Samstag, 31. Dezember 2016

Auf ein Neues!

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16.

Zu Silvester ein gutes Gewissen
ist besser als Wein und leckere Bissen.

Allen Lesern und Zuschauern und Hörern im Cyberland und überall:
Einen guten Beschluß, (wie man hier sagt),
und Gnade und Frieden vom Herrn im neuen Jahr.

"Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt: Ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen." (Epheser 4, 20-21).

(Übrigens: Morgen um 10.30 Uhr ist ganz normal Gottesdienst. Also: Keine Müdigkeit vorschützen, ;)

Dienstag, 27. Dezember 2016

Honig für die Seele

„Freundliche Worte sind Honig, Süßes für die Seele und Medizin für das Gebein.“
Sprüche 16,24.

Heute, an diesem ruhigen Tag in der ruhigen Woche zwischen den Jahren, wäre es doch mal gut, sich ein wenig zurückzunehmen, freundlich zu sein und das gegenüber Gegenüber auch mal anzuschauen. Weihnachtsstress und Süßes für den Körper hatten wir ja in den letzten Tagen zur Genüge. Jetzt könnte doch mal Süßes für die Seele dran sein. Denn Honig schleckt jeder gern, Seelenhonig erst recht. Und Salomo stellt sogar fest, dass eine positive Umgebung Medizin für das Gebein ist.

Kurze Unterbrechung…

Gerade haben mich Eltern aus einer südlichen Stadt angerufen, die mir tränenreich die Probleme mit ihrem Kind geschildert haben.
Während man da zuhört, ist man zunächst ziemlich ratlos, ja, die Hoffnungslosigkeit der Eltern setzt sich direkt fort, hinein in den eigenen Kopf. Innerlich fleht man zum Herrn, er möge einem beistehen und etwas Intelligentes (und nicht etwas betulich Pastorales) zu sagen geben. Und dann kann es vorkommen, dass man sich beim Antworten zuhört. Seelenhonig. Hinterher ist man selber auferbaut.
Gott ist ein guter Vater.

„Ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren. Ruft ihr mich an, geht ihr hin und betet zu mir, dann werde ich auf euch hören. Und sucht ihr mich, so werdet ihr finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr. Und ich werde euer Geschick wenden.“ (Jeremia 29,11-14).

Samstag, 24. Dezember 2016

Der Gottesbeweis der Prophetie: Weihnachten

"Jeder Stiefel, der dröhnend einherstampft, und jeder Mantel, in Blut gewälzt, fällt dem Brand anheim, wird ein Fraß des Feuers. Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen:
Wunderbarer Ratgeber,
starker Gott,
Vater der Ewigkeit,
Fürst des Friedens.
Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.
Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun."
Jesaja 9, 4-6.

Allen Lesern frohe Weihnachten.

Freitag, 23. Dezember 2016

Der Krieg gegen Weihnachten

„Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter zu dir und fliehe nach Ägypten, und bleibe dort, bis ich es dir sage! Denn Herodes wird das Kind suchen, um es umzubringen.“
Matthäus 2,13.

Maschinenpistolen und Weihnachtsmärkte: Ich hätte nicht gedacht, dass die beiden mal zusammengehen.
In Deutschland.
Doch Herodes geht auch heute noch um und versucht, das Kind zu töten. Dumm für ihn: Dieses Kind wurde bereits ermordet und stand von den Toten auch gleich wieder auf. Es ist größer als das Grab. Jesus lebt, das Christentum lebt und beide sind unausrottbar.

Als mein smartes Telefon, dieser neue Lebensbegleiter, mich heute morgen aufweckte, hatte es auch gleich noch ein paar Nachrichten für mich:
Zunächst: Anis Amri, der mutmaßliche IS-moslemische Mörder von Berlin ist tot. Der Tunesier wurde um 3:00 Uhr nachts von zwei Polizisten in Mailand erschossen, nachdem der Tor bei einer Routinekontrolle sofort das Feuer auf sie eröffnet hatte.
Mit einer 22.
Eine 22er hat etwa 90 Joule Mündungsenergie. Schlimm, doch nichts, womit man einen heiligen Krieg gewinnt. Die 9 mm, mit der die Polizei sich verteidigte, hat etwa 500 Joule Mündungsenergie. Das ist eine ganz andere Hausnummer. Ich hoffe, der Polizist, der geschossen hat, bekommt nun keine Probleme mit dem Staatsanwalt. Für meine Begriffe handelte der Mann angemessen. Der Dschihadi hat bekommen, was er verdient hat.
Ein Grund zur Freude ist der Tod dieses Verbrechers deswegen nicht. Hesekiel sagt in 18,23: „Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, daß er von seinen Wegen umkehrt und lebt?“
Dafür ist es nun zu spät.
Amri hat den Tod gewählt und nicht den Fürsten des Lebens.
So bedauerlich das Ableben eines jungen Menschen ist: Er war ein zwölffacher Mörder. Er wird nun nicht weitermorden. Statt ihn übermäßig zu bedauern, bitte ich vielmehr Gott, er möge den Hinterbliebenen der Opfer und den Verwundeten in jeglicher Weise beistehen.
Es hätte auch jeden von uns treffen können.

Der Terrorist reiste, wie zu lesen war, von Berlin nach Frankreich und von dort nach Italien. Er hat das Problem mit den offenen Grenzen nochmal eindrucksvoll illustriert.

Die 2. Nachricht des meines Telefons war: In Köln hatte man Polizistinnen entdeckt, die zwar mit Maschinenpistolen behängt waren. Die Magazine fehlten jedoch.
Junge Frauen mit Maschinenpistolen ohne Magazine verteidigen den Westen.
Eine Furche durchpflügt meine Stirn. Warum macht mich dieses Bild nachdenklich?
Nun ja.
Aus mehreren Gründen.
Die Vorgesetzten der Damen sind vermutlich nicht blöd. Sie wissen, im Gegensatz zum Rest der Republik, dass das Schießen mit Maschinenpistolen im öffentlichen Raum eine hochheikle Angelegenheit ist. Mittlerweile bin ich mit ein paar Jägern recht gut bekannt und die wissen alle, dass man für einen sicheren Schuss unbedingt einen sicheren Kugelfang benötigt. Der kann nur das gewachsene Erdreich sein. Deswegen sitzen die auch auf dem Jägerstand: Damit sie nach unten schießen. In deutschen Städten sind Jägerstände und das blanke Erdreich jedoch Mangelware, ergo: Da gibt es keinen Kugelfang. Man trifft dort Häuser, Mauern, Straßen, Autos, Laternenpfähle, Fensterscheiben.
Und Menschen!
Von Häusern, Straßen, Autos usw. prallen Kugeln ab.
Von Menschen nicht.
Insofern wäre es hochgradig verantwortungslos, unsere Städte mit automatischen Waffen zu beharken, auch wenn man die Polizei ist.
Ein zweiter Unsicherheitsfaktor ist die Munition: Polizei und Militär benutzen Vollmantelmunition.
Im Gegensatz zur Jagdmunition bewirkt die Hohlschüsse, d.h. sie schlägt durch.
Die zu schützende Person hinter dem Verbrecher wird so gleich noch mitbeschossen.
Was ich sagen will: Die Präsenz von schwer bewaffneten Polizisten auf unseren Straßen, Bahnhöfen, Flughäfen ist nichts als Kosmetik. Diese Waffen kommen nie zum Einsatz. Viel zu gefährlich, wie das Bild der magazinlosen Polizistinnen auch aufmerksamen Laien offenbart.

Deutschland fühlt sich belagert an diesem Weihnachten. Die Stimmung ist ähnlich wie in Israel, wo man mit dieser Art Terror schon länger vertraut ist.
Von der Regierung ist keine Hilfe zu erwarten. Die deklariert diesen Zustand glatt als das neue Normal. Damit müsse man leben. Die seien nicht alle so. (Zum Glück stimmt das natürlich). Was für ein Trost.

Was können wir tun?
Paulus gibt uns die Antwort:
„Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1. Timotheus 2,1-4).
Um zu beten braucht man natürlich Glauben.
Haben wir den?
Falls nicht, falls wir Gottsuchen als Traumtänzerei abtun, aufgeklärt wie wir sind, wird's Nacht in Deutschland.
We need him.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Massenmord im vorweihnachtlichen Berlin

„Pastor, in Berlin ist gestern abend, wie es aussieht, ein durchgeknallter Mohammedaner mit einem gestohlenen Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt gefahren und hat 12 Leute umgebracht. Warum lässt Gott sowas zu?“

Eine alte Frage.
In Lukas 13 kommen Leute zu Jesus und berichten ihm, wie Pilatus in Galiläa einen Gottesdienst gesprengt und dabei das Blut der Anbeter mit dem Blut ihrer Opfertiere vermischt hat. Die implizite Frage, die Jesus auch sogleich beantwortet, lautete da auch, „Die starben beim Gottesdienst! Warum lässt Gott sowas zu?“
Jesus antwortet: „Meint ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.“ (Lukas 13,2-3).
Jesus sagte sinngemäß: „Leute, dass diese Galiläer starben ist nicht das Besondere. Vielmehr ist es ein Wunder, dass ihr alle noch lebt. Über euch allen hängt dasselbe Damoklesschwert. Denn ihr haltet zwar Gottesdienste ab, aber euer Herz ist fern von Gott. Ihr vollzieht auch nur Rituale, wie diese Galiläer. Es kann euch jederzeit genauso treffen—wenn ihr nicht umkehrt.“ Denn das Wort Buße bedeutet nichts anderes als Umkehr, wörtlich metanoia, meta: mit, noia: Verstand.

Buße bedeutet, aus einem Zustand der Verblendung, der Bejahung falscher Tatsachen, aufzuwachen, den Verstand wieder einzuschalten—und entsprechende Taten folgen zu lassen.

Buße ist demnach überlebenswichtig.
Leider hörten die Juden des 1. Jahrhunderts nicht auf Jesus. Die Mehrheit folgte ihm nicht nach, und so kam es, dass ab 66 n. Chr. das Heilige Land im Bürgerkrieg versank. Die Römer kamen und belagerten Jerusalem, während sich die Belagerten in der Stadt selbst bekriegten. 70 n. Chr. war alles vorbei. Jerusalem war zerstört, die Juden wurden zerstreut und Israel war Geschichte—bis 1948.

Deutschland, und vor allem Berlin, hält sich heute für weltoffen und tolerant, für auf- und abgeklärt. Es weiß, dass alle Menschen gleich sind, egal wo sie herkommen, und alle Kulturen und Religionen gleichviel (oder wenig) wert sind, einige werden nur mehr missverstanden—und natürlich missbraucht!—als andere. Man müsse alle gleich behandeln, egal wer sie sind und wo sie herkommen.
Was jedoch, wenn dieses Denken Blödsinn ist und auf falschen Annahmen beruht?
Dann wird der Terror weitergehen.
Ein Umdenken könnte so aussehen, dass man nicht weltoffen und gottverschlossen weitermacht wie bisher, sondern ohne Tabus auf das schaut, was vor Augen ist. Und entsprechend durchgreift, geltendes Recht wieder durchsetzt. Doch vermutlich ist der Leidensdruck noch nicht groß genug.

