Samstag, 21. April 2018

Die-Bibel.de

"Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist, denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben."
Josua 1, 8.

Habe festgestellt, daß meine Elberfelder Übersetzung der Bibel ein bestimmtes Wort an einer bestimmten Stelle nicht übersetzt, sondern überaus frei interpretiert, also den Wortlaut ändert und obendrein die Grammatik. Aus Aorist-Vergangenheit wird Präsens, aus passiv wird aktiv, aus dem Konjunktiv quasi ein Indikativ. Das geht auf keine Kuhhaut.
Anstatt nun zum Regal zu wetzen und andere Übersetzungen zu wälzen, habe ich es gewagt. Ich habe nach der Luther 2017 online geschaut.
Und bin froh, daß ich das gemacht habe.
Nicht wegen der Übersetzung. Die Luther 2017 überstetzt die Stelle ebenfalls grottig frei und nicht so, wie sie im Urtext steht. Doch www.die-Bibel.de hat noch andere Übersetzungen auf Lager! Nicht nur Luther 1984, die am weitesten verbreitete Übersetzung Deutschlands, ist dabei, sondern auch die Genfer, Zürcher, Menge, Gute Nachricht (eigentlich keine Übersetzung, sondern eine Art unverbindlicher Nacherzählung, (finde ich)) und die Schlachter Bibel sind auch sofort abrufbar! Die Schlachter endlich übersetzt, was im Griechischen tatsächlich dasteht. (Es handelt sich um das Wort kataxioo und seine Bedeutung in einem bestimmten Zusammenhang).
Go Franz Eugen!
Ich werde wieder mehr Schlachter lesen. (Diese Übersetzung war tatsächlich auch meine erste nach meiner Bekehrung, abgesehen von der Lutherbibel meiner Oma, die meine allererste war).

"Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad." (Psalm 119, 105).

Dienstag, 17. April 2018

Phänomenal (and free): Logos Bibelsoftware

"Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach."
Markus 14, 38.

Neulich saß sich vor meinen Computer und stellte eine Predigt zusammen. Da kam mir beim Lesen meiner Computerbibel die Idee, ein bestimmtes Wort im griechischen Urtext nachzuschauen.
Doch dazu hätte ich mich erheben müssen.
Ich hätte in meine Bibliothek hinübergehen müssen, hätte dort die Interlinearübersetzung oder die griechische Konkordanz suchen müssen, hätte den toten Baum dann aus dem Regal nehmen, hätte ihn aufschlagen, das Wort mühsam suchen und mir merken müssen, um dann zum nächsten (schweren!) Buch zu greifen, nämlich einem Lexikon—nur um dann zurückzugehen und wieder von meinem Computer platzzunehmen, um meine neugewonnenen Erkenntnisse in die Tastatur zu hauen.
Der Aufwand!
Ich schaute also im Internet nach, ob es nicht mittlerweile Bibelsoftware gibt, die mir diese lästigen Tätigkeiten ersparen kann.
Und ich wurde fündig.
Logos Bibelsoftware gibt's in verschiedenen Editionen, für 999 $ oder auch 3500 $, je nachdem welches Paket man wählt.
Ich kratzte mich am Kopf und dachte mir: Für soviel Geld kann ich einen Minijobber (oder eine/n Minijobber/in, wie man heute sagt) anheuern, der mir bei Bedarf die Bücher bringt und wieder ins Regal stellt. Doch Bibelschüler, mit denen man sowas machen kann, sind in unserer Gegend rar. Außerdem hätte ein solches Vorgehen wohl einen Ruch von Dekadenz.
Also suchte ich nach „bible software free.“
Und wurde abermals fündig!
Von ebenjener Logos Bibelsoftware, die so umfangreich und teuer ist, gibt's auch eine überhaupt nicht mickrige Umsonst-Edition. Und die kann alles, was ich will. Es stehen zwar statt 20 nur 2 Übersetzungen zur Verfügung und die sind auf Englisch. Auch sind keine 100-bändigen Kommentare dabei. Doch wenn ich jetzt die Bedeutung eines Bibelwortes im Urtext nachschauen will, dann muss ich mich nicht mehr schwerfällig zum Regal bemühen, sondern kann mit der Maus rechtsklicken und dann taucht das griechische Lemma auf.
Super.
Wenn sich das mal anschauen will: Hier ist der Link.

"Sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte." (Apostelgeschichte 17, 11).

Freitag, 13. April 2018

Warum stehen bibeltreue Amis hinter Trump?

"Das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache."
1 Korinther 1, 27.

„Pastor, Trump ist ein Schwein, ein xxx und ein xxx. Er macht mit einer Pornodarstellerin und einem Playboy-Bunny rum und zahlt denen Schweigegeld. Furchtbar. Warum stehen trotzdem so viele bibeltreue Christen in Amerika hinter ihm? Spinnen die?“

Trump ist kein Heiliger.
Aber die Alternative ist schlimmer.
Deswegen.

In seinem Wahlkampf 2016 hat Trump versprochen, sich für religiöse Freiheit und das ungeborene Leben einzusetzen. Außerdem wollte er verfassungstreue Richter ernennen, die nicht als Aktivisten Rechte erfinden, für die es im Kongress und in der Gesellschaft keine Mehrheit gibt. (Aktivistische Richter im ersten Senat des deutschen Verfassungsgerichts haben letztes Jahr beispielsweise mit 7 zu 1 Stimmen ein drittes Geschlecht erfunden. Am Bundestag vorbei, wissend, dass es dort für sowas keine Mehrheit gibt).
Trump hat seine diesbezüglichen Versprechen gehalten. Das ist vielen Christen wichtiger als das, was der Mann vor 10 Jahren mit irgendwelchen Schauspielerinnen getrieben hat. Die Abtreibungslobby NARAL zum Beispiel jammert, Trump sei, was den Widerstand gegen Kindstötungen im Mutterleib angeht, der „schlimmste Präsident, der uns je untergekommen ist.“ Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, was für ein Hallodri Trump lange Zeit war.
Außerdem hat er bereits bis heute Dutzende berechenbare, verfassungstreue junge Richter eingesetzt, die das amerikanische Rechtssystem auf Jahrzehnte hinaus prägen werden. Das ist ein Glücksfall.

Und er setzt sich für die Religionsfreiheit ein, die unter Obama stark gelitten hat, was hierzulande nie zur Sprache kam, weil es in den Redaktionsstuben niemanden interessierte.
Obama wollte Kirchen und Universitäten ihren Gemeinnützigkeitsstatus aberkennen, sollten sie sich gegen die gleichgeschlechtliche „Ehe“ aussprechen. Die Nonnen der Little Sisters of the Poor sollten über ihre Krankenversicherung dazu gezwungen werden, Abtreibungen und Verhütungsmittel zu finanzieren. Ärzte und Krankenschwestern sollten dazu gezwungen werden, auch gegen ihr Gewissen Abtreibungen vorzunehmen.
Hillary Clinton hat versprochen, solcherlei Angriffe noch zu eskalieren. Bereits 2015 forderte sie, dass religiöse Überzeugungen sich ändern müssten, wenn sie ihrer Agenda im Wege stünden. Noch nie hat ein amerikanischer Mainstream-Präsidentschaftskandidat die Religionsfreiheit unverhohlener bedroht als Clinton.
Trump hingegen hat im Gesundheitsministerium eine Behörde namens Conscience and Religious Freedom Division geschaffen, welche u.a. die Bürgerrechte von Ärzten und Schwestern schützt, die sich weigern, an Abtreibungen mitzuwirken.
Trump hat in seinem ersten Jahr vermutlich mehr für das ungeborene Leben und die religiöse Freiheit getan als jeder andere moderne Präsident. Das wiegt schon was.

"Der HERR ist ein Gott des Wissens, und von ihm werden die Taten gewogen." (1 Samuel 2, 3).

Dienstag, 10. April 2018

Geduld

"Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben."
Jakobus 5, 10.

In den Universitäten des Mittelalters und der frühen Neuzeit lehrte man nicht unbedingt die Bibel, sondern vor allem Aristoteles. Der war sicher einer der größten Denker aller Zeiten. Doch in manchen Dingen lag er phänomenal daneben. So war sein wichtigster Satz über die Gravitation schlicht falsch. Er behauptete nämlich, dass zwei Gegenstände aus dem gleichen Material unterschiedlich schnell zu Boden fallen würden, der schwere schneller als der leichte.
Der selber geniale Galileo Galilei, Professor an der Universität von Pisa, zweifelte öffentlich an Aristoteles. Er behauptete: Zwei unterschiedlich große Gegenstände aus dem gleichen Material fallen mit gleicher Geschwindigkeit und kommen gleichzeitig am Boden an.
Natürlich waren alle entrüstet, wie sich das gehört.
Doch Galileo stieg den berühmten schiefen Turm hinauf und ließ zwei Gegenstände fallen, und alle konnten sehen, wie sie gleichzeitig unten ankamen.
Er hatte also recht und Aristoteles unrecht.
Und was machten die Herren Professoren?
Sagten sie: „Also gut, Galileo. Du hast recht. Wir haben jahrhundertelang Quatsch gelehrt. Wir ändern das jetzt sofort und übernehmen deine Sichtweise, denn sie ist ja die Wahrheit. Entschuldige, dass wir dich angegriffen haben. So sorry.“?
Sagten sie das?
Nein.
Sie lehrten einfach weiter Aristoteles.
Der solchermaßen ignorierte Galileo hatte später noch viele Probleme mit den herrschenden Meinungen der Mächtigen. Er erlitt so manches Unrecht. Doch die Wahrheit war trotzdem auf seiner Seite. Sie setzte sich auch durch. Es dauerte halt nur eine ziemlich lange Weile.
Zum Schluss aber gewinnt die Wahrheit immer. Kein Mensch glaubt heute mehr an Aristoteles.

"Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." (Johannes 8, 32).

"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." (Johannes 14, 6).

Sonntag, 8. April 2018

"Seitenstechen" oder "Bibelleser wissen mehr"

"Bedenke, was ich sage! Denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen."
2 Timotheus 2, 7.

