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Haaalt!

"Du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, groß an Gnade gegen alle, die dich anrufen." Psalm 86, 5 Gestern abend sagte meine Ju Jutsu-Trainerin, eine Großmeisterin, die bisher nicht durch übertriebene Frömmigkeit aufgefallen ist, zu mir, sie habe gebetet. Denn ihre Hupe am Auto sei seit einiger Zeit defekt gewesen. Damit hat es folgende Bewandtnis: Sie erzählte mir, daß sie am Morgen ihre Grundschulkinder mit dem Auto zur Schule gefahren habe--sie ist auch selber Lehrerin, am Gymnasium. Am Zebrastreifen ließ sie sie aussteigen, um wie immer zu warten, bis sie den Zebrastreifen vor ihr überquert haben. Sie kurbelte das Fenster runter, um zu winken. Die Kinder stiefelten los--als sie im Rückspiegel sah, wie ein viel zu schnelles Auto zum Überholen ansetzte. Das Herz fiel ihr in die Hose. Die Kinder waren geradewegs dabei, vor dem Auto des Rasers aufzutauchen. Sie drückte auf die kaputte Hupe--und das Ding ging wieder! Da das Fenster schon heruntergekurbelt war, k...

Die Sehnsucht nach geistlichen Vätern

"Wenn ihr zehntausend Zuchtmeister in Christus hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christus Jesus habe ich euch gezeugt durch das Evangelium." 1 Korinther 4, 15 Wenn man den christlichen Büchermarkt besieht, dann sieht man: Es besteht scheinbar ein großer Hunger nach geistlichen Vätern. Allerdings denke ich, daß viele Christen die Figur des geistlichen Vaters, also einer (über)gemeindlichen vollmächtigen Bezugsperson, ein wenig romantisieren und ihr Sehnen eine geborgenheitsselige Sehnsucht nach einem seelisch-menschlichen Ideal ist, das es genausowenig gibt, wie den perfekten irdischen Vater. Eigentlich hat jeder Christ einen geistlichen Vater, nämlich die Person, die einen zum Glauben geführt hat. Die hat man sich nicht ausgesucht, an die geriet man plötzlich. Diese Personen haben einem das Glaubenseinmaleins beigebracht und sind von daher schon einzigartig in unserem Leben. Möglicherweise lebt man sich dann ein wenig auseinander, auch das ist normal. Man en...

Durchbruch

"Wenn nicht das Land, auf das dein Fuß getreten ist, dir und deinen Söhnen für ewig zum Erbteil wird! Denn du bist dem HERRN, meinem Gott, treu nachgefolgt." Josua 14, 9 Wer ein Stück Land erwirbt, auf dem ein Apfelbaum steht, der hat einen Durchbruch in bezug auf Äpfel erlangt. Dh, der muß sich in Zukunft nicht mehr um Äpfel sorgen. Äpfel sind kein Problem mehr. Sie wachsen ihm jedes Jahr ganz von allein. Völlig ohne Krampf. So ähnlich verhält es sich auch im Geistlichen. Wenn wir auf einem bestimmten Gebiet bemerkenswerte Gebetserhörungen erlebt haben, dann sind auf diesem Gebiet in Zukunft Erhörungen leichter. Schau mal nach, auf welchem Gebiet Erhörungen für dich relativ leicht zu erlangen sind. Dort ist dein Glaube daheim. Auf diesem Gebiet will der Herr dich benutzen. Wenn du mit Leichtigkeit Heilung empfängst, wenn du krank bist, dann empfiehlt es sich, für andere Kranke zu beten. Wenn du für Geld quasi ein Magnet bist, (du hast ständig Geschäftsideen...

Im Sinkflug?

