Ausnüchterungsgebet am 17.5.2026

„Nicht noch einmal will ich alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe. Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
1 Mose 8,21-22

Hallo miteinander,

in der Klimaszene macht sich Ernüchterung breit. Man hat beim IPCC, (das sind quasi die Priester der Klimabewegung), noch einmal nachgerechnet und geht nun nicht mehr von einer Klimakatastrophe aus. Das geben die Computermodelle einfach nicht mehr her. Man betrachtet das ganze jetzt nüchterner als noch vor Jahresfrist.
Wenn man sich mit einer KI über das Thema unterhält, dann ist da immer noch reichlich Alarmismus.
Aber wenn man ein paar Fragen stellt, dann erfährt man doch ganz erstaunliche Dinge. So hat durch die Zunahme an atmosphärischen CO2 der Planet seit dem Jahr 1900 rund 30 % an grüner Blattmasse zugelegt. Was daran katastrophal ist? Nichts. Im Gegenteil. Es gibt höhere Erträge in der Landwirtschaft.
Die Erde ernährt mehr Leben.
Sie war in wärmeren Perioden der Vergangenheit oft noch grüner und produktiver. Für viele Pflanzen sind wir immer noch weit von den optimalen Werten entfernt. Die hätten gern noch wesentlich mehr CO2. Im übrigen befinden wir uns am Ende einer Eiszeit. Die meiste Zeit war es auf der Erde im Durchschnitt rund 10° wärmer als jetzt. Allerdings legte niemand auf die Verbreitung solcher Informationen besonderen Wert, denn damit kann man keine Angst erzeugen und daher auch keine Lenkungswirkung entfalten.
Die Welt beruhigt sich, befreit sich von grünen Ketten und normalisiert ihre Wirtschaftstätigkeit, Europa und speziell Deutschland aber eher nicht.
Noch nicht.
Bei uns hat man zwar die Pflicht zu Klimamaßnahmen in die Verfassung hineingelesen und arbeitet fieberhaft der totalen CO2-Neutralisierung entgegen. Wenn nun aber alles nicht so schlimm ist, dann können auch wir uns dieser Normalisierung langfristig nicht entziehen.
Dass wir umdenken und die wirtschaftsschädlichen Anti-CO2-Maßnahmen beenden, ist das Gebot der Stunde. Bei vielen ist es noch nicht angekommen: wir deindustrialisieren unser Land. Wir machen es Güterproduzenten so schwer, Geld zu verdienen, dass sie massenweise das Weite suchen. Hunderttausende von Industriearbeitsplätzen wurden schon vernichtet. Weitere Hunderttausende werden noch dran glauben müssen, wenn sich nichts ändert. Es ist nicht so, dass es diese Arbeitsplätze dann nicht mehr gibt. Sie sind nur woanders. Dieses Vorgehen schadet uns, ohne das Klima auch nur einen Deut zu verändern. Das heißt, wir werden völlig umsonst immer ärmer.
Weniger Fabriken, weniger Arbeiter, weniger Steuern.
Weniger Geld zum umverteilen.
Irgendwann kein Geld mehr: Krise.
Die lange Zeit relativen Wohlstands hat uns vergessen lassen, wie schnell es um die Wurst gehen kann.
Gelehrte Professoren hielten es 1915 für klug, 5 Millionen Schweine auf einmal schlachten zu lassen, damit die Kartoffeln und das Getreide für die Schweine den unter dem Ersten Weltkrieg leidenden Menschen zugute kamen. Der Preis für Schweinefleisch sank ins bodenlose, weil es plötzlich viel zu viel davon gab. Und viel davon verdarb, weil die Dosen nichts taugten. Man hatte auch nicht bedacht, dass Schweine an ihrem hinteren Ende massenweise Dünger absondern, der nun fehlte. Die Ernten brachen ein. Dann war es auch noch kalt und regnerisch, was zu noch schlechteren Ernten führte und direkt in den Steckrübenhungerwinter von 1916/17 mündete. Jedenfalls starben während dieses Krieges zwischen 700.000 und 800.000 Zivilisten an Unterernährung. Auch weil Experten die Folgen ihres Tuns nicht richtig abschätzten, Kritiker nicht hören wollten und sich in ihrer Meinung gegenseitig bestärkten.
Lasst uns für eine gesunde Ernüchterung in den maßgeblichen Entscheidern beten, damit sich die Wirtschaft wieder fängt. Wir halten uns immer noch für relativ reich. Noch immer heißen wir alle Welt willkommen und verteilen unsere Kohle über den Globus. Tatsache ist aber, dass das deutsche Bruttosozialprodukt mittlerweile unter dem des ärmsten US Bundesstaates Mississippi liegt.
Das müsste überhaupt nicht so sein.
Wir waren einmal Wirtschaftswunderland. (Wobei: es war eigentlich gar kein Wunder, sondern nur kluge Ordnungspolitik.)
Lang ist‘s her.
Aber natürlich kann es wieder werden.
Der Verlorene Sohn landete auch einst bei den Schweinen und litt Mangel bevor er „zu sich selbst kam“, wie Jesus in Lukas 15,17 sagt. Ausgenüchtert, kehrte er auf den Pfad des gesunden Menschenverstands zurück und versöhnte sich mit seinem Vater, der eine Riesenparty für ihn schmiss.
Ich behaupte: die Wirtschaft wird auch eine Riesenparty für uns schmeißen, wenn wir das Joch an Klimaregeln, das wir uns auferlegt haben, endlich hinter uns lassen.
Worum bitten wir den Herrn? Um Weisheit für die Regierung und dass diejenigen unter den Entscheidern, die lustvoll an unserem Untergang arbeiten, durch weniger boshafte Personen ersetzt werden.
Die Zeit ist günstig, denn der weltweite Paradigmenwechsel findet ja tatsächlich statt. Das Alte fällt. Und wie sagte schon Nietzsche, (der das allerdings aufs Christentum und seine Ethik münzte): „Was fällt, das soll man auch noch stoßen.“ (Er dachte, Gott sei tot. Doch das war ein Missverständnis). Der moderne Baalskult aber läuft sich tot und das ist zu begrüßen.
Und außerdem beten wir für die Verlorenen, dass die offenen unter ihnen mit dem lebendigen Wort in Berührung kommen und der Funke des Lebens überspringt. Das ist ein Daueranliegen. Schon zur Zeit Jesajas bestellte der Herr geistliche Wächter, Beter, die für die Bewohner Jerusalems beten und den Herrn unablässig an seine Verheißungen des Heils und des Friedens erinnern sollten. Wir haben diese Tradition aufgegriffen, beten aber nicht für Jerusalem, sondern für unsere Gegend.
Wer, wenn nicht wir?
Wann, wenn nicht jetzt?

Ich wünsche euch eine kraftvolle Zeit nachher im Gebet von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

„Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe.“ (Jesaja 62,6).

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