer noch Gott und hat das letzte Wort.

Solange nicht jeder erlöst ist, der erlöst werden kann, solange ist Gott nicht wirklich glücklich.
"Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, daß er von seinen Wegen umkehrt und lebt?" (Hesekiel 18, 23).

Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten 2012


"Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.
Groß ist die Herrschaft.
Und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun."
Jesaja 9, 5-6

Heute ist uns ein Kind geboren.
Mit diesem Satz spricht Jesaja die menschliche Seite des Christus an.
Ein Sohn ist uns gegeben.
Dies deutet die Gottessohnschaft Jesu an.
Das Kind wird als Mensch geboren, der Sohn Gottes wird gegeben.
Der uns gegebene Sohn hat Namen, unter anderem heißt er "Starker Gott."
Gott hat sich in Jesus geoffenbart.
Jesaja wurde dies bereits 700 Jahre bevor es passierte geoffenbart.
Jesus wird wiederkommen.
Von Jerusalem aus, (dem Ort von Davids Thron), wird er einst die Welt beherrschen.
Sein Reich wird ein Friedensreich sein.
Amen.

Ich wünsche allen Lesern gesegnete Weihnachten.

Freitag, 21. Dezember 2012

Bunker oder Bar?

"Meine Zeit ist noch nicht erfüllt."
Johannes 7, 8

Heute ist der 21.12.2012!
Heute geht die Welt unter! Zumindest wenn man Auslegern eines heute ablaufenden Maya-Kalenders folgt.

Manche Zeitgenossen sind heute hin- und hergerissen zwischen Bunker und Bar.
Sollen sie den Weltuntergang im Bunker zu überleben versuchen? Oder doch lieber in der nächsten Bar nochmal einen draufmachen?

Also. Wenn ich wüßte, daß heute abend die Welt untergeht, dann würde ich mich nochmal mit Gott kurzschließen. Denn die Ewigkeit ist lang, länger als das längste Leben. Länger, als der beste Bunker hält.

Zum Glück ist es nicht schwer, mit dem Herrn ins Reine zu kommen. Der gekreuzigte Dieb neben Jesus bat ihn, "Wenn du in dein Reich kommst, denk an mich."
Und was antwortete Jesus? "Laß dich erst noch taufen und dann tu viel Gutes?"
Das konnte der Dieb nicht mehr tun. Seine Hände waren ja angenagelt.
Er konnte auch nicht mehr auf dem schmalen Pfad wandeln, denn seine Füße waren ebenfalls nageldurchbohrt.
Er konnte nur noch glauben. Das hat völlig gereicht.

Auf, wende dich an Gott. Noch sind ein paar Stunden Zeit.
Er nimmt dich wie du bist.
Wer weiß, was heute abend tatsächlich passiert?

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Der Kugelhagel und sein Grund

"So spricht der HERR: Horch! In Rama hört man Totenklage, bitteres Weinen. Rahel beweint ihre Kinder. Sie will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, weil sie nicht mehr sind."
Jeremia 31, 15

In der Sandy Hook Grundschule in Newtown, Connecticut, USA, hat am 14.12.2012 ein Massaker stattgefunden, bei dem 26 Menschen zu Tode kamen, 20 Kinder und sechs Angestellte der Schule. Zuvor hatte der Mörder, Adam Lanza (20), seine schlafende Mutter getötet. Hinterher erschoß sich selber. Insgesamt gab es 28 Tote.
Ein unglaublich bedauerlicher Vorfall, der Entsetzen und große Trauer auslöst.
Wir beten für die Hinterbliebenen.

Ein schockiertes Land versucht den Vorfall einzuordnen. FBI-Profiler und Verhaltensforscher versprechen sich Antworten in der Biologie des Täters. Welche Körperchemikalien haben ihn durchknallen lassen? Dabei ist man sich im klaren, daß die Tat von langer Hand vorbereitet war und nicht im Affekt passiert ist.

Politiker und Medien kennen auf solche Taten stets nur eine Antwort: Strengere Waffengesetze.
Dabei hat Connecticut, trotz der Ansässigkeit von Colt und Smith&Wesson im Staat, bereits so ziemlich die strengsten Waffengesetze des Landes.
Das Problem ist nicht die leichte Verfügbarkeit von Waffen. Ich habe dort drüben Bekannte, die mit 12 ihr erstes Gewehr bekommen haben und auf der elterlichen Farm damit Ratten schossen, oder Karnickelplagen Herr wurden. Ihnen wurde beigebracht, wie das Ding funktioniert, daß man nie in den Lauf schaut, auch wenn das Gewehr ungeladen ist. Daß man es nie auf Menschen oder Tiere richtet, wie man es sichert, usw. Es gibt in den USA Millionen solcher Waffen, mit denen nie etwas passiert.
Strengere Gesetze sind hier nicht die Antwort.
Auch die kuschelige, friedfertige Schweiz starrt vor Waffen, (was kaum einer weiß).

Ein Beispiel: Es gibt hierzulande strenge Gesetze, die den Umgang mit Drogen regulieren. Trotzdem bekommt man sie an jeder zweiten Straßenecke nachgeworfen. Jugendliche begegnen dem Phänomen Droge ständig. Sie können ihm praktisch nicht ausweichen, auch wenn sie nicht mittun. Die Drogengesetze sind nicht das Problem, sondern die Gewissenlosigkeit von Händlern und Konsumenten.

Man scheint nicht verstehen zu wollen, daß das Grundübel das fehlende Gewissen der Täter ist. Über die Notwendigkeit einer verstärkten Charakterschulung und gründlichen Gewissensbildung habe ich im Zusammenhang mit Waffen oder Drogen zumindest noch nie einen Politiker reden hören. Von denen kommt stets dieselbe Leier, wie von einer gesprungenen Platte: Strengere Regeln.
Die Regeln können noch so streng sein: Gewissenlose Zeitgenossen scheren sich einen Dreck um sie.

Was die USA, der Westen und die gesamte Welt brauchen, ist ein funktionierendes Gewissen.
Hier muß man ansetzen.
Vor gewissensstarken Persönlichkeiten können Tonnen Drogen und Berge von Waffen liegen: Sie werden sie nicht mißbrauchen.
Einem gewissenlosen Menschen dagegen genügt ein Teppichmesser oder ein Schraubenzieher für seine böse Tat.
Will man dann Teppichmesser und Schraubenzieher auch stärker regulieren?

Es gibt keine politische Antwort für ein geistliches Problem.

Aber wenn der arme Täter doch durchgeknallt ist, weil er irgendwie zuviel Streß hatte?
Dann ist sein Problem noch immer sein Gewissen.
Während der Großen Depression in den 1930er Jahren knallten auch Leute durch. Doch sie erschossen dann keine Unschuldigen, sondern--sich selber.
Ganz sicher sind während des Dritten Reiches einige Juden "durchgedreht", als sie den Mord an ihren Familien mit ansehen mußten. Doch von keinem traumatisierten Überlebenden ist überliefert, daß er nach dem Krieg unschuldige Polen, Tschechen, Franzosen oder Deutsche massakriert hätte.
Warum nicht?
Hatten die noch Gewissensbildung?
Ja sicher.

Unsere Jugendlichen brauchen Unterweisung in Selbstkontrolle, nicht noch mehr Steigerung der Selbstwertschätzung. Es ist verblüffend welch gigantisches Selbstwertgefühl manche Kriminelle haben.
Unsere Schulen brauchen ein Fach Charakterbildung.
Das wird's jedoch nur geben, wenn man allen Beteiligten einen guten Grund dafür gibt.
Den kann nur der Glaube an Gott bieten. Denn Paulus sagt:

"Wenn Tote nicht auferweckt werden, so "laßt uns essen und trinken, denn morgen sterben wir"!
Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.
Werdet rechtschaffen nüchtern und sündigt nicht! Denn manche sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich es euch."
1 Korinther 15, 32-34

Die Abschaffung Gottes als Quelle moralischer Bildung ist der Kern des Übels.
Nicht die Waffen.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Staat und Kirche

"Glücklich das Volk, dessen Gott der HERR ist."
Psalm 144, 15

Jeder Staat, jedes Volk, jeder Stamm hat ein Weltbild, das ihn leitet.
Die Wikinger waren arge Materialisten, bis sie sich bekehrten und begannen, über den Tag hinauszudenken.
Die alten Ägypter waren vom Tod und von der Nachwelt fasziniert, so daß sie die größten Gräber der Welt bauten: Die Pyramiden.
Griechen und Römer glaubten an ihre zivilisatorische Überlegenheit, führten blutige Kriege, und gründeten große Reiche, um die Welt mit ihrer Zivilisation zu beglücken.
Vor 500 Jahren war die Leitidee im Osten und Norden unseres Landes die christliche Reformation.
Heute, nach dem Scheitern von Nazismus und Sozialismus, ist der Humanismus der Leitstern unserer Lenker. Im Mittelpunkt steht nicht länger Gott oder die Rasse, oder die Klasse, sondern das Individuum, dessen jegliche Neigung, und sei sie noch so... ungewöhnlich, nun etwas Heiliges darstellt, auf das es Rücksicht zu nehmen gilt.

Humanismus als Leitidee kann sich nur ein reiches Land leisten. Er wird deshalb nicht lang an der Macht bleiben. Denn in ihm ist bereits sein Untergang angelegt, da er das Individuum zwangsläufig zum ichbezogenen Hedonisten macht.
Jemand, der nicht mehr in der Lage ist, sich Härten zuzumuten, wird nicht weit kommen.

Wie komme ich darauf?

Ein Mitarbeiter hat mir einen Zeitungsartikel mitgebracht, in dem eine linke Politikerin, ein altes Schlachtroß mit szenetypischem Doppelnamen, gegen die Kirchen hetzt, was der Reporter mit glühenden Worten befürwortet. Konkreter Anlaß ist das fehlende Streikrecht bei den Staatskirchen. Es sei religiöse Diskriminierung, wenn jemand, der für die Kirche arbeitet, auch noch gläubig sein soll. Er soll seinen Arbeitgeber gefälligst erpressen dürfen, wie gewerkschaftlich organisierte Arbeiter das auch tun können.
Jemand, der für die Kirche arbeitet, soll sich mit ihr und ihren Zielen identifizieren?
Wo gibt's denn sowas?

Sie klagt an, daß einer ihren Mann verlassenden und zum "Freund" ziehenden Kindergärtnerin gekündigt worden sei. Ganz schlimm sei auch, daß einer lesbischen Kindergärtnerin in der Elternzeit gekündigt wurde.
Man faßt sich an den Kopf.
Diese schlimmen Schicksale sind, wie mir scheint, konstruiert.
Offenbar war die zweite Kindergärtnerin Neulesbierin, da sie eine Mutter in Elternzeit war. (Zur Produktion des eben gezeugten Kindes gehörten immerhin zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts).
Au weia.
Ist es wirklich gut, manifesten Ehebrecherinnen und offenbar emotional verwirrten jungen Frauen die Erziehung von kleinen Kindern zu überlassen? Vor allem, wenn man Kirche ist und einen Standard hat?
Welche Vorbilder hat man für die Kleinen im Sinn?
Wer für die Kirche arbeitet, weiß, worauf er sich einläßt. Die Kirche zwingt niemanden dazu, für sie zu arbeiten. Es ist absolut zwingend notwendig, daß sich der Staat sich hier raushält.

Bei der Trennung von Kirche und Staat geht es um den Schutz der Kirche vor dem Staat. Humanisten verkehren dies ins Gegenteil und warnen, der Staat müsse vor der Kirche geschützt werden.
Doch der Staat lebt von Bedingungen, die er selber nicht herstellen kann. Das Fundament einer Gesellschaft ist nicht der Staat, sondern die tiefen Glaubensüberzeugungen seiner Bürger, die deren Handeln motivieren. Die bringen den Staat überhaupt erst hervor.
Ich wünsche mir, daß er christlich geprägt bleibt.

Die bekannteste Atheistin und Anti-Gott-Aktivistin der Welt ist vermutlich Madalyn Murray O'Hair. Wegen ihr darf seit 1963 in amerikanischen Schulen nicht mehr öffentlich zu Gott gebetet werden.

Diese Frau stellte sich einst bei Gewitter auf den Hof und verfluchte Gott mit den übelsten Beschimpfungen, die die an Schimpfworten nicht arme amerikanische Sprache hergab.
"Siehst du," sagte sie zu ihrem Sohn. "Gott hat nicht reagiert. Weil es ihn nicht gibt." Sie beschwor ihren Junior, er könne alles werden, drogenabhängig, ein Säufer, schwul. Das wäre ihr egal. Nur eins sollte er nicht werden: ein Christ.
Doch Anfang der 1980er trat Gott in sein Leben und er bekehrte sich. Er wurde sogar Pastor.
Seine Mutter enterbte ihn und sprach nie mehr mit ihm.
Sie ist heute tot.
Sie, ihr anderer Sohn und eine Adoptivtochter wurden auf unvorstellbar grausame Weise von einem Mitarbeiter ihrer Atheisten-Organisation ermordet.
Sie wollte Gott nicht.
Gott respektierte das und half ihr nicht.
Ich will Gott.
Du auch?
Dann lade ihn in dein Leben ein.
Gerade jetzt ist der ideale Zeitpunkt dafür.

