Dienstag, 19. Juni 2018

"Herrschaft des Unrechts"

"Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Sproß erwecken. Der wird als König regieren und verständig handeln und Recht und Gerechtigkeit im Land üben."

Ich entnehme der Presse, daß zur Zeit ein Machtkampf zwischen der Kanzlerin und dem Innenminister tobt. Die Streitpunkte waren mir nicht völlig klar, bis ich las, daß es um absurde Dinge geht wie beispielsweise das hier: Abgelehnten Asylbewerbern, die mit Einreiseverbot belegt sind, soll die Einreise nach Deutschland verweigert werden.
Das muß man zweimal lesen, denn es klingt irgendwie schräg.
Es ist fürs Kanzleramt also ein Problem, daß man geltendes Recht anwendet—sofern es Ausländer betrifft, die mit einem Einreiseverbot belegt sind. Das heißt konkret: Asylschwindler, Kriminelle und sonstige Abenteurer sollen trotz ihres Einreiseverbots wieder Einlaß in den hiesigen Sozialstaat finden und hier die Leute beglücken, und niemand darf sie an ihrem illegalen Eindringen hindern, schon gleich gar keine Grenzpolizisten.
Wie bitte?
Warum?
Ich hoffe, der Innenminister bluff nicht nur, sondern verschafft dem Recht wieder Geltung. (Daß ich sowas hier einmal schreiben würde, hätte ich auch nicht gedacht. Was passiert mit unserer überdimensionierten Schweiz? Was macht diese Frau mit diesem Land?)

Vorgestern war der Jahrestag des Aufstands vom 17. Juni 1953. In der DDR, dem Heimatland der Kanzlerin, erhob sich damals das Volk gegen seine sozialistischen Unterdrücker. Der Aufstand wurde von russischen Truppen brutal niedergewalzt und Bertolt Brecht, der alte Kommi, schrieb ein Gedicht dazu, das mich an die momentane Situation erinnert. Es heißt "Die Lösung":

Nach dem Aufstand des 17. Juni // Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands // In der Stalinallee Flugblätter verteilen // Auf denen zu lesen war, daß das Volk // Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe // Und es nur durch verdoppelte Arbeit // Zurückerobern könne. Wäre es da // Nicht doch einfacher, die Regierung // Löste das Volk auf und // Wählte ein anderes?

Vielleicht geschieht ja genau das in unseren Tagen.
Die bessere Lösung: Dem Recht zur Geltung verhelfen, den Innenminister unterstützen.
Und für unser Land beten. Denn Gott ist ein Spezialist, wenn es darum geht, aus Mist Dünger zu machen. Der ganze momentane Regierungsmurks kann dem lethargischen, wohlstandssedierten Deutschland zu einer handfesten geistlichen Erweckung verhelfen.

"Eine Zuflucht für den, der rechtschaffenen Weges ist, ist der HERR, aber Verderben für die, die Unrecht tun." (Sprüche 10, 29).

Donnerstag, 14. Juni 2018

Fünf Arten von Gemeinde, Teil 2

"Pläne scheitern, wo keine Besprechung ist. Wo aber viele Ratgeber sind, kommt etwas zustande."
Sprüche 15, 22.

Hier also Teil 2, die Fortsetzung der Mittwochspredigt von letzter Woche, die sich mit dem Phänomen der Unterschiedlichkeit von Gemeinden befaßt hat. Sie ist mehr etwas für Pastoren und solche, die das geheimnisvolle Gebilde namens Gemeinde besser verstehen wollen.

Pastoren setzten in ihren Gemeinden Prioritäten, die ihrer Persönlichkeit angemessen sind.
Ein Pastor und Lehrer setzt andere Schwerpunkte als ein pastoraler Evangelist. Der eine will Menschen in Erkenntnis und Reife führen, ("Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis!" Hosea 4, 6), der andere will Sünder zum Herrn führen. Reife? Überflüssig, solange es noch verlorene Seelen zu retten gibt.
Jemand aus einer Familiengemeinde mit einem Teddybären als Pastor wird eine Lehrgemeinde eher als kalt empfinden. ("Niemand kümmert sich!") Umgekehrt kann es sein, daß jemand aus einer Lehrgemeinde eine Familiengemeide als übertrieben gefühlsduselig und unreif empfindet.
Charismatiker, die im Geist fließen wollen, werden sich mit einem Pastor, der sich als Sozialreformer und Aktivist versteht, schwertun. Denn der Charismatiker will göttliche Eindrücke empfangen, der Sozialreformer hingegen Arme speisen, eine Demo veranstalten, einen Protestmarsch oder ein Hilfsprojekt anleiern, eben einen Mißstand anprangern und abstellen. Die beiden messen Erfolg völlig unterschiedlich.
Alle diese Anliegen und Prägungen sind berechtigt. Keine Gemeinde kann allen gleichermaßen gerecht werden. Ideal sind Gemeinden, die alle fünf Aspekte biblischen Gemeindelebens ausgewogen praktizieren. Das ist Kunst und Wissenschaft zugleich und ohne Gottes Hilfe gänzlich unmöglich. Wir lernen da nie aus.
Aber wir lernen.

Voilà: Fünf Arten von Gemeinde (und dein Platz in einer, Teil 2).

Dienstag, 12. Juni 2018

Informativer Abend mit dem Professor

"Eisen wird durch Eisen geschärft, und ein Mann schärft das Angesicht seines Nächsten."
Sprüche 27, 17.

Professor Dr. Vishal Mangalwadi hat gestern in der FOS einen interessanten Vortrag zum Thema „Schafft der Westen sich selber ab?“ gehalten. Es waren rund 180 Leute aus dem akademischen und christlichen Milieu in die Aula gekommen um diesem indischen Philosophen, Theologen und gläubigen Christen zuzuhören, wie er den Westen an seine biblischen Wurzeln erinnert. Gute Freunde waren da. Ich saß neben Pastor René Stebani von der Biblischen Gemeinde Schweinfurt.
Vielen Dank an Pfarrer Kelber, der diesen Besuch organisiert hat.
Hinterher hatte ich das Privileg, noch ein wenig mit dem Professor und anderen interessanten Personen zusammenzusitzen und mich auszutauschen.
Als wir dann heute Morgen gemeinsam frühstückten und über Gott und die Welt redeten, ließ mich der Professor wissen, dass er dabei sei, ein Nachfolgebuch zu seinem enorm wichtigen „Buch der Mitte“, das die akademische Welt in unserem Land zurzeit beschäftigt, fertigzustellen. Er hat vorgeschlagen, dass ich es mir vorab anschaue. Fühle mich privilegiert und schwebe auf Wolke 7.
Unbedingt zu erwähnen ist auch Jochen, sein kompetenter Übersetzer, Leiter eines Professorennetzwerks und Hauptverantwortlicher für die Unterstützung des Wirkens von Dr. Mangalwadi in Deutschland. Der Mann hat die Fähigkeit, Sachverhalte prägnant zu formulieren und genau das richtige Wort zu finden. Eine große Kunst. Ich verbeuge mich.
Insgesamt ein interessanter, anspruchsvoller Abend (und Morgen).

"Und die von dir kommen, werden die uralten Trümmerstätten aufbauen. Die Grundmauern vergangener Generationen wirst du aufrichten." (Jesaja 58, 12)

Montag, 11. Juni 2018

Mangalwadi in Schweinfurt!

"O Land, Land, Land, höre das Wort des HERRN."
Jeremia 22, 29.

Deutschland ist derzeit gerne "bunt"! Man liebt die Vielfalt, ist inklusiv eingestellt, tolerant, weltoffen und multikulturell. Man verachtet den Westen ein wenig, weil er so alt und weiß ist. Man feiert den farbigen Unterschied als Bereicherung, vor allem, wenn er aus dem malerischen Orient kommt.
Da trifft sich folgendes gut:
Heute abend ist Prof. Dr. Vishal Mangalwadi, indischer Christ, Sozialreformer, Politiker, Philosoph und Theologieprofessor, in Schweinfurt. Er hat phänomenale "Das Buch der Mitte" geschrieben. (Den englischen Originaltitel finde ich besser: "The Book that made your World.")
Ich bin ein großer Fan.
Denn er als multikultureller Bereicherer (in seinem Fall stimmt das tatsächlich) führt seinen Hörern die geschichtliche Wahrheit vor Augen, leuchtet dem glaubensvergessenen Westen ordentlich heim und sagt den Westlern, warum ihre Kultur zur weltweit führenden, innovativsten, freisten und meistkopierten Kultur der Welt wurde und warum sie ein Einwanderungsmagnet ist. Er begründet unseren Erfolg mit mit der Bibel. Wenn der Westen sich selber abzuschaffen wünscht, wonach es heutzutage ja aussieht, dann hat er nicht mehr alle Speichen am Rad. Wir müssen vielmehr zurückkehren zu unserer Quelle: Gott. (Dem der Bibel).
Wer also diskussionsrelevante Argumente für das Christentum und die eigentlichen Werte des Westens zur Kenntnis nehmen möchte, kommt hier auf seine Kosten.

Der Professor spricht heute abend um 19.30 Uhr in der Aula der Fachhochschule für angewandte Wissenschaften, Ignaz Schön-Str. 11, 97424 Schweinfurt.

"Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre." (Markus 4, 9).

Sonntag, 10. Juni 2018

Von der Wichtigkeit des Buschtelefons

"Ein Tag sprudelt dem anderen Kunde zu, und eine Nacht meldet der anderen Kenntnis—ohne Rede und ohne Worte, mit unhörbarer Stimme. Ihr Schall geht aus über die ganze Erde und bis an das Ende der Welt ihre Sprache."
Psalm 19, 3-5.

"Pastor, ich betrachte mich als Mitglied deiner Gemeinde, obwohl ich weit weg wohne und dir nur im Internet folgen kann. In deiner neuen „Predigt der Woche“ sagst du, dass man am effektivsten evangelisiert, indem man Besucher in die Gemeinde mitbringt. Das geht bei mir aus offensichtlichen Gründen nicht. Was mache ich, wenn ich auch einen Beitrag leisten will?"

Nun, du kannst Verwandte, Freunde und Bekannte auf Online-Predigten, die dich besonders angesprochen haben, hinweisen. Da ist sicher was für sie dabei.
Momentan hören auf YouTube zwischen 400 und 600 Personen täglich eine dieser Online-Botschaften. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ich habe mit Menschen geredet, die dadurch zum Glauben an Jesus gefunden haben, die Taufe im Heiligen Geist erlebten und ganz allgemein ermutigt, ermahnt und getröstet wurden.
Ich bin Gott dankbar für diese unkomplizierte aber effektive Möglichkeit, das Wort Gottes zu verbreiten.

"Und die Kunde hiervon ging hinaus in jene ganze Gegend." (Matthäus 9, 26).

Trump, der Zoll, die Strafe und die Lücke in der Presse

"Im Recht scheint, wer in seiner Streitsache als erster auftritt, bis sein Nächster kommt und ihn ausforscht."
Sprüche 18, 17.

