Donnerstag, 13. Dezember 2018

Traum und Beruf: Traumberuf

"Und danach wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen."
Joel 3, 1.

Heute hat mir eine Mutter etwas Schönes erzählt. Ihr Sohn hatte nicht gerade die besten Noten im Zeugnis, als er von der Schule abging. Er bewarb sich ein paar Mal und wurde abgelehnt. Dann bewarb er sich wo anders, wo man ihm sagte, man werde sich in ein paar Tagen bei ihm melden.
Dann träumte die Mutter, daß er diese Stelle bekommen würde.
Junior selber war sich da nicht so sicher.
Dann kam der Anruf--und der junge Mann hatte die Stelle. Es gefällt ihm und er hat, man höre und staune, nur Einser und Zweier in der Berufsschule. Es interessiert ihn halt, jetzt, wo er nicht mehr abstrakt "für das Leben" sondern ganz konkret für seinen Beruf lernt.

Warum macht Gott sich die Mühe und sagt der Mutter vorher bescheid, daß er die Stelle bekommt?
Um den gläubigen jungen Mann in seinem Glauben zu festigen.
Eine Berufswahl ist eine ziemlich große Sache. Ein Beruf hat essentielle Auswirkungen aufs tägliche Leben und dessen Qualität. Da ist es doch wunderbar, wenn Gott kundtut, daß seine Hand mit im Spiel ist. Denn dann liegt ein Segen drauf.
Find ich prima.

"Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes." (2 Korinther 1, 3).

Montag, 10. Dezember 2018

Lieber Weihnachtsmuffel

"Ruht euch aus unter dem Baum."
1 Mose 18,4.

Wäre ich ein Baum, wäre ich gern ein Christbaum.
Es gibt ja einzelne, besonders ernstmeinende Christen, die Weihnachten nicht feiern und sich auch keinen Baum in die Stube stellen, weil weder Weihnachten noch der Christbaum in der Bibel vorkommen.
Nun, Weihnachten kommt schon vor. (Bäume auch). Nur wird es dort nicht so gefeiert, wie wir das heute tun. Das Christkind gab damals noch keine Geschenke, vielmehr nahm es welche entgegen. Nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe. Seit seiner Auferstehung hat Jesus jedoch nicht aufgehört, den Menschen Gaben zu geben. Paulus sagt es so: „Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben.“ (Epheser 4,8. Paulus zitiert hier Psalm 68,19). Das tut er noch heute. An Weihnachten ahmen wir ihn nur besonders eifrig nach. (Also die unter uns, die Weihnachten feiern).

Wer als Christ die Geburt Christi, also Weihnachten, nicht feiern will, bloß weil die in Wirklichkeit an einem anderen Tag stattgefunden hat, der muss ja nicht. Der macht es dann halt wie die Mohammedaner oder die Zeugen Jehovas. Die feiern Weihnachten auch nicht.

Ich persönlich empfinde jedoch, Weihnachten ist ein von Gott inspiriertes Fest. Der Geist der Weihnacht mit seiner stillen Besinnlichkeit und inneren Einkehr und dem Gedanken an den wichtigsten Menschen der je geboren wurde, ist etwas wunderbares. Und dann erst die Weihnachtslieder! Will mir jemand erzählen, Stille Nacht wäre keine Meisterleistung der christlichen Volkskultur? Oder man höre sich mal White Christmas von Bing Crosby (auf YouTube) an. Oder Jingle Bells oder Bachs Weihnachtsoratorium. Ohne Weihnachten gäb's das alles nicht. Die Welt wäre ärmer.

"Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt." (Römer 14,5).

Freitag, 7. Dezember 2018

Jesus hat das Gesetz "erfüllt"?

"Christus ist des Gesetzes Ende."
Römer 10,4.

„Pastor, Jesus sagt in Matthäus 5,17: 'Meint nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.' Wie ist das zu verstehen? Müssen wir als Christen heute noch nach dem alttestamentlichen Gesetz mit seinen vielen Geboten leben? Müssen wir Juden werden, um Christen sein zu können?“

Jesus sagt, er kam, um das Gesetz zu erfüllen.
Was bedeutet das?
Was vielen nicht bewusst ist: Das Gesetz ist voller Schatten, Andeutungen und Symbole auf Christus hin. So ist das Passahlamm nichts weiter als ein Schatten, eine Andeutung, ein Symbol für das wahre Lamm Gottes: Jesus. Das tägliche Manna vom Himmel symbolisiert das Wort Gottes, das den Menschen (geistliches) Leben gibt.
Die Sklavennation Israel symbolisiert den gefallenen Menschen, Mose symbolisiert den Christus, der das Volk aus der Sklaverei befreit.
Der Zug durchs (übernatürlich geteilte) Rote Meer symbolisiert die geistliche Wiedergeburt, die stattfindet, wenn jemand an Jesus glaubt und ihm nachfolgt. (2 Korinther 5,17). Das Rote Meer symbolisiert das Blut Christi.
Kanaan, das verheißene Land, symbolisiert die vielen guten Verheißungen Gottes, die in Christus allesamt ja und Amen sind. (2 Korinther 1,20). Sie müssen nun im Glauben eingenommen werden.

Josef, der von seinen Brüdern verkauft wurde, ist ebenfalls ein Schatten, ein Symbol Christi. Juda war die treibende Kraft hinter dem Verkauf Josephs.
Jesus wurde ebenfalls verkauft. Von Judas, (griechisch für Juda).
Josef floh vor Potiphars Frau, als diese ihn verführen wollte.
Jesus floh vor der Volksmenge, als diese ihn zum König machen wollte.
Potiphars Frau behauptete hinterher, Josef habe sich ihr unsittlich genähert.
Die Hohepriester behaupteten, Jesus habe sich zum König machen wollen. (INRI).
Josef wurde aus den Tiefen des Gefängnisses geholt und setzte sich zur Rechten des Pharao.
Jesus stand aus den Toten auf und setzte sich zur Rechten Gottes.

Noah ist ein Symbol für den Christus und seine Arche für die Gemeinde.
Während die Welt im Gericht unterging, wurde Noahs Familie gerettet. Sie hob ab, saß im Trockenen und schwebte über dem Gericht, das über die Welt kam. (Ein Symbol für die bevorstehende Entrückung).

Ein Israelit sollte kein Schweinefleisch essen.
Das Volk Israel sollte keine Ammoniter/Moabiter aufnehmen.

So gibt es viele gesetzliche Regelungen und Weissagungen in der Bibel und sie alle deuten auf den Christus hin. In ihm haben sie sich alle erfüllt.
Als Jesus am Kreuz sagte, „Es ist vollbracht,“ meinte er nicht das Erlösungswerk, denn er war ja noch nicht auferstanden, er saß ja noch nicht zur Rechten Gottes. Vielmehr meinte er das Gesetz des Alten Bundes. Alles, was über ihn geschrieben stand und was ihn betraf, hatte er erfüllt.
Das Zeitalter des Gesetzes war zu seinem logischen Ende gekommen.

"So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der [schattenwerfende] Körper selbst aber ist des Christus." (Kolosser 2,16-17).

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Josua macht einen Fehler und Gott hilft ihm trotzdem

"Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon!"
Josua 10,12.

Eines der spektakulärsten Wunder im ganzen Alten Testament ereignete sich, als Josua einst gegen die Amoriter kämpfte: „Die Sonne blieb stehen mitten am Himmel und beeilte sich nicht unterzugehen, ungefähr einen ganzen Tag lang. Und es war kein Tag wie dieser, weder vorher noch danach, daß der HERR so auf die Stimme eines Menschen gehört hätte, denn der HERR kämpfte für Israel.“ (Version 13 und 14).
Wie kam es dazu?
Israel war bekanntlich aus Ägypten heraufgezogen, um das Land Kanaan einzunehmen. Nun waren jedoch listige Kanaaniter gekommen und hatten Josua dazu gebracht, mit ihnen in einen Bund zu treten. Josua hatte ihren Lügen geglaubt, dass sie von weit her gekommen seien, obwohl sie in Wahrheit gleich hinter dem nächsten Hügel wohnten, in der Stadt Gibeon. Josua hatte den Mund des Herrn darüber nicht befragt. (Josua 9,14). Nun hat er den Salat.
Diese Gibeoniter waren wieder heimgegangen und wurden nunmehr prompt von anderen Kanaanitern kriegerisch angegriffen. Da riefen sie die Israeliten zu Hilfe und Josua ehrte den Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte und half ihnen, obwohl dieser Bund ohne Gottes Zutun zustande gekommen war und Gottes strategischen Zielen entgegenstand.
Statt Kanaan ein einzunehmen, hilft Israel nunmehr Kanaanitern gegen andere Kanaaniter.
Und dennoch hilft der Herr und erhört Gott Josuas Gebet auf ganz spektakuläre Weise.

Falls du auch schon einmal einen Fehler gemacht hast und nun empfindest, Gottes Plan ein für alle Mal versiebt zu haben: Wenn du ein Mann deines Wortes bist, dann hilft Gott auch dir.
Gott ist sogar größer als deine Fehler.

„Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.“ (Römer 8,28).

Sonntag, 2. Dezember 2018

Viel Licht und ein wenig Schatten am Weihnachtsfeiersonntag

"HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit."
Psalm 26, 8.

Wir hatten eine prima Weihnachtfeier und: ernsthafte Platzprobleme. Es kamen mehr Leute als wir Tische im Saal hatten, so daß wir Kindertische aus dem KiDi geholt haben. (Dort saßen dann Kinder).
Essen war super. Kaffee und Kuchen auch.
Und dutzende Hände halfen, um hinterher alles wieder picobello für den nächsten Gottesdienst herzustellen. Vielen Dank an alle Helfer, Köche, Bäcker, Geschirrbetreuer, Staubsauger, Tischträger und Kistenschlepper und Dekorateurinnen. Ihr wart (und seid) spitze.
Besonderen Dank an Anja und Jürgen, die den Weihnachtsliederteil gestaltet haben. Und Hanns, der das Licht ausgemacht und so dem Weihnachtsbaum zur Geltung verholfen hat. Sehr stimmungsvoll.

Der Wermutstropfen:
Man hat bei uns in der Gegend ein Kernkraftwerk abgeschaltet und statt seiner eine Windmühle aufgestellt. Die Mühle bringt nicht ganz die Leistung des AKW. Möglicherweise war das ein Grund, weshalb heute während der Predigt für eine Sekunde der Strom komplett ausfiel und auch unsere Predigtaufnahme unterbrochen hat. Es war wohl ein Brownout. So gibt es vom heutigen Sonntag keine CDs und auch kein Video. Auf der Homepage findet sich daher als Botschaft der Woche eine Mittwoch-Bibelabend-Predigt. Wir werden im Lauf der Woche noch eine oder zwei verlinken, da diese Botschaften kürzer sind.

Am nächsten Sonntag ist ein neuer Tag.

"Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich dir bereitet habe." (2 Mose 23,20).

Samstag, 1. Dezember 2018

Heute: Weihnachtsfeier!

"Selber schuld ist, wer verpennt: den ersten Advent."
(Außerbiblische Offenbarung).

Seit gestern ist Christmond!
Das ist der Name für den Dezember, den die bekehrten Völker ihm einst gaben. Außerdem ist heute der erste Advent. Das Christkind steht bald vor der Tür.
Juhu.
In der Gemeinde steht nunmehr ein riesiger Christbaum und reicht wieder bis an die Decke. Er sieht wunderschön aus. Vielen Dank den Aufstellern H., A. und J.
Außerdem ist heute Weihnachtsfeier.
Das bedeutet, gleich nach dem Gottesdienst bauen wir das Auditorium um und stellen Tische auf. Dann gibt es mitgebrachtes Essen und hinterher pflegen wir Konversation oder machen Brettspiele.
Man könnte heute also Gäste mitbringen.
Ich freu mich.

David hat sich einst auch gefreut:

"Ich freute mich, als sie zu mir sagten: "Wir gehen zum Haus des HERRN."
Psalm 122, 1.