Ein kleiner Bub hatte im Kindergottesdienst gehört, dass Gott aus Adam eine Rippe entnommen hat, um daraus Eva zu machen. Der Kleine rannte atemlos zu seinen Eltern. Dort angekommen, hatte er Seitenstechen und sagte, „Ich glaube, ich bekomme eine Frau.“

Der Junge hatte zwar über das Wort Gottes nachgedacht, war aber nicht ganz bei der korrekten Schlussfolgerung gelandet. Der Kurze hat zu kurz gedacht.
Doch Gott hat uns verheißen, uns in allen Dingen Verständnis zu geben, wenn wir das Wort Gottes bedenken.
Dazu müssen wir es natürlich lesen.
Ich habe festgestellt, dass es förderlich ist, nicht nur hier und da ein paar Verse oder ein Kapitel zu lesen, sondern sich hinzusetzen und nach und nach ein ganzes Buch aus der Bibel durchzuziehen. Etwas passiert, wenn man sich mal auf eines konzentriert: Man beginnt zu verstehen, um was es dem Geist Gottes geht.

"Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen." (Johannes 16, 13).

Donnerstag, 5. April 2018

RIP: Edith B.

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16.

In diesen Tagen ist Edith B. gestorben. Sie wurde 85 und war seit Gründung der Gemeinde 1992 mit dabei, bis es aus Altersgründen nicht mehr ging. Viele kennen sie noch gut. Nun können wir ihr das letzte Geleit geben.
Der Aussegnungsgottesdienst findet am Montag um 11 Uhr auf dem Schweinfurter Hauptfriedhof statt.

"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Johannes 11, 25).

Sonntag, 1. April 2018

Frohe Ostern

"Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden."
Lukas 24, 5-6.

Das Grab ist leer.
Jesus ist auferstanden, nachdem er zu vor für die Sünden der Menschheit und viele andere ihrer Probleme gelitten hat.
Momentan ist er Erlöser, nicht Richter. Das kommt später.
Heute ist der Tag des Heils. Heute lädt er jeden ein, sich von Gott beschenken zu lassen.
Ich habe das heute morgen im Gottesdienst ein wenig ausgeführt und jetzt ist die Botschaft auf Youtube. Einfach bei OnlineKirche nach dem neuesten Video schauen oder HIER klicken.

Frohe Ostern.

Freitag, 30. März 2018

Karfreitag

"Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun."
Lukas 23, 34.

Viele Menschen wissen nicht, dass sie verloren sind. Wenn man es ihnen sagt, schauen sie einen an wie des Menschen bester Freund einen neuen Napf.
Sie haben ja auch keine Vergleichsmöglichkeit. Sie wissen es nicht besser. Sie wissen nicht, wie es ist, gerettet zu sein.
Manche leben aber auch mit einem diffusen inneren Unwohlsein, einem permanenten schlechten Gewissen, das sie nicht abschütteln können, so sehr sie auch versuchen, es zu ertränken, zu ignorieren, wegzurationalisieren oder zu entschuldigen.
Sie wissen, dass sie sich vielfach schuldig gemacht haben. Sie wissen aber auch, dass sie die Uhr nicht zurückdrehen können. Sie fühlen sich verloren.
Für diese Leute gibt es eine gute Nachricht: Gott vergibt Sündern.
Sie sind der Grund für den Gang Christi ans Kreuz. Er ging dort nicht hin, um gute Menschen besser zu machen, sondern um Verlorene zu Kindern Gottes zu machen. Er nahm ihre Schuld auf sich und litt für sie, damit sie nicht länger leiden müssen.
Nur eines ist nötig: Sie müssen Jesus um Vergebung bitten und ihm dann nachfolgen. Dann sind sie gerettet. Aus Gnade und ohne groß etwas dafür getan zu haben.

"Wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst." (Offenbarung 22, 17).

„Wie finanziert ihr euch?“

"Und es geschah danach, daß er nacheinander Städte und Dörfer durchzog, indem er predigte und die gute Botschaft vom Reich Gottes verkündigte, und die Zwölf mit ihm und ... viele andere, die ihnen mit ihrer Habe dienten."
Lukas 8, 1+3.

„Pastor, ich hab mal ne Frage. Das Love Schweinfurt-Event wurde doch von einer Stiftung finanziert. Wie ist das eigentlich, finanziert diese Stiftung auch die Gemeinde? Oder wo bekommt ihr euer Geld her?“

Nicht von der Stiftung und auch nicht vom Staat.
Das Christliche Glaubenszentrum finanziert sich ausschließlich durch Zuwendungen von Privatleuten, selten Firmen, die auf die ein oder andere Weise etwas von uns haben. Damit meine ich, dass sie entweder Gemeindemitglieder vor Ort sind oder uns im Internet begleiten.
Alle Geber geben freiwillig.
Wir haben keine Mitgliedschaft und ziehen keine Mitgliedsbeiträge ein.
Das Geld geht auch nicht an mich persönlich. (Schön wär's). Ich setze noch nicht einmal mein Gehalt fest. Vielmehr gehen die Zuwendungen an den Delta Christliche Dienste e.V., den Trägerverein des Christlichen Glaubenszentrums. Das ist die Gemeinde, deren Pastor ich bin. Von dem Geld unterhalten wir die Gemeinde und finanzieren die Mission. Wir sind als gemeinnützig anerkannt und verschicken am Ende des Jahres Spendenquittungen an Geber, die uns ihre Adresse mitgeteilt haben.
An dieser Stelle ein herzliches Danke an alle Geber. Ihr macht möglich, was wir tun. Gemeinsam bauen wir Gottes Reich. Euch gilt die Verheißung: "Gebt, und es wird euch gegeben werden." (Lukas 6, 38). Und Philipper 4, 19: "Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus."

Ganz ehrlich: Ich glaube nicht an Kirchensteuern. Entweder die Leute vor Ort finanzieren ihre Kirche. Die ist dann lebendig, denn niemand investiert in etwas Totes, an das er nicht glaubt. Oder sie tun es nicht. Dann gibt's halt keine Kirche und die Leute leben in selbstgewählter Ahnungslosigkeit, was Gott angeht. So einfach ist das.

Der legendäre Glaubensmann Lester Sumrall, der mittlerweile schon lange beim Herrn ist, war in den neunziger Jahren trotz seines hohen Alters zweimal Gast im CGZ. Dr. Sumrall war ein überaus erfolgreicher Weltmissionar, bevor er in den sechziger Jahren nach Amerika zurückging und dort einen der ersten christlichen Fernsehdienste aufzog—ich meine ein Netzwerk von Sendern. Er war für sein direktes Wesen und seine klaren Worte bekannt. Er fragte einmal, „Junger Mann, sind deine Leute Geber? Geben sie ihren Zehnten?“
Ich sagte, „Ja, Dr. Sumrall. Das sind gute Leute hier.“
„Gut,“ sagte er. „Wenn sie nämlich keine Geber sind, dann vergiss es. Geh woanders hin. Gott kann geizige Leute nicht segnen.“
Ich versicherte ihm, dass ich es genauso machen würde. Jedoch, in den letzten 25 Jahren hatte ich keinen Grund dazu.

Alles klar?

Sonntag, 25. März 2018

Full House

"Die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes."
2 Chronik 5, 14.

Zum Glück kamen nicht noch mehr.

Wir hatten bei Love Schweinfurt gestern in der Stadthalle einen wunderbaren Abend.
Er hat, ehrlich gesagt, meine Erwartungen übertroffen.
Die Tickets haben nicht gereicht. Ohne Ticket konnten wir niemanden in den Saal oder auf die Empore lassen, (Auflage der Stadt), sodass sich noch Dutzende Spätankömmlinge im Foyer stauten.
Gehört haben sie alle was.
Das Publikum war gemischt, wenn auch die Christen wahrscheinlich überwogen. Ich habe 80-jährige getroffen und Babys, und alle Altersgruppen dazwischen, wobei die junge Leute klar überwogen. (Und für die haben wirs letztendlich ja auch gemacht).
50 Mitarbeiter waren in den verschiedensten Diensten aktiv. (Aufbauhelfer, Ordner, Security, Garderobe, Koch-Putz-Spül-Team, usw.). Sie haben alle miteinander eine großartige Arbeit geleistet. Und die weltlichen Mitarbeiter, die wir für die Technik angeheuert haben, haben den positiven Unterschied zu anderen Veranstaltungen gemerkt.
Dank auch an die Biblische Gemeinde Schweinfurt und das hiesige Gebetshaus für ihr Engagement. Ihr wart super.
Und noch einmal ausdrücklichen Dank an R.W. und die God loves You Foundation aus Würzburg, die das Event finanziert haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass einen eine Stiftung mit soviel Vorschussvertrauen (und Euros) ehrt, wie die GLYF das mit uns getan hat. Doch euer Vertrauen hat sich gelohnt. Gott hat L-SW gesegnet.
Insgesamt waren in der Spitze etwa 650 Personen auf dem Gelände anwesend. Das ist ziemlich gut. (Hey, wir sind die fränkische Provinz! Hier ist nicht Los Angeles). (Und natürlich war nie mehr als die amtlich erlaubte Personenzahl in der Halle, sag ich jetzt mal).

Die Könige und Priester haben wunderbare Vibrations vom Himmel geholt.
Steve Zschunke hat in seiner Message mit großer Klarheit die Liebe Gottes verdeutlicht.
Menschen haben sich zur Nachfolge Christi entschieden. Sie laden wir ein, mal bei einer der auf den Gästekarten, die sie bekommen haben, vermerkten Gemeinden vorbeizuschauen. Denn als Christ ist man keine Insel, sondern ein Glied am Leib Christi (und damit unersetzbar, denn kein Leib hat überflüssige Glieder).
Hinterher haben sich noch hunderte von Gesprächen ergeben.
Einen Livestream hat es nicht gegeben. Wir haben die Veranstaltung nicht großflächig aufgenommen. (Bei historischen Ereignissen muss man einfach live dabeisein).

"In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir." (Lukas 10, 21).
Schön war's.

Hier noch ein paar Impressionen:

Das ist eines unserer großen Plakate. Insgesamt waren 14 über die Stadt verteilt.
(Gemietet hatten wir für die Zeit vom 9. bis 19.3. Doch viele Wände hatten keine Nachmieter, so daß unsere Plakate auch noch die darauffolgenden 10 Tage hingen, (ohne extra zu kosten).
 