Seit einiger Zeit entnehme ich der Presse, dass US-Präsident Trump „Strafzölle“ auf bestimmte europäische Waren verhängt hat.
Ein hartes Wort, nicht wahr.
Das sei schläächt. (In der Tat. Ich als Freihandelsfan mag Zölle auch nicht). Warum genau er das tat, war den Artikeln jeweils nicht wirklich zu entnehmen. Die waren stets so geschrieben, als habe der pöhse, pöhse Mann aus einer seiner schlümmen Launen heraus beschlossen, die Europäer zu „bestrafen“, einfach weil er das kann, fies ist und nicht an den Welthandel glaubt. Weil er etwas gegen Europäer hat. Und Kanadier. Und andere Verbündete.
Einfach weil er Trump ist.
Heute endlich hat sich ein Journalist erkühnt, (nicht ohne rhetorische Verrenkungen), und die Gründe für Trumps miese Laune schwarz auf weiß wiedergegeben:
Die europäischen Zölle sind Trump zu hoch.
Die Europäer erheben beispielsweise auf US-Autos einen viermal höheren Zoll als umgekehrt die Amerikaner auf europäische Autos. Der Unmögliche (also Trump, das Trumpeltier, der Migrant in dritter Generation mit deutschen Wurzeln) findet das unmöglich und will, dass die Europäer gefälligst ihre Zölle senken. Tun sie das nicht, verhängt er eben „Strafzölle“, bis les Européens sich bewegen.
Ich will ganz offen sein: Ich kann das irgendwie nachvollziehen.
Die Europäer zocken die Amis ab und regen sich auf, weil die sich seit neuestem dagegen wehren. Man wundert sich manchmal über die Schafsgeduld unserer Cousins in Übersee.

Es kommt schon mal vor, dass ich mir von hier aus der fränkischen Provinz Hemden in den USA bestelle. Das tue ich deshalb, weil ich dort Ärmellänge und Kragenweite so kombinieren kann, dass mir das Hemd auch passt. Bei deutschen Hemden ist das immer eine Glückssache bei mir, denn hierzulande kann man diese beiden Größen eben nicht miteinander kombinieren und die Ärmel sind mir standardmäßig zu kurz, von der Rückenlänge ganz zu schweigen. Dafür sind diese Hemden, die selten passen, hierzulande dreimal so teuer wie in den USA und von schlechterer Qualität, (obwohl beide Hemden höchstwahrscheinlich in denselben asiatischen Fabriken genäht werden). Trotz Versand und Zoll sind diese passgenauen Hemden aus den USA für mich nicht teurer, ja meist sogar billiger, als die Hemden im Laden um die Ecke. (Und bitte: Wir sprechen hier nicht von Luxusartikeln).
Warum ist das so?
Wir leben halt in einem ausgesprochenen Hochsteuerland und regen uns nur deswegen nicht auf, weil wir es nicht anders kennen.
Es lebe der Freihandel.
Europäer, senkt eure Zölle!

Donnerstag, 7. Juni 2018

Fünf Arten von Gemeinde (und dein Platz in einer)

"Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.
Es kam aber über jede Seele Furcht, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.
Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem einer bedürftig war.
Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens, lobten Gott und hatten Gunst beim ganzen Volk.
Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten."
Apostelgeschichte 2, 42-47.

Da ich weiß, daß auch Pastoren hier gelegentlich hereinschauen, habe ich mir gedacht, ich mache an dieser Stelle eine Mittwochabendpredigt öffentlich. Sie hat den etwas umständlichen Titel "Fünf Arten von Gemeinde (und dein Platz in einer), Teil 1", ist schlanke 24 Minuten lang und war eigentlich als Teil einer Sonntagspredigt gedacht. Dort ist aber das Interesse an solchen Dingen möglicherweise nicht so gegeben und man will die Leute ja nicht langweilen. Beim Auto ist auch egal, wie es unter der Haube genau aussieht, Hauptsache das Ding fährt.
Worum geht's?
Um den Aufbau einer abgerundeten Gemeinde, bzw. deren unweigerliche Spezialisierung und deren Vor- und Nachteile.
Könnte für den einen oder anderen interessant sein.
Hier ist sie: Fünf Arten von Gemeinde (und dein Platz in einer).
Man findet sie auch auf der Audio-Seite von www.OnlineKirche.org.

"Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre." (Epheser 4, 14).

Dienstag, 5. Juni 2018

Arm im Geist?

"Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel."
Matthäus 5, 3.
"Glückselig ihr Armen, denn euer ist das Reich Gottes."
Lukas 6, 20.

„Pastor, Armut ist doch etwas Schlechtes. Warum nennt Jesus die Armen glückselig? Und was genau ist ein Armer im Geist?“

Natürlich ist Armut ein Fluch und kein Segen.
Die Armen haben gegenüber den Reichen aber einen geistlichen Vorteil: Sie sind unbelastet von den Sorgen, die der Mammon mit sich bringt. Sie kleben nicht an der Scholle. Sie sind flexibel. Wenn Jesus sie in die Nachfolge ruft, dann kommen sie, denn sie haben nichts zu verlieren.
Zumindest war das bei mir so.
Bei Reichen ist das nicht immer sicher, wie Matthäus 19, 24 zeigt, wo ein reicher junger Mann Jesus stehen ließ, als der zu ihm sagte, „Gib alles weg und komm und folge mir nach.“ Als er wegging, sagte Jesus den berühmten Satz: „Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.“ Geld ist nämlich (für sehr viele) ein prima Gottesersatz.

In Lukas 14 ist Jesus bei einem Obersten der Pharisäer zum Essen eingeladen. Dort ruft jemand, „Glückselig wer Brot essen wird im Reich Gottes!“ (Man beachte die Ähnlichkeit des Ausrufs mit der Seligpreisung aus Lukas). Der Herr ergreift die Gelegenheit beim Schopf und bringt sofort ein Gleichnis, (das den Vorteil hat, die Seligpreisung auch gleich korrekt auszulegen). In dem Gleichnis geht es um einen Menschen, der ein großes Gastmahl machte und viele einlud.
Doch als es soweit war, wollte keiner der Geladenen kommen.
Der eine behauptete, einen Acker gekauft zu haben, den er nun besehen müsse. (Eine Ausrede! Denn welcher Doldi kauft einen Acker ohne ihn vorher angeschaut zu haben?) Der Mann war nicht arm, er konnte sich einen Acker leisten. Und nun stand sein Besitz zwischen ihm und der Teilnahme am Gastmahl. Wäre er arm gewesen, wäre er garantiert gekommen. Die Armen lieben Gratisfestmahle.
Zwei weitere Kandidaten hatten genauso lausige Ausreden.
Mit zornrotem Kopf beschloss der Gastgeber, die Geladenen, die sein Mahl verschmähten, wieder auszuladen und seine Leckerbissen anderen zu geben.
Wem?
Er „sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und bringe die Armen, usw. herein!“ (Lukas 14, 21). Da haben wir sie wieder!
Die Armen.
Der Gastgeber im Gleichnis ist natürlich Gott, das Gastmahl ist Jesus, bzw. sein Dienst, bzw. das Reich Gottes. Die Armen folgten Jesus in großen Mengen. Die Schriftgelehrten und Pharisäer lehnten Jesus größtenteils ab.
Warum?
Die Pharisäer verhöhnten ihn, weil sie reich und geldliebend waren. (Lukas 16, 14). Sie waren bereits besetzt. Den Platz, den Gott in ihrem Leben haben sollte, den hatte ihr Besitz inne. Sie waren an materiellen Dingen mehr interessiert als an geistlichen. Sie waren nicht arm. Wären sie arm gewesen, hätten sie sich Jesus vielleicht zugewendet.
Wohlstand hat also auch problematische Seiten.
Er kann geistlich lähmen.
Muss er aber nicht.
Und hier kommen die Armen im Geist ins Spiel.

Was ist ein Armer im Geist?
Das ist ein Reicher, der sich eine gesunde Distanz zu seinem Besitz bewahrt hat. Ein Wohlhabender, der noch auf Gott reagiert. Jemand, dem Gottes Festmahl wichtiger ist als ein neuer Acker. Zachäus zum Beispiel, oder Josef von Arimathäa, oder Martha und Maria, oder Lydia von Thyatira. All diese Leute wussten sich Gott mehr verpflichtet als ihrem Geld.

Gleich nach dem Essen beim Pharisäer (und dem Gleichnis vom Gastmahl, in dem die Reichen sich selbst von der Teilnahme disqualifiziert haben, (indem sie nicht hingingen)), zieht Jesus weiter und wendet sich an die ihm nachfolgende Volksmenge. Er spricht über die Bedingungen der Nachfolge und die gipfeln in diesem Satz:

"So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein." (Lukas 14, 33).

Allem entsagen heißt nicht zwingend, alles weggeben. Es bedeutet vielmehr, bereit zu sein zu gehen und sich vom Mammon nicht behindern zu lassen, wenn Jesus mit einem Auftrag kommt. Die Bereitschaft, notfalls alles wegzugeben, ist schon vorhanden. Tatsächlich alles wegzugeben wird in den seltensten Fällen nötig sein. Barnabas hat dies freiwillig getan, bevor er zu seiner Apostelmission aufbrach. König David hat seinen gesamten Besitz für den Bau des Tempels gestiftet, den sein Sohn Salomo dann errichtete.

Außerdem greift Jesus das Gleichnis auf, das er direkt im Anschluss an die Seligpreisungen in Matthäus ebenfalls bringt: "Das Salz nun ist gut. Wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt werden? Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre." (Lukas 14, 34-35).
Falsch verstandener Wohlstand kann fade machen. Spätestens dann ist er in Gefahr.

So verhält sich das mit den Armen.
Und den Armen im Geist.

BAMF-Theater

"Ein und dasselbe Gesetz und ein und dasselbe Recht soll für euch gelten und für den Fremden, der bei euch wohnt."
4 Mose 15, 16.

Der Presse entnehme ich, dass es im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Unregelmäßigkeiten gegeben hat. Mann hat die Herkunft zahlreicher sogenannter Flüchtlinge nicht gewissenhaft überprüft. Hunderte und Tausende von Asylbescheiden sind grundlos positiv beschieden worden. Ein Skandal! Der muss nun mit aller Macht aufgearbeitet werden. Der Innenminister runzelt die Braue und verlangt restlose Aufklärung.
Ich hätte da einen anderen Vorschlag.
Den Skandal abhaken und das BAMF abschaffen.
Es ist überflüssig.
Denn wie bitte sollen die Mitarbeiter dieses Amtes die Herkunft von Leuten überprüfen, die keine Ausweise haben? Sollen sie ihnen tief in die Augen schauen? Gedanken lesen?
Das geht nicht.
Ihre Telefone bringen sämtliche Zuwanderer zwar mit, aber ihre Ausweise haben sie bedauerlicherweise ganz, ganz oft verloren. Wie das Leben eben so spielt. In diesen Fällen ist es unmöglich, die Herkunft zweifelsfrei festzustellen.
Überhaupt: Es ist egal, woher sie kommen. Denn sie bleiben, egal was der Asylbescheid, dieses Blatt Papier, sagt. Erhalten sie kein Asyl, werden sie halt geduldet. Milchbärte sowieso. Abgeschoben wird kaum einer—nicht einmal Gefährder. Im Gegenteil: Behauptet einer, er wäre Talibankämpfer (gewesen), dann stellt er damit sicher, dass er nicht abgeschoben wird. Denn die Strafe, die ihn in seinem Heimatland erwarten würde, kann diesem mutmaßlichen Totschläger einfach nicht zugemutet werden. Viel lieber setzt man die Bevölkerung Deutschlands seinem Wohlwollen aus.
Menschlicher gehts wirklich nicht. (Für den Talib).
Es ist in diesen Tagen leichter, nach Deutschland hereinzukommen als wieder hinaus.
Viel effizienter wäre es, jedem, der kommt, gleich an der Grenze einen Aufenthaltstitel in die Hand zu drücken und ihm viel Glück zu wünschen.
Man könnte aber auch zum gültigen Recht zurückkehren.

