Samstag, 27. August 2016

Höflichkeit, du flüchtige Blume, du wuchtige Brumme du


„Goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, so ist ein Wort, geredet zu seiner Zeit.“
Sprüche 25,11.

Mit der Höflichkeit halten es viele Leute in unseren Tagen so, wie Menschen früher in sozialistischen Ländern: Zombiehaft und starren Blickes laufen sie aneinander vorbei, auch wenn sie einander kennen. Da herrscht Kälte wie im Gruselfilm.
Früher, als man noch Hüte trug, lupfte man noch den Hut, wenn man sich begegnete, erinnere ich mich.
Schade.
Denn Höflichkeit und Etikette, Anstand und Sitte, machen das Leben erst erträglich. Sie sind das Schmiermittel im Getriebe des Miteinander. Natürlich kann man diese Rituale als aufgesetzt und heuchlerisch betrachten. In Wirklichkeit jedoch schaffen sie ein Maß an sozialer Wärme, selbst unter Fremden.
Die Amis mit ihrem angenehmen, wenn auch unverbindlichen Smalltalk wissen das oft noch.
Da die Welt trotz hoher Außentemperaturen also recht frostig ist, sollte es uns als Christen besonders leicht fallen, hier erfolgreich ein Kontrastprogramm zu fahren. Man muss das Ganze nicht übertreiben und süßlich-künstlich werden. Solche Leute kenne ich auch. Ich sage nur, wer eine gewisse Freundlichkeit an den Tag legt, hat heute praktisch schon gewonnen.

„Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden. Der Herr ist nahe.“ (Philipper 4,5).

„Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt. Ihr sollt wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.“ (Kolosser 4,6).

Donnerstag, 18. August 2016

Land von Milch und Honig

„Die Meßschnüre sind mir gefallen auf liebliches Land; ja, mein Erbteil gefällt mir.“
Psalm 16,6.

Die letzten Tage war ich ziemlich viel draußen.
Letzte Woche verbrachte ich gar fernab jeglicher Zivilisation (hihi) in den tiefsten Tiefen des Thüringer Waldes. Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Bei morgendlichen 6,5° und Nieselregen ist das ein ziemliches Abenteuer. Warm wurde es auf diesen Bergen auch nicht im Tagesverlauf. (Ein ganz normaler August in Deutschland halt).

Natürlich war ich dort nicht allein, sondern war Teil einer Gruppe von waldläufigen Gesellen unter der Führung von erfahrenen Jägern. Wenn man so durch den Wald pirscht, wie seinerzeit Lewis und Clark auf dem Weg nach Westen, dann stellt man erst fest in was für einem atemberaubenden Land wir eigentlich wohnen. Deutschland ist landschaftlich reizvoll, von der Tierwelt gar nicht zu reden, wenn man sich einmal die Zeit nimmt, sie zu beobachten.
Oder auseinanderzunehmen.
Denn die Jäger jagten natürlich und schossen auch hin und wieder etwas, was dann ordentlich versorgt, sprich ausgenommen, werden musste, um auszukühlen, damit es nicht verdirbt. Eine halbe Stunde nach dem Erlegen bricht nämlich die Magen-Darm-Barriere zusammen und die dort ansässigen Bakterien beginnen, sich im Tierkörper auszubreiten. Dann leidet die Qualität des Wildbrets.
Ausgenommen hängt man es auf und lässt es reifen.
Reifen?
Ja.
Nach einiger Zeit beginnt nämlich vom Kopf her die Totenstarre, denn das Glykogen im Körper beginnt sich abzubauen. Nach ein oder mehreren Tagen, je nach Wild, weicht diese Starre wieder und das Fleisch wird zart. Dann ist es reif und man kann es verzehren.
Hirschschinken, verzehrt an einem zünftigen Feuer im Wald, schmeckt übrigens vorzüglich. (In Zusammenhang mit der Jagdausübung ist Feuer im Wald erlaubt. Habe ich auch nicht gewusst).
In Ermangelung eines Jagdscheines habe ich selber natürlich nichts geschossen.
Außer Tontauben.
Viele Tontauben.
Hunderte.
Mit einer doppelläufigen Schrotflinte.
Es hat viel Spaß gemacht.
Noch ist ja Urlaubszeit. Und so gehe ich morgen wieder schießen. Dann allerdings mit der Kugel auf Rehbockscheiben.