"Ich erinnere dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir ist." 2 Timotheus 1, 6 Manchmal trifft man Christen, die sich in einer Phase des Sinkflugs befinden. Meistens liegt das daran, daß sie die Luft in ihrem Lebensfesselballon kalt haben werden lassen. Dabei hat Gott jedem Christen eine "Gasflasche" mitgegeben, über der eine Flamme brennt. Drehen wir das Ventil mal ordentlich auf, dann wird Wärme produziert, die die schlaffe Ballonhaut wieder füllt. Die "Gasflasche" ist die Bibel. Der Treibstoff in ihr sind die Gedanken Gottes, die dich nachhaltig aufsteigen lassen. Lies das Wort Gottes gläubigen Herzens und erlebe, wie die Laschheit aus dir weicht. Allerdings darfst du nicht nur lesen, sondern mußt dem Gelesenen auch entsprechende Taten folgen lassen.

Israel und Hamastan

"Es ist eine Zeit der Bedrängnis für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden." Jeremia 30, 7 Warum hat in diesen Tagen ein Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza stattgefunden? Das war Widerstand gegen die Besatzung, sagen Palästinenser und viele in den Medien. Doch welcher Besatzung? Israel hat den Gazastreifen vor sieben Jahren "judenrein" gemacht, hat jede jüdische Siedlung dort abgebrochen, und niemanden zurückgelassen. Bis auf die Treibhäuser, in denen die Juden Gemüse für den Export angebaut haben. Die haben die Palästinenser nicht übernommen und weiterbenutzt, sondern kaputtgetrampelt. Israel hat sogar seine Grenze zu Gaza als internationale Grenze ausgerufen. Dh, es hat alle Ansprüche auf dieses Territorium aufgegeben. Die erste autonome Palästinenserregion entstand. Eine solche schufen weder die alten Ottman-Türken, die dort jahrhundertelang herrschten, noch die Ägypter, die Gaza bis 1967 mit großer Härte regierten, bis Israel sie im Sec...

Klappe zu und durch

"Wozu bringt uns der HERR in dieses Land? Damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren." 4 Mose 14, 3 Gerade waren die Kundschafter aus Kanaan zurückgekommen und hatten Israel Bericht erstattet: Ja, das Land ist gut, es wachsen prima Früchte drin. (Als Beweis hatten sie eine gigantische Rebe mitgebracht). Aber. Wir können das Land nicht einnehmen. Unmöglich. Riesen wohnen drin. Sie hatten völlig recht, waren echte Realisten, und lagen trotzdem total daneben. Das Volk murrte, rebellierte, weinte und schrie die ganze Nacht lang. Bis Gott Ekel vor diesem Volk verspürte und sie 40 Jahre lang in der Wüste herumwandern ließ. Danach stand Israel wieder vor derselben Aufgabe: Der Einnahme des verheißenen Landes. Sie sollten mit Jericho beginnen, der größten und festesten Stadt. Es war unmöglich, Jericho einzunehmen. Viel zu dicke Mauern. Doch diesmal taten sie das...

Der Mensch als Wundertüte

Wenn wir in die Bibel blicken und die von Gott bestätigten Männer und Frauen des Glaubens betrachten, dann neigen wir dazu, sie zu verklären. Wir denken dann, das wären Leute ohne persönliche Probleme oder Schrullen gewesen. Doch Jakobus sagt, selbst "Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir." (Jakobus 5, 18). Wir erinnern uns: Er betete und es fiel ein Blitz vom Himmel, der sein nasses Opfertier in hellen Flammen aufgehen ließ. Er betet noch einmal--und es beginnt zu regnen, zum ersten Mal seit 3,5 Jahren. Das Volk stellt sich spontan hinter ihn. Er tötet hunderte von falschen Propheten an jenem Tag. Doch als die Gönnerin dieser Propheten das mitbekommt, läßt sie ihm mittels Boten ein paar spitze Worte zukommen--und Elia läuft davon! Vierzig Tage wandert er planlos in der Wüste herum und schiebt den Wüsten-Blues. "Oh Herr, die Königin mag mich nicht." Abraham, der Vater der Gläubigen, hat seine Frau verkauft--und zwar zweimal! Erst ließ ...