Samstag, 30. Dezember 2017

Einen guten Beschluss und ein gutes neues Jahr

"Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt."
2 Johannes 8.

Nun sitze ich hier vor meinem Bildschirm und versuche, erbauliche Zeilen abzusondern. Das sollte mir im Grunde nicht schwerfallen. Wir hatten als Gemeinde ein ausgezeichnetes Jahr. Wir haben mehr Mittel reinbekommen und ausgegeben als je zuvor. Zehntausende flossen in die Mission. (Geber, die uns noch keine Adresse mitgeteilt haben: Bitte macht das, wenn ihr in den nächsten Tagen eine Spendenquittung haben möchtet). Wir erreichen als Gemeinde mehr Menschen mit dem Wort Gottes als je zuvor.
Die Vorbereitungen für unsere Evangelisation in der Schweinfurter Stadthalle im März blubbern und plätschern vor sich hin. Florence Joy und die „Könige und Priester“ aus Köln gestalten den musikalischen Rahmen. Wir freuen uns auf einen prima Gastsprecher. Vom Evangelium völlig unbeleckte Zeitgenossen werden die Botschaft vom Kreuz hören, die ihr Leben revolutionieren wird. Jesus wird verherrlicht werden. Das ist wunderbar und ich beschwere mich ganz sicher nicht.

Was mir ein wenig auf die Stimmung drückt, ist die Tatsache, dass Silvester seit zwei Jahren in unserem Land eine Zeit der Sexattacken durch zugereiste Barbaren ist. Tausende Polizisten sind in unseren großen Städten deshalb im Einsatz. Am Brandenburger Tor wird ein Zelt hochgezogen, das als Sicherheitszone für bedrängte Frauen dienen soll, usw.
Schauderhaft.
Mädels, falls ihr vor habt, in einer deutschen Großstadt auf öffentlichen Plätzen Silvester zu feiern: Tut's nicht. Erspart's euch. Bleibt daheim. Trefft euch privat. Ist auch schön.

Was mir mindestens genauso aufs Gemüt drückt, ist die anhaltende Schönfärberei einer hässlichen Situation durch die Verantwortlichen und weite Teile der Presse. Denn um ein Problem zu lösen, muss ich es zuerst benennen. Überhaupt: Zu dem ganzen Geschwafel über Integration, (als ob sich 1,8 Millionen Migranten einfach so integrieren lassen würden wie willenlose Schafe; die machen was sie wollen), muss eine ernste Diskussion über Repatriierung hinzukommen. Denn der IS in Syrien ist besiegt. Das Land braucht jetzt alle Hände, vor allem die junger, kräftiger Männer, für den Wiederaufbau. In Amerika ist durch Initiativen der Regierung die illegale Einwanderung praktisch zum Erliegen gekommen. Der Fluss fließt momentan rückwärts, was man hört. Ein ähnlich entschlossenes Vorgehen würde ich mir auch bei uns wünschen.
Wir sind ein christlich geprägtes Land, das seine Freiheit teuer errungen hat. Ich möchte, dass das so bleibt. Dass Deutschland wieder ohne speziell ausgewiesene Schutzzonen für Frauen auskommt. Jetzt und immer.
Wir müssen den Herrn weiter um eine Erneuerung der politischen Landschaft und der in ihr agierenden Personen beten. Niemand braucht in dieser Zeit einen Belsazar an der Macht.
Gott erhört Gebet. Er hat die Hand auf diesen Entwicklungen. Immerhin sagte Jesus, „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.“ (Matthäus 28, 18). Doch er rechnet mit unserer Beteiligung. Als Beter haben wir gestalterische Macht. Sagen wir ihm also, was wir wollen.

In diesem Sinne: Gottes Segen und kommt gut ins neue Jahr.

Sonntag, 24. Dezember 2017

"Früher war mehr Lametta"

"Es gibt aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese alle einzeln niedergeschrieben würden, so würde, scheint mir, selbst die Welt die geschriebenen Bücher nicht fassen."
Johannes 21, 25.

Ich habe heuer unseren Weihnachtsbaum fertig verpackt beim Discounter gekauft. Das ging schön zügig. Rein in den Laden, raus mit dem Baum und ab damit ins Wohnzimmer.
Als er dann dastand, fiel meiner Frau auf, dass er doch ein wenig klein geraten war. Ich stellte ihn auf einen Hocker, meine Frau drapierte den und zack, war der Baum erwachsen. Jetzt ist außerdem Platz für die Geschenke drunter. Normalerweise hat man da ja so seine Probleme, wenn ein Weihnachtsbaum seine Zweige knapp über dem Boden ausbreitet.
Es befindet sich sogar goldenes Lametta darauf. Das hängt da nicht rum, sondern liegt vielmehr so spinnwebmäßig drauf.
Nicht alle wissen, warum man sich überhaupt Lametta in den Baum hängt. Das hat mit einer überlieferten Baby-Jesusgeschichte zu tun. (Eigentlich ist es ein Jesusmärchen). Das geht so:

Als Herodes die Heilige Familie verfolgte, flüchtete sie bekanntlich nach Ägypten. Auf der Reise wurden Maria und Josef müde und als sie am Abend eine Höhle fanden, bezogen sie in ihr Quartier.
Eine Spinne, die am Eingang der Höhle saß, sah Jesus und war ganz begeistert von diesem Baby. Die Spinne überlegte, was sie für dieses Kind tun könnte. Draußen war es kalt und so begann die Spinne, den Höhleneingang mit ihrem Netz zuzuweben. In der Nacht kam Raureif auf und der Eingang sah aus wie mit einem diamantenen Vorhang verhangen. Die Spinne hatte ganze Arbeit geleistet.
Da ritten die Soldaten von Herodes mit gezückten Schwertern heran. Als sie den Eingang der Höhle bemerkten, wollten sie nachschauen, ob sich jemand in ihrem Innern befand. Doch ihr Hauptmann sagte, „Spart euch die Arbeit. Schaut das Spinnennetz an. In diese Höhle ist lange niemand hineingekommen.“ Und so rückten die Soldaten wieder ab.
Und so rettete die Spinne das Jesuskind vor den Schwertern des Herodes.
(Kitsch hoch drei, ich weiß, ich weiß).
Jedenfalls ist die Spinne der Grund fürs Lametta. Es symbolisiert das raureifbedeckte Netz des possierlichen Tierchens und erinnert an dessen gute Tat.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten.

"Geben ist seliger als Nehmen." (Apostelgeschichte 20, 35).

Samstag, 23. Dezember 2017

Im Wald

"Es frohlocke das Feld und alles, was darauf ist! Auch alle Bäume im Wald sollen jubeln."
Psalm 96, 12.

Jaja, der Wald.
Der hat schon was.
Ich bin heute morgen ein wenig in den Tiefen des Waldes gewandelt. Schön war's, obwohl kein Schnee lag. Dafür kann man zur Zeit mit neoprengefütterten Gummistiefeln warmen Fußes stracks durch tiefe Pfützen waten und muss nicht mehr um den Matsch herumtanzen. Das hat auch was. (Blöd wird es nur, wenn die Pfütze tiefer ist als der Stiefel hoch).
Über mir zog ein bussardgroßer Rabe seine Kreise im melancholisch-grauen Himmel und rief "Krk."
Plötzlich stand vor mir ein Rehkitz auf dem Weg und schaute mich mit seinen großen schwarzen Augen an, als ob ich der Nikolaus wäre. (Ich trug tatsächlich eine rote Jacke. Aber nicht, weil ich der Weihnachtsmann bin, sondern für den Fall das irgendwelche Jäger im Busch stecken und mich harmlos Herumstehenden für ein besonders großes Wildschwein halten).
Das Rehlein hat dann gewendet und ist hurtig davongesprungen, und ich war wieder allein mit mir.
Doch jetzt kommt's:
Ich begann die Tierwelt schon zu vermissen, als tatsächlich vor mir eine Rotte wilder Säue durchs Gebüsch brach und meinen Weg überquerte. Ich stand zwar in sicherer Entfernung. Doch was da gekommen war, war eine Rotte Überläufer in schwarzer Borste und da waren trotz ihres jugendlichen Alters schon einige Uriane und Kawenzmänner dabei. Im Weg hätte ich denen nicht stehen wollen. Der Strom an wilden Tieren hörte nämlich gar nicht mehr auf. Zum Schluss waren es bestimmt 15 oder 20 Stück, die da rüberwechselten!
Kurz nach diesem Tierbeobachtungshöhepunkt bin ich zum Auto zurückgestapft.
Stockvoll durch die Pfütze.
Schön war's.

"Es werden gesättigt die Bäume des HERRN, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat." (Psalm 104, 16).

Freitag, 22. Dezember 2017

Sterben können

„In deiner Hand sind meine Zeiten.“
Psalm 31, 16.

„Pastor, ich bin uralt und eigentlich wäre es Zeit. Doch aus irgendeinem Grund kann ich nicht heimgehen zum Herrn. Was ist da los?“

Da fallen mir spontan zwei Gründe ein:

1. Es steht noch etwas zwischen dir und einer anderen Person. Mit dieser Person musst du dich versöhnen, bevor du gehen kannst. Jesus sagt, „Vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe.“ (Markus 11, 25). Der Herr möchte nicht, dass du in irgend einer Form belastet in die Ewigkeit gehst.

2. Dieser Grund ist genauso wichtig wie der erste: Der Herr hat noch eine Aufgabe für dich. Allerhöchstwahrscheinlich besteht sie darin, für jemanden zu beten.
Lukas berichtet, dass es zu Jerusalem eine 84-jährige Witfrau namens Hanna gab, die nicht vom Tempel wich und Gott Tag und Nacht mit Fasten und Flehen diente. (Lukas 2, 35). Sie sah das Baby Jesus und ihr wurde gezeigt, um wen es sich da handelte, nämlich den Heiland der Welt. Sie „lobte Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.“ (Vers 38).
Beter wissen manchmal mehr als andere.
Auch Paulus spricht von Witwen, die Tag und Nacht zum Herrn flehen. (1 Timotheus 5, 5). Er mag sich für unsere Ohren dramatisch ausgedrückt haben, doch im Grunde hat er recht. Wer hat schon die Zeit, für seine tollpatschigen Verwandten, die beständig über ihre eigenen Schnürsenkel stolpern, hingebungsvoll zu beten, wenn nicht jemand, der den Trubel des Alltags großteils hinter sich gelassen hat? Schau mal in deiner Umgebung herum. Sicher findest du jemanden, der dein Gebet dringend braucht. Dann bestürme den Herrn, bis diese Person oder Familie einen Durchbruch erreicht hat.
Vielleicht bist du dann soweit.
Vielleicht willst du dann aber auch weitermachen.

„Ich werde aber von beidem bedrängt: Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser.
Das Bleiben im Fleisch aber ist nötiger um euretwillen.
Und im Vertrauen hierauf weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen bleiben werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben.“ (Philipper 1, 23-25).

Montag, 18. Dezember 2017

Frieden auf Erden

"Da sagte Isaak zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich doch haßt und mich von euch weggeschickt habt?"
1 Mose 26, 31-32.

