Anti-Gaslighting-Gebet am 18. Januar 2026

„Als nun Gaal das Kriegsvolk sah, sagte er zu Sebul: Siehe, Kriegsvolk kommt von den Höhen der Berge herab. Sebul aber sagte zu ihm: Den Schatten der Berge siehst du als Männer an.“
Richter 9,36-37

Guten Abend miteinander,

es ist Nacht. Plötzlich beginnt das Gaslicht an der Wand zu flackern und die Frau hört Schritte über ihr auf dem Dachboden, wo niemand wohnt. Ängstlich wendet sie sich an ihren Mann und fragt ihn, was das wohl sein mag. Er schaut sie an und fragt, was sie denn meine.
Na, das Flackern und die Schritte.
Welches Flackern? Welche Schritte? Fragt der Mann.
Die Frau schaut ihn ungläubig an. Na, das eben. Jetzt wieder. Das Gaslicht flackert und oben läuft jemand auf dem Dachboden herum.
Das bildest du dir nur ein, sagt er beruhigend und schaut sie beunruhigt an.
Es ist Abend für Abend das gleiche, so dass die Frau schließlich an ihrem Verstand zweifelt.
So gesehen in einem alten Film namens „Gaslicht“ mit Ingrid Bergman.
Jemandem Tatsachen ausreden zu wollen, ein X für ein U vorzumachen, das Offensichtliche zu leugnen, nennt man seitdem Gaslighting, unter Bezugnahme auf das flackernde Gaslicht in dem Film, von dem der Mann behauptet, es flackerte gar nicht, obwohl Ingrid und der Zuschauer es sehr wohl flackern sehen. (Wie der Film ausgegangen ist, soll hier nicht verraten werden).
Gaslighting ist schon alt. Es kam schon im siebten Buch der Bibel vor. Ein unappetitliche Aufrührer namens Gaal wird durch Gaslighting davon abgehalten, sich auf einen bevorstehenden Überfall vorzubereiten. Prompt kommt er um.
Was sagt uns das?
Dass wir uns kein X für ein U vormachen lassen dürfen, sondern dem vertrauen müssen, was wir tatsächlich sehen und hören. Wenn uns jemand anlügt und wir wissen, dass er lügt—und er weiß es auch; ja, man kann sogar beweisen, dass er lügt—dann wären wir mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir ihm zustimmen würden. Dann würden wir die Wahrheit nicht mehr lieben. (Als Christen lieben wir die aber.) Dann würden wir uns für eine psychologisch—und erst recht geistlich—problematische Wahnwelt der Lüge entschieden haben.
„Doch die Wahrheit und den Frieden liebt.“ (Sacharja 8,19).
Alexander Solschenizyn schrieb in Archipel Gulag: „Sie lügen uns an und sie wissen, dass sie lügen. Und sie wissen, dass wir wissen, dass sie lügen. Und trotzdem lügen sie.“ Der Mann erlebte das unter dem totalitären Sowjetkommunismus, der so vielen Millionen das Leben kostete.
Wir leben nicht in der UdSSR. Auch nicht in der DDR. Doch was diese Woche im öffentlich-rechtlichen Fernsehen geboten wurde, war dennoch Gaslighting reinsten Wassers.
Ich mach‘s kurz: Ein Ministerpräsident forderte öffentlich in einer Talkshow die Zensur, ja das Verbot bestimmter Medienplattformen, die ihm nicht passen.
Das ist in der Bundesrepublik grundgesetzlich verboten.
Trotzdem stimmten ihm sofort andere, nicht gerade unbedeutende Politiker und Medienleute zu. Am nächsten Tag schien man dann gemerkt zu haben, dass das sehr ungeschickt war, und behauptet nun steif und fest, der Mann habe gar keine Zensur und kein Verbot gefordert.
Dabei kann das jeder nachschauen: Er hat.
Politiker und Talkmaster, die sich für sowas hergeben, sind beide für ihre Aufgabe nicht geeignet.
Dem Ganzen haftet etwas Wahnhaftes und Totalitäres an. Mich betrübt das zutiefst.

Lasst uns den Herrn darum bitten, dass alle maßgeblichen Leitungspositionen in unserem Land von Menschen besetzt werden, die die Wahrheit lieben. Wir bitten ihn, die Wahrheit siegen zu lassen, sie offenbar werden zu lassen in allen Dingen, die Lüge bloßzustellen und die kühnen Lügner zu entlasten, indem er ihnen andere, ihrer Persönlichkeit angemessene Aufgaben zuteilt, wo sie keinen Schaden mehr anrichten können.
Wir bitten den Herrn, dass Menschen wie David, Salomo oder Daniel ihre Position hier bei uns einnehmen, damit es wieder aufwärts geht.

Und: Wir bitten den Herrn weiterhin, die Menschen, von denen viele beunruhigt bis verzweifelt sind, zu sich zu ziehen. Viele sind offen. Jeden Sonntag spreche ich mit Menschen, die in unseren Tagen Jesus entdecken und das Leben mit ihm. Das ist wunderbar.

Ich wünsche euch eine wahrhaftige Zeit nachher im Gebet von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

„Fürchtet euch nun nicht vor ihnen! Denn es ist nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und nichts verborgen, was nicht erkannt werden wird.“ (Matthäus 10,26).

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