Antikriegsgebet am 6.9.2026

"Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende."
Matthäus 24,6

Guten Abend liebe Beter,

am Leipziger Flughafen hat man in der Nähe von Militärflugzeugen eine abgestürzte Sprengstoffdrohne entdeckt. Man hat sie analysiert und festgestellt, dass sie Bauteile enthält, die nur aus Russland kommen können. Wäre sie explodiert, wäre das eine kriegerische Handlung gewesen. Die deutsche Regierung hat mit einer unfreundlichen Gegenmaßnahme reagiert, indem sie das Generalkonsulat in Bonn geschlossen hat und das Russische Haus in Berlin.
Das ist nichts weiter als ein mildes Klopfen auf die Finger.
Und doch sind schon große Kriege wegen kleiner Zwischenfälle losgegangen.
In 1 Samuel 10 etwa starb der König der Ammoniter und David wollte seinem Sohn und Nachfolger freundlich kondolieren. Denn der verstorbene König war gut zu David gewesen. Der neue König aber missversteht Davids Motive und schändet seine Botschafter.
Als die Ammoniter erkannten, dass sie Mist gebaut hatten, entschuldigten sie sich nicht etwa, sondern warben zehntausende Söldner an. Es kam zum Krieg und David brachte ihnen eine vernichtende Niederlage bei. Zigtausende starben—völlig unnötig! Nur weil ein unfähiger Regent nicht zur Diplomatie fähig war und lieber die Keule auspackte, die ihm dann praktisch in der Hand explodierte.
Ähnliches passierte auch in jüngerer Zeit.
1914 etwa wurde der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand von einem verblitzten bosnisch-serbischen Anarchisten namens Princip erschossen und wenig später befand sich die Welt im Krieg. Das Resultat? 17 Millionen Tote und 21 Millionen Verwundete. Pi mal Daumen. Russland wurde bolschewistisch und der Rote Terror brach sich Bahn, schlimmer als der Zar jemals war. Und Deutschland, das wissenschaftlich und technisch führende Land, verarmte und versank in der anarchisch unruhigen Weimarer Zeit, die bekanntlich mit der Machtübernahme der mörderischen Nationalsozialisten endete, die wiederum mit dem totalen Zusammenbruch endete.
Krieg ist nichts, was man sich wünschen kann.
Manchmal wird er einem aufgezwungen, dann muss man sich wehren, so wie David sich wehrte.
Und siegte.
Jesus sagte in der berühmten Endzeitrede auf dem Ölberg, dass die Kunde von Kriegen und Kriegsgerüchten zum normalen Ablauf der Geschichte gehören. Sie sind noch nicht das Ende.
Doch angenommen, es kommt zum Krieg zwischen Russland und der NATO und Israel und dem Iran, woraufhin eine dschihadistische Armee unter türkischem Kommando auf Jerusalem marschiert, woraufhin China seine Chance wittert, sich Taiwan einzuverleiben, woraufhin Japan und die Tigerstaaten sich zusammenschließen und in die Auseinandersetzung eintreten und Nordkorea seine Chance sieht und Richtung Süden zieht… Verfolgt man die internationalen Nachrichten, dann weiß man, dass alle diese Bestrebungen als Unterströme vorhanden sind. Wir beten heute, dass es sich der Blitz nicht entlädt und die Welt anzündet. Wir bitten den Herrn um die Mäßigung aller handelnden Parteien und um Besonnenheit.
Ein Krieg würde alles verändern und ich weiß nicht, ob unsere Gesellschaft einen solchen verkraften könnte, ohne in garstige Konvulsionen zu geraten. Uns fehlt dazu momentan eine einigende Vision. Die einen würden sich vermutlich dem Aggressor an den Hals schmeißen und die anderen sich überlegen, ob sie wirklich zur Verteidigung der Regierung samt Regenbogenfahne sterben wollen.
Die Situation braucht Gottes Eingreifen.
Und: wir vergessen das letzte Zeichen vor seiner Wiederkunft nicht, das Jesus prophezeit hat: "Dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen." (Matthäus 24,14). Wir bitten den Herrn, dass das Evangelium überall auf der weltvollmächtig gepredigt werden möge und er dazu in allen Ländern und Völkern Apostel, Propheten, Evangelisten und Lehrer aufstehen lassen möge.
Und dass er uns, jeden einzelnen, auch dazu benutzt.
Amen.
Heute ist mir die Zeit davongelaufen.

Ich wünsche euch eine friedliche Zeit im Gebet nachher von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

"Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, daß der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, daß es nahe an der Tür ist." (Matthäus 24,32-33).

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