Die Philister hatten den Patriarchen Isaak von den Brunnen, die der in der Wüste gegraben hatte, mehrere Male weggescheucht, neidisch wie sie waren. Doch Isaak war ein Mann des Friedens, wusste sich von Gott gesegnet, nahm die Ungerechtigkeit hin und zog weiter. Anstatt die Fäuste fliegen zu lassen, übte er sich in Sanftmut und vertraute darauf, dass Gott für ihn kämpfen würde.
In der Tat ging es ihm wirtschaftlich immer besser, bis eines Tages der Philisterkönig Abimelech mit seinem Feldherrn zu Isaak kam und entnervt feststellte, „Wir haben deutlich gesehen, daß der HERR mit dir ist.“ Sie wollten deshalb einen Friedensbund mit ihm schließen. Sie würden ihm nichts Böses tun, wenn er im Gegenzug ihnen auch nichts Böses tun würde. (Als ob Isaak das Problem gewesen wäre).
Isaaks Diener gruben derweil in der Wüste nach Wasser.
Isaak macht seinen Feinden ein Mahl, sie essen und trinken, und am nächsten Morgen schwören sie einander. Isaak entlässt sie und sie gehen den Frieden von ihm fort.
"Und es geschah an jenem Tag, da kamen Isaaks Knechte und berichteten ihm von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sagten zu ihm: Wir haben Wasser gefunden." (1 Mose 26, 32).
Das steht da nicht umsonst.
Wenn wir unseren Frieden bemühen, wird Gott uns den Segen sprudeln lassen.
Im Segen des Engels an die Hirten heißt es, „Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens.“ (Lukas 2, 14). Gott hat nicht den Weltfrieden verheißen, sondern Frieden auf Erden in den Menschen seines Wohlgefallens! Menschen wie Isaak.

"Wenn der HERR an den Wegen eines Mannes Wohlgefallen hat, läßt er selbst seine Feinde mit ihm Frieden machen." (Sprüche 16, 7).

Samstag, 16. Dezember 2017

Was schenken?

"Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm. Und sie öffneten ihre Schätze und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe."
Matthäus 2, 11.

"Pastor, was schenken? Was soll das Christkind bringen?"

Das Christkind selbst bekam von seinen weitgereisten Gästen aus dem Morgenland überaus teure Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Die brauchte es auch, denn seine nichts ahnenden Eltern sollten es in Kürze selbst auf eine weite Reise mitnehmen: Herodes tobte und die Flucht nach Ägypten stand an. Ins Exil zu gehen ist nicht billig.
Die meisten von uns kennen jedoch niemanden, der diese Weihnachten ins Exil muss. Übergroße Geschenke werden daher nicht nötig sein.

Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass man sich wichtige Dinge selber kaufen muss und nicht darauf spekulieren darf, dass irgendein Gedankenleser sie uns überraschend schenkt. Weihnachtsgeschenke können nur freundliche Gesten sein, kleine Aufmerksamkeiten. In diesem Geist sollten sie gegeben und vor allem auch empfangen werden. Unzufriedenheit oder gar Undankbarkeit ist da unangebracht.

Schenkt Aufmerksamkeiten, empfangt Aufmerksamkeiten.

"Und seid dankbar." (Kolosser 3, 15).

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Mit den dunklen Tagen umgehen

"Und seid dankbar."
Kolosser 3, 15.

Vielleicht ist die Welt doch flach.
Denn während ich dies schreibe, fällt die sowieso schon trübe Sonne über die Tischkante in den Abgrund und verschwindet spurlos. In Rekordgeschwindigkeit.
Diese Woche hat die kürzesten Tage des Jahres.
Das kann aufs Gemüt wirken.

Gospel und Blues sind nicht nur Musik. Sie sind zwei entgegengesetzte Weltanschauungen. Der Gospel lobt Gott und atmete die frische Luft des Evangeliums, während der Blues jammert. Und jammert. Und jammert.
Wir stecken im Blues-Halbjahr.
Es ist dunkel, kalt und verregnet, und von einer Mollstimmung geprägt, im Gegensatz zum Gospel-Halbjahr. Das bediente sich derselben Akkorde, bloß in Dur, was dem Ganzen ein wesentlich fröhlicheres Klangbild verleiht. Wer ein Instrument hat, kann das nachstudieren.

Die Sonne weigert sich lange, überhaupt aufzugehen, und wenn sie es tut, dann drückt sie sich am Horizont entlang wie ein flüchtiger Sträfling, um so bald als irgend möglich wieder in der Dunkelheit zu verschwinden.
In meiner Jugend hat mich diese Jahreszeit immer melancholisch gestimmt. Als ich Christ wurde, hat sich das geändert. Ich habe nämlich gelernt, dass man fensterblickinduzierten trüben Gedanken nicht übermäßig nachhängen darf.
Vielmehr muss man sich aufs Wesentliche besinnen und absichtlich dankbar sein, quasi in Mollzeiten innerlich Dur spielen.
Dankbar sein ist wichtig.
Sagt nicht nur die Bibel. Sogar der alte römische Denker Seneca stößt ins selbe Horn, wenn er schreibt, „Unterhalb von allem steht der Undankbare. Denn alle (Übel) stammen vom Undankbaren, ohne den kaum jemals ein großes Verbrechen entstand.“
Frei nach 1 Timotheus 6, 10 könnte man sagen, „Eine Wurzel alles Bösen ist die Undankbarkeit, denn sie führt dazu, dass man vom Glauben abirrt und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt.“
Auch dieser Satz stammt von Seneca: „Wenn du weißt, daß dankbare Gesinnung an sich erstrebenswert ist, so ergibt sich daraus auch, daß Undankbarkeit etwas ist, das an sich zu meiden ist. Denn nichts vermag die menschliche Gemeinschaft so gründlich aufzulösen und zu zerreißen wie dieser Fehler.“ Der Mann war kein Christ, wohlgemerkt, wusste aber trotzdem erstaunlich gut Bescheid.
Also seien wir dankbar für unsere frei erhältlichen deutschen Bibeln, unsere Gemeinden, unsere Geschwister, unsere warmen Häuser und das gute Essen, die guten Straßen und die guten Autos und die vielen anderen guten Dinge, die Gott uns im Übermaß genießen lässt.
Ärgern können wir uns immer noch, wenn die Sonne wieder scheint.
Menschen in helleren, wärmeren Weltgegenden geht es nicht so gut wie uns im Dezember. Wir sollten also dankbar sein und Gott bitten, dass er uns den Segen erhält.

"Deshalb laßt uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und Furcht." (Hebräer 12, 28).

Freitag, 8. Dezember 2017

Trump und Israels Hauptstadt

"...und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden.
Lukas 21, 24.

"Pastor, Donald Trump hat Jerusalem als Hauptstadt von Israel anerkannt und will die amerikanische Botschaft dorthin verlegen. Ist das gut oder schlecht?"

Der amerikanische Kongress hat bereits per Gesetz 1995 beschlossen, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Der Zug war also eigentlich längst abgefahren und was Trump getan hat, war lediglich einem mehr als 20 Jahre alten Gesetz endlich Geltung zu verleihen, was die drei ihm vorausgehenden Präsidenten alle halbe Jahre, wenn eine gesetzlich vorgesehene präsidiale Entscheidung anstand, vertagt hatten.
Fakt ist, Israel wird schon seit 68 Jahren von Jerusalem aus regiert. Dies anzuerkennen ist eigentlich eine Binse.
Sein Vorgänger war ganz anders eingestellt.
Für Obama war Israel lediglich ein riesiges jüdisches Flüchtlingslager, das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen ist und halt blöderweise in einer ungünstigen Weltregion liegt. Er war Israel gegenüber sehr feindselig eingestellt.
Trump, (dessen Name auch Trompete bedeutet, hihi), und seine Unterstützer denken offenbar anders.
Die sagen sich: Die Palästinenserführer mögen weder den Westen noch Israel, egal was wir tun. Die machen Intifada, egal wieviel Land und Frieden wir ihnen anbieten. Die greifen mit und ohne Vorwand an. Die Radikalen unter ihnen steuern Flugzeuge in amerikanische Wolkenkratzer und stechen beim Edeka in Hamburg ihnen völlig unbekannte Menschen ab, egal wo unsere Botschaften ihren Sitz haben. Wir betreiben ja nicht einmal Siedlungen im Westjordanland. Israel müsste kollektiv ins Meer springen und sich als Staat auflösen, und der Westen moslemisch werden, um diesen Leuten zu gefallen. Und selbst das wäre denen wahrscheinlich zu wenig.
Also erkennt Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels an und verlegt die Botschaft dorthin.
Na und?
Nichts wird sich ändern.

Allerdings spielt Jerusalem in der Endzeitprophetie Christi eine prominente Rolle, (siehe obige Schriftstelle). Demnach ist es so: Wenn Jerusalem nicht mehr unter ausländischer Kontrolle steht, sondern wieder von Juden regiert wird, dann geht die „Zeit der Nationen“, also das Gemeindezeitalter, zu Ende.
Und dann?
Das nächste werden „Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer, während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.“
Vulkane werden blubbern, Asteroiden nah an der Erde vorbeischrammen.
Und Jerusalem wird in jüdischer Hand sein.

"Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht." (Lukas 21, 27-28).

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Brief vom Anwalt

"Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns."
Römer 8, 31.

Gestern lag in der Post ein Brief von einem Anwalt aus Bamberg.
Schluck, dachte ich mir.
Neugierig habe ich ihn (mit überhaupt nicht zitternden Fingern) aufgemacht und gelesen—und lesend festgestellt, ich habe nichts verbrochen.
Immerhin.
Um was ging's? Um die Stadthalle in Schweinfurt.
Um die Stadthalle? Ja. Denn sie ist der Veranstaltungsort unserer stadtweiten Evangelisation im März 2018 mit einem interessanten Sprecher und der Band „Könige und Priester“ um Florence Joy aus Köln. Uns wurde mitgeteilt, dass der Trägerverein der Stadthalle, mit dem wir den Vertrag gemacht haben, Insolvenz angemeldet hat, was natürlich Auswirkungen auf alle mit dem Management geschlossenen Verträge hat.
Auch auf unseren.
Der Betrieb werde eingestellt.
Allerdings werde eben jener Betrieb bis zum 31.3.2018 unverändert weitergehen, so als wäre der Stadthallen-Management-Verein nicht insolvent. Unsere Veranstaltung findet am Samstag, dem 24.3.2018, statt. Der Herr Rechtsanwalt hat mir mithin schriftlich versichert, dass es keine Probleme geben wird und unsere Veranstaltung wie geplant über die Bühne gehen kann.
Ich habe mich gefreut.

"Ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn." (Römer 8, 38-39).

Dienstag, 5. Dezember 2017

Weihnachtliche Praise Night

"Singen will ich dem HERRN mein Leben lang, ich will meinem Gott spielen, solange ich bin."
Psalm 104, 33.

Jetzt, wo die Tage, kaum dass sie begonnen haben, schon wieder dunkel werden, wendet man sich nach innen und wird besinnlich. So hatten wir am letzten Samstag erst einen lebendigen Lobpreisgottesdienst mit John Angelina und der Gospel Life Center Band und danach eine besinnliche Weihnachtsfeier mit ausgezeichneten Kanapees und Hot Cider, einer Saft- und Gewürzmischung aus dem Repertoire meiner Frau, bzw. dem ihrer Mutter, die wie Glühwein schmeckt, nur ohne Alkohol.
Schön war's.
Und gut war's auch.
Einen herzlichen Dank an Pastor John und die Band aus München, und alle Mitarbeiter im CGZ, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

"Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten." (Apostelgeschichte 2, 42).