Montag, 17. Dezember 2012

Titanic und Costa Concordia

"Hüte dich und hüte deine Seele sehr, daß du die Dinge nicht vergißt, die deine Augen gesehen haben, und daß sie nicht aus deinem Herzen schwinden alle Tage deines Lebens. Und tue sie deinen Kindern und deinen Kindeskindern kund."
5 Mose 4, 9

Gott wollte, daß sich sein Volk immer wieder in Erinnerung ruft, was er alles Gutes (an ihnen) und Schreckliches (an den Ägyptern) getan hatte.
Denn was du denkst, beeinflußt deine Gefühlswelt--und was du glaubst!
Wenn deine erste Reaktion stets ist, "Oh nein! Ich gehe unter!" dann ist es mit deinem Glauben nicht sonderlich weit her.
Wenn du dich aber immer wieder an die Siege der Vergangenheit erinnerst, dann bist du gewappnet!

Unser Gast Ingolf Ellßel sprach am Wochenende über die Wichtigkeit des richtigen Erinnerns.

Was mich zu folgender Feststellung bringt:
Früher war ganz sicher nicht alles besser. Es wäre töricht, das anzunehmen.
Doch man merkt schon, zu welchen Zeiten der christliche Einfluß in der Vergangenheit größer war und wann geringer. Früher war es dann besser, wenn christliche Werte in Herrschern und Volk triumphierten.
Heute gibt's da oft nur noch eine zynischen Abklatsch.

Zu der Zeit als die Titanic unterging, war Erweckung in England. Als 1912 General Booth, der Gründer der Heilsarmee, starb, gaben ihm 40.000 Londoner das letzte Geleit. (Wann hat das letzte Mal ein Prediger bei seinem Tod einen solchen Auflauf verursacht?)
Die Bobbies von London trugen keine Waffen. Weil die Kriminalität so gering war, verbrachten die Constables ihre Zeit mit Duett-, Terzett, und Quartettsingen.
Als nun das Schiff sank, wurden drei Viertel der Frauen gerettet, während drei Viertel der Männer starben.
Warum war das so?
Weil die Männer vor sich selber als schändlich dagestanden hätten, wenn sie den Frauen nicht die Plätze in den Rettungsbooten überlassen hätten. Das war eine Frage der Nächstenliebe und der Ehre.

Hundert Jahre später leben wir in der Zeit des postmodernen Feminismus.
Natürlich bin ich für die Gleichberechtigung der Frau und so. Doch die prominenten Feministen gingen ohne Gott vor. Entsprechend orientierten sie sich bei ihrem Streben nach Gleichheit von Mann und Frau nicht an den edelsten der Männer, sondern an den schlimmsten.
Der Feminismus wie er sich entwickelte, forderte nicht, sich an männlicher Ritterlichkeit, an Versorgermentalität, Beschützerinstinkt, usw, zu orientieren, sondern forderte vielmehr, daß Frauen zB dieselbe sexuelle Freizügigkeit zugestanden werde wie den verwerflichsten der Männer. An häufigen Partnerwechseln sei nichts verkehrt, bla bla. (Das ist nur ein Symptom, wenn auch ein hervorstechendes).
Frauen wollen nicht länger, daß ihnen Männer die Tür aufhalten. In amerikanischen Universitäten nennt man das allen Ernstes Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.
Wo führt das hin?

Am Untergang der Costa Concordia ließ sich der Unterschied zwischen christlichem Einfluß und feministischem gut studieren.
1912: Auf der Titanic starben die Männer für die Frauen.
2012: Auf der Costa rempelten die Männer die Frauen auf die Seite, um als erste ins Rettungsboot zu gelangen. Die Damen hatten danach immerhin genügend Platz an Deck für raumgreifende Selbstverwirklichungsübungen.

Der Kapitän selber, dieser menschgewordene Zeitgeist, stolperte und fiel versehentlich in ein Rettungsboot, das ihn gegen seinen Willen einfach ans nahe Festland schipperte, von wo aus er dem regen Treiben auf seinem untergehenden Kreuzfahrtschiff in Ruhe hilflos zusehen mußte.

Die Vergangenheit liegt hinter uns. Doch wir leben in genau der Gegenwart, die unsere Vergangenheit hevorgebracht hat.
Was für eine Zukunft wollen wir?

(Männer, rebelliert! Macht Skandal! Haltet euren Frauen wieder die Tür auf!)

Samstag, 15. Dezember 2012

Heute und morgen: Ingolf Ellßel im CGZ

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi."
Epheser 4, 11-12

Heute abend um 18 Uhr beginnt unsere Veranstaltungsreihe mit Pastor Ingolf Ellßel aus Tostedt. Ingolf leitet sehr erfolgreich das Christus Centrum Tostedt, wo sich sonntags mehr als 600 Leute zum Gottesdienst treffen.
Er war lange Jahre Präses des BFP und ist gegenwärtig Mitglied im Weltvorstand der Pfingstbewegung. Jedesmal, wenn er uns in der Vergangenheit besucht hat, hat er einen großen Segen hinterlassen.

Um 19.30 Uhr beginnt die zweite Veranstaltung.
Pastor Ingolf wird auch morgen um 10.30 Uhr nochmal im Gottesdienst sprechen.

Herzliche Einladung an alle, die keinen Flyer mehr bekamen.

Freitag, 14. Dezember 2012

Das Ju-Prinzip

"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken."
Römer 8, 28

Wenn ein Gegner einen angreift, dann wendet er Energie auf. Paulus sagt, daß Gott die Energie, die der Feind gegen uns verwendet, umlenkt und gegen ihn wenden wird, so daß uns zum Schluß alle Dinge zum Guten mitwirken müssen.

Kampfsportler nennen das das Ju-Prinzip: Siegen durch Nachgeben.
Die Königsklasse des Judo oder Ju Jutsu sind freie Auseinandersetzungen oder auch Gegentechnik-Übungen, bei denen die Aufgabe lautet, die Energie eines angreifenden Gegners so umzuleiten, daß diese seine Energie sich gegen den Angreifer selbst richtet.
Ein Roundhouse-Schwinger kann so weitergeleitet werden, daß der Schwingende dabei das Gleichgewicht verliert und zu Fall kommt.

Wir dürfen nicht vergessen, daß es, ähnlich wie im Sport, auch geistliche Übungen gibt, die geistliche Angriffe umleiten. Allerdings ist hier Gott der Kämpfende und wir nur die Hand, der Arm oder das Bein, das auf die Anweisung des Hauptes reagiert. Soll heißen, wenn wir uns in schwierigen Zeiten christlich verhalten, dann kann Gott unser Verhalten benutzen, um den Feind zu Fall zu bringen, so daß der Schaden, den er uns zugedacht hat, zum viel größeren Segen wird. Wir merken das jedoch erst immer hinterher, wenn der Sieg errungen ist. Mittendrin kann's schonmal nicht so erbaulich ausschauen. Doch das haben Kämpfe so an sich.

Ich glaube fest an dieses wunderbare göttliche Ju-Prinzip.
Ich sehe es ständig in Aktion, (nicht nur im Sport).

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Die Notwendigkeit von Zielen

"Wenn keine Vision da ist, verwildert ein Volk."
Sprüche 29, 18

Ziele sind etwas Wunderbares.
Sie geben unserem Leben Richtung.
Sie klären, was wichtig und was unwichtig ist.
Sie sortieren unsere Aktivitäten.
Sie inspirieren und motivieren uns.
Wenn wir sie erreicht haben, triumphieren wir und fühlen uns gut.

Es ist wichtig, die richtigen Ziele zu haben.
Die richtigen "richtigen" Ziele sind solche, die Auswirkungen auf die Ewigkeit haben.
Gott besser kennenlernen, ihn anbeten, sein Wort zu verstehen, Menschen zu Jesus führen, geben, Gemeinde bauen: Dies sind Tätigkeiten mit Ewigkeitswert. Sich hier Ziele zu setzen ist immer richtig.

Natürlich brauchen wir auch Ziele unterhalb dieses Anspruchs. Wir brauchen auch berufliche, familiäre, sportliche und andere kleine Ziele. Doch muß uns immer klar sein, daß diese uns nur eine zeitlang befriedigen können. Wir dürfen ihnen nicht übermäßig viel Gewicht beimessen.

Ich habe mir dieser Tage meinen Ju Jutsu-Paß angeschaut, den, in dem nun die Unterschriften meiner Prüfer zum schwarzen Gürtel drinstehen. Das sind alles bekannte Größen der Szene. Dort steht auch, welche Qualifikationen ich habe. Die Trainerlehrgänge sind vermerkt.
Natürlich hat die Prüfung zum Schwarzgurt viel Spaß gemacht. Es ist prima, nun ein Meister zu sein.
Doch ich dachte auch daran, daß irgend jemand eines Tages diesen Paß wegwerfen wird. Irgendwann gibt jemand meinen schwarzen Gürtel in den Müll.
Diese kleinen Triumphe, so nötig sie sind, sind zeitlich und vergänglich.

Wir dürfen bei unseren kleinen Erfolgen die Wichtigkeit der großen Ziele nicht aus den Augen verlieren. Denn der Herr will eines Tages zu uns sagen, "Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh hinein in die Freude deines Herrn."
Matthäus 25, 21.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Veranstaltungshinweise


Mitarbeiter der Pfarrei Hambach haben mich angeschrieben und uns gebeten, auf ihre Veranstaltung diesen Samstag hinzuweisen. Das machen wir gern.

Allerdings findet am selben Tag, ein paar Stunden später, um 18.00 Uhr, der erste Gottesdienst mit Ingolf Ellßel aus Tostedt bei uns im CGZ statt. Der zweite folgt um 19.30 Uhr. Dazwischen machen wir eine halbe Stunde Pause.

Pastor Ingolf Ellßel leitet das Christuszentrum Tostedt. Er war lange Jahre Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR. Heute ist er u.a. Mitglied im Vorstand der Weltpfingstbewegung. Wir freuen uns auf sein Kommen.

Doch zurück nach Hambach. 
Hier ist der Text der Kisi-Kids-Mail:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

die Pfarrei Hambach hat die KISI-KIDS nach der erfolgreichen Aufführung
des Paulus-Musicals im Juli 2012 nun für einen vorweihnachtlichen
Gastauftritt eingeladen. Am Samstag, 15.12.2012 um 16:00 wird in der
Schulturnhalle in Hambach das Weihnachtsmusical "Sternstunde in
Betlehem" gespielt.

Wir möchten Sie bitten, in Ihrer Internetseite 
darauf hinzuweisen."

Sonntag, 9. Dezember 2012

Der schwarze Gürtel

"Mit dir kann ich gegen eine Schar anrennen, mit meinem Gott kann ich eine Mauer überspringen."
2 Samuel 22, 30

David war ziemlich begeistert, als er diesen Psalm schrieb.
Wir tendieren dazu, diesen Vers geistlich zu deuten, (was natürlich seine Berechtigung hat). Doch wir vergessen gern, daß David auch Soldat war und daß Gott ihn in dieser Eigenschaft gesegnet hat.
Soldaten waren bei uns mal übertrieben beliebt. Preußens Militarismus war legendär.
Heute sind Soldaten bei uns übertrieben unbeliebt, was natürlich alles mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun hat.
Tatsache ist, laut Bibel ist die hauptsächliche Aufgabe einer Regierung, für den inneren und äußeren Frieden eines Volkes zu sorgen, und das geht nicht ohne funktionierende Polizei und ein dem Parlament loyales Militär.
In letzter Instanz werden Frieden und Freiheit in unserer Welt noch immer von tapferen Männern mit Kanonen gesichert. (Eine Aussage, die nicht als Verherrlichung ihrer Tätigkeit gewertet werden soll).
Doch der Herr ist auch der Herr der Heerscharen:

"Und David wurde immer mächtiger, und der HERR, der Gott der Heerscharen, war mit ihm." (2 Samuel 5, 10).

Wie komme heut abend drauf, etwas über Kampf und Sieg zu sagen?


Nun, als Ju-Jutsu-Sportler bin ich dieser Tage in eine süddeutsche Großstadt gefahren und habe ich mich wieder einmal einer Gürtelprüfung unterzogen, und ich fand, Gott war mit mir, obwohl das ein Kampfsport ist.
Allen Ernstes.
(Einer meiner drei Prüfer hatte sogar den Nachnahmen von meinem (amerikanischen) Schwiegervater! UND die Anfangsbuchstaben ihres Vornamens waren auch gleich. Was für ein witziger Zufall).