In Babylon lebte einst ein großer und mächtiger König namens Nebukadnezar. Was er tat, gelang ihm, und sein Reich wuchs beständig. Doch anstatt Gott für seinen Reichtum und seinen Erfolg zu danken, hielt er sich selbst für den Größten.
Da hatte er eines nachts einen furchtbaren Albtraum.
Der eilig herzugerufene Prophet Daniel legte ihn aus und sagte entsetzt, „Mein Herr, der Traum gelte deinen Hassern und seine Deutung deinen Feinden.“ (Daniel 4,16). Dann mahnte er den König zur Umkehr.
Doch Nebukadnezar hörte nicht.
Und so verlor er im Jahr darauf nach einer Anwandlung besonders großen Stolzes seinen Verstand. Man stieß ihn aus und sieben Jahre lang lebte er wie ein Tier verborgen in einem Park in Babylon. Doch am Ende dieser Tage tierischen Leidens geschah etwas in seinem Herzen:

Er erkannte, dass Gott Herr ist und wir Menschen von ihm und seinem Wohlwollen abhängen.

Kaum hatte er diese Buße in seinem Herzen vollzogen, geschah noch etwas: „Zu derselben Zeit kehrte mein Verstand zu mir zurück, und zur Ehre meines Königtums kehrten meine Herrlichkeit und mein Glanz zu mir zurück. Und meine Staatsräte und meine Gewaltigen suchten mich auf, und ich wurde wieder in mein Königtum eingesetzt, und außergewöhnliche Größe wurde mir hinzugefügt. Nun rühme ich, Nebukadnezar, und erhebe und verherrliche den König des Himmels, dessen Werke allesamt Wahrheit und dessen Wege Recht sind und der die erniedrigen kann, die in Stolz einhergehen." (Daniel 4,33-34).

Seine Unabhängigkeit von Gott und sein großer Stolz haben Nebukadnezar gedemütigt. Umkehr zu Gott hat ihn gerettet und seine Größe außergewöhnlich gemacht.

Was sagen wir nun denjenigen, die es gestern abend getroffen hat?
Daß sie keine schlimmeren Menschen sind als alle anderen.
Daß Gott sie liebt.
Daß Jesus die Antwort ist, der sagte:
 „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
Nehmt auf euch mein Joch, und LERNT VON MIR! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen"; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,28-30).

An ihm führt nunmal kein Weg vorbei.

Im übrigen würde ich es begrüßen, wenn Frau Merkel ihren Posten zur Verfügung stellen würde.

Montag, 19. Dezember 2016

What's in a name?

„Und der Mensch gab Namen allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes."
1. Mose 2,20.

Shakespeares Julia hat einst gefragt, „Was ist in einem Namen?“ Sie maß Namen keine besondere Bedeutung bei, denn sie fuhr fort: „Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften.“ (Romeo und Julia, Akt 2, Szene 2). In der Bibel ist es hingegen so, dass Namen Wesensbeschreibungen ihrer Träger sind. Jakob beispielsweise bedeutet Betrüger, und er war einer—bis er mit Gott rang und forderte, „Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich.“ Gott änderte daraufhin seinen Namen ab in Israel, was "Kämpfer Gottes" bedeutet, oder auch "Gott kämpft."
Jakob war von Stund an ein neuer Mensch.

Ist dir bewusst, dass du jedem Tag einen Namen verpasst?
Wenn du morgens aufwachst und dir denkst, „Oh Mann, schon wieder ein leerer Rentnertag“, dann hast du dem Tag gerade einen Namen gegeben: Leerer Rentnertag.
Welchen Verlauf, denkst du, wird dieser Tag nehmen? Vermutlich wird sich die Prophezeiung, die in diesem Namen steckt, ganz von selbst erfüllen.
Vielleicht nennst du deinen Tag auch „Tag der gestressten Mutter.“ Jedes Mal wenn ich dann deine Kinder herausfordern, wirst du daran denken, dass du eigentlich überfordert bist, und überhaupt... dir wird alles zu viel! Warum hast du dich von deinem Mann nur zur Mutter machen lassen? Eigentlich ist er schuld. Bekommt man eigentlich Hartz IV, wenn man seinen Mann verlässt...?
Vielleicht nennst du deinen Tag auch „Blöder Bügeltag“ oder „Schon-wieder-nichts-verkauf-Tag“, oder „Null-Bock-Tag“, oder… Allen diesen Namen ist gemein, dass sie unbewusste negative Erwartungen artikulieren und allein dadurch entsprechende Schöpferkräfte freisetzen.

Man kann das aber auch anders handhaben, indem man Tagen absichtlich und bewusst gute Namen gibt. (Auch Gott macht das: „Heute ist der Tag des Heils.“ (2. Korinther 6,2). Anstatt morgens aufzuwachen und die Leere in deinem Leben zu beklagen, könntest du den Herrn bitten, „Mach mich heute zu einem Segen für irgendwen.“
Viel mehr musst du gar nicht tun.
Dein Tag heißt dann Segenstag und du wirst im Laufe deines Tages für irgendjemanden zum Segen werden. Der Herr kümmert sich da schon drum.
Nenne deinen Tag inspiriert, gesegnet, erfüllt. Gib ihm einen guten Namen, damit er sich nicht hinterrücks einen miesen Namen zulegt. (Tage machen sowas). Schließlich sollst du im Leben herrschen durch die Gnade und nicht vom Leben untergebuttert werden.

„Denn wenn durch den Sündenfall des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluß der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.“ (Römer 5,17).

Und? Wie heißt dein Tag?

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Nicht mehr die Zeit für Konkurrenzdenken

„Ihr aber seid Christi Leib, und einzeln genommen, Glieder.“
1. Korinther 12,27.

Gestern traf ich auf eine Umfrage, die Amerikaner über Europäer und ihren Glauben in Auftrag gegeben haben. Demnach bezeichnen sich 66 % der Briten als Atheisten oder ungläubig. In Deutschland liegt der Wert bei 59 %, in Frankreich bei 53 %.
Die Gläubigen, speziell die Christen, befinden sich in diesen führenden, reichen Ländern der Europäischen Union also in der Minderzahl. Nun war es schon immer so, dass großer Reichtum zu großer Gottlosigkeit geführt hat. Selbst Salomo strauchelte am Ende seines Lebens und kompromittierte sich, indem er heidnischen Göttern Altäre baute, weil seine jugendlichen Ehefrauen welche haben wollten. (1. Könige 11). Doch Werte nahe der 60 % sind schon überaus bedenklich. Denn die Moral entspringt letztendlich dem Glauben. Jemand, der an Gott glaubt und weiß, dass er Gott Rechenschaft ablegen wird, verhält sich anders, als jemand, der sich für einen kosmischen Zufall hält und YOLO denkt, (you live only once: man lebt nur einmal). Eine solche Person wird ihre Ethik stets der Situation anpassen, gut und böse sind bei ihr relativ.
Bei Christen nicht.
Eine Gesellschaft, in der gut und böse relativ sind, lebt mit großen Unsicherheiten. Denn sie kann zwischen Gut und Böse nicht mehr unterscheiden. Sie lebt dann mit den bösen Konsequenzen gutgemeinter Taten.

Interessanterweise ist es so, dass das gottlose Vereinigte Königreich von der Tochter eines Pastors regiert wird, die sich klar zum christlichen Glauben bekennt und auch dafür einsteht, dass dieser in ihre politischen Entscheidungen mit einfließt.
Fand ich interessant.
A. M. ist ebenfalls die Tochter eines Pfarrers, (allerdings eines roten). Und auch bemerkenswert ist die Tatsache, dass Francois Fillon, der aussichtsreichste Präsidentschaftskandidat in Frankreich, die Nation zurückführen will zu ihren christlichen Wurzeln, womit er wohl vor allem den Katholizismus meint. In Europa waren es oft christliche Fürsten, die ihren oft apathischen Untertanen nicht die schlechtesten Gesetze aufdrückten. In den Vereinigten Staaten ist es geschichtlich eher umgekehrt: Da kam die Erweckung stets aus dem Volk.

2/3 der Menschen in den führenden europäischen Nationen geben zurzeit also vor, nicht an Gott zu glauben. Dieses Umfrageergebnis zeigt: Wir als Christen können uns einen Konkurrenzkampf unter den Konfessionen und christlichen Strömungen zurzeit nicht leisten. Wir werden kulturell belagert, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Feindseligkeiten uns gegenüber mal wieder offen zutage treten, (sofern der Herr nicht doch noch eine umfassende Erweckung schenkt).

Ich behaupte: Jede Strömung hat ihre Berechtigung, denn wir sind alle miteinander Christi Leib und einzeln genommen Glieder, d.h., wir erfüllen alle unterschiedliche Aufgaben.
Jede Persönlichkeit hat ihre geistliche Heimat.
Ein leicht flippiger Charismatiker wird wohl einen verkopften Naturwissenschaftler nicht so recht mit dem Evangelium erreichen. So ist es gut, dass es auch noch die Baptisten gibt, die in ihrer Mehrheit allem „Schwärmerischen“ von Herzen abhold sind.
Ein Freikirchler, in dessen Gemeinde es schon mal lebhaft zugeht, wird vermutlich keinen Traditionalisten erreichen, der, sobald er eine Kirche betritt, ernst und würdevoll wird, und der das Ritualhafte und Liturgische liebt.
In der Christenheit gibt es zum Glück für jeden etwas.
Paulus hat völlig recht, wenn er sagt: „Nun aber sind zwar viele Glieder, aber ein Leib. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht, oder wieder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht, sondern gerade die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig.“ (1. Korinther 19-21).
Genau die christliche Gruppen, auf die du herabblickst und für „schwächer“ hältst, sind notwendig. Denn: „Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte.“ (1. Korinther 18).

Wir können uns geistlichen Snobismus in Europa derzeit nicht leisten. Sofern jemand die Gottessohnschaft Jesu Christi und die Notwendigkeit seines Todes am Kreuz anerkennt, sollten wir unsere Gemeinsamkeiten betonen. Wer glaubt dass Jesus von den Toten auferstanden ist und ihn zum Herrn seines Lebens gemacht hat, den sollten wir als Teil des Leibes anerkennen, auch wenn wir nicht mit ihm in allen Punkten übereinstimmen.
Auf der Einheit liegt Segen, nicht auf der Rechthaberei.

„Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen.… Denn dorthin hat der Herr den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit.“ (Psalm 133).

Freitag, 9. Dezember 2016

Hat Gott das Böse geschaffen?

„Und der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.“
1. Mose 6,5.

„Pastor, ich mag Gott nicht besonders, weil er das Böse geschaffen hat. Warum hat er das bloß getan?“

Wie kommst du darauf, Gott hätte das Böse geschaffen?
Gott hat das Böse nicht geschaffen.
Gott kann das Böse nicht schaffen, weil nichts Böses in ihm ist.

