Samstag, 15. Juni 2019

Justitia: Dienerin der Herrscher?

"Ein König gibt durch das Recht dem Land Bestand, (aber wer nur Abgaben erhebt, zerstört es)."
Sprüche 29,4.

Schon 2017 habe ich von einem Richter am OLG Koblenz gelesen, der in einer Urteilsbegründung sagte, „Zwar hat sich der Betroffene durch seine unerlaubte Einreise in die Bundesrepublik nach Paragraf XY strafbar gemacht… Die rechtsstaatliche Ordnung der Bundesrepublik ist in diesem Bereich jedoch seit rund eineinhalb Jahren außer Kraft gesetzt, und die illegale Einreise ins Bundesgebiet wird momentan de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt.“
Ich bin nicht gegen Asyl. Ich halte das Recht auf Asyl sogar für außerordentlich wichtig. Doch um die Asylproblematik geht es hier nicht. Hier hat ein Richter festgestellt, dass die Regierung gewisse Gesetze einfach außer Kraft gesetzt hat.
Kann die das?
Ich dachte mir damals, warum greift da kein Staatsanwalt ein? Die sind doch dafür da, Rechtsbrüche zu ahnden. Warum sorgt die Polizei nicht für die Durchsetzung des Rechts? Warum macht kein Richter denen Beine?
Wenn Trump einen Präsidialerlass unterschreibt, kommt regelmäßig irgendein amerikanischer Bundesrichter aus Honolulu oder sonstwo daher und erlässt eine einstweilige Verfügung dagegen—an die sich der Präsident dann hält! Solange, bis das Oberste Gericht die einstweilige Verfügung wie gewohnt abweist.
Und bei uns?
Da beschließt die Regierung, Recht außer Kraft zu setzen, und niemand muckt auf.
Wie gesagt: Mir gehts hier nicht so sehr um Asyl als vielmehr ums Prinzip. Denn wenn die Regierung heute dieses Gesetz außer Kraft setzt, dann kann es morgen schon ein anderes sein. Etwa die Paragrafen zur Meinungsfreiheit. Oder Redefreiheit. Oder Versammlungsfreiheit.
Ich habe ein wenig nachgeschaut und festgestellt: Die Justiz in Deutschland ist gar nicht unabhängig, wie ich bisher dachte. Staatsanwälte sind vielmehr weisungsgebunden. Wenn sie einen Gesetzesbruch verfolgen wollen, aber ihr Vorgesetzter spricht sich dagegen aus, dann müssen die die Füße still halten.
Ich fühle mich in eine Bananenrepublik versetzt.
Doch möglicherweise ist Besserung in Sicht, dem EuGH sei Dank. (Dabei ist der eigentlich selber ein problematisches Konstrukt, da hier ausschließlich Ausländer über Inländer richten).
Denn in einer großen Zeitung für den Öffentlichen Dienst lese ich diese Woche auf Seite 1 einen Artikel mit der Schlagzeile „Nicht unabhängig genug.“
Worum gehts?
Der Gerichtshof in Luxemburg hat entschieden, dass deutsche Staatsanwalten keine ausreichende Unabhängigkeit von der Regierung aufweisen.
Die haben es also auch gemerkt.
Der Generalanwalt des EuGH wurde auf Bestreben der obersten Gerichte Irlands tätig.
Die Konsequenz?
Deutsche Staatsanwaltschaften dürfen vorerst keinen Europäischen Haftbefehl mehr ausstellen. Weil die Gefahr einer Einflussnahme durch Mitglieder der Exekutive, etwa des Justizministeriums, besteht.
Deutsche Staatsanwaltschaften gelten daher nicht als Justizbehörden im Sinne des EU-Rahmenbeschlusses 2002/584/JI.
Wer hätte das gedacht?
Die deutsche Justiz muss dringend unabhängig werden. Viele Probleme hätten wir dann gar nicht. Wenn die EU dies durchsetzt, dann ziehe ich den Hut. Dann hätte die Umverteilungsmaschine mal einen echten Mehrwert produziert.

"Ihr wißt, daß die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben. Unter euch wird es nicht so sein, sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein." (Matthäus 20,25-26).

Mittwoch, 12. Juni 2019

Eine Mentalitätsfrage

"Ihr wißt, daß die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben. Unter euch wird es nicht so sein, sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein."
Matthäus 20,26-27.

In Europa greift gern der Staat ein, um die Welt zu verbessern. Diejenigen, denen die staatliche Weltverbesserung nicht geheuer war, wanderten einst nach Amerika aus. So haben sich zwei verschiedene Kulturen herausgebildet. In einer Region geht die Initiative vom Staat aus, in der anderen vom Bürger.
Besonders gut zu erkennen ist dies an der Reaktion auf die Datensammelwut großer Konzerne.
In Deutschland kam die schwere Hand des Staates zum Einsatz, und so hat sich mit der sogenannten DSGVO ein regulierungsbegeisterter Politiker aus Sw-H. profiliert. Ihretwegen muss nun jeder, der in irgendeiner Form Daten „sammelt“, vom Tante-Emma-Laden bis zum Internetkonzern, genau begründen warum und offenlegen, was er mit diesen Daten macht, er muss ellenlange Erklärungen abgeben, einen Datenbeauftragten benennen, usw. Wie zu erwarten, hat die DSGVO zu großer Verunsicherung und vielen Millionen an Rechtsberaterkosten geführt. Seit ihrer Einführung sind zahlreiche ausländische Zeitungen im europäischen Netz nicht mehr aufrufbar. Warum sollten die sich auch wegen irgendeines bescheuerten Allerwelts-Cookies, das sie zu erwähnen vergaßen, verklagen lassen?
Der Verlust ist unserer.

Den Amis schmeckt die Datensammelwut auch nicht. Doch die setzen nicht auf den Staat, dessen Regelungswut stets zu unbeabsichtigten Konsequenzen führt, sodass zum Schluss der Schaden größer ist als der Nutzen. Vielmehr wehren sich die Verbraucher dort mit Antidatensammelapps wie z.B. Privacy Pro oder Antitrackerbrowsern wie Brave, (vom Erfinder von Java Script, den Mozilla einst weggemobbt hat, weil er in Familiendingen eher christliche Werte vertritt).
Geht auch.
Kostet weniger, bindet weniger Arbeitskraft und führt nicht zu lästigen grauen Grabtüch Bändern auf Webseiten, die darauf hinweisen, dass diese Webseite Cookies benutzt. Mit diesen Bändern hat sich ein Politiker ein Denkmal gesetzt.
Ein grausliges.
Da gibt es bessere Lösungen.

"Macht ihn frei und laßt ihn gehen!" (Johannes 11, 44. Jesus über den in Grabtücher eingewickelten Lazarus).

Sonntag, 9. Juni 2019

Der Heilige Geist, dein Partner

"Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand, (Partner), geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit."
Johannes 14, 16.

In Lukas 5 predigt Jesus vom Boot des Petrus aus den Volksmengen am Ufer des Sees Genezareth.
Danach fordert er Petrus auf, hinauszufahren aufs Wasser und sein Netz zu einem Fang hinabzulassen, obwohl es mitten am Tag und somit nicht die Zeit fürs Fischefangen ist.
Petrus zickt ein wenig, doch dann gehorcht er.
Prompt fängt er so viele Fische, dass das Netz zu reißen beginnt. Hektisch ruft er seine Freunde Johannes und Jakobus im anderen Schiff herbei, damit die ihm beim Bergen des Fangs helfen.
Petrus war von den Socken.
Jesus und Petrus waren hier Partner. Petrus hat Jesus sein Boot zur Verfügung gestellt. Er hat ihm bei der Verfolgung seiner Ziele geholfen. Nun revanchiert sich Jesus und hilft dem Fischer beim Erreichen seiner Ziele. Er segnet ihn so sehr, dass Petrus wiederum Partner braucht, um den Segen zu bewältigen, so groß war dieser Segen.
Es ist prima, wenn man Jesus im Boot hat.
Und es ist prima, wenn man tatkräftige Partner hat. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen Mitarbeitern im CGZ und allen Online-Unterstützern).
Jesus ist heute nicht mehr körperlich bei uns. Doch Gott hat uns nicht als geistliche Waisen zurückgelassen. Er hat uns an Jesu Stelle den Heiligen Geist gesandt. Der ist nicht so handlich wie Jesus und er ist nicht so leicht zu verstehen, (weil er eben kein Mensch ist), aber er handelt genauso, wie Jesus an seiner Stelle handeln würde: Wenn wir ihm unser Boot zur Verfügung stellen, dann wird auch er uns segnen, and you better be ready wenn der Segen kommt. Denn der wird es in sich haben.
Welchen Segen lässt du dir entgehen? Wie könntest du Jesus, bzw. seinem Geist, dein Boot zur Verfügung stellen? (Er nimmt es dir nicht weg, er braucht es nur ab und zu).

"Ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden." (Johannes 16,7).

Donnerstag, 6. Juni 2019

Gott ist ein Sämann

"Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte."
Matthäus 13,24.

Gott ist ein Sämann.
Das ist wichtig zu wissen.
Denn wenn du Gott um einen Baum bittest, dann kann es sein, dass er dir statt eines Baumes ein Samenkorn in die Hand drückt. Wenn du ihn um Wohlstand bittest, dann sagt er möglicherweise: Erwirb dir Bildung.
Wenn Paulus in Galater 6,7 sagt, "Was ein Mensch sät, das wird er auch ernten", und in Vers 9 fortfährt mit, "Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten", dann spricht er auch von Bildung und der Entwicklung von Fähigkeiten.

In dir liegen Potenziale, von denen du nichts ahnst. Du kannst und bist viel mehr, als du momentan mit dem nackten Auge siehst.
Adam war ein Mann.
Doch er war gleichzeitig ein Samenkorn.
In ihm lagen alle Menschen, (inklusive Eva), und damit alle menschlichen Gesellschaften und ihre Kulturen, Sprachen, Gesetze, Bauwerke, Kunstwerke, Erfindungen, usw. bereits vor. Ohne ihn gäbe es nichts von alledem und die Welt wäre ein einziger Urwald.

Jesus war ein Samenkorn, das bereit war zu sterben, um danach umso mehr Frucht zu bringen. In ihm war die christliche Gemeinde in all ihren Ausformungen bereits angelegt. Niemand konnte sie aufhalten. Und sie wird weiter wachsen.

Bitte den Herrn, dass er deine Potenziale entfaltet.
Wer weiß? Vielleicht liegt in dir ja eine Meisterköchin verborgen oder ein prima Holzschnitzer. Oder ein Schwarzgurt in Karate oder ein Erstliga-Fußballspieler. Oder ein Erfinder unwiderstehlicher Mausefallen und anderer nützlicher Dinge. Oder ein Autor von Büchern, die viele Leute lesen wollen. Gott hat dich durchaus mehrdimensional angelegt.
Wir werden uns in Ewigkeit weiterentwickeln.

"Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden." (1 Johannes 3,2).

Dienstag, 4. Juni 2019

Der krasse Unterschied

"Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden."
Lukas 8,48.

