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Das mit den Guten Werken

"Ich will, daß du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen. Dies ist gut und nützlich für die Menschen." Titus 3, 8 Jeder weiß, dass Christen gute Werke tun sollen. Nicht zuletzt der obige Vers bringt dies zum Ausdruck. Doch wenn wir an gute Werke denken, dann denken wir in erster Linie an soziale Werke. Wir stellen uns vor es ist Winter und wir stehen an einer Gulaschkanone. Vor uns steht eine lange Schlange von hungrigen Armen mit Blechnäpfen in den Händen, in die wir mit einer großen Schöpfkelle Gulasch aus der Kanone verteilen. Wer solcher Weise gute Taten tut, der fühlt sich gut. Soziale Dienste sind jedoch auch ein wenig mühsam und man kann sie nicht tagtäglich tun, es sei denn man arbeitet für ein mildtätiges Werk. Das aber tun natürlich die wenigsten. Doch im griechischen Urtext der Bibel gibt es zwei Worte für „gut“. Das eine Wort meint in der Tat soziale Werke...

Buße? Was ist das?

"Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. Bringt nun der Buße würdige Frucht." Matthäus 3, 2+8 Das Wort Buße wird vielfach missverstanden. Man denkt an Sacktuch und Asche, an emotionale Zerknirschtheit und hängende Mundwinkel. Dabei hat Buße mit Emotionen gar nicht so viel zu tun. Zunächst: Das Wort kommt im Alten Testament überhaupt nicht vor. Statt von Buße ist dort von Umkehr die Rede. Wenn man sich verrannt hat, ist es gut, umzukehren. Israel verrannte sich öfter mal und wurde dann zur Umkehr gerufen. Der erste, der in der Bibel das Wort Buße im Mund führt, ist Johannes der Täufer. Er predigte in der Tradition der alten Propheten. Umkehr und Buße sind also eng miteinander verwandt. Jesus griff die Predigt von Johannes auf und predigte ebenfalls über Buße. Petrus und Paulus auch. In Hebräer 6, 1 wird die Buße von den toten Werken als erste der Anfangslehren über Christus erwähnt. Wir müssen also unbedingt wissen, was Buße überhaupt ist....

Bulletproof

"Mein Sohn, auf meine Worte achte, meinen Reden neige dein Ohr zu. Laß sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens! Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch." Sprüche 4, 20-22 Ich habe Verwandte im amerikanischen Bundesstaat Ohio. Deswegen hat mich eine Meldung von dort besonders fasziniert. Was ist passiert? In der Stadt Dayton wurde im Februar ein Busfahrer namens Rickey Wagoner, 49, von drei Kugeln getroffen als er gerade am Motor seines Fahrzeugs arbeitete. Er überlebte den Anschlag. Die Polizei nimmt an, dass es sich bei dem Vorfall um die Einstiegsmutprobe eines neuen Mitglieds einer Gang handelte und dass Mr. Wagoner zufällig ausgewählt worden war. Ein mit der Sache befasster Polizist sagte der lokalen Zeitung, dass der Busfahrer "eigentlich nicht mehr hier sein sollte" und dass er den Angriff nur deswegen überlebt habe, weil ein Buch namens "The Message", das sich ...

Gefühle beherrschen--dich. Oder du sie

"Nichtigkeit der Nichtigkeiten! spricht der Prediger. Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist Nichtigkeit. Zum Lachen sprach ich: Unsinnig ist es! - und zur Freude: Was schafft die?" Prediger 1, 2 + 2, 2 Salomo, König in Jerusalem, seines Zeichens reichster und weisester Mensch der Welt, schob Frust. Trotz seiner Macht, seines Ansehens, seiner vielen Mittel und seiner schönen Frauen war er unzufrieden und übelgelaunt bis zur Depression. Denn es stimmt ja nicht, dass alles Nichtigkeit ist. Salomo selbst sagt an anderer Stelle, "Bei jeder Mühe ist Gewinn." (Sprüche 14, 23). Wie kam es dazu, dass dieser hoffnungsvolle, von Gott im Übermaß gesegnete König zu einem solchen Ausbund der Hoffnungslosigkeit wurde? Nun, er erlaubte seinem Denken in die falschen Bahnen zu gleiten. Denn unsere Gedanken zeichnen verantwortlich für unsere Gefühle. Die richtigen Gedanken, sorgfältig gedacht, führen zu den gewünschten Gefühlen. Dein Glück beruht viel mehr auf de...

Vollmächtige Kinder Gottes

"Ich sage aber: solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Sklaven, obwohl er Herr über alles ist." Galater 4, 1 Es wäre doch bedauerlich, unvorstellbare Reichtümer geerbt zu haben, aber auf diese nicht zugreifen zu können. Und doch geht es vielen Christen so. Sie sind Kinder Gottes. Alles ist ihnen geschenkt. Sie sind Miterben des Christus. Doch ansehen tut man ihnen das nicht. Sie wirken mehr wie Sklaven denn wie befreite Kinder. Vollmächtige Kinder Gottes werden wir, wenn wir uns auf einen Reifeprozess einlassen. Gott möchte, dass wir Jesus ähnlicher werden und Glauben lernen. Auf diese Weise gewinnen wir Stück für Stück das durch den Sündenfall verlorene Ebenbild Gottes zurück. Was tun? Veränderung kommt in erster Linie durch das Wort Gottes, die Bibel. Damit diese ihre Wirksamkeit entfalten kann, sind drei Dinge nötig: 1. Wir müssen die Bibel als Wort Gottes anerkennen, auch wenn wir nicht alles was drinsteht auf...

Unternehmerische Herausforderungen?

"Du sollst an den HERRN, deinen Gott, denken, daß er es ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen, damit er seinen Bund aufrechterhält, den er deinen Vätern geschworen hat." 5. Mose 8, 18 "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon." Matthäus 6, 24 Die wirtschaftliche Situation auf der Welt und in unserem Land ändert sich ständig. Die Globalisierung sorgt dafür, dass in armen Ländern Millionen von Menschen erstmals die Chance bekommen, ihre Arbeitskraft und ihre Güter weltweit anzubieten. Der weltumspannende Handel holt sie aus der Armut und macht gleichzeitig Waren und Dienstleistungen rund um den Globus billiger. Das Internet ist dabei, die Art und Weise wie Geschäfte gemacht werden, zu revolutionieren. Denn wieso sollte ich mir eine Jeans, die in Deutschland 79 € kostet, in den Vereinigten Staaten aber nur 29 €, (dasselbe Modell aus derselben Fabrik!), hier kaufen und nicht aus den USA schicken lassen? (Oder gleich aus Bangladesch?) Chanc...

Woe is me?

"Und ihr werdet wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient." Maleachi 3, 18 Gott behandelt nicht alle Menschen gleich. Ich sage das, weil so manchen Christen mulmig wird, wenn sie sich beispielsweise die vielerorts grassierende Gottlosigkeit, die Verschuldungslage europäischer Staaten, den Aberwitz mancher Regierungsentscheidungen oder die politisch-mediale Begeisterung für unnatürliche Laster vergegenwärtigen. Uralte Begriffe und Werte werden dreist umdefiniert. Die Welt scheint kopfzustehen. Manche werden ob der Schlechtigkeit der Welt schier depressiv. Sie haben im Hinterkopf, was Paulus zu einer solchen Gesellschaft sagt: "Denn dies sollt ihr wissen und erkennen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger, (er ist ein Götzendiener), ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes. Niemand verführe euch mit leeren Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zo...