Viele Menschen verwirrt die Tatsache, dass Gott seinen Geschöpfen zugesteht, eigene Entscheidungen zu treffen.
Der Mensch ist nicht Gottes Marionette.
Nicht alles was auf der Welt passiert ist Gottes Wille. (Sonst hätte Jesus ja nicht gebetet: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden). Er steht nicht hinter allem das jeder tut.
Als Gott dem Menschen die Welt gab, übergab er sie ihm ganz und zog sich dann zurück. Er griff nur noch helfend und beratend ein, was schon daran ersichtlich ist, dass er Adam gestattete, seine Welt zu definieren, als er etwa die Tiere vor ihn brachte, damit Adam ihnen Namen gab. „Und genau so wie der Mensch sie, die lebenden Wesen, nennen würde, so sollte ihr Name sein.“ (1. Mose 2,19).
Leider hat sich der Mensch GEGEN Gott entschieden.
Wer sich gegen Gott entscheidet, entscheidet sich damit automatisch gegen alles Gute, Ästhetische, Vollkommene. Entsprechend schaut's dann in ihm aus. Nicht Gott hat das Böse erzeugt, das hat der Mensch ganz alleine hinbekommen. Der Mensch ohne Gott hat eine Sündennatur. Er weiß was gut ist, findet aber in sich ein Gesetz, das ihn dazu zwingt, das Schlechte zu tun. Schlimm, nicht?
Warum hat Gott das nicht verhindert?
Noch einmal: Gott gegängelt uns nicht. Wenn er uns eine Aufgabe übergibt, so wie Adam am Anfang, dann lässt er uns machen.
Mit allen Konsequenzen.
Er redet uns nicht drein.
Gott konnte aufgrund der Rechtslage, die er selbst hergestellt hat, den Menschen nicht von seinem Sündenfall abhalten. Der Mensch ist gefallen. Der Fall Adams hat die ganze Schöpfung mit ins Verderben gerissen. (Römer 8,20).
Gott hat es aber nicht dabei bewenden lassen!
Gebunden an sein Wort, konnte er den Sündenfall nicht aufhalten. Doch er hat einen HEILSPLAN ins Werk gesetzt, um den Fall und seine Folgen zu neutralisieren.
Er wurde in Jesus selbst Mensch und offenbarte sich als Erlöser.

Gottes nicht das Problem, er ist die Antwort.

„Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig.“ (Offenbarung 21,5).

Dienstag, 6. Dezember 2016

Jesus sucht solche wie dich

„Das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt..., daß sich vor Gott kein Fleisch rühme.“
1. Korinther 1,28-29.

Gott ist schon so einer: Er nimmt das Unedle der Welt und veredelt es.
Um diese Verwandlung zu erleben, muss man Jesus in sein Leben einladen. In Vers 30 geht es nämlich so weiter: „...Christus Jesus, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung, damit, wie geschrieben steht: 'Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.'“
Jesus macht uns weise, gerecht, heilig, usw. Er perfektioniert uns, wenn wir ihn lassen.
Ich musste daran denken, weil ich eine lustige Geschichte gelesen habe. Sie ist so kurz, dass ich sie hier wiedergeben kann:

Ein alter Zen-Meister sagte seinen Schülern, er sei unverheiratet, weil er die perfekte Frau heiraten wolle.
„Haben Sie sie noch nicht gefunden?“ fragte ihn ein neugieriger Schüler.
„Oh doch,“ antwortete der Meister und strich sich über den Bart.
„Warum sind sie dann nicht verheiratet?“
„Sie sucht den perfekten Mann.“

Jesus ist da anders.
Er verlangt nicht Vollkommenheit, sondern Material, mit dem er arbeiten kann.
Er sucht solche wie dich und mich.

Schöne Feier mit Taco-Salat

„Und er sagte zu ihnen: Geht hin, eßt fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet dem Anteile, für den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz.“
Nehemia 8,10.

Eine schöne Weihnachtsfeier hatten wir am Sonntag nach dem Gottesdienst.
Besonders das Essen kam gut an.
Was gab's?
Es gab Taco-Salat.
Der Taco-Salat stammt ursprünglich aus Mexiko, in dessen relativer Nähe meine Frau und ich einst wohnten. (Von ihr kam auch die Idee dazu, den diesmal aufzutischen). Man legt dabei eine Schicht Taco-Chips auf den Teller, gibt großzügig Salat darüber, und soßt das Ganze dann mit Chili, also Hackfleisch mit Paprika, Zwiebeln und Tomaten mit Soße, ein. Die Chips quellen auf, der Salat wird warm…
Klingt abenteuerlich, schmeckt aber gut.
Vielen Dank auch noch einmal an alle Mitwirkenden, alle Torten-, Stollen-, Plätzchen- und Kuchenbäcker für die atemberaubende Vielfalt. Großes Lob auch an alle, die die Räumlichkeiten danach wieder in ihren eigentlichen Gemeindezustand zurückversetzt haben.
Schön war's.

Samstag, 3. Dezember 2016

Morgen: Weihnachtsfeier

„Die Menge derer aber, die gläubig geworden, war ein Herz und eine Seele.“
Apostelgeschichte 4,32.

Morgen ist es wieder soweit: Nach dem Gottesdienst findet unsere jährliche Weihnachtsfeier statt.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen gibt's Kaffee und Kuchen und ein Programm.
Bin schon gespannt.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Versuchungen

„Es ist notwendig, daß Verführungen kommen.“
Matthäus 18,7.

„Pastor, warum ist es notwendig, dass Verführungen kommen? Das ist doch nicht schön. Warum macht Gott sowas?“

Gott versucht dich nicht.
Gott selber kann auch nicht (zum Bösen) versucht werden, denn er ist gut und hat keine problematischen Begierden.
Wenn du versucht wirst, dann deshalb, weil du von irgendeiner Begierde, die in dir haust, fortgezogen wirst. Die Verführung hat also nichts mit Gott zu tun, sondern mit dir und den Verlockungen der Welt.
Deswegen ist es gut, sich nicht an Orte zu begeben, an denen man in eine falsche Richtung gezogen wird. Ganz vermeiden lässt sich Versuchung natürlich nicht, solange wir im Fleisch sind.
Das erlaubt Gott.
Denn Verführungen haben aus seiner Sicht einen praktischen Nutzen.
Sie zeigen uns, was wirklich in uns steckt.
Wenn kein Wind weht, sagt man, hat sogar ein Wetterhahn Charakter.
Ansonsten richtet sich ein Wetterhahn immer nach dem Wind, heute so, morgen so.
Wenn Druck auf einen Schwamm ausgeübt wird, dann zeigt sich, was in ihm steckt. Denn es kommt unweigerlich heraus.
Und so lernen wir uns selber auch erst kennen, wenn wir mal unter Druck geraten. In gewisser Weise sind wir nämlich Schwämme. Da tritt dann ganz Erstaunliches zu Tage und manch einer ist bestürzt über sich selbst—oder begeistert von sich!
Gott möchte, dass in Drucksituationen das Wesen Christi aus uns heraustritt.
Wenn du unter Druck bist, dann lauf nicht davon, sondern löse dein Problem mit der dir zu Gebote stehenden Weisheit, (die muss nicht vollkommen sein). Hast du die Situation mit Gott gemeistert, dann ist das Ergebnis größere Belastbarkeit.
Große Belastbarkeit führt zu größerer Lebenskompetenz und zu größerem Frieden insgesamt. Probleme, die dir noch vor kurzem den Schlaf raubten, nimmst du nicht einmal mehr als solche wahr.
Alle wollen Überwinder sein, aber niemand will ein Problem zum Überwinden.
Doch Sieger wird man nur durch Kampf.

„Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet,
indem ihr erkennt, daß die Bewährung eures Glaubens Belastbarkeit bewirkt. Die Belastbarkeit aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.“ (Jakobus 1,2-4).

Samstag, 26. November 2016

Maria Prean im CGZ

„Es ruhten die Landbewohner, ...bis ich aufstand, eine Mutter in Israel.“
Richter 5,7.

Ich freue mich, dass morgen, am Sonntag, dem 7 20.11.2016, Maria Prean aus Imst in Tirol, bzw. Mukono in Uganda, wieder einmal bei uns zu Gast ist.
Maria ist eine populäre Sprecherin im deutschsprachigen Raum und leitet sehr erfolgreich das internationale Missionswerk Vision für Afrika e.V., das wir mit einer monatlichen Missionsspende unterstützen. Die Dame hat den Geist des Glaubens. Sie ist so bekannt in Stadt und Land, dass ich praktisch nichts weiter über sie sagen muss.
Ergreife die Gelegenheit, sie zu hören, und komm morgen um 10:30 Uhr in den Gottesdienst!

Donnerstag, 24. November 2016

Die Tragödie vor dem Erntedankfest

„Und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, jeder unter SEINEM Weinstock und unter SEINEM Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba alle Tage Salomos.“
1. Könige 5,5.

Heute feiert man in den Vereinigten Staaten Thanksgiving, denn an diesem Tag im Jahr 1623 haben sich die puritanischen Pilger mit den Indianern zusammengesetzt und ein rauschendes Erntedankfest gefeiert, denn die Ernte war überaus reichlich ausgefallen.
Die Begebenheit hat jedoch eine Vorgeschichte, die nicht so bekannt ist.
Es war nämlich so, dass die Pilger sich ursprünglich vorgenommen hatten, Landwirtschaft im Kollektiv zu betreiben: „Wir bauen die Nahrung gemeinsam an, teilen die Ernte in gleiche Teile und jeder bekommt seinen Teil.“
Das klang gut, sozial gerecht und fair, war aber in der Praxis überaus problematisch.
Denn wenn feststeht, dass alles in einen Topf geworfen wird, weil alle „zusammenarbeiten“, dann arbeiten manche nicht unbedingt hart. Denn es wird ja geteilt. Sie bekommen ihren gleichgroßen Teil, ob sie sich nun anstrengen oder nicht.
Um sich einen Vorteil zu verschaffen, gingen manche nachts ins Feld und ernteten ein wenig—noch bevor das Getreide ausgereift war. Manche Jugendlichen war besonders faul und standen im Verdacht, die Ernte der Kommune regelrecht zu klauen.
Die Pilgrims verhungerten in jenem Jahr beinahe.
Das Entsetzen war groß und man fragte sich, was zu tun war, um nicht abermals einen solch verheerenden Hungerwinter erleben zu müssen.
Gouverneur Bradford teilte das Land im nächsten Jahr in Parzellen auf und teilte jedem Pilgervater samt Familie sein eigenes Stück Land zu, damit dort jeder soviel wie nur irgend möglich für seinen Bedarf anbauen konnte. Diese Privateigentumsregelung machte „alle Hände sehr industriös“, wie der Gouverneur bemerkte. Alle arbeiteten fleißig und mühten sich, denn nun handelte es sich nicht um kollektives Kommuneneigentum mit garantierter Teilhabe (am Hungertuch), sondern um das eigene Feld.
Das Ergebnis war die Fülle.
Eine gigantische Ernte.
Genug für ein historisches Fest, das heute noch jährlich begangen wird.
„Und sie werden sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und niemand wird sie aufschrecken. Denn der Mund des HERRN der Heerscharen hat geredet.“ (Micha 4,4).