Allerdings muss dieses Recht dann auch für alle gelten.
Privilegien für Ausländer sollten gestrichen werden. Denn warum wird ein Syrer mit drei Ehefrauen und 23 Kindern viel großzügiger behandelt als ein Deutscher, der ähnliche Anwandlungen hat? Nähme ein Deutscher drei Frauen, (nicht, dass ich das gut fände), bekäme er umgehend Probleme mit dem Bigamieparagrafen und müsste möglicherweise ins Gefängnis. Ausländer haben da nichts zu befürchten. Die FAZ hat neulich, (31.5.2018), berichtet, dass eine im Ausland geschlossene Zweitehe einer Einbürgerung keineswegs entgegenstehen muss. Ob das für Teutonen auch gilt oder nur für Syrer, ging aus dem Artikel nicht hervor.
Wäre schön, wenn vor dem Gesetz alle gleich wären.

"Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen? Ich sage euch, daß er ihr Recht ohne Verzug ausführen wird. Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?" (Lukas 18, 7-8).

Sonntag, 3. Juni 2018

Hin oder weg?

Es gibt zwei Bibelstellen, die sich widersprechen, (aber nur scheinbar). Allerdings müssen sie gegeneinander abgewogen werden. Es handelt sich um folgende:

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern." (Matthäus 28, 19).
Und:
"Geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab! spricht der Herr." (2 Korinther 6, 17).

Einerseits sollen wir uns der Welt zuwenden, andererseits aus ihrer Mitte hinausgehen. Wir sollen quasi in der Welt sein, aber nicht von der Welt.
Ein Paradox.
Geht aber.
Denn ein Fisch mag im tiefen, blauen und vor allem salzigen Meer wohnen. Er ist deswegen nicht mit Salz gefüllt. Thunfisch pökelt sich nicht von selber. Er kommt mit seiner Umgebung ganz gut zurecht.
Wie man also einerseits auf die Welt zugeht, andererseits sich von ihr absondert, und diesen Widerspruch aushält, darum gehts in der aktuellen Predigt der Woche. Sie ist bereits online.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Meinungsmobbing

"Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe."
Offenbarung 3, 21.

Presse, Politik und Teile der Bevölkerung haben die Fähigkeit, das Böse in Abstufungen wahrzunehmen, verloren. Das Resultat ist eine gespaltene Gesellschaft, ein weitverbreitetes Meinungsmobbing.
Wie gegen illegale Einwanderung ist, ist gegen Einwanderung, ist gegen Ausländer, ist ein Fremdenfeind, ist rechtsextrem, ist ein Nazi.
Wer traditionell eingestellt ist, ist unmodern, ist konservativ, ist ewiggestrig, ist reaktionär, ist homophob, rechts, rechtsextrem, ein Nazi.
Wer bibeltreuer Christ ist, ist islamophob, buddhophob, hindophob, intolerant, rechts, Nazi.

Wer demnach für die rechtsstaatliche Ordnung, aber gegen Binnen-I und Genderquatsch ist, ist genauso schlimm wie jemand, der ein Volk mit Zyklon B ermordet.
Wer so denkt, ist rationalen Argumenten nicht mehr zugänglich. Das trifft leider auf nicht wenige Zeitgenossen zu.
Was tun, wenn wir auf so jemanden treffen?
Jesus gibt die Antwort: Bei der Wahrheit bleiben und auf Gott vertrauen.

"Seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt. Denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet." (Matthäus 10, 19-20).

Freitag, 25. Mai 2018

Eine Frage der Geschwindigkeit

"Wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten? So auch ihr, wenn ihr durch die Sprache nicht eine verständliche Rede gebt, wie soll man erkennen, was geredet wird? Denn ihr werdet in den Wind reden."
1 Korinther 14, 8-9.

"Pastor, du bringst sicherlich immer wieder interessante Botschaften, aber duredestsoschnellundmanchmalauchnoch udneultcih sodaßichnichtmitkommenichteimalmithörgerät. Geht'snichtaucheine Spur langsamer?"

Mea culpa. Ich höre diese Beschwerde hier nicht zum allerersten Mal. Bitte vielmals um Entschuldigung. Ich. Werde. Mich. Bemühen. In. Zukunft. Langsamer. Und. Verständlicher. Zu. Reden. Großesindianerehrenwort.

Montag, 21. Mai 2018

Abendspaziergang

"Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut."
4 Mose 14, 7.

Der Abend ist lau.
Es zieht mich nach draußen.
Ich ziehe mir unauffällige Klamotten an, schnappe mir das Fernglas und wandere los.
Richtung Wald.
Keine hundert Meter von meinem Haus entfernt,  fällt mir inmitten des hohen Grases ein roter Fleck auf. Ein Blick durch den Feldstecher offenbart, dass es sich um einen jungen Rehbock handelt, der bunte Leckerli von der Wiese nascht. Die vier Enden seines Gehörns sind ordentlich verfegt und leuchten spitz und weiß. Er hat auch schon völlig verfärbt. Das graue Winterfell ist dem glatten roten Sommerfell gewichen. Neugierig stiert er mich zwischen den Grashalmen hindurch an.
Ich lasse ihn in Ruhe und wandere weiter.
Ein knallgrünes Gerstenfeld leuchtet in der Sonne. Die zahllosen roten Mohnblüten schweben wie Edelsteine über den Borstenfächern. Durch den Feldstecher betrachtet wirken sie surreal in ihrer Schönheit.
Auf einer Wiese nahe am Wald steht ein grauer Fleck im bunten Frühlingsgras. Mit zehnfacher Vergrößerung betrachtet, erkenne ich darin eine struppige alte Geiß, die noch nicht verfärbt hat. (Junge Tiere verfärben zwar vor den alten, für die alten ist es aber auch Zeit). Eigentlich hat das Tier obendrein Rosenstöcke, scheint mir, die nur Böcke haben. Doch zum Bock fehlen ihm die Hörner. Zwar werfen Rehe ihr Gehörn im Winter genauso ab wie Hirsche. Um diese Zeit sind beiden Arten jedoch längst neue Hörner gewachsen. Hingehen und genauer nachschauen kann ich natürlich nicht. Ich zuckte mit den Schultern und wandere weiter.
Der Wald ist dunkel und geheimnisvoll. Einen besonderen Reiz gibt ihm um diese Jahreszeit dass viele Grün, das auf seinem Boden wuchert. Es ist dicht wie ein Rasen. Denkt man sich die Hälfte der Bäume weg, könnte man meinen, man wäre in einem Park unterwegs. Jeden Moment müsste ein Disney-Prinz mit seiner Prinzessin angeritten kommen. Man erwartet ständig, dass eine kleine dicke gute Fee bienengleich hinter einem Baum hervorsummt und einen glücklich anstrahlt.
Ich freue mich am Frühlingswald, laufe eine Schleife und komme dann dorthin zurück, wo ich in den Wald hineingelaufen bin.
Ich halte inne.
Im hohen Gras rechts vor mir steht diesmal kein Reh, sondern ein Jäger wendet mir den Rücken zu. Er kann mich nicht hören, denn auf den Ohren trägt er, wie ein kettensägender Waldarbeiter, einen orangefarbenen Gehörschutz. Er legt den Vorderschaft seines Gewehrs in die Gabel seines Pirschstocks und zielt. Ich versuche herauszufinden, was er anvisiert, doch ich sehe nichts. Er scheinbar auch nicht, denn er scannt die ganze Wiese durch sein Zielfernrohr.
Ich könnte auf ihn zutreten, ihm auf die Schulter tippen und ihm sagen, dass hier nur eine schlecht verfärbte alte Ricke unterwegs ist, und die hat bis September Schonzeit. Aber warum ihm den Spaß verderben? Manche Dinge muss man einfach selber herausfinden und der Abend ist noch jung. Eine zeitlang schaue ich dem jungen Mann beim Pirschen zu, dann mache ich einen Umweg und gehe nach Hause.

Wenn wir still dasitzen und ein besonders schöner Schmetterling landet auf unserer Hand, dann freuen wir uns, bewegen uns nicht und studieren das farbenfrohe Tier, bis es von selber wieder davonflattert.
Würden wir eine Raupe auf unserer Hand entdecken, würden wir angeekelt die Hand schütteln und das furchtbare Vieh in hohem Bogen davonschleudern.
Wir vergessen dabei, dass ein Schmetterling früher einmal eine Raupe war.
Ähnlich verfahren wir mit Menschen vor und nach der Auferstehung. Vor manchen unreformierten Leuten suchen wir das Weite, wie vor einer Raupe. Nach der Auferstehung werden diese selben schwierigen Menschen eine Veränderung durchlebt haben, die sie zu bildschönen Schmetterlingen macht, von denen wir gar nicht genug bekommen können.
Das dürfen wir nicht vergessen, wenn wir hin und wieder auf ausbaufähige Christen treffen.
Wer weiß, vielleicht sind wir für manche Raupen, obwohl wir uns doch für Schmetterlinge halten.

"Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft." (1 Korinther 15, 43).

Freitag, 18. Mai 2018

Leichtigkeit im Schwierigen

"Von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott."
Apostelgeschichte 12, 5.

Gestern hielt ich unter schwierigen Umständen an einem schwierigen Ort, den ich mir nicht ausgesucht habe, eine Predigt. Ich war auch nicht die Hauptperson und die Leute waren nicht wegen mir gekommen. Es waren (laut Listeneintrag) beeindruckende 150 Leute da, in einem viel zu kleinen, kalten Raum. Die meisten standen in den Gängen.
Doch meine 20-Minuten-Minipredigt kam unerwartet gut an. Ich habe schon gemerkt, daß Gott mit mir war. Und das Wetter hat auch gehalten.
Vielen Dank an jeden, der diesen Gottesdienst im Gebet mitgetragen hat. Ihr habt beim Herrn einen Segen bewirkt. Ich verneige mich.

"Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die größte aber von diesen ist die Liebe." (1 Korinther 13, 13).

Dienstag, 15. Mai 2018

Die Batterie und das Kraftwerk

"Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele, der letzte Adam [Jesus] zu einem lebendig machenden Geist."

