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Verteidiger der Brüder

"Willst du dich aber vor der staatlichen Macht nicht fürchten, so tue Gutes, und du wirst Lob von ihr haben, denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber Böses tust, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut." Römer 13, 3-4. Die staatliche Macht ist nur so lange legitim und Gottes Dienerin, solange sie das Gute lobt und das Böse straft. Ändert sich das, so wird staatliche Macht zur Tyrannis und der Ordnungsstaat zur Perversion seiner selbst. Die Tyrannis fängt sich jedoch unweigerlich früher oder später selber Probleme ein. Andrew Brunston aus Nord Carolina, USA, ist seit rund 20 Jahren Pastor einer Gemeinde im historischen Smyrna, dem heutigen Izmir, damals römisch-griechisch, heute türkisch. (Vor Jahren war ich mal in Izmir und habe dort eine kurze Impulspredigt gehalten, allerdings nicht in Pastor Brunstons Kirche; von dem wusste ich damals nichts). ...

Endlich wieder richtig Sommer

"Du bestellst Finsternis und es wird Nacht. In ihr regen sich alle Tiere des Waldes." Psalm 104, 20. In meinem Garten begegnen mir immer wieder Gartenrotschwänze, die wenig scheu vor mir haben. Es ist nicht so, dass sie mir aus der Hand fressen würden, vielmehr hauen sie nicht gleich ab, wenn ich mich bemerkbar mache, sondern hüpfen lediglich einen Ast weiter und schauen mich an. Ich vermute, das sind die, die vor einigen Wochen in einer Hecke nah beim Haus geschlüpft sind. Aus den blauen Eiern wurden seinerzeit riesige Schnäbel, die sich in Flauschbälle mit Augen verwandelten und eines Tages weg waren. Die kennen mich und mein neugieriges Gesicht vom gelegentlichen Insnestschauen. Sie sind praktisch mit mir groß geworden. Überhaupt lassen sich zurzeit großartige Naturbetrachtungen anstellen. Jetzt ist nämlich die Blattzeit der Rehe. Man kann sich, wie ich gestern abend, mit einem Feldstecher bewaffnet auf einen Jägerstand am Waldrand, vor einer Wiese mit Kleeb...

Reichsbürger? Resistance?

"Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten Autoritäten! Denn es ist keine Autorität außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet." Römer 13, 1. „Pastor, in letzter Zeit liest man immer wieder von den sogenannten Reichsbürgern. Es soll so viele davon geben, und viele sollen bewaffnet sein. Sind die gefährlich?“ "Reichsbürger" sind Leute, die den Staat, in dem wir leben, nicht anerkennen, sondern sich als Bürger des Deutschen Reiches betrachten. Für die ist das nicht untergegangen, sondern existiert weiter. Die spaßigeren unter ihnen gründen ihre eigenen Königreiche und vergeben Ausweise. Man sieht schon, ganz kann man das nicht ernst nehmen. Ich persönlich halte von dieser Bewegung nichts. Die Republik in der wir leben, ist die beste, die wir je hatten, und es ist nichts gewonnen, wenn wir diese nun infrage stellen. Vielmehr sollten wir sie verteidigen. Nicht unbedingt gegen kuriose Reixbürger, sondern gegen eine Politik, welche ...

Der Algorithmus und die Manipulation

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"Der Einfältige glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seinen Schritt." Sprüche 14, 15. Wir sind im Internet ständig mit Bewertungen und Beurteilungen von Produkten, Nachrichten, Artikeln, usw. konfrontiert, die sich zu einem nicht geringen Teil auf Algorithmen stützen. Diese Algorithmen unterliegen wiederum Interessen, d. h. sie sind gesteuert. Google lässt sich die Anzeigen auf seiner Seite 1 teuer bezahlen, wohl wissend, dass die meisten Sucher den ersten Eintrag anklicken, der ihnen dort angezeigt wird. Seite 2 ist praktisch schon die Gruft. Auf Seite 3 befindet man sich bereits in der Unterwelt. Facebook und Co. sammeln feste Daten und finden heraus, was unsere Vorlieben sind, damit wir dann mit interessengerechter Werbung beschickt werden können. Eigentlich clever. Eigentlich gut. So wird sichergestellt, dass mir zum Beispiel kein Nagellack oder Katzenfutter oder so angeboten wird, sondern Dinge, die meinen vielfältigen, dynamischen und abwechslungs...