Schutz oder Preisgabe?

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt."
1 Korinther 10,13.

„Pastor, in der Bibel steht einmal Psalm 91,10: Dir begegnet kein Unglück und keine Plage naht deinem Zelt. Andererseits heißt es in Hebräer 11, 37: Sie wurden gesteinigt, zersägt, starben den Tod durch das Schwert. Was ist da los? Schützt Gott nur manche?“

Jesus ist ein Erlöser und von ihm heißt es, dass der Geist des Herrn auf ihm ist, unter anderem um Armen gute Botschaft zu verkündigen, Gefangenen Freiheit auszurufen und Zerschlagene in Freiheit hinzusenden. (Lukas 4,18).
Gottes Wille ist Psalm 91.
Weshalb litten dann die Leute im Hebräerbrief?
Da gibt es verschiedene Gründe.
In Hosea 4,6 heißt es zum Beispiel: „Mein Volk kommt um aus einem Mangel an Erkenntnis.“ Wer den Willen Gottes nicht kennt, nimmt alles, was ihm passiert, als gottgegeben hin. Doch nicht alles, was auf der Welt passiert, ist Gottes Wille. Deshalb sagt Jesus ja auch im Vaterunser: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Wenn Gottes Wille stets geschehen würde, hätte Jesus nicht so gebetet.
Zweitens: Es macht einen Unterschied, ob man im Glauben ein Kleinkind ist oder ein erfahrener Krieger. Ersteres kann sich gegen Krisen kaum wehren, da es sie gar nicht versteht, und kommt schon mal unter die Räder. Ein alter Gebetskämpfer hingegen, der schon viele Erhörungen erlebt hat, wird widerstehen, den Feind in die Flucht schlagen und siegen.

Wer bist du?
Kennst du Gottes gute Verheißungen? Glaubst du sie?
Dein Glaube macht einen Riesenunterschied.
(Es gibt zu diesem Thema noch viel mehr zu sagen. Demnächst in diesem Theater).

"Ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen könnt!" (Epheser 6,13).

Montag, 26. November 2018

Der tägliche Salomo

"Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet."
Lukas 4,20.

Ich würde mich nicht wundern, wenn beide, Jesus und Paulus, täglich am Morgen zum Zweck der Besinnung und persönlichen Erbauung ein Kapitel in den Sprüchen Salomos gelesen hätten. Denn das Echo von Salomos Denken findet sich bei beiden.
So beziehen sich beide, Jesus und Paulus, beispielsweise auf Verse aus Sprüche 25.
In den Versen 6 und 7 sagt Salomo: "Brüste dich nicht vor dem König und an den Platz der Großen stelle dich nicht! Denn besser man sagt zu dir: Komm hier herauf!, als daß man dich heruntersetzt vor einem Edlen."
Ein Aufruf zur Bescheidenheit.
Diesen Vers und seinen Gedanken greift Jesus in Lukas 14,10 auf.
Ein Oberster der Pharisäer hatte ihn zum Essen eingeladen und nun beobachtete der Herr, wie die Geladen auf die Ehrenplätze drängten. Um den Ehrgeizigen ein wenig die Luft heraus zu lassen, sagt er zu ihnen, „Wenn du von jemandem zur Hochzeit eingeladen wirst, so lege dich nicht auf den ersten Platz, damit nicht etwa ein Geehrterer als du von ihm eingeladen sei und der, welcher dich und ihn eingeladen hat, komme und zu dir spreche: Mach diesem Platz! Und dann wirst du anfangen, mit Schande den letzten Platz einzunehmen. Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und lege dich auf den letzten Platz, damit, wenn der, welcher dich eingeladen hat, kommt, er zu dir spricht: Freund, rücke höher hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch liegen. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

Und Paulus dachte in Römer 12,20 an Sprüche 25,21-22, wo es heißt „Wenn dein Hasser Hunger hat, gib ihm Brot zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm Wasser zu trinken! Denn glühende Kohlen häufst du auf sein Haupt, und der HERR wird es dir vergelten.“
Paulus sagte es so: „Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn! Denn es steht geschrieben: "Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr." Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken! Denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.“
Die feurigen Kohlen, von denen beiden Versen die Rede ist, symbolisieren das schlechte Gewissen, das der Schurke entwickelt, wenn er mit Gottes Liebe konfrontiert wird. Das bereinigt er dann (hoffentlich). (Die Jerusalemer Bürger kamen so zu Jesus. Sie hatten wegen der Kreuzigung ein furchtbar schlechtes Gewissen. Als Petrus an Pfingsten den Weg zur Rettung predigte, „drang es ihnen durchs Herz“ und sie bekehrten sich).

Das Buch der Sprüche hat 31 Kapitel.
Für jeden Tag eines.
Könnte man doch jeden Tag eines davon lesen—und auf den Spuren von Jesus und Paulus wandeln.

"Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad." (Psalm 119,105).

Mittwoch, 21. November 2018

Das Dilemma der Asia Bibi

"Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen."
Matthäus 5, 11.

Der pakistanischen Christin Asia Bibi wird vorgeworfen, den islamischen Propheten Mohamed gelästert zu haben, oder den Islam oder den Koran. So ganz genau weiß das keiner. Auf jeden Fall war sie die erste Christin, die wegen des Blasphemieparagraphen zum Tod verurteilt worden war. Sie saß neun Jahre unschuldig in einem pakistanischen Gefängnis. Ihr Urteil wurde neulich aufgehoben.
Preis dem Herrn.
Doch nun protestieren mordbereite Radikalinskis gegen ihre Freilassung und für ihren Tod. Sie ist daheim nicht mehr sicher, (und das Gericht, das sie freisprach, auch nicht mehr und ihr Anwalt auch nicht), und nun hat auch Deutschland der geplagte Seele Aufnahme angeboten.
Immerhin.

Bibi ist offenbar die christliche Frau eines Mohamedaners mit zwei Frauen. Sie und zwei Töchter und ihr Mann wollen nun nach Europa, um hier Asyl in Anspruch zu nehmen. Seine andere Frau und deren drei Kinder wollen hingegen in Pakistan bleiben.
Eine interessante Entwicklung: Man bietet einer Christin Asyl, und Moslems kommen. Man sieht wieder einmal: Polygamie ist Mist.

Hier der Artikel in der Faz: Asia Bibi.

Sonntag, 18. November 2018

Gelten die zehn Gebote noch heute?

"Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt."
Johannes 13,34.

„Pastor, gelten die zehn Gebote heute noch? Müssen wir sie halten?“

Gegenfrage: Bilden die zehn Gebote die Liebe zu Gott und die Nächstenliebe ab?
Ich würde sagen ja, und zwar in exemplarischer Form.
Wer Gott liebt, hat keine anderen Götter neben ihm.
Wer Gott liebt, macht etwas aus seinen gottgegebenen Talenten und arbeitet sechs Tage.
Und wer seine Nächsten liebt, der wird ihnen ein Maß von Respekt entgegenbringen, zuvörderst seinen Eltern.
Wer seinen Nächsten liebt, der spannt ihm nicht die Frau aus, der macht vor Gericht keine Falschaussagen, der ermordet ihn nicht und bestehlen tut er ihn auch nicht.
Die zehn Gebote fassen Gottes- und Nächstenliebe in vorbildlicher Weise zusammen. Und weil sie das tun, gelten sie auch für uns und nicht allein für das Volk Israel damals.

"Das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Galater 5,14).

Donnerstag, 15. November 2018

"Zum Heil wurde mir bitteres Leid."

"Zum Heil wurde mir bitteres Leid."
Jesaja 38,17.

Das wichtigste, das einem Menschen auf dieser Welt passieren muss, ist, dass er eine Offenbarung Gottes bekommt und zum lebendigen Glauben durchdringt. Dann ist er in Ewigkeit gerettet und kommt nicht ins Gericht.
Der Mensch ist jedoch nicht immer offen für Gott.
Wenn Gott sich nun einem Menschen offenbart, der noch nicht bereit ist, sein Leben in die Hand Gottes zu legen, dann führt das zu großen Problemen. Denn wenn jemand auf dramatische Weise Gott erfährt und nun genau weiß, dass Jesus lebt und sich dennoch von ihm abwendet, der verwirft die Liebe zur Wahrheit. Der stellt sich absichtlich blind. Dieser Esel steht auf dünnem Eis.
So verwarf Gott die Kinder Israel, die er zuvor doch aus der ägyptischen Gefangenschaft geführt hatte, als sie sich weigerten, ihm zu gehorchen und das Gelobte Land einzunehmen. Er versprach Mose dass alle Männer, die seine Herrlichkeit und alle seine Zeichen gesehen hatten in Ägypten und in der Wüste, und ihn zehnmal geprüft hatten und dennoch nicht zum Gehorsam bereit waren, das gelobte Land nicht sehen würden.
Die Kinder der Verworfenen lernten von den Fehlern ihrer Eltern. Da müssen schwierige Gespräche stattgefunden haben, bei der Wanderung durch die Wüste. „Papa, was hast du eigentlich in der Befreiungszeit gemacht? Hast du auch gemeckert? Hast du auch Staub in die Luft geworfen und geschrien 'Wir können das Land nicht einnehmen?' Bist du einer der Gründe weshalb ich hier tagein tagaus im heißen Wüstensand herumschlappen muss?“
Schwierige Fragen.
Gott lässt sich Zeit und tritt für gewöhnlich dann in das Leben eines Menschen, wenn dieser endlich (oder wieder einmal) bereit ist, auf Gott zu hören.

Der Patriarch Jakob war ein hinterlistiger Typ, eine linke Bazille, bevor er zum Fürsten Gottes wurde. Bekanntlich kaufte er seinem triebgesteuerten Bruder Esau das Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsen ab. (Das Erstgeburtsrecht besagt, dass der Erstgeborene doppelt so viel erbt wie alle anderen Erben. Jakob hat mit dem Verkauf dieses Linsengerichts also sein Erbe verdoppelt. Sehr geschäftstüchtig). 50 Jahre später stiehlt er seinem Bruder auch noch den väterlichen Segen. Der unbeherrschte Esau gerät darüber so sehr in Wallung, dass er in seinem Herzen beschließt, nach dem Tod des Vaters seinen habsüchtigen Bruder dem Vater hinterherzuschicken: Er plant, ihn zu töten. Nachts, wenn es still ist, kann man das Surren des Schleifsteins hören, mit dem Esau das Messer wetzt.
Dies wiederum bekommt Mutter Rebekka mit, die ihren Lieblingssohn Jakob schleunigst aus der Zeltstadt schickt, um ihn so am Leben zu erhalten.
In 1 Mose 28 ist Jakob unterwegs in der Einöde. An materiellen Gütern mangelt es ihm, dem besonders tüchtigen Geschäftsmann, wie nie zuvor in seinem Leben. Alles, was er noch hat, sind die Sandalen an seinen Füßen, die Kleider auf seinem Rücken und das Bündelchen am Stock, den er über der Schulter trägt. Jakob muss erkennen: All seine Trickserei hat ihn nicht reich, sondern arm gemacht. Anstatt das Doppelte zu erben, hat er, der 70-jährige, nun nichts. Vielmehr sieht er sich mit der Herausforderung konfrontiert, noch einmal ein ganz neues Leben beginnen zu müssen. Er ist einsam und niedergeschlagen und am Ende seiner Fahnenstange angelangt.
Endlich ist er bereit für Gott.
Er, der gesittete Mann, der stets bei den Zelten geblieben war, wird nun von der Nacht überrascht und muss sich einen Stein als Kopfkissen herrichten. Sehr unbequem. Doch da meint er zu erwachen. Denn als er die Augen aufschlägt, sieht er eine gigantische Leiter, die bis an den Himmel reicht. Erstaunt steht er auf und schaut den Engeln beim hinauf- und herabsteigen zu. Die Haare stehen ihm zu Berge. Da stört er eine Stimme hinter sich und dreht sich um und steht dem Herrn gegenüber, der sich ihm vorstellt und ihm eine gute Zukunft verheißt.
Als Jakob aufwacht, ist er nicht mehr derselbe. Gott hat sich ihm geoffenbart. Er erklärt den Herrn zu seinem Gott und als Ausweis, dass es ihm wirklich ernst ist, verspricht er Gott, sein Einkommen treu zu verzehnten, um damit ein Haus Gottes zu finanzieren. Den Grundstein hat er schon: Es ist der Stein, auf dem er die Offenbarung Gottes empfing: Sein unbequemes Kopfkissen. So salbt er diesen Stein mit Öl und weiht ihn und zieht dann fröhlich seiner Straße.
Viele Jahre später kam Jakob tatsächlich zurück und baute an dieser Stelle ein Gotteshaus, in dem er über den Herrn und die Offenbarung, die er empfangen hatte, sprach. Die Stadt nannte er Bethel, Haus Gottes.