Dienstag, 22. November 2016

Der Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben

„Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“
Philipper 3,13-14.

Der vielbeschäftigte Christ hier unten auf der Erde neigt dazu, es zu vergessen: Das Leben fängt nach dem Tod erst richtig an. Und nein, wir werden unsere Ewigkeit nicht auf einer Wolke sitzend, Harfe zupfend, Hosianna singend und vom Hofbräuhaus träumend verbringen.
Vielmehr ist das Leben hier unten lediglich die Vorbereitung auf die eigentlichen Aufgaben in der Ewigkeit, welche naturgemäß viel länger dauert als unser Erdendasein.
Und da gibt es tatsächlich Preise zu erringen.
Kampfpreise.
Denn WIE wir unser Leben leben, bestimmt, wie nah wir Jesus persönlich sein und welche Position wir in seinem Reich bekleiden werden. Wir werden jeder für sich vor ihm erscheinen und dort Rechenschaft für unsere Taten geben. Und was wir dann hören möchten, ist dieser Satz: „Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du TREU, über vieles werde ich dich setzen. Geh hinein in die Freude deines Herrn.“ (Matthäus 25,23).
Was sind die Kriterien für dieses Lob?
In dieser Welt erlangen Menschen ihre Positionen größtenteils aufgrund von angeborenen Fähigkeiten. Sie mögen charakterlich nicht geeignet sein, doch ihr Talent wiegt dieses Defizit auf, und ihre Mitarbeiter leiden halt. In der kommenden Welt jedoch wird ein Mensch befördert auf der Basis seiner TREUE, mit der er die ihm von Gott gegebene Aufgabe erfüllt hat, egal, ob diese groß oder klein war.
Verachte dein Leben also nicht. Der Knecht mit den zwei Talenten wurde mit genau denselben Worten von seinem Herrn gelobt wie der mit den fünf Talenten. Beide waren treu. Beide wurden deshalb befördert. Deshalb: Halte durch. Du das Richtige, auch wenn es nicht bequem ist. Dein Lohn wird überirdisch ausfallen.
Manche von uns werden unter Jesus Könige sein.
Was ist dein Ziel?

Freitag, 18. November 2016

Fortschritt macht Laune: Licht

„Und Gott sah das Licht, daß es gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis.“
1. Mose 1,4.

Neulich, als es vor dem Fenster wieder mal besonders trübe war, hab ich mir neugierigerweise das Wetter in Tulsa, Oklahoma, wo ich einmal ein paar Jahre gewohnt habe, angeschaut.
28° im Schatten und Sonne pur!
Im November.
Nun ja, dachte ich mir. Man kann nicht alles haben: Eine gute Gemeinde und gutes Wetter.
In meinem Büro herrscht jedoch seit einiger Zeit richtig Licht, da ich aus Entropiegründen (nichts hält ewig) die Deckenbeleuchtung ausgetauscht habe. Waren es früher 500 W, verteilt auf verschiedene Leuchten, so ist es nun eine 60 W-LED-Lampe, die jedoch viel mehr Licht macht als die alte. 7000 Lumen oder so kommen aus einem einzigen 50-Zentimeter-Quadrat.
Und dimmbar ist das Ding außerdem.
Und man kann die Lichtfarbe einstellen!
Morgens, zum Beispiel, wenn es draußen noch ziemlich dunkel ist, macht man die Lampe an und stellt sie auf Tageslichttemperatur ein. Dann stellt man sich drunter und denkt, man hat einen Schacht hinauf in den Junihimmel.
Die reinste Lichtdusche.
Wirkt wie Kaffee.
Die Lampe war nicht besonders teuer. Vielleicht kaufe ich nach und nach weitere, für den Rest des Hauses. Denn wenn ich nun mein Büro verlasse und im Gang den Lichtschalter betätige, dann ist dort irgendwie alles schummrig und rot. Das ist mir früher nie aufgefallen.
Auf jeden Fall muss heutzutage niemand mehr Trübsal blasen, weil er mit Licht unterversorgt ist. Heute gibt's wirklich gute Lampen, die gutes Licht machen.

In der Ewigkeit wird Dunkelheit kein Thema mehr sein. Hier geht's beispielsweise um die Stadtbeleuchtung des Neuen Jerusalems:
„Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm.“
Offenbarung 21,23.

Dienstag, 15. November 2016

Präsidenten

"...damit die Lebenden erkennen, daß der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es verleiht, wem er will, und den Niedrigsten der Menschen darüber einsetzt."
Daniel 4, 14.

Präsident Obama ist zum Ende seiner Amtszeit erstmals zu bilateralen Regierungsgesprächen in Griechenland eingetroffen.
Warum auch nicht?
Die Vereinigten Staaten können Griechenland beibringen, wie man mit gigantischen Schuldenbergen umgeht, (schließlich hat Obama innerhalb von 8 Jahren die riesigen Staatsschulden Amerikas noch einmal verdoppelt!), und die Griechen bringen den Amis bei, wie man aus den Ruinen einer ehemals großen Zivilisation eine Touristenattraktion macht.

Auch in Deutschland wurde in diesen Tagen ein neuer Präsident gewählt.
Allerdings nicht vom Volk.
In den Nachrichten war zu hören, dass Herr Seehofer sich in einem Geheimgespräch mit Frau Merkel geeinigt hat: Außenminister Steinmeier soll den Job machen.
Deutschland: ein Musterland der Demokratie.
Der Mann ist ja auch ein außerordentlich qualifizierter Diplomat.
Steinmeier ist dafür, die Sanktionen gegenüber Russland zurückzufahren, obwohl Russland weder in der Ukraine noch in Syrien für Frieden sorgt. Dafür hat er den neu gewählten amerikanischen Präsidenten in aller Öffentlichkeit einen Hassprediger genannt, so als ob dieser ein fanatisierter, mordbereiter Mohammedaner wäre. Dabei ist Trump ein Präsident, der tatsächlich gewählt wurde, in einer Wahl, die den Namen verdient. Außerdem ist er ein Arbeitgeber, der immerhin 22.450 Arbeitnehmer beschäftigt. Der Mann ist weder ein Extremist, noch kann er ein Idiot sein, auch wenn er definitiv ein Lautsprecher ist. Und wenn er tatsächlich nichts taugt, dann werden die Amerikaner auch ihn in vier Jahren in die Wüste schicken.

Hillary Clinton nannte Donald Trump wegen seines vulgären Geredes eine vulgäre Person, trat dann aber mit den Musikern Jay Z und Beyoncé auf, die auf offener Bühne das böse N-Wort und das böse F-Wort benutzt haben—in Gegenwart der Kandidatin! Die Amerikaner durchschauten die Heuchelei und wählten entsprechend.
Hillary-Anhänger ziehen nun randalierend durch die Straßen, blockieren den Verkehr und verbrennen Trump-Puppen, tragen „Kill Trump“-Schilder, und tun all die Dinge, die man Trump-Anhängern im Fall seiner Niederlage unterstellt hatte. Man stelle sich vor, irgendwer würde Merkel-Puppen öffentlich verbrennen oder „Kill Sigmar“-Schilder herumtragen: Das Entsetzen wäre grenzenlos, nicht wahr? Der Staatsschutz würde eingreifen, der Justizminister zur Hochform auflaufen. Nun aber wird geschwiegen, da es die „Guten“ sind, die solches tun.
Ganz ehrlich: Hetze, Hass und Intoleranz kommen in diesen Tagen von den „Bunten“, den Medien und der Regierung, während der „Clown“ momentan ziemlich präsidial agiert.
„Trump schmeißt schwarze Familie aus ihrem Haus!“
Auf diese Schlagzeile warte ich noch.

Ist Trump der von mir favorisierte ideale Präsident?
Mit Sicherheit nicht.
Festzustellen bleibt jedoch: Linksaußen Obama hat fringe politics, extremistische Politik, gemacht. Diese hat sich als nicht mehrheitsfähig erwiesen. Nun bekommt das andere Lager eine Chance.
Wieder einmal.
So funktioniert Demokratie—schon seit 240 Jahren.
Im übrigen gilt das Wort aus Daniel 4.

Mittwoch, 9. November 2016

And the Winner is: Donald J. Trump

„Vor dem Verderben kommt Stolz, und Hochmut vor dem Fall.“
Sprüche 16,18.

Amerika hat einen neuen Präsidenten, den 45. in seiner 240-jährigen Geschichte: einen, der bis vor kurzem Reality-TV-Star war. Einen so begnadeten wie schamlosen Selbstdarsteller. Einen Unterhalter.
Einen Lautsprecher.
Einen Geschäftsmann, der aus der einen Million Startkapital, die ihm sein Vater einst zur Verfügung stellte, ein Milliardenimperium gemacht hat.
Einen Nichtpolitiker, der sich der Seuche der politischen Korrektheit öffentlichkeitswirksam und zum Entsetzen aller „guten Menschen“ verweigert.
Einer, der, geschützt von seinen Milliarden, laut ausspricht, was viele denken, aber sich nicht mehr zu sagen trauen.
Einen, der sich in der Vergangenheit so unmöglich wie ein verwöhnter Star verhalten hat, (der er war), aber als Kandidat nun mit allerstrengsten Maßstäben gemessen wurde—im Gegensatz zu seiner Mitbewerberin Clinton.
Einen, der zum dritten Mal verheiratet ist.
Einen, dessen gegenwärtige Frau ein ehemaliges slowenisches Fotomodell ist, (das vier Sprachen spricht, auch Deutsch).
Einen mit deutschen Großeltern. (Uff).
Einen, der von Anfang an nichts richtig machen konnte. Einen, dem die Medien schon mal das Wort im Mund umgedreht haben, um ihn (und seine Wähler) der Lächerlichkeit preiszugeben.
Einen, der einen bekennenden Christen und erfolgreichen Gouverneur zum Vizepräsidenten ausgesucht hat. (Mike Pence).
Einen, der versprochen hat, Richter für den Obersten Gerichtshof zu nominieren, die die Verfassung und deren ursprüngliche Absichten bewahren und keine ideologische Agenda verfolgen, sprich: von der Richterbank aus Rechte erschaffen, die in Volk und Kongress keine Chance haben. (Abtreibung, Homo-Ehe, usw.).
Einen, der von einem republikanischen Kongress und Senat, sowie einer (momentan linksrotierenden) Justiz kontrolliert werden wird—ganz zu schweigen von den Medien. Diese Schoßhunde der Demokraten werden dem Neu-Republikaner keine ruhige Minute lassen.
Wäre er ein Linker, man würde ihn feiern und seine Ausfälle in alle Richtungen schulterzuckend und lächelnd hinnehmen. Denn er würde ja die erwünschte Agenda puschen. Doch nun wird ihr Hass grenzenlos sein. Auf das Bush-Wahnsyndrom der Presse wird nun das Trump-Wahnsyndrom folgen.

Die siegesichere und überaus stolze, ja hochmütige Kandidatin der Demokratischen Partei, Clinton, ist es nicht geworden, sondern der vom Juste Milieu verachtete „Clown“ Trump.