Ich kenne natürlich die Bedenken. Ein weiser alter Pastor hat mich vor einigen Wochen gefragt, ob JJ nicht ein fernöstlich-buddhistophiler Sport ist.
Ju Jutsu ist eine in Deutschland entwickelte Polizeisportart. Deswegen sind viele Ausbilder Polizisten, (Kriminaler, Bundespolizisten, usw.)
Ich bin Christenpastor.
Mit Buddhismus habe ich nichts am Hut.
Natürlich gibt's auch im Ju Jutsu Esoteriker. Doch die gibt's überall. Auch die brauchen Jesus und jemanden, der ihnen Jesus nahebringt. Ich habe da keine Berührungsängste.

Konkret ging's um die Prüfung zum ersten Dan. Das ist die Prüfung zum schwarzen Gürtel. Sie ist anspruchsvoll. Unsere hat siebeneinhalb Stunden gedauert.
Von elfen haben acht bestanden. Drei sind durchgefallen.
Das sind immerhin rund 25%.
Bevor ich teilnahm, war ich etwas nervös. Als ich jedoch die ersten Prüflinge bei ihren Ausführungen beobachtete, verflüchtigte sich meine Nervosität.

Der beste Prüfling mit der höchsten Punktzahl war ein gutgelaunter junger Mann namens Alexej. Er kam vor der Prüfung auf mich zu und erzählte freundlich, wie ihm ein gemeinsamer Bekannter gesagt habe, daß ich Pastor sei. Wir sind aus offensichtlichen Gründen nicht allzu weit gekommen mit unserem Gespräch. Doch ich stellte fest, daß auch er eine Beziehung zu Gott hat.
Ich habe mich sehr gefreut, daß ein Christ der Beste geworden ist, auch wenn die anderen das gar nicht mitbekamen. Go Alexej!

Auch ich bestand und habe nun Recht und Pflicht, mir im Training den schwarzen Gürtel umzubinden.

Der Sport und das intensive Training haben mich verändert und mir einige wertvolle Perspektiven eröffnet. Ich verstehe einige Aussagen Jesu über notwendiges Leiden besser und kann auch besser nachvollziehen, welche innere Einstellung Paulus trotz seiner Verfolgungen und Unannehmlichkeiten hatte.
Davon später mehr.

Freitag, 7. Dezember 2012

Öffentliche Nacktheit

"Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Leibröcke aus Fell und bekleidete sie."
1 Mose 3, 21

Dieser Tage wurde über einen Erlaß des Stadtrats von San Francisco gestaunt. So sehr, daß die Nachricht mehrmals in der Zeitung stand und auch im Fernsehen kam, gern noch mit Bildern.
Um welche City Ordinance von SF handelt es sich?
Um das neuerdings speziell im Castro Distrikt geltende öffentliche Nacktheitsverbot.
Bin sprachlos.
Dürfen die Herren dort--um die handelt es sich vor allem--nicht mehr nackig gehen...
Muß man sich mal vorstellen!
Was machen die jetzt nur?
Spaß beiseite.
Zunächst bezieht sich das Verbot nur auf das Zurschaustellen von Genitalien. Man darf noch oben ohne auf der Straße auftauchen--wie auch in New York. Die obersten Richter dort haben schon vor längerem beschlossen, daß kein Unterschied besteht zwischen dem Oberkörper einer Frau und dem eines Mannes. Wenn ein Mann, sagen wir ein Bauarbeiter, sein Hemd ausziehen darf, dann muß eine Frau das auch dürfen.
Dennoch halten sich die meisten New Yorkerinnen wohlweislich bedeckt. Sie haben, scheint mir, mehr Ahnung von diesen Dingen als ihre obersten Richter.

Die Frage, die sich ein moderner Zeitgenosse heutzutage, zumal im humanistischen Europa, stellen mag, lautet:
Was ist falsch an öffentlicher Nacktheit?

Schon einiges.
Zunächst gibt es da das natürliche Schamempfinden, das einem Menschen erst aberzogen werden muß.
Denn der Mensch ist kein Tier. Er ist im Ebenbild Gottes geschaffen.
Tiere sind öffentlich nackt und denken sich nichts dabei. Sie leben ihre Triebe öffentlich aus.
Wenn ein Mensch sich nun öffentlich wie ein Tier verhält, dann lenkt er seine Aufmerksamkeit--und die von anderen--auf die niederen Triebe.
Wer sich so verhält, verläßt langsam aber sicher den Orbit des Natürlichen und gerät in den Orbit der Lust. Und die Lust ist eine Getriebene. Sie läßt sich nicht befriedigen. Sie will ständig mehr.
Judas, der Bruder Jesu, beschrieb die Symptome so geplagter Menschen in Judas 10:
"Diese aber lästern alles, was sie nicht kennen. Alles aber, was sie von Natur aus wie die unvernünftigen Tiere verstehen, darin verderben sie sich."

Gott will nicht, daß wir verderben. Deswegen ist er gegen öffentliche Nacktheit.
Gegen die ehelich private ist er nicht.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Das unverwelkliche Erbe

"Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch."
1 Petrus 1, 3-4

Gute Dinge sind im Himmel aufbewahrt für uns.
Es wartet dort ein Erbe auf uns.
Wenn wir sterben, hinterlassen wir ein Erbe. Doch während unsere Erben dieses Erbe untereinander aufteilen, nehmen wir unsererseits auch ein Erbe in Empfang: Gottes ewiges Erbe für uns.
Dieses Erbe ist 1. unvergänglich, 2. unbefleckt und 3. unverwelklich.

Eine gewöhnliche Blume erfreut einen kurze Zeit mit ihrer Pracht. Dann welkt sie und steht ewig unansehnlich in der Gegend herum. Braun und grau verfärbt, macht sie niemandem mehr Freude, bis sie im nächsten Jahr wieder ein bißchen blüht.

Das Erbe, das Gott uns gibt, verwelkt nicht. Es bleibt schön. Und wenn es sich (jahreszeitlich) verändert, dann bleibt seine Schönheit erhalten, denn das Wort unverwelklich hat viel mit Ästhetik zu tun.

Es verwelkt in noch anderem Sinne nicht: Es wird uns nie alt. Wir werden es nie satthaben. Wir werden uns am zweiten Tag--und am tausendsten Tag--noch genauso darüber freuen wie am ersten.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Das unbefleckte Erbe

"Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch."
1 Petrus 1, 3-4

Christen sind Kinder Gottes und von daher Miterben Christi.
Was hat Jesus von seinem Vater geerbt?
Alles.
Entsprechend gehört "alles" auch uns.

"Es sei Paulus oder Apollos oder Petrus, es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges: alles ist euer."
1 Korinther 3, 22

Konkret wartet auf uns ein Erbteil, der 1. unvergänglich ist und 2. unbefleckt.

Das Wort unbefleckt im biblischen Urtext bedeutet perfekt im Sinne von unbeeinflußt vom Bösen. Nachdem die ersten Menschen von der verbotenen Frucht aßen, waren sie nicht länger perfekt. Sie waren nun beeinflußt vom Bösen und entwickelten sich in die entsprechende Richtung. Wir leiden immer noch darunter.
In einer unbefleckten Gemeinschaft kann jeder dem andern zu 100% vertrauen. Mißtrauen, das jetzt durchaus angebracht sein kann, ist dann vollkommen überflüssig.
Keine Seele wird mehr von Neid, Mißgunst, Egoismus, Manipulation und solchen Dingen bewegt sein.

Prima Aussicht.

Montag, 3. Dezember 2012

Das unvergängliche Erbe


"Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch."
1 Petrus 1, 3-4

Gott hat uns einen bemerkenswerten Erbteil vermacht, der im Himmel auf uns wartet und drei hervorstechende Eigenschaften hat. Er ist
1. Unvergänglich
Es kann einem nicht mehr genommen werden. Das Wort im griechischen Urtext deutet an, daß es mit militärischen Mitteln oder feindseligen Aktionen nicht eroberbar ist. Die Länder der Erde, wie etwa das Land Polen oder das Elsaß, oder Lothringen, werden im Lauf der Geschichte immer wieder hin- und hergeschoben, neu aufgeteilt, aufgelöst und neugegründet. Das ist das Gegenteil von "unvergänglich."
Israel wurde aus seinem Land vertrieben, weil Gott es preisgab.
Das Volk war nämlich böse geworden.
Erst viel später hat Gott das Volk wieder gesammelt und erneut ins Land gebracht.
Wenn nun unser Erbe unvergänglich ist, dann bedeutet das auch, daß die Gründe in uns, die zur Preisgabe durch Gott führen, nicht mehr vorliegen. Das heißt im Klartext, es gibt dann in uns nichts mehr, was Gott nicht gefällt.
So werden wir ewig gegründet sein.

Freitag, 30. November 2012

Haaalt!

"Du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, groß an Gnade gegen alle, die dich anrufen."
Psalm 86, 5

Gestern abend sagte meine Ju Jutsu-Trainerin, eine Großmeisterin, die bisher nicht durch übertriebene Frömmigkeit aufgefallen ist, zu mir, sie habe gebetet.
Denn ihre Hupe am Auto sei seit einiger Zeit defekt gewesen.
Damit hat es folgende Bewandtnis:
Sie erzählte mir, daß sie am Morgen ihre Grundschulkinder mit dem Auto zur Schule gefahren habe--sie ist auch selber Lehrerin, am Gymnasium. Am Zebrastreifen ließ sie sie aussteigen, um wie immer zu warten, bis sie den Zebrastreifen vor ihr überquert haben.
Sie kurbelte das Fenster runter, um zu winken.
Die Kinder stiefelten los--als sie im Rückspiegel sah, wie ein viel zu schnelles Auto zum Überholen ansetzte.
Das Herz fiel ihr in die Hose.
Die Kinder waren geradewegs dabei, vor dem Auto des Rasers aufzutauchen.
Sie drückte auf die kaputte Hupe--und das Ding ging wieder!
Da das Fenster schon heruntergekurbelt war, konnte sie den Arm raushalten und dem Überholer Gefahr signalisieren.
Der junge Mann bremste und kam direkt neben ihr zu stehen. Die Kinder waren erschrocken, blieben aber bewahrt.
Und die Mutter gab Gott hinterher die Ehre.
Ich habe ihr gesagt, daß Gott noch was vorhat mit ihren Kindern. Amen.

Gott ist gut zu allen Menschen.

Donnerstag, 29. November 2012

Die Sehnsucht nach geistlichen Vätern

"Wenn ihr zehntausend Zuchtmeister in Christus hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christus Jesus habe ich euch gezeugt durch das Evangelium."
1 Korinther 4, 15

Wenn man den christlichen Büchermarkt besieht, dann sieht man: Es besteht scheinbar ein großer Hunger nach geistlichen Vätern.
Allerdings denke ich, daß viele Christen die Figur des geistlichen Vaters, also einer (über)gemeindlichen vollmächtigen Bezugsperson, ein wenig romantisieren und ihr Sehnen eine geborgenheitsselige Sehnsucht nach einem seelisch-menschlichen Ideal ist, das es genausowenig gibt, wie den perfekten irdischen Vater.

Eigentlich hat jeder Christ einen geistlichen Vater, nämlich die Person, die einen zum Glauben geführt hat. Die hat man sich nicht ausgesucht, an die geriet man plötzlich.
Diese Personen haben einem das Glaubenseinmaleins beigebracht und sind von daher schon einzigartig in unserem Leben.
Möglicherweise lebt man sich dann ein wenig auseinander, auch das ist normal.
Man entwickelt sich weiter, schätzt aber den anderen immer noch.
In den wenigsten Fällen wird daraus jedoch eine Übervaterfigur, an die man sich immer und jederzeit anlehnen kann. Und wenn doch: Wäre das wünschenswert?

Die Bibel ist voll von geistlichen Übervätern. Ich bezweifle jedoch, daß der moderne Vatersucher mit ihnen besonders gut zurechtkäme.
Sie sind nämlich allesamt Wundertüten: Trotz ihrer phänomenalen geistlichen Kompetenz waren sie oft als Menschen nicht ganz leicht.

Mose hat man plötzlich monatelang nicht mehr gesehen. Er war einfach weg. (Auf dem Berg bei Gott).
Josua hat bestimmte Diebe steinigen lassen.
David war allen ein wunderbarer König--es sei denn, man hieß Uria und hatte eine schöne Frau.
Elia aß monatelang Fleisch, das ihm von Vögeln vorbeigebracht wurde. Wie wunderbar für seine geistlichen Söhne und Nachahmer.
Jeremia würde uns mit seinem Weltschmerz den letzten Nerv rauben.
Nehemia war ein starker Leiter. Vor ihm würde heute allerdings so mancher Reißaus nehmen, denn er konnte schonmal durchgreifen. Als einige Männer Frauen heirateten, die er nicht befürwortete, tat er folgendes:
"Da ging ich mit ihnen ins Gericht und verfluchte sie und schlug einige Männer von ihnen und raufte ihnen die Haare aus." (Nehemia 13, 25).
Ein biblischer, von Gott beglaubigter geistlicher Vater in Action.
Muß man mögen.