Ganz wichtig: Die Gebete seiner gläubigen Verwandten begleiteten Jakob sein Leben lang. Was mögen Abraham und Isaak gebetet haben? Dass der Herr sich ihrem Sorgenkind zu seiner Zeit offenbaren möge! In einem Moment, in dem Jakob bereit ist, dem Herrn sein Leben anzuvertrauen.

So sollten auch wir für unsere ungläubigen Verwandten und Freunde beten.
Und unser Land. Denn es gibt so etwas wie ein geistliches Erwachen für ganze Völker tatsächlich.

"Ihr Herren, was muß ich tun, daß ich errettet werde? Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus." (Apostelgeschichte 16,30-31).

Montag, 12. November 2018

Super Praise Night

"Und David befahl den Obersten der Leviten, ihre Brüder, die Sänger, zu bestellen, mit Musikinstrumenten, Harfen und Zithern und Zimbeln, damit sie laut musizierten, indem sie die Stimme erhoben mit Freude."
1 Chronik 15,16.

Wir hatten am Samstag eine super Praise Night mit vielen Gästen im Publikum. Und auf der Bühne standen 13 Musiker und harmonierten ganz fantastisch. Es war schon etwas eng da oben, zwischen Mundharmonika und Gitarren.
Markus B. hat evangelisiert und hinterher haben er und ich für Leute gebetet, die Jesus in ihr Leben einladen wollten, außerdem für Kranke und solche, die einen besonderen Segen brauchten. Interessante Dinge sind passiert. Gute Berichte haben uns erreicht.
Hinterher haben wir uns alle noch am Kaffee und den Schnittchen bedient, die zahlreiche Mitarbeiter so liebevoll zusammenstellten und mitbrachten. Ich bekam: das Allerletzte! (Von der Menge, nicht von der Qualität her). Nichts blieb übrig, obwohl der Tisch reich gedeckt war.

Vielen Dank an alle Mitarbeiter, die den Abend zu erfolgreich und unvergesslich gemacht haben.

In einigen Monaten wird Viktor Dreier mit einer Band aus Wiesbaden kommen und eine Praise Night gestalten. (Er ist mit unserem ziemlich gut vernetzten Markus B. verwandt). Wir freuen uns schon drauf.

Freitag, 9. November 2018

Deutschland am 9. November

"Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten."
Galater 6,7.

Heute ist der 9. November.
Der 9. November ist für die Deutschen ein besonderes Datum. Denn heute vor genau 100 Jahren meuterten in Kiel die Matrosen, die nicht länger im Weltkrieg kämpfen wollten, und der Kaiser dankte ab.

Am 9. November 1923 schlugen Polizei und Regierungstruppen auf dem Odeonsplatz in München den Hitlerputsch nieder. In der Folge wurde die NSDAP deutschlandweit verboten. Hitler hätte als krimineller Ausländer eigentlich nach Verbüßung seiner Strafe des Landes verwiesen werden müssen. Bekanntlich geschah dies nicht. So übernahm er knapp zehn Jahre später die Macht im Staat.

Am 9. November 1938 starb der Diplomat Ernst vom Rath, der am 7. November von einem 17-jährigen Juden namens Herschel Grynzspan angeschossen worden war. Der Vorfall diente den Nazis als Vorwand für die sogenannte Reichskristallnacht: Hunderte Juden wurden im ganzen Reich ermordet und ihre Häuser und Synagogen zerstört und geplündert. Ein Jahr später steckte Deutschland tief im Zweiten Weltkrieg, der damit endete, dass nunmehr deutsche Häuser in Flammen aufgingen wie sieben Jahre zuvor die der Juden. Das Land wurde in Ost und West zerrissen, (wobei der östliche Osten ganz verloren ging).

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Bald darauf war das größte Hochsicherheitsgefängnis, das es je auf deutschem Boden gegeben hat, (die DDR), Geschichte.

Alles am 9. November.
Alles Zufall?

"Wenn die Gerechten zahlreich sind, freut sich das Volk, wenn aber ein Gottloser herrscht, seufzt das Volk." (Sprüche 29,2).

Mittwoch, 7. November 2018

Larry was here

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern."
Matthäus 28,19.

Die zehn Gebote sind die Basis des Bundes Israels mit dem Herrn.
Mose bekam hierzu von Gott zwei Tafeln, die mit dem Finger Gottes beschrieben waren. (2 Mose 31,18). Erzürnt, weil das Volk um das goldene Kalb tanzte, zertrümmerte Mose diese beiden Tafeln am Fuß des Berges Sinai, auf dem er 40 Tage mit Gott konferiert hatte.
Mose war seine Affekte seit dem Mord an dem Ägypter offensichtlich nicht völlig losgeworden.
Nachdem er das goldene Kalb zerstört hatte, trug Gott dem Mose auf, sich zwei Tafeln wie jene, die er zerbrochen hatte, zurechtzuhauen und noch einmal auf den Berg zu steigen. (2 Mose 34,1). Gott beschrieb die Tafeln dann für ihn ein zweites Mal.
Diese Gesetzestafeln erinnert mich an das Herz des Menschen: Der Mensch wurde einst im Ebenbild Gottes gemacht und wusste intuitiv, eben aufgrund jener göttlichen Prägung, was richtig und falsch war. In sein Herz waren die Gebote Gottes eingeschrieben.
Der Sündenfall zerstörte Herz und Schrift.
In der Folge musste der Mensch sein blankes, ahnungsloses Herz hinaufschleppen zu Gott, um es erneut beschreiben zu lassen. Das symbolisiert für mich die Notwendigkeit von Erziehung und Lehre.
Unser Freund Larry M. tut dies in schwierigem Umfeld. Doch er hat uns von erfreulichen Fortschritten berichtet. Heute laufe seine Arbeit besser als je in den 30 Jahren zuvor. Menschen kommen zu Jesus an Orten, an denen man es nicht erwartet. Auch wir hatten schöne Gottesdienste mit ihm. Mittlerweile hat er uns verlassen und ist weitergezogen. Wir wünschen ihm und seiner Frau viel Erfolg und Gottes Segen.

"In welches Haus ihr aber eintretet, sprecht zuerst: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen." (Lukas 10,5+6).

Dienstag, 30. Oktober 2018

Larry Mills am Samstag und Sonntag im CGZ

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi."
Epheser 4,11-12.

Wir hatten am Sonntag einen wunderbaren Gottesdienst mit Waldemar Sardaczuk, dem Gründer des AVC, der mit mittlerweile 83 Jahren so manchen Jüngeren energiemäßig überflügelt. (Jedenfalls mich). So reiste er heuer schon nach Moskau und Sibirien, und wird in einigen Tagen für ein verlängertes Wochenende als Konferenzsprecher an der amerikanischen Westküste dienen. Man muss dabei bedenken, dass er vor einigen Monaten eine Kellertreppe hinabgestürzt ist, wobei er sich mehrere Wirbel gebrochen hat. Nach einigen Wochen Genesungszeit machte er nahm er kurzerhand seinen Reisedienst wieder auf, zwar mit Halskrause, aber trotzdem.
Bin ein großer Bewunderer.

Auch das Frauentreffen am Samstag mit Ruth Heil, (an dem ich naturgemäß nicht teilnahm), was sehr gesegnet, habe ich gehört. Noch einmal ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiter, die zum Gelingen beigetragen haben. Ihr seid fantastisch.

Am Samstag gehts um 19:30 Uhr weiter mit unserem Freund Larry Mills und seiner Frau. Die beiden leben und arbeiten in einem nicht ganz leichten Umfeld im ehemals christlichen Orient. Dieser Gottesdienst findet oben im Roten Saal statt. Herzliche Einladung.

"Ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut." (1 Thessalonicher 5,11).

Samstag, 27. Oktober 2018

Waldemar Sardaczuk spricht morgen! Und: Zeitumstellung nicht vergessen

"Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren."

Morgen beginnt auf den Zifferblättern unserer Uhren die Winterzeit.
Bitte drandenken. Es kam schon vor, daß Besucher prompt eine Stunde zu spät kamen, weil sie nicht drangedacht hatten. Das wäre morgen schade, denn da spricht der legendäre Gottesmann Waldemar Sardaczuk im CGZ.

In welche Richtung muß man an der Uhr drehen, um nicht zuspät zu kommen?
Die Amis sagen: Spring forward, fall back.
Gilt auch für uns: Frühling vorwärts, Herbst zurück. 😉
Wer bisher um 10 ins Bett ging und um 6 aufstand, kann ab jetzt um 9 ins Bett und um 5 raus. So bleibt die innere Uhr im Takt. Denn ab morgen ist 11 10 und 7 6.

Warum lässt Gott mich stecken?

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt."
2 Korinther 10,13.

"Pastor, warum lässt uns Gott manchmal in einer schwierigen Umgebung stecken?"

Weil Gott uns zum Segen gesetzt hat.
Jesus hat den luxuriösen Himmel verlassen und kam auf diese vermaledeite Erde, nicht weil ihm das so viel Spaß gemacht hätte, sondern weil wir ihn brauchten. Er verzichtete auf Bequemlichkeiten und litt für uns.
Da der Jünger nicht über seinem Meister ist, verfährt Gott mit uns manchmal genauso: Wir leiden zum Nutzen anderer.
Und man kann nicht sagen, dass Jesus dabei trotz aller Härten schlecht wegkam. Er ist heute Herr des Himmels und der Erde. Wegen seiner Bereitschaft, aufs Rosenbett zu verzichten und zu tun, was getan werden muss.

Vor vielen Jahren arbeitete ich in einer Firma, in der mich eine höhergestellte Mitarbeiterin auf dem Kieker hatte. (Sie war nicht wirklich höhergestellt, nur blöderweise höher als ich). Ich kann nicht sagen, dass mir die Interaktionen mit ihr irgendwelchen Spaß gemacht hätten. Ich lief jedoch nicht vor der Situation davon, sondern arrangierte mich mit ihr.
Bevor ich die Firma verließ, bekehrten sich dort zwei Personen, woran ich nicht unwesentlichen Anteil hatte. Wäre ich ein Sensibelchen gewesen und wäre ich davongelaufen, dann wären diese beiden jetzt nicht gerettet. Der Mensch ist nicht immer in gleicher Weise empfänglich fürs Wort Gottes. Wer weiß, ob sich für die beiden nochmal ein Fenster des Heils aufgetan hätte. So gesehen war mein „Leiden“ nicht umsonst.
Wer weiß, für wen du leidest?
Gib nicht auf. Zieh dich nicht zurück. Bleib dran. Sei ein Zeugnis für den Herrn. Er wird dich weder verlassen noch versäumen.

"Denn er hat gesagt: 'Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen'." (1 Mo 28,15; 5 Mo 31,6; Jos 1,5; 1 Chr 28,20)

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Die Kalifornisierung Deutschlands?

"Und die Söhne Israel wohnten mitten unter den Kanaanitern, den Hetitern und den Amoritern und den Perisitern und den Hewitern und den Jebusitern. Und sie nahmen sich deren Töchter als Frauen und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten ihren Göttern."
Richter 3,5-6.

