Samstag, 31. Dezember 2011

Auf ein gutes Neues!

"Ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat. Beständig sind die Augen des HERRN, deines Gottes, darauf, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres."
5 Mose 11, 12

Unsere Welt hat sich 2011 verändert, wie selten zuvor innerhalb einer Jahresfrist.

Erdbeben in der Türkei und Flutwellen in Japan töteten Zehntausende.
Im Hexenkessel der unterdrückten Völker Arabiens kämpfen sich neue Kräfte an die Macht.
Gaddafi, Kim Jong-il und die Atomkraft in Deutschland sind tot.
Der Euro und verschiedene seiner Staaten überlebt nur unter intensivster Pflege.
Obama hat den Irak aufgegeben und sämtliche Truppen abgezogen.
Ein norwegischer Massenmörder tötet 77 seiner Mitbürger, während diese auf der Insel Utoya mit Booten "Durchbrechen der Gazastreifen-Blockade" spielen.
Weltweit schlägt den Juden immer unverblümter ein längst überwunden geglaubter Haß entgegen.
Christen wurden verfolgt, wie nie zuvor in ihrer Geschichte.

Was bringt 2012?

Man fühlt sich an 1 Petrus 4, 17-18 erinnert, "Die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange beim Haus Gottes. Wenn nun zuerst bei uns, was wird das Ende derer, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?
Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo wird der Gottlose und Sünder erscheinen?"

Doch sieben Verse weiter schreibt der Apostel auch: "Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch." 1 Petrus 5, 6-7.

Gott sorgt für uns, auch in dunklen Tagen.

Doch wie genau wirft man seine Sorgen auf Gott?
Anders gefragt: Wenn ein Problem kommt: Wie groß ist deine Neigung, mit Gott zu rechnen?

Petrus war Optimist.
Er behauptete, er würde Jesus nie verraten.
Er tat's doch.
Dreimal!
Doch er empfing Vergebung und machte weiter. Er wurde ein vollmächtiger Apostel des Lammes.

Thomas war hingegen Pessimist.
Als Jesus nach Judäa zieht, wo man ihn töten will, sagt Thomas, "Laßt auch uns gehen, daß wir mit ihm sterben." (Johannes 11, 16).
Doch statt statt dem Tod zu begegnen, erlebt er das exakte Gegenteil: Er wird Zeuge einer Auferweckung! Der vier Tage tote, bereits riechende Lazarus kommt lebendig aus seinem Felsengrab hervor. (Johannes 11, 43).

Warum, denkst du, ist von Petrus soviel mehr überliefert als von Thomas?
Weil der eine optimistisch glaubte und der andere pessimistisch zweifelte.

Deshalb: Rechne mit Gott! Auch 2012.
Denn er ist gut und du bist sein Kind.

In diesem Sinn:
Einen guten Beschluß, wie man hier in Unterfranken sagt, und ein gutes Neues.

Freitag, 30. Dezember 2011

Stille Nacht mal anders

Europa war noch nie ein besonders freier Kontinent. Die falsche Meinung hat einem hier schon immer Schwierigkeiten eingehandelt.
Vor einigen Jahrzehnten bekam man Probleme, wenn man sich zu gut über Juden geäußert hat. Heute bekommt man Probleme, wenn man sich nicht gut genug über, sagen wir, Mohammed äußert.

Elisabeth Sabaditsch-Wolff weiß ein Lied davon zu singen. Sie wurde vom höchsten Gericht Österreichs dieser Tage in zweiter Instanz wegen eines Meinungsverbrechens verurteilt.

Frau S-W hatte in einem kleinen Seminar erwähnt, daß der islamische Prophet Mohammed eine Sechsjährige namens Aischa geheiratet und als sie neun war mit ihr die Ehe vollzogen hat.
Er war damals 54.
Diese Information ist nicht neu. Ihr Wahrheitsgehalt ist auch nicht umstritten.
Nach den Hadithen des Bukhari ist sie Fakt.
All das hat das Gericht auch nicht infrage gestellt. Vielmehr mißfiel ihm das "Übermaß an Meinung" das Frau S-W kundtat, indem sie bemerkte, Mohammed habe "etwas mit Kindern gehabt." Hierin sah das Gericht eine Herabwürdigung einer staatlich anerkannten Religion. Über ihre Feststellung, daß eine solche Kinderehe mit dem christlichen Erbe ihres Landes und den aktuellen Gesetzen unvereinbar sei, sowie ihre Sorge, Mohammeds Vorbild könnte Schule machen, wie in mohammedanischen Ländern zu beobachten, habe das Gericht nicht zu befinden.

Frau S-W hat nicht gehetzt. Sie hat nicht agitiert. Sie hat sich einem kleinen Kreis anvertraut. Bereits dies konnte das höchste Gericht Österreichs nicht dulden.
Man darf dort ungestraft die wüstesten Polemiken gegen Jesus veröffentlichen und seine Mutter als Sünderin stilisieren. Von Mohammed läßt man besser die Finger. Hierin unterscheidet sich Österreich nicht von Ländern, in denen die Scharia herrscht.

Dieses Urteil hätte auch in Pakistan gefällt werden können, oder in Afghanistan oder dem Nigeria der Boko Haram, die am Weihnachtsabend eine vollbesetzte Kirche in die Luft jagte.

Wird es wieder Nacht in Europa?
Stille Nacht, in der man wieder trotzig und leise singt, "Die Gedanken si-hind frei...!"

Das Urteil ist bestürzend und für mich ein Verrat an der Meinungsfreiheit.

Doch sei auch gesagt, daß wir Christen nicht in erster Linie auf der Welt sind, um gegen Mißstände agiteren, sondern um Jesus zu predigen.
Es gibt viele Gläubige, die sich da verzetteln.
Sie sind gegen Abtreibung, gegen Atomkraft, gegen die Todesstrafe, gegen Krieg, Umweltverschmutzung, Castortransporte, den Islam, usw. In manchen Bereichen ist ihr Engagement löblich, in anderen machen sie sich vor dem Herrn zum Affen.

Mit ständigem Wettern gegen die Fehler der Leute gewinnt man sie nicht für eine Umkehr.
Man stößt sie ab.
Dabei rät Salomo: "Durch langen Atem wird ein Richter überredet und eine SANFTE Zunge zerbricht Knochen." (Sprüche 25, 15).

Die Leute müssen hören, wie gut es ist, mit Jesus zu gehen.

Als man Paulus in Ephesus öffentlich anklagte, trat kein Geringerer als der Stadtschreiber vor den Mob und sagte, "Ihr habt diese Männer hergeführt, die weder Tempelräuber sind noch unsere Göttin lästern."
Paulus hatte offenbar keine Reputation, ein echter Artemisfresser zu sein.

Er predigte nicht gegen Artemis, sondern für Jesus!

Für wen oder was engagierst du dich?

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Schutz durch Freude

"Und er sagte zu ihnen: Geht hin, eßt fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet dem Anteile, für den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz."
Nehemia 8, 10

Diese Zeit "zwischen den Jahren" ist wunderbar dazu geeignet, abzuhängen, fett zu essen, Süßes zu trinken und das Leben im Fleisch zu genießen.

Ein paar Tage klappt das.

Doch bald stellt man fest, daß man sich bei aller Trägheitswilligkeit langweilt. Dann ist es wunderbar, körperlich wieder was zu tun zu haben. Und sei es nur die sportliche Betätigung.

Statt sich zu sorgen, empfiehlt Nehemia außerdem, sich am Herrn zu freuen.
Dazu muß man vom Problem weg- und auf Jesus hinschauen.
Nehemia schlägt vor, sich in den Sessel zu kuscheln, die Beine hochzulegen, und die Taten Jesu vor dem inneren Auge vorbeiziehen zu lassen.
Erinnere dich an die Siege, die Gott dir schon geschenkt hat. Laß die damalige Freude nochmal aufleben.

Diese Freude ist dein Schutz.

Nehemia behauptet allen Ernstes: Wenn du dich am Herrn freust, fahren die Probleme des Lebens ihre Krallen umsonst aus. Gott hilft dir, sie zu lösen, bevor sie richtig durchdringen.

Preis dem Herrn.

Samstag, 24. Dezember 2011

Geburtstagsgruß für Jesus

"Du vermehrst den Jubel, du machst die Freude groß.
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen:
Wunderbarer Ratgeber,
starker Gott,
Vater der Ewigkeit,
Fürst des Friedens.
Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.
Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun."
Jesaja 9, 2+5+6

Was stark für die Gottessohnschaft Jesu spricht, sind die vielen Weissagungen, mit denen die Propheten der Bibel sein Kommen, Wirken, Gehen und Wiederkommen vorhergesagt haben. In diesem Punkt ist er einzigartig. Kein anderer wurde derart oft und ausgiebig angekündigt. Jesaja 9 ist nur eine von vielen Stellen.

"Ein Kind ist uns geboren," von Maria.
"Ein Sohn ist uns gegeben," von Gott dem Vater.

Gewöhnlich ist die Zeugung der Anfang eines Menschen. Nicht so bei Jesus. Ihn gab es schon vorher.
"Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich."
Johannes 8, 58
Deswegen heißt es: Ein Kind wurde uns GEBOREN, ein Sohn GEGEBEN.

Der Sohn Gottes wurde Sohn, als er von Maria geboren wurde. Vorher kannte man ihn als das Wort Gottes. Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Dieses Ereignis feiern wir heute.

Alles Gute zum Geburtstag, Jesus.

Freitag, 23. Dezember 2011

Weihnachtsgottesdienst

"Und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war."
Lukas 2, 7

Morgen um 16 Uhr haben wir unseren traditionellen Weihnachtsgottesdienst.
Wir werden drei, vier Lobpreislieder singen und eine KURZE Predigt hören. Dann wird der Weihnachtschor ein Lied singen. Zum Schluß singen wir noch zwei Weihnachtslieder.
Um 17 Uhr ist der Gottesdienst spätestens vorbei.

Gäste und Besucher sind ausdrücklich eingeladen.
Mancher Gast wurde schon zum regelmäßigen Gottesdienstbesucher, nachdem er an Weihnachten erstmals vorbeigeschaut hat.
Jesus begegnet uns, wenn wir sein Wort hören.

Bis morgen.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

nO Tannenbaum?

"Pastor, sind Christbäume nicht heidnischen Ursprungs? Sollten wir die nicht ächten?"

Es stimmt schon: die Römer haben am 25.12. zur Wintersonnwende das Fest Dies Natalis Solis Invicti, die Geburt ihres Gottes Sol Invictus, gefeiert.
Sol ist die unbesiegte Sonne.

Heute feiert man am 25. Weihnachten, das Fest der Geburt Christi.

Der Herr wurde zwar sicher nicht an einem 24.12. geboren. Wir wissen nicht genau, wann das war. Doch gibt es ein besseres Datum als die Wintersonnwende, um den Wendepunkt der Menschheitsgeschichte zu feiern?

Ich persönlich habe damit nicht das geringste Problem. Denn Weihnachten macht den Winter erträglich. Was wäre der Dezember ohne Jesus? Ein noch trüberer Monat als der elend trübe November. Danach geht es schon wieder bergauf, lichtmäßig; es fällt endlich Schnee...

Kein Mensch denkt heute mehr an den alten Sol Invictus. Alle Welt weiß heute, daß zu Weihnachten die Geburt Jesu Christi gefeiert wird. Da ist kein Raum für Mißverständnisse.

Doch zurück zum Baum:
Die Germanen haben am 21.12. das Julfest gefeiert, bei dem sie Zweige von Immergrünen in die Stube holten und Äpfel oder Nüsse dranhängten.

Na und?

"Des HERRN ist die Erde und ihre Fülle, die Welt und die darauf wohnen."
Psalm 24, 1

Warum so befangen? Der grüne Tannenbaum im Winter spricht vom Ewigen Leben, das Jesus gibt. Wer weiß heute noch vom Julfest?

Zum ersten Mal erwähnt wird ein ganzer Christbaum im Jahr 1419, als die Freiburger Bäcker einen Baum mit Leckereien behängten. Das war gut fürs Geschäft und den Leuten eine Freude.
Erst zu Luthers Zeit begann man, sich Bäume ins Haus zu holen. Die daran aufgehängten Äpfel wandelten sich im 19. Jahrhundert zu gläsernen Christbaumkugeln.
Die Kerzen steckte sich als erste die Herzogin Dorothea von Schlesien vor ziemlich genau vierhundert Jahren, nämlich um 1611, in die Zweige. Das gemeine Volk konnte sich solchen Luxus erst nach Erfindung von Paraffin und Stearin leisten.
Wir schlingen heute günstige Lichterketten aus dem globalisierten Welthandel um die Bäume, die daraufhin stundenlang und ohne Risiko behaglich glimmen.
Freuen wir uns am Christbaum und an der Stimmung, die er stiftet.

"Dann werden jubeln die Bäume des Waldes vor dem HERRN; denn er kommt."
1 Chronik 16, 33

Wir wissen nicht, wie gut wir es haben.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Das Koma, der Stecker und der Tod

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16

W. S. rief letzte Woche an, ihre 75 Jahre alte Mutter sei unglücklich gestürzt und liege nun im künstlichen Koma. Die Ärzte hätten den Hirntod festgestellt und drängten nun auf Abschaltung der Geräte.