In letzter Zeit war ziemlich viel los, da hat diese Schriftstelle auf ganz besondere Weise zu mir gesprochen.
Wir Menschen sind wie Batterien: Wir werden hergestellt und sind dann erst einmal mit Leben geladen. Batterien gehen an ihre Einsatzorte wie zum Beispiel Taschenlampen oder Radios und hauchen denen Leben ein. Wir Menschen ergreifen Berufe und gehen unseren alltäglichen Tätigkeiten nach.
Bei Batterien wie auch bei Menschen lässt im Lauf der Zeit die Ladung nach. Die Taschenlampe wird zur Funzel, der Kassettenrekorder leiert, und irgendwann wird sich auch der Mensch der Endlichkeit seiner Reserven bewusst. Gedanklich schaut er immer wieder dem alten Thanatos [dem "Boandlkramer", "Freund Hein"] ins bleiche Angesicht und kommt ins Grübeln.
Zu solchen Grüblern sagt Paulus, Jesus sei "der Geist, der lebendig macht." (Luther).
Was Paulus meint: Er ist das Kraftwerk, wie sind die Batterien.
Jesus verpasst uns eine neue Ladung.
Eine ewige Ladung.
Wenn wir Jesus bitten, in unser Leben zu kommen, und ihm nachfolgen, dann stöpseln wir uns ins Kraftwerk ein und werden wie Akkus stets neu geladen.
Man kann äußerlich aufgerieben, innerlich aber täglich erneuert werden.
Ein Smartphone kann alt sein, innerlich kann es sich jedoch auf dem neuesten Stand befinden. Man kann alt werden, aber gedanklich agil bleiben, neue Interessen entdecken und neue Wege gehen. Der Herr machts möglich.
Während ich das sage denke ich nicht so sehr an mich, (so alt bin nun ich auch wieder nicht), sondern an andere. Jedenfalls hat 1 Korinther 15, 45 zu mir gesprochen.
2 Korinther 4, 16 auch:

"Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert."

Dienstag, 8. Mai 2018

Der gnädige Gott der Weissagung

"Wacht nun und betet zu aller Zeit, daß ihr würdig geachtet werdet, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen."
Lukas 21, 36.

"Pastor, warum steht über den "Tag des Herrn", also die berüchtigte siebenjährige Trübsalszeit, so viel in der Bibel, über das Tausendjährige Friedensreich danach aber so wenig? Dabei dauert es doch soviel länger."

Das Goldene Zeitalter, währenddessen Jesus von Jerusalem aus über die Welt herrschen wird, dauert in der Tat 142,86 mal solange wie die Trübsalszeit. Es steht aber gefühlt 14286 mal weniger darüber in der Bibel. Genaugenommen erschöpft sich der Bericht darüber in Offenbarung 20, 4:

"Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre."

Ein Vers. (Gut, evtl. zehn, wenn man den Kontext noch dazunimmt). Schon happig.

Der Grund ist der: Gott ist viel lieber, du liest über die Trübsalszeit, als daß du sie erlebst. Deswegen warnt er wortreich davor.
Mit dem 1000-jährigen Reich ist es genau umgekehrt: Gott möchte, daß du es erlebst und nicht nur davon liest. Da es sowieso unsere Erwartungen übertreffen wird, spart er sich die Beschreibung.

Die Trübsal ist eine Abkürzung und Komprimierung des normalen Laufs der Geschichte. Normalerweise leben Völker und Nationen ihr Leben ganz gemächlich und machen sich ab und zu Gedanken über Gott. In Zeiten der Krise, des Krieges oder klimatischer Veränderungen suchen sie ihn hingegen intensiver. Während der Trübsal nun werden die Zeiten der Gemächlichkeit aus dem Zeitlauf genommen und die Menschen nonstop mit schicksalhaften Problemen konfrontiert. Sie können nicht anders, sie müssen über Gott nachdenken und sich für oder gegen ihn entscheiden.

Während dieser Krisenzeit zieht sich Gott keineswegs zurück. Im Gegenteil, anhand von Joel 3, 1-5, ist ersichtlich, daß Gott noch einmal eine Geistausgießung wie zu Pfingsten stattfinden läßt. Hunderttausende vollmächtiger Evangelisten werden die Welt mit dem lebendigen Wort Gottes konfrontieren. (Offenbarung 7).
Im dann entstehenden Reich des Antichristen wird es obendrein zwei "Oberstörenfriede" geben, die schalten und walten werden wie einst Mose und Aaron vor dem Pharao. Mit Plagen und allem drum und dran. (Offenbarung 11). Es wird viel Blut fließen. Hunderte von Millionen von Menschen werden in dieser Zeit zu Jesus kommen und dafür den Märtyrertod sterben. Zum Schluß kommt Jesus persönlich wieder (und wir mit ihm), und befriedet die Welt.
Für 1000 Jahre.
Danach erschafft er einen neuen Himmel und eine neue Erde.

"Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig." (Offenbarung 21, 5).

Montag, 7. Mai 2018

Predigt der Woche? Kommt noch!

"Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad."
Psalm 119, 105

Liebe Freunde im Netz: 
Die "Predigt der Woche" für diese Woche wird kurzfristig nachgeliefert. Daß sich das diesmal verzögert, hat technische Gründe. Wir kriegen das aber hin.

Apropos "Freunde im Netz":
Letzten Mittwoch ist ein junges Paar samt Baby drei Stunden angereist, um am Bibelabend mit dabeizusein. Das waren ganz charmante Leute. Ich bitte euch aber, euch per Email vorher anzukündigen, wenn ihr von so weit her kommt, damit ich dann auch Zeit für euch habe, die ich mir natürlich gern nehme. Ein Herr aus Österreich, der sage und schreibe vier Stunden anreiste, hat das neulich gemacht und das hat ganz gut funktioniert.

Ein Dank auch an alle unsere regelmäßigen (und unregelmäßigen) Unterstützer. Es ist schön zu sehen, daß ihr den Dienst fördert, wenn er euch etwas bringt, und nicht nur nehmt. Vergelt's Gott.

"Nicht, daß ich die Gabe suche, sondern ich suche die Frucht, die sich zugunsten eurer Rechnung mehrt." (Philipper 4, 17).

Sonntag, 6. Mai 2018

RIP: Oma Klara

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16.

Am Donnerstag ist Oma Klara O. zum Herrn gegangen. Wir haben sie am Montag nochmal besucht. Sie wurde im Februar 85, war im Rahmen ihrer Familie viele Jahre Gemeindemitglied, buk treu leckere Kuchen und Torten für den Sonntag und fuhr bis letzten November noch selber mit dem Auto. Zuletzt war sie bereit für die Ewigkeit und wollte gehen. Sie konnte nicht mehr.

Requiesce in pacem: Möge sie in Frieden ruhen bis zum Tag der Auferstehung.
Ihrer Familie gilt unser Beileid. Doch wir haben einen Trost. Wir wissen, wo sie hingegangen ist.

"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Johannes 11, 25).

Just married!

"Und Gott, der HERR, sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht."
1 Mose 2, 18

Gestern haben Soffi S., (entschuldige, Sophia 😉), und Nico G.(itarre) den Bund fürs Leben geschlossen. Im Schloß. In der dortigen Kapelle.
Die Braut sah atemberaubend aus.
Der Bräutigam wirkte schwer beeindruckt. Wir waren es auch.

Dem Brautpaar viel Glück und Gottes reichen Segen auf all seinen Wegen.

Freitag, 4. Mai 2018

Taufe für Tote?

"Was werden sonst die tun, die sich für die Toten taufen lassen? Wenn überhaupt Tote nicht auferweckt werden, warum lassen sie sich denn für sie taufen?"
1 Korinther 15, 29.

„Pastor, ich hab da mal eine Frage. Im 1 Korintherbrief steht, dass sich da welche für Tote haben taufen lassen. Klingt komisch. Geht das überhaupt?“

Die Gemeinde in Korinth war eine sehr lebendige, aber auch fleischliche Gemeinde. Die trieben dort alles mögliche und waren offen für geistliche Modeerscheinungen. Einige ließen sich auch für Tote taufen—was nicht heißt, dass das richtig war.
Im Gegenteil.
Paulus befürwortet diese seltsame Taufe nicht etwa, vielmehr weist er auf die Inkonsequenz im Denken dieser Leute hin. Einerseits behaupteten die nämlich, es gebe keine Auferstehung, (Vers 12), andererseits ließen sie sich für Tote taufen. Dabei ist die Taufe doch symbolisch ein Begräbnis und eine Auferstehung. Wieso lassen sich die also taufen (und vollziehen damit eine symbolische Auferstehung), wenn sie gar nicht an eine Auferstehung glauben? Darum geht es in diesem Satz.

Eine Taufe ist nur dann sinnvoll, wenn der Täufling an Jesus und sein Erlösungswerk, und damit an Tod und Auferstehung Christi, glaubt. Niemand kann sich für einen anderen taufen lassen. Jesus selbst sagt: „Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden. Wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.“ (Markus 16, 16). Strenggenommen ist die Taufe nicht heilsnotwendig. Der Glaube schon.
Dieser Glaube kommt aus dem Hören des Evangeliums. Deshalb ist Paulus sogar so kühn und sagt:

"Christus hat mich nicht ausgesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen." (1 Korinther 1, 17).

Mittwoch, 2. Mai 2018

Kreuze in Bayern

"...diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie überwinden; denn es ist Herr der Herren und König der Könige."
Offenbarung 17, 14.

Zur Zeit regt sich die Journaille darüber auf, dass der bayerische Ministerpräsident Söder Kreuze in den Amtsstuben aufhängen lassen will. Zu seinen lautesten Kritikern gehören ausgerechnet Kirchenfürsten, was ein wenig so ist als würde ein Stromlieferant gegen Kraftwerke wettern.
Ich persönlich finde die Kreuze gut.
Sie sind Wegweiser in die Vergangenheit und weisen uns auf unsere Geschichte hin, und die hat nun einmal nichts mit Wüstengöttern und Halbmonden zu tun, sondern mit dem Kreuz Christi.
Und: Wenn immer behauptet wird, die sogenannte Aufklärung hätte uns Freiheit, Kapitalismus und Demokratie beschert, dann stimmt das überhaupt nicht. Die französische Revolution hat Bonaparte vorgebracht, nicht die Freiheit.
Die Bibel lehrt, dass der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Als man Gott mit dem Affen ersetzt hat, ebnete das den Weg für die atheistischen Ideologien des zwanzigsten Jahrhunderts. Zur Nazizeit dachte man, der Stärkere würde überleben. Heute glaubt man immer noch an Darwin. Doch heute meint man erkannt zu haben, dass nicht die Starken, sondern die Angepassten am ehesten überleben. Die Konsequenzen dieses Denkens entfalten sich vor unseren Augen.
Nun gut.
Ist das Kreuz ein religiöses oder ein politisches Symbol?
Das kommt drauf an. Natürlich steht das Kreuz in erster Linie für das Kreuz Christi, an dem die Erlösung der Menschheit erkauft wurde. Doch Jesus ist auch ein König. Die Offenbarung nennt ihn sogar König der Könige. Es könnte also sein, dass irgendwann in jedem Amtsgebäude auf dem Planeten ein Kreuz hängt. Nämlich dann, wenn Jesus zurückgekehrt ist und von Jerusalem aus sein Friedensreich regiert. Man wird es dann gern und ganz zwanglos aufhängen. Und nicht einmal landeskirchliche Funktionäre, (deren Gehalt der Staat jetzt schon bezahlt), werden dann noch etwas dagegen haben.
Der Zusammenhang zwischen Kreuz und König wurde übrigens schon auf dem Originalkreuz schriftlich hergestellt:

"Pilatus schrieb aber auch eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazoräer, der König der Juden." (Johannes 19, 19).