Grinsekatze Donald steht für das gute alte Amerika, in dem leben und leben lassen galt, indem man sagen durfte, was man dachte, in dem nicht im ganzen Juni Regenbogenfahnen am Weißen Haus wehten und dem Volk die Ansichten der extremen Linken oktroyiert wurden.
In dem die Grenzen noch geschützt wurden und nicht weit offen standen, und Einwanderung (einigermaßen) kontrolliert verlief.
In dem illegale Einwanderer nicht zum Wählen aufgefordert wurden, wie neulich von Obama. (Paßkontrolle? Ist rassistisch).
In dem Gewissensfreiheit herrschte und keine christlichen Bäcker von staatlichen Antidiskriminierungsstellen zu 120.000 $ Strafe verurteilt wurden, weil sie für Hochzeiten von XX- oder YY-Paaren keine Kuchen backen wollten.
Er steht für das Amerika, in dem es Religionsfreiheit gibt und keine Firma christlicher Eigentümer vom Justizministerium durch täglich fällige Millionenstrafen dazu gezwungen wird, Krankenversicherungen für seine Mitarbeiter zu finanzieren, die Dinge beinhalten, die dem christlichen Gewissen widersprechen.

Was Hillarys Hofeunuchen in den weltweiten Medien bis zuletzt nicht wahrhaben wollten: Die Mehrheit der Amerikaner favorisiert ein anderes Weltbild als sie. Denn nun ist offenbar: Trumps Wähler sind die Mehrheit der Bevölkerung und mitnichten nur die Abgehängten, Verzweifelten, Depressiven. Mir scheint, die meisten von Trumps Wählern sind die marginalisierten Normalos, denen die linke Polizeistaatsatmosphäre der letzten Jahre mit ihren Denk- und Sprechverboten aufs Gemüt schlug. Die Leute hielten den Mund, auch in Umfragen. Denn sie wissen: Eine falsche Bemerkung zur falschen Zeit und die Karriere ist im Eimer.
Trump steht für die Hoffnung auf Freiheit vom Smog der politischen Correctness.
Er ist nicht der Untergang der Welt und sicher nicht schlimmer als Obama oder Clinton.
Auch wird der eurasische Aggressor P. unter ihm nichts zu lachen haben.

Mir persönlich wäre der bescheidene, leise und effiziente ehemalige Gouverneur Floridas, Jeb Bush, viel lieber gewesen.
Der ist es aber nicht geworden.
So werde ich nun also für Herrn Trump beten. Er ist kein Christ, (aber dem Glauben—und Israel!—gegenüber zumindest nicht feindselig eingestellt), und braucht alle Weisheit Gottes die er kriegen kann.
Kongress und Senat sind weiter in republikanischer Hand, was garantiert, dass die unausgegorenen Pläne des neuen Präsidenten, etwa zu Freihandel und NATO, in vernünftige Bahnen gelenkt werden. Der unsägliche Deal mit Iran wird hoffentlich schnellstmöglich korrigiert. Und dann ist da ja noch Mike Pence, der erwachsene, erfahrene Politico des Teams.

Ich seufze erleichtert auf.

Dienstag, 8. November 2016

Sabbat oder Sonntag?

"Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt!"
Römer 14,5.

„Pastor, wie ist das jetzt nochmal mit dem Sabbat…? Wir sollten den doch halten, nicht den Sonntag, oder?“

Zum 1000. Mal dieselbe Frage.
Ich frage mich ernsthaft, weshalb manche sich so sehr für den Sabbat erwärmen. Vielleicht, weil dieses Gebot das leichteste zu halten ist, (durch Nichtstun), und nachprüfbar, und der Mensch hat's ja gerne leicht und nachprüfbar. „Schau, Pastor, jeder kann sehen: Ich halte den Sabbat. Also bin ich ein guter Christ.“
Allerdings kenne ich, außer jüdischen Christen, niemanden, der den Sabbat tatsächlich hält, indem er am Freitag um 6:00 Uhr abends die Arbeit niedergelegt und sie nicht mehr aufnimmt bis zum Samstag um 6:00 Uhr abends.
Sabbat ist nämlich nicht gleich Samstag.

Christen überall auf der Welt feiern jedoch am Sonntag Gottesdienst und nicht am Samstag—und das schon seit 1900 Jahren, seit den Tagen des Apostels Johannes. Denn der Sonntag ist der Tag der Auferstehung des Herrn. Zufällig war dies bei den Römern auch der Wochentag Sebasté, der sogenannte „Tag des Herrn“, womit der Kaiser gemeint war. Christen feierten am Ruhetag jedoch nicht den Kaiser, sondern ihren Herrn, Jesus.
Von einem solchen Sonntag sagt Johannes: „Ich war an des Herrn Tag im Geist…“ (Offenbarung 1,6). Dies ist die erste Erwähnung eines Sonntags als Tag des Herrn in der Literatur überhaupt, wohlgemerkt: In der Bibel.
Wir blicken noch ein wenig weiter in die Geschichte:
In der ältesten Gottesdienstordnung der christlichen Kirche, der „Didache“, steht: „An des Herrn Tag treffen wir uns und brechen Brot.“ (Didache 14,1).
Ignatius von Antiochia sagt, Christen „leben nicht länger für den Sabbat, sondern für den Tag des Herrn.“ (An die Magnesier 9,1).
Melito von Sardis schrieb ein Traktat mit dem Titel „Bezüglich des Herrn Tag.“
Bereits kurz nach dem Jahr 100 hatten Christen praktisch überall das Halten des Sabbats aufgegeben und den Sonntag zu ihrem Tag gemacht.
Würde ich als Christ in Israel wohnen, würde ich mit denen dort den Sabbat halten.
Ich lebe jedoch hier, wo der Sonntag von Anfang an der Tag des Herrn war.
Ich für meinen Teil werde mich nicht umstellen.

Überhaupt sagt Jesus selbst:
„Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen, somit ist der Sohn des Menschen [Jesus] Herr auch des Sabbats.“ (Markus 2, 27-28).
Und, vielleicht noch deutlicher:
„Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich so selbst Gott gleich machte.“ (Johannes 5,18).
Jesus konnte es seinen Zeitgenossen auch nicht rechtmachen, was den Sabbat betrifft. Und wir tun gut daran, über der Sabbatfrage nicht zu Pharisäern zu werden.

Ich wette, in ein paar Wochen fragt mich trotzdem wieder jemand nach dem…
… Sabbat.

Donnerstag, 3. November 2016

Verlass dich nicht auf deinen Verstand?

„Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand.“
Sprüche 3,5.

„Pastor, in der Bibel steht, ich solle auf den Herrn vertrauen und mich nicht auf meinen Verstand verlassen. Soll ich beim Glauben den Verstand außen vor lassen, oder wie ist das zu verstehen?“

Das wäre ja noch schöner.
Egal, was moderne Theologen und andere Verwirrte sagen, Glauben und Verstand gehen sehr wohl Hand in Hand. Der Glaube ist eine geistliche Kraft, die man verstehen kann. Glauben heißt nicht: nicht wissen. Zumindest nicht nach biblischem Verständnis. Glaube heißt, um Kräfte und Wirkungen zu wissen, die man nicht mit Augen sehen kann, die aber dennoch real sind.

Um den obigen Vers richtig zu verstehen (und nicht zu denken, man solle den Verstand komplett ausschalten), muss man die nächsten paar Verse auch noch lesen. Ich mache mal bei Vers 7 weiter: „Halte dich nicht für weise, sondern fürchte den Herrn und weiche vom Bösen.“
Der Verstand des weltlichen Menschen verleitet ihn immer wieder zum Bösen, etwa in Form einer kleinen Lüge hier und da, einer Trickserei da und dort, usw. So versucht der gefallene Mensch, sich Vorteile zu verschaffen, und hält sich für weise, wenn er damit durchkommt.
Ein solches Verhalten ist jedoch nicht besonders clever.
Eine solche Person fürchtet den Herrn nicht, d.h., sie glaubt nicht, sich für ihre Taten eines Tages vor Gott verantworten zu müssen.
Muss sie aber.
Statt also auf den Verstand zu hören, der immer wieder dazu tendiert, Kurven zu schneiden, sollen wir auf den Herrn vertrauen, in allen Dingen bei der Wahrheit bleiben und uns nicht mit dubiosen Tricksereien Vorteile verschaffen, denn Gott ist dafür zuständig, uns zu segnen, und nicht wir selber. Wir sind dafür zuständig, den schmalen Weg zu gehen und auf die enge Pforte zuzuhalten.

Wenn ich Schulden hätte und auf der Straße 1000 € fände, dann wäre ich versucht, dieses Geld zu behalten. Mein Verstand hätte garantiert 1000 Argumente dafür.
Doch das Geld hätte ja schon einen Besitzer. Es würde jemandem gehören, dem es nun fehlt.
Das Richtige ist in diesem Fall: Das Geld aufs Fundamt zu bringen und dem Herrn darauf zu vertrauen, dass er sich um meine Schulden kümmert.
Nur ein Beispiel.

Wir sollen uns nicht prinzipiell nicht auf unseren Verstand stützen, sondern nur in Situationen, in denen er dem klaren Willen Gottes widerspricht.
So hat Jesus das auch gehandhabt, etwa als er in der Wüste versucht wurde.
Das nächste Mal, wenn ein Verstand dir Blödsinn rät: Ignoriere ihn.
Und vertraue dem Herrn.

Montag, 31. Oktober 2016

Was für ein Abend...!

„Halleluja! Singt dem HERRN ein neues Lied, sein Lob in der Gemeinde der Frommen.“
Psalm 149,1.