Paulus und Barnabas konnten sich so streiten, daß eine Erbitterung entstand. (Apostelgeschichte 15, 39).
Für welches Lager würde sich der heutige Vatersucher entscheiden? Für den rauschebärtigen Nikolaus namens Barnabas ("Sohn des Trostes"), der aus jeder Pore die reine pastoral-apostolische Güte verströmt? Oder für den knallhart-drahtigen Paulus, der auf Barnabas' Personalvorschlag partout nicht eingehen wollte, (weswegen die Erbitterung entstand)? Barnabas wollte Johannes Markus auf Missionsreise mitnehmen, Paulus nicht. Denn JM hatte die Missionsgemeinschaft auf der letzten Reise schmählich verlassen.
Die meisten würden dem sanften, gütigen Barnabas folgen.
Doch die Apostelgeschichte geht mit Paulus weiter.

Der geistliche Übervater Petrus konnte prima mit Nichtjuden Schweinswürstel essen. Doch als Juden ankommen, wechselt er blitzschnell an den koscheren Tisch und heuchelt Treue zum mosaischen Gesetz. Dafür wird er von Paulus öffentlich geschimpft.
Sehr väterlich inspirierend, nicht?

Ich persönlich habe festgestellt, daß immer dann, wenn ich gern dringendst mal einen geistlichen Vater zu Rate gezogen hätte, gerade keiner zur Verfügung stand. Die Angesprochenen hatten entweder kein Interesse oder gerade keine Zeit, obwohl der gute Wille da war.
Ich fragte mich irgendwann, ob das wohl Absicht war von Gott.
Denn letzten Endes war es immer Gott, auf den ich zurückfallen mußte und der mir in Krisen geistlicher Vater war.

So wurde mir nie ein Mensch zum Gottesersatz.

Dienstag, 27. November 2012

Durchbruch


"Wenn nicht das Land, auf das dein Fuß getreten ist, dir und deinen Söhnen für ewig zum Erbteil wird! Denn du bist dem HERRN, meinem Gott, treu nachgefolgt."
Josua 14, 9

Wer ein Stück Land erwirbt, auf dem ein Apfelbaum steht, der hat einen Durchbruch in bezug auf Äpfel erlangt. Dh, der muß sich in Zukunft nicht mehr um Äpfel sorgen. Äpfel sind kein Problem mehr. Sie wachsen ihm jedes Jahr ganz von allein. Völlig ohne Krampf.

So ähnlich verhält es sich auch im Geistlichen.

Wenn wir auf einem bestimmten Gebiet bemerkenswerte Gebetserhörungen erlebt haben, dann sind auf diesem Gebiet in Zukunft Erhörungen leichter.

Schau mal nach, auf welchem Gebiet Erhörungen für dich relativ leicht zu erlangen sind. Dort ist dein Glaube daheim. Auf diesem Gebiet will der Herr dich benutzen.

Wenn du mit Leichtigkeit Heilung empfängst, wenn du krank bist, dann empfiehlt es sich, für andere Kranke zu beten.
Wenn du für Geld quasi ein Magnet bist, (du hast ständig Geschäftsideen, die auch noch funktionieren), dann  werde zum Geber.
Wenn dir das Verkaufen, (oder Ermutigen), leicht fällt, dann sprich mit möglichst vielen anderen über Jesus.

Jeder wird gebraucht.
Und im Sichgebrauchenlassen von Gott steckt unser Segen.

Montag, 26. November 2012

Im Sinkflug?


"Ich erinnere dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir ist."
2 Timotheus 1, 6

Manchmal trifft man Christen, die sich in einer Phase des Sinkflugs befinden.
Meistens liegt das daran, daß sie die Luft in ihrem Lebensfesselballon kalt haben werden lassen.
Dabei hat Gott jedem Christen eine "Gasflasche" mitgegeben, über der eine Flamme brennt. Drehen wir das Ventil mal ordentlich auf, dann wird Wärme produziert, die die schlaffe Ballonhaut wieder füllt.

Die "Gasflasche" ist die Bibel.
Der Treibstoff in ihr sind die Gedanken Gottes, die dich nachhaltig aufsteigen lassen.
Lies das Wort Gottes gläubigen Herzens und erlebe, wie die Laschheit aus dir weicht.
Allerdings darfst du nicht nur lesen, sondern mußt dem Gelesenen auch entsprechende Taten folgen lassen.

Freitag, 23. November 2012

Israel und Hamastan

"Es ist eine Zeit der Bedrängnis für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden."
Jeremia 30, 7

Warum hat in diesen Tagen ein Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza stattgefunden?
Das war Widerstand gegen die Besatzung, sagen Palästinenser und viele in den Medien.
Doch welcher Besatzung?
Israel hat den Gazastreifen vor sieben Jahren "judenrein" gemacht, hat jede jüdische Siedlung dort abgebrochen, und niemanden zurückgelassen.
Bis auf die Treibhäuser, in denen die Juden Gemüse für den Export angebaut haben.
Die haben die Palästinenser nicht übernommen und weiterbenutzt, sondern kaputtgetrampelt.

Israel hat sogar seine Grenze zu Gaza als internationale Grenze ausgerufen. Dh, es hat alle Ansprüche auf dieses Territorium aufgegeben. Die erste autonome Palästinenserregion entstand.
Eine solche schufen weder die alten Ottman-Türken, die dort jahrhundertelang herrschten, noch die Ägypter, die Gaza bis 1967 mit großer Härte regierten, bis Israel sie im Sechstagekrieg vertrieb.

Statt in Frieden mit Israel zu leben, wählte die Bevölkerung Gazas die Judenhasser der Hamas an die Macht, die das Land in ein Kriegslager verwandelten und seither stetig den Süden Israels angreifen. Allein dieses Jahr fielen 800 Raketen aus Gaza in Israel nieder, rund zwei am Tag.
Hamas hat öffentlich erklärt, Israel vernichten zu wollen.
Erst kamen die Selbstmordbomber aus Gaza. Nachdem Israel einen unüberwindbaren Wall gebaut hatte, ging man zu Raketenangriffen über.
Seit neuestem haben diese Leute Unterstützer in Ägyptens Führung und einem perfiden superislamischen türkischen Premierminister, der sich letzten Montag nicht entblödete, Israel einen Terrorstaat zu nennen.

Tatsache ist: Wenn die Palästinenser ihre Waffen niederlegen, dann gibt es keinen Krieg mehr. Wenn Israel seine Waffen niederlegt, dann gibt es kein Israel mehr.

Israel hat diesmal einen Waffenstillstand erreicht, ohne seine Militärblockade nennenswert zu lockern. Täte Israel dies, würden mehr und schwerere Waffen in die Hände seiner Mörder gelangen. Das kann kein verantwortungsbewußter Staatschef zulassen.

Die nächste Runde wird kommen, irgendwann.
Hamas kann nicht anders.

"Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde!
Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen.
Und du sollst ein Segen sein!
Und ich will segnen, die dich segnen.
Und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.
Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!
Und Abram ging hin, wie der HERR zu ihm geredet hatte."
1 Mose 12, 1-4

Donnerstag, 22. November 2012

Klappe zu und durch

"Wozu bringt uns der HERR in dieses Land? Damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren."
4 Mose 14, 3

Gerade waren die Kundschafter aus Kanaan zurückgekommen und hatten Israel Bericht erstattet: Ja, das Land ist gut, es wachsen prima Früchte drin. (Als Beweis hatten sie eine gigantische Rebe mitgebracht).
Aber.
Wir können das Land nicht einnehmen.
Unmöglich.
Riesen wohnen drin.
Sie hatten völlig recht, waren echte Realisten, und lagen trotzdem total daneben.
Das Volk murrte, rebellierte, weinte und schrie die ganze Nacht lang.
Bis Gott Ekel vor diesem Volk verspürte und sie 40 Jahre lang in der Wüste herumwandern ließ.

Danach stand Israel wieder vor derselben Aufgabe: Der Einnahme des verheißenen Landes. Sie sollten mit Jericho beginnen, der größten und festesten Stadt.
Es war unmöglich, Jericho einzunehmen.
Viel zu dicke Mauern.
Doch diesmal taten sie das Gegenteil von dem, was ihre Väter getan hatten: Statt zu lamentieren, umzogen sie die Stadt SCHWEIGEND.
Sie schwiegen im Glauben.
Sie betrachteten auf ihren Wanderungen um die Stadt, (immerhin sieben Tage), die Mauern und machten sich klar, daß dieses Bollwerk unmöglich eingenommen werden konnte.
Wenn Gott nicht half.
Doch er tat's nach seiner Verheißung. Er war es, der zum Schluß die Mauern einfallen ließ, so daß Israel nur noch über die Brocken steigen mußte.

Gott tat seinen Teil. Doch wir müssen auch unseren tun. Und das beginnt damit, Unmögliches nicht von vornherein für unmöglich zu halten, wenn Gott es doch versprochen hat.

Schweigen ist manchmal tatsächlich Gold.
Schweigen und auf Gott schauen.

Mittwoch, 21. November 2012

Der Mensch als Wundertüte

Wenn wir in die Bibel blicken und die von Gott bestätigten Männer und Frauen des Glaubens betrachten, dann neigen wir dazu, sie zu verklären. Wir denken dann, das wären Leute ohne persönliche Probleme oder Schrullen gewesen.

Doch Jakobus sagt, selbst "Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir." (Jakobus 5, 18).

Wir erinnern uns: Er betete und es fiel ein Blitz vom Himmel, der sein nasses Opfertier in hellen Flammen aufgehen ließ.
Er betet noch einmal--und es beginnt zu regnen, zum ersten Mal seit 3,5 Jahren.
Das Volk stellt sich spontan hinter ihn.
Er tötet hunderte von falschen Propheten an jenem Tag.
Doch als die Gönnerin dieser Propheten das mitbekommt, läßt sie ihm mittels Boten ein paar spitze Worte zukommen--und Elia läuft davon! Vierzig Tage wandert er planlos in der Wüste herum und schiebt den Wüsten-Blues. "Oh Herr, die Königin mag mich nicht."

Abraham, der Vater der Gläubigen, hat seine Frau verkauft--und zwar zweimal!
Erst ließ der Pharao von Ägypten sie holen, in 1 Mose 13, dann Abimelech von den Philistern, in 1 Mose 20. Beide Male griff Gott ein, so daß Sarah wieder an ihren Mann zurückkam.

Der Sohn der Verheißung Isaak war später bereit, dasselbe zu tun! (1 Mose 26).
Patriarch der Verheißung Jakob liebte das Geld über alles.
Der Erzvater Juda vergnügte sich bei einer vermeintlichen Hure, Tamar.
Mose war in seiner Jugend ein überaus ehrgeiziger, ja machtgieriger Mensch.
König Saul war mehr daran interessiert, sich Denkmäler zu errichten, als Gott zu gehorchen. Außerdem war er eifersüchtiger als Othello.
Über David muß man nur ein Wort verlieren: Batseba.
Salomo? Super Start, bedauerliches Ende.

Und so geht es weiter.

Thomas weigerte sich standhaft, den Zeugen der Auferstehung zu glauben, bis er Jesus selber sah.
Petrus erkannte in Jesus den Christus, wollte ihm aber gleich darauf das Kreuz ausreden.
Ein paar Tage später verleugnete er ihn.
Und als er viel später mit Heidenchristen Schweinswürstel aß und mitbekam, daß gleich eine Gruppe jüdischer Christen aus der Gemeinde von Jakobus eintreten würde, wechselte er blitzschnell die Tische und aß wieder koscher.
Paulus sah das und schimpfte ihn deswegen vor allen! (Galater 2, 14).

Und Paulus selbst, der größte Apostel aller Zeiten und entscheidende Former des Christentums?
Sogar der konnte sich mit seinem besten Freund Barnabas so streiten, daß "eine Erbitterung entstand, so daß sie sich voneinander trennten." (Apostelgeschichte 15, 39). Eine zeitlang wenigstens.

Der britische Prediger Smith Wigglesworth hatte einen apostolischen Heilungsdienst. Doch aufgrund seiner persönlichen Schroffheit war er bei vielen unbeliebt. Heute wird er verehrt.

Lonnie  Frisbee hat die große Vineyard Bewegung geprägt. Er war ein "sehender Prophet." Zeichen folgten seinem Dienst. Außerdem war er Exzentriker.
Und starb an Aids.

Der Mensch ist eine Wundertüte.
Wir sollten diese Tatsache anerkennen, uns innerlich drauf einstellen, und keine Vollkommenheit erwarten.

