Diskursraumerhaltungsgebet am 10.5.2026

„Auch in deinen Gedanken fluche nicht dem König und in deinen Schlafzimmern fluche nicht über den Reichen! Denn die Vögel des Himmels könnten die Stimme entführen und was Flügel hat, das Wort anzeigen.“
Prediger 10,20

Guten Abend liebe Beter,

das Bedürfnis der Reichen und Mächtigen, reich und mächtig zu bleiben, lässt sie nach der Kontrolle über die Unterhaltung über sie streben. Deshalb ist ihnen Kritik an ihnen, egal wie berechtigt sie ist, stets unwillkommen. Ihr natürlicher Impuls ist, Kritiker zum Schweigen zu bringen.
Das ist der historische Normalzustand.
Wir haben uns so sehr an die freie Rede gewöhnt, dass wir das vergessen haben. Doch das Bestreben, bestimmte Sichtweisen und sogar Worte oder Redewendungen zu kriminalisieren, stolziert auch heute wieder wie ein Zombie durch das Land. Das Bedürfnis, den Diskurs zu beherrschen, ist bei manchen immer noch oder schon wieder übergroß. Dazu werden Meldestellen installiert, Begriffe tabuisiert, Drohungen ausgestoßen, Elefanten im Raum ignoriert, dass es eine Art hat.
Und: es entstehen Scheren im Kopf, was schon mal dazu führt, dass unpopuläre biblische Standpunkte reflexhaft kritisiert werden, wenn man sie doch einmal äußert. Zeitgenossen, die offenbar nichts anderes zu tun haben und Gott nicht fürchten, werfen den Jauchesprenkler an und machen Stunk.
Und wenn selbst der Kanzler eine Klarnamenspflicht im Internet fordert, dann ist klar: Strafe soll ermöglicht werden und die Sprenkler sollen zielgerichtet vorgehen können.
In der Diskussion, etwa mit dem I slam, ist eine gewisse Anonymität jedoch wünschenswert. Die Wahrheit macht frei, sagt Jesus, und die muss sicher, unverfälscht und ohne Behinderung unters Volk gebracht werden können.
Ich habe hier und heute nicht die Zeit, das im einzelnen darzulegen. Aber ich erkenne, dass europaweit die Diskursräume weiter eingeengt werden sollen. Zwar ist schon irgendwie angekommen, dass die Leute diese Meldestellen mit Stasifeeling hassen. Doch die Gesetzgebung zur Kontrolle der Meinungsäußerung wird in Europa trotzdem ständig restriktiver. Wir wollen und brauchen aber weiterhin Zugang zu wahren Informationen. Wir beten heute Abend wieder einmal dafür, dass uns dieser erhalten bleibt. Mögen sich die Zensoren gegenseitig zensieren und so neutralisieren.
Und uns in Ruhe lassen.
Die Aggression der Aggressoren gegeneinander zu richten, ist in der Bibel ein beliebtes Mittel, mit dem Gott seine Leute gerettet hat. Etwa in 1 Chronik 20, wo gleich drei feindliche Armeen aufeinander losgingen, obwohl sie doch eigentlich Israel plündern wollten. Stattdessen plünderte Israel unter ihrem guten König Josafat sie. Volle drei Tage brauchten sie zum Abtransport des Plünderguts, für das die Feinde ja nun keine Verwendung mehr hatten.
„Das Vermögen des Sünders wird aufbewahrt für den Gerechten.“ (Sprüche 13,22).
Andererseits flüsterte Gott dem Elisa regelmäßig, was der syrische König unbedingt geheimhalten wollte, nämlich seine Angriffspläne. So war Israel stets vorbereitet und konnte jeden Angriff der Aramäer abwehren.
Man stelle sich vor, es wird stets publik, was in den Hinterzimmern der Macht ausgekungelt wird, und ständig werden diese Pläne zum Schaden der Leute deshalb vereitelt.
Das wäre doch auch mal ein Gebetsanliegen.
Machen wir eins draus. Gleich heute.
Doch dann wurde der Prophet, der im Besitz höchst wertvoller Wahrheit war, selber angegriffen. Der feindliche König sandte Pferde und Kriegswagen und ein starkes Heer nach Dotan, wo Elisa residierte. Doch was sagte der Prophet seinem ängstlichen Diener?
„Fürchte dich nicht! Denn zahlreicher sind die, die bei uns sind, als die, die bei ihnen sind.“ (2 Könige 6,16). Engel Gottes umgaben den Propheten und halfen ihm.
Sie helfen auch uns.
Amen.
Darüber hinaus bitten wir den Herrn, sich jedem offenen Herzen zu offenbaren, den Suchern Träume und Visionen Christi und göttliche Begegnungen mit den richtigen Leuten zu schenken, sodass sie zum Glauben an Jesus durchdringen und das ewige Leben bekommen.
Wer soll dafür beten, wenn nicht wir?
Und wann, wenn nicht jetzt?

Ich wünsche euch eine kraftvolle Zeit im Gebet nachher von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

„Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, kauft die Zeit aus!“ (Kolosser 4,5).

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