Donnerstag, 30. November 2017

Praise Night mit John Angelina und der Gospel Life Band

"Singt ihm, spielt ihm, redet von allen seinen Wundern."
Psalm 105, 2.

Am Samstag um 18:00 Uhr ist es soweit: Dann beginnt unser Lobpreisgottesdienst mit Pastor John Angelina und der Band vom Gospel Life Center in München. Das wird gut.

Ich kenne John schon ziemlich lange. Ich war sogar im Herbst 1982 als schlaksiger, sich gerade bekehrt habender, langhaariger Jüngling beim Gründungsgottesdienst seiner Gemeinde (in seinem Wohnzimmer) dabei. Seine Frau wollte mir damals, als ich im kühlen Garten mal kurz pausierte, den Tabaksbeutel abnehmen. Den habe ich ihr aber nicht gegeben. Gott hat zwar nicht sie benutzt, doch er hat mich später von der Nikotinsucht befreit. Mann, bin ich froh.

Wir singen und feiern Jesus. 
Die Praise Night ist auch unsere diesjährige Weihnachtsfeier.
Ich freue mich auf den Gottesdienst mit der Band—und auf die Kanapees, die es danach gibt. Plätzchen gibt's auch und andere leckere Sachen.
Alle sind herzlich eingeladen. Man kann auch Freunde mitbringen.

Pastor John wird auch die Predigt am Sonntag um 10:30 Uhr übernehmen.

Nochmals: Bitte beachten: Die Veranstaltung beginnt bereits um 18:00 Uhr. Wer erst zu unserer gewohnten Zeit um 19:30 Uhr auftaucht, kommt zu spät.

"Sie ... berichteten und sagten: Wir fanden das Gefängnis mit aller Sorgfalt verschlossen und die Wachen an den Türen stehen; als wir aber geöffnet hatten, fanden wir niemand darin." (Apostelgeschichte 5, 23).

Dienstag, 28. November 2017

Belästigung am Arbeitsplatz?

"Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr."
5 Mose 32, 35, Römer 12, 19 und Hebräer 10, 30.

„Pastor, mein Chef hat immer so dumme Bemerkungen gemacht, Anzüglichkeiten und blöde Witze und so. Nun gibt's ja das Gesetz gegen sexuelle Belästigung und ich habe ihn bei seinem Chef gemeldet. Nun haben sie aber nicht ihn, sondern mich entlassen. Was läuft da falsch?“

Deine Firma hat eine schlichte Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht und festgestellt, dass ihr dein schweinigelnder Chef mehr einbringt als du. Da die Chemie nicht mehr gestimmt hat, haben sie sich entschlossen, einen von euch beiden zu entlassen. Das warst du.
Das ist natürlich ungerecht.
Doch manchmal haben Gesetze unbeabsichtigte Konsequenzen.
Der Herr gibt dir sicher eine neue Arbeitsstelle. Schau dich um und ich bin mir sicher, du findest etwas.

Auch wenn sexuelle Belästigung derzeit in aller Munde ist: Nun besonders sensibel zu reagieren macht nur unglücklich. Ich habe festgestellt, wenn jemand in meiner Gegenwart Zoten reißt und ich lache nicht, dann stellt der Zotenreißer seine Zoten früher oder später ein.
Mach's genauso.
Das funktioniert wirklich. So trägst du passiv zu einem besseren Betriebsklima bei. Habe schon erlebt.
Als sexuelle Belästigung würde ich nur Handgreiflichkeiten verbuchen. Gegen die würde ich mich dann allerdings tatsächlich wehren, erst mit klaren, deutlichen Worten. (Wäre ich eine Frau, würde ich mir da sogar eine Ohrfeige erlauben). Und wenn die nicht fruchten, mit einer offiziellen Beschwerde. Alles andere würde ich dem Herrn anbefehlen und für den Knilch beten.
Man muss nicht über jedes Stöckchen, das einem Regierung oder Medien hinhalten, drüberspringen. Ich weigere mich, mich als Opfer zu sehen. Die Beschwerde-Industrie mag aufstöhnen und gegen meinen Standpunkt protestieren. Mir egal. Im Tal des Todesschattens helfen mir Stecken und Stab des Herrn. Das langt.

"Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir. Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich." (Psalm 23, 4).

Donnerstag, 23. November 2017

Bibelkommentar: Bd. 4, Lot und seine Frau

"Ebenso auch, wie es geschah in den Tagen Lots: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. An dem Tag aber, da Lot von Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um.
Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird."
Lukas 17, 28-30.

Ein grimmiges Wort Jesu, nicht?
Wenn Jesus wiederkommt, wird's zugehen wie in Sodom und Gomorrha. Woran erinnert mich das...?
An unsere Zeit?
Die Geschichte von Lot und seiner Familie ist eine einzige große Tragödie. Obwohl der Mann ein Gerechter vor dem Herrn war und zu großem materiellen Wohlstand kam, liegt er am Ende völlig verarmt und volltrunken in einer Höhle und zeugt Kinder mit seinen Töchtern.
Seine Geschichte ist untrennbar mit dem Untergang Sodoms verbunden, der Quelle seines Reichtums und seiner Armut.
Jesus mahnt obendrein: „Gedenkt an Lots Frau.“ (Lukas 17, 32).
Seine Geschichte hat uns also auch heute noch etwas zu sagen.
Deswegen habe ich ein 52-Seiten-Heft darüber geschrieben.
Der mittlerweile vierte Teil meines Volksbibelkommentars wird in Kürze freigeschaltet und ist dann in elektronischer Form auf Amazon erhältlich. (Für 'nen Euro; so bin ich zu dir, lieber Leser).

"Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Reichs der Himmel geworden ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt." (Matthäus 13, 52).

Dienstag, 21. November 2017

Menschensohn? Gottessohn?

"Jesus hörte, daß sie ihn hinausgeworfen hatten. Und als er ihn fand, sprach er: Glaubst du an den Sohn des Menschen?"
Johannes 9, 35.

Jesus hatte in Jerusalem einen blindgeborenen Bettler geheilt. Den brachte man zu den Pharisäern, die wollten, dass er Jesus als Sünder bezeichnet, denn Jesus hatte ihn am Sabbat geheilt. Das tat der Mann natürlich nicht. Da warfen die Pharisäer den ersten so Geheilten, von dem man je gehört hat, in hohem Bogen auf die Straße.
Jesus fand ihn und stellte ihm die oben zitierte Frage—
—die bei manchen zu einer weiteren Frage führt:

„Pastor, warum nennt sich Jesus in den Evangelien so oft Menschensohn. Hätte er sich nicht vielmehr Gottes Sohn nennen müssen?“

Er hat sich auch Gottes Sohn genannt, etwa in Johannes 10, 36 und an vielen anderen Stellen.
Aber er nannte sich auch Menschensohn.
Warum?
Das hat mit der Weissagung in Daniel 7, 13-14, zu tun, wo der Prophet sagt:

„Ich schaute in Gesichten der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum so, daß es nicht zerstört wird.“

Der „Sohn eines Menschen“ in diesem Text ist der Messias. Die Juden kannten diese Schriftstellen in und auswendig, denn sie sehnten den Messias seit Jahrhunderten dabei. Jesus, der sich „Sohn des Menschen“ nennt, bezieht sich auf Daniel und bekennt damit, dass er der Christus ist, der „Sohn des Hochgelobten.“ (Markus 14, 61).
Jesus ging nicht umher und nannte sich ständig in höchsten Tönen Gottes Sohn. Das wäre seltsam rübergekommen. Stattdessen nannte er sich Menschensohn und diejenigen, die das Wort Gottes kannten und Ohren hatten zu hören, verstanden ihn ganz genau.
Denn jedes Mal, wenn Jesus sich den biblisch weniger Beschlagenen öffnete und sich Gottes Sohn nannte, flogen hinterher die Steine. („Gotteslästerung!“)
Als er zu vielen geistlich gar nicht mehr durchdrang, verlegte er sich aufs Predigen von Gleichnissen. Wer die verstehen wollte, musste nachhaken. Wer das nicht tat, blieb unwissend.
Fragenstellen und Nachhaken ist gut.
Frag ruhig weiter.

"Und als er allein war, fragten ihn die, die um ihn waren, samt den Zwölfen nach den Gleichnissen. Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben, jenen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil." (Markus 4, 10-11).

Montag, 20. November 2017

Der Staat wird als Erlöser stark überschätzt

"Und es wird geschehen, wenn eines von den Völkern der Erde nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten: Über diese wird kein Regen kommen."
Sacharja 14, 17.

Da sich die Parteienlandschaft so zersplittert hat, hat bei der letzten Bundestagswahl keine Partei eine eindeutige Mehrheit bekommen. Nun müssen sich Koalitionen bilden, und das ist in der Sache schwierig. Denn niemand will von seinen Überzeugungen abrücken und Kompromisse schließen.
Die Wähler haben im September im Ergebnis den Wunsch nach einer Mitte-rechts-Regierung kundgetan, die sich vor allem um die Vermeidung der ungesteuerten Zuwanderung kümmern möge. CDU/CSU, FDP und AfD haben eine rechnerische Mehrheit. Die Bundeskanzlerin ist jedoch eine Grüne, (auch wenn sie in der CDU ist), und mit der Partei, deren Namen man nicht nennen darf, erlaubt man sich nicht zu koalieren, auch wenn man diesen "gärigen Haufen" dadurch womöglich schlagartig entzaubern würde. Und so verhandelten Union, FDP und Grüne über eine sogenannte Jamaika-Koalition—viele Wochen lang.
Ergebnislos.
Nun hat die FDP die Verhandlungen abgebrochen und Deutschland bleibt vorerst ohne legitimierte Regierung.
Auch gut.

Ich stehe ja grundsätzlich auf dem Standpunkt, dass Regierungen notorisch überschätzt werden. Solange die Sicherheit gewährleistet ist und die Verwaltung funktioniert, braucht man eigentlich gar keine weitere Regierung. Die erhöht nur ständig die Steuern. Regierungen meinen es natürlich immer gut, bedenken bei ihrem Aktionismus jedoch nur selten die unbeabsichtigten Konsequenzen ihrer Verordnungen und Gesetze. Und so verschlimmbessern sie die Welt oft, sodass man froh sein muss, wenn die Regierung einmal nichts macht.

Jamaika ist gescheitert.
Was nun?
Für mich wäre eine Minderheitenregierung die beste Lösung: Union und FDP lassen sich von der AfD tolerieren und ersparen der Nation so Neuwahlen. Merkel müsste sich mäßigen und könnte keinen ihrer berüchtigten Volten mehr hinlegen. Denn Euro-, Energie- oder Bevölkerungswenden ließen sich in einer solchen Konstellation nicht mehr durchsetzen. Wer weiß, vielleicht würden Deutschland und Europa sogar wieder zum Einhalten von Regeln zurückfinden.
Just a thought.

"Glücklich die Nation, deren Gott der HERR ist." (Psalm 33, 12).

Donnerstag, 16. November 2017

Gute Nachricht aus einem fernen Land

"Kühles Wasser auf eine lechzende Kehle, so ist eine gute Nachricht aus einem fernen Land."
Sprüche 25, 25.