Der Countdown läuft. Noch 4 Minuten und 35 Sekunden bis das Event beginnt.
Die Halle ist schon voll.



Johanna und Markus B. moderieren den Anfang.


Die Band hat gerade losgelegt.


Steve Zschunke spricht vor vollbesetztem Haus zum Thema "Was ist Liebe".

Freitag, 23. März 2018

Samstag ist es soweit: "Love Schweinfurt" steigt!

"Er sprach aber zu ihnen: Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte!
Lukas 10, 2

Morgen ist also endlich der große Tag: Unser Könige und Priester-Konzert in der Stadthalle findet statt! Um 19:00 Uhr! Erst spielt die Band für 1 Stunde. Dann wird Steve Zschunke kurz und knackig das Wort bringen. Dann gehts wieder mit Musik weiter.
Und hinterher gibt's was zu futtern.

Noch mal an alle unsere geschätzten Mitarbeiter:
Wir treffen uns ALLE um punkt 17:00 Uhr zwecks Einweisung. Jeder Mitarbeiter bekommt dann auch ein Namensschild zum umhängen.
Die Stadt hat uns einige Auflagen gemacht, über die wir noch sprechen müssen.
Auch wenn der Eintritt für das Event frei ist, verteilen wir trotzdem Eintrittskarten, da die Besucherzahl amtlicherseits nach oben begrenzt wurde. Sind die Karten alle, kommt keiner mehr rein, (damit uns die Feuerwache nicht die Bude zumacht). Die Ordner kontrollieren am Eingang zum Saal und zu Empore, ob die Besucher auch Karteninhaber sind: No ticket, no fun.

Liebe Security-Mitarbeiter: Bitte denkt daran, Taschenlampen mitzubringen.

Lasst uns morgen alle miteinander einen richtig guten, freundlichen, jesusmäßigen Eindruck machen, sodass die Besucher einen schönen Abend erleben.

Bis morgen dann!

"Und es war große Freude in jener Stadt." (Apostelgeschichte 8, 8).

Donnerstag, 22. März 2018

Die Bibel und der Kohleneimer

"Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen."
Markus 4, 2.

Meine Frau kam gerade aus Amerika zurück und hat mir zu meiner Erbauung (und Erheiterung) aus Amish Country eine Zeitung, die dort alle zwei Wochen erscheint, mitgebracht. Die Amischen sind deutschstämmige Siedler, die heute noch leben wie vor 200 Jahren. Es gibt sie vor allem in den Staaten Pennsylvania und Ohio. Sie kamen einst vor allem aus der Schweiz und der Pfalz, um hier ihren christlichen Glauben ungestört leben zu können. Sie haben Nachnamen wie Kurtz, Coblentz oder Schwarzentruber und leben in Städten, die Fryburg, Fredericksburg oder Millersburg heißen. Viele reden sogar noch deutsch.
Die meisten weißen Amerikaner sind übrigens deutscher Abstammung. 23 % von ihnen. Bis heute. Die Amis sind mehr mit uns verwandt als mit jedem anderen Volk.
In dieser Zeitung, (die es so in Deutschland nicht gibt, ich kann also keinen Vergleich anführen), stehen viele besinnliche Geschichten, Nachrichten, alberne Unterhaltung und so manche Werbung, die hierzulande die ein oder andere Behörde auf den Plan rufen würde. (Die Quacksalberei feiert fröhliche Urständ).

In dieser Zeitung also wird eine Geschichte aus den Bergen von Ost-Kentucky kolportiert.
Dort lebte einst ein Großvater mit seinem jungen Enkelsohn. Der Junge sah seinen Opa jeden Morgen die Bibel lesen. Da der Bub in jeder Hinsicht sein wollte wie der Alte, steckte auch er seine Nase in das dicke Buch.
Eines Tages fragte der Junge, „Opa, ich versuche die Bibel zu lesen, so wie du, aber ich versteh sie nicht. Was ich verstehe, das vergesse ich gleich wieder. Was nützt es, die Bibel zu lesen?“
Der Großvater, der gerade Kohle nach gelegt hatte, sagte, „Nimm diesen Kohleneimer und geh zum Fluss und hol einen Eimer Wasser.“
Der Bub tat wie geheißen. Doch bevor er wieder beim Haus ankam, war das Wasser durch die Löcher im Kohleneimer ausgelaufen, und zwar völlig.
Der Großvater lachte und sagte, „Das nächste Mal musst du schneller laufen.“
Der Bub ging noch einmal und beeilte sich sehr. Doch der Eimer war wieder leer.
„Probier's noch einmal!“
Der Junge flitzte diesmal so schnell wie er konnte, das Wasser hatte sich jedoch trotzdem wieder verflüchtigt.
„Opa, das geht nicht,“ sagte der Knabe atemlos. „Das ist nutzlos, was ich da mache.“
„So so, du denkst das bringt nichts.“ Der Alte kraulte sich den Rauschebart. „Schau mal den Eimer an.“
Der Bub tat wie geheißen und da fiel ihm auf, dass der vormals kohlenschwarze Eimer nun blitzte und blinkte. Er war sauber geworden.
„Siehst du, mein Großer, dasselbe passiert wenn du die Bibel liest. Du verstehst sie vielleicht nicht gleich und erinnerst dich nicht an alles. Doch wenn du sie liest, dann verändert sie dich von innen heraus. Langsam aber sicher wirst du ein wenig mehr wie Jesus. Und so wie er willst du werden.“

Die Geschichte hat den intellektuellen Tiefgang des ländlichen Amerika und atmet dessen Glauben. Corny, könnte man sagen. Aber die Grundaussage stimmt: Das Wort Gottes verändert uns von innen heraus. Wenn wir uns drauf einlassen.

"Ohne Gleichnis aber redete er nicht zu ihnen." (Markus 4, 34).

Mittwoch, 21. März 2018

Event in der Stadthalle: Love Schweinfurt

"Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern!"
Matthäus 10, 27.

Unter dem Motto „Was ist Liebe? God is Love & Love is Real“ findet am 24. März um 19:00 Uhr ein Event namens „Love Schweinfurt“ in der Stadthalle statt. Es handelt sich um eine Initiative christlicher Gemeinden aus Schweinfurt.
Der Eintritt ist frei.
Gert Hoinle vom evangelisch-freikirchlichen Christlichen Glaubenszentrum ist es gelungen, für das Event eine der populärsten christlichen Pop-Rock-Bands Deutschlands, die „Könige & Priester“ aus Köln, zu gewinnen. Die bekannteste Musikerin der Band ist wohl Florence Joy, die mit achtzehn „Star Search 2“ auf Sat.1 gewann. Ihr Mann, Thomas Enns, belegte 2007 bei „Deutschland sucht den Superstar“ den sechsten Platz. Momentan tourt die Band, die auch immer wieder in Stadien spielt, durch Deutschland und macht in Schweinfurt Station.
Die Band ist laut.
Es empfiehlt sich, Ohrstöpsel mitzubringen.
Die Live-Message des Abends, eine kurze Ansprache, wird Steve Zschunke von der „Fearless Church“ aus Böblingen-Sindelfingen vortragen. Zschunke spricht regelmäßig vor Hunderten.
Nach dem voraussichtlichen Ende des Konzerts um 21:00 Uhr gibt es Fingerfood und alkoholfreie Getränke. Hierum kümmert sich das Catering-Team der Stadthalle.
Das Event hat auch eine eigene Website namens „www.Love-Schweinfurt.Info“, auf der weitere Informationen zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist, wie gesagt, frei.

Freitag, 16. März 2018

Bibelkommentar: Band 5, Isaak und Rebekka

"Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der HERR."
1 Mose 26, 12.

Habe gerade Band 5 meines Volksbibelkommentars auf Amazon veröffentlicht. Darin geht es um Isaak und Rebekka. Die beiden haben uns nämlich viel zu sagen.

Wie blickt ein Mensch auf die Welt, dessen alte Eltern von Gott wieder junggemacht wurden, explizit zu dem Zweck, ihn in die Welt zu setzen? Er weiß, daß er ein Wunder ist. Gott hat ihm sogar seinen Namen gegeben--Monate bevor er überhaupt gezeugt war!
Isaak wußte sich von Gott angenommen und geliebt, privilegiert und versorgt. Wenn man ihm etwas wegnahm, nahm er das hin und zog weiter. Und erlebte, daß Gott für ihn kämpfte. Er siegte durch Nachgeben.

Rebekka war da anders. Sie versuchte schon mal, Gott beim Erfüllen seiner Verheißungen unter die Arme zu greifen. Sie versuchte, ihr Glück zu erzwingen, und fiel dabei auf die Nase.

Gibt noch viel zu sagen. Aber man kann ja bald selber lesen, wenn man will.

"Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." (Matthäus 5, 5).

Dienstag, 13. März 2018

Was man so hört und sieht

"An Bächen wohnen die Vögel des Himmels, aus dichtem Laub lassen sie ihre Stimme erschallen."
Psalm 104, 12.

Dieser Tage war es soweit: Der zaghafte Amselschlag und das Piepen der Meisen auf meiner Terrasse ging auf in einem allgemeinen Großgezwitscher. Die Vögel sind wieder da. Zumindest manche, die besonders vorlaut sind. Sie tollen bereits miteinander herum und nachdem sie dann getollt haben, sammeln sie Zweiglein und Stroh und verschwinden damit im Gebüsch. Nester entstehen und die Brutsaison beginnt.
Ich warte eigentlich täglich auf die Bachstelzen, die sich um diese Zeit für gewöhnlich einfinden. Sie machen dann Schaulaufen auf dem First des Daches des Hauses nebenan.
Es gibt wieder was zu hören, wenn man das Fenster kippt.