Was sollte W. tun?

In einem solchen Fall ist guter Rat unglaublich teuer.
Einerseits wird die Person aus eigener Kraft, dh ohne künstliche Beatmung, niemals weiterleben. Andererseits sagt Gott, "Du sollst nicht töten."

Wir verblieben so, daß W. die Ärzte um drei Tage Abschalt-Aufschub bitten sollte. In dieser Zeit wollten wir den Herrn bitten, die Mutter wiederherzustellen, und wenn sich in diesen drei Tagen nichts täte, dann würde sich die Familie ins Unvermeidliche fügen. Zumindest würde der Herr sich der Mutter in dieser Zeit in irgendeiner Form offenbaren, denn Komapatienten leben in einer eigenartigen Zwischenwelt. Sie verstehen, was man sagt, doch wie im Traum. Da gibt es die interessantesten Berichte.

Auch in der Gemeinde beteten wir für W.s Mutter.
Nun ist sie innerhalb der Frist bei eingeschalteten Geräten entschlafen.
W. sieht darin Gottes Wirken.
Ihre Mutter war katholische Gläubige.

Der Familie wurde so erspart, den Rest ihrer Erdenzeit unter der Wolke des Abgeschaltethabens ihrer Mutter leben zu müssen. Nun hat's der Herr getan.

Und gut ist's.

"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist."
Johannes 11, 25

Dienstag, 20. Dezember 2011

Death of the Despots

"Der Tor spricht in seinem Herzen: "Es ist kein Gott!" Sie haben Verderben angerichtet, sie tun abscheuliche Taten; da ist keiner, der Gutes tut."
Psalm 14, 1

"Und nun, ihr Könige, handelt verständig; laßt euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde! Dient dem HERRN mit Furcht, und jauchzt mit Zittern! Küßt den Sohn, daß er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich alle, die sich bei ihm bergen."
Psalm 2, 7-12

Dieses Jahr war kein gutes für die Feinde des biblischen Jesus.

Erst starb Osama.
Dann Gaddafi.
Nun folgten ihm Christopher Hitchens und Kim Jong Il.
Alle vier starben eines unnatürlichen Todes, keiner wurde auch nur 70 Jahre alt.

Hitchens war der tollwütige Propagandist des modernen Atheismus, ein wortgewandter Journalist, der Bücher schrieb mit so geschmackvollen Titeln wie "Der Herr ist kein Hirte", "Gott ist nicht groß" oder "Die Missionarsstellung, Mutter Theresa in Theorie und Praxis."
Das Mutter Theresa-Buch wollte er eigentlich "Heilige Kuh" nennen.
Hitchens war, wie gesagt, ein cleverer Zeitgenosse, dem Alkohol sehr zugetan, wie auch den anderen Ablenkungen des Fleisches. (Von einem Harem wie im Fall des Saudis ist meines Wissens jedoch nichts überliefert).
Sein Programm war, "die Religion der Lächerlichkeit anheimzugeben und ihr mit Haß und Spott zu begegnen."
Speiseröhrenkrebs raffte ihn aus seiner fruchtbaren Tätigkeit.

Vom nordkoreanischen Diktator Kim weiß man nur, daß er eigentlich ein Übermensch war, ein venerabler Jesus-Ersatz, der schon in jüngster Jugend mehr wußte als seine Lehrer und gleich bei seiner allerersten Golfrunde vier Bälle--oder waren's fünf--direkt ins Loch schlug.
Er hatte im koreanischen Volk eine riesige Fangemeinde, die für seine gigantische Armee gern auf Essen und Wärme verzichtete, glaubt man der nordkoreanischen Presse.
Selbst über Atomwaffen verfügte der Despot. Die Sprengköpfe sollen allerdings nicht sehr groß sein. Ein Wissenschaftler sprach von "Golfbällen des Todes."
Nun ist auch dieser bombenbewehrte Übermensch den Weg alles Irdischen gegangen.

Nordkorea hat gegenwärtig noch das Christen gegenüber repressivste System der Welt. Ob die Generäle das ändern werden?

Der Tod dieser Verächter des biblischen Gottes kann einen dennoch nicht froh stimmen. Der größere Triumph wäre gewesen, wenn sie sich wie Saulus gewandelt hätten und zum Leben durchgedrungen wären.
Nun sind sie an ihren Ort gegangen.

Und wie geht es ihrem Feind, dem Herrn?

Die neuesten Statistiken taxieren die nominale Christenheit auf 2,2 Milliarden Mitglieder. Damit gibt es rund doppelt so viele Christen wie Moslems oder Hindus.
Und das Christentum wächst rasant.
Täglich kommen rund 30.000 Gläubige dazu. So wächst die Herde Jesu schneller als alle anderen Glaubensgruppen. Vor allem die evangelischen Freikirchen in aller Welt gewinnen Mitglieder hinzu.

"Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang: eine gute Einsicht für alle, die sie ausüben.
Sein Ruhm besteht ewig."
Psalm 111, 10

Montag, 19. Dezember 2011

Der Leib Christi

"Ihr aber seid Christi Leib und, einzeln genommen, Glieder."
1 Korinther 12, 27

Gestern, nach der Predigt, hatten meine Frau und ich das Privileg, wie jedes Jahr kleine Aufmerksamkeiten an die Mitarbeiter des CGZ zu verteilen.

98 Personen (!) haben im letzten Jahr der Gemeinde aktiv geholfen, ihren Zweck zu erfüllen, Menschen zu Jüngern zu machen und Jesus den roten Teppich auszurollen.

Sie haben Besen geschwungen, kleine weiße Throne geputzt, Kinder und Jugendliche unterrichtet, Musik gemacht, Mischpulte bedient, Heizungen auf- und zugedreht, Abendmahl ausgeteilt, als Begrüßer und Ordner die Leute betreut, als Lehrteam gepredigt, Lieder an die Wand geworfen, im Bücherladen gestanden, gekocht, Kuchen gebacken, Geschirr gewaschen, Filme hergestellt, Kabel verlegt, Lautsprecher eingebaut, Tische und Stühle herumgetragen, aufgestellt und abgebaut, für die Kranken gebetet, CDs kopiert und vieles mehr.

Zwei Drittel der Gemeinde als begeisterte Mitarbeiter zu haben, ist ein großes Privileg. Sowas kann nur der Herr stiften.

Deshalb von mir noch einmal an den Herrn und seine Gemeinde: Danke.

Wir werden Ausschnitte von den Aktivitäten der Weihnachtsfeier eine zeitlang auf Youtube hochladen. Leider hat nicht alles Gefilmte eine befriedigende Tonqualität, was dem Live-Betrieb geschuldet ist. Das tonal Gute gibt's bald zu sehen.

Freitag, 16. Dezember 2011

Deutschlands Europa

Man kratzt sich hin und wieder den Kopf, wenn man dieser Tage an Deutschland in Europa denkt.
Denn Deutschland tritt plötzlich als Hegemonialmacht des Kontinents in Erscheinung.
Ohne uns--bzw. unser Geld--geht nichts mehr.

Das ist erstaunlich.
Denn 1990 beschloß "Europa", Stimmen verliehen ihm Margaret Thatcher und Francois Mitterand, das wiedervereinigte Deutschland mittels einer Art Suprastaat einzuhegen: Die Europäische Gemeinschaft wurde zur Europäischen Union. Die Amerikaner machten mittels Truppenpräsenz eine starke Bundeswehr weiterhin überflüssig.
Auch die Hoheit über das wichtigste Herrschaftsinstrument, das Geld, entwand man den Deutschen, indem man die kontinentale Leitwährung D-Mark in eine Kunstwährung Euro umwandelte und die alles dominierende Bundesbank durch eine europäische Zentralbank aushebelte.
Und die Deutschen ließen das mit sich machen.

Dennoch sieht man in allen möglichen Ländern der EU dieser Tage häßliche Cartoons über den häßlichen Deutschen, als wäre dies alles nicht geschehen. Man hat wieder Angst vor uns.
Denn wir sind so ziemlich die einzigen Europäer, die von der Welt noch Kredit bekommen.

Spanier, Griechen, Italiener und andere ziehen ihr Geld aus ihren Ländern ab und schaffen es in deutsche Banken, rund 12 Milliarden Euro jeden Monat, heißt es.

Wie ist Deutschland so "groß" geworden?

Nicht mittels Militär.
England führt aktiv Kriege, Frankreich hat immerhin die Bombe, Deutschland hingegen verkleinert seine kleine Armee noch weiter. Es hat nicht einmal einen Flugzeugträger, geschweige denn Basen in anderen Ländern, sieht man vom halbherzigen, schlecht ausgerüsteten Afghanistan-Engagement mal ab.

Nicht durch die Almosen seiner Nachbarn.
Deutschland hat Unsummen in seine vom Kommunismus ruinierte Osthälfte investiert. In Südeuropa stehen massenweise Häuser, Straßen, Schienenwege, Stadien, usw. die mit deutschem Geld finanziert wurden.

Nicht durch seine schiere Größe.
Denn rund 120 Millionen Griechen, Spanier, Italiener und Portugiesen betteln 80 Millionen Deutschen um Eurobonds an: Sie mögen ihre Schulden übernehmen.

Glück allein war's auch nicht, was Deutschland "groß" machte.
Denn 1945 lagen Berlin, Hamburg, München, usw. in Schutt und Asche. Athen, Rom, Lissabon und Madrid nicht. Jedenfalls längst nicht in demselben Ausmaß.
Die amerikanische Autostadt Detroit blühte 1945.
Heute ist sie eine Ruine.
Berlin war 1945 eine Ruine. Heute blüht Berlin.

Es sind bestimmte Elemente des deutschen Wesens, die Deutschland quasi im Nebeneffekt zur Vorherrschaft gebracht haben.

Welche Elemente deutschen Wesens sind das?
Es sind jene, die sich mit dem Wesen Jesu decken!

Nicht die Kleinkariertheit, Halsstarrigkeit, Unsicherheit, Angst, Unfreundlichkeit, die Arroganz und die ständige Nabelschau der Deutschen haben uns nach vorn gebracht.
Auch nicht der nationale Selbsthaß.

Es ist die Fähigkeit, sich an die Regeln zu halten, die uns großgemacht hat.


Mit ihren Plänen zu einer "Stabilitätsunion" befiehlt die deutsche Regierung den Euro-Partnern, "Wenn ihr leben wollt wie Deutsche, die Autos und Kühlschränke für euch produzieren und sie euch finanzieren, dann müßt ihr euch künftig wie Deutsche verhalten und genauso haushalten. Sonst werdet ihr bestraft oder wir lassen euch pleitegehen. Dann könnt ihr wieder leben wie vor 50 Jahren."

Anmaßend?
Klug?
Faschistoid?
Das wird sich zeigen.

Damit man mich nicht falsch versteht: Ich bin kein Nationalist.
Ich bin Christ, der behauptet, wo die Wesenszüge eines Volkes mit denen von Jesus Christus übereinstimmen, auf diesen Gebieten ist Erfolg vorprogrammiert.

Ein Wesenszug Jesu ist die Sparsamkeit.
Nach der Speisung der 5000 forderte er seine Jünger auf, "Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts umkomme!" Johannes 6, 12.

Deutschland beschäftigt heute mehr Arbeitnehmer als je zuvor. Es nimmt mehr Steuern ein als je zuvor. Allein dieses Jahr sind es 40 Milliarden mehr als letztes Jahr. Dennoch verschuldet sich auch Deutschland immer weiter. Es gab 28 Milliarden mehr aus, als es einnahm. Das ist ungeheuerlich.

Wenn kein Umsteuern einsetzt, dann geht auch Deutschland den Weg der PIGS-Staaten.

"Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker."
Sprüche 14, 34

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Das Bett des Prokrustes

"Pastor, was ist Gender Mainstreaming?"

Das ist eine politische Stoßrichtung, die auf die faktische Abschaffung der Geschlechter abzielt.

Zunächst: Gender ist englisch und beschreibt das grammatische Geschlecht. Gender ist ein Begriff aus der Sprachwissenschaft. (Das vermiedene Wort Sex ist auch englisch und ein Begriff aus der Biologie).

In der Politik ist mit Gender das "soziale" Geschlecht gemeint.
Man denkt nämlich, der Mensch sei innerlich weder Männlein noch Weiblein, sondern sondern ein unbeschriebenes Blatt, auf das das Geschlecht von der Gesellschaft quasi aufgestempelt wird.

Allerdings beschränkt sich diese Sichtweise auf einen Teil des Westens. Im weitaus größten Teil der Welt glaubt man noch an Gottes Sicht der Dinge. Mose beschrieb die so: "Als Mann und Frau schuf er sie." 1 Mose 1, 27.

Jesus bestätigt das und sagt, "Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf." Matthäus 19, 4.

Auch in unserem Land gibt es eine Anzahl von Gruppen, die sich von solch einer konstruierten Gender-Sichtweise Vorteile versprechen. Sie wird deshalb Schulen, Vereinen und Firmen aufoktroyiert.

Man zwingt sie ins Bett des bösen Riesen Prokrustes.