Meine Frau und ich haben heute E. H. Im Krankenhaus besucht.
Sie wurde am Freitag rund acht Stunden lang operiert, wobei ein tischtennisballgroßer Gehirntumor entfernt wurde. Nach der OP war sie bei klarem Verstand und am Sonntag hat sie auch das Bett schon wieder verlassen. Wir saßen heute im Foyer des Krankenhauses und haben uns ein wenig unterhalten. Sie hat uns unterhalten. Momentan hat sie eine verwegene Frisur.
Dass es ihr so gut geht, ist nicht selbstverständlich, sondern eine Gnade des Herrn.

Was mich zu einem anderen Fall bringt:
Neulich zeigte mir meine Frau die Todesanzeige eines Mannes, noch keine vierzig, den ich einmal gekannt habe, als er noch klein war. Auch als Jugendlicher ist er mir ein paar Mal in der Gemeinde begegnet. Seine Familie hat der Wind verweht. Nun ist er tot.
Sehr bedauerlich.
(Und Gottes Trost seinen Angehörigen).
Einmal, als er so um die 20 war, ist er gestolpert—mit beiden Händen in der Hosentasche. Er fiel aufs Gesicht und musste für längere Zeit ins Krankenhaus.
Und dann ist da E. Z., eine liebe Frau, die beständig mit Gott geht, und die neulich mit dem Kopf voraus die Treppen hinunterfiel, mit den Zähnen auf einer Stufe aufschlug und mit dem Kopf an die gegenüberliegende Wand prallte.
Und die dann aufstand, heimging und einen Kuchen buk.
Ihre Zähne sind makellos und selbst die, von denen der Zahnarzt gesagt hatte, sie wären tot, leben wieder, (sagt der Zahnarzt jetzt). Sie hat der Gemeinde am Sonntag berichtet.
Natürlich war das eine schmerzhafte Angelegenheit und die Gehirnerschütterung war auch nicht angenehm. Doch insgesamt gehts ihr sehr gut und überhaupt nicht den Umständen entsprechend.
Ähnlich wie E. H.
Kein Vergleich zu dem bedauernswerten jungen Mann.
Es zahlt sich eben doch aus, beständig mit dem Herrn zu gehen.

"Denn er bietet seine Engel für dich auf, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen." (Psalm 91,11).

Donnerstag, 30. Mai 2019

Das Letzte, was Jesus auf Erden tat

"Er führte sie aber hinaus bis gegen Betanien und hob seine Hände auf und segnete sie. Und es geschah, während er sie segnete, schied er von ihnen und wurde hinaufgetragen in den Himmel. Und sie warfen sich vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude."
Lukas 24, 50-52.

Heute ist Himmelfahrt (und Vatertag), daher mal ein Gedanke dazu:

Das Letze, was Jesus vor seiner Himmelfahrt auf Erden tat, war, seine Jünger zu segnen. Und "während er sie segnete", wurde er hinaufgetragen in den Himmel.
Es ist ein unauslöschlich in ihr Gedächtnis gebranntes Bild, das sie vom auferstandenen Christus haben: Er, mit Segensgeste. Wenn sie an Jesus und seinen Abschied denken, denken sie automatisch auch an seinen Segen.
Es ist, als würde er immerfort segnen.
Das ist prophetisch, denn er segnet seine Jünger tatsächlich noch immer.
Auch uns.

"Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben." (Lukas 12, 32).

Freitag, 24. Mai 2019

Gedanken zur Europawahl 2019

"Ich habe erkannt, mein Gott, daß du das Herz prüfst, und an Aufrichtigkeit hast du Gefallen."
1 Chronik 29,17.

Demnächst sind ja Europawahlen. Die Völker der EU sind aufgerufen, ein Parlament zu wählendas streng genommen gar keines ist. Denn es kann keine Gesetze beschließen, noch übt es das Königsrecht eines Parlaments aus: die Kontrolle über die Staatsfinanzen.
Es repräsentiert auch überhaupt keinen Staat.
Zudem ist das Prinzip „Ein Mann, eine Stimme“ außer Kraft gesetzt. Denn die Stimme eines Malteser oder Luxemburgers zählt zig-mal so viel wie die eines Deutschen.
Trotzdem es sich also um ein lupenreines Mickymausparlament handelt, werde ich wählen gehen.
Was wählen?
Gute Frage.
Ich habe mich da ein wenig umgeschaut, aber festgestellt, dass praktisch keine Partei wirklich auf meiner Linie liegt. Von den meisten fühle ich mich regelrecht verschaukelt.
Eine hiesige bürgerliche Bundestagsabgeordnete, die zur Europawahl ermutigt, schreibt, es gehe um die Zukunft Europas. Ein starkes Europa sei wichtiger denn je.
Jaja, Europa.
Denke ich an die EU, muss ich unfreiwillig an den torkelnden Juncker denken, (Ischias!), den die Presse deckt, wie seinerzeit die Affären des Präsidenten Kennedy.

Ich habe den Eindruck, wenn Politiker über die EU reden, dann sind sie nicht immer aufrichtig.
Die EU sei seit mehr als 70 Jahren Garant für Frieden und Freiheit, schreibt meine Abgeordnete, und für Wohlstand, für die Achtung der Menschenrechte, für Sicherheit und Stabilität.
Nun ja.
Garant für Frieden und Freiheit, Sicherheit und Stabilität in Europa ist seit 70 Jahren nicht die EU, (solange gibt's die noch gar nicht), sondern die US-Armee. Sie hat auch in beträchtlichem Umfang zum Wohlstand beigetragen, da sich die Deutschen kein teures Militär mehr leisten mussten, sondern ihr Geld in den Ausbau des größten Sozialstaats der Geschichte stecken konnten. Gegenwärtig funktioniert laut "Behörden Spiegel/Sicherheit und Verteidigung" kein einziges der sechs deutschen U-Boote. Keiner der neuen A400-Transportflieger ist einsatzfähig. Dito jeder zweite der 200 deutschen Panzer.
Mit einem solchen Material sichert man weder Frieden noch Freiheit. Und Sicherheit und Stabilität gewährleistet man damit auch nicht. Wie gut, dass es die NATO gibt.

Große Errungenschaft sei auch, im Urlaub ohne Zusatzgebühren telefonieren zu können.
Hm. 
Mache ich wie Müllers Vieh: Selten oder nie.
Aber gut. Ich bin ja nicht Europa. Andere telefonieren vielleicht mit Begeisterung ohne Zusatzgebühren über die Grenze.
Weitere Errungenschaft: Der Wegfall der Zölle! Und natürlich der grenzenlose Handel.
Ich mag Zölle auch nicht. Allerdings erhebt die EU schon noch Zölle. Sie erhebt zum Beispiel höhere Zölle auf Waren aus den USA, als die USA auf europäische Waren. (Ich lass mir was schicken, und muss dann 19 % Zoll dafür bezahlen! Trifft mich jedesmal). Wenn dann der US-Präsident sagt, senkt eure Zölle oder wir erhöhen unsere auf euer Niveau, dichtet ihm die Presse gleich die Zerstörung des Freihandels an. Ganz aufrichtig ist das nicht.

Noch ein Wort zum Handel:
Die gemeinsame europäische Währung ermöglicht uns Deutschen, unsere Waren billiger zu verkaufen, als sie eigentlich sein dürften. Andererseits zwingt der Euro unsere Nachbarländer dazu, ihre Waren teurer zu verkaufen, als sie eigentlich müssten.
Wir können nicht aufwerten und die können nicht abwerten.
Das bedeutet auch, unser Geld ist in Deutschland weniger wert und damit unsere Kaufkraft geringer, als sie sein müsste.
Wir verkaufen zwar viele Waren ins Ausland, doch wir leihen unseren ausländischen Kunden auch das Geld, um sich damit unsere Waren zu kaufen. Mittlerweile sind die Schulden, die das Ausland bei uns hat, so groß, dass sie vermutlich nie zurückbezahlt werden. Auch das gehört zum grenzenlosen Handel in Europa.

Und wenn man zehn Jahre lang null Zinsen aufs Sparbuch bekommt, aber mit 2 % Inflation leben muss, dann hat man am Ende der zehn Jahre 20 % weniger Geld auf dem Sparbuch—der Staat hingegen hat 20 % weniger Schulden. (Hat gerade jemand "Währungsreform" gedacht? Ganz recht. Das ist es.)
Ich vermute, mit der Mark und der Vorbildfunktion der Bundesbank für die anderen europäischen Zentralbanken wären wir besser gefahren. Hat früher prima funktioniert.

Die großen Herausforderungen unserer Zeit seien Migration und Klimaschutz, die lassen sich nur grenzüberschreitend lösen. Europa sei dabei nicht das Problem, sondern die Lösung.
Zuerst zum Klima:
Seltsamerweise kommen die Klimawissenschaftler Chinas bei gleicher Datenlage zu vollkommen anderen Ergebnissen als die Hofklimatologen Europas. Die Chinesen glauben, der sogenannte Klimawandel sei eine zu vernachlässigende Größe, auf jeden Fall keine Krise, und planen und bauen hunderte neuer Kohlekraftwerke, während Deutschland quasi im Alleingang das Klima retten will und offenbar beabsichtigt, sogar aus der Grundlastfähigkeit auszusteigen. (Das bedeutet, dass elektrische Energie bei uns in wenigen Jahren nur noch sporadisch zur Verfügung stehen wird. Und die schönen neuen E-Autos werden mangels E die meiste Zeit nur rumstehen. Wenn's denn so kommt und die Politik nicht doch vorher umsteuert. Die ideologisch unverdächtige Netzagentur verhandelt dem Vernehmen nach bereits mit dem Ausland, um den künftigen deutschen Strombedarf befriedigen zu können).
Sollte sich das Klima wirklich ändern, sollten wir uns anpassen und nicht versuchen, Klimagott zu spielen. Dass alles nur am CO2 hängen soll, klingt für mich sowieso verdächtig nach Verschwörungstheorie.

Bei der Migration hilft wirklich nur noch Fluchtursachen bekämpfen.
Was sind diese Fluchtursachen?
Nun, einerseits das Wissen im Kopf der "Flüchtenden", dass absolut jeder, mit oder ohne Pass, Geld, Bildung oder krimineller Vergangenheit nach Deutschland kommen kann. Und zweitens die Rundum-Vollkaskoversorgung des Sozialstaats, mit der jeder Ankömmling für den Rest seines Lebens rechnen darf. Diese Fluchtursachen sollte man sofort abstellen.
Doch stattdessen hat die Bundesregierung auf UN-Ebene still und heimlich den sogenannten Migrationspakt vorangetrieben. Frau Merkel selbst spricht mittlerweile von Resettlement Migration, also der Umsiedlungsmigration. Unsere Regierung denkt gar nicht daran, da umzusteuern. Die lösen das Demographieproblem durch Umsiedlung. Dass die erste Generation nicht unwesentlich aus Analphabeten besteht, ist dabei egal. 
Diese Planer denken in Generationen. 
Dabei übersehen sie jedoch, dass sich ethnische oder religiöse Blöcke nicht einfach so ins bestehende Volk einfügen. Blickt man in die Geschichte, ging das nie ohne gewaltige Reibungsverluste ab. Die Ägypter versklavten und töteten schließlich die einst auf persönliche Einladung des Pharao zugewanderten Israeliten, die sich auch nach Jahrhunderten nicht integriert hatten, bis Israel geschlossen zurückwanderte nach Kanaan, wo es einst hergekommen war. Die Europäer einer anderen Generation versuchten gar, die großen Mengen jüdischer Zuwanderer durch Genozid loszuwerden. Heute unterstützen sie wiederum die Feinde des Staates der überlebenden Juden mit enormen Finanzmitteln.
Doch zurück zum Thema.
Es ist nicht die EU, die die Migration einhegt, sondern es sind die verschrieenen Nationalstaaten, die ihre Grenzen geschlossen haben und so verhindern, dass unsere Sozialsysteme durch die ungebremste illegale Zuwanderung völlig überfordert werden. Mam muss ihnen dafür danken.

