Blick-auf-Jesus-Gebet am 19.4.2026

„Sie blickten auf ihn und strahlten, und ihr Angesicht wird nicht beschämt.“
Psalm 34,6

Hallo miteinander,

viele Christen haben den Blick viel zu fest auf die Krisen unserer Zeit gerichtet, was sie unausgeglichen werden lässt und zornig macht. Mit heiligem Eifer kritisieren sie dann die verantwortlichen Stümper und wenn sie in die Zukunft blicken, bekommen sie Bauchgrimmen. Gott kommt in ihrem Denken dann nur noch am Rande vor. Dabei sagte Salomo doch in Sprüche 24,19: „Entrüste dich nicht über die Übeltäter! Ereifere dich nicht gegen die Gottlosen!“ Denn die bekommen schon beizeiten ihr Fett weg: „Denn plötzlich erhebt sich ihr Verderben und ihrer beider Untergang unvermutet.“ (Vers 22). Wer erinnert sich noch an Belsazar? Dem hat der Herr ein Menetekel an die Wand geschrieben und ihn mit einem besseren Regenten ersetzt. Noch in derselben Nacht!
So schnell kann‘s gehen.
Und dass wir auch nicht vergessen, dass der Herr seine ganz eigenen Ziele mit den Krisen hat, die er zulässt. Siebenmal fiel Israel im Richterbuch von Gott ab. Siebenmal kriegten sie die Krise verabreicht. Siebenmal kehrten sie um zum Herrn und siebenmal rettete er sie.
Wie wir wissen und erleben, erhört Gott auch heute noch Gebet.
Deutschland und Europa sind noch lange nicht verloren.
Weil dieser schräge Blick aufs Falsche so weit verbreitet ist, möchte ich dem heute vorbeugen.
Heute blicken wir voller Absicht und ganz bewusst eine halbe Stunde lang auf Jesus.

Unser Gebetsanliegen ist, dass der Herr sich uns in seiner Herrlichkeit offenbaren möge. Wir bitten ihn um einen Geist der Weisheit und der Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst und geöffnet Augen des Herzens, damit wir erkennen, wer er ist, wie er ist und was er uns in Jesus geschenkt hat. (Frei nach Epheser 1,17-19). Denk dran: nur wenn wir auf ihn blicken, werden wir strahlen.
Blicken wir auf die Krise, kriegen wir die Krise.
Mose konferierte mit Gott auf dem Berg und kam mit einem leuchtenden Gesicht wieder herunter.
Jesus wurde im Gebet gar umgestaltet und verklärt—selbst seine Kleider. (Auch auf einem Berg).
Auch du wirst endlich wieder leuchten, wenn du auf ihn schaust.
Beobachte ihn, wie er in Markus 1,40 den Aussätzigen anfasst und ihn heilt.
Stell dir vor, du sitzt im Boot und schoss zu, wie Jesus auf dem See einhergeht, völlig unbeeindruckt von Dunkelheit und Sturm. Kaum steigt er zu dir ins Boot, legt sich der Wind und du bist dort, wo du hin willst.
Lass das mal ganz bewusst auf dich wirken.
Schau Jesus zu, wie er am Kreuz hängt und statt deiner dort leidet.
Schau ihm zu, wie er am Auferstehungstag aus dem Grab tritt.
Stell dir vor, wie der dich segnende Jesus in den Himmel auffährt, sich dort zur Rechten des Vaters setzt, um von nun an dein Hohepriester zu sein, der deine Anliegen vor Gott bringt.
Bedenke, dass der Christus unbesiegbar ist—und du in ihm bist. Höre ihn, wie er dir sagt: „Ich bin mit dir alle Tage bis ans Ende des Zeitalters.“
Für manche von uns ist das eine leichte Übung, für andere aber eine gewisse Herausforderung.
Jedenfalls gibt dir der Blick auf Jesus Zuversicht und stärkt deinen Glauben.
Mehr wollen wir heute mal gar nicht machen.
Allerdings lade ich dich ein, die Übung in deiner stillen Zeit zu wiederholen.
Wir sind nicht nur dazu geboren, Probleme zu lösen und für Anliegen zu beten, um die sich kaum einer schert. Vielmehr hat Gott uns zur Gemeinschaft mit ihm bestimmt. Wir konzentrieren uns heute deswegen einmal nur auf ihn.

Ich wünsche euch eine wunderbare Zeit im Gebet nachher von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

„Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.“ (Epheser 1,22-23).

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