Erzbischof Janis Vanags aus Lettland sagt:
„Ich erinnere mich, dass ich als Kind etwas von einem Staat las, in dem die Hunde mit Polizeimethoden gezwungen wurden zu miauen und die Katzen gezwungen wurden zu bellen, doch ich habe bis heute gedacht, dass solche Vorkommnisse in das Reich der Fabeln und Fantasien gehören. Dennoch scheint es, dass ich mich geirrt habe. Bisher war es der Welt halbwegs klar, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, und dass der Mann nicht dasselbe ist wie die Frau und die Frau nicht dasselbe wie der Mann. Seit einigen Jahrzehnten behauptet eine der größten Bewegungen sowohl in der Welt als auch in der Kirche das Gegenteil und ist mit allen Mitteln bemüht, ihre Ansicht in das Bett des Prokrustes zu zwingen.“

Der Prokrustes aus der Sage zwang Wanderer in ein Bett. Wenn sie zu kurz waren, machte er sie auf seiner Folterbank länger. Wenn sie zu lang waren, verkürzte er sie.

Blöd natürlich, wenn der Staat die Rolle von Prokrustes einnimmt.

"Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.
Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."
Römer 8, 37-39

Dienstag, 13. Dezember 2011

Talent vs Treue

Gestern, auf dem Weg zum Sport, habe ich Nachrichten gehört.
Die niederländische EU-Kommissarin Kroes hat dort einen Satz gesagt, der bei mir sofort resoniert hat: "I was looking for talent, I was not looking for a saint."

Sie hat nach Talent gesucht, nicht nach einem Heiligen.

Mit diesen Worten verteidigte sie die Anstellung des umstrittenen deutschen Ex-Politikers Karl Theodor zu Guttenberg als ihren Internetberater.

Ohne hier auf die Person von Herrn Guttenberg eingehen zu wollen:
Paulus sah die Sache genau andersherum wie Neelie.
Timotheus, dem belagerten Pastor der Riesengemeinde in Ephesus, gab er den Rat, "Was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue TREUEN Menschen an, die TÜCHTIG sein werden, auch andere zu lehren!"
(2 Timotheus 2, 2).

Der Apostel empfahl, beim Suchen von Mitarbeitern den größeren Wert auf TREUE zu legen. Wenn man treue Mitarbeiter schult, kann man sie tüchtig machen. Dann ziehen sie mit den Talentierten gleich.

Treue Mitarbeiter können tüchtig, (fähig), werden.
Talentierte Menschen sind jedoch nicht automatisch treu.

Eine "treue" Person ist jemand, der an die "Firma" glaubt, der sich mit ihren Zielen identifiziert, der in ihr etwas Besonderes sieht und deshalb bereit ist, sich dort zu investieren. Ich zum Beispiel glaube aus vielerlei Gründen an Jesus von Nazareth. Er ist für mich der Coolste überhaupt. Deshalb engagiere ich mich schon seit rund 30 Jahren für ihn und bin ihm treu.

Eine treue Person bleibt auch dann bei der Stange, wenn ein Projekt in die "Mühen der Ebene" gerät, wenn die Anfangsbegeisterung verflogen ist und alles in Arbeit ausartet, (das tut es immer).

Familien, Firmen, Vereine, Staaten und auch christliche Gemeinden sind auf belastbare Mitarbeiter angewiesen. Belastbar sind nur die Treuen. Die Talentierten spielen schon auf der nächsten Wiese, während die Treuen weiter damit beschäftigt sind, den Karren weiterzuschieben.

Die Treuen sind aber auch die Sieger, denn irgendwann kommt der Karren ja an. Dann gibt's Belohnung:
"Sei treu bis zum Tod! Und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben."
Offenbarung 2, 10.

Die EU wäre natürlich nicht die EU, wenn sie solche Prinzipien nicht auf den Kopf stellen würde. Sie ist ein Geschöpf dieser Welt.
Sie liebt die talentierten Leichtfüße.
Mit der (Vertrags-)Treue hat sie's nicht so.
Wie alle untreuen Talentierten wird sie scheitern.

Neelie, leest je dit?

Montag, 12. Dezember 2011

Prima Weihnachtsfeier

Gestern haben wir den ein oder anderen Neuen im Gottesdienst begrüßt, so daß die Ordner rund 20 zusätzliche Stühle aufstellen mußten. Dann hatten wir wieder bequem platz.

Schön war's.

Vor allem die Weihnachtsfeier nach dem Gottesdienst mit gemeimsamem Mittagessen und Programm. Die Tische waren geschmackvoll und individuell dekoriert, auch wenn wir letztlich zuwenig hatten und viele von uns auf die Bistro-Stehtische ausweichen mußten.

Etliche trugen Lieder, Gedichte und Sketche vor, von denen wir manche auf Video haben. Manches davon werden wir eine zeitlang auf Youtube einstellen, wenn die Aufnahmen bearbeitet sind.

Vielen Dank an die zahlreichen helfenden Hände, die vorher und hinterher alles wieder ruckzuck in den Normalzustand zurückversetzt haben.
Vergelt's Gott.

"Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Wie das köstliche Öl auf dem Haupt, das herabfließt auf den Bart, auf den Bart Aarons, der herabfließt auf den Halssaum seiner Kleider. Wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions. Denn dorthin hat der HERR den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit."
Psalm 133

Samstag, 10. Dezember 2011

Wasser, Wein und Wind

Tonkrug, Tempel und Teaching.

Der Evangelist Johannes zeigt Jesus als Sohn Gottes.
Er ist dabei ein extrem effizienter Schreiber.
Er wiederholt nicht, was die Synoptiker bereits dreimal geschrieben haben, sondern konzentriert sich aufs Wesentliche: Warum kam Gott auf die Welt und was wollte er hier erreichen?

Das erste Wunder im Johannesevangelium ist die Verwandlung von Wasser in Wein auf der Hochzeit in Kana. (Johannes 2, 1-11). Viele Christen haben sich gefragt, warum Jesus ausgerechnet ein alkoholisches Getränk zum Bestandteil seines ersten Zeichens machen mußte.
Nun, Jesus hat nicht nur den Hochzeitsleuten ausgeholfen. Er hat das Wunder auch mit Symbolik aufgeladen.

Die Wasserkrüge waren Waschkrüge. Das Wasser darin war schmutzig vom Staub der Welt, den die Gäste von Händen und Füßen gewaschen haben.
Die Krüge symbolisieren Menschen.
In der Bibel werden menschliche Körper nämlich oft als "irdene Gefäße" bezeichnet.
Die Seelen, (das Wasser), in diesen menschlichen Tongefäßen ist auch von zweifelhafter Qualität. Sie sind verunreinigt durch den Dreck der Welt. Kein Mensch käme drauf, schmutziges Spülwasser zu trinken. Entsprechend wahrt man gern Distanz, wenn man sieht, was in manchen Menschenseelen so alles an Unrat herumschwimmt.

Nun kommt Jesus und verwandelt dieses Dreckwasser in ausgezeichneten Wein.
Er wandelt das Wesen des Wassers komplett um und macht es neu.
Jesus macht auch Menschenseelen neu, die zu ihm kommen und ihn als Herrn in ihr Leben einladen.
Die Verwandlung des Wassers in Wein spricht von der Lebendigmachung des menschlichen Geistes durch Gottes Geist im Moment der Bekehrung.

Jesus reinigt den Inhalt der Tonkrüge.
Sie sind Symbole für die Sünder, die Jesus rettet.
In den folgenden Versen reinigt er den Tempel.
Der ist Symbol für den gläubigen Menschen, dessen Innenleben er ausmistet.

Das ERSTE WUNDER spricht also von der Neuen Geburt.
Die ERSTE LEHRE, die Jesus im Johannesevangelium gibt, handelt ebenfalls von der Neuen Geburt.
(Wie gesagt: Johannes verschwendet keine Aufmerksamkeit auf Zweitrangiges).

In Kapitel 3 kommt der adlige alte Pharisäer und Ratsherr Nikodemus nachts zu Jesus und spricht mit ihm. Er will ihn sicher für die Pharisäerpartei gewinnen. Doch Johannes überliefert die politische Diskussion nicht. Vielmehr kommt Jesus sofort zur Sache: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen." Johannes 3, 3.

Nikodemus hatte keine Ahnung, wovon Jesus sprach. So erklärte der Herr ihm diese wichtigste aller Wahrheiten des Evangeliums: Die Neue Geburt des menschlichen Geistes durch den Glauben an Jesus. Das Resultat ist ewiges Leben mit Gott.

Ohne neue Geburt keine Erlösung hier oder im Jenseits.

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
Johannes 3, 16

Wer ist Jesus für dich?

Freitag, 9. Dezember 2011

Changes

Die einzige Konstante im Leben ist Veränderung, sagt man.

Stimmt. Im Großen wie im Kleinen.

Nicht allen ist bewußt, daß wir Deutschen als Nation (wieder einmal) vor gravierenden Umwälzungen stehen.

Die Kunstwährung Euro, gegen dessen Einführung sich seinerzeit allein in Deutschland 160 Wirtschaftsprofessoren aussprachen, braucht einen Rettungsschirm, der großteils mit deutschem Geld finanziert wird.
Dieser Schirm ist eine Art Ersatz-EZB, die den Weisungen der Politik unterliegt, statt wie die EZB "unabhängig" zu sein.
Das Schuldenmachen kann also weitergehen, bis die Rettungsschirmmittel aufgebraucht sind.
Die EZB verschärft die Krise noch, indem sie Schulden von bedrängten Ländern aufkauft und denen somit den Grund zu sparen nimmt.
Ihre eigentliche Aufgabe ist das nicht.
Mit dem Tausch von Schulden in Geld vergrößert sie die Geldmenge. Diese Mittel wieder aus dem Umlauf zu nehmen, gelingt immer schlechter, was mittelfristig zu einem Anstieg der Inflation führen wird, wenn die Gesetze der Ökonomie weiterhin gelten.
Die Geldentwertungsrate liegt derzeit bei rund 3 Prozent jährlich.
Im Klartext: Wir werden ärmer.
Diese Ärmerwerdung ist politisch gewollt.

Daß der Euroraum dennoch auseinanderbricht, bzw. der Euro als Währung verschwindet, ist trotzdem möglich bis wahrscheinlich. (Wer vertraut einer Währung, die einen Dauerrettungsschirm braucht? Kann man sich einen Dollar-Rettungsschirm vorstellen? Welche psychologische Wirkung hätte der?)

Die zynische Idee, keine Krise ungenutzt verstreichen zu lassen, inspiriert Politiker nun, die EU obendrein umzugestalten. Integration ist das Zauberwort, ein engerer Zusammenschluß. Eine EU wird anvisiert, deren Länder politisch, vor allem finanzpolitisch, am gleichen Strang ziehen.

Dazu soll eventuell ein "Kerneuropa" vorangehen.

Mancherorts wird ein Zusammenschluß Deutschlands mit Frankreich, den Niederlanden und anderen stabilen Ländern propagiert. Dabei wird übersehen, daß wir seit dem Turmbau zu Babel keine gemeinsame Weltöffentlichkeit mehr haben: Wir stecken in unterschiedlichen Sprachräumen, die zu unterschiedlichen Kulturräumen geführt haben.

Wir verstehen einander nicht mehr ohne weiteres.

Deutschland und Frankreich werden nie eine gemeinsame Nation bilden.
Selbst die Schweizer, die in unterschiedlichen Sprachräumen leben, sprechen vom Rösti-Graben, wenn sie auf die unsichtbare Teilung des Landes in die französische Westschweiz und die deutsche Ostschweiz hinweisen wollen.
In der Schweiz klappt das trotz Mehrsprachigkeit, weil das Land so übersichtlich ist.
In Belgien sieht man, wohin es führt, wenn man zwei große unterschiedliche Sprachräume (Flamen/Wallonen) zusammenjocht. Deren Uneinigkeit ist legendär.

Veränderungen stehen an, die wir zwar wie im Nebel kommen sehen, aber größen- und wuchtmäßig nicht abschätzen können.
Deshalb ist es gut, einfach grundsätzlich Veränderungen zu erwarten, statt, wenn sie eintreffen, überfordert und mit hängender Kinnlade dazustehen.

Gott ist heute und auch in einem künftig anderen Europa derselbe. Wenn wir lernen, von ihm abhängig zu sein, dann schlagen uns Veränderungen nicht aufs Gemüt.
Gott wird immer da sein.

Jesus ging mit Veränderungen souverän um.
Als er in Kapernaum die Massen anzieht und Wunder erlebt, so daß ihn die Menschen schon an frühen Morgen suchen, zieht er dennoch weiter. (Markus 1).
Die meisten wären am Ort ihres Erfolges geblieben und hätten ihn ausgekostet. Doch Jesus wandert weiter, ohne Garantie, daß er andernorts den gleichen durchschlagenden Erfolg haben würde.
Den hatte er auch nicht überall.
In Nazareth beispielsweise kam er gar nicht gut an. Dessen Bewohner wollten ihn gar vom Felsen stürzen, weil er behauptete, der Christus, Gottes Sohn, zu sein. (Matthäus 4).
Nazareth ist heute hauptsächlich moslemisch. Durchaus möglich, daß es Jesus dort heute nicht anders ergehen würde als vor 2000 Jahren.
Doch Jesus ließ sich nicht beirren, ging durch ihre Mitte hinweg und wanderte weiter.