Freitag, 27. April 2018

Was beherrscht dein Denken?

"Einer, der das Oberkleid ablegt am Tag der Kälte, Essig auf Natron, so ist einer, der einem traurigen Herzen Lieder singt."
Sprüche 25, 20.

Ein Verzweifelter stand auf einer Brücke und blickte in die Tiefe.
Ein barmherziger Samariter bremste scharf, sprang aus dem Auto und rief, "Um Himmels Willen, springen Sie nicht!"
Der Verzweifelte drehte sich um zu ihm und sagte, "Wenn Sie wüßten, was ich für Probleme habe..."
Der Samariter hatte einen Geistesblitz. "Erzählen Sie mir davon."
"Also gut," sagte der Verzweifelte. Dann begann er zu reden.
Der barmherzige Samariter setzte sich neben ihn und hörte zu.
Zwei Stunden später sprangen alle beide.

Es ist schon wichtig, wem du dein Denken widmest.
Worauf blickst du gewohnheitsmäßig: Auf deine Probleme oder auf den Herrn?
Wenn deine Welt wieder einmal untergeht, dann denk daran, daß der Herr dir helfen will. Dazu braucht er jedoch deinen Glauben. Glaubst du an die Güten Gottes? Dann dank ihm dafür, daß er hinter den Kulissen daran wirkt, daß du schon nicht zu kurz kommst.
Glaube! Und der Weg, den du gehst, wird sichtbar, erst verschwommen, dann immer deutlicher.
Springen ist keine Alternative.

"Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt! ... Und der Gott des Friedens wird mit euch sein." (Philipper 4, 8-9).

Donnerstag, 26. April 2018

Was machte Johannes den Täufer zum Größten?

"Wahrlich, ich sage euch, unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer..."
Matthäus 11, 11.

Ich habe mir manches Mal überlegt, warum genau Johannes der Größte war und ein solches Lob von Jesus bekommen hat. Noah, Hiob, Mose, Elia, David, Jesaja, Daniel...: Es gibt viele, die viel mehr geleistet haben als Johannes, wenn man mal das Große Ganze betrachtet. Johannes kam aus der Wüste und predigte Umkehr.
Das war alles.
Er überbrachte kein ewiggültiges Gesetz, rettete nicht spektakulär die ganze Menschheit, (nicht einmal ein Weltreich), er sagte nicht das Leiden des Messias detailliert vorher. Er tat nichts dergleichen. Er sagte nicht viel mehr als, "Kehrt um, denn Gericht ist im Anmarsch. Wenn ihr umkehrt, dann kommt der Messias und rettet euch vor dem Gericht. Also kehrt um, aber richtig, denn der Messias läßt sich kein X für ein U vormachen. Er kommt und drischt sein Feld. Den Weizen wird er in die Scheune fahren, die Spreu wird er verbrennen. Seid Weizen, nicht Spreu."
Viele vor ihm predigten ähnlich.
Viele wurden deswegen, wie er, umgebracht.
Was machte Johannes so besonders in den Augen Jesu?
Daß er sein Cousin war? Kaum, denn vor Gott sind ja alle Menschen gleich.
Es war natürlich sein Charakter, der ihn so auszeichnete. Denn normalerweise lieben die Menschen das Ansehen, den Erfolg und den Ruhm, wenn er sich einstellt. Diese Dinge teilen sie nicht gern. Wenn ein neuer Laden aufmacht, der dieselben Dinge verkauft, wie ein anderer, dann freut sich der alte Ladeninhaber nicht über die neue Konkurrenz. Die Tendenz ist dann, den anderen abzusägen.
Das tat Johannes nicht.
Er ruhte in Gott. Er wußte, daß er nicht der Messias war und maßte sich dieses Amt auch nie an.
Er war sich im klaren darüber, daß einer kommen würde, der einen viel "besseren Laden" als er eröffnen würde und daß die Leute dann zum Neuen gehen würden. Und er kam damit klar.
Er sagte, "Er muß wachsen, ich aber abnehmen." (Johannes 3, 30).
Sich nicht vorzudrängen, im Hintergrund zu wirken und damit zufrieden zu sein, die zweite Geige gut zu spielen, das machte Johannes in den Augen Gottes groß. Es war sein Glaube und seine Demut. Und sein Gehorsam, in dem sich seine Hauptqualitäten niederschlugen.

Ich frage mich natürlich auch, warum Johannes nach der Taufe Jesu, den er als Lamm Gottes, das die Sünden der Welt wegnimmt, erkannt hatte, nicht nachfolgte. Warum hat er sich nicht Jesus angeschlossen? Er hätte von Anfang an eine führende Rolle unter den Jüngern Christi gespielt. Denn Petrus, Andreas und viele der anderen waren bereits Johannesjünger. Jesus hätte einen mächtigen Helfer gehabt, einen (Seelen-)Verwandten, mit dem er hätte reden können wie mit sonst keinem. Keiner hat Gottes Plan so gut gekannt wie Johannes. Zwar hatte auch er Fragen, aber trotzdem.
Wäre Johannes statt Petrus der erste Pfingstprediger geworden?
Wäre er der erste Pastor der Gemeinde in Jerusalem geworden?
Was hätte Paulus alles von ihm lernen können?
Nun, Johannes starb noch vor der großen Zeit Jesu.
Schade.

"...der Kleinste aber im Reich der Himmel ist größer als er." (Matthäus 11, 11).

Mittwoch, 25. April 2018

Schön war's mit Ed Traut

"Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre."
Lukas 8, 8.

Wir hatten einen schönen Abend mit Ed Traut und Michael Mierich, der ihn begleitete. Manche fuhren mehr als zwei Stunden, um mit dabeizusein. Viele haben ein persönliches Wort vom Herrn bekommen.

Falls du da warst und kein Wort bekommen hast: Dann ist deine Krise, (derentwegen du ein Wort vom Herrn wolltest), vielleicht doch nicht so groß, wie du dachtest. Probleme sind zeitlich, das Wort Gottes, (damit meine ich jetzt das geschriebene), bleibt ewig. Es beinhaltet eine große Zahl von Verheißungen, die der Herr in deinem Leben wahrwerden lassen will. Ergreife sie im Glauben, bekenne sie kühn und erlebe, wie dich der Herr segnet.

"Und der HERR war mit ihm und ließ keins von allen seinen Worten auf die Erde fallen." (1 Samuel 3, 19).

Montag, 23. April 2018

Ed Traut im CGZ

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi."

Heute abend spricht unser guter Freund Rev. Ed Traut im CGZ.
Ed ist das, was das Neue Testament einen Propheten nennt. (Es besteht ein gewisser Unterschied zu dem im Alten Testament). Alle Christen haben, im Gegensatz zu den Gläubigen des Alten Testaments, den Heiligen Geist und können von Gott hören. Doch Jesus hat in seine Gemeinde auch Propheten gesetzt. Sie geben Leuten individuelle Worte weiter, die der Auferbauung, Ermahnung und Tröstung dienen.
Propheten gibts relativ wenige. Deshalb ist es gut und wichtig, dabeizusein, wenn einer da ist.
Eine Dienstgabe ist ein "Gnadenort" Gottes. Er wirkt durch sie auf besondere Weise. Wenn ein Durstiger in der Wüste Wasser will, dann muß er in die Oase kommen. Denn morgen zieht die Oase (in diesem Fall Ed) weiter.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.

Samstag, 21. April 2018

Die-Bibel.de

"Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist, denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben."
Josua 1, 8.

Habe festgestellt, daß meine Elberfelder Übersetzung der Bibel ein bestimmtes Wort an einer bestimmten Stelle nicht übersetzt, sondern überaus frei interpretiert, also den Wortlaut ändert und obendrein die Grammatik. Aus Aorist-Vergangenheit wird Präsens, aus passiv wird aktiv, aus dem Konjunktiv quasi ein Indikativ. Das geht auf keine Kuhhaut.
Anstatt nun zum Regal zu wetzen und andere Übersetzungen zu wälzen, habe ich es gewagt. Ich habe nach der Luther 2017 online geschaut.
Und bin froh, daß ich das gemacht habe.
Nicht wegen der Übersetzung. Die Luther 2017 überstetzt die Stelle ebenfalls grottig frei und nicht so, wie sie im Urtext steht. Doch www.die-Bibel.de hat noch andere Übersetzungen auf Lager! Nicht nur Luther 1984, die am weitesten verbreitete Übersetzung Deutschlands, ist dabei, sondern auch die Genfer, Zürcher, Menge, Gute Nachricht (eigentlich keine Übersetzung, sondern eine Art unverbindlicher Nacherzählung, (finde ich)) und die Schlachter Bibel sind auch sofort abrufbar! Die Schlachter endlich übersetzt, was im Griechischen tatsächlich dasteht. (Es handelt sich um das Wort kataxioo und seine Bedeutung in einem bestimmten Zusammenhang).
Go Franz Eugen!
Ich werde wieder mehr Schlachter lesen. (Diese Übersetzung war tatsächlich auch meine erste nach meiner Bekehrung, abgesehen von der Lutherbibel meiner Oma, die meine allererste war).

"Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad." (Psalm 119, 105).

Dienstag, 17. April 2018

Phänomenal (and free): Logos Bibelsoftware

"Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach."
Markus 14, 38.

Neulich saß sich vor meinen Computer und stellte eine Predigt zusammen. Da kam mir beim Lesen meiner Computerbibel die Idee, ein bestimmtes Wort im griechischen Urtext nachzuschauen.
Doch dazu hätte ich mich erheben müssen.
Ich hätte in meine Bibliothek hinübergehen müssen, hätte dort die Interlinearübersetzung oder die griechische Konkordanz suchen müssen, hätte den toten Baum dann aus dem Regal nehmen, hätte ihn aufschlagen, das Wort mühsam suchen und mir merken müssen, um dann zum nächsten (schweren!) Buch zu greifen, nämlich einem Lexikon—nur um dann zurückzugehen und wieder von meinem Computer platzzunehmen, um meine neugewonnenen Erkenntnisse in die Tastatur zu hauen.
Der Aufwand!
Ich schaute also im Internet nach, ob es nicht mittlerweile Bibelsoftware gibt, die mir diese lästigen Tätigkeiten ersparen kann.
Und ich wurde fündig.
Logos Bibelsoftware gibt's in verschiedenen Editionen, für 999 $ oder auch 3500 $, je nachdem welches Paket man wählt.
Ich kratzte mich am Kopf und dachte mir: Für soviel Geld kann ich einen Minijobber (oder eine/n Minijobber/in, wie man heute sagt) anheuern, der mir bei Bedarf die Bücher bringt und wieder ins Regal stellt. Doch Bibelschüler, mit denen man sowas machen kann, sind in unserer Gegend rar. Außerdem hätte ein solches Vorgehen wohl einen Ruch von Dekadenz.
Also suchte ich nach „bible software free.“
Und wurde abermals fündig!
Von ebenjener Logos Bibelsoftware, die so umfangreich und teuer ist, gibt's auch eine überhaupt nicht mickrige Umsonst-Edition. Und die kann alles, was ich will. Es stehen zwar statt 20 nur 2 Übersetzungen zur Verfügung und die sind auf Englisch. Auch sind keine 100-bändigen Kommentare dabei. Doch wenn ich jetzt die Bedeutung eines Bibelwortes im Urtext nachschauen will, dann muss ich mich nicht mehr schwerfällig zum Regal bemühen, sondern kann mit der Maus rechtsklicken und dann taucht das griechische Lemma auf.
Super.
Wenn sich das mal anschauen will: Hier ist der Link.

"Sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte." (Apostelgeschichte 17, 11).

Freitag, 13. April 2018

Warum stehen bibeltreue Amis hinter Trump?

"Das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache."
1 Korinther 1, 27.

„Pastor, Trump ist ein Schwein, ein xxx und ein xxx. Er macht mit einer Pornodarstellerin und einem Playboy-Bunny rum und zahlt denen Schweigegeld. Furchtbar. Warum stehen trotzdem so viele bibeltreue Christen in Amerika hinter ihm? Spinnen die?“

Trump ist kein Heiliger.
Aber die Alternative ist schlimmer.
Deswegen.

In seinem Wahlkampf 2016 hat Trump versprochen, sich für religiöse Freiheit und das ungeborene Leben einzusetzen. Außerdem wollte er verfassungstreue Richter ernennen, die nicht als Aktivisten Rechte erfinden, für die es im Kongress und in der Gesellschaft keine Mehrheit gibt. (Aktivistische Richter im ersten Senat des deutschen Verfassungsgerichts haben letztes Jahr beispielsweise mit 7 zu 1 Stimmen ein drittes Geschlecht erfunden. Am Bundestag vorbei, wissend, dass es dort für sowas keine Mehrheit gibt).
Trump hat seine diesbezüglichen Versprechen gehalten. Das ist vielen Christen wichtiger als das, was der Mann vor 10 Jahren mit irgendwelchen Schauspielerinnen getrieben hat. Die Abtreibungslobby NARAL zum Beispiel jammert, Trump sei, was den Widerstand gegen Kindstötungen im Mutterleib angeht, der „schlimmste Präsident, der uns je untergekommen ist.“ Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, was für ein Hallodri Trump lange Zeit war.
Außerdem hat er bereits bis heute Dutzende berechenbare, verfassungstreue junge Richter eingesetzt, die das amerikanische Rechtssystem auf Jahrzehnte hinaus prägen werden. Das ist ein Glücksfall.

Und er setzt sich für die Religionsfreiheit ein, die unter Obama stark gelitten hat, was hierzulande nie zur Sprache kam, weil es in den Redaktionsstuben niemanden interessierte.
Obama wollte Kirchen und Universitäten ihren Gemeinnützigkeitsstatus aberkennen, sollten sie sich gegen die gleichgeschlechtliche „Ehe“ aussprechen. Die Nonnen der Little Sisters of the Poor sollten über ihre Krankenversicherung dazu gezwungen werden, Abtreibungen und Verhütungsmittel zu finanzieren. Ärzte und Krankenschwestern sollten dazu gezwungen werden, auch gegen ihr Gewissen Abtreibungen vorzunehmen.
Hillary Clinton hat versprochen, solcherlei Angriffe noch zu eskalieren. Bereits 2015 forderte sie, dass religiöse Überzeugungen sich ändern müssten, wenn sie ihrer Agenda im Wege stünden. Noch nie hat ein amerikanischer Mainstream-Präsidentschaftskandidat die Religionsfreiheit unverhohlener bedroht als Clinton.
Trump hingegen hat im Gesundheitsministerium eine Behörde namens Conscience and Religious Freedom Division geschaffen, welche u.a. die Bürgerrechte von Ärzten und Schwestern schützt, die sich weigern, an Abtreibungen mitzuwirken.
Trump hat in seinem ersten Jahr vermutlich mehr für das ungeborene Leben und die religiöse Freiheit getan als jeder andere moderne Präsident. Das wiegt schon was.

"Der HERR ist ein Gott des Wissens, und von ihm werden die Taten gewogen." (1 Samuel 2, 3).

Dienstag, 10. April 2018

Geduld

"Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben."
Jakobus 5, 10.

In den Universitäten des Mittelalters und der frühen Neuzeit lehrte man nicht unbedingt die Bibel, sondern vor allem Aristoteles. Der war sicher einer der größten Denker aller Zeiten. Doch in manchen Dingen lag er phänomenal daneben. So war sein wichtigster Satz über die Gravitation schlicht falsch. Er behauptete nämlich, dass zwei Gegenstände aus dem gleichen Material unterschiedlich schnell zu Boden fallen würden, der schwere schneller als der leichte.
Der selber geniale Galileo Galilei, Professor an der Universität von Pisa, zweifelte öffentlich an Aristoteles. Er behauptete: Zwei unterschiedlich große Gegenstände aus dem gleichen Material fallen mit gleicher Geschwindigkeit und kommen gleichzeitig am Boden an.
Natürlich waren alle entrüstet, wie sich das gehört.
Doch Galileo stieg den berühmten schiefen Turm hinauf und ließ zwei Gegenstände fallen, und alle konnten sehen, wie sie gleichzeitig unten ankamen.
Er hatte also recht und Aristoteles unrecht.
Und was machten die Herren Professoren?
Sagten sie: „Also gut, Galileo. Du hast recht. Wir haben jahrhundertelang Quatsch gelehrt. Wir ändern das jetzt sofort und übernehmen deine Sichtweise, denn sie ist ja die Wahrheit. Entschuldige, dass wir dich angegriffen haben. So sorry.“?
Sagten sie das?
Nein.
Sie lehrten einfach weiter Aristoteles.
Der solchermaßen ignorierte Galileo hatte später noch viele Probleme mit den herrschenden Meinungen der Mächtigen. Er erlitt so manches Unrecht. Doch die Wahrheit war trotzdem auf seiner Seite. Sie setzte sich auch durch. Es dauerte halt nur eine ziemlich lange Weile.
Zum Schluss aber gewinnt die Wahrheit immer. Kein Mensch glaubt heute mehr an Aristoteles.

"Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." (Johannes 8, 32).

"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." (Johannes 14, 6).

Sonntag, 8. April 2018

"Seitenstechen" oder "Bibelleser wissen mehr"

"Bedenke, was ich sage! Denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen."
2 Timotheus 2, 7.

Ein kleiner Bub hatte im Kindergottesdienst gehört, dass Gott aus Adam eine Rippe entnommen hat, um daraus Eva zu machen. Der Kleine rannte atemlos zu seinen Eltern. Dort angekommen, hatte er Seitenstechen und sagte, „Ich glaube, ich bekomme eine Frau.“

Der Junge hatte zwar über das Wort Gottes nachgedacht, war aber nicht ganz bei der korrekten Schlussfolgerung gelandet. Der Kurze hat zu kurz gedacht.
Doch Gott hat uns verheißen, uns in allen Dingen Verständnis zu geben, wenn wir das Wort Gottes bedenken.
Dazu müssen wir es natürlich lesen.
Ich habe festgestellt, dass es förderlich ist, nicht nur hier und da ein paar Verse oder ein Kapitel zu lesen, sondern sich hinzusetzen und nach und nach ein ganzes Buch aus der Bibel durchzuziehen. Etwas passiert, wenn man sich mal auf eines konzentriert: Man beginnt zu verstehen, um was es dem Geist Gottes geht.

"Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen." (Johannes 16, 13).

Donnerstag, 5. April 2018

RIP: Edith B.

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16.

In diesen Tagen ist Edith B. gestorben. Sie wurde 85 und war seit Gründung der Gemeinde 1992 mit dabei, bis es aus Altersgründen nicht mehr ging. Viele kennen sie noch gut. Nun können wir ihr das letzte Geleit geben.
Der Aussegnungsgottesdienst findet am Montag um 11 Uhr auf dem Schweinfurter Hauptfriedhof statt.

"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Johannes 11, 25).

Sonntag, 1. April 2018

Frohe Ostern

"Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden."
Lukas 24, 5-6.

Das Grab ist leer.
Jesus ist auferstanden, nachdem er zu vor für die Sünden der Menschheit und viele andere ihrer Probleme gelitten hat.
Momentan ist er Erlöser, nicht Richter. Das kommt später.
Heute ist der Tag des Heils. Heute lädt er jeden ein, sich von Gott beschenken zu lassen.
Ich habe das heute morgen im Gottesdienst ein wenig ausgeführt und jetzt ist die Botschaft auf Youtube. Einfach bei OnlineKirche nach dem neuesten Video schauen oder HIER klicken.

Frohe Ostern.

Freitag, 30. März 2018

Karfreitag

"Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun."
Lukas 23, 34.

Viele Menschen wissen nicht, dass sie verloren sind. Wenn man es ihnen sagt, schauen sie einen an wie des Menschen bester Freund einen neuen Napf.
Sie haben ja auch keine Vergleichsmöglichkeit. Sie wissen es nicht besser. Sie wissen nicht, wie es ist, gerettet zu sein.
Manche leben aber auch mit einem diffusen inneren Unwohlsein, einem permanenten schlechten Gewissen, das sie nicht abschütteln können, so sehr sie auch versuchen, es zu ertränken, zu ignorieren, wegzurationalisieren oder zu entschuldigen.
Sie wissen, dass sie sich vielfach schuldig gemacht haben. Sie wissen aber auch, dass sie die Uhr nicht zurückdrehen können. Sie fühlen sich verloren.
Für diese Leute gibt es eine gute Nachricht: Gott vergibt Sündern.
Sie sind der Grund für den Gang Christi ans Kreuz. Er ging dort nicht hin, um gute Menschen besser zu machen, sondern um Verlorene zu Kindern Gottes zu machen. Er nahm ihre Schuld auf sich und litt für sie, damit sie nicht länger leiden müssen.
Nur eines ist nötig: Sie müssen Jesus um Vergebung bitten und ihm dann nachfolgen. Dann sind sie gerettet. Aus Gnade und ohne groß etwas dafür getan zu haben.

"Wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst." (Offenbarung 22, 17).

„Wie finanziert ihr euch?“

"Und es geschah danach, daß er nacheinander Städte und Dörfer durchzog, indem er predigte und die gute Botschaft vom Reich Gottes verkündigte, und die Zwölf mit ihm und ... viele andere, die ihnen mit ihrer Habe dienten."
Lukas 8, 1+3.