Dienstag, 20. November 2012

Letzten Sonntag in Paris



"Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht ziemt."
Römer 1, 28

Letzten Sonntag fand in Paris eine große Demonstration statt.


Man hat in hiesigen Medien nichts davon mitbekommen. (Wenigstens ich nicht).
Worum ging's?
Am Samstag davor waren im ganzen Land rund 100.000 Menschen aufgestanden und demonstrierten gegen die geplante Einführung einer Homo-"Ehe", mit der die sozialistische Regierung die Franzosen beglücken will. Am Sonntag tat sich dann auch in Paris was.
Die Demonstranten hielten Plakate hoch, auf denen Slogans standen wie "Wir brauchen Kinder, keine Homosexuellen" oder "1 papa, 1 maman pour tous les enfants."

Ein Vater, eine Mutter.
Für alle Kinder.

Väter und Mütter haben etwas, was nur Väter und Mütter ihren Kindern mitgeben können. Das ist selbst für Nicht- oder wenigstens Naturgläubige leicht nachvollziehbar, denn es braucht einen Mann und eine Frau, um ein Kind in die Welt zu setzen.

Man kann den AFP-Artikel hier nachlesen.

Montag, 19. November 2012

Erben Gottes

"Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden."
Römer 8, 16-17

Manchmal erben Menschen etwas. Wenn sie besonders reiche Verwandte hatten, dann kann das recht interessant sein.

Nun sagt Paulus: Wir sind Erben Gottes!

Unser Erb-Lasser lebt noch. Genaugenommen starb Jesus, vererbte uns etwas, und stand dann von den Toten auf, um dafür zu sorgen, daß wir dieses Erbe auch bekommen.
Was Gott gehört, gehört auch uns.
Um diesen Gedanken muß man seinen Verstand erstmal wickeln können.

Was liegt da noch alles für uns bereit?

Einzige Voraussetzung ist, daß wir mit ihm leiden. Dieses Mitleiden mit Christus bezieht sich nicht auf seine Zerschlagung am Kreuz, sondern auf die Verfolgung, die jeder erfährt, der ernsthaft mit Jesus unterwegs ist.
Wer nicht ernsthaft mit Jesus geht, der wird auch keine Verfolgung erleben.
Ernsthafte Christen werden sich oft in der Rolle des Außenseiters wiederfinden.
Na und?
Sogar das führt zu Mitverherrlichung mit Christus. Sagt Paulus.

Samstag, 17. November 2012

"Pastor, ich bin ein blasses..."

"...blasses Persönchen, ein Mauerblümchen. Mich bemerkt niemand. Und die, die mich zufällig bemerken, denen bin ich egal. Was kann ich tun?"

Ich nehme an, du bist eine sehr anpassungsfähige Person. Wahrscheinlich bist du dazu mit einer sehr meinungsstarken Person verheiratet, die häufig für dich mitentscheidet.

Deine vermeintliche Blässe als Person liegt in dieser deiner Anpassungsfähigkeit begründet. Deine soziale Intuition bewegt dich, im Strom mitzuschwimmen, statt "Einer gegen alle" zu spielen. Diese Überlebenstechnik führt notgedrungen zu einer gewissen Unauffälligkeit.

Wenn du an Farbe gewinnen möchtest, dann muß dir das, was Gott denkt, wichtiger sein, als das, was die anderen denken. In anderen Worten, du mußt dir hin und wieder eine Überzeugung leisten und für diese einstehen, auch wenn sie unpopulär ist.
Und plötzlich hast du mehr Farbe, als dir lieb ist.

Dann werden zwei Dinge passieren:
Du wirst auf einmal Freunde haben, die, koste es was es wolle, hinter dir stehen. Denn sie teilen deine Überzeugungen. Diese Leute werden dich lieben.
Und du wirst angefeindet werden, daß es eine Art hat. Darum kommst du nicht herum. Denn deine Farbe wird nicht jedem gefallen. Manche Leute werden dich aus tiefstem Herzen hassen.
Na und?

"Wir können zuversichtlich sagen: "Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten. Was soll mir ein Mensch tun?""
Hebräer 13, 6


Freitag, 16. November 2012

"Pastor, mein Mann und ich..."

"...leben zusammen wie Brüderchen und Schwesterchen, wenn du verstehst, was ich meine."
A.

"Pastor, mein Mann will nicht mehr mit mir. Ich würd aber schon mal wieder wollen."
K.

"Pastor, mein Mann ist... desinteressiert, du verstehst. Was ist da los?"
G.

"Pastor, mein Mann..."
X, Y, Z

Normalerweise kommen solche Aussagen von Männern über ihre Frauen.
Nun stelle ich fest, daß Frauen dasselbe Problem haben können.

Junge, Junge.
Jeder Fall ist sicher anders. Ich muß notgedrungen verallgemeinern. Vielleicht ergeben sich ja trotzdem brauchbare Ansätze.

Also.
Die Statistik sagt, daß 65% der Männer und 55% der Frauen in unserem Land sexuell frustriert sind. (Das sind zwei von drei Männern und immerhin mehr als die Hälfte aller Frauen). Die Mehrzahl der Menschen kommt also geschlechtlich nicht auf ihre Kosten.
Das prägt Beziehungen natürlich.

Die Frage ist, wie gibt's das?

Vorausgesetzt, es handelt sich um gesunde Leute zwischen 20 und, sagen wir, 70, muß man annehmen, daß die Ehepartner nicht genügend auf einander eingehen. Soll heißen, entweder artikulieren sie nicht, wie sie's gern hätten, (Frauen?) oder sie tun's und werden prompt abgewiesen, (Männer?).
Offenbar übt sich die Hälfte der Frauen in stillem Sehnen und werden zwei von drei Männern mit ihren Vorlieben in irgend einer Form abgewiesen. Denn sonst wären sie ja nicht gefrustet.
Fern sei es von mir, irgend jemanden zu Dingen zwingen zu wollen, die die betreffende Person nicht tun will. Aber Paulus schreibt schon, "Die Frau verfügt nicht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau." (1 Korinther 7, 4).

Wenn ein Partner über den Leib des andern mal ein bißchen verfügen dürfte, dann könnte das ganz massiv zur allgemeinen Entfrustung beitragen. Der "Passive" müßte dazu quasi einladen, eine Erlaubnis aussprechen, mitmachen ohne Grimassen zu ziehen. Denn man kann ja auch Ja sagen, aber Nein meinen.

(Mann, was für ein Post...)

Vielen scheint jedoch egal zu sein, was der andere will. Schließlich fühlen sie dessen Frust nicht.

Okay. Das bringt mich zur männlichen "Verweigerung", die eigentlich nicht normal ist. Männer sind grundsätzlich die treibende Kraft. Wenn sie es nicht mehr sind, dann hat das einen Grund: Sie haben die Schnauze voll. Sie schalten lieber diesen ganzen Bereich ihres Lebens ab, statt im Dauerfrust zu leben.

Eine Restgefahr bleibt auch so bestehen. Benjamin Franklin hat das so ausgedrückt:
"Siehst du Ehe ohne Liebe? Dort wird bald Liebe ohne Ehe sein."
Er wußte, wovon er redete. Er hatte einen unehelichen Sohn.

Liebe vernachlässigte Frau: Denk mal an das letzte Mal zurück (oder an die letzten 20 Mal). Schwang da eventuell immer ein Unterton von "Ich würd viel lieber das Klo putzen als mit dir hier rumzumachen" mit?
Hast du vielleicht sorgfältig alles vermieden, was einen Mann in Fahrt bringen könnte? (Immer dasselbe--immer zur selben Zeit--immer im Dunkeln?).
Wer hat eigentlich gesagt, daß fromme Frauen langweilig sein müssen und ihre Männer nicht betören dürfen? Wie das geht, müßte eigentlich jede Frau wissen. Es gibt eine riesige Industrie, die sich dieser Aufgabe verschrieben hat.

Ein radikaler Vorschlag: Statt dich bei deinen Freundinnen auszuweinen: Sprich doch mal mit IHM. Vielleicht wartet er drauf. Er kennt auf jeden Fall die Antwort.
Ein solches Gespräch kann ein wenig mühsam sein und stockend verlaufen. Denn niemand kann aus seiner Haut raus und Männer sind oft große Schweiger. Gleich aufzugeben ist da kontraproduktiv.

Ganz ohne Frust wird's nie gehen zwischen den Geschlechtern. Denn Paulus sagt über Verheiratete auch, "aber solche werden Trübsal für das Fleisch haben." (1 Korinther 7, 28).

Ich mach jetzt Schluß hier.

Donnerstag, 15. November 2012

Duell gefällig?

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet."
Matthäus 7, 1

Jesus meint hier nicht, daß man sich gar kein Urteil mehr bilden soll. Schließlich sagt er in Johannes 7, 24 auch, "Richtet nicht nach dem Schein, sondern richtet das gerechte Gericht."
Richten ist schon okay.

Jesus meint hier jedoch das Herumnölen und Kritteln, das Menschen mit ausgeprägtem Stolz und unbefriedigtem Geltungsbedürfnis gern praktizieren.
Das Echo hat's nämlich manchmal in sich.

Der spätere Präsident Lincoln aus Amerika hat das auf die harte Tour gelernt. Man kennt ihn heute als sanftmütigen, zurückhaltenden Politiker, als dessen Lieblingsspruch Matthäus 7, 1 galt. Doch er war nicht immer so.

Als junger Anwalt schrieb er gern anonyme Leserbriefe an die Zeitung seines Städtchens, in denen er seiner Meinung nach schadhafte Zeitgenossen bis aufs Hemd bloßstellte und kritisierte.

Was haben die Leute gelacht.

Einmal kam er jedoch an den Falschen. Der Mann fand heraus, wer hinter dem ehrabschneidenden Brief steckte, und forderte Lincoln zum Duell. Der wollte das natürlich nicht. Doch der Mann bestand drauf, bis zum Tod zu kämpfen. Das war eine Frage der Ehre. So einigte man sich auf Säbel und traf sich an einem abgelegenen Ort.
Die Sekundanten der Kämpfer verhinderten das Schlimmste.

Lincoln hatte seine Lektion gelernt. Nie mehr kritisierte er jemanden wegen irgendwelcher nebensächlicher Dinge. Selbst während des Bürgerkriegs, als er eine ganze Reihe unfähiger Generäle nacheinander als Oberbefehlshaber einsetzte, blieb er höflich und zuvorkommend, wissend, daß man hinterher immer klüger ist.

Bitte Gott, dein Geltungsbedürfnis zu befriedigen. Er verheißt in Psalm 23 schließlich, "Er erquickt meine Seele." Er heilt dich von deiner Nölerei.
So läufst du nicht Gefahr, Beziehungen dauerhaft zu beschädigen, sondern entwickelst dich zu einem angenehmen Menschen, dessen Tod sogar der Bestattungsunternehmer mal bedauern wird.

Mittwoch, 14. November 2012

Schwierige Orte

"Ob unser Gott, dem wir dienen, uns erretten kann - sowohl aus dem brennenden Feuerofen als auch aus deiner Hand, o König, wird er uns erretten - oder ob nicht: es sei dir kund, o König, daß wir deinen Göttern nicht dienen und uns vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, nicht niederwerfen werden."
Daniel 3, 17-18

König Nebukadnezar hatte eine goldene Statue gemacht, (vermutlich ein Bild seiner selbst), und von all seinen Untertanen verlangt, sich davor niederzuwerfen.

Drei jüdische Männer, hohe Beamte des Königs, weigerten sich, das zu tun.

Sie wären sicherlich überall lieber gewesen als vor Nebukadnezar, der sie mit dem Tod im Feuerofen bedrohte. Doch die Drei jammerten nicht, sie murrten nicht. Sie akzeptierten innerlich ihre schwierige Situation und waren bereit, das Richtige zu tun, auch wenn es das Äußerste von ihnen verlangte.

Nebukadnezar ließ sie prompt in den Ofen werfen. Der fackelte da nicht lange. (Könige dürfen nicht lange fackeln, wenn sie weiterhin ernstgenommen werden wollen. Ihr Ja muß ein Ja und ihr Nein ein Nein sein).

Doch ein vierter Mann gesellte sich ihnen im Ofen bei, "...und das Aussehen des vierten gleicht dem eines Göttersohnes." (Daniel 3, 25).

Die drei Männer stiegen unversehrt wieder aus dem Ofen. Gott hatte sie bewahrt.

Und was tut Nebukadnezar?
Er bekehrt sich! (Manche Bekehrungen fordern den Evangelisten das Letzte ab).
"Nebukadnezar begann und sagte: Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die sich auf ihn verließen und das Wort des Königs übertraten und ihren Leib dahingaben, damit sie keinem Gott dienen oder ihn anbeten müßten als nur ihren Gott." (Daniel 3, 28).

