Dienstag, 25. Juli 2017

Zur Erhörung durchdringen

„Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig!“
Psalm 57, 2.

Psalm 57 entstand als der unschuldige David vor dem mörderischen König Saul in die Höhle flüchtete. Dort saß er dann und jammerte. Der Psalm ist ein Gebet. In den ersten sieben Versen kann man die Verwirrung Davids nachfühlen, der gar nicht wusste, was da über ihn hereingebrochen war. Er bittet um Gottes Hilfe, denn er glaubt, dass Gott gut ist. Er tut sich leid, er beschreibt die Schrecklichkeit seiner Verfolger. Gott möge doch bitte etwas tun. In allen sieben Versen merkt man: Diese Seele hat keinen Frieden.
Und dann plötzlich passiert's.
„Gefestigt ist mein Herz, o Gott, gefestigt ist mein Herz! Ich will singen und spielen.“ (Vers 8).
David ist im Herzen zum Frieden durchgedrungen. Es war nicht so, dass Gott durch eine Schriftstelle oder durch ein Wort der Weissagung zu ihm geredet hätte. Stattdessen erfüllte ihn plötzlich—bei unveränderter Außensituation—ein großer Friede, der alle Sorgen überstieg und ihn zum Lobpreis anstiftete. Der Druck war weg.

Wenn du betest, dann kann es dir genauso gehen: Die Sorgen sind groß und die Bibel spricht nicht zu dir, denn um die vernünftig zu lesen bist du viel zu aufgeregt. Prophet ist auch gerade keiner in der Nähe und eine Auslegung für dein Sprachengebet hast du auch nicht.
Was tun?
Bleib dran und glaube, dass Gott sich deiner Situation annimmt. Er ist ein Erlöser und kann sich selbst nicht verleugnen. Bewege dein Problem vor Gott, bis plötzlich der Friede bei dir einzieht.
Dieser innere Frieden ist auch ein Reden Gottes.
Wenn du den hast, wird alles gut.

"Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus." (Philipper 4, 6-7).

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