Zu sehen gibt's zur Zeit auch was. Nicht im Gebüsch, sondern in der Stadt: Unsere Love Schweinfurt-Plakate! Plakatwände! Ich bin gestern aus Spaß an der Freude nach einem Leitertreffen durch die Stadt gefahren und habe sie bewundert, (aber nicht alle, denn es sind ziemlich viele und weiß auch gar nicht wo die alle stehen). Sie stehen jedenfalls an strategischen Stellen, die viel beachtet werden. Demnächst machen auch die Radiosender der Region auf das Event aufmerksam und die Nahverkehrsbusse werden mit 150 gut sichtbaren A1-Plakaten herumfahren.
Vom Fenster des Hauses, in dem das Leitertreffen stattfand, konnte man eine der Plakatwände an einer Kreuzung bewundern.
Sah gut aus.

Was wir an Mitarbeitern am 24. März grundsätzlich brauchen, sind "Mädchen für alles". Wenn du noch nicht verbindlich eingeteilt bist, sei bereit, dort zu helfen, wo du gebraucht wirst, egal ob das im Spülteam oder bei den Ordnern oder an anderer Stelle ist. Vielleicht habe ich irgendwelche Aufgabenbereiche übersehen, die sich dann während des Events unversehens auftun. Dann wäre es gut, jemanden zu haben, der in die Bresche springt.
Wir werden aber möglicherweise sogar zuviele Mitarbeiter haben. (Hoffe ich). Falls du nicht mitarbeiten musst: Genieß das Konzert.

Wenn du mitmachen willst: Die Mitarbeiter treffen sich zwecks Einweisung und Einteilung am Sonntag nach dem Gottesdienst. Wer aus einer anderen Gemeinde zu uns stößt: Wir versuchen, um spätestens 12:30 Uhr zu beginnen und um 13:00 Uhr alle Fragen beantwortet zu haben.

Am 24.3. gibt's dann was zu hören und zu sehen.

"Und David befahl den Obersten der Leviten, ihre Brüder, die Sänger, zu bestellen, mit Musikinstrumenten, Harfen und Zithern und Zimbeln, damit sie laut musizierten, indem sie die Stimme erhoben mit Freude." (1 Chronik 15, 16).

Sonntag, 11. März 2018

Führt Gott in Versuchung?

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt."
1 Korinther 10, 13.

Diese Schriftstelle kam heute Morgen in der Predigt vor, wo ich versucht habe sie im 2. Korintherbrief zu lesen, wo sie natürlich nicht steht.
Außerdem habe ich behauptet, der Psalmist sei in Psalm 79 befangen vor dem Alter. (Ist ja nichts für Weicheier). Dabei ist er das in Psalm 71, 9 + 18.
Was ist los mit mir?
Fehlt mir meine Frau? (Sie ist ja zur Zeit auf Reisen).
Gut, dass sie demnächst wieder kommt.
Egal.
Zurück zum obigen Vers: Paulus sagt, Gott schafft mit der Versuchung auch den Ausgang, sodass wir sie ertragen können. Kein gemütlicher Vers, zugegeben. Er gibt aber Hoffnung.
Ein Beispiel:
In Matthäus 4, 1 heißt es, „Dann wurde Jesus von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden.“ Der Geist ist der Heilige Geist. Der führte Jesus in die Wüste hinauf, explizit zu dem Zweck, dort geprüft zu werden. (Peirazomai bedeutet beides, versuchen und prüfen).
Jesus war dem Versucher jedoch nicht schutzlos ausgeliefert. Erstens kannte er das Wort Gottes sehr gut, sodass er auch den Willen Gottes genau kannte, sodass er sich auch nicht verstolperte, als der Versucher plötzlich begann, die Bibel zu zitieren. (Der kennt sie nämlich auch und kann Bibelstellen prima fehldeuten). Zweitens war er randvoll mit dem Heiligen Geist und damit nicht wirklich ansprechbar durch die niederen Triebe. Diese Versuchungen haben Jesus nicht mit voller Wucht getroffen. Er konnte sie gekonnt auskontern.
Der Vater hatte ihm mit der Versuchung auch den Ausgang geschaffen.
Denn Gott ist nicht an unserem Untergang interessiert, sondern an unserer Reife.
Hier noch ein Blick auf das Resultat dieser Prüfung:
"Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm." (Matthäus 4, 11).
Nicht schlecht.
Vielleicht dachte Jakobus an diese Begebenheit, als er schrieb:

"Widersteht aber dem Teufel und er wird von euch fliehen. Naht euch Gott und er wird sich euch nahen." (Jakobus 4, 7-8).

Wir haben übrigens jetzt auch einen Sanitätsdienst für unsere Love Schweinfurt-Evangelisation, (auch wenn ich nicht glaube, dass da jemand aus den Pantinen kippt). Dr. H und Dr. B werden sich jedenfalls ihre Notarztjacken anziehen und diesen noblen Dienst übernehmen.
Sie sind Gitarrist und Bassist in einer unserer CGZ-Lobpreisbands, (wobei die natürlich alle immer wieder in bunt zusammengewürfelter Besetzung miteinander spielen).
In 2 Wochen ist es schon soweit, dann steigt www.Love-Schweinfurt.info.
Juhu.

Mittwoch, 7. März 2018

Faire Warenrücksendung

"Alle suchen das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist."
Philipper 2, 21

„Hallo Pastor. Manche Geschäfte erlauben einem, Sachen zu bestellen, die man innerhalb von 30 Tagen wieder zurückschicken kann. Angenommen, ich brauche ein teures Gerät, um damit mal kurz was zu machen. Kann ich mir das schicken lassen, benutzen und dann wieder zurückschicken?“

Illegal ist es nicht.
Aber schlechter Stil.
Ganz schlechter Stil.
Denn die Firma schickt dir das teure Teil im guten Glauben, dass du es kaufen möchtest. Sie geht ein Risiko ein und vertraut darauf, dass du ein Ehrenmann bist—oder eine Ehrenperson. Sie vertraut darauf, dass du deine Egoismen im Griff hast. Sie weiß nicht, dass du ihren guten Glauben eiskalt ausnutzt und sie zu übervorteilen gedenkst.
Wenn das jeder macht, was du vorhast, werden Firmen ihre teuren Geräte bald nicht mehr jedem schicken. Außerdem werden die Dinger durch solches Verhalten teurer. Denn die Firma merkt natürlich, dass du den Gegenstand 30 Tage lang benutzt hast. Sie muss ihn nun umständlich wiederaufbereiten, sodass er wieder neu wirkt. Diese Kosten tragen all die unschuldigen, gutgläubigen Kunden, die sich zu solchen Schweinereien nicht hinreißen lassen.
Illegal ist es nicht.
Aber schlechter Stil.
Jesus würde sowas nicht machen.

"Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen. Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war."
Philipper 2, 4.

Montag, 5. März 2018

Der Esel auf dem Eis

"Und ich wandte mich und sah all die Unterdrückungen, die unter der Sonne geschehen. Und siehe: Tränen der Unterdrückten, und sie hatten keinen Tröster. Und von der Hand ihrer Unterdrücker ging Gewalttat aus, und sie hatten keinen Tröster."
Prediger 4, 1

Man sagt, wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis.
Zu deutsch: Wer keine Probleme hat, der macht sich in seiner Torheit welche.

Vor 15, 20 Jahren hatte unser geliebtes Schweinfurt den Ruf, die Stadt in Bayern mit der höchsten Kriminalitäts- und Arbeitslosenrate zu sein. (Habe ich damals der Presse entnommen). Mittlerweile ist das anders, denn die Region hat sich gewaltig gemausert. Die Problemstadt wurde zur Boomtown. Man hat seine Schwierigkeiten also gemeistert.
Und die Polizei ist auf Zack.
Denn nun wurden am Schweinfurter Bahnhof zwei Männer verhaftet, ein Libyer und ein Syrer. Wegen Mordversuchs. Der eine hatte seiner schwangeren 17-jährigen "Ehefrau nach Moslem-Ritus" ein Messer in die Brust gestochen. Das Mädchen ist die Schwester des anderen. Der fand die Tat seines "Schwagers" so gut, dass er sich dabei filmte, wie er sie guthieß, wobei das verletzte Mädchen im Hintergrund lag und stöhnte.
Furchtbar.
Wie gesagt, wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche. Wenn man keine Kriminellen mehr hat, holt man sich welche ins Land. Nach Möglichkeit solche ohne Pass, die man nicht mehr los wird. Und solche ohne Qualifikationen, damit die Arbeitslosenquote nicht zurückgeht.
Eine Torheit sondersgleichen.
(Und das ist keine Kritik an Schweinfurt, bitteschön, sondern an bestimmten Unverbesserlichen in Berlin).
Ich fordere, ab sofort niemanden mehr ohne Pass ins Land zu lassen. Der Esel steckt nämlich schon bis zu den Knien im Eis. Und die Temperaturen steigen...

"Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen und ich werde euch Ruhe geben!
Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht." (Matthäus 11, 28-30).

Donnerstag, 1. März 2018

War's ein UFO?

"Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast..."
Psalm 8, 4.