Kein Land behält seinen Charakter, seine allgemeine Ausrichtung und seine Werte bei, wenn es sich in Sachen Einwanderung für Beliebigkeit entscheidet. Wenn jeder kommen darf und de facto keiner, auch nicht der schlimmste Verbrecher, wieder gehen muss. Darüber geht die gemeinsame Sprache verloren. Sodann gibt es auch kein gemeinsames Land mehr.
Die Bürger Kaliforniens wissen das.
Der US-Bundesstaat experimentiert bereits seit ca. 1980 mit einer offenen Südgrenze zu Mexiko. An seiner Entwicklung lässt sich daher ziemlich gut abschätzen, was auf uns zukommt, da auch die deutsche Regierung seit 2015 die Verteidigung der Landesgrenzen faktisch aufgegeben hat.
Ein Professor, dessen Familie seit 1870 im ländlichen Fresno County ansässig ist, beschreibt die Veränderung so:
In den 1970er Jahren hatte niemand einen Schlüssel zu seinem Haus. Die Türen waren stets unversperrt. (Selbiges berichtet übrigens auch meine mir angetraute Ehefrau, die ja auch „von drüben“ ist, von jenseits des großen Teiches). Kein Mensch dort besaß eine Handfeuerwaffe.
Kalifornien war reich und hatte die besten Schulen des Landes und eine der höchsten Quoten von Menschen mit höherer Bildung. Mehr als 70 % der Highschool-Absolventen besuchten anschließend ein College oder eine Universität. Es war progressiver Taktgeber und die Zukunft des Westens fand hier immer zuerst statt. Hollywood und Silicon Valley sind weltbekannte kulturprägende kalifornische Marken.
Die Schweden, Deutschen, Armenier, Griechen, Japaner, Panjabis und Portugiesen betrachteten sich in erster Linie als Amerikaner. Charakter war wichtiger als Abstammung. Alle waren Bauern, die Wein (Rosinen) und Mandeln anbauten.
Alle legalen Einwanderer waren bestrebt, sich so schnell wie möglich anzupassen.
Dann begannen die Kinder der Bauern, wegzuziehen. Ihre Farmen wurden vom global agierenden Agribusiness übernommen, die Häuser an illegale Migranten aus Mexiko vermietet, die ohne Baugenehmigung Wohnwägen abstellten und Wohnhütten auf dem Areal errichteten. Was die Behörde veranlasst hätte, Amerikaner mit gesalzenen Strafzahlungen zu belegen, nahm sie bei den Migranten einfach hin.
Heute ist es entlang der Landstraße des Professors so, dass ein Nachbar-Bauernhof als inoffizieller Schrottplatz und Abstellort für Dixi-Klos dient. Der Hof daneben ist eine illegale Müllkippe geworden und der dritte wird regelmäßig von der Polizei hochgenommen, die dort dem Bandenunwesen mit Drogenhandel und Prostitution Einhalt gebieten will.
Auf dem ehemals ruhigen Land hört man heute immer wieder die Sirenen der Sondereinsatzkräfte.
Vor kurzem wurde ein Gangster festgenommen, freigelassen und wieder verhaftet, nachdem er in derselben Nacht zum zweiten Mal in dasselbe Nachbarhaus einbrechen wollte.
Vor 1980 waren solche Zustände undenkbar. Heute sind alle Amerikaner in der Gegend bewaffnet. Ein allgemeiner Niedergang der Gesetzestreue ist zu beobachten. Das ländliche Kalifornien ist keine sichere Gegend mehr. Man kann nicht mehr unbefangen Radfahren.
Obendrein gibt es heute dort wilde Hunde.
Es finden Hunde- und Hahnenkämpfe statt. Manchmal liegen die Kadaver dann im Vorgarten.
Sperrmüll wird lastwagenweise an die Landstraße, sowie die Weinberge gekippt. Kantinenwagen entsorgen ihren Müll an den abgelegenen Gemeindeverbindungsstraßen. Jemand entlud neulich im Weinberg des Professors massenweise alte Glühbirnen, Farbeimer und Fässer mit Chemikalien.
Migranten suchen Pilze in seinem Garten.
Mit gestohlenen Autos werden Gartenzäune ramponiert. Die Fahrer flüchten und werden nie gefasst.
Ein weiteres Problem ist der zunehmende Identitätsdiebstahl.
In Amerika schreibt man oft noch Schecks. Der Professor berichtet, jemand habe plötzlich (auf dem örtlichen Latinomarkt) mit seinen Schecks bezahlt, die er keineswegs autorisiert hat. Die Ganoven hatten seine Unterschrift stilecht gefälscht. Seitdem schreibt er keine Schecks mehr aus.
Besonders spannend wird es, wenn Ganoven und Polizei sich eine Verfolgungsjagd liefern, die in der eigenen Auffahrt endet. Einer der Gangster flüchtete und tauchte in der Nacht hinter dem Haus des Professors auf, der den Verbrecher mit vorgehaltener Waffe festhielt, bis die Polizei ankam.
Der Professor ist 65 und fühlt sich zu alt für solchen Quatsch. Er hat beschlossen, die Gegend zu verlassen.
Festzuhalten bleibt, dass auch in Fresno County die überwiegende Mehrheit der illegalen Migranten keine Probleme macht. Diese Leute suchen ein besseres Leben für sich und ihre Kinder, passen sich an, sind fleißig und werden nicht weiter straffällig. Doch die rund 10 %, die kriminell werden, machen die ganze Gegend rund.
Kalifornien wird seit ewigen Zeiten von der Partei der Demokraten regiert, die hier keinen Änderungsbedarf sieht. Viele Menschen verlassen Kalifornien deswegen und ziehen in Bundesstaaten, die sicherer sind und in denen die Steuerlast nicht gar so drückend ist, denn Kalifornien ist heute so pleite wie Berlin, und in den USA gibt es keinen Länderfinanzausgleich. Nicht wenige wandern aus ins amerikanische Bayern: Texas. (Der Staat wurde in der Tat wesentlich von Deutschen miterschlossen).
Im Dorf des Professors haben die Mittelamerikaner eine Statue der Aztekengöttin Coatlicue errichtet, mit der Inschrift „Viva la Raza“, („Es lebe die Rasse“, womit sie natürlich ihre eigene meinen). Wer will hier noch von Integration reden?
Leute, die für bedingungslose, grenzenlose Einwanderung stehen, ermutige ich, doch mal in Fresno County oder in den Clanvierteln deutscher Städte Urlaub zu machen. Leider denken die meisten gar nicht daran. Schade.
Amerika hat jedoch bisher noch immer die Fähigkeit zur Erneuerung bewiesen.
Ob Deutschland auch die Kurve kriegt?
Ich denke, da haben wir ein Wörtchen mitzureden. (Im Gebet).

"Da ließ der HERR Richter aufstehen, die retteten sie aus der Hand ihrer Plünderer." (Richter 2,16).

Dienstag, 23. Oktober 2018

Die Verteidigung der Zukunft

"Halte fest das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind."
2 Timotheus 1,13.

Nordkorea ist immer wieder in aller Munde, da es nach reichweitenstarken Atomwaffen greift.
Das abgeschiedene Land gehört zu den eigenartigsten der Welt. Es wird von einem nominell kommunistischen Monarchen in so absolut absolutistischer Weise regiert, dass es für einen westlichen Betrachter schon wieder operettenhaft und komisch wirkt. Doch die grausame Unterdrückung Andersdenkender und die Konzentrationslager und die Toten sind alles andere als komisch. Dieser Führer, der Verwandte schon mal mit einem Flakgeschütz hinrichtet, lässt sich gottgleich verehren, wie schon sein Vater, der Liebe Führer, und sein Großvater, der Große Führer, vor ihm.
Das Land ist bettelarm. Schaut man vom Weltraum aus auf die nächtliche Landkarte Ostasiens, dann ist Nordkorea ein dunkler Fleck in einem Meer aus stecknadelkopfgroßen Lichtern.
Der Großvater des gegenwärtigen Machthabers begann einst als Statthalter von Stalins Gnaden und dressierte das Volk nach seinen Vorstellungen, bis dieses in ihm einen nicht hinterfragbaren politischen Messias sahen.
Was viele nicht wissen: Die herrschende Kim-Familie hat christliche Vorfahren.
Der Vater der Mutter Kimilsungs, des ersten Diktators, war protestantischer Pastor.
Sein eigener Vater war Absolvent einer Missionsschule und diente als Ältester in einer Pjöngjanger Presbyterianerkirche. Beide, Vater und Mutter, waren gläubige, engagierte Christen.
Bis vor rund 100 Jahren galt Pjöngjang wegen seiner vielen Kirchen als das Jerusalem Asiens.
Und heute ist das Land geistlich wie im Natürlichen ein schwarzer Fleck auf der Landkarte. Christen werden unbarmherzig verfolgt und wandern in Lager.
Wie konnte es dazu kommen?
Eine große Rolle spielten sicherlich die imperialistischen Japaner, die sich Korea einverleibten. Wer um sein Leben kämpft, hat wenig Zeit für anderes. Vor allem glaubensschwache und randständige Christen fallen in solchen Zeiten der Krise ab. So wohl auch Kimilsung, der zum gnadenlosen Kommunisten wurde, bevor er selber zur Gottheit aufstieg. (Sein Geburtstag, der "Tag der Sonne", ist Nationalfeiertag; seine Bilder hängen in jedem koreanischen Haus). Jesus selbst sagte, dass es Tage großer Bedrängnis geben würde, „Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden, aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.“ (Matthäus 24,22).
Aber um der Auserwählten willen…
Gott lässt seine Kinder nicht hängen.
Doch vermutlich haben seine nordkoreanischen Kinder sich irgendwann angepasst und die überlebenden Pastoren predigten nicht länger das Wort Gottes, sondern politisch opportune Zeitgeistbotschaften, bis sie dennoch weggefegt wurden. Wir dürfen nie vergessen: Wir sind immer nur eine Generation von der geistlichen Dunkelheit entfernt. Wenn das Wort heute nicht mehr gepredigt wird, geht morgen der Glaube, und wenig später auch die auf dem Glauben gründende Zivilisation, den Bach runter.
Deutschland hat sich schon weit vom Glauben an Gottes Wort (und dem damit einhergehenden Segen) entfernt. Umso mehr müssen wir, die wir an die Bibel glauben, heute am Wort festhalten, damit wir Menschen erreichen und das biblische Christentum in unserem Land eine Zukunft hat, damit unser Land eine Zukunft hat.
Denn an Gottes Segen ist alles gelegen.

Die Bibel ist voll mit Ermahnungen in diese Richtung. So ist das Buch der Richter eine eindrucksvolle Warnung. Es ist eines der furchtbarsten Bücher, die ich kenne. Eine Dystopie reinsten Wassers.
Die große Zeit von Mose und Josua ist vorbei. Ihre Worte werden vergessen und der geistliche Verfall setzt ein. Ungeschönt schildert das Richterbuch die geistliche Verwahrlosung aufgrund eines Mangels an gesunder Lehre.
Besonders erschreckend ist für mich die Geschichte Jonathans, des Sohns Gerschoms, des Sohnes Moses. Sie steht in Richter 17 und 18.
Und sie erinnert mich ein wenig an Kimilsung.
Dieser junge Enkel des Mose wurde Priester eines Großbauern namens Micha. Der hatte seiner Mutter 1100 (!) Silberstücke gestohlen. Diese verwünschte den Dieb daraufhin. So in Furcht versetzt, gibt Micha seiner Mutter das Geld zurück. Diese lobt den Herrn und nimmt 200 Silberstücke und lässt davon zwei Götzen machen, die Micha sich als Hausgötter aufstellt. Dann heuert er Jonathan an, dem er zehn (!) Silberstücke im Jahr als Priesterlohn bezahlt. (Dass die Leviten ein Anrecht auf den Zehnten haben, weiß Micha offenbar nicht).
Und Jonathan, der Enkel des Mose, wird zum treuen Hüter der Götzenbilder seines Herrn.
Für zehn Silberstücke im Jahr.
Bis eines Tages der Stamm Dan vorbeikommt und einen Priester braucht. Jonathan blickt auf sein mageres Einkommen und dann auf die Krieger Dans. Dann lächelt er, klaut seinem Herrn den Hausgötzen, und zieht mit Dan davon. "Und die Söhne Dan richteten sich das Schnitzbild auf. Und Jonatan, der Sohn Gerschoms, des Sohnes des Mose, er und seine Söhne waren Priester für den Stamm der Daniter bis zum Tag der Verschleppung des Volkes des Landes [durch die Assyrer]." (Richter 18,30).
Es dauerte gerade einmal drei Generationen und die Nachkommen des mächtigen Mose waren von billigen kanaanäischen Heidenpriestern kaum mehr zu unterscheiden.
Furchtbar.
Solches soll uns keinesfalls passieren. Wir halten es mit Luther und Bach, die sagten, bzw. vertonten: „Das Wort sie sollen lassen stahn!“

"Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt."
2 Johannes 2,8.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

To....nstö....r..ung...en

"Wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?"
1 Korinther 14, 8.

