Anti-Zersetzungsgebet am 19.7.2026

"Um jene Zeit aber legte Herodes, der König, Hand an einige von der Gemeinde, sie zu mißhandeln. Er tötete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. Und als er sah, daß es den Juden gefiel, ließ er weiterhin auch Petrus festnehmen."
Apostelgeschichte 12,1-3

Hallo und guten Abend,

nach einer Zeit relativer Harmonie ließ die Regierung von Judäa in Person des Königs Herodes plötzlich und unvermittelt einige Mitglieder der christlichen Urgemeinde misshandeln. Darunter war Jakobus, einer der 12 Jünger und einer der 3 engsten Freunde Jesu Christi. Er war der erste Apostel, der starb. Als sich die breite Öffentlichkeit nicht beschwerte, sondern das im Gegenteil gut fand, ließ er Petrus auch noch festnehmen, um auch ihn hinzurichten. Nicht weil Petrus irgendetwas Verbotenes getan hätte, sondern weil Herodes es konnte. Und weil die Medien ihn dafür lobten.
Für Jakobus war nicht gebetet worden. Für Petrus liegt sich die Gemeinde allerdings schwer ins Zeug: "Petrus nun wurde im Gefängnis verwahrt. Aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott." (Vers 5). Und dieses Gebet machte einen Unterschied.
In jener Nacht stand plötzlich ein Engel des Herrn in der Zelle und ein Licht leuchtete im Kerker.
Das ist schon mal gut.
Wenn Gott eine Situation beleuchtet, sehen wir nicht nur die natürliche Realität, sondern auch den Engel dastehen. Den übersehen die meisten nämlich notorisch, da sie nur in die Finsternis dieser Welt starren. Gebet aber aktiviert Engel und bewirkt Licht.
Der weckte Petrus und befahl ihm, schnell aufzustehen. Prompt fielen ihm die Ketten ab.
Gebet sorgt dafür, dass uns die Ketten von Angst und Sorge, Krankheit und Not abfallen.
Der Engel befahl Petrus, Sandalen und Oberkleid anzulegen und ihm zu folgen. Petrus wusste nun, dass es an einen neuen Ort gehen würde.
Gebet gibt neue Richtung und sorgt notfalls für einen positiven Ortswechsel.
Während all dies geschah, schlief die Wache, alle 16 Mann. Gebet sorgt dafür, dass unsere Feinde schlafen, während wir aktiv sind. Später ließ Herodes diese Soldaten allesamt "abführen", das bedeutet, sie wurden an der Stelle von Petrus hingerichtet.
Gott gibt die Handlanger unserer Feinde dahin, um uns zu retten, wenn wir beten—oder für uns gebetet wird. Jedenfalls können sie uns nicht mehr schaden.
Der Engel führte Petrus durch die 1. und 2. Wache, die nichts mit bekam, da sie mit Blindheit geschlagen war. Gebet schlägt unsere Feinde mit Blindheit.
Dann kamen die beiden an das eiserne Tor, das in die Stadt führte. Das öffnete sich ihnen von selber. Sie traten hinaus und Petrus war frei.
Gebet öffnet eiserne Türen, die wir nie und nimmer aus eigener Kraft öffnen könnten. Diese Tür symbolisiert nicht nur neue Freiheit, sie war auch die Tür zu einem neuen Level im Dienst von Petrus. Denn bisher war er vor allem in Jerusalem tätig. Dort kann er nicht länger bleiben und so beginnt er einen überaus gesegneten Reisedienst, der ihn bis nach Rom führte.
Ermöglicht hat das alles das anhaltende Gebet der Gemeinde.
Doch zurück zur Ausgangssituation: Petrus wurde verhaftet, obwohl er nichts Böses getan hat. Vielmehr beschloss die Regierung eines Tages mit der ihr eigenen Weisheit, die Gemeinde zu verfolgen und offenbarte dabei einen erstaunlichen Zersetzungseifer.
Buchstäblich.