Ich hab's zunächst nur meiner Frau erzählt: Als ich letzten Sonntag am Morgen vor meinem Fenster stand, tauchte plötzlich linkerhand am Himmel ein Punkt auf, der so hell leuchtete wie ein Schweißerfunke, nur grüner. Er flog mit rasender Geschwindigkeit nach rechts.
Ich dachte mir: Wow. Ich sehe gerade ein UFO. So ist es also, wenn man ein UFO sieht. So tief unten. Kaum zu glauben. Total unwahrscheinlich. Super, dass ich das erlebe. Das gibt's nur einmal, das kommt nie wieder. Das ist zu schön, um wahr zu sein.
Es war aber wahr.
Dann hörte der Funke abrupt auf zu glühen. Es war, als ob jemand ihn abgeschaltet hätte. Das Spektakel hatte nicht länger als 2 Sekunden gedauert. Schade, dachte ich mir.
Natürlich ist mir bewusst, dass das kein UFO war. Was wollen Aliens bei mir in der Provinz? Die Hauptstadt mit ihren Movern und Shakern wäre für die viel interessanter. (Dabei kommt mir ein Verdacht…)
Allerhöchstwahrscheinlich war es ein Meteorit, der vor meinen Augen spektakulär verglühte.
Noch wahrscheinlicher ist, dass es ein Stück Weltraumschrott war.
Der Teufel war's jedenfalls nicht. Den sah Jesus schon vor langer Zeit vom Himmel fallen. (Lukas 10, 18). Der verglühte ebenfalls, (aber nicht, weil er vom Himmel fiel, sondern wegen Jesus), und ist heute eigentlich machtlos. Dass sein Reich trotzdem hier und da zu florieren scheint, ist seinen hingegebenen menschlichen Mitarbeitern zu verdanken.
Doch auch Gott baut sein Reich mit seinen Leuten. Jedenfalls geht es dem größten Teil der Welt trotz aller Krisen momentan besser als je zuvor. Wir können die Bibel in unserer Sprache lesen und müssen keine Angst davor haben, wie einst Hus, Savonarola oder Tyndale auf dem Scheiterhaufen zu verglühen.
Ich wundere mich immer noch.
Ich stehe nämlich nicht ununterbrochen am Fenster und warte auf Himmelsphänomene. Wenige Sekunden vorher war ich noch wo ganz woanders. Und während draußen der Komet vorbeizischte, hätte ich lesen können, oder auf einen Monitor starren, oder aus einem anderen Fenster in einer anderen Wand schauen können.
Als ich am Fenster stand, hätte ich die Augen geschlossen haben können, weil ich mich konzentrierte, oder auf den Boden schauen können oder nach links oder rechts. Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung hätte ich alles verpassen müssen.
Stattdessen trat ich ans Fenster, sah das Glühen und dachte mir, Nanu, Nanu.
Ich war in den richtigen Sekunden am richtigen Ort, um das Schauspiel zu schauen.
Nun sitze ich hier vor meinem Computer und frage mich, was draußen wohl alles abgeht, während ich nicht hinschaue.
Am 24. März 2018 um 19:00 Uhr geht jedenfalls unser LoveSchweinfurt-Event ab. Dort dabeizusein kann man planen. Das ist nicht dem Zufall überlassen.

"In deiner Hand sind meine Zeiten." (Psalm 31, 16).

Dienstag, 27. Februar 2018

Danach ist davor

"Seine Priester will ich bekleiden mit Heil, seine Frommen sollen laut jubeln."
Psalm 132, 16.

Am Sonntag war Steve Zschunke bei uns, der Sprecher bei Love Schweinfurt, und wir haben ihn ein wenig kennengelernt.
Schön hat er gesprochen.
Doch nach der Message ist vor der Message. Denn in wenigen Wochen, am 24. März 2018, ist es schon wieder so weit und Steve is back. Da steigt unser Konzert-Event, mit den fantastischen (und lauten) Königen und Priestern und Steve in der Stadthalle. (Steve heißt übrigens wirklich Steve und nicht Stefan oder so. Er isch abr a Schwob ausm Ländle).
Die Zeit wird jetzt schnell vergehen.

Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt: Liebe Mitarbeiter...

Wir treffen uns alle eine Woche vorher am Sonntag, dem 18.3.2018, gleich nach dem Gottesdienst. Dort findet dann die allerletzte Zuteilung statt, und wer noch keine Aufgabe hat, bekommt eine.
(Wer meldet sich freiwillig zum Spülteam?)
Außerdem, ganz wichtig, findet durch ein Mitglied der PI Schweinfurt die Einweisung für die Security-Mitarbeiter statt.
Das ist Kunst und Wissenschaft.
Denn man darf nicht einfach so in fremden Taschen herumkramen, auch wenn diese viele interessante Dinge beinhalten. Unsere Freunde und Helfer wissen, wie es richtig geht, und wir lassen uns da was sagen. (Security: Bitte Taschenlampe mitbringen!)

Am 24. März selbst treffen sich die Mitarbeiter um 17:00 Uhr. (Die Aufbaumitarbeiter sind bitte schon ab 13:00 Uhr da). Dann machen wir eine kurze Begehung, dass jeder Ordner auch weiß, wo die Toiletten und alle Ausgänge sind.
Spätestens um 22:30 Uhr ist alles vorbei. Dann sperrt der Hausmeister hinter uns zu und die Stadthalle steht wieder still und stumm wie der See.

Nochmal 5000 Flugblätter, ein paar A1- und 200 A3-Plakate zum Mitnehmen und In-Geschäfte-hängen, sowie Nacharbeitskarten (für die Nacharbeiter) kommen diese Woche. Sie liegen spätestens nächsten Sonntag aus.

Wenn mir noch was einfällt, melde ich mich an dieser Stelle wieder.

"Denn Gottes Mitarbeiter sind wir; Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr." (1 Korinther 3, 9).

Samstag, 24. Februar 2018

Steve Zschunke im CGZ

"Es gibt aber Verschiedenheiten von Begabungen, aber es ist derselbe Geist, und es gibt Verschiedenheiten von Diensten, und es ist derselbe Herr. Und es gibt Verschiedenheiten von Wirkungen, aber es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt."
1 Korinther 12, 4-6.

Am Sonntag, dem 25. Februar 2018, um 10:30 Uhr, spricht Steve Zschunke im CGZ.
Steve hat die bekannte Bethel Bibelschule in Redding, Kalifornien, absolviert. Heute ist er Pastor und Evangelist im Schwäbischen und wird auch an unserem großen Love Schweinfurt-Event im März sprechen. (www.love-schweinfurt.info). Morgen ist er zum ersten Mal bei uns und ich bin schon ganz gespannt auf ihn und seine Message. Es ist immer gut, neue Leute kennenzulernen, die etwas zu sagen haben.

"Ihr aber seid Christi Leib und, einzeln genommen, Glieder." (1 Korinther 12, 28).

Freitag, 23. Februar 2018

Das Herz, der Käfer und die Schuld

"Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben. Wer sie aber bekennt und läßt, wird Erbarmen finden."
Sprüche 28, 13.

Professor Dr. Dr. John Hannah vom Dallas Theological Seminary hat einen interessanten Kommentar über das Verhärten von Herzen.
Bekanntlich sagte Gott zu Mose, dass er das Herz des Pharaos verhärten würde, (2 Mose 7, 3), was er nach der sechsten Plage auch tat. Vorher verhärtete der Pharao sein Herz ganz von allein.
Das lag in der ägyptischen Theologie begründet.
Die Ägypter haben nämlich geglaubt, dass das Herz einer Person nach ihrem Tod in der Halle des Gerichts gewogen wurde. Wenn ein solches Herz sündenschwer war, dann wurde es verurteilt. Deshalb legte man einen steinernen Skarabäus auf das Herz des Verstorbenen, um so dessen natürliche Tendenz zum Bekennen zu unterdrücken. Denn das Ausplaudern von Sünden würde ja zur Verurteilung führen. Das "Verhärten des Herzens" durch den Skarabäus sollte hingegen die Erlösung des Verstorbenen bewirken. Denn wenn man dem Verkläger keine Anklageschrift diktiert, kann er einen auch nicht verdammen.
Clever, nicht?
Gott stellt diese Denkungsart nun auf den Kopf. Er sagt: Nicht Schweigen ist Gold, sondern Reden. Bekenntnis führt zur Vergebung. Das Zudecken von Verbrechen hingegen führt nicht zum Erfolg.
Pharao lernte das auf die harte Tour.
Wir müssen es ihm nicht nachmachen.

"Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit." (1 Johannes 1, 8-9).

Donnerstag, 22. Februar 2018

Billy Graham: RIP

"Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn."
Matthäus 25, 21.

Dieser Tage ist der weltbekannte amerikanische Evangelist Billy Graham gestorben. Er wurde 99.
Billy Graham war für seine Schnörkellosigkeit bekannt was seinen Lebensstil und seine Verkündigung anbelangt. Extravaganz war sein Ding nicht. Er war vielmehr die Bodenständigkeit in Person. Zuverlässig, ein Fels in der Brandung.
Er predigte das einfache Evangelium: Die Welt ist verloren, du bist verloren. Du brauchst einen Erlöser, Jesus ist dieser Erlöser.
Dieses schlichte Wort vom Kreuz predigte Graham rund 70 Jahre lang und wich nicht davon ab.
Und der Erfolg gab ihm recht: Millionen hörten ihn, Millionen bekehrten sich. Er betete sogar mit nicht ganz unwichtigen Personen wie Dwight Eisenhower und George W. Bush und führte sie zum Herrn.

Billy Graham war treu.
Er war dem Herrn treu und er war der Botschaft treu.
"Übrigens sucht man hier an den Verwaltern, daß einer treu befunden werde." (1 Korinther 4, 2).
Es gab außerdem keinerlei Finanzskandale im Leben dieses Mannes. Auch hier hat er sich bewährt. "Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu gewesen seid, wer wird euch das Wahrhaftige anvertrauen? Und wenn ihr mit dem Fremden nicht treu gewesen seid, wer wird euch das Eure geben?" Ich denke, Mr. Graham wird mit seinem Erbteil, das er nun betreten hat, zufrieden sein.

Paulus schreibt an den Pastor der gigantischen Gemeinde in Ephesus, Timotheus: „Was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren.“ (2 Timotheus 2, 2).
Fähigkeiten kann man entwickeln, Talente trainieren. Treue hingegen nicht. Sie ist kein Talent, sondern eine Charaktereigenschaft.
Gott ist Treue erst mal wichtiger als Talent.
Treue ist nämlich gar nicht so leicht. Genau genommen ist sie eine ziemliche Zumutung. Denn sie verlangt, dass man in guten wie in schlechten Zeiten dranbleibt und nicht dorthin abwandert, wo es kurzfristig leichter ist.
Nur wer dem Herrn unbeirrt nachfolgt bis zum Schluss, überwindet.
Für Überwinder hat Jesus ausgezeichnete Verheißungen. Die beste ist diese hier:

"Wer überwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod." (Offenbarung 2, 11).
Der zweite Tod?
Es gibt einen zweiten Tod?
Ja. Vor ihm warnte Billy Graham zeitlebens.
"Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee." (Offenbarung 20, 14).

Treue mag kurzfristig wehtun. Langfristig zahlt sie sich aus.

Sonntag, 18. Februar 2018

factum

"Was ist Wahrheit?"
Johannes 18, 38.