Erfolg und Mißerfolg sind nicht von Dauer. Die Zeit geht über beide hinweg.
Wir sollten uns weder vom einen noch vom anderen beirren lassen.
Was zählt, ist, Gottes Willen zu tun.

Das Kreuz sah aus wie eine Niederlage und war doch der größte Sieg aller Zeiten.

Als man Jesus im Tempel mit Steinen bewarf, (weil er behauptete, Gott gleich zu sein), blies er auf dem Nachhauseweg keine Trübsal, sondern heilte einen Blindgeborenen. (Johannes 8 und 9).

Jesus war auf Veränderung eingestellt. Er wußte, daß Stabilität und Sicherheit unter Menschen erst im Himmel zu haben sein werden.

Die kommenden Veränderungen müssen uns nicht umwerfen.

"Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit."
Hebräer 13, 8

Dienstag, 6. Dezember 2011

Der Ritt auf dem Zaun

"Pastor, ich kenne einen christlichen Geschäftsmann, der geizig ist und Gott segnet ihn trotzdem. Ich habe auch von einem Geistlichen gehört, der sich von seiner Sekretärin verwöhnen läßt--und Gott segnet ihn immer noch. Verschiedene andere Christen haben ähnliche Flecken auf ihrer Weste und Gott macht das überhaupt nichts aus. Meine Frage nun: Wieviel kann ICH mir leisten, bevor Gott sauer wird?"

Willst du das wirklich austesten?

Psalm 50, 17-21 schafft da Klarheit. Gott sagt dort:
"Du hast ja die Zucht gehaßt und meine Worte hinter dich geworfen.
Sahst du einen Dieb, so befreundetest du dich mit ihm, und mit Ehebrechern hattest du Gemeinschaft.
Deinen Mund schicktest du los zum Bösen, und deine Zunge spannte Betrug davor.
Du saßest da, redetest gegen deinen Bruder, gegen den Sohn deiner Mutter stießest du Schmähung aus.
Das hast du getan, und ich schwieg; du dachtest, ich sei ganz wie du.
Ich werde dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen."

Gott ist langmütig, gnädig und barmherzig.
Aber er ist kein trotteliger Clown, den man nicht ernstnehmen braucht.
Er ist durchaus gefährlich.
Sein Ziel ist jedoch Wiederherstellung der Gemeinschaft mit ihm. Also wird er dich früher oder später zurechtweisen und dir dein Unrecht vor Augen stellen, wie es in Vers 21 heißt.

Doch Simson sollte uns eine Warnung sein.

Der Richter Simson wurde von Gott in Situationen der Bedrohung mit übernatürlicher Körperkraft ausgestattet. So verursachte er den Philistern herbe Verluste.

Simson hatte eine Eskapade mit einer Hure. (Richter 16). Dennoch segnete Gott ihn und nahm seine große Kraft nicht von ihm, als man ihn gleich nach dem Besuch der Frau angriff. Er siegte überwältigend.

Danach legte er sich eine Geliebte namens Delila zu.
Simson liebte Delila. Doch Delila liebte Simson nicht.
Sie liebte den Mammon.

Sie drängte ihn ständig, ihr das Geheimnis seiner großen Kraft zu verraten.
Irgendwann war seine Seele ihre Fragerei zum Sterben leid und er sagte es ihr.
Sie verriet prompt den Philistern sein Geheimnis: Wenn man ihm die Haare schere, werde er schwach wie jeder andere.
Simson war Nasiräer, einer jener Gottgeweihten, die als Zeichen ihrer Hingabe die Haare nie schnitten, keinen Wein tranken und keine Toten berührten.
Seine Haare waren das Zeichen seiner Hingabe und sein Glaubensgehorsamskontaktpunkt. Solange sie lang waren, erfüllte er die Bedingung für den besonderen Kraftsegen.

Doch seine Hingabe hatte in der letzten Zeit stark gelitten.

Und nun begibt er sich wieder in eine Situation, die Gott herausfordert.
Er verrät sein Geheimnis.
Dann vertreibt er sich mit Delila die Zeit und schläft in den Armen seiner Geliebten ein. Die flüstert den Philister aus dem Versteck. Der kommt und schert dem Simsonschaf die Wolle.
Delila rief, "Philister über dir!"

"Da wachte er auf von seinem Schlaf und sagte sich: Ich werde davonkommen, wie es Mal für Mal gelang, und werde mich freischütteln." Richter 16, 20.

Und nun kommt jener tragische Satz, der Sündern wie Simson immer zu früh kommt:

"Er wußte aber nicht, daß der HERR von ihm gewichen war."

Lang hat's gedauert. Doch nun ist's passiert.

Das Resultat?
"Und die Philister packten ihn und stachen ihm die Augen aus. Und sie führten ihn nach Gaza hinab und banden ihn mit ehernen Fesseln, und er mußte im Gefängnis die Mühle drehen."

Die Sünde verspricht immer mehr, als sie halten kann. (Das ist seit Adams Zeiten so).
Zum Schluß sticht sie einem die Augen aus und man muß im Gefängnis die Mühle drehen.

Das ist nicht Gottes Wille.

Doch die Sünde gebiert nunmal den Tod.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Monika Wagner über "In Christus"

Wir hatten zwei super Tage mit Pastorin und Rhema-Euro-Bibelschuldirektorin Monika Wagner aus Bonn.

Monika sprach klar über die biblische Tatsache, daß Gott Jesus sieht, wenn er uns anschaut. Denn wir sind "Ihn ihm", d.h. in Christus.

Wir sind "MIT IHM begraben in der Taufe, IN IHM auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat."
Kolosser 2, 12

"IN IHM seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung."
Epheser 1, 13

Nun ist uns nicht bewußt, was das alles bedeutet. Viele Christen haben ein ständiges unterschwelliges schlechtes Gewissen, das Gefühl, nicht zu genügen. (Auch ich hatte das mal, 1983, für ein halbes Jahr. Fühlt sich übel an).
Die biblische Wahrheit ist jedoch: Wir sind aufgrund der Tatsache, daß wir IN IHM sind, vor Gott wohlgefällig. Denn Jesus ist vor Gott wohlgefällig.

Wen die "In ihm"-Wahrheiten näher interessieren, der findet sie vor allem im Epheser-, im Kolosser- und im 1 Johannesbrief.

Wem bewußt wird, daß er in Christus ist, daß der Christus ihn wie ein Anzug umgibt, der kommt in den Genuß dieser Realitäten.
Er erhält größere Durchschlagskraft im Gebet.
Denn die Gebete des Christus werden erhört.

Das sind wunderbare Aussichten.

Freitag, 2. Dezember 2011

Intensiv-Tag mit Monika Wagner

Am morgigen Samstag um 9 beginnt unser letzter Intensivtag für dieses Jahr.
Er wird wie immer bis ca. 16 Uhr dauern. Es gibt Kaffee, in der ersten Pause auch Kuchen.

Zu Mittag kann man in einer Gaststätte günstig was essen.
Der Betreiber geht auf unsere Wünsche ein. So werden wir vor dem Teaching um 10 eine Menüauswahl präsentieren können. Zur Mittagspause ist das Essen dann bereits fertig und wir kommen rechtzeitig wieder ins CGZ.

Vormittags sprechen meine Wenigkeit, Hanns Bittman, Matze Berger und Anne Henn. In welcher Reihenfolge werden wir sehen. Starten werde ich.

Die drei Botschaften am Nachmittag bringt Monika Wagner, Pastorin in der Rhema Gemeinde Bonn. Sie ist außerdem Direktorin der Rhema Bibelschulen in Europa. Das Haupthaus befindet sich in Broken Arrow, Oklahoma. (Ein großer Teil auf der US-Seite meiner Familie hat Rhema dort in den 80ern besucht).

Man muß, wenn man kommen will, nicht von Anfang bis Ende da sein, obwohl das natürlich den größten Nutzen brächte:

"Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben, um sie zu heiligen, reinigend durch das Wasserbad im Wort, damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei."
Epheser 5, 25-27

Vor vielen Jahren lebte ich in einer WG mit einem Studenten zusammen, der Wasser in ungeheuren Mengen sparte. Nach drei Wochen roch er so streng, daß einem das Wasser in die Augen stieg, wenn man sich zu ihm ins Zimmer begab.

Er selbst war sich keiner Anstößigkeit bewußt.

Nach ein paar Wochen zog ich aus.

Das Schöne am Wasserbad im Wort Gottes ist: Unser geistlicher Geruch verändert sich. Wir werden Jesus ähnlicher, ohne das groß zu bemerken. Flecken verschwinden UND Runzeln.
Flecken kann man zur Not selber rausmachen.
Doch Runzeln?
Man kann seine Haut nicht abstreifen und aufbügeln.
Das Wort Gottes kann Sachen an uns verändern, gegen die wir selber nichts ausrichten!
Das ist doch was.

Deswegen ist es gut, den ganzen Tag dazusein.
Wer aber erst später oder nur teilweise teilnehmen kann: Das ist allemal besser als gar nicht dabeizusein.

Wir freuen uns auf einen super Tag im Herrn.

Dienstag, 29. November 2011

Musikvideos mit Andreas Herrmann

Nun sind bereits ein paar Lieder der neuen CD "When a Guitar preaches" von Andreas Herrmann auf Youtube online.
Mit psychedelisch-prickelnder Optik!

Man findet sie im Kanal von www.OnlineKirche.org.

"Und es trat herbei, der die fünf Talente empfangen hatte, und brachte andere fünf Talente und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir übergeben, siehe, andere fünf Talente habe ich dazugewonnen."
Matthäus 25, 20

Samstag, 26. November 2011

Sounds

Ah, Musik...

Andreas, Andrea und Jürgen und ich hatten uns für die Blues Night gestern vorgenommen, solange zu spielen, bis nur noch solche, denen diese Musik tatsächlich gefällt, da sind.

Zum Schluß waren wir tatsächlich nur noch 20 Leute.
(So viele wie am Anfang, hihi).

Andreas denkt nun laut darüber nach, die Blues Night mal nach Wiesbaden zu holen.

Allen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen nochmal vielen Dank. Ohne euch könnten die Rampensäue unter uns nicht "die Massen begeistern."
Wir müßten dann unverstärkt spielen.
Was natürlich auch etwas hätte.

Ich denke nun laut darüber nach, mal einen Liedermacherabend zu machen: Einen Abend, an dem die zur Akustikgitarre vorgetragenen Lieder Geschichten erzählen, auf deutsch.
Gute Geschichten gibt's ja genug...

Mal sehen.

"Damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, der spricht: "Ich werde meinen Mund öffnen in Gleichnissen; ich werde aussprechen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war.
Matthäus 13, 35


Die CD von Andreas Herrmann, "When a Guitar preaches", wird noch eine zeitlang im Bücherladen erhältlich sein.

Und Impressionen von der Blues Night 11/11 werden wir auf YouTube veröffentlichen.

Freitag, 25. November 2011

Blues Night mit Andreas Herrmann

In wenigen Stunden ist es soweit: Unsere Blues Night 2011 steigt.

Sie beginnt bereits um 19.00 Uhr, nicht erst um halb sieben.

Aus Wiesbaden kommt Andreas Herrmann vom CZW, der seine neue CD vorstellen wird.
Von Easy Listening über Rock und Blues ist da für jeden Geschmack etwas dabei.

Aus der Bamberger Gegend kommen Andrea und Jürgen Gehrke. Sie arbeiten bei einem großen Musikalienhandel und haben erst um fünf aus. Dann setzen sie sich gleich ins Auto, um heute abend einige Lieder im Akustik-Stil von Eric Clapton zu spielen.

Meine Wenigkeit spielt ein paar Lieder im Hendrix-Stil. Nicht die ganz wüsten Kracher, (ich denke, das Octafuzz-Kreisch-Wummer-Effektgerät laß ich heute mal zuhause), sondern balladige Sachen. Und, wenn die Zeit reicht, einen Samba por Jesus.

"In meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang auf unseren Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf den HERRN vertrauen."
Psalm 40, 4.

Donnerstag, 24. November 2011

WeEdL-Esoterik-Buch now!

Paulus sagt, zu seiner Zeit gab es "falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen.
Ihr Ende wird ihren Werken entsprechen."
2 Korinther 1, 13-15

Solche Leute gibt es auch heute noch.

Aus den obigen Versen habe ich den Namen meines neuen Titels abgeleitet.

"Wie ein Engel des Lichts", ein 101-Seiten-Buch über Esoterik und die christliche Gemeinde, ist jetzt auf www.OnlineKirche.org kostenlos erhältlich.

Enjoy.

Wem dienst du?

Ich habe den gestrigen Tag auf einem Pastorentreffen in Stuttgart verbracht.
Peter Wenz hat gepredigt.
Peter ist der wohl erfolgreichste freikirchliche Pastor Deutschlands. Das Gospel Forum, dem er vorsteht, hat rund 4200 Mitglieder. Es ist immer wieder gut, bei ihm vorbeizuschauen und zu hören, was der Herr dort so tut.

Peter sprach über "Lässig oder zuverlässig?"

