Antihöhlengebet am 22. März 2023

Antihöhlengebet am 22. März 2023

„Lot aber zog von Zoar hinauf und wohnte im Gebirge, und seine beiden Töchter mit ihm. Denn er fürchtete sich in Zoar zu wohnen. Und er wohnte in einer Höhle, er und seine beiden Töchter.“
1 Mose 19,30

Hallo geneigte Leser allerseits,

statt dem Engel zu gehorchen und nach dem feurigen Untergang Sodoms ins Bergland hinaufzufliehen, (wo Abraham wohnte), bleibt Lot auf halber Strecke stecken, und das buchstäblich.
Statt ganz nach oben zu gehen, richtet er sich in einer Höhle am Hang häuslich ein.
Statt nach dem Verlust von Hab und Gut und Haus und Frau endlich zurückzukehren in die Gemeinschaft der Heiligen, vermeidet der Gescheiterte die in seinen Augen wohl blamable Begegnung mit dem frommen Onkel. Diese falsche Stolz ist bedauerlich.
Denn Höhlen sind in der Bibel keine besonders guten Orte.
Die erste Höhle der Bibel ist die von Lot. Die zweite ist Abrahams Grabhöhle für Sarah, ein Ort der Trauer. Später verstecken sich die Israeliten vor den marodierenden Midianitern in Höhlen. Das waren Orte der Angst. Davids Adullam war ein Sammelpunkt für ungemütliche Typen: Ein Ort der Herausforderung. Als sich der depressive Elia in einer Höhle am Horeb quasi selbst beerdigte, fragte Gott ihn: „Elia, was tust du hier?“ und schickte ihn hinaus. Im Neuen Testament finden wir die Grabeshöhle von Lazarus in Bethanien und natürlich die von Jesus bei Jerusalem. Orte des Triumphes, aber trotzdem ungemütlich.
Berge sind da schon etwas anderes.
Auf einem Berg wurden die 10 Gebote gegeben, wurde Jesus verklärt, tat der Herr sein größtes Massenwunder, (die Speisung der 5000), und predigte er seine größte Predigt, (die Bergpredigt).
Von einem Berg aus wurde er in den Himmel entrückt.
Auf denselben Berg wird er wieder zurückkehren. (Ölberg).
Die Gemeinde ist die leuchtende Stadt auf dem Berg.
Da ist es irgendwie kein Wunder, dass der Engel Lot auftrug, sich ins Bergland zu retten. Allein, er tat es nicht. Stattdessen hat er, wie wir schon gesehen haben, verbotenen Sex und entwickelt ein Drogenproblem. Denn wer an zwei Abenden hintereinander hackedicht ist, der ist das wohl auch an 3 oder 5 oder 17. Für seine beiden Töchter bei ihm war diese Berechenbarkeit des Vaters eine Katastrophe, die sie zu üblen Taten angestiftet hat.
Deprimierend, nicht?
Warum erzähle ich das alles?
Nun, viele Christen waren einst hingegeben, erlebten jedoch die ein oder andere persönliche Katastrophe, also ihren persönlichen Untergang Sodoms, und sitzen nun in ihrer individuellen Höhle, anstatt sich wieder in die Gemeinde zu bewegen. Manche tun das, weil sie sich schämen, andere, weil sie zu bequem sind. Ihnen allen gemein ist die Unzufriedenheit mit ihrem Leben.
Nicht alle haben deswegen Schwierigkeiten mit problematischer Sexualität oder Drogen wie Lot. Vielleicht besteht ihre Höhle darin, dass sie stundenlang sinnlos durch die Sozialen Medien scrollen und sich dabei über die Schlechtigkeit der Welt aufregen.
Zu leuchten beginnen wir jedoch, wenn wir auf Jesus schauen und nicht auf das alltägliche menschliche Versagen. Wollen wir eine Kraft zum Guten sein oder nicht? Dann gibt es zur Gemeinschaft mit ihm keine Alternative.
Lasst uns heute Abend für diese halbverlorenen, feststeckenden, frustrierten Christen beten, dass der Herr ihnen das Bedürfnis und die Kraft geben möge, ihren unhaltbaren Zustand zu überwinden und wieder richtig mit ihm gehen. Bitten wir ihn, dass er sie im Herzen erweckt, ihnen Träume Gottes und Visionen des Christus gibt. Viel Segen geht verloren, weil zu viele ihren Platz auf dem Berg Gottes nicht einnehmen, sondern sinn- wie freudlos in ihren Höhlen sitzen.
Und wir bieten auch wieder für alle Offenen, die einen Hunger nach Gott in ihrem Herzen tragen wie einst Cornelius, aber ihn noch nicht kennen. Möge sich der Herr auch ihnen offenbaren. Gern kann er uns dazu benutzen.
Außerdem bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man hierzulande austestet, wo die Schmerzgrenze des Verbrauchers liegt, was den Spritpreis angeht. Deutschland liegt EU-weit von der Höhe her in den top 3, (wobei Steuern und Abgaben wohlgemerkt den Löwenanteil ausmachen). Die erhöhten Transportkosten machen alles teurer, da alles transportiert werden muss. Lasst uns deshalb aus humanitären wie pragmatischen Gründen für ein nahes Ende der Kriegshandlungen in Nahost beten und Freiheit für das persische Volk. Und vernünftige Spritpreise bei uns.

Ich wünsche euch eine gute Zeit im Gebet nach von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

„Gedenkt an Lots Frau.“ (Lukas 17,32).

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