Man dürfe nicht Neinsagern, Nationalisten, Populisten und Extremisten unseren Kontinent überlassen, so unsere Abgeordnete weiter.
Nun, das Gegenteil von Neinsager, (Jasager), brauche ich auch nicht unbedingt. Ich halte eine belastbare eigene Meinung schon für wichtig.
Apropos Jasager.
Bei den Vereinten Nationen werden mehr Resolutionen gegen Israel eingebracht als gegen jedes andere Land. Meistens stimmt die Bundesregierung mit den Gegnern Israels. Man betrauert die ermordeten Juden und stimmt eifrig gegen die lebenden. Die FDP fand die Verteufelung Israels nicht so gut und brachte im Bundestag einen Antrag ein, künftig bei den UN nicht mehr ständig mit den Feinden Israels gegen den Judenstaat zu stimmen.
In meinen Augen eine löbliche Sache.
Wie wurde abgestimmt?
CDU/CSU, SPD, Linke und Grüne stimmten fast geschlossen GEGEN diesen Antrag.
Auch unsere wackere Abgeordnete.
Nur die FDP und ausgerechnet die AfD stimmten praktisch geschlossen dafür.
Die AfD ist gegen Israelschikane und die etablierten Parteien sind dafür.
Ich bin perplex.

"Bei der Europawahl entscheiden wir, welches Europa wir wollen."
Nun, ich möchte keinen Superstaat à la Heiliges Römisches Reich. Wer die Geschichte kennt, weiß, dass sich diese Herrschaftsform nicht bewährt hat. Vielmehr sind die unter vielen Mühen aus diesem Reich entstandenen Nationen staatstechnisch ein großer Fortschritt gewesen.
Und wenn wir für die Parlamente Quoten einführen, etwa eine Frauenquote o. ä., dann sind wir auf dem Weg zurück zum Ständeparlament: Irgendwann gibt's dann Quoten für alles mögliche.
De Gaulles "Europa der Vaterländer"mit freiestmöglichem Handel ist besser als die Vereinigten Staaten von Europa, in denen zusammengejocht ist, was nicht zusammengehört. Wir brauchen keine EUdSSR, denn auf eine solche liefe es wohl hinaus. Ich bin grundsätzlich für eine eingehegte Regierung mit abgezählten Rechten, die sich um innere und äußere Sicherheit kümmert und den Bürger ansonsten in Ruhe lässt, und nicht für den allmächtigen Staat, der den Bürger von der Wiege bis zur Bahre betüttelt und drangsaliert.
Aber wer bin ich schon?
(Ein Wähler).

"Wenn die Gottlosen aufkommen, verbirgt sich der Mensch [und geht ins innere Exil]; aber wenn sie umkommen [oder abgewählt werden], werden die Gerechten zahlreich." (Sprüche 28,28).

Donnerstag, 23. Mai 2019

Schadenfreude?

"Vor dem Verderben kommt Stolz, und Hochmut vor dem Fall."
Sprüche 16,18.

Mir läuft die Zeit davon. Mein eigentlicher (länglicher) Artikel wurde nicht fertig und gar nichts posten wollte ich auch nicht. Also poste ich ein Gedicht, das mir neulich beim Rasieren zugefallen ist.
Hier ist es:

Emilie im Hochzeitskleid
flog in die Jauchegrube
Ich vergaß
gar nicht gescheit
die gute Kinderstube
ich lacht', dass sich der Balken bog
ich lachte nicht mehr als ich flog
in dieselbe Grube

Große Literatur, nicht wahr? ;-)

"Ein fröhliches Herz: ein ständiges Festmahl." (Sprüche 15,15).

Sonntag, 19. Mai 2019

Pastor X war oho! Aber die Predigt gibt's nicht

"Wenn die Welt euch haßt, so wißt, daß sie mich vor euch gehaßt hat."
Johannes 15, 18.

Pastor X aus dem Morgenland hat gut gepredigt. Doch er hat darum gebeten, die Predigt nicht öffentlich zu machen, da ihn ein böser Wicht in seinem Land verklagt hat, er würde Mo slem s zum Christentum bekehren. (In seinem Land kommen Leute schon für weniger ums Leben). Diese Person greift in ihren Anklagebemühungen auf veröffentlichtes Material von Pastor X im Internet zurück. Das enthalten wir ihr hiermit vor.
Stattdessen steht eine meiner Mittwochspredigten online. Sie hat den Titel "Wichtigkeit der Verkündigung" und ist wichtiger, als sich der Titel anhört.

Die Pastor X verfolgende Person weiß nicht, worauf sie sich eingelassen hat. Denn es steht geschrieben: "Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen." (Hebräer 10, 31). Und sie verfolgt nicht Pastor X, sondern seinen Chef, Jesus. Der warf einst Saul von Tarsus aus dem Sattel und warnte ihn: "Es ist hart für dich, gegen den Stachel auszuschlagen." (Apostelgeschichte 26, 14).
Im AT sind die Begriffe Tod und Stachel eng miteinander verbunden. Zu den Erlösten sagt Gott in Hosea 13, 14: "Wo sind, o Tod, deine Dornen? Wo ist, o Totenreich, dein Stachel?" Für die anderen gilt der zweite Teil des Satzes: "Mitleid ist vor meinen Augen verborgen."
Selbst gestandene römische Kaiser sind in Folge der Verfolgung echter Christen schon elendiglich krepiert. (Nero, Diokletian, Galerius...). Der Herr wird da auf kleinere Lichter auch keine große Rücksicht nehmen.
Das Gegenstück gilt allerdings auch:

"Und wenn jemand einem dieser Geringen nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn gewiß nicht verlieren." (Matthäus 10, 42).

Samstag, 18. Mai 2019

Pastor X aus Baquistan im CGZ

"Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen."
Kolosser 3, 8.

Morgen wird Pastor X, (Name geändert), aus einer weiter entfernten Region des Morgenlands im Gottesdienst um 10.30 Uhr zu uns sprechen.
Da seine Landsleute nicht alle nett sind und ihm schon mal hinterherspionieren, um ihm, wenn er wieder daheim ist, Probleme zu machen, nachdem er in Deutschland war, erfahren wir seinen Namen erst morgen, wenn er sich vorstellt. Die Predigt stellen wir auf der Homepage online, auf ein Video verzichten wir.

Mittwoch, 15. Mai 2019

Gebet + verklärende Power

"Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen."
Markus 9,1.

Es gibt nicht wenige Theologen, die behaupten, die obige Verheißung habe sich nie erfüllt. Alle, die damals bei Jesus standen, seien gestorben, ohne das Reich Gottes in Kraft kommen zu sehen haben.
Das ist aber nicht korrekt.
Denn gleich im nächsten Vers nimmt Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich allein auf einen hohen Berg, um zu beten.
Der Sohn zog sich zurück und nahm sich Zeit für den Vater.
Dort wurde er vor ihnen umgestaltet. Seine Kleider wurden glänzend weiß, sehr weiß, wie kein Walker auf der Erde weiß machen kann. Dann erschien ihnen Mose mit Elia, die sich mit Jesus unterredeten.
Mose symbolisiert Gott den Vater, denn durch ihn kam das Gesetz.
Der Prophet Elia symbolisiert den Heiligen Geist, denn er ist ein geistbewegter Prophet.
Der Sohn Gottes sitzt zwischen ihnen.
Alle drei besprechen das Erlösungswerk in Jerusalem.
Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die drei Jünger das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen—wenn auch nur für einen Moment.

Während Jesus im Gebet den Himmel erlebte und drei seiner Apostel auf Bergeshöh die Herrlichkeit Gottes sahen, plagten sich die übrigen Jünger unten im Tal mit Teufeln herum. Ein Vater hatte seinen fallsüchtigen Sohn gebracht, den zu heilen sie nicht imstande waren. Die Schriftgelehrten und Besserwisser in der großen Volksmenge stritten deswegen mit ihnen.
Jesus kam vom Berg herab und löste den Fall.
Seine Jünger fragten ihn später im Haus, „Warum haben wir ihn nicht austreiben können?“ Sie hatten schließlich schon jede Menge Erfahrung in diesen Dingen und waren in der Vergangenheit durchaus erfolgreich gewesen.
Jesus entgegnete, „Diese Art kann durch nichts ausfahren als nur durch Gebet.“ Jedenfalls nicht durch Streit mit "Schriftgelehrten."
Es zahlt sich eben aus, sich Zeit fürs Gebet zu nehmen.

Das Ritual des Gebets ist es natürlich nicht, was Jesus gemeint hat. Vielmehr ging es ihm um die Begegnung mit dem Vater durch Bibellesen und Gebet. Uns wird im Gebet vermutlich nicht Mose mit Elia erscheinen, oder Petrus oder Paulus. Doch Mose und Elia stehen für das Gesetz und die Propheten, aus denen das Alte Testament besteht. Jesus hat sich demnach mit der personifizierten Thora, (dem AT), besprochen. Wir begegnen Petrus und Paulus, indem wir Ihre Briefe lesen. Und wenn Gott uns etwas Spezielles mitteilen will, dann kommt die Herrlichkeit auch zu uns ins Haus.

"Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung." (Jakobus 5,16).

Samstag, 11. Mai 2019

Im Einklang mit der Natur leben?

"Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen worden, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, daß auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes."
Römer 8, 20-21.

