Grenzgebet am 9.8.2026

"Du hast festgelegt alle Grenzen der Erde. Sommer und Winter, du hast sie geschaffen."
Psalm 74,17

Guten Abend miteinander,

wer für alles offen ist, heißt es, ist nicht ganz dicht.
Und es stimmt schon, Grenzen geben Sicherheit. Man hat dazu erhellende Erfahrungen mit einem Kindergarten gemacht. In einem Anflug von Grenzenlosigkeit entfernte man den Zaun darum herum. Doch da die Kinder nun nicht mehr wussten, wo die Grenzen verliefen und wie weit sie gehen durften, konzentrierte sich die Menge der Kinder in der Mitte des Areals. Die Öffnung hatte nicht zu einem Gefühl der Weite geführt, sondern zu Unsicherheit. Die nun führte zu einem eingeschränkten Radius, nicht zu größerer Freiheit. Als man den Zaun wieder errichtete, spielten die Kinder wieder überall, inklusive nah am Zaun und in den Ecken.
Grenzen sind gut. Entgrenzung ist nicht gut.
Das gilt für alle Bereiche.
Gar nicht so wenige Leute, die ihre körperlichen Grenzen nicht berücksichtigten, liegen heute starr und steif auf dem Mount Everest. Sic Transit Gloria Mundi. Wer nur arbeitet und nie Sabbat macht, den stoppt der Herr vielleicht einmal abrupt, sodass er sich ein wenig erholen muss.
Zäunt man eine Schonung nicht ein, gehen die Rehe hinein und fressen die Bäume ab.
Macht man im Süden von Chicago die Garage nicht zu, hat man am nächsten Morgen kein Auto mehr. Allerdings habe ich solches auch schon von Leuten aus dem bayerischen Dorf gehört. Aber da sind das Einzelfälle.
Grenzen.
Gott grenzte den Menschen auf zwei Geschlechter ein. In 1 Mose 5,2 steht "Als Mann und Frau schuf er sie, und er segnete sie und gab ihnen den Namen Mensch, an dem Tag, als sie geschaffen wurden." Kommen die beiden als Mann und Frau zusammen, entsteht ein Kind. Alle drei ergeben miteinander eine Familie. Will man das Menschengeschlecht einbremsen, muss man dieses Gefüge zerstören.
Wer hat daran aus welchen Gründen Interesse?
Aus biblischer Sicht der Teufel natürlich, denn er will das göttliche Ebenbild im Menschen zerstören. Jede solche Zerstörung ist ein persönlicher Triumph für ihn.
Wenn nun jemand jungen, leicht beeinflussbaren Leuten erzählt, es gebe beliebig viele Geschlechter und sie könnten sich da eines raussuchen oder sich auch für fluide halten, was das betrifft, dann bringt man sie dazu, sich unangemessen viel mit dem Thema zu befassen. Man stiehlt ihnen durch diese Entgrenzung wertvolle Lebenszeit und zerrüttet ihre Persönlichkeit. Im schlimmsten Fall sind sie danach asexuell, steril und nicht mehr ehefähig. Wer will so etwas?
Richtig.
Nicht der Herr.
Das Liebesgebot Christi und die 10 Gebote, welche dieses Liebesgebot ausbuchstabieren, setzen dem gesellschaftlich geduldeten Verhalten Grenzen. Werden diese Gebote übertreten, folgt im Idealfall die Strafe auf dem Fuß. Werden böse Taten aber nicht bestraft, dann verfällt die Ordnung, denn niemand hält sich dann noch an Regeln. Denn die meisten sind nicht in der Lage, über ihren unmittelbaren Vorteil hinauszudenken. Sie erkennen nicht, dass sich selbst Grenzen zu setzen, zu größerer Freiheit und einem besseren Leben für alle führt.
Das genauer auszuführen, fehlt uns aber heute die Zeit.
Wir blicken uns um und sehen, dass Grenzen allenthalben niedergerissen werden. Von unreifen Zeitgenossen nicht mit bösem Willen, sondern mit den besten Motiven. Doch es gibt auch andere, die die Lage beobachten und genau wissen, wie sie Kapital daraus schlagen können. Gelingt es ihnen, landen wir über kurz oder lang in einer neuen Welt mit rigiden Regeln, die aber nicht unsere sind und die wir auch nicht wollen.
Wofür beten wir also heute Abend?
Für eine Wiederherstellung der bewährten Grenzen in unserer Gesellschaft und eine entsprechende faire Rechtsprechung, die nicht die Schuldigen begünstigt und die Ungeliebten bestraft.
Noch mal in aller Deutlichkeit: Eine massive Erweckung und Rückwendung zum Christentum soll die ganze Gesellschaft erfassen, inklusive der Neuankömmlinge.
Noch heute bewegt mich das Thema Grenzen besonders.
Überdenke dabei ruhig auch mal deine eigenen Grenzen. Lebst du unordentlich? Übertreibst du es irgendwo? Akzeptierst du deine Grenzen? Respektierst du die Grenzen anderer? Gott ist ein Gott der Ordnung. Auf ihr liegt ein Segen.
Und wir beten natürlich für alle, die offen sind und nur einen Anstoß brauchen, um zum Glauben an Jesus zu kommen. Möge der Herr sie mit dem richtigen Material und den richtigen Personen und den richtigen Ereignissen segnen, dass sie zum kommen.

Ich wünsche euch eine erweckliche Zeit nachher im Gebet von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert "Und alle deine Kinder werden von dem HERRN gelehrt und der Friede deiner Kinder wird groß sein." (Jesaja 54,13).

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Kulturkampfgebet am 21.9.2025

Verfassungsgerichtsgebet am 13.7.2025

Anti-Selbstbetrugsgebet am 30.11.2024