Gebet für die Kleinen am 20.9.2026

"Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlaß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde."
Matthäus 18,6

Guten Abend miteinander,

Kinder haben es nicht leicht in unserer Zeit, wie wir wissen. Auf Einzelheiten gehe ich wegen der Kürze der Zeit nicht ein. Für sie beten wir heute, dass Gott ihnen den Geist der Furchtsamkeit nehme, wenn sie einen haben, und ihnen den Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit gibt.
Dass er sie harmlos wie Tauben und klug wie Schlangen macht.
Manche nehmen sich viel zu Herzen und leiden deswegen mehr als sie müssten. Für sie bitten wir den Herrn, dass er ihnen den richtigen Blick auf die jeweilige Angelegenheit gibt und ihnen eine gewisse Leichtigkeit, die ihnen von Natur aus abgeht, vermittelt.
Mich beschäftigte nämlich Matthäus 18 diese Woche. Da geht es in den ersten 14 Versen um Leute, die "Kleine" in irgendeiner Form schädigen und von Gott abbringen. Und obwohl Matthäus 18 das große Vergebungskapitel ist, macht Jesus klare Ansagen und versichert Leuten, die "Kleine" schädigen, dass sie keineswegs davonkommen werden. Vielmehr ist ihnen das Gericht Gottes sicher.
"Kleine" in diesem Zusammenhang sind Kinder, aber sicher nicht nur, sondern auch gesellschaftlich "Kleine", die man aufgrund ihrer Unbedarftheit, Naivität oder Ahnungslosigkeit prima ausnutzen könnte, wenn man ein Schuft wäre.
Was manche tun.
Der Herr sagt, es sei besser, sich zu beschränken und niemanden auszunutzen, sich notfalls in diesen Dingen "die Hand abzuhauen" oder "das Auge auszureißen", denn Gott werde den Übeltäter, der sich an der Unschuld versündigt, in die Hölle expedieren.
Steht wirklich da.
Dann bringt Jesus ab Vers 12 das Gleichnis vom verlorenen Schaf, das der Hirte sucht und findet.
Das verirrte Schaf ist nicht der Übeltäter, sondern der verwirrte "Kleine". Und wenn er das Schaf findet, dann freut er sich wie Bolle. "So ist es nicht der Wille eures Vaters, der in den Himmeln ist, daß eines dieser Kleinen verloren gehe." (Matthäus 18,14).


Wir lernen aus diesen 14 Versen zwei Dinge:
1. Wenn jemand einem von uns Kleinen schadet, müssen wir uns nicht selber rächen. Das übernimmt Gott. Da kennt der nichts.
2. Kaum ist der Schaden bei uns "Kleinen" entstanden, arbeitet der gute Hirte daran, diesen Schaden wieder gutzumachen. Er geht uns nach und bringt uns wieder zurecht.


In den weiteren Versen von Matthäus 18 geht es dann um die Konfrontation mit dem Übeltäter. Denn der soll auch gerettet werden. Doch dazu muss er seine Schurkereien bereuen und lassen. Gott vergibt nicht einfach so. Man muss seine Übertretungen bekennen und Gott um Vergebung bitten.
Und auch bereit sein, Vergebung zu gewähren, wenn der andere einem glaubhaft vermitteln konnte, dass er es ernst meint mit seiner Umkehr.


Josef behandelte seine Brüder hart, als die Ägypten kamen um dort Korn zu kaufen. Er beschuldigte sie, Spione zu sein. Was sie auch hätten sein können. Josef war sicherheitsbewusst. Nirgends gab es mehr etwas zu essen außer bei ihm. Da war der Gedanke an einen Raubzug durch harte Männer wie seine Brüder durchaus nicht weit hergeholt. Doch als er sah, dass sich ihre Herzen verändert hatten und ihnen nun von Herzen leid tat, was ihm vor 20 Jahren angetan hatten, offenbarte er sich ihnen.
Und alles wurde gut. Sie bekamen das beste Land in Ägypten.
Wenn uns unsere Sünden leid tun und wir sie bekennen, dann offenbart Gott sich auch uns. Wir versöhnen uns mit ihm und landen im Segen, wie Josefs reformierte Brüder.


Heute Abend liegen uns die Kinder am Herzen, Jugendliche natürlich auch. Möge der Herr ihnen als guter Hirte die richtigen Verkündiger und Mentoren senden, die ihnen aus Furcht, Verblendung und Irrtum heraushelfen, und ihnen eine Liebe zur Wahrheit geben. Möge er sie stark machen, zum Richtigen Ja zu sagen und ihnen den Mut geben, zum Falschen Nein zu sagen.

Ich wünsche euch eine gute Zeit nachher im Gebet von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert


"Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist." (Matthäus 18,19).

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