Dieser Tage hat mir ein Herr Lachenmaier ein christliches Magazin zugeschickt. Ich las das Editorial, war beeindruckt und sah, dass es sich bei dem Herrn um den Redaktionsleiter des Magazins handelte.
Interessant, dachte ich mir.
Er hat natürlich bestimmt nicht nur mir eine Ausgabe seiner Zeitschrift geschickt. Das ist auch völlig egal. Mir hat sie jedenfalls wirklich gut gefallen, so gut, dass ich hier mal darauf hinweisen möchte. Unter www.factum-magazin.ch kann man sich selbst ein Bild machen.

"Ich bin die Wahrheit." (Johannes 14, 6).

Mittwoch, 14. Februar 2018

Love Schweinfurt: Der Film

"Frohlocken und deiner sich freuen sollen alle, die dich suchen! Stets sollen sagen: "Groß ist Gott!", die dein Heil lieben."
Psalm 70, 5.

Nun ist es also soweit: Unser Love Schweinfurt-Einladungsfilm ist fertig und ab sofort zu besichtigen.
Vielen Dank vor allem an David Stebani von der Biblischen Gemeinde Schweinfurt, der hier sein technisches Talent hat funkeln lassen.

Hier ist er, der Film:


Dienstag, 13. Februar 2018

Das Wunder der Mitarbeit

"Dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe."
2 Mose 31, 6.

Am 24 März findet ja unsere Evangelisation in der Stadthalle statt und es ist wunderbar zu sehen, wie der Herr Mitarbeiter erweckt und jeder dann seinen Teil beiträgt. Als Leiter kann man nur die Vision artikulieren. Menschen, Mittel und Möglichkeiten zu ihrer Erfüllung muss der Herr schenken. Denn ohne die tatkräftige Mithilfe von vielen, vielen freiwilligen Mitarbeitern ist man völlig aufgeschmissen. Doch wenn das Wort vom Herrn ausgegangen ist, (man also in seiner Mission unterwegs ist), dann unterstützt er einen auch und plötzlich werden ganz erstaunliche Dinge möglich.
Jochen und David Stebani zum Beispiel arbeiten gerade an einem kurzen Film, der das Event vorstellt, und das machen die richtig gut: Ich habe die bearbeitete Rohfassung gesehen. Als Schauspieler wirken Johanna und Markus Bloch mit. Die beiden werden das Event auch moderieren. Johanna schauspielert so überzeugend, als hätte sie schon immer Werbefilme gedreht, so richtig mit leuchtenden Augen und allem drum und dran. Markus ist auch ganz gut. ;)
Jemand von der Polizei wird in der Security mitarbeiten.
Roadies werden Kisten schleppen, Ordner werden ordnen, Betreuer betreuen, Techniker die Technik machen…
Eigentlich werde ich am Event-Abend überhaupt nicht gebraucht. Ich könnte theoretisch im Wald spazieren gehen und keiner würde merken, dass ich fehle. (Das mache ich natürlich nicht. Bin ich verrückt? Ich lass mir doch ein solches Event nicht entgehen!)
Sobald der Film fertig ist, stellen wir ihnen online und ich werde ihn hier erwähnen.

Für alle Mitarbeiter gilt:
"Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn." (Matthäus 25, 21).

Donnerstag, 8. Februar 2018

Die Nation und das Selbstbestimmungsrecht der Völker

"Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er die Menschenkinder voneinander schied, da legte er fest die Grenzen der Völker."
5 Mose 32, 8.

Weil man Nationalismus zur Zeit mit dem Aufstieg der faschistischen Diktatoren im 20. Jahrhundert assoziiert, hat das Wort einen schlechten Beigeschmack und wird gern mit Rassismus in Verbindung gebracht. Nationalismus hat aber mit Faschismus nichts zu tun. Nationen mit Grenzen drumherum sind vielmehr Gottes Idee.

Die moderne Nationalstaatsidee entstand in England und wurde in Amerika ausbuchstabiert. Sie besagt folgendes: Die Nation gehört dem Volk, nicht der Krone, dem Präsidenten oder dem Kanzler. Das Volk ist der Souverän, nicht der König. Der König dient dem Volk und nicht umgekehrt.
In einer Nation sind vor dem Gesetz alle Bürger gleich. Selbst Herrscher und Privilegierte müssen sich dem Recht beugen.
In einer Nation können Bürger aufsteigen, aber auch absteigen. Zugehörigkeit zu einem Stand oder einer Familie garantieren keine immerwährenden Privilegien. Ständische Privilegien werden nicht vererbt, sondern müssen stets durch Leistung neu erworben werden.
Entsprechend wurde die Macht der Könige in den Nationalstaaten beschnitten und dem Volk mittels Parlament ein Gesetzgebungsrecht verschafft. In den Vereinigten Staaten gab es sogar von Anfang an einen Ausgleich der politischen Kräfte, indem man Regierung, Gerichtsbarkeit und Parlament strikt voneinander trennte und allen drei Regierungszweigen Ebenbürtigkeit zugestand.
Das war damals sensationell.
Das und die freie Presse.
Die Bürger einer Nation lehnen fremden Einfluß grundsätzlich ab und haben keine Lust, sich von Ausländern regieren zu lassen. Sie wollen sich selber regieren.
Eine multikulturelle Patchworknation, also das Nebeneinander von vielen verschiedenen Kulturen auf engstem Raum, erscheint ihnen nicht als Bereicherung. In der Geschichte hat das auch nie geklappt. Noch jedes multilinguale Völkergefängnis Großreich ist wieder in seine Einzelteile zerfallen.
Seit 1900 ist die Anzahl der Nationen in der Welt von 50 auf 193 angewachsen. Dazu hat es einen gewaltigen Demokratisierungsschub gegeben.
Der deutsche Faschismus war mithin eine Travestie der Nationalstaatsidee. Sie hat unser Verhältnis zu unserer Vergangenheit und zu bestimmten  Begrifflichkeiten nachhaltig gestört.
Patriotismus blickt zurück aufs positive Erbe der Nation und will es bewahren.
Ein biblisch illuminierter Nationalgedanke blickt in die gemeinsame Zukunft der Bürger, glaubt an seinen gottgegebenen Auftrag, friedlich einen positiven Beitrag zum Menschheitswohlbefinden zu leisten und hält die prinzipielle Grenzenlosigkeit einer bunten Internationale für die falsche Idee.
Das Wort „Nation“ ist also nicht per se schlecht. Wir sind als Christen sogar „ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat.“ (1 Petrus 2, 9).
Ich halte ja eine biblisch-christliche Nation für die beste aller irdischen Welten.
Doch welche Nation hat heute noch die Nachfolge Christi als Staatsziel vor Augen?

Dienstag, 6. Februar 2018

Alt und der Tage satt

"Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn."
Philipper 1, 21.

Von Abraham, Isaak, David, Jojada und Hiob wird gesagt, sie starben „alt und der Tage satt.“
Sie alle starben in hohem Alter.
Ich komme darauf, weil ich morgen eine Beerdigung halten werde. Unser ältestes Gemeindemitglied ist im Alter von 94 Jahren zum Herrn gegangen. (Die Dame schloss sich erst vor 5 Jahren im Alter von 89 der Gemeinde an; ihre Tochter und deren Mann brachten sie mit).
Nun hat sie ihren Lauf vollendet.

Viele fragen sich was nach dem Tod kommt, denn es sei ja noch keiner wieder zurückgekommen. Doch das ist die Denkungsart von Ungläubigen. Denn natürlich ist einer wieder zurückgekommen. Jesus ist von den Toten auferstanden, um uns mitzuteilen, was danach kommt. Für diejenigen, die in diesem Leben mit ihm gegangen sind, bereitet er einen wunderschönen, genau auf die Person zugeschnittenen Ort vor. Petrus spricht in diesem Zusammenhang von einem unvergänglichen, unbefleckten, unverwelklichen Erbe. (1 Petrus 1, 4).
Ich habe vor ein paar Wochen eine Hyazinthenzwiebel geschenkt bekommen, die auch prompt austrieb und wunderbar blühte—und duftete.
Doch innerhalb kürzester Zeit war sie verwelkt.
Sie steht immer noch bei mir herum. Mittlerweile ist sie viel länger verwelkt als sie je geblüht hat. Ich muss also sagen, ich bin gespannt auf dieses unverwelkliche Erbe, das der Herr uns verheißt. Und die Unverwelklichkeit ist ja nur ein Aspekt. Es wird außerdem nicht altern und seine Vollkommenheit nie verlieren. Bin schon gespannt.

"Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin."
Johannes 14, 13.

Und wenn er nicht zu uns kommt, gehen wir zu ihm.
Egal, wie man es dreht und wendet: Wir gewinnen immer.

Sonntag, 4. Februar 2018

Blauer Superblutmond

"Lobt ihn, Sonne und Mond! Lobt ihn, alle leuchtenden Sterne!"
Psalm 148, 3.

Am Dienstag war ich nächtens im Wald unterwegs. Eine Wanderung bei Vollmond hat nämlich ihren ganz eigenen Reiz.
Erst hinterher wurde mir bewusst, dass wir im Januar einen sogenannten Blauen Mond hatten. Blue Moon nennt man es im Angelsächsischen, wenn in einem Monat zwei Vollmonde stattfinden. Passiert sehr selten.
Allerdings ist der Februar ein sehr kurzer Monat, was dazu führt, dass wir im März schon wieder einen Blauen Mond haben werden. Wir haben also vier Vollmonde in zwei Monaten. (Der Februar geht dafür leer aus). Gut für nächtliche Wildbeobachtungen mit 10x56er Ferngläsern.
Aber höchst ungewöhnlich.
Außerdem hatten wir einen Supermond. Ein Supermond findet statt, wenn der Mond besonders nah an der Erde vorbeischwebt. Er hängt dann besonders groß am Himmelszelt.
Damit nicht genug!
Aufgrund der Himmelsverhältnisse am Mittwoch erschien der Mond zeitweise blutrot. Kommentatoren mit einer Neigung zu Effekt und Drama sprechen dann von einem Blutmond.
Wir hatten also einen Blutmond, Lichtverhältnisse, die den alten Gesellen vorübergehend zum Mars machten.
Hat das alles eine tiefere Bedeutung? (Ich wundere mich, dass YouTube nicht überläuft mit Filmchen zu diesem Thema; hat da jemand was verpasst? Oder wird das schon längst diskutiert und ich hab's nicht bemerkt, weil ich hinten im Wald zugeschaut habe, wie sich Fuchs und Hase gute Nacht gesagt haben? Ich alter Hinterwäldler. Ich habe auch heute Abend keine Lust, da groß nachzuschauen, (also bei YouTube)).
Ich hab das Naturphänomen jedenfalls genossen. Problematisch wird es erst, wenn sich nicht nur der Mond, sondern auch die Sonne verfinstert. Denn es steht geschrieben:

"Die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt." (Apostelgeschichte 2, 20).