Habe heute Morgen folgende E-Mail von unseren bewährten Missionskontaktleuten erhalten. Oben steht der Originaltext aus Indien, darunter die Übersetzung.

"Hallo Gert,

anbei ein Bericht aus Indien, ....
Er handelt auch über den Gemeinde Bau, und deswegen wollte ich den auch an Euch weiterleiten, da er ja von Euch finanziert wurde.
Ich hoffe der hilft Euch und informiert Euch gut darüber was mit der Investition geschehen ist.
Liebe Grüße,

A.

Detailed Report on Church Construction:
Detailierter Bericht über den Kirchenbau:
You provided the major financial contribution that helped us construct a church building in Jhalod, Gujarat. The area is so remote that finding a building made of concrete (like the one we built) is quite rare in the immediate vicinity because most of the people live in mud-houses. The building made such a difference for the church membership which was around 150 at that time. Before we constructed the building, they used to simply put up a large outdoor tent to worship in. During the Summer and Winter months, they could not worship in the Tent as it was either too hot or too cold and so they experienced great inconvenience. During summer they would worship simply in the shade of a large tree or group of trees. During the winter months, when it was too cold to worship in an outdoor Tent, they would meet in smaller groups inside houses of church members. Now, ever since we constructed the church building for them, they are able to meet in the same building at all times, including the Summer and Winter months.
           
Ihr habt den größten Teil an finanzieller Unterstützung beigesteuert, der uns geholfen hat das Gemeinde Gebäude in Jhalod, Gujrat zu bauen. Die Gegend ist so entlegen, dass ein Gebäude aus Zement (so wie wir es gebaut haben) sehr selten in der unmittelbaren Umgebung ist, weil die meisten der Leute in Lehm-Hütten leben. Das Gebäude hat einen sehr großen Unterschied in der Gemeinde Mitgliedschaft ausgemacht, welche um die 150 zu der Zeit war. Bevor wir mit dem Bau begonnen haben, hatten die lediglich ein großes Zelt im Freien aufgestellt, um dort ihre Gottesdienste abzuhalten. Während der Sommer- und Winter-Monate konnten sie nicht im Zelt die Gottesdienste abhalten, da es entweder zu heiß oder zu kalt war, was sehr unangenehm für alle beteiligten war. Während des Sommers haben sie einfach im Schatten eines großen Baumes oder einer Gruppe an Bäumen ihre Gottesdienste abgehalten. Während der Winter-Monate, wenn es zu kalt wurde um draußen in einem Zelt zu sein, haben sie sich in kleineren Gruppen in den Häusern der Gemeinde-Mitglieder getroffen. Seit dem Bau des Gemeinde Gebäudes, sind sie in der Lage sich immer im gleichen Gebäude zu treffen, sei es Sommer oder Winter.

For the church inauguration/dedication service which was held in November 12th, 2015 around 500 people showed up. There was great excitement and the Pastor (Jitendra) and his congregation and all the other people who attended the inauguration were extremely grateful for what we had done. There is no way we could have done something like this without your substantial financial contribution. Furthermore, after we constructed the building, their church attendance has grown by more than 40% (more than 60 people have been added to the church). Since the construction, this one church has begun a couple of branch-churches in a couple of other nearby towns. This has really helped this church expand and grow.
           
Bei dem Einweihungs-Gottesdienst, welcher am 12. November 2015 abgehalten wurde, waren ungefähr 500 Leute anwesend. Es war eine große Spannung und Pastor Jitendra und seine Gemeinde und all die anderen Leute die zur Einweihung aufgetaucht sind waren sehr dankbar für was wir getan hatten. Es wäre uns nicht möglich gewesen so etwas ohne euren wesentlichen finanziellen Anteil zu tun. Des weiteren ist der Gemeinde Besuch, seit der Fertigstellung, um mehr als 40% gestiegen (mehr als 60 Leute sind der Gemeinde hinzugefügt worden). Seit der Fertigstellung hat diese Gemeinde auch weitere Tochter-Gemeinden in ein paar der näher liegenden Städten gegründet. Dies hat der Gemeinde wirklich geholfen zu expandieren und zu wachsen."

Das ist doch mal ein guter Bericht.

"Ihr aber, Brüder, werdet nicht müde, Gutes zu tun." (2 Thessalonicher 3, 13).

Samstag, 11. November 2017

Wer ist Jesus für dich?

"Und sie sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josefs?" (Lukas 4, 22.

"Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." (Matthäus 16, 16).

Als Jesus in der Synagoge von Nazareth offenbarte, dass er der Kommende, der Prophet, der Christus, der Messias, der Sohn Gottes sei, waren die Leute von seinen „Worten der Gnade“, von seiner Eloquenz und Vollmacht, beeindruckt.
Und nahmen prompt Anstoß an ihm.
Denn sie wussten, dass der, der da behauptete „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat“, der Zimmermann war, der Sohn der Maria, der Sohn Josefs. Außerdem kannten sie seine Familie, seine Brüder Jakobus, Joses, Simon, Judas, und seine Schwestern.
Der Messias sollte ein Zimmermann sein?
Das stimmte mit ihren Vorstellungen vom Messias überhaupt nicht überein. Wenn der Messias dermaleinst kam, dann auf einem weißen Ross wie ein König, wie David seinerzeit. Mit dem Schwert in der Hand würde er das Joch der Fremdherrschaft zerschmettern. Und nun stand da ein Wanderprediger mit Zimmermannsausbildung vor ihnen, noch dazu einer, den sie seit seinem Kindesalter kannten.
Nach ein wenig Nachdenken waren sie nicht mehr beeindruckt.
Man hörte zwar, dass er in Kapernaum und Corazin mächtige Wunder getan hatte. Wenn er nun hier auch so loslegte, dann könnte man nochmal drüber reden. Bislang sah es jedoch nicht so aus.
Jesus machte sich nichts vor. Er merkte, dass die Menschen hier nicht bereit waren für ihn und zog davon. „Und er KONNTE dort kein Wunderwerk tun, außer daß er wenigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er zog durch die Dörfer ringsum und lehrte.“ (Markus 6, 5-6).
Die Nazarener hatten das falsche Bild von Jesus.
Denn er war in der Tat das, was er zu sein behauptete: Der Christus Gottes.
Ihr Unglaube neutralisierte die Kraft Gottes in ihrem Leben.

Ganz anders die Apostel. Sie sahen in Jesus nicht den Zimmermann, sondern den Mann Gottes.
Sie glaubten.
"Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus... und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn."
Als Petrus sein berühmtes Bekenntnis abgelegt, (siehe oben), und ihn Christus und Sohn Gottes nennt, gibt Jesus ihm und allen Gläubigen eine großartige Verheißung: "Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen." (Matthäus 16, 18).
Nicht Petrus ist der Fels, auf den die Gemeinde gebaut wird, sondern die Offenbarung, dass Jesus der Christus ist. (Petrus bedeutet Stein, nicht Fels, da ist ein Unterschied. Petrus als wichtiger Stein ist selber auf den Felsen gegründet).
„Und des Hades Pforten werden sie [die Gemeinde] nicht überwältigen!“
Die Macht der Hölle beißt sich an denen, die Jesus als Christus und Sohn Gottes bekennen, die Zähne aus.

Zwei unterschiedliche Sichten auf Jesus:
Die Nazarener bekamen nichts von Gott, die Apostel hingegen wirkten mit großer Vollmacht. Weil sie Jesus ernstnahmen und ihm ernsthaft nachfolgten.

Wer ist Jesus für dich?
Ist er dein Kumpel? Oder ist er dein Herr und Gott?

"Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein." (Offenbarung 21, 6-7).

Freitag, 10. November 2017

Mainstreaming madness

"Der Tor spricht in seinem Herzen: "Es ist kein Gott!" Sie haben Verderben angerichtet und abscheuliches Unrecht geübt."
Psalm 53, 2.

Nach und nach kommt es raus, doch man muss schon genau hinschauen, damit man es erfährt.
Wie schon der Trump-Hasser, der im Juni eine Gruppe republikanischer Kongressabgeordneter beim Baseball-Training (für eine Wohltätigkeitsveranstaltung) beschoss und teils schwer verwundete, war auch der Kirchenkiller von Texas streitsüchtiger Atheist und Anhänger des extrem linken ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders (der mit diesen Vorfällen nichts zu tun hat).
Der Mordschütze von Las Vegas neigte angeblich Hillary Clinton zu.

Der Mörder von Texas war vorbestraft und hätte eigentlich keine Waffen besitzen dürfen. Dass er doch welche besaß, lag nicht an irgendwelchen zu laschen Gesetzen, sondern daran, dass Bürokraten bestehende Gesetze nicht sorgfältig genug umgesetzt haben. So meldete die Air Force die unehrenhafte Entlassung des Täters nicht an die entsprechenden Behörden, Straftaten wurden nicht registriert, usw.
Das strengste Gesetz hilft nichts bei Schlendrian.
Und Verbrecher kümmern sich per Definition nicht um Gesetze. Anis Amri hatte zwar eine Waffe, aber keinen Waffenschein.
Die Kongressabgeordneten wären heute tot, hätten nicht Beamte von der Capitol Police mit ihren Waffen eingegriffen.
Als Amri einen französischen Polizisten beschoss, schoss der (mit einer Waffe) zurück und neutralisierte den Terroristen.
Im Falle des Killers von Texas griff ein gesetzestreuer Bürger zu seiner AR-15, (einer martialisch ausehenden Minikaliberbüchse), und verhinderte so ein weiteres Morden.
Muss man auch sehen.
Es gibt gute Waffen und böse Waffen, je nach dem, in wessen Hand sie sich befinden.

Es wäre ausgesprochen hilfreich, wenn die Presse weniger Hetze, etwa gegen den amerikanischen Präsidenten, in die Welt setzen würde. Man muss den Typen nicht mögen. Ich bin auch kein Fan. Sein Stil ist grottig und manchmal zum Fremdschämen. Aber die Hasstiraden, die ich in den Blättern diesseits und jenseits des großen Teiches regelmäßig zur Kenntnis nehmen muss, lassen mich nicht an Trump, sondern am Verstand der Schreiber zweifeln. Von Ausgewogenheit oder Fairness in der Berichterstattung, oder gar gutem Willen keine Spur.
Manchmal wird dem Mann das Wort im Mund herumgedreht.
Diese Hetze wirkt auf labile Gemüter anfeuernd, sie verstärkt die teuflischen Tendenzen im Herzen dieser Leute, und dann kommt's zu Verbrechen wie den oben erwähnten. (Verhält sich bei Terroristen genauso).

"Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen." (Sprüche 18, 21).

In welcher Tonlage denkst du, wenn du in deinem Kopf mit dir allein bist? Ist dein Denken auch von Hass und Hektik gekennzeichnet, oder kommst du trotz all dem Chaos in der Welt noch ab und zu zur Ruhe?

Montag, 6. November 2017

Der Tod in Texas

"Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, darüber sinnt nach! Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein."
Philipper 4, 8-9.

