Posts

Das persönliche Zeugnis Jesu

"Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde." Apostelgeschichte 1, 8 Jesus rief seine Nachfolger nicht dazu auf, ständig "Zeugnis zu geben", sondern er verhieß ihnen, daß sie Zeugen sein werden. Jemand, der Zeugnis gibt, spricht (dauernd) von Jesus. Das kann penetrant werden. Jemand, der ein Zeuge ist, überzeugt Menschen dadurch, daß er ist wie er ist. Überhaupt ist reden leichter, als vorleben.+ Karfreitag war der schwärzeste Tag in der Geschichte der Menschheit: An diesem Tag starb der Sohn Gottes, hingerichtet von einer versagenden Staatsgewalt in Form von Pilatus, der zwar wußte, was zu tun war, (Jesus freilassen), aber nicht die innere Kraft hatte, es auch zu tun. Besonderer Tiefpunkt waren die Ältesten und Hohepriester, die eigentlich Mittler zwischen Gott und Menschen hätten sein sollen. Stattdessen...

Überzeugungsarbeit und Untergänge

"Dann fing er an, die Städte zu schelten, in denen seine meisten Wunderwerke geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten." Matthäus 11, 20 Jesus mißt dem Heilungsdienst eine große Bedeutung bei. Heilung ist gut für den, der geheilt wird, und für die, die miterleben, wie Gott eingreift. Jesus hat erwartet, daß die Städte, die Zeugen von Gottes Machttaten geworden waren, sich auch zu Gott umwenden würden. Taten sie aber nicht. Dies hat Jesus zu einer Prophezeiung veranlaßt, die es in sich hat. Wer den Heilungsdienst als "nicht von Gott" verwirft, ihn verachtet, oder aus Bequemlichkeit abtut, weil er sich nicht mit Gedanken an die Ewigkeit belasten will, der kann ruhig mal zuhören, was der Herr nun sagt. "Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Betsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären, die unter euch geschehen sind, längst hätten sie in Sack und Asche Buße getan. Doch ich sage euch: Tyrus und Sidon wird es erträglicher ergehen am ...

Auf die eigene Kraft vertrauen?

"Wer auf das Wort achtet, findet Gutes. Und glücklich der, der dem HERRN vertraut." Sprüche 16, 20 "Pastor, am besten ist es, wenn man sich auf sich selber verläßt. Die eigene Kraft. Das ist was zählt." Stimmt schon. Es gibt Dinge, die muß man selber machen. Man kann sich nicht immer auf andere verlassen. Doch als Lebensprinzip taugt das Vertrauen auf die eigene Kraft nicht. Es ist sogar nicht unangebracht, sich selber ein wenig zu mißtrauen. Denn man neigt in manchen Bereichen dazu, sich zu überschätzen. Die Vertrauerei auf die eigene Kraft erinnert mich an folgende Begebenheit: Ein Mann wanderte durch einen Sumpf und blieb irgendwann drin stecken. Der Morast stand ihm bis an die Knie und es gab kein Weiterkommen mehr. Da er auf seine eigene Kraft vertraute, packte er sich kurzerhand selber am Schopf und zog sich aus dem Dreck. Hat natürlich geklappt. Mußt du auch mal probieren. Funktioniert immer. "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher wi...

Standard und Barmherzigkeit

"Die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht." Jakobus 2, 13 Daß Barmherzigkeit über Gericht--und somit Strenge--triumphiert, klingt gut. Für den Schuldigen. Für sein Opfer nicht. Manchmal ist Barmherzigkeit nicht angebracht, sondern Gerechtigkeit. Ich denke da an den Kindermörder, den ein "barmherziger" Richter nach ein paar Jahren aus dem Gefängnis entließ und der prompt wieder mordete. Nun hat auch der Richter Blut an seinen Händen. Weil er Barmherzigkeit am Falschen übte. Wir sehen schon: Per definitionen liegt die Barmherzigkeit mit dem Standard im Clinch. Der Standard ist das Gesetz, die Tradition, die Regel, gegen die der Schuldige verstößt. Die Barmherzigkeit schert sich nicht ums Gesetz, um den entstandenen Schaden oder das Opfer. Sie will Milde für den Schuldigen. Nun ja. Der Standard ist schon wichtig. Ohne ihn hätten wir Anarchie. Der Standard, (ein anderes Wort für Gesetz, Verfassung, codierter Gesellschaftskonsens), ordnet und regelt uns...

Die katholische Welt steht kopf!

Der neue Papst stammt aus Argentinien. Er ist der erste südamerikanische Pontifex. Da Südamerika ja am anderen Ende der Welt, in der Südhalbkugel, liegt, steht die katholische Welt, von uns im Norden aus betrachtet, nun kopf, wenn das Haupt von dort unten kommt. Und wieder hört man auf allen Kanälen, daß dieser Papst nun reformieren müsse. Er muß das Familienbild "modernisieren", die traditionelle Sexualmoral abschaffen, die Soziallehre sozialistischer gestalten, das Zölibat abschaffen, das Frauenpriestertum einführen, und und und, bis die katholische Kirche endlich nichts weiter als eine weitere linke Partei ist. Ich fürchte, die Phantasien der Journalisten, die ja laut Statistik zu 85% dem glaubensfreien linken Lager zuzurechnen sind, werden wieder mal enttäuscht werden. Das liegt am Selbstverständnis dieser Kirche. Sie ist nicht das Meer, sondern der Fels, der im sich ständig ändernden Meer zuverlässig herausragt. Sie bleibt, während der Zeitgeist sich wandelt und ...

Glaube und Gefühle

"Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete mit Gebet, daß es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor." Jakobus 5, 17-18 Die meisten kennen den Propheten Elia als geistlichen Überflieger, der Gott so nahe war wie kaum ein anderer. Nun, diese echte Nähe zu Gott hat sich nicht immer in seinen Gefühlen niedergeschlagen. Denn Jakobus hat sein Ersteskönigebuch gelesen und festgestellt, daß Elia durchaus Gemütsschwankungen hatte. Genaugenommen tun wir ihm nicht einmal unrecht, wenn wir ihm eine Neigung zu manischer Depression unterstellen. Dennoch hatte Elia Vollmacht bei Gott. Die meisten Christen denken, großen Glauben muß man unmittelbar fühlen. Doch offenbar hatte Elia durchaus Besiegtheits- und Krisengefühle und betete dennoch erfolgreich. Elia "betete mit Gebet." Das heißt, er betete inständig. Er wol...

Bodenanalyse 3

"Siehe, der Sämann ging hinaus zu säen... Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen sprossen auf und erstickten es." Matthäus 13, 3+7 Der Sämann ist Jesus, der das Wort Gottes in seiner Predigt aussät. Der Boden, in den er hier sät, ist gut. Das Problem ist nur: Es ist schon was drin! Im alten Israel streute man seinen Samen aus und pflügte erst dann die Saat unter. Der Boden schien leeres Brachland zu sein. Was jedoch bereits an Krautsamen drauflag, bevor das gute Wort gesät wurde, war nicht ersichtlich. Als die Wachstumszeit kam sproßten unter anderem Dornen auf. Jesus erklärt an anderer Stelle, daß die Dornen "die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums" und Vergnügungen sind. Sorgen um Alltägliches können einen so vereinnahmen, daß man dem Wort Gottes keine Beachtung mehr schenkt. Dabei ist es so, daß viele, wenn nicht die meisten Alltagsprobleme sich fast von allein lösen. Die Zeit geht über sie hinweg. Wir haben an einem Tag eine Sorg...