Wir haben festgestellt, daß in der ersten Hälfte der Botschaft der Woche ab der zweiten Minute immer wieder Tonstörungen auftreten. Die Message ist jetzt bearbeitet und man kann sie hören, ohne daß es einen den Nerv raubt.
Das Video für die "OnlineKirche" geht heute auch wie gewohnt online, (allerdings fehlt nun halt der brilliante erste Teil der Predigt... seufz. 😉)

"Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre."  (2 Timotheus 4, 2).


Dienstag, 16. Oktober 2018

Liberalitas Bavariae

"Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?"
Römer 8,31.

Ich gebe zu, mich gruselt, wenn ich Politiker sagen höre, sie wollen „Politik machen“ und die Gesellschaft „reformieren“ und „modernisieren“ und dabei „die Menschen mitnehmen“, und wenn das einfach nicht ankommt, „ihre Politik besser erklären.“ Ich möchte nämlich gar nicht mitgenommen oder indoktriniert werden. Ich möchte vielmehr in Ruhe gelassen werden. Ich halte weder den Staat, noch seine Politiker, noch seine Bürokraten für Erlöser.
Der Staat ist ein notwendiges Übel.
Politiker, die „Projekte“ durchziehen wollen, für die sie gar nicht gewählt wurden, sind mir suspekt. Vor allem wenn es sich um verwöhnte Jungspunde der Fraktion Kreiß-Hör-Plenarsaal ohne Berufs- und Lebenserfahrung handelt. (Geld kommt vom Papa oder vom Staat).

Der beste Staat ist der, der sich in das Leben seiner Bürger nicht einmischt. Der sich als Diener versteht und nicht als Erzieher. Jesus, der größte König aller Zeiten, hat seinen Jüngern, also einfachen Fischern, Finanzangestellten, Handwerkern, die Füße gewaschen. (Johannes 13).
Die freiheitlichsten Länder sind die am weitesten entwickelten. Denn freie Bürger schaffen nützliche Dinge und damit Wohlstand. Unfreie, von einer misstrauischen Verwaltung geknechtete Bürger haben dazu weder Zeit noch Energie.

Da lobe ich mir mein Bayerland, sprach der König.
Hier gilt die Volksweisheit: "Leben und leben lassen."
Hier lässt einen der Staat noch im Großen und Ganzen in Ruhe.
Zwar haben die Bayern durchaus einen anarchischen Zug an sich, (Wildererfolklore! Jennerwein!), doch der ist selten destruktiv. Wenn der Bayer es der herrschenden Partei mal so richtig zeigen will, dann ruft er die Revolution aus, ganz ohne Mistgabel und Dreschflegel, schart freie Wähler um sich und gründet eine neue Partei. Der inhaltliche Unterschied zur herrschenden Partei? Nun, da müsste man ein paar Stunden drüber nachdenken. Die Antwort wäre dann vermutlich: Unterschied? Wieso? Und wenn's so sein muss, dann geht man halt zusammen und bildet gemeinsam eine Regierung.

Politik in Bayern erschöpft sich (zum Glück) oft in gelegentlichen Reden, politischen Stammtischen und der Beschäftigung der Politiker mit sich selbst. Der Bürger kann sich ziemlich frei entfalten und die Wirtschaft lässt man auch gewähren. Schließlich muss sie den Spaß finanzieren; wenn man die Wirtschaft zu sehr zwiebelt, dann sprudeln auch keine Steuern. Sie sprudeln hier jedoch mehr als anderswo. Über den Länderfinanzausgleich finanziert Bayern sogar die Slums von Berlin. Die sind jedoch weit. Und so revanchiert sich der bayerische Wähler bei seinen Politikern, indem er, wenn auch in Variationen, immer dasselbe wählt.
Gott mit dir, du Land der Bayern. Und vergiss nicht, wem du die Prägung verdankst, die dich großgemacht hat. (Dem Herrgott).

"Der HERR wird schreiben beim Verzeichnen der Völker: Dieser ist dort geboren. Und singend und den Reigen tanzend werden sie sagen: Alle meine Quellen sind in dir." (Psalm 87, 6-7).

Samstag, 13. Oktober 2018

Bayern: Was wählen?

"Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten."
1 Samuel 8,18.

Ich bin im Herzen ja Monarchist und hätte am liebsten Jesus als König im Hier und Jetzt. Demokrat bin ich allerdings auch, und so habe ich mir Jesus in einer freien und geheimen Wahl jetzt schon als König gewählt.
Morgen, am 14.10.2018, ist allerdings noch eine Wahl, die zum bayerischen Landtag. Da ist Jesus leider kein Kandidat.
Wen also wählen?
In einer nicht völlig homogenen Gemeinde wie der unseren, in die Menschen von überall her, aus jeder Schicht und jeden Alters gehen, (sogar Politiker), gibt es garantiert alle möglichen politischen Orientierungen. Allerdings interessieren uns die im Gottesdienst nicht. Wir tragen unsere Überzeugungen auch nicht auf dem Revers. Der Gottesdienst ist keine Wahlveranstaltung. Ich gebe auch keine Wahlempfehlungen ab.
Aber nachdenken tue ich schon.

Ich habe also in eine örtliche Zeitung geblickt und dort einen Artikel über die CSU-Kandidatin gelesen. In dem geht es ausschließlich um Klimawandel und CO2-Einsparungen und dergleichen weltbewegende Dinge mehr. Jeder müsse da seinen Teil tun: Gebäude, Autos, Firmen, usw. Nun ist es so: Wenn ich höre, dass ein Politiker sagt, wir müssten unseren Teil zu irgendetwas beitragen, dann läuft das erfahrungsgemäß stets auf höhere Steuern hinaus. Sonst nichts. Die Dame hätte genauso gut für die Grünen sprechen können. Ich verstehe, dass sich da manche denken, was soll ich bei der CSU, wenn die grüne Politik macht? Da gehe ich doch gleich zu den Grünen.
Die Grünen zu wählen ist jedoch so eine Sache. Man muss ich dazu einmal ein YouTube-Video ihres bayerischen Führungspersonals anschauen.
Sehr... jugendbewegt.
Die SPD macht da keinen großen Unterschied.
Die Kandidatin der Freien Wähler schlug in dieselbe Kerbe wie die Dame von der CSU. Auch bei ihr ging's vor allem ums Klima.
Die Damen wirken alle sehr sympathisch und sind sicherlich nette Kerle, doch ich muss sagen, ich bin zwar für eine saubere Umwelt, der Klimawandel interessiert mich persönlich momentan aber nicht die Bohne. (Ich steh sogar auf dem Standpunkt, dass das verteufelte Spurengas CO2 für Pflanzen gut ist. (Hab ich in der Schule gelernt). Überhaupt hat es laut Wikipedia in der Erdgeschichte schon wesentlich größere CO2-Konzentrationen als die gegenwärtigen in der Atmosphäre gegeben, ohne dass dies zu höheren Temperaturen geführt hätte). Gibt es tatsächlich einen Klimawandel, dann sollten wir nicht „gegensteuern“, (was wir eh nicht können), sondern uns anpassen.
Natürlich rechne ich nicht damit, dass die milliardenschwere Klimaindustrie irgendwann kommt und sagt, Hoppla, Kommando zurück, wir haben uns vertan. Die würden ja ihre Pfründe gefährden. Wer macht das schon (freiwillig)?
(Auch der grotesk überdimensionierte Bundestag wird sich nicht freiwillig wieder verkleinern).

Die wirklich brenzligen Themen scheinen fast alle Parteien auszuklammern.
In derselben Zeitung las ich nämlich von Messerstechereien im Bereich des hiesigen Ankerzentrums. (Das in Bamberg wurde angezündet, aber nicht von Frakturschrift-Deutschen; allerdings hört man darüber kaum noch etwas). Knapp 40% der Gefängnisinsassen in Bayern seien Ausländer, knapp die Hälfte davon nicht aus der EU. Die Kripo habe wegen Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt sechs Kandidaten festgenommen und werde diese nach Feststellung der Tatsachen wieder entlassen. (Bei einem Mordversuch? Im Ernst?) Solcherlei konkrete Bedrohungen der Allgemeinheit durch eine gefährliche Minderheit beschäftigen mich alten Hinterwäldler wesentlich mehr als das Wetter in 100 Jahren.
Auch über den "Globalen Pakt für Migration“ der UNO, der im Dezember unterschrieben werden soll, habe ich von keinem Kandidaten etwas gehört.
Wissen die davon nichts, oder tun sie nur so?
Die AfD klingt wie die CSU von vor 20 Jahren, will die illegale Migration unterbinden und den Zustand des Rechts ante 2015 wiederherstellen, schmeißt sich aber an Russland ran, eines der korruptesten Länder der Erde. Das verstehe wer will.
Die Familienpolitik aller Parteien hat sich kilometerweit von der Verfassung und dem biblischen Ideal entfernt.
Steuersenkungen? Fehlanzeige.
Wahlen auf dieser Welt sind immer die Wahl des kleineren Übels.
So werde ich morgen wohl oder übel das kleinere Übel wählen.
Jeder möge seinem Gewissen folgen (und den obigen Vers beachten).

"Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit." (2 Timotheus 2,1-2).

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Unterschiede in den Evangelien

"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet."
2 Timotheus 3,16.

 „Pastor, warum benutzen die Evangelisten manchmal unterschiedliche Worte, wenn sie die gleichen Aussagen Jesu wiedergeben? Müssten sie da nicht den gleichen Wortlaut haben?“

Die Aussagen der Evangelisten unterscheiden sich, weil Jesus an verschiedenen Orten dieselbe Predigt noch einmal gehalten hat. Genaugenommen sind uns nur die wichtigsten Aussagen seiner Predigten überliefert und nicht der gesamte Wortlaut.
Er hat sich wiederholt.
Die Inhalte der Bergpredigt finden sich Lukas 6 noch einmal, da „trat er auf einen ebenen Platz.“ (Vers 17).
Aus der Bergpredigt wird eine Ebenenpredigt.
Ab Vers 20 wiederholt er die Seligpreisungen und viele andere Aussagen aus Matthäus.
Die Evangelien selber behandeln nur etwa 21 Tage aus dem öffentlichen Wirken Jesu, das immerhin dreieinhalb Jahre gedauert hat. Johannes sagt am Ende seines Evangeliums, wenn alles aufgeschrieben würde, was Jesus gesagt und getan hat, die Welt die Bücher nicht fassen würde.
Die Bibel ist schon Gottes inspiriertes Wort.

"Wer Ohren hat zu hören, der höre." (Lukas 8,8)

Montag, 8. Oktober 2018

Welt im Wandel

"Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."
Matthäus 18,18-20.

Ich bin bekanntlich kein Verschwörungstheoretiker. Diese Leute schieben oft Paranoia und sehen hinter jeder Entwicklung die Kabale korrupter Eliten. Sie sind permanent entsetzt. Ich hingegen glaube, dass Jesus alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben wurde und dass er die Geschicke der Menschheit fest in Händen hält.