Texas ist das Bayern Amerikas, (nur flacher). Alles ist dort ein bisschen größer, (bis auf die Berge). Die Deutschen waren dort, soweit ich weiß, auch die größte Einwanderergruppe. (Als ich vor vielen Jahren mit meiner Frau in San Antonio war, fuhr prompt auch noch ein Laster von Löwenbräu die Straße hinunter und hat mich restlos überzeugt).
Nun hat nahe San Antonio ein unehrenhaft aus dem Militär entlassener Soldat eine kleine Baptistengemeinde heimgesucht und während des Gottesdienstes 26 Menschen erschossen. Es handelt sich um das schlimmste Massaker in der Geschichte des stolzen Staates.
Furchtbar.
Gott stehe den betroffenen Familien bei.
In Amerika wüten zur Zeit starke antichristliche Kräfte. Der Todesschütze von Nevada etwa feuerte in eine Menge von Konzertbesuchern, die kurz zuvor das Lied „God bless America“ gesungen hatte—und nicht etwa die Atheistenhymne „Imagine (there's no Heaven...)“ von John Lennon. Zwar besteht das halbe Kabinett des Präsidenten aus überzeugten Christen, der Präsident selber ist nicht feindselig (im Gegensatz zu Obama), doch die Hälfte des Landes und nicht zuletzt die Mehrheit in den Medien ist schier rasend in ihrer Ablehnung alles Christlichen.
Was tun?
Die üblichen Verdächtigen verlangen nun wieder eine Verschärfung der Waffengesetze. Doch Waffengewalt ist nur das Symptom, und nicht die Ursache für das Problem. In Österreich und der Schweiz—und nicht zuletzt Israel sind Waffen mindestens genauso verbreitet wie in den USA, ohne dass es dort zu ähnlichen Vorfällen kommt (außer im Fall Israels durch Mohammedaner). Nun haben diese Länder natürlich auch nicht das Problem der großen amerikanischen Städte, in denen sich Gangster gegenseitig erschießen und so für eine verzerrte Statistik und die entsprechende Berichterstattung sorgen. Ich habe in der Schweiz und in Jerusalem sehr junge Männer mit Sturmgewehren, keinen „Sturmgewehren“, (keinen martialisch aussehenden Kleinkaliber-Halbautomaten), durch die Stadt ziehen oder auf den Bus warten sehen. Und niemand dachte sich offenbar was dabei.
In New York fuhr ein bärtiger Usbeke mit einem geliehenen Lieferwagen kilometerweit einen Radweg entlang und mähte einen Radfahrer nach dem anderen um, bevor er irgendwann ausstieg und, wenig überraschend,  "Alla ackbar" zu brüllen anfing. Seine Waffe war ein Auto, seine Opfer waren Radfahrer. Doch niemand spricht davon, Autos, bzw. Radwege, verbieten zu wollen.
Wer bloß Waffen verbieten will, macht es sich zu leicht.
Es kommt nämlich auf die Prägung im Kopf an.
Wer, wie die Amerikaner, von Kindesbeinen an ein hohes Maß von Waffengewalt in Funk, Film und Fernsehen vorgesetzt bekommt, der gewöhnt sich mental daran. Der stumpf ab. Der betrachtet das als normal, ja legitim. Die Hemmschwelle, Waffen einzusetzen, sinkt.
Erstaunlicherweise haben die meisten Verbrecher keine Ahnung von Waffen, auch wenn sie sie mit sich herumschleppen. Ihnen fehlt daher der Respekt vor den Dingern.
Doch ich schweife ab.
Hollywood trägt definitiv Mitverantwortung solchen Vorkommnissen. Die Glitzerstadt muss sich fragen, ob man die Leute nicht auch anders unterhalten könnte als mit fake violence, in Szene gesetzten Gewaltsexzessen. Paulus empfiehlt den Leuten, Gutes, Reines, Tugendhaftes und Lobenswertes gewohnheitsmäßig im Kopf zu bewegen, darüber nachzudenken. Dann herrscht Frieden.
Das hat was.

"In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden." (Johannes 16, 33).

Donnerstag, 2. November 2017

Batman gibt nicht auf

"Lasst nun auch uns… mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens."
Hebräer 12, 1-2.

Forscher haben Kindern langwierige Aufgaben gestellt, um zu sehen, wie schnell sie aufgeben. Man hat ihnen zum Beispiel einen Bund mit vielen Schlüsseln in die Hand gedrückt und vor einem verschlossenen Behälter gesetzt. Sie sollten nun aus der Menge der Schlüssel den Schlüssel finden, der zum Schloss passte.
Ein Handy mit bunten Spielen lag auch in der Nähe. Den Kindern wurde gesagt, dass sie unterbrechen und spielen dürften, falls die Arbeit ihnen zu lang werden würde. Die Versuchung lag also gleich nebendran auf dem Tisch.
Und viele hielten nicht besonders lang durch.
Doch einige Kinder hatte man in Superheldenkostüme gesteckt.
Und prompt waren diese diejenigen, die am hingegebensten und ausdauerndsten nach dem richtigen Schlüssel suchten.
Warum?
Sie waren Batman!
Und Batman gibt nicht auf. Er ist ein Superheld, dessen Aufgabe, ja Identität darin besteht, unlösbare Probleme zu lösen, Probleme, an denen alle anderen scheitern. Superman löst superschwere Aufgaben. Ist eine Aufgabe nicht superschwer, braucht man keinen Superman zur Lösung. Die Superkinder arbeiteten konzentriert und klapperten mit den Schlüsseln, bis sie den richtigen gefunden hatten.
Kleider machen Leute.

Unser Superheld ist Jesus.
Die Bibel sagt, wir sind „in Christus.“ (Galater 3, 28).
Paulus sagt sogar: „Zieht den Herrn Jesus Christus an.“ (Römer 13, 14).
Er ist unsere Identität. Wer ihn anzieht, zieht auch seine Problemlösungskompetenz mit an.
Jesus ist ein Überwinder. Er erlöst Menschen von ihren Problemen. Er gibt nicht auf. Er bleibt dran, bis er zum Sieg durchgedrungen ist—auch wenn ihn dieser Sieg etwas kostet, (zum Beispiel einen Gang ans Kreuz).
Wenn du wieder einmal vor einem dödeligen, langwierigen, unlösbaren Problem stehst: Du hast Jesus angezogen. In ihm bist auch du ein Überwinder. Gib nicht auf bist du den Sieg davongetragen hast. Jesus ist dabei der Schatten über deiner rechten Hand.

"Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus." (2 Korinther 2, 14).

Dienstag, 31. Oktober 2017

Reformation Now!

"Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie ihm behalten."
Johannes 20, 23.

Vor mehr als 500 Jahren entdeckte der Bischof von Rom die obige Schriftstelle als Geschäftsmodell. Er als Stellvertreter Christi auf dem Stuhl Petri hatte die Macht, Sünden zu vergeben. Diese Vergebung konnte man sich in Form von Ablassbriefen käuflich erwerben.
Sehr praktisch, nicht?
Der Papst brauchte damals dringend Geld, da er mit dem Bau des Petersdoms beschäftigt war und Raffael, Michelangelo und Kollegen schließlich bezahlt werden wollten. Was lag da näher, als das Seelenheil käuflich zu machen?
Strenggenommen verkaufte der Papst nicht das Seelenheil, sondern nur eine Minderung der Strafe für Sünden, eine Verkürzung des Aufenthalts im Fegefeuer.
Nun spricht die Bibel zwar ausführlich über Himmel und Hölle und wie man dort hingelangt. Von einem Fegefeuer steht jedoch nirgends etwas. Schon gleich gar nicht davon, dass man sich aus diesem Feuer herauskaufen kann. Auch das Wort "Papst" kommt in der Bibel nicht vor, noch wird irgendwo gesagt dass der Bischof von Rom der Nachfolger Petri sei oder gar der Stellvertreter Christi. (Laut 1 Petrus 2, 9 sind alle Christen Könige und Priester). Doch die Ängste der Menschen damals waren groß und die Botschaft der Bibel im Volk unbekannt, und so klingelte so manche Münze im Kasten der Ablasshändler.
Martin Luther war das ein Dorn im Auge.
Der Augustinermönch aus Eisleben kannte sich aus mit der Angst um das Seelenheil, hatte er doch selbst gewaltig unter seiner Verdammnisgewissheit gelitten. Keine Wallfahrt, kein Ablassbrief und keine Bußübungen konnten ihr abhelfen. Luther war verzweifelt.
Eines Tages saß der junge Professor in seinem Arbeitszimmer im Südturm des Augustinerklosters zu Wittenberg und las die Bibel. Er las sie bedächtig, langsam, nachdenklich, wie Gott dies Josua, dem verunsicherten Nachfolger Moses, aufgetragen hatte. (Josua 1, 8: „Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist. Denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.“)
Und da passierte es!
Während er Römer 1, 16-17, josuamäßig nachsinnend, auf sich wirken ließ, traf ihn ein innerer Blitz, eine unerwartete Erleuchtung: Das Evangelium ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden. Der Gerechte wird durch Glauben leben!
Nicht Bußübungen, Geldzahlungen oder Wallfahrten machten den Menschen annehmbar für Gott, sondern der Glaube an das vollbrachte Erlösungswerk Jesu Christi.
Die Erlösung war ein Geschenk, kein Geschäft.
Seine Verdammnisgefühle waren weggeblasen, große Freude und Heilsgewissheit zogen ins Herz Luthers ein. Er glaubte Gottes Wort. Die Erlösung war wirksam geworden. Er war gerettet.
Bald darauf schrieb er 95 Thesen über den Glauben und gegen den Ablasshandel auf einen Bogen Papier, schnappte sich Hammer und Nägel und klopfte heute vor 500 Jahren sein Thesenpapier an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg—nicht bevor er sie an den Erzbischof geschickt hatte, der Ablässe verkaufte, um mit dem Geld seine Schulden bei den Augsburger Fuggern zu bezahlen.
Weder der Erzbischof noch der Papst waren sonderlich begeistert über die große Gewissensfestigkeit des zur biblischen Lehre zurückkehrenden Mönchleins. Doch das Wort Gottes wurde wieder verkündigt und trat seinen neuerlichen Siegeszug um die Welt an.
Und so ist es bis heute.

"Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden. Wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.
Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte." (Markus 16, 15-16 + 20).

Freitag, 27. Oktober 2017

Tierische Götzen

"Darum hat Gott sie dahingegeben..., sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit."
Römer 1, 24-25.

Vieles, was eigentlich falsch ist, gilt momentan als richtig.
Beispiel Tierschutz.
Tierschutz ist an sich eine gute Sache. Doch man kann das auch übertreiben. Dann wird aus dem edlen Tierschutz törichter Götzendienst.
Bei uns in der Nähe ist es beispielsweise so, dass ein wichtiges Straßenbauprojekt ein halbes Jahr lang liegenbleibt, weil irgendjemand einen Hamster auf einem angrenzenden Feld entdeckt hat. Dieser Hamster ruht nun, denn Hamster halten Winterschlaf. Zehntausende Autofahrer kommen nicht voran, weil den Straßenbauern verboten wurde, den Hamster beim Schlafen zu stören.
Wahnsinn oder?
Hamster haben offenbar eine mächtigere Lobby als ungeborene Kinder oder alte Leute.
Was aber, wenn dieser Hamster nicht mehr aufwacht? Weil ihn längst der Fuchs geholt hat oder die Katz, oder der Bussard oder das Wiesel.
Vielleicht gar ein Mauswiesel, denn dieses kleinste Landraubsäugetier der Welt jagt auch in den engen Gängen von Mäuse- und Hamsterbauen. Ein schlafender Hamster käme einem solchen Viech gerade recht.
Ein hungriger Sperber wurde vermutlich auch nicht Nein sagen, wenn er einen müden Criceta aus seinem Bau heraus träge in die Oktobersonne blinzeln sähe.
Die Natur hält sich nun mal nicht an Artenschutzgesetze.
Manche Hamster werfen sich übrigens, um sich zu schützen, bei Gefahr auf den Rücken und stoßen schrille Schreie aus. Da vom Hamster lernen siegen lernen bedeutet, erwarte ich eigentlich täglich den Politikervorschlag, bedrängte Jungfrauen in Gefahr mögen sich genauso verhalten.