Paulus schrieb einst an die Philipper, daß er keinen habe, der sich für ihre Belange so von Herzen einsetzen würde, wie Timotheus. Denn "alle suchen das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist." (Philipper 2, 21).
Paulus sprach über die Prediger, bzw. Kanzelkandidaten, seiner Tage. Die Mehrzahl wollte sich profilieren und strahlen, statt Jesus strahlen zu lassen. Der Apostel selber hingegen nahm auch mal in Kauf, als unpopulär zu gelten, solange er sich sicher war, den Willen Gottes zu tun.

"Rede ich jetzt Menschen zuliebe oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht." (Galater 1, 10).

Die wenigsten haben solche Nerven.

Die meisten sind am Boden zerstört, (oder wenigstens in ihrer Laune beschädigt), wenn sie für eine Predigt, ein Lied, einen Kuchen, einen Blumenstrauß, einen freundlichen Gruß... keine positive Rückmeldung bekommen. Es mildert den Schock ungemein, wenn man von vornherein darauf aus war, es Gott rechtzumachen.

Denn wenn Menschen es nicht tun: Gott belohnt uns für gute Taten.

"Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten." (Galater 6, 9).

Montag, 21. November 2011

Karma Chamäleon

"Pastor, ist das Karma-Prinzip nicht biblisch? Es besagt doch, daß meine Taten meine Zukunft beeinflussen, zum Guten wie zum Schlechten."

Warum beschäftigt dich das Karma-Prinzip?
Es stammt aus dem Hindu-Buddhismus und hat mit der Bibel nichts zu tun.
Nun weiß ich natürlich, daß Esoteriker ein Faible für Fernost haben.
Ich nehme an, du warst Esoteriker und siehst dich nun mit der Realität Jesu konfrontiert.

Jesus und die Welt der Esoterik sind nicht miteinander zu vereinbaren.
Der Eso-Jesus ist nicht der biblische.
Lies die Bibel, in deiner Situation vor allem das Johannes-Evangelium. Dort wird dir Jesus als Sohn Gottes vor Augen gestellt.

Wenn Jesus von Wiedergeburt spricht, (Johannes 3), dann meint er nicht Samsara, das Rad der Wiedergeburt, in dem man wieder und wieder in verschiedener Form als Lebewesen auf diese Welt kommt.

Die christliche Wiedergeburt findet in deinem Geist statt.

Jeder Mensch auf Erden tut irgendwann bewußt und absichtlich das Falsche. In diesem Moment sterben sie geistlich. Ihr vor Gott lebendiger Geist ist nun tot. Den meisten passiert das, wenn sie in ein Alter kommen, in dem sie zwischen Gut und Böse unterscheiden können, also so mit neun bis dreizehn.

Nun brauchen sie Erlösung von der Sünde, die in ihrem Herzen steckt. Aus eigener Kraft bekommen sie die nicht wieder raus.
Durch das Erlösungswerk Jesu hat Gott einen Ausweg geschaffen. Wer an ihn glaubt, der wird geistlich von den Toten auferweckt. Die Sündennatur wird aus ihm herausgewaschen. Er erhält die Natur und das Wesen Jesu. Er wird innerlich neu.

Und was Karma angeht: Vergiß den Begriff doch einfach. Die Bibel spricht vom Gesetz von Saat und Ernte.

Das gibt's tatsächlich. Und es funktioniert. Gutes tun zahlt sich aus. In diesem Leben und im nächsten.

"Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.
Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.
Laßt uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens!"
Galater 6, 7-10

Freitag, 18. November 2011

"Wie ein Engel des Lichts"

Konnte heute endlich mein 101-Seiten-Buch über Esoterik abschließen.
Wir enttarnen darin Mr. Klumpfuß.

Nun muß ich noch die Prosa ein wenig polieren. Dann stellen wir es auf www.OnlineKirche.org kostenlos zum Download zur Verfügung.

Was mir aufgefallen ist:
In der Esoterik geht es stets um Harmonisierung, Reinigung oder Anreicherung mit "Energie." Krankheit geht auf "Energieblockaden" zurück.

Statt von Gott wird meist von einem obersten Wirkprinzip geredet.

Schuld, Sühne und Vergebung kommen so gut wie nie vor.

Auch der Tod mit seiner Endgültigkeit ist seltsam abgeschafft. Statt dessen wird man immer wieder von neuem geboren.

Doch die Bibel sagt, es ist "den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht." Hebräer 9, 27

Wie gut, daß Jesus für uns den Tod überwunden hat.
Wer an ihn glaubt, lebt, auch wenn er gestorben ist.

Donnerstag, 17. November 2011

Quo vadis, EU?

"Pastor, wohin schlittern wir in dieser Euro-Krise? Wird die EU auseinanderbrechen?"

Im Hinblick auf Babel und den Turmbau dort bin ich skeptisch, was die EU angeht. Vor allem, da die EU so gottlos verfaßt ist, wie Babel es war.

Nationenkonglomerate sind nicht Gottes Wille.

Ein Bündel von Völkern mit völlig unterschiedlichen Sprachen und Mentalitäten unter einen Schirm zusammenzuzwingen wird dauerhaft nicht klappen. Selbst ein Nimrod, der mit stählerner Rute für Ordnung sorgt, wird den Haufen nicht zusammenhalten können.
Es liegt einfach kein Segen drauf.

Auch ist atemberaubend, zu sehen, wie die Politik ihre ärgsten Fehler mit immer mehr Nachdruck wiederholt:
War die Idee der Sozialhilfe noch löblich und die Rettung einzelner möglich, so wurde die Idee bald auf Firmen ausgedehnt.
Die EU-Subventionen sind nichts anderes als Sozialhilfe für Firmen.
Nun schreitet man von Individuen und Firmen zu Nationen fort: Mit dem Eurorettungsfonds wird eine Sozialhilfe für ganze Länder eingeführt.

Dabei sind wir pleite.

Die deutschen Staatsschulden belaufen sich auf rund zwei Billionen Euro. (Soviel brauchen wir, um überhaupt wieder nichts zu haben). Wir können uns nicht leisten, weiterhin das Risiko von der Haftung zu trennen. Leute, die Schulden machen, müssen die Verantwortung für ihr Tun übernehmen. Das gilt für Personen wie für Firmen und erst recht für Staaten.

Bald wird sich Europa diese Hängematte für Problemfälle nicht mehr leisten können. Es wird zu einer Krise kommen und die EU wird sich entweder neu erfinden oder zerbrechen.

Meiner Meinung brauchen wir nicht mehr Europa, sondern weniger.
Ich hoffe, wenn die kommende Krise vorbei ist, haben wir weiter einen gemeinsamen Markt, auf dem ein gesunder Wettbewerb herrscht. Der sorgt für ein großes Warenangebot zu guten Preisen.
Gegenwärtig wäre Deutschland ohne einen solchen Markt schlechter dran. Denn dreieinhalb französische Kernkraftwerke produzieren gegenwärtig allein für den deutschen Bedarf, da wir unsre KKWs grundlos abgeschaltet haben. Angesichts solcher Torheit kommt der von Zollschranken befreite Markt schon gelegen.

Ein gemeinsames Geld brauchen wir nicht.
Vor dem Euro orientierten die Europäer sich an der deutschen Bundesbank und fuhren damit immer gut. So kann es in Zukunft wieder werden. Die Länder, die das wollen, können ihre Währung an die Neue Mark koppeln. So hat man eine virtuelle gemeinsame Währung und bewahrt doch seine nationale Eigenständigkeit, da man jederzeit ausscheren kann.
Die PIGS-Staaten hätten in einem solchen System keinerlei Probleme, sich zu refinanzieren.

Schon vor Jahrhunderten hat ein weiser Herrscher mal gesagt, "Es ist erstaunlich, mit wieviel Unverstand die Welt regiert wird."
Deshalb müssen wir uns 1 Timotheus 2, 1-4 zueigen machen:

"Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen."

Mittwoch, 16. November 2011

Andreas Herrman spielt Gitarre

"Singt ihm ein neues Lied; spielt schön auf den Saiten mit Jubelschall!"
Psalm 33, 3

Die meisten kennen Andreas Herrmann als Fernsehprediger auf Das Vierte oder Rhein-Main-TV, oder als Pastor des Christlichen Zentrums Wiesbaden.

Er ist aber auch ein vielseitiger Gitarrist.

In dieser Eigenschaft kommt er am 25.11.2011 ins Christliche Glaubenszentrum, um dort ab 19.00 Uhr live Blues, Jazz und Rock zu spielen. Passend zum Event hat er eine neue Stromgitarren-CD "When a Guitar preaches" herausgebracht. Sie wird an dem Abend erhältlich sein. Hier kann man in einen Mix von Titeln der neuen CD reinhören. Klingt alles astrein.

Meine Wenigkeit wird ein paar Balladen im Hendrix-Stil, (solche hat der Jimi auch gemacht), zum besten geben. Deep Purple-mäßig krachen werden wir's auch mal lassen.

Jürgen und Andrea Gehrke singen zwei, drei Clapton-inspirierte Songs.

Jorge Martinez wird leider nicht dabeisein, weil er bis Ende nächster Woche in Mexiko reüssiert.

Wir werden aber einen super Abend haben--umsonst und drinnen!

Weitersagen.

Dienstag, 15. November 2011

Welche Bibelübersetzung?

"Pastor, ich bin neu im Glauben. Welche Bibelübersetzung eignet sich für mich? Welche benutzt du?"

Ich persönlich lese meistens in der revidierten Elberfelder Bibel.
Predigen tu ich auch draus.
Die kommt zwar etwas akademisch daher und ist auch nicht ganz leicht zu verstehen, aber sie ist dem Grundtext treu. Allerdings muß ich dazusagen, daß bei mir die Interlinearübersetzungen, griechischen Lexika und Grammatikschlüssel nie besonders weit weg sind. Außerdem vergleiche ich oft Übersetzungen miteinander.

Luther übersetzt fast immer farbiger und kraftvoller als die Elberfelder mit ihrer oft blassen Prosa.

Schlachter ist wunderbar leicht zu lesen, schwächelt aber manchmal in der Grammatik.
(Markus 11, 22: "Habt Glauben an Gott." In Wirklichkeit steht da: "Habt Gottes Glauben.")

Bruns ist mehr eine Version der Bibel als eine Übersetzung.
Dasselbe gilt für die anderen "modernen" Übersetzungen wie Neues Leben, Hoffnung für alle, usw. Das sind strenggenommen keine Übersetzungen, sondern Kommentare in Bibelform.
Sie spekulieren.
Sie fügen Worte ein, lassen Worte weg, interpretieren Passagen statt sie zu übersetzen...
(Psalm 23, 5: "...Du nimmst mich als Gast auf..." Eine Einfügung in der Neues Leben Bibel. Steht nirgendwo im Original. Für "Du überschüttest mich mit Segen" steht im Hebräischen: "Mein Becher fließt über.")

Die Volxbibel ist was für Freax.
Jugendsprachlich und originell, ohne Anspruch auf linguistische Korrektheit.

Die "Bibel in gerechter Sprache" ist eine politisch korrekte Kasperlübersetzung, eine "Frauenbibel", (liebe Christinnen und Christen).
In ihr wird ein Wechsel der religiösen Sichtweisen angestrebt, eine gender-gemainstreamte Umdefinition Gottes. So spricht sie nicht von Gott dem Vater, sondern von Gott dem Vater und der Mutter. (1 Mose 3, 24: "So vertrieb sie [die Menschen]..." statt "Und er trieb den Menschen aus..." dem Paradies.

Die Schlange?
"Die Schlange hatte weniger an a­ber mehr drauf als alle anderen Tiere des Fel­des." 1 Mose 3, 1.

Jesus ist hier nicht Sohn, sondern Kind Gottes.

In der BigS regen sich die Pharisäerinnen und Pharisäer über Jesus und seine Jüngerinnen und Jünger auf.
Pharisäerinnen gab es so nicht?
Egal!
Christus, Christa: Wo ist der Unterschied?

Hier wurde eine ungöttliche Weltsicht in die Bibel hineingetextet.
(Eure Kirchensteuereuros bei der Arbeit, liebe Lutheranerinnen und Lutheraner).

Eine solche superfreie Übersetzung allein taugt nicht zur Bibellektüre.

Was sich anbietet ist: Man liest die ernsthafte Übersetzung seiner Wahl, (Luther, Elberfelder, Schlachter...), und wenn man erkenntnismäßig nicht weiterkommt, greift man nach einer "modernen" Version, die einem immerhin eine Interpretation der schwierigen Stelle anbietet.

Denn die Bibel zu verstehen ist schon wichtig: Die Wahrheit macht frei.

"Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet."
2 Timotheus 3, 16-17.

Samstag, 12. November 2011

Toronto-Segen today?

"Pastor, ich war neulich in einer Versammlung, in der ein Haufen Leute plötzlich gekichert und gelacht haben. Manche haben auch gegackert und andere Geräusche von sich gegeben. Dann haben sich viele eigenartig bewegt. Manche haben sich, schien mir, verkrampft. Mir wurde gesagt, das sei vom Hl. Geist."

Ja. Und der Mond ist aus grünem Käse.

Nun ist es so:
Im kanadischen Toronto ereignete sich ab 1994 eine Erweckung, die weltweit Wellen geschlagen hat und viele segnete. Viele erlebten dort eine Vertiefung ihrer Beziehung zu Gott. Herausragendes Merkmal war ein freies, spontanes Kichern und Lachen, das mehr und mehr über die Leute kam. Sie waren wie betrunken im Hl. Geist. Teils sanken sie von ihren Sitzen. (1987, also Jahre vorher, befand ich mich in Tampa, Florida, wo ich das Phänomen selber kennenlernte. Es war wunderbar).