Heute ist Reformationstag.
Auch vor 500 Jahren hat man gesungen, doch es besteht schon ein gewisser Unterschied zwischen Paul Gerhardt und der Outbreakband. (Wobei Gerhardt 100 Jahre nach Luther gewirkt hat. Egal). Der Unterschied besteht nicht im Glauben, denn sowohl Luther, Paul Gerhardt et al, als auch die Outbreakband glauben alle an Jesus als ihren Erlöser. Der Unterschied ist kultureller Natur.
Es wäre ein Wunder, wenn uns der neue Stil nicht noch besser gefallen würde als der alte von vor 500 Jahren. Luther hätte Gott sicher gepriesen für eine funktionierende Lautsprecheranlage, Lautsprecher der er war. Effekte hätte er bestimmt auch eingesetzt.
Nebel liegt in der Luft, die Strahler zeichnen Muster aus Licht ins Dunkel, die der Nebel richtig dreidimensional erscheinen lässt. Bässe wummern.
Apropos Bässe.
Die haben am Samstag wirklich schön gewummert und das Konzert zu einem sinnlichen Erlebnis gemacht. Wenn der Bass die Bauchdecke zum Schwingen bringt, dann muss man den Mund offenhängen lassen. Sieht zwar bescheuert aus, fühlt sich aber gut an. (Außerdem sieht einen im Dunkeln niemand).
War schon prima.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter, die selbstlos aufgebaut, abgebaut, geschleppt, getragen, gekocht, geputzt, als Ordner, als Garderobendamen, als Wasserverkäufer, als Security, als Schreiner, als Stempler, als Ticketscanner, als Begrüßer, Türsteher, Tabletthalter und Mädchen für alles mitgearbeitet und den Gästen ein unvergessliches Erlebnis bereitet haben.
Service is the soul of ministry.
Bereits anderthalb Stunden nach dem Konzert war die Halle wieder in einen Gemeindesaal verwandelt. Wir hätten gleich mit einem Gottesdienst weitermachen können.
Phänomenal.
Manche von uns kamen erst um 1:00 Uhr nachts ins Bett. Hat sich aber gelohnt.
Aus organisatorischen Gründen haben sich alle Mitarbeiter zunächst auch Tickets gekauft—bis auf mich—mit der Verheißung, den Ticketpreis nach dem Konzert wieder erstattet zu bekommen. Da saß ich also nach dem Gottesdienst im Büro, vor mir die Kasse, und wartete auf die zig Mitarbeiter, die nun sicher kommen würden.
Es kamen aber nur vier, um von ihrem Recht Gebrauch zu machen.
Die anderen betrachteten ihr Ticket als Beitrag zum finanziellen Gelingen der Veranstaltung. (War ja keine ganz kleine Kleinigkeit). Und so habe ich mir heute 20 € vom Lohn abgezogen und nachträglich auch ein Ticket gelöst.
Schön war's.
Danke natürlich auch an die Outbreakband, die längst wieder über alle Berge ist. Wir winken euch von hier aus hinterher. Macht's gut. Gott segne euch weiterhin.

Am 27. November, einem Sonntag, wird übrigens Maria Prean wieder einmal bei uns vorbeischauen. Das wird prima. Denn die Dame hat den Geist des Glaubens.

Samstag, 29. Oktober 2016

Break out mit der Outbreakband!

„Seine Priester will ich bekleiden mit Heil, seine Frommen sollen laut jubeln.“
Psalm 132,16.

Nun ist es also soweit!
Heute Abend spielt die Ausbrechband bei uns, um Ihre Zuhörer zu ermutigen, auszubrechen aus den Gefängnissen, in denen sie sich möglicherweise befinden und für die Jesus den Schlüssel hat.
Ein Maler malt.
Ein Maurer mauert.
Ein Erlöser erlöst.
Jesus ist ein Erlöser. Er ist bereit, auch heute Abend alle Ketten zu sprengen.
Um 19:30 Uhr geht's los.
Für alle, die noch keine Karte haben: Die gibt's auch an der Abendkasse, zu 15 € das Stück.
See you then.

Freitag, 28. Oktober 2016

Luther in die Tonne?

„Siehe, die verdiente Strafe für den, der nicht aufrichtig ist! Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“
Habakuk 2,4.

Neulich haben mir zwei aufgeregte Katholiken gesagt, Hitler und Luther wären die schlimmsten Deutschen gewesen, ja, Luther wäre gar Hitlers Vorläufer gewesen, wenn man sich mal anschaut, was der so über die Juden abgelassen hat.
Das ist natürlich Unsinn. Luther war Christ, Hitler ein bekennender Antichrist. Die Frucht, die sie brachten, könnte auch nicht unterschiedlicher sein.
Nun hat Luther sich zum Schluss in der Tat sehr rabaukig über die Juden geäußert. Da ist indiskutabler Mist dabei. Aber er hat ihre Häuser nicht angezündet. Von Lagern ist auch nichts überliefert. Vieles von dem, was er da sagte, entsprang, scheint mir, nicht seiner Überzeugung, sondern war darmwindiges Stammtischgepolter, (über das seine heutigen Kritiker natürlich vollkommen erhaben sind). Überhaupt, die Juden waren nicht sein Lebensthema, das war vielmehr die Rechtfertigung aus Glauben, die kaum noch ein Zeitgenosse versteht.
Luther litt nämlich unter starken Verdammnisgefühlen. Die wollte er loswerden, indem er religiöse Exerzitien durchführte und andere Dinge tat, von denen er dachte, dass sie Gott gefallen könnten. Der Durchbruch kam für ihn, als Gott folgende Worte zu ihm sprach, während er in Rom auf Büßerknien eine Treppe hochrutschte: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Luther stand auf und die Reformation war geboren.
Der Gerechte wird aus Glauben leben. (Steht auch in Römer 1,17, und Galater 3,11).
Dieser Satz besagt, dass der Tod Christi am Kreuz vollkommen ausreichend ist, um den Menschen von der Verdammnis zu befreien. Sein Kreuz war ein Altar. Sein Blut wurde vergossen anstelle dessen des Sünders. Die Strafe lag auf Christus, zu unserem Frieden. Deshalb ist der Sünder nun frei. Er ist gerettet ohne eigenes Zutun. Einfach so. Aus einem Gnadenakt Gottes heraus. Alles, was der Sünder tun muss, um in den Genuss vollumfänglicher Errettung zu kommen, ist, dieses Erlösungswerk für sich zu akzeptieren und Jesus als Retter in sein Leben einzuladen.
Aber!
Dazu muss man ja erstmal an die Verlorenheit des Menschen glauben. Denn wozu brauche ich einen Erlöser, wenn es keine Verdammnis gibt? Der moderne Mensch weigert sich jedoch standhaft, solche Konzepte wie Verdammnis und Hölle für bare Münze zu nehmen, obwohl sie in der Bibel sehr wohl bare Münze sind. Er mag es gern unverbindlich. Er liebt den Zweifel, die Ambivalenz, die Unsicherheit und den Widerspruch, vor allem in religiösen Dingen. Fundamentale Gewissheit ist einfach nicht sein Ding. Die Bibel ist deshalb nicht mehr das Wort Gottes, sondern eine Ansammlung antiker Texte, geschrieben von unverbesserlichen Reaktionären.
Ein solcher Mensch wird Luther nie verstehen.
Luther hatte Angst vor der Hölle.
Er hatte Matthäus 25,41 gelesen, wo es ganz unmetaphorisch heißt: „Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln.“ Dort wollte er nicht hin. Doch er wusste nicht, wie er das verhindern sollte. Und Gott zeigte ihm, dass Jesus dieses Werk bereits vollbracht hat—ganz ohne sein Zutun. Aus dem Holz des Kreuzes besteht die Arche Noah der Christen, der Geretteten vor dem Gericht. Wir müssen nur noch einsteigen, d.h. uns Jesus anschließen und seine Jünger werden.
Wer einem anderen nachfolgt ist verloren.
Wer sich mit seiner Entscheidung zu lang Zeit lässt, auch.
Gott mag es, wenn man heiß oder kalt ist, für oder gegen ihn ist. Laue Wärme findet er hingegen nicht so prickelnd. (Offenbarung 3,16). Das gegenwärtige Zeitalter des Sowohl-als-auch ist, fürchte ich, nicht nach seinem Geschmack.

Morgen spielt die Outbreakband im CGZ. Die sind entschiedene--und laute!--Nachfolger Christi. Da geht einem gleich das Herz auf.

Dienstag, 25. Oktober 2016

„Reichsbürger“?

„Ordnet euch aller menschlichen Einrichtung unter um des Herrn willen, sei es dem König als Oberherrn oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun.“
1. Petrus 2,13-14.

Wieder ist es in Franken passiert.
Diesmal hat sich kein Muselman in die Luft gesprengt, wie in Ansbach, es hat auch kein Dschihadist mit einer Axt gewütet wie im Zug bei Würzburg. Ein Deutscher, ein „Reichsbürger“, hat in Georgensgmünd geschossen, als ein SEK seine (legalen) Waffen beschlagnahmen wollte. (Einer der getroffenen Polizisten erlag tragischerweise später seinen Verletzungen). Das zuständige Amt hatte dem Mann nämlich die „Zuverlässigkeit“ aberkannt, weil er er zuvor Amtsmitarbeiter, die mal in seinen Waffentresor schauen wollten, hinausgeschmissen hat.
Der Mann glaubt nämlich nicht an die Bundesrepublik Deutschland.
Für ihn existiert das Deutsche Reich der Dreißigerjahre weiter.
Nun fragt man sich natürlich, wie jemand auf eine solche Idee kommen kann. Das berührt Fragen der Identität: Jemand, der das Deutsche Reich herbeisehnt, identifiziert sich nicht mit der Bundesrepublik, wie wir sie heute vorfinden. Warum mag das so sein?

Es ist unbestritten, dass wir in absurden Zeiten leben.
Man kommt heute hierzulande bei einer Gruppenvergewaltigung mit einer Bewährungsstrafe davon, wenn man jedoch die Zwangsgebühren fürs Fernsehen mit Bildungsauftrag nicht bezahlt, wandert man ins Gefängnis.
Nach dem erfolgreichen Mainstreaming von Abtreibung puscht man nun den sozialverträglichen Selbstmord und verbrämt ihn mit dem Wort Sterbehilfe. Mit vielen klugen Argumenten wird so das Leben an beiden Enden infrage gestellt, bei den Kindern und bei den Alten.
Außerdem werden noch ganz andere Dinge gemainstreamt, jahrtausendealte Institutionen wie die Ehe werden mir nichts dir nichts umdefiniert—und wir sind da noch lange nicht am Ende.
Aus Volk wird Bevölkerung.
Bunte Vielfalt ist offiziell gut, aber nur wenn sie sich auf äußerliche Merkmale bezieht. Denn wenn jemand eine vom vorgegebenen Konsens abweichende Meinung äußert, ist er schnell rechts, ein Nazi, ein Hetzer, eine verschrobene Person, die gefälligst zu schweigen hat, aufgeklärt und umerzogen werden muss, jemand, der Facebook- und twittermäßig gesperrt, ach was vernichtet! werden muss—obwohl er womöglich nur seine Ruhe haben will, bzw. Zuflucht in Stabilität sucht, und auch nicht auf der Straße steht und krakeelt. Anhänger von Ideologien, die in anderen Teilen der Welt größten Schaden anrichten, werden dafür kritiklos willkommen geheißen. Und eine konservative Bundesregierung betreibt eine Politik, die noch vor wenigen Jahren als linksradikal durchgegangen wäre.
Unterdessen verkaufen im Berliner Görlitzer Park zugewanderte Dealer ihre Drogen unter der Nase der Polizei, die nichts dagegen unternimmt.
Diese Entwicklungen werfen in vielen Zeitgenossen Fragen auf, Fragen nach der Identität.
Wer sind wir?
Wer sollen wir sein? Wer wollen wir sein? Wer dürfen wir sein?
Wer dürfen wir wollen, sein zu sollen?
Und wohin geht die Reise?
In eine multiethnische DDR light?
Einst entstanden mitten im Römischen Reich gotische Königreiche. Wieso sollte es Deutschland mit seinen Zuwanderern anders gehen? Angesichts der momentanen, unnatürlich selbstlosen Politik entsolidarisieren sich Bürger mit dieser Republik und machen einen auf Reichsbürger.
Als ob die Wiederherstellung eines Deutschen Reiches ein erstrebenswertes Ziel wäre. Weder das Kaiserreich noch das Dritte Reich überzeugten.