Elstern gehören nicht zu meinen Lieblingsvögeln. Sie sind laut, unverschämt, treten bandenweise auf und terrorisieren kleinere Vögel.
Sie sind Nesträuber.
Sie pflaumen in der Luft schon mal einen Bussard an. Dabei will der brave Mäusejäger doch nur seine Kreise ziehen. (Beim Grifftöter Habicht mit seinen Killerkrallen würde sie sich das nie trauen). Außerdem sind sie Diebe.
So hat es mich nicht übermäßig interessiert, dass ein fleißiges Elsterpaar hoch in einem Baum einen Reisigkobel errichtet hat, ein schwarzes, knorriges Kugelnest, wie Elstern es halt so bauen. Dann haben sie sich vermehrt—dann aber wurde es spannend.
Elstern sind Rabenvögel. Sie sind nicht klein. Doch es gibt größere Rabenvögel. Den Kolkraben zum Beispiel, unseren größten Singvogel. Der ist fast so groß wie ein Bussard, nur nicht so gemütlich.
Eines Tages fiel mir nämlich ein großer schwarzer Schatten auf, der um das Elsternest herumschwirrte. Es war ein solcher Rabe. Die beiden Elstern, denen das Nest gehörte, keckerten und schimpften und attackierten zaghaft. Doch der Rabe, der einen größeren Schnabel hat als eine Elster, blieb hart. Mit bräsiger Entschlossenheit wehrte er die kämpfenden Eltern ab und flog immer wieder zum Kobel, wo er sich am Inhalt bediente. Kamen die Eltern angepfiffen, ließ er sich behäbig auf einen niedrigeren Ast fallen und wartete. Er hatte scheinbar alle Zeit der Welt. Und Hunger.
Dann saß er wieder auf dem Nest und fraß, während ihn die Elstereltern in respektvoller Entfernung ausschimpften.
Eine dritte Elster kam herbeigeflogen, setzte sich auf einen Ast und gaffte. Eingegriffen hat sie nicht. Ging sie ja auch nichts an. Irgendwann flog der Gaffer wieder weg. Dann flog der Rabe weg und dann die beiden nunmehr kinderlosen Eltern. Dieses Jahr wurde es nichts mit ihrer Brut. Weil ein Rabe Hunger hatte.
Seitdem pfeift der Wind durchs leere Nest.
Neulich hat sich allerdings ein Turmfalke den geplünderten Kobel angeschaut. Dieser Falke im braunen Gewand und mit grauem Stoß ist etwas kleiner wie eine Elster. Prompt kam wie aus dem Nichts eine solche daher und scheuchte den Falken davon. Der ließ sich auf keinen Streit ein und ging. Doch neulich saß er wieder auf dem Kobel und keine Elster kam, um ihn zu verscheuchen. Manchmal braucht man eben einfach nur ein wenig Geduld...

Wer zurück will zur Natur, der hat in Wirklichkeit keine Ahnung.
Im Einklang mit der Natur zu leben, bedeutet in der Realität, auf das Recht des Stärkeren zu rekurrieren. In der Natur setzt sich nun mal der Größere mit dem längeren Schnabel durch. Konzepte wie Gnade oder Barmherzigkeit gibt's hier nicht. Für die menschliche Gesellschaft ist das suboptimal.

Freitagabend war es sonnig und warm, und so habe ich mich ein wenig auf einen hölzernen Turm an einen malerischen Waldrand gesetzt, wo ich mir ohne abgelenkt zu werden ein paar Gedanken machte. Als es zu dämmern begann, steckte ich mein Buch weg und griff zum Feldstecher, denn ein posierender Hase lud mich ein, ihn durchs Glas zu studieren. Wildtiere haben eine lässige Eleganz, über die ich mich immer wieder freue. Form und Funktion sind da eine brillante Verbindung eingegangen. Und das soll Zufall sein?
Ein wenig später hüpfte mit langen Sätzen ein seltsames Eichhörnchen auf den Schotterweg, wo es witternd verharrte.
Das war gar kein Eichhörnchen. Dazu war es nicht rot genug.
Das war ein Baummarder mit braunem Fell und gelbem Kehlfleck, (im Gegensatz zum Steinmarder, der Autos annagt, grau ist und einen weißen Kehlfleck hat). Baummarder leben im Wald, im Gegensatz zu den anderen, die sich nachts gern im Oberstübchen von menschlichen Behausungen als Poltergeist betätigen.
Es war der erste Baummarder meines Lebens.
In Zeitlupe brachte ich den Feldstecher an die Augen und schaute, doch da flüchtete sich das possierliche Tierchen auch schon wieder ins Unterholz. Blöd, dass die so scheu sind.
Als es schon dunkel wurde, wanderte keine drei Meter links von mir ein knallroter junger Rehbock aus dem Wald, überquerte den Weg und naschte von der dortigen Hecke ein paar Knospen. (Rehe sind Feinschmecker). Dann zog er äsend über die Wiese...
Als es dunkel war, fuhr ich wieder heim.
Der Abend war überhaupt nicht langweilig.

Eines Tages wird die Natur wieder so sein, wie Gott sie sich ursprünglich gedacht hat. Doch noch sind wir nicht so weit. In der Zwischenzeit müssen wir uns arrangieren, denn wir haben es mit einer gefallenen Natur zu tun. Die will beherrscht werden. Romantisches Gedöns führt da nicht weiter.

"Und ein Sproß wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais.
Und er wird den Gewalttätigen schlagen mit dem Stab seines Mundes.
Und der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim Böckchen lagern."
(Aus Jesaja 11,1-6).

Mittwoch, 8. Mai 2019

"Bibelkommentar Band 6: Jakob und Esau" erschienen!

"Einst kochte Jakob ein Gericht. Da kam Esau vom Feld, und er war erschöpft."
1 Mose 25, 29.

Heute ist nunmehr mein eBuch über Jakob und Esau erschienen, Band 6 in der Reihe "Bibelkommentar." Es ist erhältlich auf Amazon, und zwar hier:

Bibelkommentar Band 6: Jakob und sein Bruder Esau.

So ab Mitte Juni sollten die Bücher dieser Reihe auch bei Google, Apple und für Tolino, usw. erhältlich sein. (Auf manche hat Amazon noch ein Exklusivrecht, das aber ausläuft).

Für Genesis, (1 Mose), sind noch zwei dieser hochkonzentrierten Bücher geplant, eines über Jakob, (der lebt am Ende des vorliegenden Bandes noch), und Josef, und eines über Josef und seine Brüder. Dann fassen wir alle Bände zusammen und drucken diesen Volksbibelkommentar.

Viel Spaß beim Lesen.

"Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Reichs der Himmel geworden ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt." (Matthäus 13, 52).

Montag, 6. Mai 2019

Manche Menschen sollen dich nicht mögen


"Seid nicht bekümmert, und werdet nicht zornig auf euch selbst, daß ihr mich hierher verkauft habt! Denn zur Erhaltung des Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt."
1 Mose 45,5.

Bestimmte Menschen, die dich nicht mögen, hat Gott in dein Leben gesetzt.
Klingt furchtbar, nicht?
Stimmt aber.
Gott mutet uns manchmal Härten zu, wenn dies nötig ist, um einen bestimmten Segen herbeizuführen. Gott ist jedoch kein Schinder, sondern die Liebe in Person. Deswegen muss dir selbst der Hass zum Segen werden.

Hätten die Brüder Josephs ihn nicht gehasst, hätten sie ihn nicht nach Ägypten verkauft.
Wäre er dort nicht bei Potiphar gelandet, hätte ihn dessen Frau nicht verleumdet.
Hätte sie ihn nicht verleumdet, wäre er nicht im Gefängnis gelandet.
Wäre er nicht im Gefängnis gelandet, hätte er den Mundschenk des Pharao nicht kennengelernt.
Hätte er den nicht kennengelernt, hätte der nicht den Pharao für Josef begeistert.
Wäre der Pharao nicht von Josef begeistert gewesen, hätte der ihn nicht zum Herrscher Ägyptens gemacht.
Wäre Josef nicht Herrscher Ägyptens gewesen, wäre seine Familie verhungert. (Seine Brüder waren in der Zwischenzeit in sich gegangen und bereuten ihre Tat zutiefst).

Hätte Saul David nicht gehasst, wäre Sauls Sohn Jonathan der nächste König geworden, denn der war der Thronfolger. David hätte ihm diese Position nie streitig gemacht.

Hätten die Hohepriester Jesus nicht beneidet, dann hätten sie ihn nicht an die Römer überliefert.
Wenn die Römer ihn nicht gekreuzigt hatten, dann hätten wir kein Erlösungswerk. Nun aber haben wir eins und Jesus sagt, "Ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen." (Johannes 12,32).

Wäre Paulus beim Gemeindegründen nicht auf so viel Widerstand gestoßen, hätte er nicht so oft fliehen müssen.
Wäre er nicht so oft geflohen, hätte er weniger Gemeinden gegründet.
Hätten ihn seine Hasser nicht einsperren lassen, gäbe es seine Briefe nicht.

Du wirst immer irgendwelche Zeitgenossen, Kollegen, Verwandten, Nachbarn, usw. haben, die eine Herausforderung sind. Sag zu ihnen, (vielleicht nicht direkt ins Gesicht): "Auch du musst mir zum Segen werden!" 
Denk dran: Saulus fiel vom Pferd und stand als Paulus wieder auf. 
Der Verfolger wurde zum Verkündiger. 
Für Saulus wurde gebetet. ("Herr, wirf ihn vom Pferd! Mach ihn unschädlich. Überführe ihn. Gib ihm ein schlechtes Gewissen! Mach ihn zu deinem Werkzeug." Irgendwie sowas.)
Was machst du mit deinen Saulussen? Hilfst du ihnen, Paulusse zu werden?

"Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören." (Jesaja 59,1).

Freitag, 3. Mai 2019

Heilende Erkenntnis

"Mein Sohn, auf meine Worte achte, meinen Reden neige dein Ohr zu! Laß sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens! Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch."
Sprüche 4, 20-22.

"Hallo lieber Herr Hoinle, liebes Team

Ich bin vor kurzem auf ihre Predigten in youtube gestoßen und habe seither immer ein besseres youtube Programm als vorher ;-)

Vielen Dank fürs Hochladen

Besonders diese Predigt hat einen großen Veränderungsschub in Beziehung zu meinen Brüder und Schwestern in meiner Gemeinde geführt
(3 Phasen einer Beziehung)

Eigentlich hat sich mein Herzproblem nach Erkenntnis dieser Tatsachen dieser Predigt in Luft ausgelöst…preis den Herrn dafür!!!! Ist das nicht ein Wunder? (Die Ärzte konnten mir dazu nichts sagen…)

Alles Gute und reichlich Gottes Segen für Dich und Eure Arbeit!

Liebe Grüße


P.V., Österreich"

Per Email.

"Mehr als alles, was man bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens." (Sprüche 4, 23).

Dienstag, 30. April 2019

Maria die Palme

"Der Gerechte wird sprossen wie die Palme, wie eine Zeder auf dem Libanon wird er emporwachsen."
Psalm 92,13.

Maria Prean ist mittlerweile 80, kommt aber lebendiger rüber als so manche 60-jährige.
Das macht der Geist des Glaubens, der in der Frau lebt.
Wir hatten einen wunderbaren Gottesdienst mit ihr.