Aber ich gestehe, ich bin dieser Tage schon ins Grübeln gekommen.
Warum?
Der Präsident des Deutschen Bundestages, Herr Schäuble, hat 2016 in einem vielzitierten Zeitungsartikel in der „Zeit“ zum Thema Migration gesagt, „Abschottung“ würde die Deutschen, bzw. Europäer kaputtmachen und in Inzucht degenerieren lassen.
Das ist hanebüchener Blödsinn eine überaus steile These.
Er sagte damals auch, in der globalisierten Welt sei es nötig, noch einmal eine maßvolle Revolution, einen grundlegenden Wandel ohne Übertreibung zu schaffen.
Herr Schäuble möchte also durch eine maßvolle Revolution Deutschland grundlegend wandeln.
Natürlich ohne Übertreibung.
Nun gibt es maßvolle Revolutionen natürlich nicht und grundlegender Wandel geht stets mit Übertreibungen einher.
Ich muss sagen, ich habe mich über solche radikalen Worte aus dem Mund eines bislang nicht durch Radikalität aufgefallen Politikers schon ein wenig gewundert. Denn niemand hat unseren Politikern grundlegenden Wandel aufgegeben oder sie gar mit seiner Wählerstimme dazu beauftragt, irgendeine Revolution anzuzetteln, maßvoll oder nicht.

Was wir seit September 2015 erleben, hat jedoch schon etwas von Revolution an sich. Kein Land, wenn es nicht gerade erobert wurde, hat jemals jedem, der da kommt, mit oder ohne Ausweis, bedingungslos Einlass gewährt. Denn da könnte ja jeder kommen: Rechtschaffene und Terroristen. Gute Menschen und Verbrecher. Wir wissen heute ausweislich der Kriminalstatistik, dass wir da eine ziemliche Mischung ins Land gelassen haben—und immer noch lassen.
Warum?
Warum hat sich Herr Schäuble, (er ist ja nur treuer Herold seiner Herrin), so vehement auf revolutionäre Zuwanderung kapriziert?
Nun, es gibt da allen ernstes einen Plan der Vereinten Nationen, der mir erst in den letzten Wochen bekannt wurde. Er heißt Global Compact for Migration, zu Deutsch: Globaler Pakt für Migration. Es ist hier nicht der Platz, auf alle Einzelheiten einzugehen. Im wesentlichen geht es um eine revolutionäre Bevölkerungsverschiebung aus den armen Ländern mit Geburtenüberschuss in die reichen alten westlichen Länder. Die globale Niederlassungsfreiheit soll quasi ein Menschenrecht werden. Die aufnehmenden Völker und Nationen werden nicht gefragt, eine Diskussion hierüber findet nicht statt. Dieser Pakt soll im Dezember 2018 beschlossen werden und wird dann ganz sicher zu einem „grundlegenden Wandel“ in Deutschland führen.
Plötzlich wird verständlich, warum Herr Schäuble neulich in der „Welt“ verlauten ließ, dass man sich doch bitte nicht zu haben möge. Man brauche sich nicht einbilden, dass die große Masse der abgelehnten Asylbewerber jemals in ihr Heimatland zurückkehren wird. Man möge sie, bitteschön, integrieren. (Wenn das so einfach wäre).

Innenminister Seehofer äußert sich ähnlich. Auch er will abgelehnten Asylbewerbern so schnell wie möglich die Arbeitsaufnahme erlauben. Die Asylschiene wird so endgültig zur Einwanderungsschiene. Dass sich dies in den entsprechenden Ländern rasch herumsprechen wird, ist klar. Angesichts des Migrationspaktes, den Deutschland wohl brav unterschreiben wird, ist dies offenbar beabsichtigt. Unsere Regierung WILL Zuwanderung im großen Stil. Eine „maßvolle Revolution,“ aber eben doch eine Revolution, einen grundlegenden Wandel. (Die USA und ein paar andere Staaten machen aus Gründen des Selbstschutzes bei diesem Pakt nicht mit).
Es muss vermutlich so kommen.

Die Völker der Welt migrieren nach Mitteleuropa und werden sich hier vermischen.
Die Entwicklung erinnert mich an Daniel 2, wo von verschiedenen Weltreichen die Rede ist. Über das letzte Weltreich, eine Art auferstandenes Römisches Reich, sagt der Prophet, es sei teils aus Eisen, teils aus Ton.
„Daß du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast: Sie werden sich durch Heiraten untereinander vermischen, aber sie werden nicht aneinander haften, so wie sich Eisen mit Ton nicht mischen läßt.“ (Daniel 2,43).
Manche Kulturen sind so unterschiedlich wie Eisen und Ton. Eisen ist messerhart und Ton ist zunächst formbar, bevor auch er hart wird. Die beiden harmonieren jedoch nicht. Solche Verbindungen sind inhärent instabil. Daniel sagt, sie werden nicht aneinander haften. Es wird Parallelgesellschaften geben, die sich auch mit viel gutem Willen nicht wirklich mischen werden.
Das sind keine guten Aussichten.
Viele von uns erinnern sich noch was geschah, als die eiserne Faust des Kommunismus den Vielvölkerflecken Jugoslawien nicht mehr zusammenhielt: Es fand ein langer Bürgerkrieg statt, der seinerseits zu viel Migration, auch zu uns, führte.

Doch Daniel endet nicht mit diesem dystopischen Ausblick. Vielmehr mündet dieses Chaos durch Gottes Eingreifen in ein einzigartiges neues Weltreich:

„Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört werden wird. Und das Königreich wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird all jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber wird es ewig bestehen.“ (Daniel 2,44).

Das siegreiche, ewig nicht zerstörbare Reich ist natürlich das Friedensreich Christi.
Eine Erweckung ist unterwegs.
Wir leben in spannenden (End)Zeiten.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Unverständliche Bibelstelle?

"Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der dies bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. Denn es sind drei, die bezeugen: Der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind einstimmig."
1 Johannes 5,5-8.

„Pastor, die obige Bibelstelle ist verwirrend. Jesus ist gekommen durch Wasser und Blut? Wie muss ich das verstehen?“

Stimmt schon: Es ist sehr kryptisch was Johannes hier schreibt.
Worum gehts?
Johannes bezieht sich auf eine Lehrmeinung, die ein Gnostiker namens Kerinthus in die Welt gesetzt hat. Der hat behauptet, Jesus wäre ein ganz normaler Mensch gewesen und der „Christus“ wäre während seiner Taufe auf ihn gekommen und habe ihn vor der Kreuzigung wieder verlassen.
Das ist natürlich biblisch unhaltbarer Blödsinn. Doch das hat empfängliche Leute noch nie davon abgehalten, solche Sachen trotzdem zu glauben. (Steiner?)
Das Wasser, von den Johannes spricht, bezieht sich auf die Taufe und das Blut auf die Kreuzigung. Jesus war demnach der Christus während seiner Taufe und auch während seines Todes am Kreuz. (Ein Echo von Kerinthus findet sich im Koran, der auch behauptet, Jesus wäre nicht gekreuzigt worden und hätte nicht gelitten, es habe nur so ausgesehen als ob; der Christus sei in Wirklichkeit entrückt worden).
Nach der Auferstehung Jesu kam an Pfingsten der Heilige Geist über die Gemeinde, was nicht passiert wäre, wenn Jesus nicht die Bedingungen dafür erfüllt hätte.
Geist und Wasser und Blut, die einstimmig sind: Jesus kam aus dem Wasser der Taufe und begann seinen Dienst als Messias. Dieser mündete plangemäß in die Kreuzigung, (Blut), diese in die Auferstehung und in die Ausgießung des Heiligen Geistes, (Geist). Die drei bauen aufeinander auf und sind nicht voneinander zu trennen. Ohne Dienst Jesu kein Tod am Kreuz. Ohne Auferstehung kein Pfingsten. Ohne Heiligen Geist keine Erlösung.
Kerinthus hat sehr geirrt.
Ich wünschte mir natürlich, Johannes hätte sich etwas deutlicher ausgedrückt. Nicht so sparsam mit den Buchstaben. Doch Papier war damals teuer und so ist sein Brief wie er ist.

"Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre. Beharre in diesen Dingen! Denn wenn du dies tust, so wirst du sowohl dich selbst erretten als auch die, die dich hören."

Dienstag, 2. Oktober 2018

Ein beklemmendes Erlebnis

"Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen. Er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen."
Lukas 4,18.

Letzten Samstag war ich mit einer Gruppe von etwas mehr als 30 Leuten aus dem Christlichen Glaubenszentrum im größten Bunkermuseum Deutschlands. Wir mussten nicht weit fahren, da es sich mitten in Schweinfurt befindet, der Industriestadt neben dem malerischen Geldersheim, wo das CGZ seinen Sitz hat. Da steht also ein gigantischer fensterloser Klinkerkubus mit vielen Stockwerken und 2 m dicken Betonwänden am Straßenrand und wartet auf Verzweifelte, die sich in ihn flüchten wollen, (was heute nicht mehr möglich ist, da er mittlerweile in Privatbesitz ist).
Im Zweiten Weltkrieg hat er allen Bomben der Alliierten standgehalten. "Mission erfüllt" kann man anerkennen.
Im Innern des Bunkers befinden sich kleine Zellen. Es herrscht eine bedrückende Atmosphäre. Man kommt sich vor wie im Knast, auch wenn es keine Eisentüren oder Pritschen gibt. Wobei der Knast dem Bunker vorzuziehen ist, denn Gefängnisse werden normalerweise nicht auch noch bombardiert und stehen daher nicht in Gefahr, über einem einzustürzen.
Da schreit man Heil!, huldigt dem GröFaZ, und im nächsten Moment sitzt man im Loch und die Erde bebt und man hofft schwitzend und betend, mit heiler Haut wieder rauszukommen. (Der GröFaZ übrigens auch). Was lehrt uns das?
Ich bin jedenfalls froh, den WK2 verpasst zu haben und nicht in einem dieser Löcher gesessen haben zu müssen. Bin ja eher der Mensch für die raumgreifende Weite.

Heute brauchen wir keine Bunker mehr (und Terrorbomben treffen immer nur die anderen).
Es gibt jedoch viele Menschen, die sich aus vielerlei Gründen innerlich verbunkert haben und in bedrückenden Gedankenzellen sitzen.
Das muss nicht sein.
Gestehe dir ein, dass du dich verrannt hast und nicht mehr herauskommst, und bitte Gott um Hilfe. Das ist ein erster Schritt. Du wirst merken, dass es praktisch sofort leichter wird.

"Naht euch Gott und er wird sich euch nahen... Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen." (Jakobus 4,8+10).

Freitag, 28. September 2018

Das Cherubentor

"Und er trieb den Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwertes, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen."
1 Mose 3,24.

Die ersten Engel, die in der Bibel erscheinen, sind die Cherubim. Sie tauchen auf, als Gott die Menschen aus dem Paradies verbannt. Ihre Aufgabe ist es, den Baum des Lebens vor der Plünderung zu bewahren. Sie verwehren den Menschen den Zugang zum Garten Eden.
Zum zweiten Mal begegnen uns Cheruben im Zusammenhang mit der Bundeslade in 2 Mose 25.
Diese Lade war etwas ganz besonderes. Sie war ein Kasten aus Akazienholz, in dem ein Topf mit Manna, die zwei Gesetzestafeln und der Stab Aarons, der geblüht hatte, aufbewahrt wurden.
Der Deckel dieser Lade, (auch Sühneplatte genannt), bestand aus Gold. Die vier Kanten darum herum machten es zu einem Bassin. In dieses Bassin gab der Hohepriester einmal im Jahr, im siebten Monat, am zehnten des Monats, das Blut des Sündopfers. (3 Mose 16).
Überwölbt wurde dieser Deckel von zwei goldenen Cheruben, deren Flügel sich an der Spitze trafen und so eine Art gotischen Spitzbogen formten. Diese Engel trugen keine Schwerter, mit an denen sie Menschen auf Abstand hielten. Vielmehr formen sie ein Tor, taten also das genaue Gegenteil, denn ein Tor verschafft ja Zugang. Sie bewachen also den Zugang zu Gott und lassen nur den durch, der über die richtige Schwelle kommt. Diese Deckplatte bildet die Schwelle dieses besonderen Tores.
Das Blut des Sündopfers auf der „Schwelle“ eröffnete den Weg zu Gott. Der Herr erschien nämlich regelmäßig in der Wolke über der Deckplatte.