„Und er sprach zu ihnen: Kommt, ihr selbst allein, an einen öden Ort und ruht ein wenig aus.“ (Markus 6,31).

Samstag, 6. August 2016

Rüdiger Venter im CGZ

"Tue Gutes an deinem Knecht, so werde ich leben. Ich will dein Wort halten! Öffne meine Augen, damit ich schaue die Wunder aus deinem Gesetz."
Psalm 119, 17-18.

Morgen und auch nächsten Sonntag wird mich Pastor Rüdiger Venter vertreten. Ich bin zwar da, urlaube aber ein wenig (von zuhause aus), indem ich Vorträge besuche, für die ich sonst keine Zeit hätte. Interessiere mich ja zur Zeit für die Natur und das Wild und so. Alles sehr interessant.
Naturschützer etwa zeichen sich durch, sagen wir mal, besonders feste Überzeugungen aus. Wenn zB in Biergartenbäumen Hornissen horsten, dann weichen nicht die Hornissen, sondern der Biergarten wird geschlossen, (obwohl Hornissen nachweislich keine Steuern zahlen, Biergärtner aber sehr wohl). Wird das Land eines Bauern über seinen Kopf hinweg zum sogenannten FFH-Gebiet erklärt, dann gilt ein Verschlechterungsverbot. Worin genau eine Verschlechterung besteht, ist in einer EU-Verordnung geregelt, die ein in diesen Dingen beschlagener Bürokrat auslegt. Da wird schonmal tief ins Eigentumsrecht eingegriffen. Natürlich nur mit besten Intentionen und zum Wohle der Allgemeinheit.
Egal.

Pastor Rüdiger war mit in Israel und hat die Täuflinge im Jordan mit mir getauft. Wir begegnen uns auf Pastorenkonferenzen und tauschen uns aus, und nun ist er Gastsprecher bei uns. Ich freu mich drauf, ihn zu hören.

Montag, 1. August 2016

Ein wenig Schweiß und viel Segen Gottes

"Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, damit Nahrung in meinem Haus ist! Und prüft mich doch darin, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!
Und ich werde um euretwillen den Fresser bedrohen, damit er euch die Frucht des Erdbodens nicht verdirbt und damit euch der Weinstock auf dem Feld nicht fruchtleer bleibt, spricht der HERR der Heerscharen."
Maleachi 3,10-11.

Es passieren wunderbare Dinge.
ICH beweise Geschick im Umgang mit technischen Geräten.
Es ist nämlich so:
Unser Wäschetrockner rumpelte in den letzten Wochen immer lauter, bis er plötzlich nur noch sauer grummelte und die Trommel sich nicht mehr drehte.
Nun gut, dachte ich mir, die Kiste ist wenigstens 15 Jahre alt und hier auf Erden währt nichts ewig. Also schaute ich mir neue Trockner an, verglich Angebote, berechnete die Stromersparnis von 500 €-teuren Geräten über 10 Jahre und fand heraus, dass ein solcher Trockner 10 Jahre laufen müsste, bis wir endlich etwas gespart hätten. (Von billigeren weiß ich aus dem Bekanntenkreis, dass mehrere schon nach zwei Jahren die Funktion einstellten).
Also schraubte ich die Verkleidung weg und schaute mir an, was Ursache für die schlechte Laune unseres Trockners war.
Der Antriebsriemen um die Trommel herum war zerschlissen und gerissen. Er lag wie ein hässliches Häuflein Elend neben dem Motor.
Also studierte ich im Internet die Preise für Antriebsriemen.
8,99 €.
Mit Versand.
Dann schaute ich mir auf YouTube ein Video an, wie man das Ding um die Trommel bekommt. Ist ja nicht ganz einfach. Es handelt sich immerhin um einen Endlosriemen. Natürlich gab es kein Video von unserem Trockner. Die Steinzeit ist schließlich schon lange vorbei. Doch es gab eines, das mir die Sache im Prinzip näherbrachte.
Also legte ich mit viel Gottvertrauen los.
Und was soll ich sagen?
Tatsächlich! Ich habe es geschafft.
Das Ding läuft seit einer Woche wieder und ist dabei noch flüsterleise. (Naja, fast).
Wenn er jetzt noch 10 Jahre läuft, haben wir keinerlei Verlust gemacht im Vergleich mit einer Neuanschaffung, hihi.

„Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus.“
2. Korinther 2,14.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Heute noch kein Anschlag

„Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden, wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.“
Markus 16,16.

Die Attentäter von Würzburg, Ansbach und Rouen, wo einem alten Priester die Kehle durchschnitten wurde, glaubten allesamt nicht an Jesus als ihren Erlöser.
Im Gegenteil.
Sie waren ihm und seiner Lehre gegenüber extrem feindselig eingestellt.
Diese Tatsache klar zu benennen fällt vielen Politikern, vor allem auf Bundesebene, unglaublich schwer. Da war in den heutigen Zeitungsartikeln fast eine Erleichterung zu verspüren, dass der Amokläufer von München, der Iraner Ali S., den die Presse David S. nennt, ein Rechtsextremist war. Ein Moslem zwar, der vor allem Moslems tötete. Doch habe er nicht aus islamischen Gründen gemordet, sondern aus rassistischen.
Die Toten sind trotzdem tot.
Er sei stolz darauf gewesen, am selben Tag wie Hitler Geburtstag gehabt zu haben. Außerdem habe er Türken und Araber gehasst.
Nun muss man dazu wissen, dass die Araber wiederum die Iraner hassen wie sonst nur die Juden. Diese Animositäten beruhen auf Gegenseitigkeit und sind uralt. Der Araber Saddam Hussein und der iranische Ayatollah Khomeini haben sich in den achtziger Jahren einen ewiglangen Krieg geleistet, der mehr als 1 Million Tote forderte.
Wir haben uns im Lauf der Jahre und Jahrzehnte diese Konflikte, die uns nichts angehen, ins Land geholt. Nun haben wir den Salat.

Ich behaupte, jeder andere westliche Regierungschef, der nach einem Splitterbombenattentat nicht stehenden Fußes an den Ort des Anschlags geeilt wäre, wäre von den Medien auseinandergenommen worden und hätte in der Folge seine Koffer packen können.
Nicht so Frau Merkel.
Kritik an ihr ist verpönt, die Medien verzeihen ihr alles. Sie muss mit außerordentlich wichtigen Dingen beschäftigt sein, dass sie sich so garnicht blicken lässt.

Unsere Weltenlenker behaupten, völlige Sicherheit sei nicht zu haben.
Da haben sie natürlich recht. Das war sogar schon vor der Invasion so. Denn es ist erwiesen, dass 100 von 100 Personen früher oder später das Zeitliche segnen. Der Tod ist zu allen durchgedrungen. Dies zu verdrängen ist eine Scheinlösung, die an der Allgegenwart des Todes gar nichts ändert.
Auch du wirst eines Tages weniger werden.
Am Sonntagmittag hat sich niemand im beschaulichen Ansbach träumen lassen, dass hier am Sonntagabend ein durchgeknallter Mohammedaner eine Bombe zünden wird, (die zum Glück nur ihn selber tötete; Gott stehe den Verwundeten bei).
Der einzige, der uns totale Sicherheit geben kann, ist Gott.
Dazu müssen wir uns für ein Leben mit Jesus entscheiden.
Das Kreuz ist eigentlich eine Tür: Hinein in die Gegenwart Gottes und in eine ewige Sicherheit.

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Johannes 11,25). Bombe hin oder her.