Der Sachverhalt des Trunkenwerdens im Geist ist biblisch:
"Und berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist." Durch Lobpreis. Epheser 5, 18.

Jesus selber "frohlockte" im Geist.
"In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater...!" Lukas 10, 21.

Paulus war "außer sich."
"Sei es, daß wir außer uns waren, so waren wir es für Gott; sei es, daß wir vernünftig sind, so sind wir es für euch." 2 Korinther 5, 13

Im Urtext wird für "außer sich sein" das Wort existemi benutzt, von dem das Wort Ekstase kommt.
Paulus hatte also emotionale Erlebnisse mit Gott. Allerdings ging er damit nicht hausieren. Er hatte sie nicht immer und überall. Vielmehr legt er in Versammlungen großen Wert darauf, daß alles anständig und in Ordnung geschehe. (1 Korinther 14, 40). Vor allem, um neue Leute und Besucher nicht vor den Kopf zu stoßen. (1 Kor. 14, 23).

Die Aufmerksamkeit im Gottesdienst gebührt Jesus und nicht den emotionalen Hochzuständen mancher Anbeter. Paulus wollte, daß wir das nicht vergessen.

Aber es ist schon drin, daß große Freude in christlichen Versammlungen aufkommt.(Apostelgeschichte 8, 8).

Das geschah in Toronto.
Man versuchte, den Toronto-Segen zu exportieren, was natürlich schwierig war. Den Obersaal mit seinem Brausen und seinen Feuerzungen konnten die Pilger zu Pfingsten ja auch nicht mit nach hause nehmen. (Den Hl. Geist schon).

So wurde also auch in Deutschland gelacht.
In der Gemeinde auf dem Weg in Berlin war das seinerzeit sogar echt. Es hat sich aber im Land nicht ausgebreitet.

Irgendwann war die Freude allein auch in Toronto nicht mehr genug.
Irgend jemand begann zu röhren wie ein Löwe. Dann gackerte jemand wie ein Huhn. Andere bewegten sich komisch, ruckelten und zuckelten--und plötzlich hatten die dort einen regelrechten Zoo.

Das war der Moment, an dem der Toronto-Segen seinen prekären Ruf bekam.

Denn man exportierte nun auch das Gestöhne, das Geschrei und die funky Bewegungen.
Dabei war das nicht Gott, der die Leute so führte, sondern deren Fleisch.
Gott schenkte das Lachen und die Freude an der Erlösung.
Fleischlich verlackmeiert haben es jene, denen Gott nicht genug ist.

Ich war in den neunziger Jahren als Besucher in deutschen Toronto-Versammlungen und sah mit eigenen Augen, wie abgefahren sich manche aufführen, wenn der "Geist" sie rüttelt.
Eine Freakshow.

Es war ein himmelweiter Unterschied zu meinen wunderbaren Erlebnissen mit dem Original '87 in Tampa bei Ed Dufresne. Das war schön, rein, spontan, erbaulich. Das geisterfüllte Lachen der einen steckte die anderen an, bis sich alle freuten.

Nun gibt es offenbar bis heute Versammlungen im Land, in denen die pseudo-ekstatischen Aspekte eines vermüllten Toronto-Segens praktiziert werden.

Wollen wir nicht. Brauchen wir nicht.

Was wir wollen, ist die echte Neuerfüllung mit dem Hl. Geist, die Gott von Zeit zu Zeit im Gottesdienst schenkt. Tat er in der Apostelgeschichte dauernd. (Apg. 2, 4; 4, 31; 11, 15).

Gott macht uns jedoch nicht zu Spektakeln, Störfaktoren oder Salbungsbremsen, wenn er das tut.

Würde Jesus sich im Gottesdienst zum Freak machen?
Ich denke nicht.
So macht man keine Jünger.

Wir begegnen solchen Torontisten mit Liebe, lehnen deren Gebaren aber ab. Wir konzentrieren uns auf Jesus und sein Wort, nicht auf unsere Emotionen.

Freitag, 11. November 2011

Jesus gegen Ehe?

"Pastor, Jesus war unverheiratet. Er hat auch nie die Ehe befürwortet, verfochten oder verteidigt. Er hat nie eine Trauung vollzogen."

In der Aussage schwingt viel schweres persönliches Erleben mit.

Denn:
Jesus befürwortet die Ehe nicht nur, er hat sie erfunden.
Er ist das Ewige Wort Gottes, und "Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist." Johannes 1, 6.
"Von Anfang der Schöpfung an aber hat er sie männlich und weiblich geschaffen." Markus 10, 6.

Sein erstes Wunder tat er auf einer Hochzeit.

Es steht sogar eine symbolische "Hochzeit des Lammes" noch aus. (Offenbarung 19, 7). Die wird stattfinden, wenn Jesus seine Gemeinde zu sich in den Himmel holt.

Doch, doch. Jesus befürwortet, verficht und verteidigt die Ehe.

"Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden."
Markus 10, 9

Donnerstag, 10. November 2011

Alpha-Schlußtakt

"Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten."
Apostelgeschichte 2, 42

Wir hatten einen ausgesprochen gesegneten 8-wöchigen Alphakurs.
Ich habe viele neue, ausschließlich sympathische, ernsthaft interessierte Leute getroffen, die mehr über Jesus wissen wollten. Es war wunderbar, mit ihnen zu reden und ihre Fragen zu beantworten.

Gestern hielt Anne Henn eine ihrer besten Botschaften. Schade, daß wir sie nicht aufgezeichnet haben. So kamen nur die rund 50 Anwesenden in den Genuß. Wir haben's genossen.

Dem Kochteam von Wendy und Martina gebührt größter Respekt. Der Rinderbraten gestern war königlich. (Ich kam heute nochmal in den Genuß!)

Die Dame mir gegenüber hat gestern im Gebet den Hl. Geist empfangen und in Sprachen geredet, obwohl sie während des Kurses zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Bibel hantierte, also kaum etwas über Gott wußte.

Die Dame neben mir schilderte mir ihre Heilung, die sie vor 14 Tagen während des Kurses erlebt hat. Sie wurde über ein Jahr von Taubheitsgefühlen in den Armen, Verspannungen und Druck im Magen geplagt. Während des Gebets, (Günter, du hast ihr die Hände aufgelegt), floß ein Frieden durch sie durch und wusch alles aus. Sie fuhr in größter Müdigkeit heim--"wurde nach hause gefahren", in ihren Worten. Drei Tage hielt diese Müdigkeit an, dann war sie wiederhergestellt. Und ist es bis heute.

Preis dem Herrn.

Wenn es den Alpha-Kurs nicht schon gäbe: Man müßte ihn erfinden.

Mittwoch, 9. November 2011

Der Finanzbetrüger

"Es sagt aber Judas, der Ischariot, einer von seinen Jüngern, der ihn überliefern sollte: Warum ist dieses Salböl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben worden?
Er sagte dies aber nicht, weil er für die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und beiseiteschaffte, was eingelegt wurde."
Johannes 12, 4-6

In den Vereinigten Staaten ist der "Confidence Man" oder "Con Man" eine wohlbekannte Figur. Ein Con Man ist jemand, der sich das Vertrauen seines Opfers erschleicht, um diesem Schaf mit bestimmten, immergleichen Tricks und Kniffen das flauschige Fell über die Ohren zu ziehen.

Christen sind bevorzugte Ziele solcher Con Men.
Weil sie oft vertrauensselig bis zur Naivität sind. Sie glauben dem Con Man, wenn er von Jesus schwärmt. Sie vertrauen ihm deshalb auch, wenn er von einmaligen Investmentmöglichkeiten schwärmt.
Warum denn nicht? Der Mann ist doch so nett.
Sie können ja in sein Herz nicht hineinschauen. Und man soll doch gut von den Leuten denken.

Doch vielen Jahren rief mich einmal eine liebe Frau aus einer süddeutschen Großstadt an: Ein Bruder in Christus, Gemeindemitarbeiter und "Investmentfachmann", habe vor Jahren einen hohen fünfstelligen Betrag für sie angelegt.
Nun sei er aufgeflogen.
Er habe all ihr Geld verjubelt. Es sei nichts übrig. Es wurde auch nie etwas angelegt.
Sie nannte mir den Namen und ich solle auf die Person einwirken.
Doch man hat auch als Pastor seine Grenzen.

Mir ist kein solcher Con Man im Umfeld des CGZ bekannt. Es sei dennoch vor solchen Leuten gewarnt.
Sie gehen nach immer derselben Masche vor:

1. Sie suchen sich ihre Opfer unter vertrauensseligen und gebefreudigen Personen. Das sind nicht zuletzt Christen, die Gemeinden angehören, die Freigebigkeit predigen. Am häufigsten scheinen sie dort aufzutreten, wo Wohlstand in einer extremen Weise gepredigt wird: Gott wolle, daß wir alle reich, reich, REICH sind.

Natürlich will Gott, daß es uns gut geht und wir "in allem allezeit alle Genüge haben" und viel weggeben können. (2 Korinther 9, 8).

Doch die Konzentration aufs Materielle birgt die Gefahr der Gier.

Deshalb sagt Agur, des Sohnes des Jake, aus Massa in Sprüche 30, 8-9:
"Armut und Reichtum gib mir nicht, laß mich das Brot, das ich brauche, genießen, damit ich nicht, satt geworden, leugne und sage: Wer ist der HERR? Und damit ich nicht, arm geworden, stehle und mich vergreife an dem Namen meines Gottes!"

Wenn wir genug Mittel haben und uns nicht ständig wegen Mangel sorgen müssen, sollten wir Gott danken und uns auf wichtigeres konzentrieren.

2. Sie erschleichen sich das Vertrauen solcher lieben Geschwister.
Dazu ist nötig, daß sie sich als hingegebene Christen verkaufen.

So mögen sie als treue gemeindliche Mitarbeiter in Erscheinung treten.
(Die Menschen haben alle möglichen Gründe, als Mitarbeiter in Erscheinung zu treten: Geschäftsleute erschließen so sich neue Kunden, Musiker finden eine Bühne, Prediger-Wannabes haben Pastors Kanzel im Auge... So gesehen sind wir im CGZ wirklich gesegnet mit guten, hingegebenen, Jesus liebenden Mitarbeitern).

Erhascht man jedoch einen Blick in ihr Privatleben, stellt man fest, daß dort ein gerüttelt Maß an Sünde vorherrscht, oft zu erkennen am ungezügelten Sexualleben.

3. Die im Vertrauen mitgeteilte Finanzanlage ist stets ein Geheimtip.
Niemand darf davon wissen.
Schon gleich gar nicht der Pastor oder der Staat oder andere öffentliche Stellen.
Gern wird das Geld hinter verschlossenen Türen in bar übergeben oder auf ein persönliches Konto des Finanzgenies überwiesen.

4. Man hört nichts mehr von seiner Anlage.
Auch wenn in Verträgen Fristen genannt werden: Die verstreichen, ohne daß das Geld zurückbezahlt würde. Fragt man nach, wird man vertröstet: Kommt schon noch. Gegenwärtig sei die Wirtschaftslage kompliziert, usw.
Die Aufforderung, Geduld zu haben, gehört zum Con Man-Inventar wie die Lüge zum Teufel.
Wie lang solle man sich gedulden?
Nun, nur bis zum nächsten Termin.
Am Sankt-Nimmerleinstag.

5. Das Con Man-System bricht zusammen.
Entweder wandert der Betrüger in den Knast. Oder, wenn die lammfrommen Geschröpften ihn nicht mit der Justiz behelligen, meldet er Privatinsolvenz an. Dann ist für die Anleger nichts mehr zu holen. Und er kann in ein paar Jahren von vorn anfangen.

Milde ist bei diesen Leuten nicht immer angebracht.

Selbst in der nächsten Nähe zu Jesus befand sich ein Finanzbetrüger: Judas.
Judas Ischariot verwaltete die Kasse und trug davon, was eingelegt wurde.

Dennoch vermochte er nicht, Jesus zu schaden!

Als der Herr einst Geld für Steuern brauchte, weil die Kasse leer war, (Judas, hallo?), schickte er Petrus zum Angeln. Im Maul des ersten Fisches fand Petrus exakt den Betrag, der für die Steuer nötig war, nicht mehr und nicht weniger. (Wobei auch Jesus nicht ständig von der Hand in den Mund lebte. Er hatte reiche Unterstützer: Maria, Martha, Lazarus, Johanna, die Frau des Verwalters von Herodes, und viele andere. (Lukas 8, 3)).

Gott versorgte seinen Sohn.
Und er versorgt auch uns, seine Kinder, Con Men hin oder her.

Montag, 7. November 2011

Alle lieben George

"Ich kann meine Finger wieder bewegen!"

Die Dame, die dies gestern rief, ist fast 80 und litt unter Arthritis.
Nach der Predigt gestern betete George Moss noch rund eine Stunde für anwesende Kranke, u.a. diese Frau, die von ihrer Heilung sehr ergriffen war.
Viele gute Dinge haben sich ereignet.
Sieben Personen sind mit dem Hl. Geist erfüllt worden.
Unsicher Glaubende haben den wichtigsten Schritt vollzogen und Jesus richtig in ihr Leben eingeladen.

