Antiunterwanderungsgebet am 16.8.2026

"Der sammelte Männer um sich und wurde Oberster einer Räuberschar. Und sie zogen nach Damaskus und ließen sich darin nieder, und sie herrschten in Damaskus wie Könige."
1 Könige 11,24

Hallo liebe Beter,

wir nehmen heute wieder unsere Wächterfunktion wahr und beten für unsere Regierung und unser Land. Der Herr möge gute und gerechte Leute allen maßgeblichen Schaltstellen platzieren und sie mit inspirierten Ideen segnen zum Wohl der Allgemeinheit.
Denn wir sehen in der Bibel wieder und wieder, dass eine relativ kleine Gruppe, richtig platziert, ausreichte, um der großen Mehrheit den Tag zu versauen. So gab es zur Zeit Salomos einen unangenehmen Zeitgenossen namens Reson. Der hatte offenbar Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen und sammelte zwielichtige Gestalten um sich, die ihn als ihren Obersten akzeptierten. Nicht zuletzt aus der germanischen Geschichte wissen wir, dass solche Obersten solange akzeptiert waren, wie sie die Beutegier ihrer unsensiblen Bandenmitglieder zu befriedigen wussten.
Diesbezüglich ging dieser Reson recht clever vor.
Er ging nach Damaskus, unterwanderte die Behörden oder vertrieb die Amtsinhaber mit selektiv eingesetzter Gewalt und installierte sich dort als Regierung. Und keiner machte was dagegen.
Dann lebten er und seine Räuberschar von den Steuern.
Das war viel angenehmer als im Wald herumzulungern und auf Reisende zu warten, die man abzocken konnte. Eine kleine, eigentlich leicht zu überwältigende Räuberschar terrorisierte den ganzen Bezirk Damaskus, weil sich die braven Bürger außerstande sahen, etwas dagegen zu tun. (Die Demokratie war damals noch nicht erfunden. Doch selbst wenn: auf dem Stimmzettel hätte natürlich nur Rezon gestanden. Pech).
Lasst uns den Herrn bitten, dass er uns vor Reson und seinen Artgenossen aller Couleur verschont.
Amen.
Andererseits reicht auch eine kleine, entschlossene Gruppe aus, um der Tyrannei einer ausbeuterischen Mehrheit ein Ende zu bereiten. Gideon sorgte mit lumpigen 300 hingegebenen Männern, keinen Profis, für mächtig Verwirrung unter den midianitischen Plünderern, die so zahlreich waren wie der Sand am Meer, so dass die wie wild auf einander losgingen. Er siegte.
Weil Gott mit ihm war.
Der Herr ist auch mit uns. Eine handvoll Beter wirkt durchaus Wunder.
Es gibt ja auch etwas Gutes zu berichten: Wir beten hier regelmäßig um den Erhalt der Meinungsfreiheit. Nun begibt es sich, dass einige der berüchtigten Meldestellen und unmöglichen Denunziationsportale abgewickelt, bzw. in ihrer Reichweite eingeschränkt werden. Da ist längst noch nicht alles gut, aber immerhin, es tut sich was. Der Herr erhört uns. Amen.
Ein Satz Jesu liegt mir noch besonders auf der Seele: "Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte." (Lukas 10,2). Wir bitten den Herrn einfach, uns in seine Ernte auszusenden. Und dann ergreifen wir die Gelegenheit über Jesus zu reden, wenn sie sich bietet. Der Herr möge uns das richtige Wort zur richtigen Zeit geben und uns mit den richtigen Leuten zusammen kommen lassen.
Amen.
 
Ich wünsche euch eine gesegnete Zeit im Gebet nachher von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr an diesem möglicherweise letzten richtig warmen Tag des Sommers,

euer Pastor Gert

"Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben." (Matthäus 11,28).

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