„Pastor, ich hab mal ne Frage. Das Love Schweinfurt-Event wurde doch von einer Stiftung finanziert. Wie ist das eigentlich, finanziert diese Stiftung auch die Gemeinde? Oder wo bekommt ihr euer Geld her?“

Nicht von der Stiftung und auch nicht vom Staat.
Das Christliche Glaubenszentrum finanziert sich ausschließlich durch Zuwendungen von Privatleuten, selten Firmen, die auf die ein oder andere Weise etwas von uns haben. Damit meine ich, dass sie entweder Gemeindemitglieder vor Ort sind oder uns im Internet begleiten.
Alle Geber geben freiwillig.
Wir haben keine Mitgliedschaft und ziehen keine Mitgliedsbeiträge ein.
Das Geld geht auch nicht an mich persönlich. (Schön wär's). Ich setze noch nicht einmal mein Gehalt fest. Vielmehr gehen die Zuwendungen an den Delta Christliche Dienste e.V., den Trägerverein des Christlichen Glaubenszentrums. Das ist die Gemeinde, deren Pastor ich bin. Von dem Geld unterhalten wir die Gemeinde und finanzieren die Mission. Wir sind als gemeinnützig anerkannt und verschicken am Ende des Jahres Spendenquittungen an Geber, die uns ihre Adresse mitgeteilt haben.
An dieser Stelle ein herzliches Danke an alle Geber. Ihr macht möglich, was wir tun. Gemeinsam bauen wir Gottes Reich. Euch gilt die Verheißung: "Gebt, und es wird euch gegeben werden." (Lukas 6, 38). Und Philipper 4, 19: "Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus."

Ganz ehrlich: Ich glaube nicht an Kirchensteuern. Entweder die Leute vor Ort finanzieren ihre Kirche. Die ist dann lebendig, denn niemand investiert in etwas Totes, an das er nicht glaubt. Oder sie tun es nicht. Dann gibt's halt keine Kirche und die Leute leben in selbstgewählter Ahnungslosigkeit, was Gott angeht. So einfach ist das.

Der legendäre Glaubensmann Lester Sumrall, der mittlerweile schon lange beim Herrn ist, war in den neunziger Jahren trotz seines hohen Alters zweimal Gast im CGZ. Dr. Sumrall war ein überaus erfolgreicher Weltmissionar, bevor er in den sechziger Jahren nach Amerika zurückging und dort einen der ersten christlichen Fernsehdienste aufzog—ich meine ein Netzwerk von Sendern. Er war für sein direktes Wesen und seine klaren Worte bekannt. Er fragte einmal, „Junger Mann, sind deine Leute Geber? Geben sie ihren Zehnten?“
Ich sagte, „Ja, Dr. Sumrall. Das sind gute Leute hier.“
„Gut,“ sagte er. „Wenn sie nämlich keine Geber sind, dann vergiss es. Geh woanders hin. Gott kann geizige Leute nicht segnen.“
Ich versicherte ihm, dass ich es genauso machen würde. Jedoch, in den letzten 25 Jahren hatte ich keinen Grund dazu.

Alles klar?

Sonntag, 25. März 2018

Full House

"Die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes."
2 Chronik 5, 14.

Zum Glück kamen nicht noch mehr.

Wir hatten bei Love Schweinfurt gestern in der Stadthalle einen wunderbaren Abend.
Er hat, ehrlich gesagt, meine Erwartungen übertroffen.
Die Tickets haben nicht gereicht. Ohne Ticket konnten wir niemanden in den Saal oder auf die Empore lassen, (Auflage der Stadt), sodass sich noch Dutzende Spätankömmlinge im Foyer stauten.
Gehört haben sie alle was.
Das Publikum war gemischt, wenn auch die Christen wahrscheinlich überwogen. Ich habe 80-jährige getroffen und Babys, und alle Altersgruppen dazwischen, wobei die junge Leute klar überwogen. (Und für die haben wirs letztendlich ja auch gemacht).
50 Mitarbeiter waren in den verschiedensten Diensten aktiv. (Aufbauhelfer, Ordner, Security, Garderobe, Koch-Putz-Spül-Team, usw.). Sie haben alle miteinander eine großartige Arbeit geleistet. Und die weltlichen Mitarbeiter, die wir für die Technik angeheuert haben, haben den positiven Unterschied zu anderen Veranstaltungen gemerkt.
Dank auch an die Biblische Gemeinde Schweinfurt und das hiesige Gebetshaus für ihr Engagement. Ihr wart super.
Und noch einmal ausdrücklichen Dank an R.W. und die God loves You Foundation aus Würzburg, die das Event finanziert haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass einen eine Stiftung mit soviel Vorschussvertrauen (und Euros) ehrt, wie die GLYF das mit uns getan hat. Doch euer Vertrauen hat sich gelohnt. Gott hat L-SW gesegnet.
Insgesamt waren in der Spitze etwa 650 Personen auf dem Gelände anwesend. Das ist ziemlich gut. (Hey, wir sind die fränkische Provinz! Hier ist nicht Los Angeles). (Und natürlich war nie mehr als die amtlich erlaubte Personenzahl in der Halle, sag ich jetzt mal).

Die Könige und Priester haben wunderbare Vibrations vom Himmel geholt.
Steve Zschunke hat in seiner Message mit großer Klarheit die Liebe Gottes verdeutlicht.
Menschen haben sich zur Nachfolge Christi entschieden. Sie laden wir ein, mal bei einer der auf den Gästekarten, die sie bekommen haben, vermerkten Gemeinden vorbeizuschauen. Denn als Christ ist man keine Insel, sondern ein Glied am Leib Christi (und damit unersetzbar, denn kein Leib hat überflüssige Glieder).
Hinterher haben sich noch hunderte von Gesprächen ergeben.
Einen Livestream hat es nicht gegeben. Wir haben die Veranstaltung nicht großflächig aufgenommen. (Bei historischen Ereignissen muss man einfach live dabeisein).

"In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir." (Lukas 10, 21).
Schön war's.

Hier noch ein paar Impressionen:

Das ist eines unserer großen Plakate. Insgesamt waren 14 über die Stadt verteilt.
(Gemietet hatten wir für die Zeit vom 9. bis 19.3. Doch viele Wände hatten keine Nachmieter, so daß unsere Plakate auch noch die darauffolgenden 10 Tage hingen, (ohne extra zu kosten).
 

Der Countdown läuft. Noch 4 Minuten und 35 Sekunden bis das Event beginnt.
Die Halle ist schon voll.



Johanna und Markus B. moderieren den Anfang.


Die Band hat gerade losgelegt.


Steve Zschunke spricht vor vollbesetztem Haus zum Thema "Was ist Liebe".

Freitag, 23. März 2018

Samstag ist es soweit: "Love Schweinfurt" steigt!

"Er sprach aber zu ihnen: Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte!
Lukas 10, 2

Morgen ist also endlich der große Tag: Unser Könige und Priester-Konzert in der Stadthalle findet statt! Um 19:00 Uhr! Erst spielt die Band für 1 Stunde. Dann wird Steve Zschunke kurz und knackig das Wort bringen. Dann gehts wieder mit Musik weiter.
Und hinterher gibt's was zu futtern.

Noch mal an alle unsere geschätzten Mitarbeiter:
Wir treffen uns ALLE um punkt 17:00 Uhr zwecks Einweisung. Jeder Mitarbeiter bekommt dann auch ein Namensschild zum umhängen.
Die Stadt hat uns einige Auflagen gemacht, über die wir noch sprechen müssen.
Auch wenn der Eintritt für das Event frei ist, verteilen wir trotzdem Eintrittskarten, da die Besucherzahl amtlicherseits nach oben begrenzt wurde. Sind die Karten alle, kommt keiner mehr rein, (damit uns die Feuerwache nicht die Bude zumacht). Die Ordner kontrollieren am Eingang zum Saal und zu Empore, ob die Besucher auch Karteninhaber sind: No ticket, no fun.

Liebe Security-Mitarbeiter: Bitte denkt daran, Taschenlampen mitzubringen.

Lasst uns morgen alle miteinander einen richtig guten, freundlichen, jesusmäßigen Eindruck machen, sodass die Besucher einen schönen Abend erleben.

Bis morgen dann!

"Und es war große Freude in jener Stadt." (Apostelgeschichte 8, 8).

Donnerstag, 22. März 2018

Die Bibel und der Kohleneimer

"Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen."
Markus 4, 2.

Meine Frau kam gerade aus Amerika zurück und hat mir zu meiner Erbauung (und Erheiterung) aus Amish Country eine Zeitung, die dort alle zwei Wochen erscheint, mitgebracht. Die Amischen sind deutschstämmige Siedler, die heute noch leben wie vor 200 Jahren. Es gibt sie vor allem in den Staaten Pennsylvania und Ohio. Sie kamen einst vor allem aus der Schweiz und der Pfalz, um hier ihren christlichen Glauben ungestört leben zu können. Sie haben Nachnamen wie Kurtz, Coblentz oder Schwarzentruber und leben in Städten, die Fryburg, Fredericksburg oder Millersburg heißen. Viele reden sogar noch deutsch.
Die meisten weißen Amerikaner sind übrigens deutscher Abstammung. 23 % von ihnen. Bis heute. Die Amis sind mehr mit uns verwandt als mit jedem anderen Volk.
In dieser Zeitung, (die es so in Deutschland nicht gibt, ich kann also keinen Vergleich anführen), stehen viele besinnliche Geschichten, Nachrichten, alberne Unterhaltung und so manche Werbung, die hierzulande die ein oder andere Behörde auf den Plan rufen würde. (Die Quacksalberei feiert fröhliche Urständ).

In dieser Zeitung also wird eine Geschichte aus den Bergen von Ost-Kentucky kolportiert.
Dort lebte einst ein Großvater mit seinem jungen Enkelsohn. Der Junge sah seinen Opa jeden Morgen die Bibel lesen. Da der Bub in jeder Hinsicht sein wollte wie der Alte, steckte auch er seine Nase in das dicke Buch.
Eines Tages fragte der Junge, „Opa, ich versuche die Bibel zu lesen, so wie du, aber ich versteh sie nicht. Was ich verstehe, das vergesse ich gleich wieder. Was nützt es, die Bibel zu lesen?“
Der Großvater, der gerade Kohle nach gelegt hatte, sagte, „Nimm diesen Kohleneimer und geh zum Fluss und hol einen Eimer Wasser.“
Der Bub tat wie geheißen. Doch bevor er wieder beim Haus ankam, war das Wasser durch die Löcher im Kohleneimer ausgelaufen, und zwar völlig.
Der Großvater lachte und sagte, „Das nächste Mal musst du schneller laufen.“
Der Bub ging noch einmal und beeilte sich sehr. Doch der Eimer war wieder leer.
„Probier's noch einmal!“
Der Junge flitzte diesmal so schnell wie er konnte, das Wasser hatte sich jedoch trotzdem wieder verflüchtigt.
„Opa, das geht nicht,“ sagte der Knabe atemlos. „Das ist nutzlos, was ich da mache.“
„So so, du denkst das bringt nichts.“ Der Alte kraulte sich den Rauschebart. „Schau mal den Eimer an.“
Der Bub tat wie geheißen und da fiel ihm auf, dass der vormals kohlenschwarze Eimer nun blitzte und blinkte. Er war sauber geworden.
„Siehst du, mein Großer, dasselbe passiert wenn du die Bibel liest. Du verstehst sie vielleicht nicht gleich und erinnerst dich nicht an alles. Doch wenn du sie liest, dann verändert sie dich von innen heraus. Langsam aber sicher wirst du ein wenig mehr wie Jesus. Und so wie er willst du werden.“

Die Geschichte hat den intellektuellen Tiefgang des ländlichen Amerika und atmet dessen Glauben. Corny, könnte man sagen. Aber die Grundaussage stimmt: Das Wort Gottes verändert uns von innen heraus. Wenn wir uns drauf einlassen.