Prompt werden die drei unfreiwilligen Evangelisten von ihrem ehemaligen Todfeind auch noch befördert:
"Sodann beförderte der König Schadrach, Meschach und Abed-Nego in der Provinz Babel." (Vers 30).

Schlüssel für den Sieg war die Bereitschaft der Drei, ihre üble Situation innerlich zu bejahen und anzunehmen, und nicht davonzulaufen oder den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. (Das ist leichter gesagt als getan).

Die Drei haben Geschichte geschrieben.
Gott hat sich verherrlicht.
Nebu hat zum Glauben gefunden.
Und sie wurden befördert.

Dienstag, 13. November 2012

Überrascht von Gottes Heilungskraft

"Ich bin der HERR, der dich heilt."
2 Mose 15, 26

Elke D., die wir seit langem kennen, hatte in einem Ohr nur eine Hörfähigkeit von ca. 20%.
Nun hat sie in der Jesus Gemeinde Bamberg an einer Veranstaltung mit Vincent Skinner teilgenommen, als sie plötzlich Kopfweh bekam und ihr schier schlecht wurde. Dann empfand sie etwas wie einen Knall in ihrem schlechten Ohr--und hört seitdem wieder zu 100%.
Die Musik war ihr plötzlich zu laut.

Man hat für Elke D., die keine junge Frau mehr ist, nicht gebetet. Ihre Heilung ereignete sich "einfach so", während die Gemeinde Lobpreis machte und sang. Sie hatte nicht damit gerechnet. Gott hat sie mit seiner Güte überrascht.

Sonntag, 11. November 2012

Veränderung durch Gott

"Sie blickten auf ihn und strahlten, und ihr Angesicht wird nicht beschämt."
Psalm 34, 6

Das Wochenende mit Wolfhard Margies liegt hinter uns. Prima war's.
Wolfhard sprach über göttliche Veränderung durch Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist.

Wenn wir auf Jesus blicken, dann verändern wir uns quasi ohne eigene Anstrengung und ohne es selber groß zu bemerken. Wie Mose, der nach 40 Tagen in der Gegenwart Gottes strahlte, und es auch nicht gleich bemerkte.

Wie blickt man auf Jesus?
Indem man an die Güte und Zuverlässigkeit Gottes denkt und diese Gedanken auf sich wirken läßt.
Wir tendieren dazu, auf Probleme zu blicken, indem wir diese in unseren Gedanken hin- und herschieben, ohne daß wir dadurch wirklich zu ihrer Lösung beitragen. Wir bekommen nur miese Laune.

Wenn wir in gleicher Weise innerlich auf Jesus schauen, dann beginnen wir zu "strahlen."
Und Veränderung findet statt.

Freitag, 9. November 2012

Wolfhard Margies im CGZ


"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi."
Epheser 4, 11-12

Morgen um 17.00 Uhr beginnt unsere dreiteilige Veranstaltungsreihe mit Dr. Margies, dem Pastor der "Gemeinde auf dem Weg" in Berlin.
Die erste Versammlung dauert ca. eine Stunde. Dann gibt's was zu essen, für die, die in der Pause bis 19.30 Uhr nicht nochmal heimfahren wollen. Um halb acht geht's weiter mit Lobpreis. Dann wird Wolfhard uns wieder das Wort bringen.
Am Sonntag um 10.30 Uhr spricht er noch einmal.

Der Herr wird ihm ein gutes Wort für uns geben.
Ich freu mich.

Donnerstag, 8. November 2012

Wenn du keine Lust zu beten hast, dann...

...hast du die Erhörungen der Vergangenheit schon wieder vergessen.
Wenn du nämlich glaubst, erhört zu werden, dann wirst du von ganz allein beten wollen. Du würdest ja Erhörungen verpassen, wenn du's nicht tätest.

Mir geht's dieser Tage so.
Ich erinnere mich unwillkürlich an wunderbare und vielleicht sogar dramatische Erhörungen. Das veranlaßt mich, mehr Zeit im Gebet zu verbringen und mir auszusuchen, wofür ich noch beten könnte. Denn ich glaube, daß Gott mich erhört.

Neulich kam ein junger Mann mit seiner Mutter zu mir. Er war wegen eines hartnäckigen Hämorrhoidenproblems schon operiert worden, doch es war nicht besser geworden, im Gegenteil.
Wir beteten, denn Jesus ist ja als prominenter Heiler bekannt. Ich kann niemanden heilen, Jesus aber kann das. Wir haben Gott in seinem Namen angerufen.
Eine Woche darauf kam der junge Mann wieder und erzählte, daß sein Leiden nun vorbei sei. Er sei geheilt.

Sowas ermutigt mich.

Oder vorletzte Woche die junge Frau, die Hüftschmerzen hatte. Gott bog im Gebet ihr Gestell gerade und die Schmerzen waren verschwunden. Das hat zu ihr gesprochen, denn sie ist noch nicht lange Christ.

Gott ist gut.
Und ich bete jetzt noch 'ne Runde.

"Bittet, und es wird euch gegeben werden. Sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!"
Matthäus 7, 7

Mittwoch, 7. November 2012

Bronco Bamma


"Aufziehende Wolken mit Wind, doch kein Regen, so ist ein Mann, der mit trügerischem Geschenk prahlt."
Sprüche 25, 14

Der neue Präsident der USA ist gewählt.
Er ist ein Mann, dessen Vater mehrere Frauen hatte.
Nein, es ist nicht der Mormone Mitt Romney. Dessen Vater hatte nur eine.
Es ist...
...Bronco Bamma, (wie ihn ein etwas verwirrtes kleines Mädchen dieser Tage nannte).


Obama hat eine zweite Amtszeit zugestanden bekommen. Mit nur zwei bis drei Millionen Stimmen mehr (von ca. 106 Millionen), ging's denkbar knapp aus für ihn. 49% der Amerikaner haben ihn nicht gewählt, 50% jedoch taten's.

Daß es so knapp wurde--und er auch noch gewann...
Ich kratze mich am Kopf.
Denn laut Umfragen halten die meisten Amis ihr Land für unterwegs in die falsche Richtung.

Bronco Bamma legte auch nie einen Plan für die nächsten vier Jahre vor, sondern verübte monatelang wüsteste Anschläge auf den Charakter seines Herausforderers. (Seine Freunde ließen sich das rund 2 Milliarden (!) Dollar kosten. Print- und Funk-Medien sind sowieso hoffnungslos für ihn eingenommenen).

Doch was hat der nun seit vier Jahren im Amt weilende Präsident geleistet?
An jedem Tag seiner Amtszeit gab es weniger Arbeitsplätze als an jedem Tag unter seinem Vorgänger. (Das heißt, netto wurden in seinen vier Jahren weniger Jobs geschaffen, als abgebaut wurden).

Das Wirtschaftswachstum ist chronisch niedrig, obwohl phantastische Summen in immer neue Konjunkturankurbelungsprogramme flossen.
Statt zu sparen und Schulden abzubauen, schien er entschlossen, die USA durch ein Übermaß an neuen Schulden in den Bankrott treiben zu wollen.

Obama schuf per Executive Order eine Vielzahl neuer Posten, sogenannte Czars, die, obwohl ungewählt, mehr Macht haben als sogar Kabinettsmitglieder. Diese Leute regieren willkürlich per Erlaß.
Wenn zB der Kongreß ein vom Präsidenten vorgeschlagenes Gesetz debattiert und verwirft, dann beauftragt der einfach eine Behörde, die das verworfene Gesetz als behördliche Anordnung erläßt.

In der Libyenfrage hat Obama sich mit UN und Arabischer Liga besprochen, nicht aber den Kongreß um Erlaubnis zum Kriegführen gefragt, (wie Präsidenten das normalerweise tun). Er zog einfach los. Solcherlei Verhalten wurde immer seinem Vorgänger unterstellt. Der hielt sich jedoch an die Regeln.

Obama hat vor einiger Zeit erklärt, er werde die Definition von Ehe als One Man/One Woman rechtlich nicht länger verteidigen.
Ebenso verfuhr er mit bestimmten Teilen der Einwanderungsgesetze, die durchzusetzen er sich einfach weigerte. Sein Justizministerium verklagte sogar den Staat Arizona, weil der (gezwungenermaßen) die Grenzschutz-Aufgaben übernahm, die nach dem Gesetz der Bund zu gewährleisten hat.
Wahnsinn?
Ja natürlich!

Er rammte dem Volk ein allseits unbeliebtes Krankenversicherungsgesetz in den Rachen, wobei er sich vorbehielt, durch präsidiellen Fiat Befreiungen vom Versicherungszwang für Firmen oder Gewerkschaften vornehmen zu können. (Sowas tun normalerweise nur Dritteweltdiktatoren).
Man stelle sich vor, eine Firma ist dem Präsidenten gegenüber kritisch--und schon verliert sie ihre Zwangsversicherungsbefreiung. Das kann im Einzelfall Millionen kosten, was natürlich zu Wettbewerbsnachteilen führt, wenn der Wettbewerber einer Firma befreit bleibt.
Das klingt eher nach Rußland als nach USA.
Doch offenbar ist eine neue Zeit angebrochen.

Mit Romney wurde das alte Amerika verworfen, das der harten Arbeiter, die mit Fleiß und Ausdauer ihr Glück selber schmiedeten und so vom Tellerwäscher zum Millionär aufstiegen, ohne groß auf den Staat und seine Heilsversprechen zu vertrauen.
Obamas Amerika ist das der Klassenkämpfer und Umverteiler. "Wenn du eine Firma hast: Die hast nicht du aufgebaut..." (O-Ton Bronco Bamma).
Amerika wird europäischer.

Ich fürchte, die USA werden unter diesem Präsidenten ärmer werden und weiter an Bedeutung verlieren.
Ich hoffe, ich täusche mich.

Dienstag, 6. November 2012

Schmähungen und Bedrängnisse

"Gedenkt aber der früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart, viel Leidenskampf erduldet habt, als ihr teils durch Schmähungen und Bedrängnisse zur Schau gestellt und teils Gefährten derer wurdet, denen es so erging."
Hebräer 10, 32-33

Formalismus ist etwas, das Gott nicht leiden kann. Wer zB ein Gebet abspult (zB zehn Vaterunser), ohne sein Herz daran zu beteiligen, der hat in den Wind geredet.
Man kann auch prima Traditionen pflegen, wie Kommunion oder Konfirmation, ohne Gott dabei im mindesten mit einzubeziehen.
Wenn nun jemand da nicht mehr mittut, weil er plötzlich ernst macht mit dem Glauben, der wird dann gern geschaßt von den Traditionalisten, die nun gezwungen sind, ihr eigenes Verhalten mal zu hinterfragen.
Das tun nicht alle gern.
Viel lieber schwimmt man unauffällig mit im verheuchelten Strom
So ist die Welt.
Wer erkennt, daß viele kirchlichen Traditionen überhaupt nichts mit der Bibel zu tun haben, und nicht mehr mitmacht, der kann schonmal geschmäht und bedrängt werden.
Das Wort Gottes sagt, daß wir dazu berufen sind, solcherart zu leiden. (Philipper 1, 29).

Doch zum Ausgleich bekommt man von Gott dafür Gnade in Form von Gebetserhörungen und so.
"Denn wie die Leiden des Christus überreich auf uns kommen, so ist auch durch den Christus unser Trost überreich."
2 Korinther 1, 5

Wenn du also als gläubiger Christ darauf verzichtest, deine Kinder taufen, firmieren oder konfirmeren zu lassen, und deswegen angefeindet wirst: Trag's mit  Fassung. Du bist zu solchen Leiden berufen. Das ist nix besonderes. So geht's allen, die entschieden mit Jesus gehen.
(Taufen lassen sollen sich deine Kinder mal selber, wenn sie Kraft eigenen Glaubens eine echte Entscheidung für Jesus getroffen haben).

Apropos: Am 18.11.2012 ist im Gottesdienst Kindersegnung, und zwar nach dem Lobpreis und vor der Predigt. Da segnen wir die neugeborenen oder noch nicht dem Herrn geweihten Kinder und legen ihnen die Hände auf, wie Jesus das tat. Und wir beten für die Eltern. Die brauchen das nämlich mindestens genauso.

Montag, 5. November 2012

Vor der US-Wahl


"Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten."
1 Samuel 8, 18

"Und nachdem er ihn verworfen hatte, erweckte er ihnen David zum König."
Apostelgeschichte 13, 22

Morgen wird in den USA ein neuer Präsident gewählt.
Die meisten deutschen Nachrichtenleute sehen Obama vorn.
Die meisten amerikanischen News People sehen Romney vorn.
Wie's das gibt?
Keine Ahnung.
Vielleicht ist bei beiden der Wunsch Vater des Gedankens.

Das Leib-und-Magenblatt der Demokratischen Partei, die New York Times, vermag es natürlich--mit rein wissenschaftlichen Methoden--genau darzulegen, warum Obama einfach gewinnen muß. Wer in Amerika könnte so blöd sein und den Dings..., dieses Kapitalistenmonster da, zu wählen?