Die Leute fragen, wann George wiederkommt.
Nun, er ist 73 und macht einen fitten Eindruck und ist mit viel Spaß bei der Sache.
Vielleicht wird er 120.
Dann sehen wir ihn in den nächsten Jahren schon noch ein paar Mal.

"Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!"
Philipper 4, 4

Freitag, 4. November 2011

George Moss + Prophecy today

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi."
Epheser 4, 11-12

Am Samstagabend um 19.39 Uhr wird George Moss aus Tulsa in Oklahoma im CGZ sprechen.
Er ist bereits heute angekommen und wir haben einen erbaulichen Abend miteinander verbracht.

George ist ein großer Fließer im Heiligen Geist und wir werden eine wunderbare Zeit mit ihm haben.

Gott hat vor vielen Jahren meinen Umzug in die USA durch ihn bestätigt. Das prophetische Element in seiner Aussage damals zu erklären, führt hier zu weit. Auf jeden Fall hat es mich davon überzeugt, daß Gott ihn manchmal prophetisch gebraucht.

Der neutestamentliche Prophetendienst ist ein anderer als der im Alten Testament. Viele Christen träumen von einem samuel-, elia-, jesaja-, jeremia-, danielähnlichen Prophetendienst, der detaillierte Handlungsanweisungen gibt.

Gott ging damals so vor, weil die Menschen seinerzeit noch keine neugemachten Kinder Gottes waren. Das hat erst Jesus ermöglicht. Heute hat jeder Christ ein Maß des Heiligen Geistes und wird von Gott individuell geführt. Ein prophetisches Diktat ist nicht mehr nötig.
Deswegen bestätigen neutestamentliche Propheten heutzutage vor allem, was wir schon im Herzen haben. Oder sie warnen uns, wenn wir uns auf Abwegen befinden.

Manchmal sagen sie auch zukünftige Ereignisse voraus, wie Agabus in Apostelgeschichte 11, 28, der eine Hungersnot anzeigte.

Ein armenischer Prophet sagte den Völkermord 1915 durch die Türken voraus. Viele Christen wanderten daraufhin aus, zB nach Amerika. (Mein Pastor Bob Yandian hat armenische Wurzeln).

Apropos:
Nach einer Versammlung mit George letztes Jahr hatte meine Frau keinen Schlüssel dabei. Jemand sollte sie nach hause bringen, denn George und ich waren bereits davongefahren, um in irgendeinem Restaurant zu essen.
Günter O. nahm es auf sich, uns zu finden, um ihr meinen Hausschlüssel zu überbringen.
Er hatte keine Ahnung, wo wir uns befanden. In Schweinfurt leben rund 50.000 Menschen und es gibt jede Menge Restaurants. Günter ließ sich führen, fuhr herum, bog ab, wo er den Eindruck hatte--und stiefelte zum Schluß in genau jenes abgelegene Restaurant, in dem George und ich saßen.
Niemand kann mir erzählen, daß Gott nicht auch heute noch prophetisch spricht.
Er tut dies jedoch nicht, um uns zu unterhalten.

"Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben."
1 Korinther 12, 7.

Donnerstag, 3. November 2011

Gesù e la Sua Chiesa

Wir hatten einen super Alpha-Abend gestern.
Manche machen zum ersten Mal in ihrem Leben Bekanntschaft mit der Bibel.
Jemand wurde mit dem Hl. Geist erfüllt.
Alle wurden satt.

G.H. drückte mir eine Dankannonce aus der Zeitung in die Hand. Wir hatten für ein Kind namens Lukas gebetet, (ich vergesse, für was). Es geht ihm wieder gut. Die Eltern setzten eine entsprechende Anzeige in die Zeitung.

Schade, daß nächste Woche schon wieder Schluß ist. Aber der Mittwoch-Bibelabend mit Gebet geht ja weiter. Nur zu essen wird es nichts mehr geben.

Hanns B. sprach gestern über die Notwendigkeit der Ortsgemeinde.

Jesus und die weltweite Christenheit bilden die universelle Gemeinde Gottes. Er ist der Hirt, wir die Herde. Er ist das Haupt, wir der Leib. Er ist der Vater, wir die Familie.

Wenn man einen Kristall zerschlägt, dann zerfällt der in lauter kleine Kristalle, die alle aussehen wie zuvor der große.

Entsprechend bildet sich die Universalgemeinde in der Ortsgemeinde ab.
Auch hier gibt es einen Hirten, (Epheser 4, 11). (Pastor ist das lateinische Wort für Hirt).
Jesus sagt zu diesen Hirten, "Wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten." (Johannes 16, 20). Der Umkehrschluß gilt sicher auch.
Jedenfalls schließt Jesus von sich auf seine Hirten.

Die regelmäßige Gemeinschaft mit Christen im Rahmen einer Gemeinde ist konstituierend für unser Christsein. Wir brauchen das. Wir sind Herdentiere.
Und eine Kohle, die man aus dem Feuer nimmt und an den Rand legt, verfärbt sich schnell: Von glutrot zu gelb zu kalt und weiß. Gibt man sie wieder ins Feuer, kommt sie bald wieder auf Touren und erfüllt ihren Zweck: Sie gibt Wärme.

"Laßt uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, indem wir unsere Zusammenkunft nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermutigen."
Hebräer 10, 24-25.

Mittwoch, 2. November 2011

Geh! Aber geh mit Gott

Die Größe des Glaubens einer Person kann man an ihren Taten ablesen. Hebräer 11 spricht darüber.

Abel hat seinen Glauben mit dem Geben eines Opfers demonstriert.

Henoch, der Nächste in der Liste, war jemand, der "beständig mit Gott ging." (1 Mose 5, 22). Jemand, der mit Gott geht, tut keine Dinge, die Gott nicht gefallen.

In den Achtziger Jahren hörte ich die Geschichte eines Mannes, der einst vor einem Haus mit roter Laterne stand. Er sagte, "Herr, ich geh da jetzt rein. Bitte warte hier auf mich."
Als er wieder rauskam, war Gott weg.
Es dauerte Jahre, bis er wieder mit Gott ins Reine kam.

Henoch tat sowas nicht. Er hielt sich an seine Frau.
Und wenn auf der Arbeit jemand abfällig über andere sprach, dann hielt er den Mund. Für den Chef spioniert hat er auch nicht.
Geklautes Werkzeug aus dem Betrieb gab's bei ihm nicht.
Seiner Nachbarin, der senilen Witwe Klunker, hat er nicht das Testament gefälscht.
Alle hielten ihn für ein wenig sonderbar. Doch Gott gefiel sein Verhalten so sehr, daß er Henoch zu sich in den Himmel holte.
Henoch starb nicht.
Er ist einer von zwei Personen, denen es so erging: Er und Elia sind die einzigen Menschen, die nicht starben, sondern entrückt wurden.

Das Gehen mit Gott hat noch eine wunderbare Belohnung: Frieden.

"Wenn die Wege eines Menschen Gott wohlgefallen, läßt er selbst seine Feinde mit ihm Frieden machen." Sprüche 16, 7.

Montag, 31. Oktober 2011

Encounter

"Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen."
Johannes 12, 32

Ralf W. ist etwas Ungewöhnliches passiert.

Als er vor einigen Tagen aus der Post in seinem Wohnort trat, sprach ihn ein Unbekannter spontan an und fragte ihn, ob er irgendwo hier in der Nähe eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde kenne.

Ralf kannte eine.

Wunderlich sind die Wege des Herrn.
Was, wenn der Mann die Person vor oder nach Ralf angesprochen hätte?
Hat er aber nicht.

Mei, mei.

Samstag, 29. Oktober 2011

Der Sinn des Lebens

"Pastor, was ist der Sinn des Lebens?"

Gibt mehrere.

Gott hat für jeden Menschen einen Plan.
"In dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war." Psalm 139, 16.

Natürlich schert sich ein großer Teil der Menschheit einen Dreck darum, was Gott will. Sie leben nicht Gottes Plan für ihr Leben aus, sondern ihren eigenen. Und leiden.

Für Christen hat Gott folgenden Plan:
"Die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein." Römer 8, 29.

Wenn die Bibel sagt, Gott hat jemanden "erkannt", dann soll dies heißen, er hat eine Absicht, einen Plan und eine Aufgabe für diese Person.
(Von Adam heißt es beispielsweise, er "erkannte" seine Frau Eva. Adam hatte eine Absicht, einen Plan und eine Aufgabe für sie. "...und sie wurde schwanger und gebar..." 1 Mose 4, 1).

Die Absicht und der Plan Gottes für Christen ist: Sie sollen Jesus immer ähnlicher werden.

Das soll keine trübselige Angelegenheit sein. Epheser 1, 6 sagt, er hat uns Christen vorherbestimmt "zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade." D.h. während wir Jesus ähnlicher werden, sollen wir gute Erlebnisse mit Gott haben, über die zu reden sich lohnt.

Gott will gelobt werden. Dafür gibt er uns Gründe.

Ständig Gottes Gnade zu erleben ist wichtiger Teil vom Sinn des Lebens.

Hast du etwas, wofür du dankbar sein könntest?

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Der christliche Heilungsauftrag

"Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen... Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden."
Markus 16, 17-18

Es gibt eine ausgeprägte Esoterik-Szene in Deutschland, in der es oft um nicht-schulmedizinische Heilung geht. Die Szene floriert!

Christen dagegen hauen sich oft die Schädel ein, wenn es um das Thema göttliche Heilung geht. Wer für die Kranken betet, wird in manchen Kreisen schier als Sektierer angesehen.

Dabei haben wir Christen einen klaren Heilungsauftrag!

Die oben zitierten Worte Jesu sind die letzten, die er sprach, bevor er in den Himmel auffuhr. Das Markusevangelium endet gar mit dem Satz: "Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte." (Markus 16, 20).

Da Jesus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist, können wir davon ausgehen, daß er auch heute noch das Wort mit nachfolgenden Zeichen bestätigen will. Damit dies passiert, muß Heilung kühn gepredigt werden.

Heilung ist unzweideutig Teil des Erlösungswerks: Jesus, "der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid." (1 Petrus 2, 24).

Nun sind Heilungen keine Wunder.
Da besteht ein Unterschied.

Ein Wunder, wie das am Teich Bethesda, setzt im Empfänger keinen Glauben voraus. Es geschieht spontan, von jetzt auf sofort. Jesus hatte einem Gelähmten (unter vielen) geboten, aufzustehen und umherzugehen. Der tat das und wurde sofort gesund.

Heilungen dauern länger.
Sie zeichnen sich durch einen beschleunigten Genesungsprozeß aus.
Für einen solchen kann man hemmungslos glauben. Hierzu gibt es eine Vielzahl biblischer Verheißungen.

"Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten!
Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten."
Psalm 103, 3-4

Wir können uns in diesen Dingen nicht von Esoterikern den Wind aus den Segeln nehmen lassen. Wir haben mehr zu bieten als ein Wangentätscheln und ein "Du fällst nicht tiefer als in Gottes Hand."

Heilung war auch das Thema unseres gestrigen Alpha-Abends. Wir hatten eine wunderbare Zeit.
Eine junge Mutter mit einem behinderten Kind bezeugte mir: Seit sie für das Kind gebetet hat, geht es langsam aber sicher, sichtbar, bergauf. Körperliche Gebrechen, die das Kind mittlerweile entwickelt haben sollte, stellen sich nicht ein. Im Gegenteil.
Preis dem Herrn.

Meine Frau teilte mir auch folgendes mit:
Letzten Sonntag sprach sie mit einer CGZ-Besucherin aus den USA. Die Frau hatte bei ihrem Aufenthalt in Schweinfurt zufällig wahrgenommen, daß es uns gibt. Sie sagte meiner Frau, sie habe danach geträumt, am Sonntag mal vorbeischauen zu sollen.
Also kam sie.
Anja B. hat für sie übersetzt. (Danke, Anja).

Sachen gibt's...

Dienstag, 25. Oktober 2011

Corina und Maria

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern."
Matthäus 28,19

Wir haben in der Vergangenheit Corina Schiek unterstützt. Sie hat in Südafrika im Rahmen des "Pop up Kids"-Projekts in der Mission gearbeitet. Nun wohnt sie wieder in Deutschland und braucht unsre Unterstützung nicht mehr.

Ich habe mir gedacht, wir sollten ein anderes Kinder-Projekt in Afrika unterstützen. Davon gibt es natürlich viele.
Das von Maria Prean in Uganda hat mich jedoch bereits 2008 inspiriert, als Maria bei uns im CGZ sprach und ihren afrikanischen Kinderchor dabeihatte.

Maria ist eine gesegnete Frau des Glaubens, mit dem Kopf im Himmel und dabei völlig bodenständig.

Ich glaube an ihre Arbeit.
Privat unterstützen wir sie schon länger, nun auch als Gemeinde, so wie es uns möglich ist.

Maria Prean wird am Sonntag, 5. August 2012, bei uns im Sonntagsgottesdienst sprechen.

Montag, 24. Oktober 2011

The very first Act of Faith

"Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain."
Hebräer 11, 4

Der Hebräerbrief ist die Ruhmeshalle des Glaubens. In ihr sind viele Glaubenshelden des Alten Testaments aufgereiht.