Es wird finster sein, kurz bevor der Herr wiederkommt.
Er kommt dann als Richter und nicht als Erlöser.
Wärst du innerlich bereit für dieses Ereignis, wenn es morgen stattfinden würde?

Donnerstag, 1. Februar 2018

Unsicherheit in Bezug auf Vergebung?

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“
1 Johannes 1, 9.

„Pastor, Jesus sagt in Johannes 20, 23, „Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie ihm behalten.“ Was mich hier bedenklich stimmt, ist, dass Menschen mir die Vergebung vorenthalten können und Gott mir dann meine Sünden auch nicht vergibt. Wie kann ich da jemals sicher sein, wirklich Vergebung empfangen zu haben?“

Es ist so: Wenn Gott einem die Sünden vergibt, dann sind sie vergeben, egal wie Menschen dazu stehen. Sie müssen uns letztenendes nicht vergeben. Gott kann ihr Urteil verwerfen.
Überhaupt muss man jede Schriftstelle im gesamtbiblischen Zusammenhang betrachten. Auf eine Schriftstelle allein kann man keine Lehrmeinung bauen.
Auch auf diese nicht.
Als Jesus zu den Aposteln am See Genezareth sagte, wenn sie jemandem die Sünden behalten, dann sind sie ihm behalten, bezog sich auf Sünden, für die die Sünder noch nicht bei Gott um Vergebung nachgesucht hatten. Hier handelt es sich offenbar um unbußfertige Sünder, die die Apostel entweder laufenlassen konnten, oder eben nicht.

Auch Paulus war sich einer solchen Vollmacht bewusst. So sagt er über einen Christen aus Korinth, der mit der Nebenfrau seines Vaters zusammengezogen war, er werde diesen im Gebet „im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn.“ (1 Korinther 5, 5).
Das ist schon ziemlich heftig.
Aus dem 2. Korintherbrief wissen wir, dass dieser Mann sein Leben zügig in Ordnung gebracht hat. Allerdings wissen wir aus demselben Brief auch, dass es in Korinth eine ziemlich große Gruppe von Besserwissern gab, die Paulus verachteten: Er könne nicht predigen, schaue mickrig aus, usw. Diese Rebellos ermahnt er, in sich zu gehen und zur Besinnung zu kommen. Er droht den Rabauken an, klar Schiff zu machen, wenn er wieder nach Korinth kommt:

„Zum dritten Mal komme ich jetzt zu euch: Durch zweier oder dreier Zeugen Mund wird jede Sache festgestellt werden. Ich habe es im Voraus gesagt und sage es im Voraus, wie das zweite Mal anwesend, so jetzt abwesend, denen, die zuvor gesündigt haben, und allen übrigen, dass, wenn ich wieder komme, ich nicht schonen werde. Denn ihr fordert ja einen Beweis dafür, dass Christus in mir redet, der gegen euch nicht schwach ist, sondern mächtig unter euch.“ (2 Korinther 13 1-3).

Paulus konnte also schon mal ordentlich auf den Putz hauen.
Doch wenn Menschen wahrhaftig Vergebung wollten, hat er ihnen diese nicht vorenthalten: „Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe auch ich.“ (2 Korinther 2, 10).

Das Thema Vergebung ist vielschichtig. Doch es bleibt dabei: Wenn du dich direkt an den Herrn wendest und ernsthaft Vergebung haben willst, dann bekommst du sie auch.
Du bist hier nicht von Menschen abhängig.
Allerdings sind Umkehr und Vergebung eine ernste Angelegenheit. Gott lässt sich nicht verspotten. Wenn man nur so tut, als würde man Vergebung wollen, hinterher aber munter weitersündigt, dann findet er das nicht gut.
Im Alten Testament gab es übrigens nie Vergebung ohne Reue und auch heute muss man Jesus bewusst in sein Leben einladen, um in den Genuss der Erlösung zu kommen.

„Es ist in keinem anderen das Heil. Denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, indem wir gerettet werden müssen.“ (Apostelgeschichte 4, 12).

Samstag, 27. Januar 2018

"...der da heilt alle deine Krankheiten."

"Er sandte sein Wort und heilte sie."
Psalm 107,20.

Habe heute morgen diese erbauliche Mail vorgefunden. Dachte mir, ich gebe sie weiter, zur allgemeinen Ermutigung. Der Herr ist treu.

"Lieber Pastor Gert,

ich möchte mich nach längerer Zeit wieder einmal bei dir melden. Wie jede Woche so habe ich auch  vor 3 Wochen deine Predigt mit großer Begeisterung gehört. Da hast hierbei einmal ganz besonders für Leute mit gesundheitlich Problemen gebetet.

Ich habe seit längerer Zeit größere Schwierigkeiten mit Panikattacken und starkem Schwindel. Zeitweise konnte ich die normalsten Tätigkeiten, wie Einkaufen im Supermarkt nicht mehr bewältigen, sobald ich vor die eigene Wohnungstür gehen musste.

Ich habe mit euch zusammen gebetet und kann nur sagen Preis dem Herrn! Mittlerweile geht es mir erheblich besser. Es ist als hätte jemand eine dunkle Decke von mir weggezogen und ich kann wieder nahezu ohne Einschränkungen leben. Nur der Kopf will das manchmal noch nicht so richtig glauben.
Vielen Dank Gert, dass ihr euch durch euren Online-Dienst im Internet nach anderen Menschen ausstreckt!

Viele Grüße aus R.
M."

Das ist doch wunderbar.
Gott ist auch bereit, dir zu helfen. Wende dich unverschnörkelt mit deinen eigenen Worten an ihn--und dann vertraue ihm, daß er wirkt. Die Erhörung ist unterwegs. Nun darfst du nicht schlappmachen und dir die Erhörung ausreden. Das wäre fatal.
Vertraue ihm. Gott meint es gut mit dir.

"Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?" (Römer 8, 32).

Dienstag, 23. Januar 2018

Noch ein Wort zu unserer Gebets- und Fastenwoche

"Betet unablässig."
1 Thessalonicher 5, 17.

Wir hatten eine wirklich gute Zeit im Herrn. Am fünften Abend hatten sich die Reihen schon ein wenig ausgedünnt. Aber nicht, weil weniger Leute gekommen wären. (Wir waren am letzten Abend mehr als am ersten). „Ausgedünnt“ wegen des Fastens. J (Lahmer Witz, ich geb's zu).
Trotzdem: Vielen Dank an alle die dabei waren und mitgemacht haben. Preis dem Herrn. Ihr seid das Kraftwerk in der Tiefe des Dampfers.
Vor der Veranstaltung im März werden wir das noch mal aufgreifen.

"Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet." (Jakobus 4, 2).

Drei Phasen in Beziehungen: 1. Vorsicht

"Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch an Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln."
Matthäus 10, 17.

"Hütet euch aber vor den Menschen!"
Eine seltsame Aussage aus dem Mund des großen Menschenfreundes Jesus, nicht wahr?
Jesus ruft zur Umsichtigkeit auf, denn er weiß: Es gibt Menschen, die Christen nicht freundlich gesonnen sind und die selbst Institutionen gegen Christen in Anschlag zu bringen versuchen.
Paulus hat damit auch so seine Erfahrungen gemacht.
Es ist jedoch ganz allgemein so, dass Beziehungen zwischen Menschen grundsätzlich drei Phasen durchlaufen: Die der Vorsicht, die des Vertrauens und die der Verachtung.
Wenn man dabei ist, sich kennenzulernen, ist Phase 1 die Vorsicht.
Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste.
Mütter sagen ihren kleinen Kindern: Geh nicht mit Fremden.
Der Menschen schaut auf das Äußere, der Herr auf das Herz. (Der Mensch kann nicht ins Herz eines anderen schauen, deswegen: Vorsicht).
Manche Mädchen und Frauen wären heute noch am Leben, wären sie etwas vorsichtiger gewesen in der Auswahl ihrer fremden Freunde. Naivität und übertriebene Gutgläubigkeit sind keine Tugenden, auch wenn sie christlich daherzukommen scheinen.
Paulus spricht sogar von "Gefahren unter falschen Brüdern.“ (2 Korinther 11, 26). Nicht alle Brüder sind koscher und manche Theologen haben schon so manches weggelogen.
Es wird viel Schmu getrieben. Deswegen werden die Menschen, je älter sie werden, desto misstrauischer.

Jesus überwand aufgrund seiner mächtigen Zeichen und Wunder die Phase 1 der Vorsicht ziemlich schnell. Menschen sahen seine Werke und vertrauten ihm. Denn niemand außer Gott konnte tun, was er tat.
Vertrauen erwirbt man sich meist jedoch mit kleiner Münze: Jedes gute Wort und jede gute Tat mehren das Vertrauen in uns. Wer sich als zuverlässig und glaubwürdig erweist, sein Wort hält und umgänglich ist, dem beginnt man zu vertrauen. Vertrauen zu genießen und in einer vertrauenswürdigen Umgebung zu leben, ist ein ausgesprochen angenehmer Zustand.

Leider können Beziehungen auch ausleiern. Dann wird man unzufrieden mit ihnen, und das oft ungerechtfertigterweise. Judas wurde irgendwann unzufrieden mit Jesus, und das Problem lag nicht beim Herrn. Vor Phase 3 der Verachtung müssen wir uns hüten.
Darüber gibt es noch viel zu sagen.

"Mehr als alles, was man bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens." (Sprüche 4, 23).

Donnerstag, 18. Januar 2018

Gebets- und Fastenwoche: vierter Tag

"Am Zehnten dieses siebten Monats, da ist der Versöhnungstag. Eine heilige Versammlung soll er für euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen [= fasten]."
3 Mose 23, 27.