Ein ähnliches Thema ist der Wolf.
Wölfe überwinden Zäune, Esel und superscharfe Hütehunde und richten ein Blutbad in einer Schafherde an, doch die Damen und Herren vom Amt juckt das nicht. Im Gegenteil. Sie sind begeistert darüber, dass ein Topprädator Deutschland abermals zur Heimat erkoren hat.
In Niedersachsen löschen Wölfe den 100 Jahre alten, seltenen, kostbaren Mufflonbestand aus, doch die armen Wildschafe befinden keinen Fürsprecher. Sie werden, wie alles Wild, inoffiziell zu Wolfsfutter umdeklariert.
Warum nur?
Wölfe haben hierzulande keinerlei Nutzen. Wir brauchen sie nicht. Sie sind gefährlich.
Da sie keine Fressfeinde haben und die Jagd auf sie verboten ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Mensch durch sie zu Schaden kommt.
Dann ist das Geschrei groß.
Denn ein Wolf ist nicht doof: Wenn er für seine Übergriffe nicht bestraft wird, wird er immer dreister. Das Raubtier kann für seine Dreistigkeit nichts. Der Mensch hingegen ist (angeblich) vernunftbegabt. Wölfe sollten aus unserem Land wieder verabschiedet werden.

Im Mittelpunkt eines vernünftigen Weltbildes darf nicht das Tier, sondern muss der Mensch stehen. Und zwar der Mensch Jesus Christus. Gut ist, was Jesus gutfindet, und schlecht, was er schlechtfindet. Gesellschaften, die sich ihn als Vorbild genommen haben, sind in der Vergangenheit gut gefahren.
Wann immer allerdings der gefallene Mensch—oder gar ein einzelner gefallener Mensch—das Maß aller Dinge wurde, hatte die Gesellschaft nichts zu lachen.

"Und David sagte zu Gott: ... Bin ich es doch, der gesündigt und Böses getan hat! Aber diese Schafe, was haben sie getan? HERR, mein Gott, laß doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein, aber nicht gegen dein Volk mit dieser Plage." (1 Chronik 21, 17).

Dienstag, 24. Oktober 2017

Transhumane Wesen?

"Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut."
1 Mose 1, 31.

„Pastor, wir sind dabei, eine neue Evolutionsstufe zu erklimmen. Denn die modernen Digitaltechnologien helfen uns und machen uns zu Menschmaschinen, die viel besser sind als die momentanen Menschen.“

Es gibt tatsächlich Wissenschaftler—renommierte Psychologen—die schon seit Jahren behaupten, Gott gäbe es nicht, sondern er sei gerade dabei, sich zu bilden. Sie imaginieren da eine allmächtige, oder zumindest allwissende Künstliche Intelligenz, die sich ins All hinaus ausdehnt und den Menschen weit überflügelt.
Naja.
Zur gestellten Frage:
Ich denke nicht, dass man das menschliche Nervensystem durch irgendwelche Eingriffe künstlich optimieren kann. Das ist schon vollkommen, so wie es ist. Sehr gut eben.
Und Smartphones, auch wenn man sie in den Körper implantieren könnte, sind noch lange kein zusätzliches Körperteil. Sie sind Maschinen, die bestimmte Aufgaben erfüllen, wie ein Herzschrittmacher, eine Schaufel, eine Schreibmaschine, ein Auto, eine Kontaktlinse oder eine Rakete auch. Ein Smartphone mit Internetzugang ist nichts weiter als ein verherrlichter Telefonjoker.
Der Blick auf Gentechnologien ist da vielversprechender.
Angenommen, man könnte das Genom des Menschen so weit optimieren, dass nur noch kerngesunde, begabte, langlebige Leute gezeugt werden, die allesamt nur sehr geringe Abweichungen vom internationalen Standardschönheitsideal aufweisen: Welche Konsequenzen hätte dies für die Menschheit?
Womöglich gute.
Wenn alle wirklich gut aussehen, dann orientiert man sich bei der Partner-, Personal- und Freundeswahl nicht mehr an Äußerlichkeiten. Die Persönlichkeit, die den Menschen eigentlich ausmacht, träte viel stärker in den Vordergrund. Fände ich nicht schlimm.
Vielleicht lässt Gott eine solche Entwicklung ja zu.
An einen bevorstehenden Evolutionssprung glaube ich aus einer Vielzahl von Gründen nicht. Denn es gibt letztlich nur einen wahren Optimierer.

„Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig.“ (Offenbarung 21, 5).

Freitag, 20. Oktober 2017

Nahtoderfahrung bloß ein Hirnblitz?

"Da bildete Gott, der HERR, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens. So wurde der Mensch eine lebende Seele."
1 Mose 2, 7.

Immer wieder gibt es Berichte über erstaunliche Nahtoderfahrungen. Menschen sterben, ihr Herz bleibt stehen, die Atmung hört auf, es sind keinerlei Hirnströme mehr zu messen. Doch dann werden sie durch hohe Ärztekunst gewaltsam ins Leben zurückgeholt. Durch die starken Stromstöße eines Defibrillators wird die Herzaktivität künstlich wiederhergestellt.
Und manche wachen tatsächlich wieder auf.
Sie beschreiben dann, was sie in der Zeit ihres Totseins erlebt haben. Sie konnten hören, was Ärzte und Schwestern sagten, ja sie konnten sogar sehen, was diese taten. Mit toten Augen wohlgemerkt!
Nun ist es so: Die Wissenschaft unserer Tage hat eine stillschweigende, wenn auch unnötige, ja überflüssige Übereinkunft: Es darf keinen Gott geben. Entsprechend gibt es in diesem Wissenschaftsbild auch keine unsterbliche Seele.
Besonders clevere Forscher sind nun angesichts der erstaunlichen Erfahrungen von Patienten nach Todeseintritt auf die Behauptung verfallen, das Hirn lasse sich Zeit mit dem Sterben, der Tote sei gar nicht tot, sondern dämmere noch viele Minuten in einem orgiastischen Rausch vor sich hin, bevor dann endgültig Schluss sei.
Nun ja.
Ich will ganz offen sein: Die Schlussfolgerungsleistung dieser Mediziner erscheint mir so gehaltvoll wie Brennsuppe, (besteht aus Wasser und Mehl). Ich hätte da nämlich durchaus noch Fragen. Liebe Biologisten: Wie erklärt ihr euch die Tatsache, dass viele Verstorbene die Wiederbelebungsversuche mit klarem Verstand von oben zu beobachten in der Lage waren? Sie hatten ihren Körper verlassen, sahen sich selber liegen, und schwebten über der Szenerie. Sie sahen und hörten was geschah, und waren hinterher in der Lage, detailliert--und realitätsgetreu!--darüber zu berichten. Das kann niemand, der angeblich gerade mittels körpereigenem Drogencocktail im Nirwana versinkt.
Mir scheint da viel plausibler, was Gott sagt: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Johannes 11, 25).
Gott lebt. Er ist der ewige Gott.
Die Seele gibt's. Auch sie lebt ewig.
Kommt nur drauf an, wo.

"Erkennt, daß der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst." (Psalm 100, 3).

Dienstag, 17. Oktober 2017

Der Missionsbefehl, invertiert

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe."
Matthäus 28, 19-20.

Am Sonntag kam in der Gemeinde eine Mutter, die zeitweilig fremde Kinder bei sich aufnimmt, auf mich zu und erzählte mir vom neuesten Vorschlag des Jugendamts. Die hätten da einen 16-jährigen Moslem, den die Familie bitte für anderthalb Jahre übernehmen möge. Seine Bedingung sei, sie sollen das Kreuz in seinem Zimmer abhängen und ihn regelmäßig zur Moschee fahren.
Die Familie hat dankend abgelehnt.
Was soll man da auch sagen? So wird das mit der Integration nichts.
Überhaupt: So benimmt sich kein Bittsteller, kein dankbarer, demütiger mittelloser internationaler Nutznießer des deutschen Sozialsystems, sondern ein selbstbewusster Eroberer. Der will, daß wir uns in seine Welt integrieren. (Denn sonst würde er nach Saudi Arabien gehen. Dort gibt's keine Kreuze, und Moscheen haben die in Hülle und Fülle.)
Das Jugendamt merkt das nicht, doch es verbalisiert einen invertierten Missionsbefehl. Jesus hat nicht gesagt: „Lasst alle Nationen zu euch kommen, verleugnet euren christlichen Glauben und lasst euch von den 16-jährigen Dauergästen, die ihr durchfüttert, über Gott aufklären.“
Er sagte genau das Gegenteil.
Wir sollen in die Welt gehen, die Menschen überzeugen und sie dann lehren.
Wir haben die Botschaft, die allein in der Lage ist, Frieden in den Herzen der Menschen zu bewirken. Es ist seine Botschaft. Es ist das vielfach verleugnete christliche Fundament, das uns trägt, das unsere Wirtschaft- und Gesellschaftsform noch immer prägt, und das dafür verantwortlich ist, dass wir Frieden und Wohlstand haben. Weshalb sollten wir Lehren übernehmen, die den Völkern, die nun zu uns strömen, nur Unheil gebracht haben?
Ich pfeif auf den feigen Multikulturalismus unserer Tage.

Was ich will, ist eine christliche Gesellschaft, die sich auf ihre Wurzeln besinnt und im Glauben lebt. Die das Wort Gottes hört und tut. Die die Herrschaft des Rechts bewahrt und dem Unrecht nicht nachgibt. Alles andere käme einer Selbstaufgabe gleich.
Nicht mit mir.

„Wacht, steht fest im Glauben. Seid mannhaft, seid stark!“ (1 Korinther 16, 13).

Freitag, 13. Oktober 2017

Lachen im Gottesdienst

"Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus."
Sprüche 17, 22.

„Pastor, in deinen Gottesdiensten lachen die Leute manchmal. Sie lachen sogar ziemlich oft. Manchmal bist du tatsächlich unterhaltsam. Doch ist das dem Herrn wirklich angemessen?“

In der Tat haben die Hörer von Predigten oft nichts zu lachen. Ich vermute aber, diese Verkündiger können genauso wenig aus ihrer Haut raus wie ich. Man predigt, und dann ist es wie es ist. Wenn ich mich salbungsvoller geben würde als ich bin, würden die Leute vermutlich erst recht lachen.
Und das zu recht.
Was sagte einst die unvergleichliche und weise Mary Poppins? „A little bit of sugar makes the medicine go down.“ Zu deutsch: „Während du an der Haustür humorig unterhalten wirst, zwängt sich die Wahrheit durchs Toilettenfenster.“
Also.
Wenn du einem Prediger erlaubst, so zu sein wie er ist, dann empfängst du etwas von ihm. Wenn du ihn innerlich zensierst, stehst du dir selbst im Weg. Wenn alle lachen, selbst der Herr, nur du nicht, dann geht der Segen an dir vorbei. Das wäre in der Tat bedauerlich.