Bei uns sind wir noch nicht so weit. Auf die obigen Gedanken kam ich allerdings, weil ich in der Presse Teile eines aktuellen Referentenentwurfs des Bundesinnenministeriums gelesen habe. Und der hat es in sich. Denn es ist geplant, einen Inlandsgeheimdienst so aufzurüsten, dass seine Mitarbeiter Wohnungen heimlich betreten dürfen, um dort Sachen zu deponieren, Computer zu manipulieren, Daten zu verändern, umzuleiten, zu löschen oder falsche Informationen aufzuspielen und dergleichen mehr. Nun kann man sagen, klar, Geheimdienste machen sowas. Die wollen ja Bedrohungslagen entgegenwirken und die Leute schützen. Doch was, wenn in Wirklichkeit nicht Terroristen, sondern die stinknormale politische Opposition oder—horibile dictu—in manchen Kreisen unerwünschte soziale Gruppen wie etwa bibeltreue Christen so behandelt werden?
Gibt's nicht?
Oh doch. In Leipzig musste das Café einer freikirchlichen Gemeinde schließen, weil es von radikalen Gruppen seit seiner Eröffnung im September 2023 nicht weniger als 26 mal angegriffen wurde. Warum? Wegen der bibeltreuen Positionen der Gemeinde zum Thema Sexualität und Ehe. Die Angriffe verursachten Schäden in Höhe von mehreren Zehntausende Euro, bis die Gemeinde aufgab.
Gut, das war kein Geheimdienst, sondern durchgeknallte Aktivisten.
Doch was, wenn Regierung und Geheimdienste politisch auf derselben Linie wie diese Aktivisten liegen? Die können Christen dann alles unterschieben und auf diese Art und Weise die christliche Gemeinde zersetzen. Nicht nur in Leipzig, wo der Gemeinde von offizieller Seite ganz offensichtlich nur sehr halbherzig oder gar nicht geholfen wurde. Wo kein Wille ist, da ist auch kein Weg.
Die Stasi der DDR war übrigens Meister in solchen Taktiken, kodifiziert in "Richtlinie Nummer 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung operativer Vorgänge (OV)". Geheime Verschlusssache von Januar 1976, unterschrieben vom berüchtigten Stasi Chef Erich Mielke, einem Auftragsmörder der KPD in der Weimarer Zeit. Aber das nur am Rande.
Wofür beten wir?
Wir bitten den Herrn, kein Paragraphenmissbrauchspotenzial zum Nachteil seiner Kinder entstehen zu lassen. Wir verteidigen heute Abend die Freiheit im Gebet. Ich betone: wir sind kein politischer, sondern ein geistlich gesonnener Kreis von Betern. Doch wenn sich hier Abgründe auftun, müssen wir das vor den Herrn bringen, damit wir nicht zum Schluss wie Petrus enden, oder gar wie Jakobus. Gott behüte.
Es gibt radikale Gruppen in unserem Land, politische wie religiöse. In Machtpositionen und in Lauerstellung. Wir bitten den Herrn, dass sie nirgendwo die Oberhand gewinnen, sondern er sich speziell ihren Führern offenbart wie einst dem Saulus und diese dann in ihren Kreisen segensreich wirken. Im christlichen Sinn.
Wir bitten ihn, dass nicht diese Radikalinskis mächtig werden, sondern dass er vielmehr Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer aus allen Bevölkerungsgruppen und Ethnien erweckt, die das christliche Erbe stärken und die ganze Gesellschaft in eine neue gute Zeit führen.
Und wir beten, dass die Feinde der Freiheit einfach die Lust an ihrer Ideologie und ihrem idiotischen Tun verlieren, und sich sinnvollen und produktiven Beschäftigungen zu wenden.
Amen.
Herodes, der Hauptübeltäter, wurde von Gott übrigens bald endgültig aus dem Verkehr gezogen.

Ich wünsche euch eine große Freiheit im Gebet nachher von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

"Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, dafür, daß er nicht Gott die Ehre gab und von Würmern zerfressen, verschied er." (Apostelgeschichte 12,23).

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