Im Alten Testament gab es keine zwingenden Fastenvorschriften. (Die gibt es auch im Neuen Testament nicht). Der einzige Tag an dem Israel tatsächlich fasten sollte, war der Versöhnungstag in der obigen Schriftstelle.
Am Versöhnungstag sollten die Israeliten ihre Sünden bekennen, sich selber gründlich verachten, ihrer Fehler gedenken, nichts essen und Gott ein Opfer darbringen.
An den übrigen 364 Tagen sollten sie sich am Herrn, an seinen Verheißungen, an seinem guten Willen und an seinem Bund mit seinem Volk freuen, und sich NICHT selbst verachten und über die Fehler der Vergangenheit brüten.
Ich kenne Leute, die handhaben das genau umgekehrt. Sie verachten sich 364 Tage im Jahr und am 365. fällt ihnen ein, dass sie ja auch noch einen Bund mit Gott haben.
Umgekehrt wird ein Schuh draus.
Einen Tag Trübsal blasen, 364 Tage Freude am Heil des Herrn.
Wie hältst du's?

"Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch." (Philipper 4, 4).

Mittwoch, 17. Januar 2018

Satanische Handzeichen?

"Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!"
Johannes 20, 27.

Es ist schon interessant, was einem so alles unterkommt. So hat mich neulich jemand angemailt und darauf hingewiesen, dass ich beim Predigen möglicherweise satanische Handzeichen mache und dass das meine Predigten entwerten könnte (oder so ähnlich).
Da staunte ich nicht schlecht.
Dieser Herr hat es sicherlich gut mit mir gemeint. Doch bei mir kommt der Glaube ja immer noch aus dem Hören, (Römer 10, 17). Dass für manche die Handbewegungen eines Predigers über Wohl und Wehe seiner Zuhörer (oder wenigstens seiner Predigten) entscheiden, war mir bisher unbekannt. Ich gebe zu, ich habe Schwierigkeiten, mich in diese Denkungsart einzufühlen. Wo genau lernt man, was satanische Handzeichen sind? Werden irgendwo Seminare abgehalten, in denen man erfährt, was eine bestimmte, für einen Bruchteil einer Sekunde aufblitzende Geste der Hand eines Mitmenschen genau bedeutet? Was genau soll mit dieser Fingerdeuterei bezweckt werden? Ist das ein Geheimcode, den nur Eingeweihte verstehen?
Täte mich interessieren.
Klingt nämlich alles sehr nach Verschwörungstheorie.
Hiermit versichere ich jedem Leser und Hörer: Ich bin kein Okkultist. Meine Handbewegungen beim Predigen sind vollkommen zufälliger Natur. Ich wüsste gar nicht, wo ich freimaurerisch-diabolische Handzeichen lernen könnte.
Ich ermutige alle Zuschauer, weniger auf die Hände als vielmehr auf die Worte, die ein Prediger sagt, zu achten. Handzeichenanalysen sind in meinen Augen pure Zeitverschwendung. Echt jetzt.

Apropos: Vor einigen Jahren habe ich mal unter einem Hakenkreuz gepredigt, schwarz auf weißem Grund. Gleich daneben prangte ein hinduistisches Om-Zeichen.
Zum Glück gibt's davon keine Bilder. Wer weiß, was voreingenommene Betrachter daraus alles konstruieren würden. Das ganze fand jedoch in Indien statt, in einem waschechten Hindutempel. Den Götzen, der mit seinen Fingern vermutlich machtlose kleine Teufelshörnchen beschrieb, hatte man mit einem weißen Tuch zugehängt.
Er war stumm.
Ich hingegen habe lautstark Jesus gepredigt. Am ersten Abend hörten rund 500 Personen das Wort vom Kreuz, (unterm Hakenkreuz! im Götzentempel!), am zweiten waren es schon 1000, am dritten kamen so viele, dass der ganze Tempelhof mit Menschen erfüllt war und die Leute auf der erhöhten Straße stehenblieben, um diesem hemdsärmligen Prediger aus Deutschland zuzusehen. Menschen haben sich bekehrt. Jesus hat triumphiert.

Das Wort Gottes macht frei.
In welcher Umgebung (und mit welchen Handzeichen) es gepredigt wird, ist praktisch egal.
So sehe ich die Sache.

"Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht, um euch eine Schlinge überzuwerfen, sondern damit ihr ehrbar und beständig ohne Ablenkung beim Herrn bleibt." (1 Korinther 7, 35).

Montag, 15. Januar 2018

Fasten- und Gebetswoche beginnt

"Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist."
Apostelgeschichte 13, 2.

Im strengen Gesetz des Mose findet sich nur ein einziger Aufruf, an einem bestimmten Tag mal zu fasten. Das sollten am Versöhnungstag geschehen, an Yom Kippur. Wörtlich steht dort im Hebräischen nicht "fasten", sondern "die Seele erniedrigen", was aber als fasten zu verstehen ist. An diesem Tag sollten die Leute sich selbst richten, sich verachten, ihrer eigenen Fehler und Schwächen gedenken und ganz allgemein ihre Hilfsbedürftigkeit vor Gott bekennen. Denn an Gottes Segen ist alles gelegen. Was heute gilt, war schon damals so. Es ist immer wieder gut, sich das in Erinnerung zu rufen.
Wir werden aber nicht alle fünf Tage beinhart durchfasten, sondern jeder fastet so, wie er es für richtig hält und wie es für ihn möglich ist. (In der Bibel fasteten eigentlich nur Leute, die dazu auch die Zeit hatten).

Jesus hat im Neuen Testament zwar über Fasten gesprochen, doch nicht dazu aufgerufen. Auch Paulus entwickelt keine Fastenlehre. Beide haben gefastet, Jesus sogar 40 Tage, doch sie haben daraus keine Regeln abgeleitet.
Worüber sie hingegen ausführlich gelehrt haben, ist das Gebet.
Wir verbinden in dieser Woche beides. Wir unterstreichen durch Fasten, dass wir Gottes Hilfe brauchen. Im Gebet sagen wir ihm dann, was wir gerne hätten.

Uns geht es in erster Linie um die Love Schweinfurt-Evangelisation im März, von der wir wollen, dass sie gelingt. Gott soll mit der Musik verherrlicht werden, das Evangelium soll in Vollmacht und Kraft gepredigt werden, und Menschen sollen zu Jesus finden. Um diese Anliegen vor Gott zu bringen, treffen wir uns diese Woche von Montag bis Freitag jeweils von 19:30 bis 20:30 Uhr im Roten Saal in der Gemeinde.

Bis heute abend.

Samstag, 13. Januar 2018

Guter Love-Schweinfurt-Flyer

"Ich habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk."
2 Mose 31, 3.

Andy Polinski hat einen wirklich guten Flyer für unser Love Schweinfurt-Event entworfen. Die Love-Schweinfurt.Info-Webseite ist entsprechend angepasst und sieht jetzt noch besser aus. ;)
Dieses Motiv wird im März in unserer Stadt 10 Tage lang 14 Plakatwände zieren. Im Radio werden wir auch präsent sein. Christen hauen mal ordentlich auf den Seier. Finde ich super. Passiert für meinen Geschmack viel zu selten.

Neuigkeiten gibt's auch zu Steve Zschunke. (Er ist der Sprecher beim Event). Steve wird nun also am Sonntag, den 25. Februar, um 10:30 Uhr den Gottesdienst im CGZ gestalten. Wir freuen uns.

Vielen Dank auch der God Loves You Foundation aus Würzburg (und ihrem Stifter René Wolf), die sich hier selbstlos einbringt. Sie hat auch schon bei Love Würzburg überaus segensreich gewirkt.

Gott segne alle Mitarbeiter an dieser großartigen Sache.

"Aus Christus wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung dienende Gelenk, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils. Und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe." (Epheser 4, 16).

"Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Dorthin hat der HERR den Segen befohlen." (Psalm 133, 1+3).

Dienstag, 9. Januar 2018

www.Love-Schweinfurt.info

"Und es war große Freude in jener Stadt."
Apostelgeschichte 8, 8.

Die Vorbereitungen für die Evangelisation am 24. März in der Schweinfurter Stadthalle sind in vollem Gange. Wir haben heute zunächst 5000 Flugblätter bestellt und die Website (mit dem Flugblatt, bzw. späteren Plakat drauf) freigeschaltet. Wer will, kann mal auf www.love-schweinfurt.info klicken und staunen.

Thema ist: „Was ist Liebe?“
Ist Mutterliebe das Nonplusultra? Scheint oft so. Doch warum sagt Gott dann, wir sollen Vater und Mutter verlassen und unserer Frau anhängen? Könnte es da Probleme geben? Ist „Mutterliebe“ doch nicht immer Liebe?
Manche Männer besuchen Frauen und denken, sie kaufen Liebe. Dabei sind diese Frauen natürlich nicht an dem langweiligen Gelaber ihrer Kunden interessiert, auch wenn's anders aussieht, sondern an deren Geld.
Gottes Liebe ist anders als menschliche Liebe. Er ist wahrhaftig selbstlos und hat nur unser Bestes im Sinn. Bewiesen hat er das dadurch, dass er Jesus auf die Erde sandte, wo dieser uns von Problemen erlöste, von denen wir nicht einmal wussten, dass wir sie hatten. Wir waren blind und er hat uns sehend gemacht.
Über Gottes Liebe gibt es viel zu sagen.

Florence Joy und die "Könige und Priester", bekannte Größen der christlichen Musikszene, werden aus der Kölner Gegend kommen und poppig-rockige Loblieder zur Ehre Gottes singen. (Auf YouTube kann man da schon mal reinschauen).

Der Sprecher, der uns die live Message des Abends bringen wird, heißt Steve Zschunke. Steve war drei Jahre in Redding, Kalifornien, bei Bill Johnson in der Bibelschule. Gegenwärtig gründet er die Fearless Church in Böblingen-Sindelfingen.
Er wird auch schon von dem Event an einem Sonntag mal bei uns sprechen. So lernen wir ihn kennen und ich kann mich mit ihm noch etwas genauer absprechen was die Evangelisation angeht.

Bete mit für das Gelingen dieser super Sache.

"Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Heil verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott herrscht als König." (Jesaja 52, 7).