Berge oder Meer?

"Tut nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht, sondern daß in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst." Philipper 2, 3 Nun steht er die Urlaubszeit an und die Frage stellt sich: Geht es in die Berge oder ans Meer? Wenn der eine in die Berge und der Ehepartner ans Meer will, dann könnte man einen Kompromiss schließen und sich auf einen Ort zwischen Bergen und Meer einigen. Allerdings könnten die meisten dann genauso gut zu Hause bleiben. Fährt man in die Berge, wird derjenige, der ans Meer wollte, muffelig. Fährt man ans Meer, wird derjenige, der in die Berge wollte, zum Miesepeter. Und wegen des Muffels oder Miesepeters kommt der Berg- bzw. Meerliebhaber auch nicht auf seine Kosten. Was tun? Wie wäre es, in diesen Dingen keinen Kompromiss anzustreben, sondern dem andern ein Geschenk zu machen? Ein Geschenk ist ja ein freiwilliger Verzicht auf etwas, das ich einem anderen zu seinem Genuss überlasse. Statt sich darüber zu ärgern, dass man...

Welchen Unterschied macht Gebet?

"Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung." Jakobus 5, 16 Gestern haben wir gesehen: Gemeinschaftliches Gebet ist stark. Und selbst Jesus bat Petrus, Johannes und Jakobus darum, in der Stunde seiner Not in Gethsemane, als er "betrübt und geängstigt" war, mit ihm zu wachen. (Matthäus 26, 37). Sie taten es nicht, sondern verschliefen die Gelegenheit. Und es geziemte Jesus ja auch, völlig auf sich gestellt und ohne Gebetsunterstützung maximale Erhörungen zu erhalten. So hat er das Erlösungswerk von vorn bis hinten selbst und ohne jegliche Hilfe durch Dritte vollbracht. In alle Ewigkeit teilt er diese Ehre mit keinem Menschen, nicht einmal mit den Dreien, die er persönlich extra dazu eingeladen hat. Er betete und ein Engel kam und stärkte ihn. Doch zuvor war er schwer am Ringen und betete dreimal dasselbe Gebet. Der Druck verstärkte sich, bis er Blut schwitzte. (Lukas 22, 44). (Der medizinische Fachbegriff lautet Hämhidrose). Jesus war hier, u...

Gebet macht den Unterschied

"Betet füreinander." Jakobus 5, 16 Die Apostel Jakobus und Petrus waren mit Johannes die engsten Freunde Jesu. Sie hatten ein besonderes Verhältnis zum Herrn. Dennoch heißt es von Jakobus, daß Herodes ihn eines Tages festsetzte und mit dem Schwert tötete. (Apostelgeschichte 12). Einfach so. Als Herodes merkte, daß das ankam, ließ er auch Petrus festnehmen, um ihm einen Schauprozeß zu machen und auch ihn aus dem Weg zu räumen. "Aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott." (Vers 5). Ein Engel erschien und befreite Petrus aus der mit 16 Soldaten bewachten Zelle. Die Gemeinde konnte es gar nicht fassen, als er plötzlich vor der Tür stand und klopfte. Jakobus starb und Petrus lebte. Beide hatten ein in gleicher Weise ausgezeichnetes Verhältnis zu Jesus. Warum starb Jakobus, (obwohl er sogar der Cousin Jesu war), und warum überlebte Petrus? Für den einen wurde gebetet, für den anderen nicht. Vielleicht dachten die Christen...