"Ohne Gleichnis aber redete er nicht zu ihnen." (Markus 4, 34).

Mittwoch, 21. März 2018

Event in der Stadthalle: Love Schweinfurt

"Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern!"
Matthäus 10, 27.

Unter dem Motto „Was ist Liebe? God is Love & Love is Real“ findet am 24. März um 19:00 Uhr ein Event namens „Love Schweinfurt“ in der Stadthalle statt. Es handelt sich um eine Initiative christlicher Gemeinden aus Schweinfurt.
Der Eintritt ist frei.
Gert Hoinle vom evangelisch-freikirchlichen Christlichen Glaubenszentrum ist es gelungen, für das Event eine der populärsten christlichen Pop-Rock-Bands Deutschlands, die „Könige & Priester“ aus Köln, zu gewinnen. Die bekannteste Musikerin der Band ist wohl Florence Joy, die mit achtzehn „Star Search 2“ auf Sat.1 gewann. Ihr Mann, Thomas Enns, belegte 2007 bei „Deutschland sucht den Superstar“ den sechsten Platz. Momentan tourt die Band, die auch immer wieder in Stadien spielt, durch Deutschland und macht in Schweinfurt Station.
Die Band ist laut.
Es empfiehlt sich, Ohrstöpsel mitzubringen.
Die Live-Message des Abends, eine kurze Ansprache, wird Steve Zschunke von der „Fearless Church“ aus Böblingen-Sindelfingen vortragen. Zschunke spricht regelmäßig vor Hunderten.
Nach dem voraussichtlichen Ende des Konzerts um 21:00 Uhr gibt es Fingerfood und alkoholfreie Getränke. Hierum kümmert sich das Catering-Team der Stadthalle.
Das Event hat auch eine eigene Website namens „www.Love-Schweinfurt.Info“, auf der weitere Informationen zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist, wie gesagt, frei.

Freitag, 16. März 2018

Bibelkommentar: Band 5, Isaak und Rebekka

"Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der HERR."
1 Mose 26, 12.

Habe gerade Band 5 meines Volksbibelkommentars auf Amazon veröffentlicht. Darin geht es um Isaak und Rebekka. Die beiden haben uns nämlich viel zu sagen.

Wie blickt ein Mensch auf die Welt, dessen alte Eltern von Gott wieder junggemacht wurden, explizit zu dem Zweck, ihn in die Welt zu setzen? Er weiß, daß er ein Wunder ist. Gott hat ihm sogar seinen Namen gegeben--Monate bevor er überhaupt gezeugt war!
Isaak wußte sich von Gott angenommen und geliebt, privilegiert und versorgt. Wenn man ihm etwas wegnahm, nahm er das hin und zog weiter. Und erlebte, daß Gott für ihn kämpfte. Er siegte durch Nachgeben.

Rebekka war da anders. Sie versuchte schon mal, Gott beim Erfüllen seiner Verheißungen unter die Arme zu greifen. Sie versuchte, ihr Glück zu erzwingen, und fiel dabei auf die Nase.

Gibt noch viel zu sagen. Aber man kann ja bald selber lesen, wenn man will.

"Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." (Matthäus 5, 5).

Dienstag, 13. März 2018

Was man so hört und sieht

"An Bächen wohnen die Vögel des Himmels, aus dichtem Laub lassen sie ihre Stimme erschallen."
Psalm 104, 12.

Dieser Tage war es soweit: Der zaghafte Amselschlag und das Piepen der Meisen auf meiner Terrasse ging auf in einem allgemeinen Großgezwitscher. Die Vögel sind wieder da. Zumindest manche, die besonders vorlaut sind. Sie tollen bereits miteinander herum und nachdem sie dann getollt haben, sammeln sie Zweiglein und Stroh und verschwinden damit im Gebüsch. Nester entstehen und die Brutsaison beginnt.
Ich warte eigentlich täglich auf die Bachstelzen, die sich um diese Zeit für gewöhnlich einfinden. Sie machen dann Schaulaufen auf dem First des Daches des Hauses nebenan.
Es gibt wieder was zu hören, wenn man das Fenster kippt.

Zu sehen gibt's zur Zeit auch was. Nicht im Gebüsch, sondern in der Stadt: Unsere Love Schweinfurt-Plakate! Plakatwände! Ich bin gestern aus Spaß an der Freude nach einem Leitertreffen durch die Stadt gefahren und habe sie bewundert, (aber nicht alle, denn es sind ziemlich viele und weiß auch gar nicht wo die alle stehen). Sie stehen jedenfalls an strategischen Stellen, die viel beachtet werden. Demnächst machen auch die Radiosender der Region auf das Event aufmerksam und die Nahverkehrsbusse werden mit 150 gut sichtbaren A1-Plakaten herumfahren.
Vom Fenster des Hauses, in dem das Leitertreffen stattfand, konnte man eine der Plakatwände an einer Kreuzung bewundern.
Sah gut aus.

Was wir an Mitarbeitern am 24. März grundsätzlich brauchen, sind "Mädchen für alles". Wenn du noch nicht verbindlich eingeteilt bist, sei bereit, dort zu helfen, wo du gebraucht wirst, egal ob das im Spülteam oder bei den Ordnern oder an anderer Stelle ist. Vielleicht habe ich irgendwelche Aufgabenbereiche übersehen, die sich dann während des Events unversehens auftun. Dann wäre es gut, jemanden zu haben, der in die Bresche springt.
Wir werden aber möglicherweise sogar zuviele Mitarbeiter haben. (Hoffe ich). Falls du nicht mitarbeiten musst: Genieß das Konzert.

Wenn du mitmachen willst: Die Mitarbeiter treffen sich zwecks Einweisung und Einteilung am Sonntag nach dem Gottesdienst. Wer aus einer anderen Gemeinde zu uns stößt: Wir versuchen, um spätestens 12:30 Uhr zu beginnen und um 13:00 Uhr alle Fragen beantwortet zu haben.

Am 24.3. gibt's dann was zu hören und zu sehen.

"Und David befahl den Obersten der Leviten, ihre Brüder, die Sänger, zu bestellen, mit Musikinstrumenten, Harfen und Zithern und Zimbeln, damit sie laut musizierten, indem sie die Stimme erhoben mit Freude." (1 Chronik 15, 16).

Sonntag, 11. März 2018

Führt Gott in Versuchung?

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt."
1 Korinther 10, 13.

Diese Schriftstelle kam heute Morgen in der Predigt vor, wo ich versucht habe sie im 2. Korintherbrief zu lesen, wo sie natürlich nicht steht.
Außerdem habe ich behauptet, der Psalmist sei in Psalm 79 befangen vor dem Alter. (Ist ja nichts für Weicheier). Dabei ist er das in Psalm 71, 9 + 18.
Was ist los mit mir?
Fehlt mir meine Frau? (Sie ist ja zur Zeit auf Reisen).
Gut, dass sie demnächst wieder kommt.
Egal.
Zurück zum obigen Vers: Paulus sagt, Gott schafft mit der Versuchung auch den Ausgang, sodass wir sie ertragen können. Kein gemütlicher Vers, zugegeben. Er gibt aber Hoffnung.
Ein Beispiel:
In Matthäus 4, 1 heißt es, „Dann wurde Jesus von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden.“ Der Geist ist der Heilige Geist. Der führte Jesus in die Wüste hinauf, explizit zu dem Zweck, dort geprüft zu werden. (Peirazomai bedeutet beides, versuchen und prüfen).
Jesus war dem Versucher jedoch nicht schutzlos ausgeliefert. Erstens kannte er das Wort Gottes sehr gut, sodass er auch den Willen Gottes genau kannte, sodass er sich auch nicht verstolperte, als der Versucher plötzlich begann, die Bibel zu zitieren. (Der kennt sie nämlich auch und kann Bibelstellen prima fehldeuten). Zweitens war er randvoll mit dem Heiligen Geist und damit nicht wirklich ansprechbar durch die niederen Triebe. Diese Versuchungen haben Jesus nicht mit voller Wucht getroffen. Er konnte sie gekonnt auskontern.
Der Vater hatte ihm mit der Versuchung auch den Ausgang geschaffen.
Denn Gott ist nicht an unserem Untergang interessiert, sondern an unserer Reife.
Hier noch ein Blick auf das Resultat dieser Prüfung:
"Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm." (Matthäus 4, 11).
Nicht schlecht.
Vielleicht dachte Jakobus an diese Begebenheit, als er schrieb:

"Widersteht aber dem Teufel und er wird von euch fliehen. Naht euch Gott und er wird sich euch nahen." (Jakobus 4, 7-8).

Wir haben übrigens jetzt auch einen Sanitätsdienst für unsere Love Schweinfurt-Evangelisation, (auch wenn ich nicht glaube, dass da jemand aus den Pantinen kippt). Dr. H und Dr. B werden sich jedenfalls ihre Notarztjacken anziehen und diesen noblen Dienst übernehmen.
Sie sind Gitarrist und Bassist in einer unserer CGZ-Lobpreisbands, (wobei die natürlich alle immer wieder in bunt zusammengewürfelter Besetzung miteinander spielen).
In 2 Wochen ist es schon soweit, dann steigt www.Love-Schweinfurt.info.
Juhu.

Mittwoch, 7. März 2018

Faire Warenrücksendung

"Alle suchen das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist."
Philipper 2, 21

„Hallo Pastor. Manche Geschäfte erlauben einem, Sachen zu bestellen, die man innerhalb von 30 Tagen wieder zurückschicken kann. Angenommen, ich brauche ein teures Gerät, um damit mal kurz was zu machen. Kann ich mir das schicken lassen, benutzen und dann wieder zurückschicken?“

Illegal ist es nicht.
Aber schlechter Stil.
Ganz schlechter Stil.
Denn die Firma schickt dir das teure Teil im guten Glauben, dass du es kaufen möchtest. Sie geht ein Risiko ein und vertraut darauf, dass du ein Ehrenmann bist—oder eine Ehrenperson. Sie vertraut darauf, dass du deine Egoismen im Griff hast. Sie weiß nicht, dass du ihren guten Glauben eiskalt ausnutzt und sie zu übervorteilen gedenkst.
Wenn das jeder macht, was du vorhast, werden Firmen ihre teuren Geräte bald nicht mehr jedem schicken. Außerdem werden die Dinger durch solches Verhalten teurer. Denn die Firma merkt natürlich, dass du den Gegenstand 30 Tage lang benutzt hast. Sie muss ihn nun umständlich wiederaufbereiten, sodass er wieder neu wirkt. Diese Kosten tragen all die unschuldigen, gutgläubigen Kunden, die sich zu solchen Schweinereien nicht hinreißen lassen.
Illegal ist es nicht.
Aber schlechter Stil.
Jesus würde sowas nicht machen.

"Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen. Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war."
Philipper 2, 4.