Genauso überzeugend argumentieren zahllose andere, warum Romney einen Erdrutschsieg hinlegen muß. Denn Obama ist nachgewiesenermaßen der unfähigste Präsident aller Zeiten--zumindest seit Jimmy Carter. Obamas Amtszeit war ein Schuß ins Bein. Und wer schießt sich schon sehenden Auges auch noch ins zweite?

Die Wahrheit ist: Morgen wird gewählt. Dann weiß man mehr.

Da alles mit allem zusammenhängt, ist auch für uns wichtig, wer gewinnt.
Ich werde nicht für eine bestimmte Person beten, sondern darum, daß der Herr den Amis seinen "David zum König erweckt."
Ich hoffe natürlich, daß der einen bestimmten Namen hat.

Der über- oder überübernächste Präsident heißt jedenfalls ziemlich sicher Paul Ryan.

Sonntag, 4. November 2012

Was tun am letzten Tag des Lebens?

"Herr, du wäschst meine Füße?"
Johannes 13, 6

Gesetzt den Fall, du wüßtest, daß du morgen sterben wirst.
Was würdest du am letzten Tag deines Lebens tun?
Party machen?
Dich zurückziehen ins Gebet?
Verzweifeln?
Singen?
Bibellesen?
Nochmal ausgiebig deine Lieblingsmusik hören?
Eine dicke, fette "Henkersmahlzeit" zu dir nehmen?
Deine Freunde auf Facebook informieren?
Fernsehen?

Die meisten von uns würden sich vermutlich ziemlich um sich selber drehen, angesichts der Größe des bevorstehenden Ereignisses.

Jesus dagegen hat diese Zeit genutzt, um seine Jünger Demut zu lehren. Er wusch ihnen die Füße, als sie ratschlagten, wer unter ihnen der Größte sei.
Er war der unangefochten Größte unter ihnen und er ließ sich herab und wusch ihnen die Füße.
Er wusch selbst Judas die Füße.
Jesus wollte seinen Nachfolgern damit unbedingt verklickern, daß menschliche Größe in Gottes Sinn mit Dienst (im Sinne von Nutzen für andere) zusammenhängt, nicht damit, allen anderen sagen zu dürfen, was sie tun sollen.

Dieser Sachverhalt war Jesus so wichtig, daß er am letzten Tag seines Erdenlebens und im Wissen um sein gleich beginnendes Leiden, seinen Jüngern diese Lektion lehren wollte.

Es scheint ihm wichtig gewesen zu sein.

"Ich habe euch ein Beispiel gegeben, daß auch ihr tut, wie ich euch getan habe."
Johannes 13, 15

Freitag, 2. November 2012

Eagle and Storm


"Aber die auf den HERRN harren, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht."
Jesaja 40, 31

Das Wort "harren" bedeutet im Hebräischen "zusammenbinden mit."
Wer sich mit dem Herrn zusammenbindet, der hebt ab.
Wie könnte man das machen?

Adler ermüden nicht, weil sie ihre Flügel feststellen und dann den Wind machen lassen. Sie haben sich mit dem Wind "zusammengebunden."
Adler können die Thermik vor Stürmen nutzen, um über den Sturm zu gelangen. Während die Krähen dort von Regen, Blitz und Donner gerupft werden, kreist der Adler über dem Sturm, einfach, weil der Wind ihn ganz von selbst dort hinauf getragen hat. Theoretisch muß er nicht einmal mit dem Flügel schlagen.

Flatterst du noch, oder stehst du schon drüber?

Donnerstag, 1. November 2012

Gott öffnet und schließt Türen

"Dies sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, und niemand wird schließen, und schließt, und niemand wird öffnen."
Offenbarung 3, 7

Viele Menschen leben in der Vergangenheit. Je älter sie werden, desto mehr, scheint es.
Das ist bedauerlich. Denn die Vergangenheit ist nicht länger gestaltbar.
Gestalten kann man nur die Zukunft.
Deshalb ist es gut, mit der Vergangenheit immer mal wieder abzuschließen. Paulus sagt, "Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist." (Philipper, 3, 13).
Denn es ist so:

Gott öffnet und schließt Türen.
Gottes offene Türen kann niemand schließen.

Gottes geschlossene Türen kann niemand öffnen.

Als Adam und Eva aus dem Garten vertrieben wurden, stationierte Gott Cherubim davor, die den Rückweg dauerhaft versperrten. (1 Mose 3, 24).
Die beiden waren gezwungen, Abschied von Eden nehmen. Es gab kein Zurück.

Die Tür war zu.
Sie hatten keine Wahl: Sie mußten hinaus in die Welt, um die zu kultivieren und zu besiedeln. Das war Gottes Plan für sie.

Andererseits waren Paulus und Barnabas nicht aufzuhalten, nachdem sie vom Geist Gottes zu Aposteln gemacht und losgesandt wurden. (Apostelgeschichte 13, 2).
Ihre Tür war nun offen.
Man hat versucht, sie zu steinigen, zu Tode zu prügeln, man hat sie verfolgt, verraten, verkauft und überfallen. (2 Korinther 11, 26). Doch nichts konnte sie stoppen. Sie schrieben Geschichte, weil Gott ihnen eine Tür aufgetan hatte.

Gott tut auch dir Türen auf.
In Galater 6, 9 steht: "Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten."
Deshalb: Stelle dich Gott als bewährt zur Verfügung, damit er dir Türen aufmachen kann.

Einer, der jede Ausbildung immer gleich hinschmeißt, für den wird die Tür zum Meisterbüro nie aufgehen.
Eine kalte, verletzende, rücksichtslose Person wird vermutlich die Tür zu echten Freundschaften nie geöffnet bekommen.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Sandy, Obama und die Ironie

"Vor dem Zusammenbruch kommt Stolz, und Hochmut vor dem Fall."
Sprüche 16, 18

Präsident Obama hat in seiner Nominierungsrede 2008 verkündigt, daß seine Nominierung in die Geschichte eingehen wird als "der Moment in dem der Anstieg des Meeresspiegels sich verlangsamte und der Planet zu heilen begann."

Große Worte.

Nun hat er das Ende seiner Amtszeit erreicht.
Just in diesen Tagen nun umspült ein gigantischer Sturm aus dem Meer den Messias aus Chicago. Wenn der vorbei ist, wird der Planet dort wo er wütete, vermehrt Heilung brauchen.
Ein Abgesang auf die Politik der letzten vier Jahre?
Vielleicht hätte man den Sturm nicht Sandy sondern Barry nennen sollen.

Warum sage ich das?
Wegen der Entwicklung der USA in den letzten vier Jahren:

Arbeitslose: rauf
Jobs: runter
Schulden: mega-rauf, (doppelt soviele angehäuft wie Bush in der doppelten Zeit: eine Billion pro Jahr!)
Vorschriften und Bürokratie: rauf
Inflation: rauf
Preise: rauf
Steuern: rauf
Einkommen: runter
Lebensmittelmarkenempfänger: auf Rekordhoch
Sozialhilfeempfängerzuwachs: ditto
Nationale Sicherheit: runter

(Apropos: Der US-Botschafter in Libyen wurde nicht von einem zornigen Mob, der wegen eines islamkritischen Youtube-Videos tobte, ermordet, sondern durch einen al Qaeda-Terrorangriff.

Es gab überhaupt keinen Mob.
Das Mohammedfilmchen spielte keinerlei Rolle.
Drohnen filmten den siebenstündigen Angriff auf die Botschaft und die US-Regierung sah zu. Nothilfeersuchen aus der Botschaft wurden ignoriert. Möglichen Helfer, wie auf Sizilien stationierte Jäger, wurde ein "stand down" verordnet: sie durfen nicht eingreifen.
Warum stellte Obama wochenlang alles ganz anders dar, bis seine Aussagen unhaltbar wurden?)

Und warum hat er praktisch alle seine politischen Freunde, (Gewerkschaften, usw.), vom Zwang in die geplante nationale Krankenversicherung befreit? Aus Gründen der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit?
Es ist eigenartig, daß diese Dinge oft von denen am schlimmsten mißbraucht werden, die sie ständig im Mund führen.

Zufällige Gedanken vor der Wahl...

Montag, 29. Oktober 2012

Kraft, klarzukommen

"Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung."
Galater 5, 22

Die christliche Gemeinde ist quasi der Obstgarten Gottes.
Er sucht Frucht an den Christen.
Charakterfrucht.

Es gibt neun Teile der Frucht. Umrahmt werden sie von Liebe am Anfang und von Selbstbeherrschung am Ende.
Liebe und Selbstbeherrschung sind sozusagen die Buchstützen der Frucht des Geistes. Sie halten alles zusammen.
Wer Liebe und Selbstbeherrschung draufhat, der ist von Gott universell einsetzbar.
Deshalb sucht Gott nach diesen beiden Dingen in deinem Charakter mehr als nach allem anderen.

Da Gott auf das Leben von Christen Einfluß nimmt, können wir davon ausgehen, daß unsere schwierigen Lebenssituationen zur Lösung vor allem zwei Dinge erfordern: Liebe und Selbstbeherrschung.

Wenn du von Wahnsinnigen umgeben scheinst und stärkste Bedürfnisse nicht befriedigt bekommst, dann helfen dir:
L.... und S............

Wenn du gern unbedingt etwas hättest oder an einer Situation leidest, aber es sich länger nichts tut: Laß los. Vertrau auf Gott. Er schafft in dir L.... und S.......... Das ist eins seiner erklärten Ziele.
Gib dich nicht Sorgen- oder Wutgedanken hin. Besiege sie mit der Selbstdisziplin, die Gott in dir schafft, wenn du ihn drum bittest.
Beschwer dich nicht dauernd bei ihm. (Wenn die Zeit reif ist, geht's schnell).

Bitte Gott um die Kraft, klarzukommen.


Höre, was Jeremia sagt:
"Es ist gut, daß man schweigend hofft auf die Rettung des HERRN." (Klagelieder 3, 26).

Sonntag, 28. Oktober 2012

Erhörst du Gott auch mal?

"Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des Herrn und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Der unschuldige Hände hat und ein reines Herz, der seine Seele nicht auf Falsches richtet und nicht schwört zum Betrug. Er wird Segen empfangen vom Herrn, Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils."
Psalm 24, 3-5

Ziggi Zauder, der Christ und Individualist, suchte einen Parkplatz. Schon seit einer Viertelstunde fuhr er die Autoreihen vor dem Baumarkt auf und ab: Nichts. Kein leerer Fleck.
Da betete er voller Verzweiflung, "Gott! Wenn du mir einen Parkplatz gibst, dann gehe ich in Zukunft sonntags regelmäßig in eine Gemeinde deiner Wahl."
Kaum war das Gebet verklungen, schob sich direkt vor ihm ein Auto rückwärts aus der Parklücke.
Ziggi betete noch einmal und sagte: "Vergiß es, Gott. Ich hab einen Parkplatz gefunden."

Parkprobleme gibt's auch immer wieder im Gelthari-Ring in Geldersheim.
Allerdings nur sonntags.
Früher kommen spart Laufzeit.

Freitag, 26. Oktober 2012

Wieder andere Härte

"Der Ackerbauer, der sich müht, muß als erster an den Früchten Anteil haben."
2 Timotheus 2, 6

Nach einem Soldaten und einem Wettkämpfer stellt Paulus seinem bedrängten Freund Timotheus nun einen Bauern als Vorbild dar.

Bauern waren, in der alten Zeit besonders, Geduldsmenschen.
Vor allem aber sind sie Visionäre.
Sie schmeißen große Mengen Saatgut auf leere Flächen, in der Hoffnung, irgendwann, nach Monaten, Halme, Ähren und Frucht zu sehen.
Vorher müssen sie das Feld bestellen. Das tun sie, in dem sie Pferd/Ochsen/Kamel/Muli oder sich selber vor einen Pflug spannen, den sie dann (oder ihre Frau, wenn sie selber ziehen), in die Erde drücken, um Furchen herzustellen.
Das ist Knochenarbeit.
Das ist langweilige Knochenarbeit.
Die Erde bleibt gleich, die Furchen gleichen sich. Die Anstrengung bleibt gleich.
Höchstens wenn ein Stein zu entfernen ist: Das ist dann die Abwechslung. Auf die man aber gern verzichten würde, denn Steineschleppen ist noch schwerer als Pflügen.

Paulus erwartet von Timotheus die Fähigkeit, sich in visionärer Geduld üben zu können. Er ermutigt ihn, sich nicht auf kurzfristige Erfolge zu konzentrieren, sondern dranzubleiben, weiterhin das zu tun, von dem er weiß, daß es das Richtige ist.

Erfolg, sagte mal ein Weiser, besteht aus 5% Inspiration und 95% Perspiration.