Worauf kann sich eine Identität dann gründen?

Jesus hat einst am See Genezareth eine Volksmenge erst von ihren Krankheiten geheilt und dann mit Brot und Fischen gespeist. Der ein oder andere mag sich damals gedacht haben: Jetzt geht's lohos! Dieser Mann ersetzt mir Krankenversicherung und Arbeitsplatz. Wenn ich krank bin, heilt er mich, und arbeiten muss sich nicht mehr, weil er mich speist.
Den will ich als König!
Doch Jesus ließ sich nicht darauf ein:
„Da nun Jesus erkannte, daß sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.“ (Johannes 6,15).
Denn Jesus wusste, dass das Hauptproblem der Menschheit nicht schlechte Politik, sondern die Sündennatur im Herzen ist.
Dort setzte er an mit seinem Kreuzeswerk.
Wer an Jesus glaubt und ihn ganz konkret in sein Leben einlädt, der wird durch den Geist Gottes innerlich von neuem geboren. Sein Herz verändert sich. Er wird zu einem neuen Menschen. Nicht nur sind seine Sünden dann vergeben, sein ganzes Wesen ist umgekrempelt.
Christen sind Bürger des Reiches Gottes und somit im besten Sinn des Wortes Reichsbürger.
Andere Reiche können da nicht mithalten.

Egal wie's politisch um mich herum aussieht: Meine Identität entspringt nicht der Zugehörigkeit zu einem Volk oder einem Staat, sondern einzig und allein dem Christus Gottes.

„Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das REICH des Sohnes seiner Liebe. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.“ (Kolosser 1,13-14).

Freitag, 21. Oktober 2016

So hat M. neulich das Sprachengebet empfangen

„Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen HABT, und es WIRD euch werden.“
Markus 11,23-24.

Jesus sagt, wer glaubt, dass er im Gebet etwas empfangen hat, (Vergangenheit), dem wird es werden, (Zukunft).
Man muss also eine Zeitlang glauben ohne zu sehen.
Genau dieser Moment zwischen Glauben und Sehen, zwischen Gebet und Erhörung, ist die Durststrecke des Glaubens, da liegen links und rechts die Wracks am Weg.
Wer betet und auf die anschließende Frage, ob er nun empfangen hat, sagt, „Ich weiß es nicht“, hat nicht im Glauben gebetet.
Er wird nichts empfangen.
Wer betet, muss sich auf eine Verheißung Gottes stützen und nach dem Gebet glauben, dass er empfangen hat, auch wenn er weit und breit noch keinerlei Manifestation einer Erhörung wahrnimmt.
Ihm muss es innerlich wie Habakuk gehen, der schrieb, „Der Feigenbaum blüht nicht, und an den Reben ist kein Ertrag. Der Ölbaum versagt seine Leistung, und die Terrassen bringen keine Nahrung hervor. Die Schafe sind aus der Hürde verschwunden, und kein Rind ist in den Ställen. Ich aber, ich will in dem HERRN frohlocken, will jubeln über den Gott meines Heils." (Habakuk 3,17-18).
Das kann man nicht aus dem Stegreif, einfach so.
Dazu muss man über seine Verheißung nachgedacht haben, man muss sie in sein Herz gesät haben, wo sie Zeit aufzugehen gehabt haben muss. Der Glaube wächst ganz von selbst. Man muss nicht an den zarten grünen Blättern ziehen, um das Wachstum zu beschleunigen.
So verwandelt sich die Saat nur in Gründünger.
Es gibt also manchmal eine Durststrecke zwischen Gebet und Erhörung.

M. H. kam neulich aus Baden-Württemberg in die Gemeinde, um mit mir um die Geistestaufe samt Sprachengebet zu bitten. Er empfing nicht sofort. Doch er schrieb mir vor einigen Tagen diese E-Mail:

„Guten Morgen Gert,

ich wollte Dir nur kurz Bescheid geben,  was mir gestern nach Feierabend passiert ist. Du hattest ja auch darum gebeten, Dich auf dem Laufenden zu halten ;-)
Ganz kurios…Ich habe mich nach Feierabend ins Auto gesetzt, hatte den Finger schon am Einschaltknopf meines Radios, da dachte ich, och nö…jetzt lässt Du die Kiste mal aus und denkst ein bisschen an Jesus und verbringst Zeit mit ihm.
Auf halben Weg nach Hause, überkam mich auf einmal ein seltsames Gefühl in der Bauchgegend. So als würde er sich mit irgendetwas füllen. Es stieg meinen Hals hinauf und ich hatte das dringende Gefühl etwas von mir geben zu müssen. Auf einmal fing ich an zu sprechen. Ich war so überrascht und dachte das kann nur das Sprachengebet sein! Ganz sicher war ich mir, als ich es bewusst kontrollieren wollte. Es ging zwar, aber es war immer noch dieser Drang da, etwas sagen zu müssen. Also ließ ich es „laufen“.
Vor Freude und Dankbarkeit brach´ ich in Tränen aus. Ich fühlte ganz tiefe Liebe, Dankbarkeit und Demut…extreme Demut.
Wow, das war ein extremes Erlebnis. Wie beim ersten Mal musste ich erstmal eine Nacht drüber schlafen. Unser Herr ist so mächtig und voller Gnade! Halleluja

Ich danke Dir nochmals, Gert!

Gottes Segen Dir und Deiner Gemeinde
Liebe Grüße, M.“

Das ist doch wunderbar.
M.s E-Mail illustriert in ausgezeichneter Weise beispielhaft, wie Glaube funktioniert:
„Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf das Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same sprießt hervor und wächst, er weiß selbst nicht, wie. Die Erde bringt von selbst Frucht hervor, zuerst Gras, dann eine Ähre, dann vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zuläßt, so schickt er sogleich die Sichel, denn die Ernte ist da." (Markus 4, 26-29).

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Ed!

„Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben.“
1. Korinther 3,6.

Wau.
Fünf Tage mit Versammlungen liegen nun hinter uns, (Samstag bis Mittwoch). An zweien hatten wir einen interessanten Gastsprecher, unseren wunderbaren Freund Ed Traut.
Nur Ed kann tun, was er tut. Denn er ist ein Gesamtkunstwerk. Ich kann mir die Gabe, in der er dient, bei niemandem anderen vorstellen.
So ist Gott.
Er hat uns alle unterschiedlich und auf individuelle Weise einzigartig gemacht. Manche sind außerdem noch originell. Ed gehört definitiv dazu. Er ist auch privat sehr unterhaltsam.
Nächstes Jahr kommt er wieder.
Die Outbreakband kommt dagegen bereits nächste Woche ins CGZ. Am 29.10.16.

Vielen Dank nochmal an unsere selbstlosen Mitarbeiter, die bis spät dablieben und sich um alles kümmerten. Gottes besonderen Segen auf euch.

Montag, 17. Oktober 2016

Ed Traut im CGZ: heute abend und morgen

„Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi.“
Epheser 4,11.

Pastoren und Bibellehrer kennt jeder, was ein Evangelist ist, wissen die meisten Zeitgenossen auch noch gerade so. Wenn's aber um Apostel und Propheten geht, dann ist die weitverbreitete Meinung, sie wären nach dem 1. Jahrhundert ausgestorben.
Es gibt sie aber auch heute noch.

Im Lauf der Kirchengeschichte haben menschliche Strukturen die göttliche Ordnung ersetzt, und an die Stelle der Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer traten Priester, Bischöfe, Kardinäle und Päpste. Und da Gott seinen eigenen Plan segnet, nicht aber die Pläne der Menschen, blieb die Amtskirche auch stets unter den Möglichkeiten des lebendigen Leibes Christi, wie wir ihn in der Apostelgeschichte abgebildet sehen. Die Apostelgeschichte ist nicht die Ausnahme, sondern sollte die Regel sein.
In der Vergangenheit war die von Menschen organisierte Kirche oft die schlimmste Verfolgerin des Leibes Christi, d.h. der tatsächlich gläubigen Christen—so wie die Hohepriester Jesus verfolgten. Als der Gott, den sie vorgaben anzubeten, in ihre Mitte trat, kreuzigten sie ihn.
Egal.
Nicht erst seit Martin Luther stellt Gott die geistlichen Ämter wieder her. (Luther war von Wirkungsmacht und Einfluss her ein Apostel, wenn er auch keine Wunder tat—obwohl! Er hat einst für die Heilung Melanchthons gebetet und wurde erhört. Er rieb Gott die Ohren mit seinen Verheißungen, wie er es ausdrückte. Dieses Vorgehen ist vollkommen biblisch).
Seit etwa 120 Jahren gibt es auch wieder Propheten. Das sind von Gott bestätigte Leute, deren Voraussagen, so sie denn welche treffen, verblüffend akkurat sind.

Wenn neutestamentliche Propheten ein persönliches Wort für jemanden haben, dann beschreiben sie auf eine Zukunft, die eintritt, wenn jemand weiterhin tut, was er tut. Sie geben keine Handlungsanweisungen! Das tat Agabus in Apostelgeschichte 11 oder 21 auch nicht. (Agabus ist übrigens der einzige neutestamentliche Prophet, der uns bei der Arbeit gezeigt wird).
Es gibt naturgemäß wenige Propheten.
Ed Traut aus Südafrika, bzw. Texas, wo er heute wohnt, ist einer.
Er ist mir seit vielen Jahren bekannt und ich habe ihn des Öfteren in Aktion erlebt. Er hat auch über mich geweissagt und was er sagte, ist tatsächlich eingetreten—auch wenn manches unwahrscheinlich klang und Jahre gebraucht hat.
Ed wird heute abend predigen, (er hat ein gutes Wort), und danach Leute aus der Versammlung herauspicken, die der Herr ihm zeigt und für die er ein Wort hat. Das werden erfahrungsgemäß nicht übermäßig viele sein. Doch er ist morgen abend ja noch einmal da.
Lass dir diese Versammlungen nicht entgehen. So oft haben wir die nicht:
Montag und Dienstag, 17.-18.10.2016, jeweils ab 19.30 Uhr.

„Nicht, wer sich selbst empfiehlt, der ist bewährt, sondern der, den der Herr empfiehlt.“ (2. Korinther 10,18).

Samstag, 15. Oktober 2016

Prima OBB-Mitarbeiterkonferenz

"Das Wort ist gewiß und ich will, daß du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen. Dies ist gut und nützlich für die Menschen."
Titus 3, 8.

Ich freue mich, daß heute abend doch tatsächlich rund 50 eifrige Gutetatentäter zu unserer Outbreakbandkonzertmitarbeiterkonferenz gekommen sind.
Die OBB wird, wie bekannt, am 29.10.2016, um 19.30 Uhr im CGZ ein Konzert geben. Normalerweise spielt die Band vor viel größerem Publikum, (neulich vor 10.000). Dagegen ist das Ereignis bei uns praktisch ein Wohnzimmerkonzert.
Trotzdem will es gut geplant und vorbereitet sein. Wir wollen den Besuchern das bestmögliche Erlebnis geben, zu dem wir fähig sind.
An dieser Stelle also nochmal vielen Dank an alle Organisatoren und Gruppenleiter und Mitarbeiter. Ich bin begeistert von euch.