In Psalm 92 wird der Gerechte mit einer Palme verglichen.
Die Palme ist ein ganz besonderer Baum.
Wenn ein Orkan über eine Fichte hinweggefegt, dann entwurzelt er sie unweigerlich. Denn Fichten haben Tellerwurzeln. Diese Wurzeln sind flach und gehen nicht tief in den Boden hinein, sondern liegen vielmehr wie ein Teller dicht unter der Oberfläche. Wenn sich viele Fichten zusammenschließen und einen Wald bilden, bilden ihre Wurzeln eine Matte. Sie sind so etwas widerstandsfähiger gegen den Wind, doch orkanfest sind sie auch so nicht, wie jeder Waldmüller weiß.
Christen sind glücklicherweise keine Fichten.
Eichen geht es besser im Sturm. Denn Eichen haben Herzwurzeln. Sie halten stärkere Winde aus als Fichten. Doch wenn der Orkan stark genug bläst, dann wirft er auch sie um, bzw. bricht sie ab.
Christen sind keine Eichen.
Christen sind Palmen.
Palmen sind elastisch. Der Wind kann noch so wehen, die Palme biegt sich einfach mit. Notfalls legt sie sich fast flach auf den Boden. Wenn dem Orkan die Puste ausgeht, was unweigerlich irgendwann passiert, dann richtet sie sich einfach wieder auf und produziert weiter fröhlich ihre Kokosnüsse.
An eine solche Palme erinnert mich Maria, die uns von so manchem Sturm erzählt hat. Die Stürme sind weitergezogen, sie ist immer noch da.
Bemerkenswert.

"Die gepflanzt sind im Haus des HERRN, werden grünen in den Vorhöfen unseres Gottes. Noch im Greisenalter gedeihen sie, sind sie saftvoll und grün." (Psalm 92,14-15).

Freitag, 26. April 2019

Maria Prean im CGZ

"Grüßt Maria, die viel für euch gearbeitet hat!"
Römer 16, 6.

Am nächsten Sonntag, dem 28. April 2019, spricht Maria Prean aus Imst in Tirol im Christlichen Glaubenszentrum. Der Gottesdienst beginnt wie immer um 10:30 Uhr.

Bekannt in Stadt und Land ist Maria eine der populärsten Sprecherinnen im deutschsprachigen Raum. Darüber hinaus leitet sie das Missionswerk Vision für Afrika und tut in Uganda viel Gutes.
Wir freuen uns auf sie.
Denn Frauen können sehr wohl in Gemeinden dienen:

"Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, die eine Dienerin der Gemeinde in Kenchreä ist, damit ihr sie im Herrn aufnehmt, der Heiligen würdig, und ihr beisteht, worin immer sie euch braucht, denn auch sie ist vielen ein Beistand gewesen, auch mir selbst." (Römer 16, 1-2).

Mittwoch, 24. April 2019

Blutiges Ostern

"Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag. Wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden. Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat."
Römer 8,36-37.

Mehr als 350 Christen aus zwei katholischen Kirchen und einer evangelischen Freikirche, sowie einigen Hotels, fielen an Ostern mohammedanischen Mordbuben zum Opfer. Die Ermordeten sind repräsentativ für alle Christen, und wurden mit voller Absicht am höchsten Fest der Christenheit gemeuchelt. Die christliche Gemeinschaft der ganzen Welt sollte sich angesprochen fühlen.

Die Ziele lagen diesmal auf der Insel Sri Lanka, die eigentlich für Gewalt zwischen Hindus und Buddhisten, bzw. Tamilen und Singhalesen bekannt ist. 26 Jahre lang tobte dort der Bürgerkrieg.

Hiesige Pressevertreter wiegeln sofort ab und behaupten, der Terror hätte mit dem Islam überhaupt nichts zu tun; das übliche Blabla. Überhaupt  habe Jesus gesagt, „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“
Nun hat Jesus dies tatsächlich gesagt—im Hinblick auf die römischen Soldaten, die in der Tat nicht wussten, wen sie da ans Kreuz nagelten. Üblicherweise richteten sie Mörder und Räuber hin, keine Unschuldigen.
Die Mörder von Sri Lanka wussten jedoch ganz genau, was sie taten. Ihnen einfach so Vergebung zuzusprechen, zeugt von einem oberflächlichen Verständnis der Theologie von Schuld und Vergebung. Vergebung bekommt man nur, wenn man vorher umkehrt, seine Taten bereut und um Vergebung bittet.
Gott vergibt nicht einfach so.
Sünde hat immer Konsequenzen. Hätte sie keine, würde dies manche Sünder in ihrer Sündhaftigkeit regelrecht bestärken.
Die Mörder von Ostern sind am ehesten mit Judas Ischariot zu vergleichen. Der kannte Jesus genau und verriet ihn trotzdem und lieferte ihn mit voller Absicht denen aus, die ihn töten wollten. Über ihn sagte Jesus, „Wehe aber jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen überliefert wird! Es wäre jenem Menschen gut, wenn er nicht geboren wäre.“ (Markus 14,21).
Selbiges gilt auch für die Christenmörder von Sri Lanka.

"Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen." (Hebräer 10,31).

Sonntag, 21. April 2019

Ostern vom Teufel?

"Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passahmahl mit euch zu essen, ehe ich leide."
Lukas 22, 15.

"Pastor! Ostern ist heidnischen Ursprungs. Ostara war eine heidnische Fruchtbarkeitsgöttin. Wir sollten kein Ostern feiern, sondern Passah!"

Also.
Ostern heißt in den meisten Sprachen bis heute Passah, Paques, Pasqua, Pascua, usw. denn wir feiern an Ostern keine heidnische Göttin, sondern die Auferstehung Christi, dessen Kreuzigung zur Zeit des Passahfestes stattfand. Das Blut des geschlachteten Passahlammes schützte Israel vor dem Engel des Todes in Ägypten, der dort die Erstgeborenen schlug. In gleicher Weise schützt uns das Blut Christi ganz allgemein vor dem Tod.

Der erste, der das Wort Ostern, (Eostra), benutzte, war im achten Jahrhundert der "Ehrwürdige Beda", seines Zeichens englischer Benediktiner und Historiker. Was es ursprünglich bedeutete, ist heute umstritten. Vielleicht bezog es sich auf eine unbekannte, bei Beda schon verschollene Göttin. Vielleicht kommt es von Austro, Morgenröte, denn viele Christen ließen sich früher am Auferstehungstag bei Sonnenaufgang taufen. Klar ist nur: Das Wort kam aus dem Angelsächsischen zu uns. (Der legendäre Germanen-Missionar Winfried Bonifatius war bekanntlich Engländer aus der Grafschaft Devon; er brachte es mit).
Ich sehe im Gebrauch dieses Wortes kein Problem. Jeder weiß, was damit gemeint ist, (trotz Hasen und Eiern, die immerhin Gott geschaffen hat). Wer nun behauptet, wir würden an Ostern einer Fruchtbarkeitsgöttin huldigen, den könnten die Leute für verwirrt halten. Es gibt wichtigeres.

"Christus aber ist gekommen als Hoherpriester, ...mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen und hat uns eine ewige Erlösung erworben." (Hebräer 9, 11-12).

In diesem Sinne: Frohe Ostern.

Samstag, 20. April 2019

Full House im Karfreitagsgottesdienst

"Mußte nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit hineingehen?"
Lukas 24,26.

Drei freikirchliche Gemeinden und weitere Gruppen haben sich in diesem Jahr zusammengetan und an einem neutralen Ort einen gemeinsamen Karfreitagsgottesdienst abgehalten.
Schön wars.
Der Saal war zwar schon reichlich bestuhlt, es mussten jedoch noch weitere Stühle herbeigerollt und aufgestellt werden. Zum Schluss war die Halle voll.
Unsere ausgezeichneten Musikmitarbeiter aus dem CGZ haben einleitend Musik gemacht.
Eine professionelle Pianistin aus der BGS, (bzw. China), hat den Flügel sehr gekonnt zum klingen gebracht.
Sieben Sprecher haben die sieben Worte Jesu am Kreuz ausgelegt. Und hinterher gab's Kaffee und Kuchen.
Schön, dass viele doch Besucher mitgebracht haben. Nicht zuletzt für die hatten wir diesen Gottesdienst ja geplant.

"Ihr wißt, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken." (1 Petrus 1,18-19).

Donnerstag, 18. April 2019

Verdammte Wundertäter?

"Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter."
Matthäus 7,22.

„Pastor, wer ist in der obigen Schriftstelle gemeint, wen spricht Jesus an?“

Er spricht "Übeltäter" an, die er "niemals gekannt" hat, also keine Christen, die weissagen oder sonst in den Geistesgaben wirken. Natürlich nicht.
Wen meint er dann?
Jesus spricht von den Esoterikern seiner Zeit, die aus Gott ein Geschäftsmodell gemacht haben. Ein Beispiel dafür sind die sieben Söhne des Skevas in Apg 19, 15, die in Ephesus versucht haben einen Geist aus einem Besessenen auszutreiben. „Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt!“
Und was sagte der so beschworene Geist?
„Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich. Aber ihr, wer seid ihr?“ (Vers 15).
Nicht einmal der Teufel kannte sie.
Ein anderes Beispiel ist Simon der Zauberer aus Apg 8, 10, von dem die Samariter sagten, "Dieser ist die Kraft Gottes, die man die große nennt." Als der sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sagte, „Gebt auch mir diese Macht, daß der, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt!“ (Vers 19).
Und was sagt Petrus zu diesem generösen Angebot?
„Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du gemeint hast, daß die Gabe Gottes durch Geld zu erlangen sei! Du hast weder Teil noch Recht an dieser Sache, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott. Tu nun Buße über diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob dir etwa der Anschlag deines Herzens vergeben werde! Denn ich sehe, daß du voll bitterer Galle und in Banden der Ungerechtigkeit bist.“ (Apostelgeschichte 8,20-23).
Wann hat je ein Evangelist so mit einem frisch Bekehrten gesprochen?
Bei diesem war diese Strenge jedoch offensichtlich angebracht.
Die fromme Tradition überliefert, dass Simon der Gemeinde später noch alle möglichen Schwierigkeiten gemacht hat. Ihm verdanken wir auch das Wort "Simonie". Es bezeichnet das Kaufen von geistlichen Ämtern, was unzählige Bischöfe, Kardinäle und Päpste im Lauf der Kirchengeschichte mit großer Begeisterung getan haben. Sie waren allesamt nicht viel besser als eben dieser Simon.
Im Alten Testament finden wir Bileam, einen echten Propheten, der seine Seele verkauft hat und zum Wahrsager abstieg. (4 Mose 22). Als Josua das Land Kanaan einnahm, kam auch er zu Tode. (Josua 13,22).
Solche Leute meinte Jesus.

"Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe." (Matthäus 7,15).

Mittwoch, 17. April 2019

Kuchen für Karfreitag

"Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens."
Apostelgeschichte 2,46.

Übermorgen ist es soweit: Da findet uns übergemeindlicher Karfreitagsgottesdienst im rustikalen Haus Open Door in der Ernstsachsstraße 95 in Schweinfurt statt. Drei Gemeinden, ein sozialer Dienst und eine Gebetsinitiative arbeiten einträchtig zusammen. Obendrein ist Gerhard K., ein geisterfüllter Pfarrer i. R. der lutherischen Landeskirche, der viel Gutes für das Reich Gottes in Schweinfurt getan hat, einer der Sprecher. (Gerhard hat einst zu Kittels wichtigem "Theologischen Wörterbuch zum Neuen Testament" einen Artikel beigesteuert, was ich einst beim Lesen eben jenes Wörterbuchartikels herausfand).