"Wir sind Mitarbeiter an eurer Freude." (2 Korinther 1, 24).

Dienstag, 10. Oktober 2017

Wyatt was here!

"Und die große Volksmenge hörte ihn gern."
Markus 12, 37.

Wir hatten eine wunderbare Zeit mit unserem Gast aus Süd Karolina. Eine der Predigten von Pater Braun ist im Moment "Botschaft der Woche" auf der Homepage. Ihm hat's auch gefallen, er beehrt uns sicher wieder.

Er und ich haben uns auch über die Vorkommnisse in Las Vegas unterhalten. Wir haben festgestellt, dass sich die Medien überaus zurückhalten, was die Person und die Motive des Todesschützens vom Mandalay Bay angeht.
Das ist natürlich nicht falsch.
Doch gäbe es Anzeichen dafür, dass der Täter Konservativer, Anhänger der republikanischen Partei oder gar ein psychisch labiler "Christ" gewesen wäre, würde dies auf allen Kanälen pausenlos und bis zum Erbrechen wiederholt werden. Dass solches NICHT erwähnt wird, spricht Bände. (Wer erinnert sich noch an den durchgeknallten Hillary-Anhänger und bekennenden Sozialisten, der Kongressabgeordnete der Republikaner beim Baseballspiel beschoss und schwer verletzte? Der verschwand nach kurzer Erwähnung in der medialen Versenkung).
Vielleicht hat der Islamische Staat doch recht, wenn er diesen Massenmörder für sich reklamiert. Im Nahen Osten soll er ja gewesen sein. Auch die amerikanische Presse neigt manchmal zur Lücke.

"Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, auch ist nichts geheim, was nicht bekannt wird und ans Licht kommt." (Lukas 8, 17).

Freitag, 6. Oktober 2017

Wyatt Brown im CGZ!

"Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt."
Kolosser 4, 6.

Am Samstag, 19:30 Uhr, und am Sonntag, 10:30 Uhr, wird Pastor Wyatt Brown aus Greenville, USA, im Christlichen Glaubenszentrum sprechen. Pastor Brown war vor 2 Jahren schon einmal bei uns, viele erinnern sich sicher noch. Wir hatten damals eine gute Zeit mit ihm und ich freue mich, dass er wieder zu uns kommt.
Das Wort von Pastor Wyatt ist immer mit Salz gewürzt und nicht fad.

Er wird bereits heute abend, Freitag, 6. Oktober 2017, um 19:30 Uhr bei unseren Freunden in der Biblischen Gemeinde Schweinfurt und Pastor René Stebani in der Kornacher Straße einen Gottesdienst halten. Dann kommt er zu uns, um am Sonntagabend noch einmal in der BGS zu predigen. Ungewöhnliche Konstellation, aber unsere brüderliche Flexibilität ist ja legendär. (Der Termin in der BGS hat sich kurzfristig ergeben).

Mittwoch, 4. Oktober 2017

"Bibelkommentar, Bd. 3: Abraham" veröffentlicht

"Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.“
Römer 4, 19-20.

Abraham ist eine der einflussreichsten Personen der Menschheitsgeschichte.

Habe heute den dritten Teil meines Bibelkommentars auf Amazon veröffentlicht. Es geht darin um Abraham. Wer Fragen zu dieser biblischen Persönlichkeit hat, findet dort möglicherweise die Antwort.
Amazon wird das Buch in Kürze freischalten.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Das Risiko der Freiheit und wie man sie behält

"Ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder. Nur gebraucht nicht die Freiheit als Anlaß für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.“
Galater 5, 13.

Freiheit lebt von der Selbstbeherrschung des einzelnen.
Große Freiheit setzt große Selbstbeherrschung voraus. Ist keine Selbstbeherrschung vorhanden, wird die Freiheit durch Regeln—Gesetze—beschnitten. Ist überhaupt keine Selbstbeherrschung vorhanden, steht die Diktatur vor der Tür, der Feind der Freiheit schlechthin.

Freiheit bedeutet NICHT, alles tun zu können, was einem beliebt. Wahre Freiheit ist vielmehr, nicht alles tun zu müssen, was einem gerade durch den (fleischlichen) Sinn fleucht. Selbstbeherrschung und wahre Freiheit gehen Hand in Hand.

Christen werden zur Nächstenliebe, und damit zur Selbstbeherrschung, erzogen. Unter Christen gilt: Nicht allein was ich will zählt, sondern auch was der andere will. Deswegen nehmen sich Christen zurück und lassen schon mal dem anderen den Vortritt.
Nur eine Gesellschaft, in der der eine den anderen respektiert, kann eine freie Gesellschaft sein. Die rücksichtsvollste Gesellschaft ist die freiste. Achtet der eine den andern höher als sich selbst, entsteht im Lauf der Zeit eine wirkmächtige Zivilisation. Deswegen sind christlich geprägte Gesellschaften, (und solche, die diese imitieren), die freiesten Gesellschaften der Welt.
Geht das Christentum, und damit die Selbstbeherrschung, den Bach runter, mehren sich die Übertretungen. Diese wiederum führen zu verschärften Gesetzen. Diese sind natürlich wirkungslos, denn Übertreter scheren sich nicht um Gesetze. So engen verschärfte Gesetze stets nur die ein, die sich sowieso an die Regeln halten. Eine unfreie und bedrückende Gesellschaft entsteht.
Der Freiheit muss man sich würdig erweisen.

1776 wehrten sich die Menschen in den amerikanischen Kolonien gegen den englischen Tyrannen und seine Truppen. Um die Tyrannei zu besiegen waren Waffen unabdingbar. Die Kontinentalarmee unter Washington gewann bekanntlich, und als die Amerikaner dann ihren eigenen Staat gründeten, maßen sie dem legalen Waffenbesitz Verfassungsrang zu. Für den Fall, dass sich auch in ihrem Land einmal ein Tyrann erhebt.
Allgemeiner Waffenbesitz war deswegen kein Problem, weil die Bürger verantwortungsbewusst mit ihren Waffen umgingen. Amerika war von der christlichen Ethik durchdrungen. Auch heute schießen dort 12-jährige Bauernbuben mit Kleinkalibergewehren auf Ratten und keiner denkt sich was dabei.
Nun hat in diesen Tagen ein 64-jähriger weißer Amerikaner, durch eigene Anstrengung zum mehrfachen Millionär geworden, (also eigentlich den amerikanischen Traum lebend), 59 unschuldige Konzertbesucher mit mehreren zu Vollautomaten umgebauten Gewehren erschossen und so das größte Massaker dieser Art in der Geschichte der USA begangen.
Warum?
Ja warum.
Der Besitz vollautomatischer Waffen ist auch in den Vereinigten Staaten für Privatpersonen strikt verboten. Offenbar ist es möglich, gewöhnliche Halbautomaten so umzubauen, dass sie Dauerfeuer ausspucken. Dies wiederum setzt böse Absicht voraus. Das Böse wiederum wird bekanntlich durch Gesetze nicht besiegt. Höchstens eingehegt. Ganz üble Sache.

Die geistliche Sicht auf diese Dinge?
Es ist so:
Wenn eine Gesellschaft ein bestimmtes Maß an Gottlosigkeit und gottlosem Verhalten überschritten hat, zieht Gott sich zurück. Ein Riss tut sich auf in der Schutzmauer um ein Volk, ein Land, eine Nation. Dann passieren solche Dinge.
Gott sagte einst zu Abraham, er könne das Land Kanaan momentan noch nicht in Besitz nehmen: „denn das Maß der Schuld des Amoriters ist bis jetzt noch nicht voll.“ (1 Mose 15, 16). Erst 430 Jahre später war es soweit, dass Israel Kanaan einnehmen konnte.

Auch wenn es den politischen Akteuren diesseits und jenseits des großen Teiches nicht mehr bewusst ist: Unsere Gesellschaften sind immer noch stark vom Christentum geprägt. Hüben und drüben leben Millionen von Kindern Gottes, die Gott nicht aufgeben und nicht verlassen wird. An seinem guten Willen besteht kein Zweifel.
Die Chance zur geistlichen Erneuerung besteht somit.
Es liegt an uns, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, in dem wir entsprechend leben, das Wort Gottes in unserem Leben an erste Stelle stellen, und den Mund nicht halten.
Und Gott fordert uns in diesen Zeiten der Krise, in der der Schutzwall um unsere Länder Risse bekommen hat, auf zu beten:

„Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir für das Land in den Riß treten könnte, damit ich es nicht verheeren müßte. Aber ich fand keinen.“ (Hesekiel 22, 30).

Gott soll dasselbe nicht über uns sagen müssen.

Freitag, 29. September 2017

Waldemar Sardaczuk in der „OnlineKirche“

„Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten!
Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten.
Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen.
Der mit Gutem sättigt dein Leben.
Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler.“
Psalm 103, 2-5.

Der Gottesdienst mit Waldemar Sardaczuk ist nun in unserem YouTube-Kanal „OnlineKirche“ zu sehen. Er heißt „Brauchst du einen Regierungswechsel?“ Was für ein Titel. Doch keine Angst, es handelt sich nicht um eine politische Predigt. Es geht um etwas viel wichtigeres.

Bruder Waldemar ist schon ein Typ. Er ist 82 Jahre alt und reist immer noch kreuz und quer über den Planeten, um das Evangelium von Jesus weiterzuerzählen. Heuer war er bereits in den Vereinigten Staaten und einer Reihe anderer Länder. Als er bei uns war hat er mich eingeladen, nächsten Monat mit ihm nach Moskau zu gehen oder im nächsten Jahr nach Sibirien. Andere machen sich in seinem Alter Gedanken um die Pflegestufe. Er hingegen stellt mit seinen Aktivitäten weit jüngere Leute in den Schatten.
Gott segne ihn und gebe ihm noch viele Jahre.

Dienstag, 26. September 2017

Oh weh, oh weh, die Af…

„Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus, aber die Narrheit reißt es mit eigenen Händen nieder.“
Sprüche 14, 1.