Im Hebräerbrief, Kapitel 9, ab Vers 11 beschreibt der Autor das Erlösungswerk Christi. Jesus ist in den Tempel im Himmel gegangen, (von dem der irdische Tempel nur ein Abbild war), nicht mit dem Blut von Böcken oder Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut, und hat dieses in das Bassin der Lade im Himmel gesprengt. Auf dieser Lade stehen keine goldenen Engel, sondern leibhaftige Cheruben. Das Blut Jesu bildet die Schwelle, die in die Gegenwart Gottes hinein führt. Denn „ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.“ (Hebräer 9,22).
Jesus sagte ja auch: „Ich bin die Tür.“

Nicht nur Adam, auch Jesus hat ein Eden. Das Eden Christi ist das Neue Jerusalem. Dessen Tore werden auch von Engeln bewacht. (Allerdings mehr zeremoniell, wie die Bärenfellmützenträger im roten Rock die Königin von England bewachen; schließlich herrscht dort ja tiefstmöglicher Friede). Näheres steht in Offenbarung 21.
Engel als Wächter finden sich somit ganz am Anfang und ganz am Ende der Bibel. Am Anfang verschließen sie ein Tor, am Ende wachen sie darüber, dass zwölf Tore offenbleiben. (Vers 25).

Zugang zu diesem Sehnsuchtsort verschafft nur einer: Jesus.

"Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden." (Johannes 10,9).

Mittwoch, 26. September 2018

28.10.2018: Waldemar Sardaczuk im CGZ

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi."Epheser 4, 11-12.

Ich freue mich, daß Waldemar Sardaczuk wieder auf dem Damm ist und am Sonntag, 28. Oktober 2018, um 10.30 Uhr im CGZ sprechen wird. (Er hat sich bei einem schweren Sturz im Frühjahr etliche Halswirbel gebrochen, und das bei seinem fortgeschrittenen Alter. Doch der Herr hat ihn wieder hergestellt).
Waldemar S. ist ein bemerkenswerter Mann Gottes, den der Herr in mächtiger Weise gebraucht hat und noch immer gebraucht, wo andere schon seit 20 Jahren in Pension wären. Er hat etliche Gemeinden gegründet. Sein bekanntestes Werk ist sicher das AVC, das Aktionskomitee für verfolgte Christen in Nidda, das wir monatlich unterstützen. Es ist heute ein erfolgreiches und vielschichtiges Missionswerk.
Wir freuen uns.

Am Tag davor, Samstag, dem 27. September, ist mit Ruth Heil eine bemerkenswerte Frau Gottes im CGZ zu Besuch! Sie gestaltet einen Frauentag, der um 15 Uhr beginnt. Herzliche Einladung auch hierzu.

Am 4. November, also am Sonntag die Woche darauf, wird unser Freund Larry Mills, der im Nahen Osten für den Herrn aktiv ist, im CGZ sprechen.

Die Woche danach wird am Samstag, 10. November, ein Lobpreisgottesdienst mit unseren diversen Bands stattfinden.

Erstaunlich, was alles los ist...

"Ich will frohlocken und mich freuen über deine Gnade." (Psalm 31, 8).

Samstag, 22. September 2018

Der Fluch des Goldes von Tolosa

"Eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben."
1 Timotheus 6,10.

Attila der Hunnenkönig galt im fünften Jahrhundert Anno Domini als Geißel Gottes. Er verwüstete mit seinen grausamen Reiterhorden jede Gegend, in die er eindrang, und plünderte sie radikal aus. Zudem wich das hunnische Schönheitsideal gravierend vom klassischen ab. Hunnische Eltern deformierten die Schädel ihrer Kinder mit Holz- und Ledervorrichtungen, sodass sie hinterher zum fürchten aussahen. Sie waren von erlesener Hässlichkeit, sodass der Hunne schlechthin manchen guten Christen wie eine Inkarnation des Leibhaftigen vorkam.
Ganze Germanenvölker trieben die gelben Gnome auf ihren Steppenpferden vor sich her nach Westen und wurden dabei immer reicher.
Irgendwann schlägt Attila in der Gegend des verwüsteten römischen Munizipiums Katalaunum in Gallien auf. Seine gotischen, herulischen, kalmückischen und sonstigen Hilfstruppen treffen wir hier auf die Soldaten des germanischen Generals Aetius, des Herrn über Roms Armeen im Westen.
Drei Tage lang tobt die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Attila schien zu gewinnen, als am dritten Tag Theoderich, der König der Westgoten aus Tolosa, dem heutigen Toulouse, mit seinen Soldaten ankommt und sich auf römischer Seite in die Schlacht stürzt. Bis tief in die Nacht wogt der Kampf.
Attila weiß, nun ist es vorbei.
In Fackelschein seiner letzten Nacht lässt er sich noch einmal die riesigen Schätze an Gold, Silber und Edelsteinen zeigen, die seine Armee mitführt, während inmitten seines Lagers aus den hölzernen Sätteln tausender gefallener Steppenpferde ein riesiger Scheiterhaufen errichtet wird. Seine Könige stehen um ihn herum. Sie wissen, morgen werden sie mit ihrem Herrn diesen Scheiterhaufen besteigen und in Flammen aufgehen. Sie werden sich den Römern nicht ergeben.
Inzwischen hat ein Pfeil den guten König Theoderich von Tolosa tödlich getroffen. Nach alter Väter Sitte heben die Westgoten noch auf dem Schlachtfeld seinen Sohn Thorismund auf den Schild und machen ihn zum neuen König.
Am Morgen spricht General Aetius eindringlich zu seinen gotischen, burgundischen und fränkischen Heerführern. Attila sei eingeschlossen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis der Feind die Waffen strecke. Der Hunne werde fallen. Europa werde frei sein von dieser Geißel aus den Tiefen der Urwälder des Ostens. Man müsse nur noch kurz in Eintracht zusammenstehen.
Da wandert das Auge des neuen Gotenführers Thorismund über seine Offiziere. Einer fehlt. Sein Bruder Theoderich junior. Sofort kapiert der neue König was passiert: Theoderich hat sich abgesetzt! Er ist unterwegs nach Tolosa, um den dortigen Goldschatz in Besitz zu nehmen. Wenn er ihn erst hat, dann wird Theoderich der neue König der Westgoten sein und Thorismund wird sterben.
Thorismund beschließt darauf hin, mit seinen Truppen die Römer zu verlassen und Theoderich nachzusetzen, um zu verhindern, dass der in den Besitz des vermaledeiten Schatzes gelangt. Die Westgoten werden im entscheidenden Kampf gegen Attila nicht zur Verfügung stehen.
So schwächt die Habgier des Theoderich die Armee des Aetius.
Und Attila kommt davon.
Er ist zwar geschlagen, aber nicht vernichtet. Der Scheiterhaufen bleibt unentzündet. Der Hunne und seine Vasallen reiten unbehindert zurück nach Osten. Tausende Unschuldige fallen weiter ihren Krummschwertern zum Opfer.
Im Jahr darauf steht Attila vor den Toren Roms.

Das Gold von Tolosa brachte dem Usurpator Theoderich übrigens kein Glück. Er wurde von Abenteurern ermordet. Um des Goldes willen.

"Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge. Strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Ausharren, Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens. Ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen!" (1 Timotheus 6,11-12).

Dienstag, 18. September 2018

Buntheit, Vielfalt, Bereicherung?

"Erfüllt meine Freude, daß ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid."
Philipper 2, 2.

Schlägt man die Zeitung auf, schaut man Werbeprospekte an, oder hört die Nachrichten, so wird uns ständig vermittelt, Buntheit und Vielfalt wären immer eine Bereicherung und seien nicht zu hinterfragen. So trägt man seine vermeintliche Weltoffenheit ostentativ vor sich her wie der Messdiener die Monstranz bei der Prozession.
Der Wert von Buntheit und Vielfalt ist jedoch relativ und wir sollten uns hier nicht verdummen lassen.
Wenn ein schwarzer, ein gelber, ein roter, ein brauner und ein weißer Christ zusammensitzen, dann kann man davon ausgehen, dass die Denke einigermaßen gleich ist. (Was nichts Schlechtes ist!) Wir sind dann zwar äußerlich „bunt“, werden innerlich jedoch von derselben Gesinnung, derselben Liebe und denselben Werten geleitet.
Innerlich sind wir also auf eine gesegnete Weise einförmig.
Dieser Gleichmut, diese Einheit sind etwas Stärkendes, (und definitiv nicht dasselbe wie Farblosigkeit oder Einfalt).
Käme nun, sagen wir, ein sudanesischer Klitorektomist oder ein britischer IS-Henker in unseren Kreis, dann wären wir auch äußerlich noch bunter. Wertemäßig würden wir an Vielfalt zulegen. Dass dies jedoch schwerlich eine Bereicherung darstellt, ist tief im Herzen vermutlich selbst hartgesottenen Vielfaltspropagandisten klar.
Bei aller Liebe zur Buntheit: Ohne einen harten Kern von nicht hinterfragbaren Werten geht es nicht. (Toleranz ist kein Wert an sich, siehe oben; wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht).

Der alte Martin Luther King sagte einst in seiner berühmtgewordenen „Ich habe einen Traum“-Rede, er möchte, dass seine vier Kinder eines Tages in einer Nation leben, in der sie nicht nach der Farbe ihrer Haut, [Buntheit!], sondern nach der Qualität ihres Charakters beurteilt werden.
Das ist doch mal ein guter Ansatz.

„Die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“ (Römer 8,29).

Samstag, 15. September 2018

Sind Christen Vegetarier?

„Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus, schlachte und iß!“
Apostelgeschichte 10,13.

„Pastor, sollten Christen vegetarisch leben oder vegan?“

Die ersten Christen in der Bibel waren definitiv keine Vegetarier. Denn sie war noch in ihrem Judentum verhaftet und hätten als Vegetarier das Passahlamm nicht essen können, das zu essen Pflicht war. Wir essen heute kein Passahlamm mehr, sondern feiern stattdessen Abendmahl.
Wer will, kann als Christ natürlich vegetarisch leben. Gott ist das Jacke wie Hose. Paulus sagt: „Wer ißt, ißt dem Herrn, denn er sagt Gott Dank. Und wer nicht ißt, ißt dem Herrn nicht und sagt Gott Dank.“ (Römer 14,6). Ich kenne recht nette Vegetarier. (Es gibt ja auch die von der verbissenen Sorte).

Es gibt Grünröcke, die behaupten, "Vegetarier" sei ein altes Indianerwort für "Schlechter Jäger", aber ich halte das für eine Legende.

In diesem Sinn: Guten Appetit.
(Jesus war übrigens kein Vegetarier. Auch nach der Auferstehung nicht).

„Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich wunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch und er nahm und aß vor ihnen.“ (Lukas 24,41-43).

Donnerstag, 13. September 2018

Nicht erfolgreich widerstanden?

„Pastor, du hast im letzten Beitrag geschrieben, dass man der Versuchung widerstehen soll, damit einem der Teufel vom Hals bleibt und Gottes Kräfte im Leben wirksam werden. Was, wenn ich der Versuchung nicht erfolgreich widerstanden habe?“

Dann gilt für dich Jakobus 4, 9-10:
„Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen! Fühlt euer Elend und trauert und weint. Euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit und eure Freude in Niedergeschlagenheit!
Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen.“

Dienstag, 11. September 2018

Wie widerstehe stehe ich dem Teufel?

„Widersteht aber dem Teufel und er wird von euch fliehen.“
Jakobus 4,7.