Nun ist es so:
Hinterher soll es ja noch Kaffee und Kuchen geben.
Da bräuchten wir noch zwei Kuchen.
Erklärt sich da jemand spontan bereit, einen beizusteuern? Das wäre schön.
Einfach mitbringen (und eine Viertelstunde vor 16:00 Uhr kommen).
Vielen Dank.

"Laßt uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens." (Galater 6,10).

Montag, 15. April 2019

Ändert Gott seine Meinung?

"Paulus nahm sich IM GEIST vor, nachdem er Mazedonien und Achaja durchzogen habe, nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Nachdem ich dort gewesen bin, muß ich auch Rom sehen."
Apostelgeschichte 19,21.

Bin am Sonntag mit meiner Predigt nicht ganz fertig geworden. Schiebe deshalb hier noch einen Gedanken nach: Ändert Gott seine Meinung?

Es ist nämlich so:
Als sein gewaltiges Werk in Ephesus beendet war und Paulus neue Ufer suchte, suchte er den Herrn und nahm sich dann im Geist vor, nach Jerusalem zu reisen und danach nach Rom.
Im Geist.
D. h., der Geist Gottes war bei der Entscheidungsfindung entscheidend beteiligt.
Nun ist es aber auch so, dass Paulus, als er dann nach Jerusalem reisen wollte, vom Geist Gottes davor gewarnt wurde: „Der Heilige Geist bezeugt mir von Stadt zu Stadt und sagt, dass Drangsal und Bande auf mich warten.“ (Apostelgeschichte 20,23). In Apostelgeschichte 21,4 kommt Paulus in Tyrus an und bleibt sieben Tage in der dortigen Gemeinde. Die Jünger sagen ihm klipp und klar „durch den Geist, er möge nicht nach Jerusalem hinaufgehen.“
Durch den Geist.
Die Jünger waren nicht einfach nur besorgt, sie sprachen vielmehr im Heiligen Geist und warnten Paulus davor, nach Jerusalem zu wandern.
Hat Gott also seine Meinung geändert?
In Ephesus schickt er ihn nach Jerusalem, in Tyrus warnt er ihn davor, nach Jerusalem zu gehen.
Was ist da los?
Wenn Gott einen Auftrag gibt, dann zieht er ihn doch nicht einfach wieder zurück.
Die Lösung steckt in Apostelgeschichte 20,3.
Dieser Vers findet zeitlich statt, bevor die Warnungen beginnen.
„Als er nach Syrien abfahren wollte, wurde von den Juden ein Anschlag gegen ihn unternommen. Da entschloß er sich, durch Mazedonien zurückzukehren.“
Paulus war also dem Auftrag treu und nach Jerusalem unterwegs und wollte, vermutlich mit einem Pilgerschiff, nach Syrien fahren. Zu den hohen jüdischen Festtagen wie Passah oder Pfingsten, reisten viele Juden per Schiff nach Judäa, um dort zu feiern, und Paulus wollte auf einem von ihnen mitfahren.
Da wurde ein Anschlag auf ihn unternommen!
Anstatt nun auf ein anderes Schiff auszuweichen und trotz des Anschlags nach Jerusalem zu reisen, dreht Paulus um und wandert noch ein weiteres Jahr durch Mazedonien—und wandert damit aus dem Zeitplan Gottes heraus. Es geschah in diesem Jahr des Dienstes offenbar auch nichts Spektakuläres, denn wir lesen nichts davon. In dieser Zeit beginnen vielmehr die Warnungen.
Denn Paulus hat den richtigen Zeitpunkt um ein Jahr verpasst.
Er ist dem ursprünglichen Wort treu und reist allen Warnungen des Herrn zum Trotz zu Pfingsten nach Jerusalem, wo er prompt in Gefangenschaft gerät und viele Schläge einstecken muss. Er hat zwar kurz die Gelegenheit, im Tempel das Evangelium zu bezeugen. Doch vor dem Hohen Rat wird er fast zerrissen und die Römer müssen kommen und ihn retten.
Doch Gott gibt seinen Apostel nicht auf.
In Apostelgeschichte 23,11 heißt es, „In der folgenden Nacht aber stand der Herr bei ihm und sprach: Sei guten Mutes! Denn wie du meine Sache in Jerusalem bezeugt hast, so mußt du sie auch in Rom bezeugen.“
Paulus blieb zwar fünf Jahre im Gefängnis, worüber er gar nicht froh war. Doch er machte das Beste daraus und schrieb viel und erreichte das ursprünglich in Ephesus gesteckte Ziel doch noch. Wenn auch später als gedacht und auf anstrengenden Umwegen.

Denkst du, du hast den Plan Gottes für dein Leben verpasst?
Dann lies den Artikel noch mal. ;)

"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken." (Römer 8,28).

Donnerstag, 11. April 2019

Du hast geträumt. Was nun?

"Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben."
1 Korinther 12,7.

„Pastor, ich habe von einer Katastrophe geträumt, die eine mir namentlich bekannte Person ereilen wird. Ich habe dann gebetet, dass diese Katastrophe nicht passiert.“

Genau.
Stell dir vor, du wärst mit deiner Erkenntnis zu dieser Person gegangen und hättest ihr brühwarm mitgeteilt, was du da geträumt hast. Diese Person würde nunmehr ständig mit dem Schlimmsten rechnen. Das wäre nicht hilfreich.
So wie du das gehandhabt hast, ist es genau richtig. Gott zeigt uns schlimme Dinge, nicht um uns zu unterhalten oder anderen Angst zu machen, sondern damit wir für die betreffende Person beten, sodass die gesehenen schlimmen Dinge nie passieren.
Geschieht in der Bibel ständig.

"So ließ der Herr, HERR, mich sehen: Siehe, einer, der Heuschrecken bildete, als das Spätgras zu wachsen anfing. (Und siehe, das Spätgras ist nach dem Königsmähen). Und es geschah, als sie das Kraut der Erde ganz abgefressen hatten, da sagte ich: Herr, HERR, vergib doch! Wie sollte Jakob [das Volk Israel] bestehen? Es ist ja so klein.
Der HERR ließ es sich gereuen. Es soll nicht geschehen! sprach der HERR." (Amos 7,1-3).

Montag, 8. April 2019

5G: Oweh?

"Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie untertan."
1 Mose 1,28.

In letzter Zeit sind Leute mit Fragen über den neuen 5G-Mobilfunkstandard auf mich zugekommen. Sie machten sich große Sorgen wegen der Strahlung von Sendemasten, die in ihrer Umgebung geplant sind, bzw. wollten meine Meinung zu abenteuerlichen YouTube-Videos, die 5G behandeln, wissen.
Nun ist es so:
Kein Mensch hat bisher bewiesen, dass diese Radiowellen tatsächlich schädlich sind. Elektromagnetische Wellen jeder Länge umgeben uns ständig.
Pastor Lester Sumrall, der in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts im hohen Alter noch ein paarmal Gastsprecher bei uns war, war auch ein christlicher Rundfunkpionier. Er baute einst einen mächtigen Radiosender mit gigantischer Antenne, (70 m im Quadrat oder so), den einzigen auf der Welt, der praktisch genauso stark strahlte wie die Voice of America. Bei seiner Inbetriebnahme hat man dieses superstarke Funksignal an seinem Entstehungsort gemessen—an dem es jedoch von hinten ankam: Das Signal hatte mal eben die Welt umrundet. DAS ist ein Sendemast.
5G, wenn es denn einmal kommt, ist harmlos und versorgt uns mit superschnellem Internet.
Das brauchen wir, wenn wir uns als Industriestandort von der globalen Konkurrenz nicht völlig abhängen lassen wollen. Die benutzen 5G nämlich schon.
Und genau hier kommen Desinformation und Propaganda ins Spiel.
Unsere globalen Konkurrenten haben nämlich keinerlei Interesse daran, dass auch wir superschnelles Internet haben. Die wollen das für sich behalten. Also schüren sie Ängste und machen unbedarften Leuten hierzulande alles mögliche weis, um uns gegen diese Technik einzunehmen. Deutsche sind sowieso eher ängstlich und von daher leichte Beute. Das deutsche Mobilfunknetz ist momentan ein Witz. Und kein witziger. Es gibt Wirtschaftsmächte, die wollen, dass das so bleibt.
Die oben erwähnten abenteuerlichen YouTube-Videos leisten hier einen wichtigen Beitrag. Sie überzeichnen die Gefahren von 5G so grotesk, dass man eigentlich nur lachen kann.
Doch viele nehmen das für bare Münze und denken, sie erhalten hier Geheimwissen, das der Staat und die Rundfunklobby ihnen vorenthalten.
Schaut man aber mal, wer diese professionell gemachten, mit gut deutschsprechenden Moderatoren ausgestatteten Filme produziert hat und klickt sich auf die Webseiten dieser Aktivisten, dann stellt man unweigerlich fest, dass der Westen, allen voran Amerika, an allem Elend der Welt schuld ist und die Russen eigentlich die einzige ernstzunehmende Friedensmacht des Planeten sind, bzw. China der fairste Handelspartner ist, den man sich vorstellen kann.
Natürlich. Und der Mond ist aus grünem Käse.
Die Möglichkeiten zur Beeinflussung sind durch das Internet nicht weniger geworden. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen und abgeklärt reagieren, wenn uns wieder mal jemand ein X für ein U vormachen will. Denn es wird nicht besser werden, allen europäischen Internet-Zensurbestrebungen zum Trotz.

"Prüft aber alles, das Gute haltet fest." (1 Thessalonicher 5,21).

Karfreitagsgottesdienst, 19.4.2019, 16-17 Uhr, an neutralem Ort

"...erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz."
Philipper 2,8.

Weil es ein wenig untergegangen ist:
Am Karfreitag, dem 19.4.2019, findet im Haus Open Door in der Ernstsachsstraße 95 in Schweinfurt ein Karfreitagsgottesdienst statt, und zwar von 16:00 bis 17:00 Uhr.
In der Tradition unseres Weihnachtsgottesdienstes am 24. Dezember.
Eine niederschwellige Angelegenheit also.
Da kann man prima am Glauben interessierte Personen aus dem persönlichen Umfeld mitbringen oder Familienmitglieder, die man breitschlagen davon überzeugen konnte, nicht nur an Weihnachten, sondern auch an Ostern mal "in die Kirche" zu gehen.

Wir haben uns dieses Event in unserer Gruppe "Gemeinsam für Schweinfurt" ausgedacht, die sich für die Einheit der Christen in Schweinfurt stark macht, daher findet es nicht bei uns in der Gemeinde statt, sondern an einem "neutralen" Ort.
Musiker vom CGZ werden eingangs 2-3 Lieder spielen.
Sieben Sprecher werden über die sieben Worte Jesu am Kreuz referieren, (à drei Minuten; das wird spannend).
Eine Pianistin aus der BGS spielt Amazing Grace.
Nach etwa einer Stunde beschließen wir den Gottesdienst mit Gesang und Gebet und widmen uns Kaffee und Kuchen.

Eine prima Gelegenheit zur Evangelisation.

"Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Wege und Zäune und nötige sie hereinzukommen, daß mein Haus voll werde!" (Lukas 14,43).

Donnerstag, 4. April 2019

Die göttliche Sendungsnummer

"Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen habt, und es wird euch werden."
Markus 11,24.

…glaubt, dass ihr es empfangen HABT, (Vergangenheit)
und es WIRD euch werden, (Zukunft).

Man soll nach einem Gebet also glauben, dass man die Erhörung empfangen hat, dann wird man sie bekommen.
Zwischen Gebet und Erhörung liegt eine gewisse Zeitspanne, die Durststrecke des Glaubens.
Was macht man in dieser Zeit, nachdem man gebetet aber noch nicht empfangen hat?
Paulus gibt die Antwort: "Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen MIT DANKSAGUNG eure Anliegen vor Gott kundwerden." (Philipper 4,6).
Und:
Seid "gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid IN DANKSAGUNG." (Kolosser 2,7).
Wir bedanken uns bei Gott, dass wir das Erbetene haben, ohne es zu sehen.
Dann wird es uns werden.

Daniel betete einst und empfing die Erhörung nach "drei vollen Wochen." (Daniel 10).
Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass deine Erhörung unterwegs ist und in einigen Tagen bei dir eintreffen wird? Würdest du dein Anliegen wieder und wieder vor Gott bringen? Würdest du vor ihm jammern und ihn fragen, warum sich denn nichts tue? Ob er dich vergessen habe?
Vermutlich nicht.
Vielmehr würdest du dich zuversichtlich freuen.
Weil du an die Ankunft deiner "Bestellung" glaubst.
Vertraue Gott. (Die biblische Verheißung, die du im Gebet vor ihn gebracht hast, ist deine Sendungsnummer).

"Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, daß er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. Und wenn wir wissen, daß er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, daß wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben." (1 Johannes 5,14-15).

Dienstag, 2. April 2019

Im Wasser

"Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt wegnimmst, sondern daß du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie ich nicht von der Welt bin."
Johannes 17,15-16.

Wasser ist für ein Schiff kein Problem. Schiffe sind für das Wasser gemacht. Schiffe gehen nicht unter wegen des Wassers in dem sie sich befinden. Sie heben sich mit der Flut und sinken mit der Ebbe. Wenn die Wellen rollen, dann rollen sie mit. Macht ihnen gar nichts.
Schiffe sinken nicht wegen des Wassers um sie herum.
Schiffe gehen unter wegen des Wassers IN ihnen.
Da ist es dann egal, wie groß oder klein sie sind, Titanic oder Tretboot, sie versinken.
Dasselbe gilt für Christen: Egal wie groß das Elend um sie herum ist, und wenn es sie wie Wasser umgibt, Gottes Gnade ist stärker. Wenn der Wind ihnen entgegen ist, dann kreuzen sie eben gegen den Wind und kommen voran.
Problematisch wird es erst, wenn wir die Haltungen, Anschauungen und Überzeugungen der Welt in uns hineinlassen und weltlich handeln. Wenn wir Hoffnungslosigkeit und Kleinglauben Raum geben. Dann gehen wir unter wie Petrus, der auf dem Wasser ging, aber sein Augenmerk auf den Sturm richtete. Jesus zog ihn aus dem Wasser und rettete ihn.
Falls sich Kleinmut und Verbitterung in dir breitmachen wollen: Bitte Gott um Vergebung. Dann vertraue ihm, dass er dein Boot an die richtige Stelle fährt. (Petrus kam so zu einigen wirklich guten Fischzügen). Und schau nicht mehr so traurig. Gott ist für dich. Wer sollte dich untergehen lassen können?

"Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?" (Römer 8,32).

Samstag, 30. März 2019

Super Taufe. Und: Zeitumstellung!

"Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden. Wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden."
Markus 16,16.

Pastor René Stebani von der BGS und ich tauften heute rund 15 Kandidaten aus zwei Gemeinden, drei Erdteilen und vier Altersgruppen.
Schön wars.
Die Taufe symbolisiert ja das Sterben mit Jesus und ist quasi eine Beerdigung. Wenn wir dann wieder auftauchen symbolisiert dies die Auferstehung und das neue Leben in Christus.
Dass das Wasser schon rein von der Temperatur her Erweckungsqualitäten hatte, ist ein Gerücht: Es hatte immerhin 25°. (Gut, vielleicht waren es auch nur 23°). Beschwert hat sich auch niemand. Im Gegenteil: Wir hatten viel Spaß im Herrn.
Danach haben wir uns noch bei Kaffee und Kuchen gut unterhalten.
Vielen Dank allen Mitarbeitern, die so wunderbar zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben. Die Kuchen waren lecker, der Kaffee gut, das Geschirr gewaschen und auch die Fliesen zum Schluss wieder trocken.
Das Becken steht noch, sodass die letzten Wasserreste verdunsten können, und hat morgen museale Qualitäten: Man kann es besichtigen und sich vorstellen, wie es war, während des nunmehr historischen Taufgottesdienstes gestern.

Morgen wird übrigens die Uhr vorgestellt: Aus 2:00 Uhr wird 3:00 Uhr. Wir beginnen den Gottesdienst also aus heutiger Sicht um 11:30 Uhr, (denn 10:30 Uhr morgen ist 9:30 Uhr heute). ;)

"In deiner Hand sind meine Zeiten." (Psalm 31,16).

Gott komponiert

"Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."
Johannes 1,14.

Das Wort angeschaut im obigen Vers ist im griechischen Urtext theaomai. Wir leiten davon unser Wort Theater ab. Johannes deutet mit diesem Wort an, dass das Leben Jesu sich wie ein Theaterspiel vor uns entfaltet. Wir sehen in seinem Leben das Erlösungshandeln Gottes. Seine Taten sind historische Wahrheit, d. h. sie sind tatsächlich passiert, sie haben jedoch auch noch eine tiefere symbolische Ebene.
Doch auf Jesus möchte ich hier gar nicht eingehen, denn er spielt sozusagen außer Konkurrenz.
Dass Gott auf dem Leben von Menschen, die ihm hingegeben sind, ebenso Klavier spielt und ihr Leben mit Melodie und Harmonie erfüllt, sehen wir auch an anderen biblischen Personen.

Zum Beispiel Elisa.
Kaum hatte der seinen Prophetendienst begonnen, kam er nach Jericho. Jericho ist die verfluchte Stadt. Israel hat sie einst umzogen und Gott hat am siebten Tag ihre Mauern eingeebnet. Sie sollte nie wieder aufgebaut werden. Auf ihr lag kein Segen. So wundert es nicht, dass die Quelle Jerichos bitteres Wasser führte, das zu Fehlgeburten im Land führte.
Doch nun kommt Elisa und die Einwohner Jericho bitten ihn, sich der Quelle anzunehmen. Elisa ließ sich eine neue Schale bringen und tat Salz hinein. Dann ging er hinaus zur Quelle und warf das Salz hinein und das Wasser war von Stund an gesund.
Die verfluchte Stadt wurde gesegnet. (Weil sich die Menschen in ihr geändert hatten).
Die nächste Station auf Elisas Wanderung ist die gesegnete Stadt: Bethel.
Hier hatte Jakob einst den Traum von der Himmelsleiter gehabt, hier hatte er ein Haus Gottes gebaut. (Bethel heißt Haus Gottes). Hier wurde das Wort Gottes verkündigt.
Doch aus der gesegneten Stadt kommt eine Rockerbande heraus und verspottet Elisa—woraufhin Elisa diese verflucht, woraufhin 42 von ihnen umkommen. Dafür sorgen zwei Bärinnen.
Die gesegnete Stadt wurde verflucht. (Auch in ihr hatten sich die Menschen geändert).
Wir sehen also: Die verfluchte Stadt wurde gesegnet und die gesegnete Stadt wurde verflucht.

Als nächstes hilft Elisa drei Königen, die mit ihren Armeen in der Wüste feststecken.
Er dient also drei hochgestellten Persönlichkeiten.
Gleich darauf hilft er drei Personen niederen Standes: Einer Witwe und ihren Söhnen, denen der Vater gestorben war. Er half einer armen Frau mit Kindern.
In den nächsten Begebenheit hilft er einer reichen Frau ohne Kinder.
Und immer so weiter.
In 2 Könige 5 kommt der syrische Heeroberste Naaman zu ihm, um sich von seinem Aussatz heilen zu lassen. Naaman ist ein überaus stolzer Mensch. Als der Prophet ihm aufträgt, sich siebenmal im Jordan unterzutauchen, um gereinigt zu werden, zetert und tobt er, weil die Anweisung des Propheten so lapidar ist. Doch als er sich demütigt und in die Fluten des Jordan steigt, schwimmt mit dem Stolz auch die Krankheit davon.
Als Naaman dem Propheten viel Geld für seine Heilung geben will, nimmt der nichts an. Naaman geht verblüfft nach Hause.
Ein Hochgestellter hat sich gedemütigt und wurde von seiner Krankheit geheilt.
Nun erscheint Gehasi, der Diener des Propheten, ein Mann niederen Standes. Der rennt Naaman hinterher und fordert Geld und Kleider von ihm. Der General gibt sie ihm freudig und Gehasi geht schwer beladen zurück nach Hause, wo er die Sachen gut versteckt.
Doch er dient einem Propheten.
Elisa konfrontiert ihn und fragt ihn, was er sich dabei gedacht habe, Naaman auszuplündern. Gericht kommt über Gehasi und er wird aussätzig wie Naaman es einst war.
Der Hohe demütigte sich und wurde geheilt, der Niedrige erhöhte sich und wurde krank.
Wir sehen: Gott spielt auf dem Leben Elisas Klavier. Er reichert es an mit wunderbarer und furchterregender Melodie und Harmonie.
Das tut er auch mit deinem Leben, wenn du ihm nachfolgst...

"...denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als Menschen." (1 Korinther 4,9).

Mittwoch, 27. März 2019

Ihn hört!

"Und es kam eine Wolke, die sie überschattete, und eine Stimme kam aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört."
Markus 9,7.