(Eine begrenzte Anzahl von) Tickets zum Spottpreis von 12,- EUR gibt's übrigens hier, bei Cvents.de:
Die Outbreakband in Geldersheim.

"Singt ihm ein neues Lied. Spielt schön auf den Saiten mit Jubelschall!." (Psalm 33, 3).

P.S.: Kommenden Montag und Dienstag ist Ed Traut bei uns. Der singt zwar nicht, ist aber ein phantastischer Prediger. Veranstaltungsbeginn auch hier 19.30 Uhr.

„Treu und Wahrhaftig“

„Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig.“
Offenbarung 19,11.

Die verschiedenen Namen Gottes in der Bibel beschreiben alle denselben Gott, offenbaren jedoch verschiedene seiner Eigenschaften oder Charakterzüge.
Das Phänomen ist uns wohlvertraut.
Ein Mensch kann gleichzeitig Richter sein und in seiner Freizeit die Juniorfußballmannschaft eines Vereins trainieren. Es ist dieselbe Person, jedoch in verschiedenen Positionen. Und so ist es auch mit Gott, wenn er einerseits Jahwe Shalom, der Gott des Friedens ist, andererseits aber auch Jahwe Zebaoth, der Herr der Heerscharen.
In Offenbarung 19,11, ist der Name Jesu also „Treu und Wahrhaftig.“
Hochinteressant.
Das Wort „treu“ im griechischen Urtext ist das Wort pistos und bedeutet treu, loyal und vor allem vertrauenswürdig. Jesus ist absolut vertrauenswürdig. Wenn er etwas verheißt, dann hält er es auch. Paulus unterstreicht dies in 2. Korinther 1, 20, wo er sagt: „Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns.“

So viele Verheißungen Gottes es gibt: Gott will sie alle Realität werden lassen in deinem Leben.
Kannst du das glauben?
(Der Glaube ist die Voraussetzung dafür, von Gott zu empfangen).

Und Jesus ist „Wahrhaftig.“ Das griechische Wort ist hier alethinós. Es bedeutet nicht nur aufrichtig oder wahr oder korrekt, oder sicher oder bestimmt, es bedeutet auch „real.“
Jesus ist die letztgültige normative Kraft des Faktischen.
Das heißt, er erzeugt Realitäten, an denen niemand vorbeikommt.
Das bedeutet, er findet Umstände vor, vergleicht diese mit der Realität in seinem Innern, und beugt die äußere Realität dann seinem Willen.
Besonders schön ist dies zu sehen bei der Stillung des Sturms in Markus 4,35-41: Jesus hatte gepredigt bis zum Abend. Nun war er müde und legte sich, nachdem er Befehl gegeben hatte, ans jenseitige Ufer überzusetzen, auf ein Kissen hinten im Schiff und schlief ein. Da erhob sich ein heftiger Sturmwind und die Wellen schlugen in das Schiff, so dass das Schiff sich zu füllen begann. „Und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm: Lehrer, kümmert es sich nicht, dass wir umkommen?“
Machen es nicht viele Christen heute noch genauso? Kaum tauchen Probleme auf, fragen sie Gott, ob es ihn denn nicht kümmert, dass sie umkommen.
Jesus hat da einen ganz anderen Ansatz:
„Und er wachte auf, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr so furchtsam? Wie, habt ihr keinen Glauben?“ Die Jünger fürchteten sich sehr vor ihm und wunderten sich, dass selbst Wind und See Jesus gehorchten.
Jesus fand im Natürlichen die Realität eines Sturmes vor, glich dies mit der Realität in seinem Herzen ab und stellte fest, hier war kein Sturm vorgesehen. Der Plan des Vaters war für ihn, ans andere Ufer überzusetzen und nicht, auf den Grund des Sees zu sinken. So sprach er voller Kühnheit und Glauben zu Wind und See, und erzeugte eine neue Realität: großen Frieden.
Was für ein Unterschied zu den hilflos flennenden Jüngern.

Jesus lässt uns an seiner Fähigkeit, Realitäten zu erzeugen, teilhaben, wenn er uns in Markus 11,23, auffordert, zum Berg zu sprechen: „Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!“ Wer nun nicht zweifelt in seinem Herzen, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden.
Wie sieht das praktisch aus?
Finde im Wort Gottes gute Verheißungen, die dich ansprechen, bedenke sie und glaube sie. Sie werden dir dabei helfen, zu Problemen zu sprechen und gottgemäße Realitäten in deinem Leben zu erzeugen. Falls du dich fragst, wo du anfangen könntest, dann lass dir mal diese Aussage auf der Zunge zergehen: Jesus betet: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Gottes Wille ist Himmel auf Erden.
Der Sturm war auf der Erde, im Himmel jedoch Frieden, und so befahl Jesus dem himmlischen Frieden, den irdischen Sturm zu verschlingen. Und der gehorchte.

Einst warst du ein Sünder, doch dann machte dich jemand auf das Evangelium von Jesus aufmerksam, und du glaubtest. In diesem Moment verschlang eine höhere Realität die Realität deiner Sündennatur und du wurdest geistlich von neuem geboren. Die höheren Realität des Segens und des Sieges Jesu vertilgte die alte Realität deiner Verlorenheit und deiner Gebundenheit.
So ist Gott zu dir.
Das Leben im Glauben ist ein spannendes Abenteuer, nachdem man mal auf den Trichter gekommen ist und zu erkennen beginnt, was so alles möglich ist.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Arrangierst du dich mit deinen Problemen?

„Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben! Denn unsere Weinberge stehen in Blüte.“
Hohelied 2,15.

Die Achse der Klinken an der Feuerschutztür zwischen Garage und Haus war jahrelang locker. Zog man von der Hausseite aus, rutschte einem der Griff ein Stück entgegen, bediente man ihn von der Garage aus, zog man ihn in diese Richtung.
Das nervte natürlich und ich ärgerte mich praktisch jedes Mal wenn ich das Ding in der Hand hatte. Doch ich tat nichts dagegen. Vielmehr vergaß ich das Problem regelmäßig, sobald ich diese Tür überwunden hatte und im Auto saß, bzw. in der Wohnung war.
Doch als ich neulich aus einem völlig anderen Grund im Baumarkt stand, lachte mich plötzlich eine Drückergarnitur für Feuerschutztüren an. Und ich erinnerte mich an mein nerviges Miniproblem. Ich nahm das Teil mit, ließ es dann daheim einen Tag problemvergessen liegen, und baute es schließlich ein.
Ich musste nicht einmal bohren!
Nun rutscht nichts mehr. Alles passt, wackelt und hat Luft wie es soll. Und die Seufzerei wegen des Gelumpes ist einem Qualitätsempfinden gewichen.

Wir Menschen arrangieren uns viel zu oft mit unseren Problemen statt sie zu lösen. Ich plädiere für mehr Lösungsfreudigkeit. Denn wenn sich zu viele kleine Probleme ansammeln, dann leidet zum Schluss die ganze große Lebensqualität und wir fragen uns in unserer Betriebsblindheit möglicherweise auch noch warum.

Womit arrangierst du dich momentan noch?

„Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, auch die Schafe und die Ochsen; und die Münzen der Wechsler schüttete er aus, und die Tische warf er um." (Johannes 2,15).

Samstag, 8. Oktober 2016

Wer hat dem Blatt das beigebracht?

"Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringt, Fruchtbäume, die auf der Erde Früchte tragen nach ihrer Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so."
1. Mose 1,11.

Das erste, was Gott schuf, nachdem er Erde und Wasser getrennt hatte, waren die Pflanzen.
Ich komme darauf, weil ich gerade ein Buch über Land- und Waldbau lese.
Sehr interessant.
Dort ist gleich zu Anfang vom Kreislauf der Stoffe die Rede. Tatsächlich steht da, sogar fettgedruckt: "Nur die grüne Pflanze kann anorganische Stoffe (Nährsalze) in verwertbare organische Stoffe umwandeln. Aus organischen Stoffen entstehen hierbei anorganische Nährstoffe. Erst das grüne Blatt ermöglichte durch seine Fotosynthese das Leben auf der Erde in seiner heutigen Form und Vielfalt." (Die Verfasser sind offenbar Evolutionisten, doch das tut dieser Wahrheit keinen Abbruch).
In der Tat nehmen wir keinen Esslöffel Erde, verrühren ihn mit Wasser, und trinken ihn dann. Das würde uns nicht bekommen, obwohl in dieser Erde vielleicht alle Mineralien wären, die der Körper so braucht. Vielmehr sind wir angewiesen auf die einzige „Maschine“, die dazu in der Lage ist, Nährstoffe in einer für uns bekömmlichen Weise aufzubereiten: das grüne Blatt.
Die ganze organische Chemie steht demnach auf dem Fundament, dass nur Pflanzen anorganisches Material in organisches verwandeln können.
Wer hat dem Blatt das beigebracht?

Apropos:
Das Kohlenstoffatom ist eminent wichtig für die organische Chemie. Es hat eine überaus große Kombinationsfähigkeit und so bestehen Pflanzen und auch unser Körper zum größten Teil aus Kohlenstoff. Dass es dieses Atom jedoch überhaupt gibt, ist für namhafte Naturwissenschaftler ein größeres Wunder. Der berühmte Astrophysiker Fred Hoyle hat die Wahrscheinlichkeit ausgerechnet, dass es bei einer Kernfusion von Helium und Wasserstoff genau so entstanden ist, wie wir es vorfinden: Es ist praktisch unmöglich. Seine Berechnungen haben ihn zu der Aussage bewegt: „Nichts hat meinen Atheismus so sehr erschüttert wie diese Entdeckung.“

Der Atheist Hoyle war es auch der gesagt hat: „Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung höherer Lebensformen durch Zufall ist vergleichbar mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein Tornado, der über einen Schrottplatz fegt und zufällig eine Boeing 747 aus den dort herumliegenden Materialien entstehen lässt. Dies gälte auch für den Fall, dass das Universum voller Schrottplätze wäre.“ Was der gute Mann sagen wollte ist, dass die zufällige Entstehung einer lebendigen Zelle nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung unmöglich ist, dass sie irgendwie erschaffen worden sein muss.
Eine Zelle ist eine Fabrik für sich.
Und man kann sie in ihrer Komplexität nicht reduzieren. Zu Deutsch: Wenn irgendein kleiner Teil der Zellfabrik nicht existieren würde, dann wäre die ganze Zelle hin. Alle Teile einer Zelle sind so aufeinander abgestimmt, dass sie einander unbedingt benötigen. Die lebende Zelle scheint irgendwann spontan entstanden zu sein, was ohne Schöpfer wiederum so wahrscheinlich ist wie: Siehe oben.
Doch der Mensch glaubt bekanntlich was er will und nicht unbedingt, was wahr ist.

Ich für meinen Teil schließe mich der Bibel an, die sagt:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.“ (Johannes 1,1-5).