Gestern haben wir uns als kleine Gruppe an einem See in der Nähe versammelt. Ich habe eine kurze Predigt über die Taufe gehalten, dann verschwanden die Täuflinge einer nach dem andern in den Fluten. (Natürlich habe ich sie auch wieder herausgeholt).
Das Wasser war am Anfang so kalt, dass mir schier die Luft wegblieb. Zum Schluss aber planschte ich wie ein Fisch darin und mir war gar nicht mehr kalt.
So ähnlich kann es auch sein, wenn man sein Leben mit Jesus beginnt. Am Anfang ist alles etwas ungewöhnlich, man trainiert sich neue Haltungen an. Manchmal bleibt einem schier die Luft weg. Doch nach einiger Zeit ist man in seinem Element und will gar nicht mehr heraus.

Vertraue nicht den Politikern, die selber ratlos sind.
Vertraue auf Jesus.
Nur er kann retten, das hat er millionenfach bewiesen.

Sonntag, 24. Juli 2016

Abdul!

"Aber Saul sagte zu David: Du kannst nicht zu diesem Philister gehen, um mit ihm zu kämpfen. Denn du bist ein junger Mann, er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf."
1 Samuel 17, 33.

Abdul mag ein Mann jung an Jahren sein, er hat jedoch erkennbar eine Predigtgabe von Gott bekommen, mit der er nicht zuletzt Aufklärung zum Thema Is lam betreibt. Das hat er gestern und heute im CGZ gemacht und wir haben ihm mit Gewinn zugehört. Prima Sache.
Die heutige Botschaft veröffentlichen wir heute ausnahmsweise mal nicht. (Abdul hat drum gebeten). Stattdessen steht eine Mittwochabendbotschaft von mir zum Thema Jahwe Rapha, der Herr unser Arzt, online. Im Lauf der Woche wird die wohl wechseln.

Noch ein Wort zu den Terrortaten dieser Woche:
Ich sehe anhand der Blogstatistiken: Wann immer eine solche Tat passiert, schnellen die Zugriffszahlen praktisch sofort rapide in die Höhe. Nun habe ich nicht immer gleich eine gescheite Meinung parat, und an den Spekulationen der Medien möchte ich mich nicht beteiligen. Manchmal ist dann ja alles anders als man spekuliert hat.
Eines sei jedoch gesagt:
Den Mördern wird es nicht gelingen, uns in die Knie zu zwingen. In diesem Land und in dieser Region hat der Geist Christi eine Heimstatt in den Herzen zuvieler Menschen. Hier gibt es noch Leute, die ihren Glauben ernsthaft praktizieren und keinen Teil an der Dekadenz des Zeitgeists haben, Menschen, die Salz der Erde und Licht der Welt sind. Die wird Gott schützen und bewahren, und wenn der Feind sich noch so anstellt. Siehe Psalm 91.
Es wird ihm nicht gelingen.
Stattdessen wird der Herr auf unser Gebet hin Arbeiter in die Ernte schicken, die (zB wie Abdul) diese Leute in ihrer eigenen Sprache mit dem Evangelium Jesu Christi von Nazareth vertraut machen. Eine Erweckung wird stattfinden und wir müssen bereit sein dafür.
Das erwarte ich.

"Weil er an mir hängt, will ich ihn erretten. Ich will ihn schützen, weil er meinen Namen kennt. Er ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not. Ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren. Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn mein Heil schauen." (Psalm 91, 14-16).

Freitag, 22. Juli 2016

Abdul im CGZ. Abdul? Abdul.

"Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen."
Kolosser 3, 11.

Am morgigen Samstag, 23.7.2016, um 19.30 Uhr, spricht ein junger Mann syrischer Abstammung im CGZ. Abdul ist u.a. durch den Koran zu Jesus, dem Sohn Gottes, gekommen, an den er heute als seinen Erlöser glaubt. Wird bestimmt interessant.

Angesichts der Lage im Land verbinde ich große Hoffnungen mit Christen wie ihm. Denn wer kann einem Araber besser von Jesus erzählen, als ein Araber. Paulus sagte, "Ich bin den Juden wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne... Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige errette." (1 Korinther 9, 20+22).
Mal schauen, was wir da von Abdul lernen können.

Er ist auch am Sonntag nochmal da und spricht im Sonntagsgottesdienst um 10.30 Uhr.
Und heute abend ist er bei den Christen im Beruf im Brauhaus am Schweinfurter Markt.