Jesus hatte sich zusammen mit Petrus, Johannes und Jakobus zum Gebet auf einen Berg zurückgezogen, als er plötzlich vor ihnen umgestaltet wurde. Sein Gesicht begann zu leuchten wie die Sonne und seine Kleider wurden glänzend weiß. Mose und Elia erschienen ihm und besprachen mit ihm seinen Ausgang in Jerusalem.
Jesus, Mose und Elia reden miteinander und Petrus, Johannes und Jakobus könnten ihnen zuhören, wenn sie wollten. Jedenfalls hätte ich das gemacht, wenn ich damals dabei gewesen wäre. Ich meine, hallo! Jesus, Mose und Elia? Das sind DIE maßgeblichen Redner der göttlichen Menschheitsgeschichte. Sie wirkten zu unterschiedlichen Zeiten, hunderte von Jahren voneinander entfernt, und nun sind sie gemeinsam hier an einem Ort versammelt und unterreden sich? Und ich stehe daneben?
Wenn Schweigen, bzw. Zuhören, jemals Gold war, dann jetzt!
In diesem Kreis fehlte nur noch Paulus. Doch dessen Zeit war noch nicht gekommen. Wir befinden uns in der Zeit vor Kreuzigung und Auferstehung Christi, also heilsgeschichtlich noch im Alten Testament.
Wo Zuhören angesagt gewesen wäre, redet Petrus. Er unterbricht diese göttliche Konferenz und bringt sich ins Gespräch, indem er anbietet, den Teilnehmern Hütten zu bauen. Jedem eine. (Ob er Johannes und Jakobus zuvor wohl gefragt hat, ob sie mitbauen wollen?) Offenbar dauerte die Konferenz ziemlich lange, dass er überhaupt auf diesen Gedanken verfiel. Vielleicht begriff er das Gesagte auch nicht, sodass er sich an einer (für ihn) besonders langweiligen Stelle die Freiheit nahm, die Redner zu unterbrechen.
Doch nun redet noch jemand!
Denn kaum hat Petrus ausgeredet, kommt eine Wolke und überschattet alle, und eine Stimme kommt aus der Wolke und sagt: "Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört."
Gott selbst weist Petrus zurecht.
Die Aufmerksamkeit soll auf dem Sohn liegen. Ihn sollen sie hören.
Interessanterweise sagte Gott nicht einfach, Petrus, sei still und höre zu. Mose und Elia hatten ja auch etwas zu sagen. Vielmehr weist er explizit auf Jesus hin, der gehört werden soll. Mose und Elia übergeht er.

Ich bekomme mit ziemlicher Regelmäßigkeit Kommentare und Zuschriften von Hörern, die sich mit bestimmten biblischen Aussagen schwertun. Da gehts dann um Dinge wie levitische Ehevorschriften und mosaische Speisegebote, (man solle nur Jungfrauen heiraten und dürfe kein Schwein essen), Feiertags- und Festtagsregeln, und viele solche Dinge mehr. Die Fragen (oder dogmatischen Feststellungen) betreffen in der überwältigenden Mehrzahl der Fälle Aussagen aus dem Alten Testament. Fragen zum Neuen Testament hat fast keiner.
Dabei leben wir doch im neuen Bund!
Der alte gilt nicht mehr.
Deswegen sagte Gott zu Petrus nicht, Da ist Mose, (das Gesetz), ihn hört, oder, Schweig und lass Elia, (die Propheten), reden! Er sprach ausdrücklich von Jesus und forderte die Jünger dazu auf, IHN zu hören.
Die Aussagen Jesu ersetzen die Aussagen von Mose und Elia. Deshalb sagte Jesus auch Sätze wie: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist…, ich aber sage euch…"(Matthäus 5,21-22).
Den neuen Bund vollends aus buchstabiert hat später Paulus, dem Jesus hierzu ausdrücklich erschienen ist. (Galater 1,11-12).
Paulus ist sogar so kühn und sagt: "Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht." (Galater 1, 8).
Wer also Paulus links liegen lässt, lässt Jesus links liegen.
Wer sich stattdessen ständig im Alten Testament aufhält, um nach dessen Geboten zu leben (oder an ihnen zu verzweifeln), der hört nicht Jesus, sondern Mose und Elia. Die hatten ihre Zeit. Sie sind immer noch großartige Vorbilder des Glaubens. Doch uns ist aufgetragen, auf Jesus zu hören.
Im Neuen Bund haben wir wesentlich größere Freiheiten als Israel im Alten Bund. Schon Jesus erklärte alle Speisen für rein. (Markus 7,19). Heiraten können wir wen wir wollen, nur im Herrn soll es geschehen. In anderen Worten: Dein künftiger Ehepartner soll wie du Christ sein. (2 Korinther 6,14).
Jesus stand am Sonntag von den Toten auf. Pfingsten fand an einem Sonntag statt, (am Tag nach dem Sabbat, 3 Mose 23,16). Die junge Gemeinde traf sich seit dem ersten Jahrhundert am Tag des Herrn, dem Sonntag. Es gibt im ganzen Neuen Testament keinen verbindlich festgelegten Wochentag für den Gottesdienst.
Weil es auf solche Äußerlichkeiten nicht mehr ankommt.
Paulus drückte es so aus: "Weder Beschneidung noch Unbeschnittensein gilt etwas, sondern eine neue Schöpfung." (Galater 6,15). Mit der neuen Schöpfung meint er das Wunder im Herzen, das geschieht, wenn jemand Jesus hört und ihn in sein Leben einlädt.
Auf wen hörst du?
Auf die Stimme der Freiheit oder auf die Stimme des Gesetzes?

"Wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." (2 Korinther 5,17)

Samstag, 23. März 2019

Genaueres über Taufe am 30. März

"Und nun, was zögerst du? Steh auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst."
Apostelgeschichte 22,16.

Nun steht es also fest:
Die angekündigte Wassertaufe findet am Samstag, dem 30. März 2019, um 10:00 Uhr (bis ungefähr 11:30 Uhr), bei uns im Christlichen Glaubenszentrum statt.
Pastor René Stebani von der Biblischen Gemeinde Schweinfurt und ich werden die Taufe vornehmen.
Bevor es ans Untertauchen im Bassin geht, (baptizomai bedeutet waschen, untertauchen), werden wir eine kurze Botschaft über die drei Taufen hören, („Was? Drei Taufen? Wo gibt's denn das?“ Ja-ha. Kommen, hören und verstehen!). René und ich werden uns die Botschaft teilen.
Dann legen die Täuflinge ein Bekenntnis zu Jesus Christus ab. (Ohne Bekenntnis keine Taufe. Und: Wir taufen nur Leute, von deren Echtheit wir überzeugt sind).
Bitte Badekleidung mitbringen und eventuell ein weißes T-Shirt anziehen. Das sieht immer gut aus.
Wenn wir wieder trocken sind, gibt es noch Kaffee und Kuchen.
Wird super.
Ist auch eine prima Gelegenheit, Freunde und Familie mitzubringen.

"Als sie es aber gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen." (Apostelgeschichte 19,5).

Dienstag, 19. März 2019

Belohnung zur richtigen Zeit

"Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten."
Galater 6,9.

Tust du schon länger Gutes und empfindest, du hast bisher noch nicht so richtig geerntet?
Dann war bisher noch nicht die "bestimmte Zeit" für deine Ernte.
Gott weiß, wann die richtige Zeit dafür ist. Er verpasst dich nicht. Sein Engel wird nicht mit dem göttlichen Lieferwagen an dir vorbei fahren, während du wartend am Wegesrand stehst. Vertraue ihm. (Niemand hat behauptet, dass das immer einfach wäre).

In Esther 2,21 rettet ein Beamter namens Mordechai dem persischen König den Kopf. Denn zwei Eunuchen, die an der königlichen Türschwelle Wache schoben, gerieten den Zorn und trachteten danach, Hand an den König zu legen. Mordechai berichtete, die Sache wurde untersucht und als richtig befunden, worauf hin die beiden Empörer liquidiert wurden.
Seinem König den Kopf zu retten ist sicherlich eine gute Tat. So stellt es die Bibel dar.
Mordechais Belohnung?
Fehlanzeige.
Stattdessen wurde Mordechais Widersacher Haman geehrt und gelangte in eine prominente Position.
Mordechai hätte tief beleidigt sein können. Stattdessen blieb er sich treu und tat weiterhin Gutes.
Es gingen viele Tage ins Land.
Doch eines Tages, (in Kapitel 6), konnte der König nicht schlafen und ließ sich aus dem Buch der Denkwürdigkeiten, der Chronik, vorlesen. Da fand sich auch ein Bericht über Mordechai, der dem König das Leben gerettet hatte. Der König fragte, welche Ehrungen und Auszeichnungen Mordechai bekommen habe. Die Pagen erwiderten ihm: Es ist ihm nichts erwiesen worden.
Da fragt der König den hereinkommenden Haman, wie man jemanden ehren könnte, an dessen Ehrung der König gefallen hat.
Haman denkt, der König will ihn ehren, und legt los: Man stecke ihnen ein königliches Gewand und lasse ihn auf einem Pferd des Königs reiten, und alle, wirklich alle, sollen sich vor ihm niederwerfen müssen.
Der König sagt: Prima. Geh und mach es so mit Mordechai dem Juden. Führe du sein Pferd herum und rufe du vor ihm aus: So wird dem Mann getan, an dessen Ehrung der König gefallen hat!
Und so kam es, dass sein ärgster Feind Mordechai ehren musste--und das war noch längst nicht alles.
Auch für dich ist noch nicht aller Tage Abend.

"Denn Ausharren habt ihr nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt." (Hebräer 10, 36).

Montag, 18. März 2019

Viktor der Sieger

"Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger?"
Römer 10,14.

Am Samstag sprach Viktor Dreier aus Wiesbaden bei uns. Am Sonntag auch. Am Samstag evangelisierte er und am Sonntag sprach er zur Gemeinde.
Viktor ist ein aufstrebender junger Prediger und obendrein persönlicher Assistent unseres Freundes Andreas Herrmann, der das Christliche Zentrum Wiesbaden leitet. (Das hat sich umbenannt und heißt jetzt Move Church - Christliches Zentrum Wiesbaden. Sollten wir vielleicht auch machen: Power House - Christliches Glaubenszentrum?)
Egal.
Wir hatten eine gute Zeit. Viktor, wie alle Russen gut in Mathe, hat nachgerechnet und herausgefunden, dass die Evangelien nur rund vier Kapitel auf die vollen ersten 30 Jahre Jesu verwendeten. Für die dreieinhalb Jahre seines Dienstes waren es erheblich mehr. Doch die größte Aufmerksamkeit bekam die letzte Woche seiner Wirksamkeit auf Erden, von der praktisch jeder Winkel ausgeleuchtet wird, bis hin zum Kreuz und darüber hinaus. Zieht man die Karwoche vom Leben Jesu ab, dann raubt man dem Evangelium das Zentrum. Dann macht man Jesus zu einem guten Mann und weisen Lehrer.
Er ist aber mehr.
Er ist der Sohn Gottes, der nicht gekommen ist, um noch eine Philosophie unters Volk zu bringen, sondern das Heil allen Menschen. Er reißt deine Sündennatur aus dir heraus und gibt dir seine Gotteskindschaft. Er revolutioniert dein Leben, wenn du ihn lässt.
Danke Viktor, für deine aufbauenden Botschaften im Geist des Glaubens.

Vielen Dank auch an die Band für den schönen Lobpreis.
Vielen Dank an alle Mitarbeiter, die lange blieben und sich um alles gekümmert haben—vor allem natürlich an unsere "Brötchengeber", die uns so fantastisch verköstigt haben.
Manche Mitarbeiter hatten den Samstag in Coburg in der Bibelschule verbracht und waren dann auf direktem Weg zur Versammlung in die Gemeinde gekommen—und am Sonntagmorgen standen sie wieder auf der Matte.
Hut ab.
Ihr baut Gottes Haus: Er wird euer Haus bauen.

"So hatte denn die Gemeinde durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria hin Frieden und wurde erbaut und wandelte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch den Beistand des Heiligen Geistes." (Apostelgeschichte 9,31).