Paulus sah das genauso.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Noch mehr Härte

"Wenn aber auch jemand am Wettkampf teilnimmt, so erhält er nicht den Siegeskranz, er habe denn gesetzmäßig gekämpft."
2 Timotheus 2, 5

Gestern ging's um Soldaten.
Heute geht's um Sportler.

Paulus hat seinen Mitarbeiter Timotheus ermutigt, sich als Wettkämpfer des Herrn im Lauf des Lebens zu sehen.
Wettkämpfer nehmen bewußt Risiken auf sich, einzig und allein aus dem Grund, eine möglichst hohe Plazierung auf dem Treppchen zu bekommen. (Und ein wenig Preisgeld und eine Medaille, und um bewundert zu werden...)

Ich kenne persönlich Ju Jutsu-Wettkämpfer, die, um in eine niedrigere Gewichtsklasse zu kommen, einfach nichts mehr gegessen und getrunken haben. Gesund ist das nicht. Doch einer, von dessen Doktor ich das weiß, wurde so Weltmeister.

Die Jungs, (Mädels weniger), trainieren auf höchsten Niveau, (ich hab zugeschaut), kämpfen wie die Weltmeister, (ditto), schwitzen Sturzbäche, und trinken einfach nichts. Nur um leichter zu werden.

Paulus geht es natürlich nicht um die Praxis, sondern um die innere Einstellung eines Wettkämpfers. Die stehen morgens nicht auf und bemitleiden sich, weil es heute wieder nichts zu gluckern gibt. Die haben ein Ziel: zu gewinnen. Dafür muten sie sich Härten zu.

Hast du auch Ziele?
Was verlangst du dir ab, um sie zu erreichen?

Paulus sagt:
"Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade mir gegenüber ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist."
1 Korinther 15, 10.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Härte

"Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu!
Niemand, der Kriegsdienste leistet, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat."
2 Timotheus 2,3-4

Als Paulus das an Timotheus schrieb, befand er sich im Gefängnis. Nero hatte gerade begonnen, gegen die Christen zu rasen. Alle befürchteten nun, der Wahnsinn könnte aus Rom auf die Provinzen übergreifen. Man wähnte sich auch in Ephesus, wo Tim Pastor war, nicht mehr sicher.
Der Apostel ermahnt Timotheus, der ein ziemlicher Softie war, nicht im Selbstmitleid zu versinken, sondern sich einen Soldaten zum Vorbild zu nehmen.

Soldaten erwarten Probleme.
Probleme sind ihr Leben. Lebensgefährliche Probleme sind ihr Leben.

Soldaten leben für gewöhnlich nicht im Luxus.
Sie rechnen mit Feldbetten und Kantinenfraß.
Sie rechnen damit, bei Tag und Nacht, bei jedem Wetter draußen zu sein.
Sie trinken schonmal Wasser, durch das man zwar nicht durchblickt, das dafür aber extrem nach Chlor schmeckt.

Soldaten rechnen mit Verletzungen.
Sie bilden sich nicht ein, ihr Soldatendasein bestünde nur aus Triumphzügen in der Hauptstadt und der Bewunderung der Mädels. Sie wissen, daß sie in manchen Kreisen extrem unbeliebt sind--und leben damit.

Gerade in charismatischen Kreisen scheinen Christen zu erwarten, daß das Leben quasi ein Rosenbett zu sein hat. Wenn's mal kracht, dann fragen sich diese lieben Treibhaus-Christen, wo denn nun Gott ist und was sie falschgemacht haben?

Nix?

Was, frage ich, fragt sich ein Soldat, wenn's um ihn herum plötzlich zu krachen beginnt?
"Was hat der Herr General bloß gegen mich?" Nichts? Vielleicht ist bloß Krieg?

Man darf sowas nicht persönlich nehmen. Es geht nicht um dich, sondern ums Wort Gottes, das in dir ist, das bekämpft werden soll. Denn in ihm steckt die Kraft, Gottes Reich auf Erden durchzusetzen:


"Der Sämann sät das Wort.
Die an dem Weg aber sind die, bei denen das Wort gesät wird und, wenn sie es hören, sogleich der Satan kommt und das Wort wegnimmt, das in sie hineingesät worden ist.
Und ebenso sind die, die auf das Steinige gesät werden, die, wenn sie das Wort hören, es sogleich mit Freuden aufnehmen,
und sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind Kinder des Augenblicks; wenn nachher Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen entsteht, ärgern sie sich sogleich.
Und andere sind die unter die Dornen Gesäten, es sind die, die das Wort gehört haben,
und die täglichen Sorgen und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht.
Und die auf die gute Erde Gesäten sind jene, die das Wort hören und aufnehmen und Frucht bringen: eines dreißig- und eines sechzig- und eines hundertfältig."
Markus 4, 14-20

Dienstag, 23. Oktober 2012

Direkte Rede: Wer darf?


"Laßt uns aber die Wahrheit reden in Liebe."
Epheser 4, 15

Manch einer sagt gern die ungeschminkte Wahrheit. Er ratzt und fatzt und kommt gleich zur Sache.
Doch die Qualifikation dafür, diese Art der Rede im Mund zu führen, ist Liebe.
Die Liebe liebt nicht nur die Wahrheit, sondern auch den, an den sie gerichtet ist.
Wie schon Mary Poppins sagte: "A little bit of sugar makes the medicine go down."
Denn ohne Liebe kann die Wahrheit destruktiv sein.
Manchmal schweigt die Wahrheit auch, weil man sie nicht hören will.

Gott segne jeden, der hörende Ohren hat.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Accidental Church


"Von jenseits der Ströme Afrikas werden sie mir meine Anbeter, meine zerstreute Schar, als Opfergabe darbringen."
Zephanja 3, 9-10

Manche von Gottes Erntefeldern sind reifer als andere.
Afrika ist derzeit reif wie nie.
Folgende Begebenheit zeigt das:

Am 28. Januar 1992 hatten zwei Pastoren in einem Auto auf dem Land in in Tansania einen Frontalcrash mit einem anderen Auto, das fünf Personen transportierte. Die beiden Pastoren Moor und Karoli blieben unverletzt. Die Insassen des anderen Autos jedoch schon. Einer schwer. Den transportierte man ins Krankenhaus, wo man sein Leben rettete.
Karoli und Moor beteten für die anderen Verletzten. Niemand starb.
Die Zusammengelaufenen sahen interessiert zu, wie die Pastoren Traktate verteilten und über ihren Glauben sprachen. Einer der Prediger blieb zwei Tage vor Ort, um auf einen Abschleppwagen zu warten, während der andere per Anhalter heimfuhr und einen organisierte. Während der 48 Stunden kamen andere Christen dazu, sowie ein weiterer Pastor, der vom Unfall gehört hatte. Zusammen führten sie 14 Leute zu Jesus.
Nach zwei Wochen gründeten sie genau dort eine neue Gemeinde und nannten sie Kanisa la Ajali. Swahili für Unfall Kirche.

Wie war das nochmal mit Mist und Dünger...?

Samstag, 20. Oktober 2012

Hope, the Depri-Cure

Der Westen ist materiell reicher als je zuvor.
Innerlich jedoch nicht.
Der durchschnittliche 30jährige ist 10x wahrscheinlicher depressiv als sein Vater und 20x eher als sein Großvater. Rund 10% der Menschen sind klinisch depressiv. 15% von ihnen werden Selbstmord begehen, egal wie reich sie sind.

Das anerkannt wirksamste Mittel gegen Depression ist Hoffnung.
Wird es wieder besser?
Der Depri sagt nein.
Der Christ sagt ja.
Gott sagt:
"Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen."
(Hebräer 13, 5; 1. Mose 28, 15; 5. Mose 31, 6; Josua 1, 5; 1. Chronik 28, 20).

Freitag, 19. Oktober 2012

Entropie-Umkehr

Studenten der Thermodynamik haben beobachtet, daß alles im Universum vom Zustand der Ordnung zum Zustand der Unordnung fortschreitet.
Die entstehende "Unordnung" nennt man in Fachkreisen Entropie.

Ich habe neulich ein altes Buch--ehemaliger Bibliotheksbestand--als Antiquariatsstück verkauft und verschickt. Der Empfänger hat sich dann gewundert, daß es Gebrauchsspuren und Wasserflecken hat, und der Buchblock in drei Teile zerfallen war. (Ich hatte das Buch in genau diesem Zustand vor Jahren erworben). Neu ist anders.
Aus neu wird alt.
Etwas beginnt vollkommen und verfällt.
Entropie in Aktion.

Wissenschaftler sagen nun, daß dieser Gesetzmäßigkeit auch das ganze Universum unterworfen ist. Sie schließen daraus, daß das Universum ganz am Anfang, im Moment seiner Entstehung, absolut vollkommen gewesen sein muß, damit es nun überhaupt Stück für Stück verfallen kann.
Wie kam dieses vollkommene Universum in Existenz?
Durch den Urknall.
Doch woher kam dessen Energie?
Darüber schweigt die Wissenschaft.
Die Bibel aber nicht:
"Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde." (1 Mose 1, 1).
In Vers 2 lag die Entropie-Eigenschaft des Universums schon vor:
"Und die Erde war wüst und leer."
Vers 3 spricht bereits von der Entropie-Umkehr:
"Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht."

Gott ist nicht der Entropie-Verursacher. "Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens." (1 Korinther 14, 33). Für "Teufel" hingegen steht im griechischen Urtext der Bibel das Wort "diabolos", was wörtlich übersetzt "Durcheinanderwerfer" bedeutet.
Gott hat es sich vielmehr zur Aufgabe gemacht, die Welt von der Entropie des diabolos zu befreien.

"Das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarwerdung der Söhne Gottes.
Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden - nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat - auf Hoffnung hin, daß auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit  [Entropie] freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt." (Römer 8, 9-22).

Wie schaut ein Universum aus, in dem keine Unordnung mehr möglich ist?
Der Hausfrau wird's gefallen.




Mittwoch, 17. Oktober 2012

Nervst du dich noch?

"Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne."
2 Korinther 12, 9

In diesem Vers spricht Paulus über seinen "Pfahl im Fleisch", von dem er gern gehabt hätte, daß der von ihm genommen werde.
Doch Gott sagt ihm sozusagen: "Deine Unvollkommenheit an dieser Stelle ist nicht weiter tragisch. Ich kann und werde dich benutzen, auch wenn deine Unzulänglichkeit ziemlich offenbar ist. Ich bin nicht unzulänglich. Und wenn die Leute sehen, wie die Kraft Gottes durch eigentlich unzulängliche Leute fließt, dann verherrlichen sie mich und nicht dich. Das wiederum nimmt dem Pfahl die Macht, dich zu quälen."

Diese Antwort hat die Einstellung von Paulus zu sich und seinen Unvollkommenheiten nachhaltig verändert. Statt sich darüber zu beklagen, daß er bestimmte Dinge einfach nicht draufhat, rühmt er sich dieser "Schwachheiten", weil der Christus in ihm eben doch effektiv ist."
Und das war er tatsächlich.
Paulus hat das Richtige getan, als er so reagiert hat.

Nervst du dich noch, oder schaust du schon auf Jesus?

Dienstag, 16. Oktober 2012

Hängende Kreuze


"Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach."
Lukas 9, 23

Das wohl populärste Schmucksymbol der Welt ist das Kreuz, vor allem als Anhänger. Es hängt an mehr Hälsen als vermutlich sonst etwas, auch um den von Nichtchristen.

Das ist schon eigenartig, wenn man bedenkt, daß das Kreuz ein Hinrichtungswerkzeug war. Kein Mensch käme auf die Idee, sich einen kleinen Galgen oder ein Henkerbeil an den Hals zu hängen. Zu makaber. Mit Kreuzen macht man das. Denn die Bedeutung des Kreuzes hat sich radikal geändert. Es wurde vom Symbol des Todes und der totalen Niederlage zum Symbol der Auferstehung Christi, des Sieges über den Tod, und damit der Unbesiegbarkeit.

Meine Frage lautet nun:
Hängt das Kreuz an dir, oder hängst du am Kreuz?

Jesus sagt nämlich, wenn man so siegreich sein will wie er, dann muß man sein Kreuz täglich aufnehmen und ihm folgen.
Das Kreuz aufnehmen bedeutet, sich selber ein wenig zu sterben, dh seinen Launen, Bedürfnissen und Vorlieben nicht ständig nachzugeben, sondern sich zurückzunehmen und die nun freigewordene Energie in Tätigkeiten zu investieren, die sich erst nach einiger Zeit auszahlen.
Dazu gehört beispielsweise die Beziehungspflege.
Wer einem anderen hilft, ein Ziel zu erreichen, (indem er ihm einen Gefallen tut), der hat diese Zeit zwar nicht für sich genutzt, aber er hat sie nicht verloren.
Er hat sie investiert.
So wie Jesus.