Der Wähler hat gewählt, die Schlacht ist geschlagen.
Die alte Kanzlerin wird auch die neue. War eh klar. Jeder der CDU/CSU, SPD, FDP oder Grüne gewählt hat, hat Merkel gewählt.
Doch das tat nicht jeder.
Die Regierungsparteien haben miteinander rund 14 % an Zustimmung verloren und sind in der Wählergunst auf historische Tiefststände abgesunken.
Frau Merkel hat quasi im Alleingang eine neue Partei geschaffen, die AfD, die ohne sie und ihre Politik garantiert nicht im Bundestag säße und schon gar nicht drittstärkste (!) Kraft geworden wäre. Eine Riesenklatsche.
Findet das niemand problematisch?
In jedem anderen Land der Welt würde man die führenden Köpfe der Regierungsparteien, diese krachenden Verlierer, nun mit Schimpf und Schande vom Hof jagen. Bei uns nicht. Eine personelle Erneuerung findet nicht statt. Die Katastrophenverursacher machen munter weiter.
Dabei sind Lenkbewegungen manchmal gar nicht so schlecht, vor allem wenn man bei hoher Geschwindigkeit doch noch die Kurve kriegen will.
Nun sitzt die AfD, die große Unbekannte, also tatsächlich mit im Bundestag. Besonders in Bayern hat sie sich großer Beliebtheit erfreut—in bestimmten Gebieten. Wenn man nämlich einmal nachschaut, welche Wahlkreise die neue Partei denn nun genau gewonnen hat, dann stellt man fest, dass es diejenigen am südlichen Rand und an der österreichischen Grenze waren, durch die der migrantische Leviathan aus Österreich nach Norden walzte. Es sind somit jene Bürger, die während der Zeit der Willkommenskultur mit den praktischen Aspekten des Willkommenheißens zurechtkommen mussten. In anderen Worten: Das waren die Leute, die den Willkommenspolitikern im fernen Berlin die Drecksarbeit erledigten, frei nach dem Motto, „Ihr schafft das.“ Quäl dich, du Bayer.
Nun sollte man in einer Demokratie zuerst fragen, ob der betroffene Bürger das überhaupt schaffen will. (Abraham Lincoln definierte die Demokratie als „Regierung des Volkes durch das Volk, für das Volk.“) Man fragte ihn nicht.
Und nun hat man den Salat. Nun quält der Bayer zurück und die CSU muß sich was einfallen lassen.

Noch immer wandert jeden Monat eine größere Kleinstadt ein. Unterhalb des Medienradars. Das unmittelbare Problem ist: Diese großteils ungebildeten jungen Leute aus Regionen, in denen das Faustrecht gilt, treten unmittelbar in Wettbewerb mit den sogenannten kleinen Leuten in Deutschland. Der Sozialstaat ist nur begrenzt leistungsfähig, Arbeitsstellen für Unqualifizierte fallen nicht vom Himmel, schon gleich gar nicht, wenn man auf relativ hohen Mindestlöhnen besteht. Man importiert also Nichtskönner, die zu allem Überfluß auch noch nicht arbeiten dürfen. Und billiger Wohnraum wächst auch nicht auf Bäumen, sondern bleibt viel zu oft in langwierigen Bewilligungsphasen stecken. Der Unmut des Kleinen Mannes ist vorprogrammiert. Um das zu sehen muß man kein Prophet sein. Man muß nur den Kopf aus dem Sand ziehen.

Ein weiteres Problem ist die innere Sicherheit.
Wir bekämpfen den Terror, verteidigen Deutschland am Hindukusch und sorgen uns um die Sicherheit in Kabul, und merkeln dabei gar nicht, dass Kabul mittlerweile in der Nachbarschaft liegt. Oder Mogadischu.
Ich übertreibe?
Nun, wenige Kilometer von unserer Gemeinde entfernt befindet sich ein Asylantenheim. Die Polizei betritt es nur noch gruppenweise, nachdem sie in einer Vielzahl von Einsätzen von großen Asylantengruppen kriegerisch bedrängt wurde. 13-jährige Kinder zückten Messer und stachen zu. Nicht wenige Polizisten wurden so lädiert, dass sie ihren Dienst nicht fortsetzen konnten. Und das bei uns in der Provinz! In Bayern!
Diese Zustände nicht offen kritisieren zu können ohne die rechte Ecke gestellt zu werden, hat zu dem gereizten Klima geführt, welches die AfD nun in den Bundestag gehievt hat. Die werden darüber reden, vermute ich.

Die Römer haben einst die von den Hunnen bedrängten Goten als Asylanten aufgenommen und ihnen geholfen, über die Donau zu setzen. Bald darauf entwickelten die sich zu einem Staat im Staate. 34 Jahre später, Anno Domini 410, plünderten sie Rom.
Allerdings bekehrten sie sich zum Christentum.
Und das änderte alles.

„Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.“ (Offenbarung 21, 6).

Samstag, 23. September 2017

Waldemar Sardaczuk im CGZ

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes."

Epheser 4, 11-12.

Kurze Erinnerung: Morgen, am 24.9.2017, um 10.30 Uhr spricht AVC-Gründer Waldemar Sardaczuk im CGZ. Bruder Sardaczuk ist ein geistliches Urgestein, vom Herrn viel gebraucht, und ich freue mich, daß er zu uns kommt.
Vielleicht fällt dir der ein oder andere ein, dem dieser Gottesdienst ein Segen wäre. Die kannst du gern einladen. Gäste sind willkommen.

Freitag, 22. September 2017

PGB: Kommt zu dieser Partei!

„Und was soll ich noch sagen? Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jeftah, David und Samuel und den Propheten, die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften, des Feuers Kraft auslöschten, des Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Kampf stark wurden, der Fremden Heere zurücktrieben.“
Hebräer 11, 32-34.

„Pastor, die Lage ist verheerend. Am Sonntag ist Wahl. Ich habe keine Ahnung wen ich wählen soll. Trauen tu ich keinem. Die verkaufen uns doch alle.“

Fasse Mut, verzweifeltes Herz. Es gibt eine unschlagbare Siegerpartei, der könntest du beitreten. Noch heute.
Ich spreche von der PGB.
PGB?
Der Partei Gläubiger Beter. (Sie ist allerdings nur bei Gott akkreditiert). Es ist nämlich mitnichten so, dass nur Politiker in den Lauf der Geschichte eingreifen. Andere tun das sehr viel mehr als (demokratische) Politiker, die immer nur auf kulturelle Strömungen reagieren. Wer die obigen Verse aus dem Hebräerbrief liest, der kann unschwer erkennen, dass der Glaube durchaus in der Lage ist, Königreiche zu bezwingen, aus der Schwachheit Kraft zu gewinnen, im Kampf stark zu werden und die Heere der Fremden zurückzutreiben.
Was Gideon, Barak, Simson, Jeftah, David und Samuel und die Propheten in der Bibel waren, das sind wir heute.
Nicht einmal Diktatoren sind vor der Kraft des Glaubens sicher.
Nebukadnezar war ein Despot und Tyrann, und viel unanfechtbarer als etwa eine alternativlose Bundeskanzlerin mit Parlamentsanhängsel. Doch der Prophet Daniel betete und Gott setzte sich mit diesem König (und seinen Nachfolgern) intensiv auseinander. Zum Schluss waren die Anmaßung und der Übermut Nebukadnezars gebrochen und er sagte: „Nun rühme ich, Nebukadnezar, und erhebe und verherrliche den König des Himmels, dessen Werke allesamt Wahrheit und dessen Wege Recht sind und der die erniedrigen kann, die in Stolz einhergehen.“ (Daniel 4, 34). Und das war ernstgemeint.
Auch mit der Inkompetenz des babylonischen Hedonisten Belsazar aus räumte Gott auf. Für ihn ließ er gar eine Hand erscheinen, die ein Menetekel an die Wand schrieb: "Gewogen und für zu leicht befunden." Dann beseitigte er ihn und ein fähigerer König übernahm die Amtsgeschäfte. Geholfen wurde diesem neuen Herrscher von einem fähigen Berater namens Daniel.
Der Throninhaber hatte sich verbessert, die Macht hinter dem Thron, (der Beter Daniel), war die gleiche geblieben.
Die katholische Königin Mary von Schottland sagte einst: „Ich fürchte die Gebete von John Knox mehr als all die versammelten Armeen Englands.“ Schottland wurde protestantisch und schottische Prediger und Missionare hatten einen gewaltigen Einfluss auf die Entwicklung des Christentums im Westen.
Schwierig wird es, wenn Gott zu einem Beter wie Jeremia sagt, „Du aber, bitte nicht für dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet für sie und dringe nicht in mich! Denn ich werde nicht auf dich hören.“ (Jeremia 7, 16). Juda marschierte dann bekanntlich für 70 Jahre in die wohlverdiente babylonische Gefangenschaft. Doch wenn man genau hinschaut, dann erkennt man, dass die Juden in Babylon so für das ganze Reich zum Segen wurden. Zum Beispiel Daniel, der in Juda nie diesen weltweiten Einfluss bekommen hätte, den er in Mesopotamien entfaltete.
Die gegenwärtige Situation unseres Landes kann sich in eine gute oder eine schlechte Richtung entwickeln. Wohin das Pendel ausschlägt, liegt weniger bei denjenigen, die sich am Sonntag wählen lassen, als vielmehr bei Leuten, die das Ohr Gottes haben.

Ich gebe zu: Wen genau ich übermorgen wählen werde, steht noch nicht fest.
Wählen werde ich auf jeden Fall. Denn nicht wählen ist schlechter Stil.
Und dann werde ich wieder die Tür hinter mir zumachen und mit dem König der Könige konferieren.

Mittwoch, 20. September 2017

Lustige Pausenunterhaltung

„Die Junglöwen brüllen nach Raub, sie fordern von Gott ihre Speise.“ (Psalm 104, 21).

Gestern stand ich auf meiner Terrasse und verspeiste eine Nektarine. Eine wunderbare Frucht, die Gott, bzw. meine Frau, mir da beschert hat. Als ich damit fertig war, warf ich den Kern in Richtung Hecke. (Wozu hat man einen Garten?)
Kaum lag der Kern auf dem Boden, hörte ich hoch oben in der Birke ein Geraschel. Ein Eichhörnchen tauchte auf. Es flitzte auf einen Ast hinaus und flog dann hinüber in die Hecke, wo die Wipfel zu wackeln begannen. Das Wackeln setzte sich den Baum nach unten über alle Zweige fort und da tauchte die braune Fellkugel auch schon am Boden auf. Sie hopste hinter ein paar Büsche und als sie wieder hervor kam, trug sie meinen Nektarinenkern im Maul.
Ich hatte mich inzwischen in einen Baum verwandelt, (durch Dastehen und Nichtstun).
Das Eichhörnchen hüpfte, wie schon vor ein paar Wochen, auf mich zu und erschien auf der Terrasse. Elegant wie einst Skippy das Buschkänguru, nur mit deutlich buschigerem Schwanz, hopste der Nussknacker zum anderen Terrassenende. Dann begab er sich ins Blumenbeet und studierte Stauden. Ein Platz zwischen einem Baum und einem Strauch schien dem Tier besonders zu gefallen, denn es musterte ihn eingehend und begann dann mit Lichtgeschwindigkeit zu graben. Gleich darauf schaufelte es das Loch wieder zu und tauchte noch mal bei mir auf der Terrasse auf, diesmal jedoch ohne Kern. Es machte Männchen und schaute mich an, und ich bilde mir ein, es hat mich angegrinst. Dann sprang es mit großen Sätzen zu einem Baum, den es hurtig erklomm. Von dort hechtete es zurück in die Hecke, der Wipfel wackelte wieder ein wenig, und dann war das Schauspiel vorbei.
Heute morgen sah ich, dass zwischen Baum und Strauch bereits ein kleines Bäumchen gewachsen war.
Beim genaueren Hinsehen entpuppte sich der Baum zwar als blütenlose Blumenblätter. Doch wer weiß, wenn nächstes Jahr ein Nektarinenbaum in meinem Garten wächst, dann weiß ich, wer ihn gepflanzt hat.
Tierisches Bauentheater.
Auf meiner Terrasse.
Applaus für die lustige Pausenunterhaltung.

„Und Gott machte die Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war.“
1 Mose 1, 25.