„Pastor, wie widerstehe ich dem Teufel? Ich sehe ihn ja nicht.“

Dem widerstehst du, indem du der Versuchung widerstehst. Die hast du direkt vor dir.
Am Sonntag kam ein Vater auf mich zu, der mir von einem Traum seines (jungen) Sohnes berichtete. Darin habe ihn jemand zu schlechten Taten aufgefordert. Was soll er tun? Ich riet ihm, dem Buben zu raten, sich mit Worten gegen diese schlechten Taten zu richten. „Nein, das werde ich nicht tun.“ So in diesem Stil. Wenn klare Worte erst einmal im Raum stehen, dann entwickeln sie ihre ganz eigene Dynamik im Hinblick auf Entscheidung und Willensfindung.

In Matthäus 4 wird Jesus „von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden.“
Jesus wurde getestet, bevor er seinen öffentlichen Dienst begann. Würde er dem Teufel widerstehen?
Der Versucher trat zu ihm und forderte ihn auf, durch bestimmte Machttaten zu beweisen, dass er tatsächlich der Sohn Gottes ist. „Wenn du Gottes Sohn bist, so spricht, dass diese Steine Brot werden.“ (Vers 3).
"Wenn du Gottes Sohn bist..."
Sein Vorgehen erinnert an 1 Mose 3: „Hat Gott wirklich gesagt…?“
Er stellt das Wort Gottes infrage.
Das tat er bei Adam.
Das tat er bei Jesus.
Das tut er noch heute.
Du widerstehst dem Teufel also dadurch, dass du im Wort Gottes bleibst und es nicht infrage stellst, sondern dich in allen Lebenslagen daran orientierst.

Tust du das nicht, beißt dich irgendwann der Chaosdrache. Sogar die Jünger wollten Jesus hin und wieder das Wort Gottes ausreden. (Matthäus 16, 22). Als er dann wie angekündigt am Kreuz starb, verstanden sie die Welt nicht mehr—obwohl er dreimal versucht hat ihnen zu verklickern, dass genau dies passieren wird. Die Jünger schwenkten erst nach der Auferstehung auf die Sichtweise Jesu ein. Zuvor waren sie vom eigenen Ehrgeiz mehr geleitet als von Wort und Auftrag Gottes.
Gut, daß sie Jesus hatten, der keinen Millimeter vom geraden Weg abwich und Gottes Willen durchzog, selbst als Steine flogen und Henkersknechte zu hämmern begannen.

Jesus antwortete auf alle Versuchungen des Versuchers mit dem Wort Gottes: „Es steht geschrieben…“ Er ließ sich das Wort eben nicht ausreden. „Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: 'Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.'“
Und dann kommt ein wunderbarer Vers:
„Dann verläßt ihn der Teufel. Und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.“ (Vers 11).

Engel kamen herbei und dienten ihm.

Es kann gut sein, dass auch du immer mal wieder durch Situationen gehst, in denen Gott weit weg zu sein scheint. Es kann sein, dass er dich in solchen Momenten prüft. Er will wissen, wie du reagierst. Bleibst du bei seinem Wort oder folgst du dem anderen Trommler?
Wenn du widerstehst, (trotz Mangel, trotz Hunger), dann wird es dir gehen wir Jesus: Engel kommen herbei und dienen dir. Neue, bessere Zeiten brechen an, in denen Gott wieder spürbar in deiner Nähe weilt.

„Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen.“ (Jakobus 4,8).

Sonntag, 9. September 2018

Verkettung glücklicher Umstände

„Ein Land, das den häufig darauf kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen, um derentwillen es auch bebaut wird, empfängt Segen von Gott.“
Hebräer 6,7.

Heute hat sich mir eine junge Frau nach dem Gottesdienst vorgestellt. Sie wolle nur mal kurz Rückmeldung geben. Sie habe sich vor ein paar Jahren aufgrund unserer YouTube-Predigten auf „Onlinekirche mit Pastor Gert Hoinle“ bekehrt. Gleich darauf habe sie ihre Traumarbeitsstelle bekommen. Nun lebt sie in Uganda und arbeitet bei Vision für Afrika e.V. mit. (Dieses Missionswerk unterstützen wir regelmäßig. Maria Prean, die Leiterin dieses Werks, wird voraussichtlich im April nächsten Jahres wieder einmal bei uns sein).
Das ist doch wunderbar.
Wir wünschen R. viel Erfolg und Gottes Segen in Afrika.

Es waren auch Gäste aus München da. Die sind natürlich auch unvergessen!

Apropos München: Eine Mitarbeiterin war zu einem Bürgertreffen mit dem Ministerpräsidenten eingeladen und hat ihm im persönlichen Gespräch geistesgegenwärtig unsere Gemeindevisitenkarte überreicht. Ich fiebere nunmehr seinem Anruf entgegen. ;)

„Ich freute mich, als sie zu mir sagten: "Wir gehen zum Haus des HERRN."“ (Psalm 122,1).

Donnerstag, 6. September 2018

Don't feed the troll

"Ein Mann der Falschheit entfesselt Zank, und ein Ohrenbläser entzweit Vertraute."
Sprüche 16,28.

„Pastor, jemand hat Sachen über mich verbreitet, die überhaupt nicht stimmen. Was tun? Person besuchen? Schlagstock mitnehmen?“

Die Zeitgenossen Schmeichler und Verleumder sind einander ähnlich: der Verleumder sagt Dinge hinter deinem Rücken, die er dir nie ins Gesicht sagen würde. Der Schmeichler sagt dir Dinge ins Gesicht, die er nie hinter deinem Rücken sagen würde.
Um auf deine Frage zurückzukommen:
Solomon drückt es so aus: „Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold, und ein Mann wird beurteilt nach seinem Ruf.“ (Sprüche 27,21).
Nur weil dich jemand verleumdet, bedeutet dies nicht, dass die Leute ihm glauben. Du hast einen Ruf, den du dir mit deinen Taten erarbeitet hast. Wenn der gut ist, hast du nichts, worüber du dir Sorgen machen müsstest. Wenn jemand hergeht und interessante Dinge über dich erzählt, (die nur blöderweise nicht stimmen), dann fällt dies nicht auf dich, sondern auf deinen Verleumder zurück. Er will dich schlecht darstellen. Das kommt bei den Leuten jedoch nicht so an. Vielmehr stellt er sich selbst in ein schlechtes Licht. Diese Ablehnung wiederum wird sein inneres Defizit weiter vergrößern, er wird sich noch schlechter fühlen, doch dafür kannst du nichts.
In vielen, möglicherweise den meisten Fällen, geht es dem Schwätzer weniger um dich und deine Schande, sondern um ihn und seine Leuchtkraft. Auf Deutsch: Er will halt gut dastehen. Oder wenigstens besser als du.
Oder er ist neidisch. (Lies mal Daniel 6!)
Die Leute kapieren jedoch ziemlich schnell, wen sie da vor sich haben, und glauben ihm nichts mehr.
Wenn dich also jemand schlechtmacht: Hak's ab. Über die besten wird schlecht geredet. Seine eigene Familie nannte Jesus einen Spinner. (Markus 3,21). Und was hat man nicht alles über Paulus erzählt. Die Leute reden immer. Da musst du nicht mitmachen. Zum Schluß lachst nämlich du. Weil Gott für dich ist. Und wer zuletzt lacht, lacht am besten.

„Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln, denn so haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.“ (Matthäus 5,11-12).

Dienstag, 4. September 2018

Kunst oder Volksverhetzung?

"Wenn ein Reich mit sich selbst entzweit ist, kann dieses Reich nicht bestehen."
Markus 3,24.

In diesen Tagen kam in Chemnitz ein Mensch ums Leben, durch einen zugereisten Messerstecher, wie es heißt. Wo genau der Stecher her kam, weiß man nicht, denn sein Ausweis entpuppte sich als Totalfälschung. Zwei weitere Menschen wurden während derselben Attacke von spitzen Gegenständen schwer verletzt und befinden sich im Krankenhaus.
Schlimm genug.
Dieser Fall ist nur einer von zu vielen und sollte der Politik als Anlass dienen, nicht länger jeden, der an der Grenze das Wort „Asyl“ sagt, ungeprüft aufzunehmen. So holt man sich nicht nur Schutzbedürftige, sondern auch üble Verbrecher und Terroristen ins Land, die man hinterher nicht mehr loswird.
Dass die Grenzen dennoch offenbleiben, ist für mich völlig unverständlich.
Gestern nun fand wenige 100 Meter vom Tatort entfernt ein großes Musikereignis statt—nicht um gegen Messermorde zu protestieren, (was ich irgendwie naheliegend gefunden hätte), sondern um ein „Zeichen“ gegen „rechts“ zu setzen. Denn neben vielen aufgebrachten Bürgern haben auch eine nicht-linke politische Partei, sowie einige Chaplinbartträger mit provokativem Arm-hoch-Syndrom spontan gegen diese Tat und die Politik, die sie ermöglicht, protestiert. Deren Gegenwart hat den Protest in den Augen vieler Politiker und Medienschaffender völlig delegitimitiert. Und so wurde gegen den Protest (der Falschen), nicht gegen den Mord (oder Totschlag), protestiert.
Ich finde das frivol.
Wenn man sich anschaut, wer da protestiert hat, (also gegen den Protest), wird es nicht besser.
Der Sänger der Punkband Feine Sahne Fischfilet grölt auf seinen Konzerten Meinungstarkes gegen „Bullen“ ins Mikrofon, gefolgt von der inspirierenden Zeile „Der Hass steigt, der Hass steigt!“ Wohlgemerkt, der singt vom eigenen Hass auf die Polizei.
Die Band KIZ leuchtet mit Sätzen wie: „Bumbumbum, ich bring euch alle um! Ich sprenge eure Demo und es regnet Hackepeter.“
Auf einem linken Konzert gegen Hass und Hetze!
Wo bitte ist da rein rhetorisch und vom emotionalen Grundgedanken her der Unterschied zwischen Hitlers Bürgerbräukeller-Geplärre von „Hass und Trotz und Trotz und Hass!“ während der „Kampfzeit der Bewegung“ in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts?
Und haben die Jungs von KIZ sich mit den Jungs vom IS irgendwie abgesprochen? Klingen tun sie nämlich gleich.
Und unser werter Herr Bundespräsident macht auf seiner Facebook Seite Werbung für diese extremistischen Kapellen. Ich fass' es nicht.
Links ist nicht automatisch gut, (oder haben wir die DDR schon vergessen?)
Rechts ist nicht automatisch schlecht. Die CSU, die FDP, sowie die Freien Wähler wären wohl allesamt beleidigt, wenn man sie als links bezeichnen würde. Trotzdem sind sie in ihrem politischen Wirken vor Ort ziemlich erfolgreich. Die SPD war das auch mal. Heute macht sie Werbung für Extremisten.

Überhaupt liegen die Ränder des politischen Spektrums viel näher beieinander als man denken möchte. Genau genommen handelt es sich hier nicht um eine Gerade mit linken und rechten Enden, sondern um einen Kreis, der sich irgendwann schließt. (Der massive Fischfiletsänger, der heute so ein gefeierter Linker ist, war vor einigen Jahren noch rechtsextremer Ultra. Mussolini war glühender Sozialist, bevor er zum Faschisten im schwarzen Hemd mutierte).
Ich behaupte, weder dem linken schwarzen Block noch den rechten Chaplinbart-Ultras geht es um irgendwelche Ideale, sondern ausschließlich darum, Krawall auszuleben. Beide ziehen sich schwarz an und bedienen sich derselben Mittel. Wo ist der Unterschied?
Wenn sich Politik und Medien zu weit auf eine der beiden Seiten stellen, steuern sie das Staatsschiff auf die Anarchie zu, denn der Bürger, der was zu verlieren hat, tendiert zwar nicht zu Extremen. Mit Gegenreaktionen muss man in einer Demokratie aber rechnen. Was wir momentan erleben ist jedoch vermutlich nur schnöde Unfähigkeit und nicht perfide Absicht.

Paulus gibt uns Christen eine Handlungsanweisung für Tage wie diese:
"Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott." (1 Timotheus 2, 1-3).