Der erste Mensch überhaupt, dessen Glaube als vorbildlich erwähnt wird, ist Abel.
Abels Glaubenstat war das Geben eines Opfers.

Meiner Frau und mir fiel gestern auf, daß die erste Sünde ein Diebstahl war, die erste Glaubenstat das Gegenteil: Das Geben eines Opfers.

Adam und seinen Frau nahmen Gott etwas.
Abel gab Gott etwas.

Gott gefiel das und er nannte es Glauben.

Freitag, 21. Oktober 2011

Der Staat als Hölle

"Immerhin hat das den Staat zur Hölle gemacht, daß ihn der Mensch zu seinem Himmel machen wollte."
Hölderlin, Hyperion, oder der Eremit in Griechenland

Europa ist in Aufruhr.
Seine Währung wankt, seine Staaten brechen in die Knie.
Die Regierungen eilen von Krisengipfel zu Krisengipfel, ohne der offenen Plagenbüchse der Pandora wirklich Herr zu werden.
Der ganz große Finanzbefreiungsschlag will nicht gelingen.

In Hyperions Griechenland hat sich der Staat vom Sozialparadies zur kalten Hölle gewandelt.
Jahrzehntelang erhielten Beamte dreizehn und vierzehn Gehälter pro Jahr. Kinder bekamen die Renten längst Verstorbener. Kaum jemand bezahlte Steuern.
Das Geld dazu war einfach da.
Nun ist es weg.
Nun rebelliert das griechische Volk gegen den von Europa verordneten Sparkurs. Autos brennen, Häuser verwandeln sich in Ruinen. Der erste Mensch ist bereits zu Tode gekommen.

Europa schlittert... wohin?

Ich lese in diesen Tagen Friedrich August von Hayeks "Road to Serfdom", (Der Weg in die Knechtschaft), um die Sichtweise freiheitlich denkender Ökonomen nachvollziehen zu können. Das Buch des Nobelpreisträgers kam zwar schon 1944 heraus, im Verlag der University von Chicago. Seine Thesen wurden zwar schon während des Zweiten Weltkriegs verfaßt, sie sind jedoch brandaktuell.

Wenn er recht hat, dann ist der Faschismus die politische Zukunft Europas.

Hayek, (1899-1991), legt dar: Sozialismus und Faschismus sind keine entgegengesetzten Pole. Vielmehr ist der Faschismus das Resultat eines gescheiterten Sozialismus.

Zunächst:
Das sozialdemokratische Europa findet sich heute unverhofft im Sozialismus wieder:
Nicht die Anleger auf dem freien Markt, sondern staatliche Planer, (Wirtschaftsregierung), sollen die Wirtschaft im Euroraum lenken.
Staatliche Planer sind in der Vergangenheit stets grandios gescheitert?
Macht nichts.
Diesmal klappt's.

Man legt einen Rettungsfonds auf, der Schulden von sinkenden Staaten kauft. Um diesem Fonds viel mehr Geld zu verschaffen, hebelt man ihn.
Durch solche riskanten Derivate wurde 2008 die Bankenkrise verursacht?
Das war damals. Heute ist heute.
Diesmal klappt's.
Diesmal steht das Kartenhaus bombenfest.

Die Schulden von Pleitestaaten werden also diskret auf alle Eurostaaten umgelegt. Damit ist Europa im Sozialismus angekommen. Gemeinsam werden wir nun gleich arm.
Auch der Sozialismus in seiner postsowjetischen Euro-Spielart führt zum schleichenden Wirtschaftstod.
Das weiß man.
Das will niemand.
Man stemmt sich dagegen.

Und schon tauchen die ersten faschistoiden Züge auf: Ein Stabilitätskommissar muß her, fordert die Kanzlerin, der ein Durchgriffsrecht hat, der notorischen Schuldenstaaten die Finanzpolitik diktieren darf.

Nun sagt Salomo natürlich, "Sklave ist der Schuldner seinem Gläubiger." (Sprüche 22, 7).
Doch das gilt für Privatleute.
Wenn man ganze Staaten einem solchen Diktat unterwirft, raubt man ihnen die Freiheit.
Das mag auf dem Papier legitim sein.
Es ist jedoch in den Augen aller freiheitlich denkenden Menschen ein Übel sondergleichen. Dieses Übel führt zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in den betroffenen Ländern. Die hassen die Diktatoren, die sie retten wollen. Sie schlagen die Hand, die sie füttert, auch wenn das töricht ist.
Das ist die sich abzeichnende, nicht zu rechtfertigende Katastrophe.

Wenn ein Land seinen Schlendrian liebt, soll es ihn leben dürfen. Nur das kann die freiheitliche Antwort sein.
Zum Schutz der tüchtigen Länder muß ein Schlendrianland aus der Eurozone ausgegliedert werden.
Schwierig?
Na und?
Möglich ist es allemal, nur politisch nicht gewollt.
Doch die Tüchtigen dürfen nicht für die Faulen bluten müssen. Deshalb dürfen die Schulden einzelner Staaten nicht von der Gemeinschaft getragen werden. Die Einrichtung eines dauerhaften "Rettungsfonds" ist eine Bankrotterklärung.

Es muß alles unternommen werden, um einer Haftung für Defizitsünder zu entkommen. Dies zu bewerkstelligen ist die Pflicht unserer Regierung. Sie hat immerhin geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Gott sagt, "Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten, für einen Fremden deinen Handschlag gegeben, bist du verstrickt durch deines Mundes Worte, gefangen durch die Worte deines Mundes, so tu denn dies, mein Sohn: Reiß dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist!"
Sprüche 1-3.

Wenn deutsches Geld für Griechenland nicht zur Verfügung steht, dann steht dort der Staatsbankrott ins Haus.
Doch der wird so schlimm nicht werden.
Die Banken haben Griechenlandpapiere sowieso schon zu großen Teilen abgeschrieben. Sie rangieren in deren Bilanzen oft nur noch mit 50% des Nominalwerts oder gar noch weniger.
Ein Schuldenschnitt ist also bereits eingepreist.

Auch das Wort Gottes spricht sich für den gelegentlichen Erlaß von Wirtschaftsschulden aus. In Israel sollten alle 50 Jahre, im Jubeljahr, sämtliche Sklaven befreit und alle Schulden erlassen werden.

Und Griechenland bleibt ein freies Land.
Niemand stirbt mehr.
Die Drachme kann abwerten. Die Griechen können weiter Schulden machen, wenn denn jemand ihre Papiere kaufen will.

Geben die Euro-Regierungen in den nächsten Tagen ihren paternalistisch-sozialistischen Neigungen nach, wird sich Hayeks Prophetie nach und nach erfüllen.

Europa wird zu einem engen, unfreien, von Staat und Steuer drangsalierten Fascho-Gebilde.
Mit Stabilitätskommissar, Transferzahlungen und Armut für alle.

Politiker versteht: Das Paradies ist auf Erden nicht machbar.
Ohne Gott schon gleich gar nicht.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Gottes Mitarbeiter

"Gottes Mitarbeiter sind wir; Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr."
1 Korinther 3, 9

Beim gestrigen Alphakurs-Abend waren wir etwas mehr als 50 Leute. Viele der Besucher sind mir unbekannt. Mit denen zu reden ist recht interessant. Denn ich frage mich natürlich, wie sie zu uns gekommen sind.

Man hört dann manchmal die erstaunlichsten Dinge.

Eine Besucherin erzählte mir, sie sei am Ostersonntag dieses Jahres in einer Atmosphäre von Licht und Liebe und Frieden aufgewacht. Sowas hatte sie noch nie erlebt. Dies passierte ihr dreimal hintereinander.

Dann schloß sie, es muß mehr geben, als das, was man sieht.
Ihr Herz macht sich auf die Suche.
Und plötzlich sitzt sie im Alphakurs und vertraut ihr Leben ganz bewußt Jesus an.

Als Veranstalter wird einem da die begrenzte Rolle bewußt, die man als Mensch oder Organisation zu spielen vermag.
Man kann mit Leuten reden.
Man kann solche christlichen Basiskurse anbieten. Doch die Menschen vorbereiten, ansprechen und herführen kann nur Gott.
Wir sind seine Mitarbeiter. Die eigentliche Arbeit tut er.

Das entspannt.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Petrus und Der Fels

Jesus hatte seine Jünger gefragt, wer sie dächten, daß er sei. Petrus antwortete für alle und sagte, "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes."

Darauf entgegnet Jesus, "Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist."

Simon hatte eine göttliche Offenbarung bekommen. Er hatte Gott gehört. In seinem Geist war angekommen, daß er es hier mit dem Christus zu tun hatte.

Dann sagt Jesus, "Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen." (Matthäus 16, 18).

Viele denken nun, Petrus sei der Fels, auf dem die Gemeinde ruht.

Das ist jedoch Unsinn.

Das geht schon aus dem Griechischen hervor. Petrus bedeutet Stein, nicht Fels. Jesus nennt Petrus also Stein. Etwas Festes. Das ist schon ein Kompliment.

Doch das Wort für Fels ist petra und bedeutet, bingo, Fels.

Was ist nun der Fels, auf dem die Gemeinde steht?
Dieser Fels ist die Offenbarung, daß Jesus der Christus ist.
Die kann nur Gott geben.

Gegenwärtig werden allerorten christliche Gemeinden verfolgt, wie dieser Tage in Ägypten, wo sich der "Arabische Frühling" in einen islamischen Herbst verwandelt hat. Und wenn man Kopte ist und mit den Ketten eines tollwütigen Panzers Bekanntschaft gemacht hat, ist Winter.

Jesus sieht das jedoch auch...
Und er hat verheißen: "Des Hades Pforten werden die Gemeinde nicht überwältigen."

Dienstag, 18. Oktober 2011

Unsichtbare Dokumente des Glaubens

"Der Glaube aber ist hypostasis dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht."
Hebräer 11, 6

Was aber genau ist hyposasis?

Es ist eines dieser griechischen Worte, die eine ganze Reihe von Bedeutungen haben. Jedes für sich, werfen sie immer neues Licht auf die Sache, hier den Glauben.

Hypostasis bedeutet:
Substanz, Essenz, Fundament, Gewißheit, Garantie, Beglaubigung.
Hypostasis bedeutet auch Besitzurkunde.

Ein reicher Freund könnte mir ein neues Auto verheißen.
Wenig später könnte auf mich zukommen und mir einen Fahrzeugbrief in die Hand drücken. In diesem Brief könnte ich als Eigentümer des Wagens eingetragen sein. Ich habe den Wagen nie gesehen, weiß nun aber, daß er mir gehört.

Es gibt in der Tat unsichtbare "Fahrzeugbriefe."

Ich weiß, daß ich einen unsichbaren Paß habe, der mich als Himmelsbürger ausweist. Dorthin, in meine eigentliche Heimat, werde ich ein ein paar Dekaden umziehen.
Jesus baut mir dort ein Haus.

Dieser Paß ist die Gewißheit, daß ich durch Jesus gerettet bin.
Dieser Paß ist ein unsichtbares Dokument des Glaubens.

Wie bekommt man Glauben?

Man muß Gott reden hören.
Denn "der Glaube kommt durch die Verkündigung..."
Verkündigung im Griechischen bedeutet auch auch Hören, Gehör, Gehörtes.

Ganz grundsätzlich gilt also: Der Mensch glaubt, was er hört.

Wer Gottes bergeversetzenden Glauben kennenlernen will, der muß Gottes Wort hören. Denn "...die Verkündigung des Wortes Christi." (Römer 10, 17).

Wobei man dazusagen muß, daß Gott hören nicht dasselbe ist, wie eine Predigt hören. Man kann Gott natürlich während einer Predigt hören. Doch dazu muß man offen sein. Und die Predigt muß sich aus Gottes Wort speisen.

Oft spricht Gott zu einem, während man betet.
Wenn er gesprochen hat, ist das Problem gelöst, auch wenn sich im Natürlichen noch nichts verändert hat. Man spürt innerlich: Man ist durch.

In 1 Samuel 1, 15 schüttet die unfruchtbare Hanna ihr Herz vor Gott aus.
Der Priester Eli dachte, sie sei betrunken, so emotional führte sie sich auf, dort vor der Stiftshütte. Sie weinte und redete scheinbar lautlos mit sich selber.
Doch sie war nicht betrunken. Nur betrübt.
Da sagt Eli, der Mann Gottes, zu ihr, "Geh hin in Frieden! Der Gott Israels wird dir deine Bitte erfüllen, die du von ihm erbeten hast."

Keine große Prophetie, kein Tamtam, kein Trara. Nur: Der Herr wird deine Bitte erfüllen.

Hanna reagiert auf dieses Priesterwort mit Glauben, denn "die Frau ging ihres Weges und aß und ihr Gesicht war nicht mehr so."
Die Trübsal war wie weggeblasen.
Glaube war eingezogen.

In Rama, ihrem Wohnort, dann geschah es. "Der HERR dachte an sie. Und Hanna wurde schwanger."

Ihr Sohn war Samuel, einer der größten Gottesmänner des Alten Bundes.

Jesus sagt, "Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei." (Johannes 16, 24).

Gott will, daß du dich freust.
Doch ohne Glauben klappt das nicht so recht.