Nacharbeitsgebet am 28.6.2026

"Und sie zogen aus und predigten, daß sie Buße tun sollten. Und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie."
Markus 6,12-13

Guten Abend miteinander,

wir hatten gestern einen wundervollen Heilungsgottesdienst. Trotz der abendlichen Temperaturen von stolzen 37 °C im Schatten hatten wir ein praktisch volles Haus, was mich natürlich sehr gefreut hat. Eine ganze Reihe Erstbesucher war da, die noch nie in einem solchen Gottesdienst oder überhaupt in einer Freikirche gewesen sind, und auch Geschwister aus der OnlineKirche bis aus Leipzig und Erlangen sind angereist. (Das waren nur die, mit denen ich geredet habe. Zu Gesprächen mit anderen Gästen kam ich nicht, man sehe es mir nach).
Danke auch allen, die mitgebetet und mitgefastet haben. Der Herr wird es euch reichlich vergelten.
Und was soll ich sagen, der Herr hat sich verherrlicht.
Er hat Gelenke neu geschmiert und Bewegungsfreiheit zurückgegeben. Er hat zahlreiche Rücken von Schmerzen befreit, geradegebogen und erneuert. Nachdem das Rückengebet länger gedauert hat, weil so viele nach vorn kamen, habe ich danach allgemein gebetet, wobei die Leute auf ihren Sitzen blieben und die Hand auf ihre wunde Stelle legten. Danach hörten wir eine Reihe von wunderbaren Zeugnissen. Ein Bruder war am Herzen operiert worden, wobei Beschwerden blieben. Die verschwanden während des Gebets völlig. Bei einem anderen verstummte der Pfeifton im Ohr. Eine Schwester schilderte, wie es in ihrem Kreuz knackte, dann war auch sie ihre Plage los. Ein Bruder mit Bandscheibenvorfall bezeugte seine Heilung, und und und. Irgendwann lief uns die Zeit davon.
Der Teufel hatte keinen guten Tag.
Und was wir auch nicht unterschätzen dürfen: Der Herr wirkt viel im Verborgenen. Manch positive Veränderung wird uns erst noch zu Ohren kommen müssen. Nicht alle Geheilten sind von vornherein gesprächig. Manche wollen wohl auch warten, ob es hält.

In meiner Botschaft ging es darum, dass Krankheit mit Sünde und Heilung mit Vergebung zusammenhängen kann. Jedenfalls hat Jesus erst den Tempel gereinigt, dann hat er dort Kranke geheilt. Auch wir sind Tempel Gottes. Auch wir müssen erst unseren Tempel reinigen, bevor der Herr uns heilt. Im Tempel von Jerusalem trieb Jesus die Viehverkäufer hinaus, die im Auftrag der Priester Wucherpreise für die Opfertiere verlangten. Wenn auch wir andere gewohnheitsmäßig übervorteilen, dann erwartet der Herr von uns, dass wir das erst aufhören, bevor wir ihn um Heilungssegen bitten.
Allerdings ist er durchaus bereit, quasi auf Kredit zu heilen.
Das hat er mit dem Gelähmten vom Teich Betesda gemacht.
Wir erinnern uns: Das Wasser jenes Teiches wurde immer wieder von einem Engel bewegt. Wer dann als erster in die Fluten stieg, wurde geheilt. Wenn nun Jesus, also der Chef des Engels, an den Teich kommt, dann muss er dort auch ein Wunder tun und zwar ein größeres als der Engel und ohne Wasser. Das geziemt ihm. Denn der Messias ist größer als jeder Engel. Entsprechend muss er auch größere Vollmacht demonstrieren. Das gehört sich so.
Prompt heilt Jesus einen Mann, der schon seit 38 Jahren dort darniederliegt. Er gebietet ihm, aufzustehen, nachdem der Mann seine Ausreden, warum er nicht geheilt werden kann, vorgebracht hat. Und der Mann steht auf. Als er sich umblickt, ist Jesus verschwunden.
Später findet Jesus ihn im Tempel und sagt ihm: "Siehe, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nichts Ärgeres widerfahre." (Johannes 5,14). Der Mann hatte also bis dato gesündigt und Jesus hat ihn trotzdem geheilt, auf Vorschuss, um ihm dann eine Warnung mitzugeben: Höre auf mit deinem verwerflichen Verhalten, sonst kommt die Plage womöglich schlimmer zurück.
Es ist notwendig, die offensichtliche Sünde, die der Herr schon oft angesprochen hat, aus deinem Leben zu entfernen, bevor du von ihm geheilt oder sonstwie gesegnet werden wirst. In Sünde zu leben und Gott trotzdem um seinen Segen zu bitten ist, ihn zu versuchen.
Das goutiert er nicht. (Siehe 1 Korinther 10,9).
Doch wenn wir bekennen und lassen, ist er treu und gerecht, dass er uns jede Sünde vergibt. Deswegen sagt Jakobus: "Das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten [auferwecken, wieder aufstehen lassen], und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung." (Jakobus 5,15-16).
Man muss die Sünde nicht zwingend einem anderen bekennen. Man kann sie auch Gott bekennen und das reicht. Denn die Vergebung kommt nur von ihm. Menschen sind da machtlos. Aber wir können füreinander beten. Und das haben wir getan.
Und wir werden es auch weiterhin tun.
In diesem Sinn: Vielen Dank allen, die den Himmel mitbestürmt haben. Ich empfinde, dass neue Tore Vollmacht für uns aufgegangen sind. Die werden wir nun durchschreiten zur Ehre Gottes. Preis dem Herrn.
Lasst uns heute noch einmal für die beten, denen gedient wurde und die empfangen haben, dass sie sich ihre Heilung nicht stehlen lassen und untergehen wie Petrus, der ja zunächst auch auf dem Wasser lief, dann aber kurzfristig unterging und von Jesus gerettet wurde. Wir bitten Gott, dass er die Offenbarung, dass er ein Heiler ist, in ihren Herzen fest verankert. Denn für manche ist das völliges Neuland.
Und ansonsten danken wir Jesus und freuen uns am Heil.
Ich wünsche Gottes reichen Segen an diesem glutvollen Abend. (Es ist 19:20 Uhr und bei mir im Büro hat es 34°. Draußen sind es noch immer 35°). Ich bete trotzdem. Jesus war auch nicht übertrieben bequemlich. Er hat in einer solchen Hitze sogar mal 40 Tage gefastet. Danach ging es mit vergrößerter Vollmacht weiter. Ich bewundere ihn.

Euer Pastor Gert

"Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte." (Lukas 10,2).

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